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Dieses Thema hat 13 Antworten
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 Wissenswertes über Langeoog
hasenzahn26
Besucher des Museums-Rettungsboots


Beiträge: 7.225

11.05.2006 20:23
Wasserturm antworten

Das Langeooger Wahrzeichen wurde 1908/09 erbaut. Er ist als Aussichtsturm der Öffentlichkeit zugänglich.
Eintritt haben sie u.a einmal kostenlos mit der LangeoogCard.
Im Erdgeschoß befindet sich die Ausstellung "Trinkwasser für Langeoog"

An seiner Stelle war vorher ein Seezeichen als Holz.

der Wasserturm bei heraufziehender Dunkelheit

hier ist noch mal ein historisches Bild vom Wasserturm. Dieses Mal von der Seeseite her mit Dünenausschnitt



http://thorsten-wollschlaeger.fotoalbum-medion.de/
http://foehr-urlaube.fotoalbum-medion.de/

hasenzahn26
Besucher des Museums-Rettungsboots


Beiträge: 7.225

11.05.2006 20:26
#2 Wasserturm .... antworten

... in einer Mondnacht

... mit Bodennebel

... beim Sonnenuntergang



http://thorsten-wollschlaeger.fotoalbum-medion.de/
http://foehr-urlaube.fotoalbum-medion.de/

hasenzahn26
Besucher des Museums-Rettungsboots


Beiträge: 7.225

11.05.2006 20:30
#3 historische Bilder vom Wasserturm antworten








Der Teich, den man im Vordergrund sieht ist der Ententeich an der Straße "Am Teich". Das Bild muß also aus Richtung der heutigen Heerenhussiedliung gemacht worden sein



Wasserturmansicht von den Dünen her aus den 1960ger Jahren



und aus den 1970ger Jahren













http://thorsten-wollschlaeger.fotoalbum-medion.de/
http://foehr-urlaube.fotoalbum-medion.de/

hasenzahn26
Besucher des Museums-Rettungsboots


Beiträge: 7.225

11.05.2006 20:31
#4 Wasserturm gezeichnet antworten

hasenzahn26
Besucher des Museums-Rettungsboots


Beiträge: 7.225

12.03.2007 20:10
#5 RE: Wasserturm gezeichnet antworten

zur Zeit ist der Wassertrum ja eingerüstet und es werden Reparaturen daran durchgeführt





http://thorsten-wollschlaeger.fotoalbum-medion.de/
http://foehr-urlaube.fotoalbum-medion.de/

hasenzahn26
Besucher des Museums-Rettungsboots


Beiträge: 7.225

27.08.2007 20:52
#6 RE: Wasserturm gezeichnet antworten
ein paar Nachtaufnahmen vom Wasserturm bei Vollmond Ende Juli 2007













http://thorsten-wollschlaeger.fotoalbum-medion.de/
http://foehr-urlaube.fotoalbum-medion.de/
http://www.germanmanoeuvres.com/

Trödel
...zieht ins Bliev hier


Beiträge: 61.858

27.04.2009 18:28
#7 2009 – das Jahr des Wasserturms antworten
Zum 100. Geburtstag: Geschichte(n)
rund um das Langeooger Wahrzeichen (Folge 1)


2009 steht im Zeichen des Wasserturms. Denn in diesem Jahr begeht das 1909 errichtete Langeooger Wahrzeichen seinen 100. Geburtstag, der mit verschiedenen Aktionen in der Saison gefeiert wird. Aus Anlass des Jubiläums ist Uwe Garrels, Archivar der Inselgemeinde, in die Entstehungsgeschichte des Wasserturms eingetaucht. Er sichtete die Unterlagen im Rathaus, befragte Insulaner, telefonierte, korrespondierte – seine Recherchen führten ihn bis ins Staatsarchiv Aurich. Vielen Gästen ist Uwe Garrels durch seine unterhaltsamen Führungen und Vorträge bekannt. Im „Utkieker“ schildert er nun, über die Saison verteilt, das Wachsen und Werden des Wasserturms – damals vor 100 Jahren …


Am 10. Februar 1906 schrieb der Wittmunder Landrat Budde „An den Herrn Gemeindevorsteher in Langeoog“ einen dreiseitigen, in schönster Sütterlinschrift verfassten Brief. Er beginnt ohne Umschweife mit dem Satz: „Mit Rücksicht auf den zunehmenden Badeverkehr auf der Insel kann es aus gesundheitspolizeilichen Gründen nicht länger geduldet werden, dass die Hotels und Logierhäuser ihre Abwässer in die öffentlichen Abzugsgräben leiten. Auf die Abwässer ist es zurückzuführen, dass den offenen Gräben während der warmen Jahreszeit üble Gerüche entsteigen, die Badegäste und Inselbewohner belästigen, was unter Umständen eine Gefährdung der Gesundheit zur Folge haben kann.“ Mit anderen Worten: Je schöner das Wetter, desto übler der Duft in der Luft. Landrat Budde forderte den Bau eines Hauptkanals, der „soweit die bewohnte Gegend in Betracht kommt, verdeckt sein“ müsse, und einen umgehenden entsprechenden Beschluss des Gemeindeausschusses in dieser Hinsicht. Der Brief endet mit: „Bericht erwarte ich in 4 Wochen.“


Quelle: http://www.de-utkieker.de
Trödel
...zieht ins Bliev hier


Beiträge: 61.858

04.05.2009 19:19
#8 RE: 2009 – das Jahr des Wasserturms antworten
Zum 100. Geburtstag: Geschichte(n)
rund um das Langeooger Wahrzeichen (Folge 2)


Die Monate Februar bis Juni waren die Monate der Handwerker. Die planerischen Vorgaben waren weitgehend geklärt, die Finanzierung war gesichert, jetzt war Bauen angesagt. Und das an allen Ecken und Enden gleichzeitig. Der Vertrag über die Errichtung der Wasserleitung und Kanalisation auf Langeoog verpflichtete die Berlin-Anhaltische Maschinenbau Actien-Gesellschaft (Bamag), die Arbeiten bis zum 1. Mai 1909 zu beenden, um einen ungestörten Verlauf der Badesaison gewährleisten zu können. Parallel zum Wasserturm entstand das Maschinenhaus, in dessen Nähe vier Brunnen gesetzt wurden. Im Dorf mussten die Straßenbeläge, wo vorhanden, aufgenommen werden; die Wasser- und Kanalrohre sollten mindestens 1,50 Meter tief liegen, um frostsicher zu sein. Die Hauptstränge der Wasserleitung aus innen asphaltiertem, gusseisernen Rohr waren zu verlegen, ebenso die Kanalrohre und die 90 Hausanschlüsse. Anschlusszwang bestand für alle Bewohner, die Gästebetten anboten. Es galt, alle erforderlichen Materialien rechtzeitig vor Ort zu haben. Und das Wetter musste mitspielen.


„Johann Eilts sprang ein“

Über die Bauarbeiten selber gibt es leider wenig Zeugnisse und Fotos. Die Hauptarbeiten führte Johann Eilts durch. Der 1881 in Bensersiel geborene gelernte Zimmermann war seit 1901 immer wieder auf Langeoog als Geselle tätig. Am 18. März 1908 ließ er sich endgültig auf der Insel nieder, weil er sich vom Bauboom des aufstrebenden Nordseebades in diesen Jahren Brot und Arbeit versprach. Dass er den Bau des Wasserturms ausführen durfte, war für den Unternehmer wohl ein Glücksfall. Sein Enkel „Jojo“ Eilts berichtet, dass der eigentlich beauftragte Bauunternehmer unerwartet verstorben war und Johann Eilts einsprang – eine Riesenchance für den „Neuen“. Ob die Insulaner über den „Zugereisten“ die Nase rümpften, ist nicht bekannt, aber durchaus denkbar. Jedenfalls packte Eilts die Sache an und führte sie erfolgreich zu Ende.
Es gibt ein Buch, in dem Johann Eilts die Lohn- und Materialkosten seiner Aufträge mit Rechnungsbetrag aufgeführt hat. Verzeichnet sind darin Arbeiten aus den Jahren 1908 bis 1912 und 1924 bis 1926. Drei Seiten im Jahr 1909 sind darin der Bamag gewidmet: Eilts hatte die Maurer-, Zimmermanns- und Malerarbeiten erledigt. Für den Wasserturm berechnete er 6.047,77 Mark, für das Maschinenhaus 3.756,90 Mark und weitere Kosten in Höhe von 476,05 Mark. An Zimmerleuten und Maurern führte er Ulfert Zimmering, Hermann Wilken, Diedrich Stolle und H. Janssen, A. Janssen und G. Harms auf. An Arbeitern beschäftigte er J. Hoffrogge, H. Ihnken, E. Schmidt, H. Börgmann und J. Dunker. Neben einem Steinsetzer ist noch der Maler Bents erwähnt.


Herausforderung Wassertank

Besonders der Bau des Wasserturms war eine Herausforderung für Bauunternehmer und Handwerker. Zur aktuellen Renovierung im Jahr 2008/2009 zogen die Handwerker um das Bauwerk eine schützende Plane (die wegen des Windes sechsmal erneuert werden musste). Diesen „Luxus“ konnten die Männer damals nicht genießen – und die Winter waren kalt und feucht. 9,45 Meter hoch ist der Sockel des Turms und unterhalb der Oberfläche 1,60 Meter tief im Sand mit 90 Zentimeter starken Fundamentfüßen. Ein vollständig Wind und Wetter ausgesetztes, offenes Holzgerüst umzog den Rohbau. Auf dem Sockel war ein Eisenring als Auflager für den Wasserbehälter verankert. Dann mussten die vorgeformten 6-Millimeter-Eisenbleche hochgehievt und auf dem Sockel vernietet werden. Eine körperlich ungemein anstrengende Arbeit, die sicherlich Spezialisten der Bamag verrichteten. Doch den gesamten Behälter von 6,50 Meter Durchmesser und 3,80 Meter Höhe am Boden zusammenzunieten und anschließend hochzuziehen kam wegen des Gesamtgewichtes von 11,5 Tonnen nicht in Frage.
Die Montage der Dachkonstruktion war da für die ohnehin schwindelfreien Zimmerleute eher einfach. Ebenso das Einbringen der Wasserzuleitung und der Ableitung in das Dorf. Nachdem der Hochbehälter montiert war, wurde er in einem Abstand von einem halben Meter vollständig mit einer ungefähr 5 Zentimeter dicken Monierverkleidung umhüllt. Das war eine auf eine Eisenkonstruktion aufgebrachte und mit Zementputz überzogene Drahtgitterbewehrung. Diese Verkleidung bildete die wohlgeformte und bekannte Außenhülle des alten Turms. Sie sollte Wetter und Vögel vom oben offenen Trinkwasserbassin fernhalten. Diese Hülle war besonders empfindlich, da sie heftigem Regen und Orkanböen direkt ausgesetzt war. Risse in der Hülle bedeuteten aber, dass Wasser eindringen und zu Feuchtigkeitsschäden führen konnte. Was dann später auch eintrat. Deshalb erhielt der Turm im Jahr 1961 eine Eternit-Umkleidung – eine nicht gerade schöne, aber für diese Zeit praktische Lösung.


Bleischwere Wasserrohre

Eine weitere Knochenarbeit war die Verlegung der Wasserleitungsrohre. Die 80 bis 100 Millimeter weiten Gussrohre hatten ein hohes Gewicht und mussten in die 1,50 Meter tiefen Gräben verlegt werden. An den Stellen für die Hausanschlüsse erhielten sie eine „Anbohrschelle“. Von oben wurde das Rohr dann mit einem Handbohrer angebohrt. Die Hausanschlussleitungen aus Bleirohr wurden daran aufgesetzt und eingedichtet. Auch sie besaßen wegen ihrer 6 Millimeter starken Wandung ein enormes Gewicht. Die Planvorgabe war die Verlegung von täglich 150 Metern (!) Rohrleitung, um die Arbeiten rechtzeitig beenden zu können.
Die Abwasserrohre aus glasiertem Ton lagen ebenso tief in der Erde. An einigen Stellen aber war es nicht möglich, die vorgeschriebene Tiefe herzustellen, da anzunehmen ist, dass das Grundwasser dort höher als 1,50 Meter stand. Hier wurde der Boden über den Leitungen aufgehöht. Heute sind für Wasserleitungen lediglich 90 Zentimeter Tiefe vorgeschrieben. Doch damals waren die strengen Winter deutlich länger und kälter als in den vergangenen Jahrzehnten. Auch ein Beweis der Klimaänderung.


Maurer für 55 Pfennige

Der im Bauvertrag festgelegte Fertigstellungstermin 1. Mai 1909 konnte nicht eingehalten werden. Offensichtlich lag dies nicht in der Verantwortung der Bamag und ihres Bauunternehmers Johann Eilts, denn die vereinbarte Konventionalstrafe von wöchentlich 100 Mark für den Fall des Verschuldens der Unternehmerin musste nicht bezahlt werden. Einen Arbeiterausstand, der laut Vertrag die Bauzeit um die Dauer des Ausstandes verlängert hätte, wird es wohl auch nicht gegeben haben. Die Arbeitszeiten im Jahr 1909 lagen bei täglich immerhin 10,5 Stunden. Gearbeitet wurde an sechs Tagen in der Woche. Die Maurerstunde kostete 0,55 Mark, der Installateur für die Hausanschlüsse wurde mit 1,00 Mark berechnet, sein Helfer noch mit 0,60 Mark. Auf dem Foto des Fertigstellungsfestes wohl Ende Mai/Anfang Juni 1909 für den Wasserturm sind insgesamt 39 Personen abgebildet, davon sieben Frauen und Kinder und etwa sechs „feinere“ Herrschaften, somit waren ungefähr 26 Männer mit den Bauarbeiten beschäftigt. Sie haben alle daran gearbeitet, Langeoog für die neue Zeit zu wappnen. Ihr Werk hat bis heute Bestand.
Die gegenwärtige Renovierung des Wasserturms dauert übrigens noch an. Nachdem die Hüllen gefallen sind, werden derzeit die Innenarbeiten erledigt. Voraussichtlich Ende Mai ist der „runderneuerte“ Turm wieder begehbar, die offizielle Einweihung ist für den 20. Juni geplant. In seinen Ortsführungen am 1., 18. und 24. Mai behandelt Uwe Garrels auch das Thema „100 Jahre Wasserturm“, ebenso in seinem Vortrag „Insel für Anfänger“ am 14. Mai im HDI. Über die gesamte Saison verteilt sollen Aktionen zum runden Geburtstag des Wasserturmes stattfinden. Der Leser achte auf die aktuellen Aushänge der Kurverwaltung.


Uwe Garrels,
Archivar der Inselgemeinde Langeoog


Quelle: http://www.de-utkieker.de
Jan Herzog
nach Langeoog Reisender


Beiträge: 59

26.02.2014 21:17
#9 RE: historische Bilder vom Wasserturm antworten

Was hat es eigendlich mit den 100derten Vorhängeschlössern am Geländern des Wasserturms auf sich ?

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Beste Grüße : Jan !
Meine HP : www.jan-herzog.net

jane
Maschinist auf der Langeoog III


Beiträge: 27.304

26.02.2014 22:34
#10 RE: historische Bilder vom Wasserturm antworten

Das sind "Liebesschlösser".... noch nie was von gehört?


Jan Herzog
nach Langeoog Reisender


Beiträge: 59

26.02.2014 23:01
#11 RE: historische Bilder vom Wasserturm antworten

Das ist mir zuletzt 2000/2001 nicht aufgefallen
PS : Vom Wasserturm hab ich damals ein Ölbild gepinselt das war etwa 2001 Ich mach morgen mal ein Bild davon

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Beste Grüße : Jan !
Meine HP : www.jan-herzog.net

Trödel
...zieht ins Bliev hier


Beiträge: 61.858

27.02.2014 11:00
#12 RE: historische Bilder vom Wasserturm antworten

Moin Jan.
Betrifft deinen Eintrag von gestern.
Sieh mal bitte auf die Überschrift und dann denk mal nach. Wenn du solche Beiträge schreibst, dann bitte im Klönschnack.

Danke.

Jörg der Trödel.

Jan Herzog
nach Langeoog Reisender


Beiträge: 59

27.02.2014 19:42
#13 RE: historische Bilder vom Wasserturm antworten

Moin Moin

Sorry ich dachte es geht um Wissenswertes rund um den Wasserturm , darum hielt ich es für Wissenswert
PS : Bild kommt morgen , die Blende meiner DSR Cam streikt^^

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Beste Grüße : Jan !
Meine HP : www.jan-herzog.net

jane
Maschinist auf der Langeoog III


Beiträge: 27.304

27.02.2014 19:51
#14 RE: historische Bilder vom Wasserturm antworten

Das ist ja soweit OK, aber du hättest den Betreff ändern müssen. Denn die Schlösser sind nicht historisch!!


 Sprung  
http://www.langeoog-fans.de;
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