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 Wissenswertes über Langeoog
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06.08.2006 18:18
Aus der Arbeit der SEENOTRETTER - bitte nicht drauf antworten antworten
Montag, 31. Juli 2006, 13:39
Auch am „Tag der Seenotretter“ zum Einsatz ausgelaufen - 38 Menschen in Nord- und Ostsee aus Gefahr befreit



Während sich über 8000 Menschen auf 27 Stationen der DGzRS (Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger) am traditionellen „Tag der Seenotretter“ informierten, mussten die Besatzungen der Seenotkreuzer und Seenotrettungsboote am vergangenen Wochenende bis zum frühen Montagmorgen auslaufen, um bei 21 Einsätzen 38 Menschen aus kritischen Gefahrensituationen zu befreien, in die sie mit ihren Segel- und Motorbooten geraten waren. Technische Schäden und Navigati­onsprobleme waren die Ursachen. Allein neun Mal wurden dabei die Seenotretter zu Hilfe gerufen, um Kranke und Verletzte von Inseln zum Festland bzw. in einem Fall von einer Segelyacht in ärztliche Behandlung zu transportieren.
Ein großer Erfolg war erneut der zum fünften Mal durchgeführte „Tag der Seenot­retter“ auf DGzRS-Stationen an Nord- und Ostsee in Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Im Vordergrund standen Schiffsbesichti­gungen und Gespräche mit den Besatzungen.
Besonders beeindruckt zeigten sich die vornehmlich aus dem Binnenland ange­reisten Besucher von der Tatsache, dass die Arbeit der DGzRS ausschließlich durch Spenden und freiwillige Zuwendungen finanziert wird, ohne Steuergelder zu bean­spruchen.
185 festangestellte und über 800 freiwillige, ehrenamtliche Männer sind auf 61 See­notkreuzern und Seenotrettungsbooten rund um die Uhr einsatzbereit, um auf See in Not geratenen Menschen aus Berufs- und Freizeitschifffahrt zu helfen.


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06.08.2006 20:20
#2 RE: Aus der Arbeit der DGzRS antworten

Montag, 24. Juli 2006, 14:24
Seenebel bringt Wassersportler in Gefahr:

Seenotretter lotsen 15 Yachten durch den Nebel


Dichter Seenebel mit teilweise unter 50 Metern Sicht hat am Freitagabend, den 21.7.2006 vor Ostfriesland zahlreiche Wassersportler in große Gefahr gebracht.
Seenotkreuzer ALFRIED KRUPP / Station Borkum, Seenotkreuzer BERNHARD GRUBEN / Station Norderney sowie das Seenotrettungsboot WILMA SIKORSKI von Wangerooge lotsten insgesamt 15 Yachten in die Häfen.

Kurz vor dem Hafen von Wangerooge drückte Vormann Roger Riehl auf den Auslöser: Sieben Yachten - davon nur eine deutscher Nationalität - folgten dem Seenotrettungsboot WILMA SIKORSKI durch den Seenebel in den Hafen. (Die siebte Yacht ist im Nebel hier nicht zu sehen).


„Wir kamen mit der KRUPP von Eemshaven, als uns kurz vor der Fischerbalje ein großes Frachtschiff überholte“, berichtete Vormann Ralf Brinker vom Seenotkreuzer ALFRIED KRUPP. „Wir sahen es noch ein Stück vor uns, da war es plötzlich verschwunden – von einer riesigen Nebelwand verschluckt.“ Bis Wangerooge reichte die Nebelwand, in der die Sichtweite zum Teil unter 50 Metern lag.
Das Seenotrettungsboot OTTO BEHR, Station Wilhelmshaven, das an diesem Abend ebenfalls im Einsatz war für ein abgetriebenes Schlauchboot, meldete zum selben Zeitpunkt bestes Sommerwetter.

Brinker und seine Besatzung beobachteten ausführlich den Radarbildschirm. „Einen Segler hatten wir kurz vorher selbst gesehen. Jetzt sahen wir nur noch, wie sein Radarecho mit dem einer Tonne verschmolz…“ berichtete der Vormann. Der Segler hatte die Tonne vor Borkum im Nebel gerammt. Seenotkreuzer und Tochterboot trennten sich und fuhren zum Havaristen sowie zu den umliegenden Radarechos. Vier Segelyachten versammelte die KRUPP hinter sich „wie eine Entenmutter ihre Küken“. Mit ALFRIED KRUPP an der Spitze erreichte der Zug im Nebel sicher den Borkumer Hafen. Auch die mit der Tonne kollidierte Yacht erreichte den Hafen aus eigener Kraft.

Auch das Tochterboot des Seenotkreuzers BERNHARD GRUBEN (Norderney) versammelte eine internationale Schar von Yachten hinter sich auf dem Weg zum Norderneyer Hafen.
Unterdessen gestaltete sich der Funkverkehr bisweilen unfreiwillig schwierig – Überreichweiten führten dazu, dass teilweise Yachten, die dem Tochterboot der BERNHARD GRUBEN gerade nach Norderney folgten, sich vom Seenotkreuzer ALFRIED KRUPP angesprochen fühlten.

Vormann Roger Riehl der Freiwilligen-Station Wangerooge berichtete, dass sich zwei Segler vor Wangerooge hilfesuchend an die Seenotretter gewandt hatten. Als das Seenotrettungsboot WILMA SIKORSKI auslief, hörten weitere Segler den Funkverkehr und meldeten sich beim Seenotrettungsboot: Auch sie wurden eingesammelt. Das Seenotrettungsboot, das über kein Tochterboot verfügt, sammelte die Yachten, die im Radar erkennbar waren und brachte sie zunächst an eine Tonne mit der Vorgabe, die Tonne solange zu umkreisen, bis die WILMA SIKORSKI wieder zurück sei. Sechs niederländische und eine deutsche Yacht wurden auf diese Weise „eingesammelt“ und sicher durch das Seegatt zwischen Spiekeroog und Wangerooge in den Hafen geleitet.

Gerade die schmalen Fahrwasser durch die Seegatten sind ohne genaueste Orientierung nach den ausgelegten Seezeichen nicht befahrbar. Dicht an der Fahrrinne liegende Sandbänke machen eine Strandung bei geringster Abweichung wahrscheinlich.

Noch bis Samstagmorgen hielt sich der Seenebel. Bei einem dramatischen Einsatz konnte das Seenotrettungsboot CASPER OTTEN von Langeoog zwei Spaziergänger von einer Sandbank retten. Im Nebel hatten diese nicht bemerkt, dass ihnen das auflaufende Wasser den Rückweg zum Festland abgeschnitten hatte.

Am Samstagvormittag war der „Nebelspuk“ dann plötzlich vorbei.
„Das einzig Gute an dem Nebel war“, so einer der Vormänner, „dadrinnen war es richtig angenehm kühl…“


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07.08.2006 12:12
#3 RE: Aus der Arbeit der DGzRS antworten

Samstag, 22. Juli 2006, 10:02
Verirrt im Nebel: Seenotretter bergen Pärchen von Sandbank

Seenotretter der Station Langeoog der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) haben heute, Samstag, den 22.7.2006, in den frühen Morgenstunden einen jungen Mann und eine junge Frau von einer Sandbank vor Langeoog gerettet. Für die Station Langeoog war dies der dritte Einsatz der Nacht.


Bei einem frühmorgendlichen Spaziergang am Strand waren der Mann und die Frau etwa in Höhe des Wasserturms am Strand spazieren gegangen. Im Seenebel hatten die beiden zunächst nicht bemerkt, dass sie auf eine Sandbank hinausliefen, die hinter ihnen vom auflaufenden Hochwasser vom Strand abgeschnitten wurde.

In höchster Panik alarmierten sie per Handy die Polizei, die den Notruf sofort an die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) weiterleitete.

Während Vormann Gerriet Leiß auf der autofreien Insel sich bereits zum dritten Mal in dieser Nacht auf sein Fahrrad schwang, um den kilometerweiten Weg zum Hafen anzutreten, informierte er Arvid Menneke, Mitglied der Freiwilligen-Besatzung des Seenotrettungsbootes CASPER OTTEN. Um 6.35 Uhr lief die CASPER OTTEN aus.

Bereits seit dem Vorabend lag dichter Seenebel über Langeoog. Zu diesem Zeitpunkt herrschten circa 200 Meter Sicht. Unterwegs hielten die Seenotretter Telefonverbindung zu den beiden Menschen, die auf der Sandbank standen.

Inzwischen war der Ortspolizist am Strand, wo eine Passantin etwas im Nebel zu sehen meinte. Die Seenotretter konnten mit dem Seenotrettungsboot CASPER OTTEN mit einem Tiefgang von nur 0,80 cm weit in den Priel (natürlicher Wasserlauf) hineinfahren, der die Spaziergänger vom Strand abgeschnitten hatte.

Als die junge Frau am Telefon sagte: "Wir sehen ein weiß-rotes Boot schnell durch den Nebel kommen", herrschte bei allen große Erleichterung. Zu diesem Zeitpunkt standen die beiden - noch in Abendkleidung - auf dem letzten Zipfel Sand, der von der Sandbank übrig geblieben war.

Sie wurden um 6.55 Uhr an Bord der CASPER OTTEN an Bord genommen und um 7.15 Uhr im Hafen an Land gesetzt, wo sie vom Polizisten in Empfang genommen wurden.

Nur zehn Minuten später verdichtete sich der Seenebel auf nur noch 50 Meter Sicht. "Ab dem Zeitpunkt hätten wir keine Chance mehr gehabt, die beiden zu finden." sagte Vormann Gerriet Leiß. Ein Durchschwimmen der Priele vor den Ostfriesischen Inseln ist aufgrund der starken Strömung nicht möglich.

Bei den zwei vorangegangenen Einsätzen in der Nacht hatte Vormann Gerriet Leiß mit seiner Besatzung plötzlich Erkrankte mit dem Seenotrettungsboot von der Insel zum Festland gebracht, von wo sie in Krankenhäuser weiter transportiert wurde.


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15.08.2006 14:41
#4 RE: Aus der Arbeit der DGzRS antworten
Dienstag, 15. August 2006, 12:53
Seenotretter zum Wochenbeginn bei Sturm und Regen im Einsatz






Zwei Yachten mit neun Personen an Bord kam das Seenotrettungsboot DORNBUSCH zur Hilfe.


Bis 23.00 Uhr am Montagabend (14.08.06) waren Seenotkreuzer und Seenotrettungsboote der DGzRS (Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger) in Nord – und Ostsee im Einsatz. Eine am Nachmittag aufkommende Schlechtwetterfront mit stürmischen Winden bis zu acht Beaufort (74 km/h Windgeschwindigkeit) aus südlichen Richtungen und schweren Böen zog über Teile der Nordsee und vornehmlich die Ostseereviere hinweg.

32 Skipper und ihre Besatzungen mussten aus kritischen Gefahrensituationen befreit werden. Ruderbruch, defekte Segelanlagen und Navigationsprobleme waren die häufigsten Ursachen.

Vor Hooksiel / Außenjade (Niedersachsen) waren die Seenotretter bis 23.00 Uhr unterwegs. Eine Segelyacht mit zwei Personen an Bord war im engen Fahrwasser vor Hooksiel festgekommen und an Grund geraten – eine Weiterfahrt war unmöglich. Die Yacht wurde eingeschleppt.

Gleich zwei Mal wurde der Seenotkreuzer JOHN T.ESSBERGER / Station Großenbrode (Schleswig-Holstein) gerufen: Gerissene Leinen an der Besegelung und Motorprobleme an Segelyachten waren gemeldet worden. Manövrierunfähig trieben die Boote im Ostseerevier.

In der Lübecker Bucht vor Grömitz brach das Ruder an einer Segelyacht mit einem Erwachsenen und fünf Kindern an Bord. Gleichzeitig wurde auch noch ein Segel beschädigt – das Boot trieb ohne Steuerung. Die Besatzung des Tochterboots VEGESACK vom Seenotkreuzer BREMEN / Station Grömitz war über UKW alarmiert worden und brachte den Havaristen nach Grömitz.

Bei Hiddensee (Mecklenburg Vorpommern) war das Seenotrettungsboot DORNBUSCH im Einsatz und schleppte zwei Yachten mit 9 Personen an Bord ins Fahrwasser zurück.

Vorübergehend vermisst war in der Ostsee auf dem Weg von Warnemünde zur Insel Fehmarn ein Segelboot mit einer Person an Bord.

Dauerregen und schlechte Sicht erschwerten die zweistündige Suche, an der zeitweise fünf Behördenschiffe und Seenotkreuzer sowie ein SAR-Hubschrauber der Marine beteiligt waren. Ein Segler empfing am frühen Abend schwache Funksignale und informierte die Seenotretter. Die Hubschrauberbesatzung sichtete schließlich das Boot, das vom Seenotkreuzer JOHN T. ESSBERGER nach Großenbrode sicher eingeschleppt werden konnte.


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17.08.2006 15:51
#5 RE: Aus der Arbeit der DGzRS antworten

Mittwoch, 16. August 2006, 08:32
Neues Seenotrettungsboot der DGzRS – noch nicht getauft und schon im Einsatz




Das neue Seenotrettungsboot für die Station Vitte/Hiddensee (Mecklenburg Vorpommern) ist noch nicht getauft – da fährt es schon Einsätze: Am Dienstagabend schleppte gegen 18.30 Uhr „SRB 63“, so die Baunummer des 10,1 Meter langen Bootes, eine Segelyacht frei, die auf dem „Buger Haken“ zwei Seemeilen östlich Hiddensee fest gekommen war. Es gelang den Seenotrettern unter Vormann Erich Albrecht, das Boot aus seiner misslichen Lage zu befreien. Beim Einholen des vorsichtshalber ausgebrachten Ankers geriet die Yacht erneut an Grund – die Retter halfen ein zweites Mal. Der Einsatz war um 20.00 Uhr beendet.

Bereits bei der Überführungsfahrt von der DGzRS-Zentrale Bremen nach Hiddensee wurde „SRB 63“ um Hilfe gebeten: Ein Segler musste in den Rendsburger Hafen ge-schleppt werden. Wenige Tage später bugsierte „der Neue“ zusammen mit seinem Vorgänger DORNBUSCH ein Traditionssegelschiff im Hafen von Vitte an die sichere Pier.

Seinen Namen erhält das neue Einsatzfahrzeug der DGzRS (Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger) bei der Taufe am 9. September 2006 in Vitte.

Das bisher hier stationierte Seenotrettungsboot DORNBUSCH wird nach Breege am Breeger Bodden verlegt, wo es die fast 30 Jahre alte WALTHER MÜLLER ablöst, die ihren letzten Liegeplatz in einem Hafenmuseum an der Nordseeküste findet.

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und immer daran denken, auch mal spenden. Das ist sehr wichtig, sagt Jörg der Trödel.

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21.08.2006 10:10
#6 RE: Aus der Arbeit der DGzRS antworten

Sonntag, 20. August 2006, 23:20
Seenotretter bergen Ehepaar von brennender Yacht



Von ihrer vor Juist brennenden Motoryacht wurde am Samstagmorgen, den 19. August 2006, in letzter Minute ein Ehepaar aus Meppen von den Seenotrettern der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) unverletzt abgeborgen. Das Schiff konnte trotz umfangreicher Löschmaßnahmen nicht gerettet werden.


Trotz umfangreicher Loeschmassnahmen konnte die 12 Meter lange Motoryacht nicht gerettet werden


Offenbar im Maschinenraum war auf der etwa 12 Meter langen Motoryacht ein Feuer ausgebrochen. Zu diesem Zeitpunkt befand sich die Yacht mit ihrer zweiköpfigen Besatzung in der Memmertbalje, einem Fahrwasser, das vor Juist entlang Richtung Osterems führt.

Der Skipper meldete über UKW-Kanal 16 um 8.05 Uhr MAYDAY (Funknotruf bei unmittelbarer Lebensgefahr). Das Seenotrettungsboot JUIST der Freiwilligen-Station Juist der DGzRS befand sich zu diesem Zeitpunkt mit drei Besatzungsmitgliedern auf Kontrollfahrt und nahm sofort Kurs auf den Havaristen.

Gleichzeitig lief der Seenotkreuzer BERNHARD GRUBEN von Norderney aus sowie das Tochterboot GLÜCKAUF des Seenotkreuzers ALFRIED KRUPP von Borkum.

Bereits eine Viertelstunde später erreichte die JUIST die Unglücksstelle. Schwarzer Rauch stieg bereits auf; das an Bord befindliche ältere Ehepaar stand auf der Badeplattform ihres Schiffes, um dem Rauch zu entgehen. Die JUIST barg die beiden sofort ab und entfernte sich unmittelbar von der Unglücksstelle. Minuten später platzten Fenster aus dem brennenden Schiff, und die Kunststoff-Yacht stand aufgrund der Sauerstoffzufuhr komplett in Flammen.

Die Besatzungsmitglieder der JUIST, die auch in der Freiwilligen Feuerwehr tätig sind, befragten die beiden Geretteten eingehend nach Atembeschwerden etc.

Wenig später traf die BERNHARD GRUBEN am Unglücksort ein. Der Einsatz von Löschschaum und Wasser konnte die Yacht jedoch nicht mehr retten, die vollständig ausbrannte.

Die Wasserschutzpolizei sicherte das Wrack. Das Ehepaar wurde nach Norddeich gebracht, wo es von seinem Sohn abgeholt wurde.


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30.08.2006 12:12
#7 RE: Aus der Arbeit der DGzRS antworten

Mittwoch, 23. August 2006, 14:13
Kutter brannte lichterloh - zwei Männer heute früh von den Seenotrettern in Sicherheit gebracht



Zwei Seeleute sind heute früh um 01.30 Uhr von der Besatzung des Seenotkreuzers HERMANN MARWEDE der DGzRS (Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger) gerettet worden. Sie hatten von Bord ihres brennenden Kutters „Sueno“ auf einer Position ca. 10 Seemeilen südlich der Insel Amrum über Funk einen Notruf abgesetzt. Beide Männer wurden im Bordhospital erstbehandelt und am frühen Vormittag in die Helgoländer Inselklinik zur ärztlichen Beobachtung eingeliefert. Ihnen geht es den Umständen entsprechend gut. Zur Unfallzeit herrschten nordwestliche Winde mit Stärken bis zu 7 Beaufort (max. 61 km/h Windgeschwindigkeit) und Seegang bis zu zwei Meter Höhe.


Trotz der nicht idealen Lichtverhältnisse ist das im Vorschiff lodernde Feuer zu erkennen, das kurz nach der Aufnahme seine volle Ausbreitung über das gesamte Schiff erlangte und weitere Bergungsversuche verhinderte


Der 13,38 Meter lange und 4,46 Meter breite Holzkutter befand sich auf der Anreise nach Sylt, wo er heute für Seebestattungen eingesetzt werden sollte.

Zwanzig Minuten nach Mitternacht wurde auf dem im Schutzhafen von Helgoland stationierten Seenotkreuzer HERMANN MARWEDE ein „Mayday!“ mit dem Zusatz „Feuer an Bord!“ auf dem UKW – Seenotkanal 16 aufgefangen.

Der 46 Meter lange Seenotkreuzer lief umgehend zur Unfallposition vor der nordfriesischen Küste querab der unbewohnten Insel Süderoogsand nahe Amrum. Dabei stand Vormann Sven-Eric Carl nahezu die ganze Zeit mit dem Kapitän auf dem brennenden Kutter in Funkverbindung. Kurz vor Eintreffen der Seenotretter brach die Verbindung zusammen – das Feuer hatte die Funkanlage auf dem Havaristen zerstört.

Am Unfallort wurde das Tochterboot VERENA ausgesetzt, das sofort bei der brennenden „Sueno“ längsseits ging. Die Seenotretter konnten in einer Blitzaktion die beiden Männer abbergen und in Sicherheit bringen.

Der zusätzlich eingesetzte Seenotkreuzer VORMANN LEISS von der Station Nordstrand musste ein Schleppmanöver wegen einer gerissenen Leine abbrechen. Durch die Brandhitze zerplatzten zudem die Scheiben im Fahrstand des Kutters, so dass das Feuer durch Sauerstoffzufuhr wieder heftiger aufloderte.
Heute früh um 07.20 Uhr sank der Kutter auf 13 Meter Wassertiefe.

Über die Ursache des Feuers liegen zurzeit keine Erkenntnisse vor.

Der Trödel sagt: Immer mal daran denken, auch mal spenden.


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31.08.2006 11:11
#8 RE: Aus der Arbeit der DGzRS antworten

Mittwoch, 30. August 2006, 14:48
Seit zehn Jahren gehen Seenotretter zur Schule / „Kleines Jubiläum“ auf der DGzRS-Ausbildungsstation in Neustadt/Holstein



Sie sind an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr einsatzbereit. Sie fahren hinaus – bei jedem Wetter: Die Besatzungen der DGzRS (Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger) verfügen nicht nur über eine leistungsfähige Rettungsflotte, sondern auch über ein fundiertes Wissen als Nautiker, Techniker und - eben Seenotretter. Das ist kein Lehrberuf; diese Spezialausbildung geschieht an Bord der Seenotkreuzer und - seit zehn Jahren - auch auf der von der DGzRS eingerichteten SAR-Ausbildungsstation Neustadt unter der Leitung von Vormann Horst Kagel.


Das "schwimmende Klassenzimmer" in der Ostsee: Vor Neustadt/Holstein in der Lübecker Bucht wird das Bemannen einer Rettungsinsel geübt - einer der praktischen Ausbildungspunkte aus dem Programm der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger.


Mit seiner bewährten Schulungsmannschaft hat er sich einen außerordentlich guten Ruf erworben, Wissen und Fertigkeiten im maritimen SAR-Dienst praxisnah zu vermitteln.
In den vergangenen zehn Jahren haben 1630 Teilnehmer an Lehrgängen teilgenommen, darunter 36 Mitglieder ausländischer Rettungsdienste, 26 Soldaten der Deutschen Marine, sowie Feuerwehrleute der Berufsfeuerwehren Hamburg, Bremen, Flensburg und Greifswald. Heute werden 14 Lehrgänge unterschiedlichen Inhalts in den Schwerpunkten Suche und Rettung, medizinische Erstversorgung, Sicherheit, Seemannschaft und Motorenkunde angeboten.
Im Oktober 2006 findet der erste internationale Lehrgang mit Teilnehmern aus Schweden, Norwegen, Finnland, Großbritannien, Holland und Estland statt.
Hier hat die DGzRS Maßstäbe gesetzt. Die Anforderungen im Seenotrettungsdienst wachsen ständig. Die Beherrschung der Seemannschaft - also des „nautischen Handwerks“ - bedarf neben der Erfahrung im Praxisalltag eines ständigen Lernprozesses. Für die seemannschaftliche Ausbildung werden die ehemaligen Seenotrettungsboote „Siegfried Boysen“ und „Eduard Nebelthau“, die Barkasse „Wieksberg” sowie das Segelboot „Ariane 2“ eingesetzt.
Sicheres und richtiges Verhalten an Bord bei Kontrollfahrten und im Einsatz sind buchstäblich überlebenswichtig. Fehler bei einem Einsatz zum Beispiel bei Nacht im Sturm oder Orkan können Schiff und Besatzung schnell in lebensbedrohliche Gefahren bringen. Die Aus- und Fortbildungsmaßnahmen haben zum Ziel, die Sicherheit und den Schutz der Besatzungen zu gewährleisten, um für Menschen in Seenot die bestmögliche Hilfe leisten zu können. Allein im abgelaufenen Jahr fanden daher neben internen theoretischen und praktischen Schulungen auf den Stationen über 70 Lehrgangsveranstaltungen mit mehr als 300 Teilnehmern aus der Flotte in den DGzRS-eigenen Schulungseinrichtungen in Bremen und auf der Ausbildungsstation Neustadt/Holstein statt, an Krankenhäusern ebenso wie auf Rettungswachen sowie externen Ausbildungseinrichtungen im In- und Ausland.

Die Qualifizierung der Rettungsmänner wird auch in Zukunft eine wachsende Bedeutung erfahren.


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02.09.2006 12:21
#9 RE: Aus der Arbeit der DGzRS antworten
Freitag, 1. September 2006, 22:43
Flugzeugabsturz in der Nordsee



Zahlreiche Rettungskräfte im Einsatz

In den frühen Abendstunden am Freitag, dem 1. September 2006, erreignete sich ein Flugzeugabsturz in der Deutschen Bucht. Dank des Einsatzes zahlreicher Rettungskräfte und -einheiten konnten die beiden Insassen rund eine Stunde nach der Alarmierung aus der Nordsee geborgen werden.


Um 17.36 Uhr wurde die SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS (int. MRCC = Maritime Rescue Co-ordination Centre) durch das RCC Glücksburg (Rettungsleitstelle der Deutschen Marine) über einen Flugzeugabsturz im Seegebiet zwischen Scharhörnriff und den Nordergründen (rund zwölf Seemeilen nordwestlich von Cuxhaven) informiert.

Sofort wurden vier Seenotkreuzer der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) - HERMANN MARWEDE/Station Helgoland, HERMANN HELMS/Station Cuxhaven, VORMANN STEFFENS/Station Hooksiel und HERMANN RUDOLF MEYER/Station Bremerhaven - mit Höchstfahrt zur Unfallstelle beordert. Über BREMEN RESCUE RADIO (UKW-Funkstelle der DGzRS für Seenotfälle) wurde zeitgleich dazu ein Mayday-Relay, die Weiterleitung des Notrufes über UKW Kanal 16, an die Schifffahrt gegeben. Daraufhin beteiligten sich diverse Behördenfahrzeuge sowie zivile Schiffe an der Suche.

Vom Flughafen Kiel-Holtenau aus startete unmittelbar nach der Alarmierung ein SAR-Hubschrauber (SAR - Search and Rescue = Suche und Rettung auf See) vom Typ SeaKing des Marineflieger-Geschwaders 5 der Deutschen Marine in das Suchgebiet. Um 18.10 Uhr meldete das deutsche Frachtschiff "Timbus" das im Wasser treibende Wrack. 16 Minuten später sichtete der mittlerweile am Unfallort eingertroffene Helikopter zunächst einen im Wasser treibenden Menschen. Um 18.34 Uhr dann über Funk die Nachricht, dass zwei Personen - eine davon bewußtlos - aus dem Wasser geborgen werden konnten.

Zwischenzeitlich war auch der Seenotkreuzer HERMANN MARWEDE am Unfallort eingetroffen. Der zur DGzRS-Besatzung gehörende Rettungssanitäter wurde vom Arbeitsdeck des Seenotkreuzers an Bord des Hubschraubers gewinscht und nahm dort unverzüglich die medizinische Erstversorgung der beiden Geretteten vor, die direkt in das Krankenhaus Sanderbusch in Wilhelmshaven geflogen wurden. Um 18.58 Uhr wurde der Notfall vom koordinierenden RCC Glücksburg aufgehoben.

Bei dem verunglückten Flugzeug handelte es sich nach ersten Erkenntnissen um einen einmotorigen Tiefdecker vom Typ Belanka 173, das sich auf dem Flug von Wangerooge nach Flensburg befand. Die Absturzursache konnte noch nicht ermittelt werden.

Zur Zeit des Unglücks herrschten in der Deutschen Bucht westliche Winde der Stärke 4, eine Wellenhöhe von rund einem Meter sowie eine Wassertemperatur von 18 Grad.


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11.09.2006 21:21
#10 RE: Aus der Arbeit der DGzRS antworten

Samstag, 9. September 2006, 16:17
Neues Seenotrettungsboot für die DGzRS-Station Vitte/Hiddensee auf den Namen NAUSIKAA getauft






Das neue Seenotrettungsboot für Vitte / Hiddensee wurde auf den Namen NAUSIKAA getauft.





Auf den Namen NAUSIKAA ist ein neues Seenotrettungsboot der DGzRS (Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger) für die Station Vitte/Hiddensee (Mecklenburg-Vorpommern) am Sonnabend, dem 9. September 2006, getauft worden. Das neue 10,1 Meter lange und 18 Knoten schnelle Einsatzfahrzeug löst die 1993 in Dienst gestellte DORNBUSCH (9,5 m/18 kn) ab, die zur Nachbarstation Breege im Breeger Bodden verlegt wird.

Taufpate des neuen Bootes war Patrick Morales-Ramón, ein Mitglied der Familie Schorr (unteres Bild, Mitte, zusammen mit DGzRS-Vorsitzer Michael Grobien (li.) und Vormann Erich Albrecht). Er wünschte der ehrenamtlich tätigen Besatzung des Bootes unter der Leitung von Vormann Erich Albrecht „allzeit gute Fahrt und stets eine glückliche Heimkehr“.

Mit der Namengebung würdigt die DGzRS das Engagement der Familie Schorr aus Berlin. Sie hat mit ihrer großzügigen Zuwendung ganz wesentlichen Anteil an der Finanzierung des Seenotrettungsbootes getragen. Immer wieder haben auch Yachten der Familie Schorr den Namen Nausikaa getragen.

Nausikaa ist in der griechischen Mythologie die Tochter des phäakischen Königs Alkinoos. Nach Homers „Odyssee“ findet Nausikaa am Strand einen Fremden, der offensichtlich Schiffbruch erlitten hat. Nausikaa bringt den zunächst unbekannten Fremden an den Hof, wo er sich während des Gastmahls als Odysseus zu erkennen gibt.

Die DGzRS-Station Vitte/Hiddensee

Michael Grobien, Vorsitzer der DGzRS, ging in seiner Rede auf die Geschichte der Station Vitte ein, die in den Unterlagen des Seenotrettungswerks erstmals 1865 genannt wird. Im Gründungsjahr der DGzRS kam hier ein Raketenapparat zum Einsatz. 1866 wurde – ebenfalls auf Hiddensee in Kloster – ein Ruderrettungsboot stationiert. Nach der Wiedervereinigung am 03. Oktober 1990 kehrte die DGzRS nach Hiddensee mit dem kleinen Seenotrettungsboot SWANTJE zurück. 1992 wurde in Vitte ein neues Stationsgebäude errichtet und damit zugleich die Arbeit von Kloster an diesen Ort verlegt. Im April 1993 erfolgte schließlich die Taufe des neuen Seenotrettungsboots auf den Namen DORNBUSCH. Die wiederum wurde jetzt auf die Nachbarstation Breege verlegt, wo sie die fast 30 Jahre alte WALTHER MÜLLER ablöst. Dieses nun ausgemusterte Einsatzfahrzeug geht als Museumsstück nach Ostfriesland in das Freiluft-Hafenmuseum Dornumersiel/Westeraccumersiel.

Technische Daten zu NAUSIKAA

Das neue Seenotrettungsboot NAUSIKAA, das auf der bewährten 9,5 m-Klasse basiert, wurde um zwei Spantenlängen auf 10,1 Meter verlängert. Es verfügt bei einer Breite von 3,16 Metern über einen geschlossenen, sehr geräumigen Aufbau.
…/2




Dank des geringen Tiefgangs von nur 96 Zentimetern eignet sich das neue Boot für Flachwassereinsätze im Küstenbereich, kann aber auch bei extrem schweren Wetterlagen und Seegangssituationen sicher manövrieren. Der 320 PS starke Turbodieselmotor bringt es auf eine Geschwindigkeit von 18 Knoten (über 33 km/h).

Die NAUSIKAA ist – wie bei der DGzRS üblich – als Selbstaufrichter konstruiert und übersteht eine komplette Durchkenterung („Eskimorolle“). Der Bau erfolgte durch die Schiffs- und Bootswerft Fr. Fassmer in Berne (Niedersachsen) an der Unterweser.


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13.09.2006 15:16
#11 RE: Aus der Arbeit der DGzRS antworten

Mittwoch, 13. September 2006, 09:09
Büsumer Seenotkreuzer rettet 16 Wattwanderer / Rückweg von der Flut abgeschnitten



Eine Wattwanderung brachte am Nachmittag des heutigen Dienstag, dem 12. September 2006, eine Gruppe von 16 Touristen in arge Bedrängnis. Dem schnellen Eingreifen des Seenotkreuzers HANS HACKMACK/Station Büsum der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) war es zu verdanken, dass der Spaziergang über den Meeresboden westlich von Dithmarschen einen glimpflichen Ausgang fand.
Bei strahlendem Sonnenschein war die Gruppe zu einer Wanderung ins Watt vor Büsum aufgebrochen. Jedoch schnitt ihnen im Verlauf des Marsches das langsam auflaufende Hochwasser den Rückweg auf das Festland ab. Um 13.40 Uhr alar­mierte sie per Handy den in Büsum stationierten Seenotkreuzer HANS HACKMACK, der mit Höchstfahrt zur Unfallstelle, der Sandbank Schollloch im Süderpiepfahr­wasser, lief. Bei einer Wassertemperatur von 16 Grad standen die Wattwanderer teilweise bis zur Hüfte im Wasser.

Dem flachgehenden Tochterboot EMMI gelang es gegen 14.15 Uhr, die gesamte Personengruppe an Bord zu nehmen und diese wohlbehalten an die HANS HACKMACK zu übergeben. Personen kamen bei dem Einsatz nicht zu Schaden. Der von der SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS zwischenzeitlich angeforderte Rettungshubschrauber "Christoph 26" wurde nicht mehr benötigt und konnte auf halben Wege zu seinem Standort zurückkehren.


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18.09.2006 11:11
#12 RE: Aus der Arbeit der DGzRS antworten

Freitag, 15. September 2006, 09:32
DGzRS und Graupner präsentieren Replik der ARKONA



Seenotveteran aus DDR-Zeiten im Modell

Ob in der Vitrine im Wohnzimmerregal oder als Fahrmodell, ausgestattet mit Motor, Fernsteuerung und moderner Elektronik auf dem Baggersee - das neue Modell der ARKONA aus dem Hause der Firma Graupner macht Eindruck und ist ein "echter Hingucker". Am Freitag, dem 15. September 2006, übergab Jörg Hofbauer, Assistent der Geschäftsleitung des süddeutschen Traditionsbetriebes, ein Exemplar der historischen Seenotrettungseinheit im Maßstab 1:20 an Dr. Bernd Anders, Geschäftsführer der DGzRS.



Das neue Modell der sturmerprobten ARKONA übergab Jörg Hofbauer (Foto links), Assistent der Geschäftsleitung der Firma Graupner, an DGzRS-Geschäftsführer Dr. Bernd Anders in der Zentrale des Seenotrettungswerkes in Bremen.


Die Original-ARKONA befand sich 16 Jahre lange auf der Station Sassnitz auf Rügen im Einsatz für den Seenotrettungsdienst der DDR und wurde 1990 mit der Wiedervereinigung zunächst in die Flotte der DGzRS übernommen. Im Zuge der technischen Erneuerung der SAR-Einheiten in Mecklenburg-Vorpommern wurde das Schiff 1992 durch einen moderneren und deutlich leistungsfähigeren Seenotkreuzer, der auch den Namen ARKONA trägt, ersetzt. Das Vorbild für das Graupner-Produkt wurde von der DGzRS an den polnischen Rettungsdienst übergeben.

Dank modernem Formenbau ist es der Firma Graupner gelungen, ein Modell der ARKONA von höchster Präzision und Detailtreue zu fertigen. Die Replik ist 0,82 Meter lang und in der Farbgebung aus der Zeit kurz vor Übergabe des Schiffes an die DGzRS lackiert. Zahlreiche vorbildgetreue Darstellungen wie Schlepphaken, Suchscheinwerfer und Rettungsinseln beeindrucken den Betrachter ebenso wie die filigrane Mastkonstruktion und die wuchtigen Aufbauten.

Mit der Übergabe des Modells der ARKONA, das in Zukunft bei Events, Ausstellungen und Messepräsentationen der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) landesweit zum Einsatz kommen wird, unterstreicht die Firma Graupner ihre jahrzehntelange gute Zusammenarbeit mit dem deutschen Seenotrettungswerk. Gemeinsam wurden in der Vergangenheit bereits Repliken der Seenotkreuzer THEODOR HEUSS, ADOLPH BERMPOHL und PAUL DENKER sowie der Seenotrettungsboote GILLIS GULLBRANSSON und HECHT realisiert. Auch für die Zukunft sind am Firmensitz in Kirchheim/Teck weitere Projekte in Kooperation mit der DGzRS in Planung.

Das Modell der ARKONA ist im Vertrieb der Firma Graupner über den Fachhandel zum Preis von ca. 900 Euro erhältlich. Es kann als dekoratives Standexponat präsentiert werden, aber auch durch Aufrüstung mit Motoren, Servos und Empfangseinheit in der "heimischen Werft" zum ferngesteuerten Fahrmodell aufgebaut werden. Da es sich bei diesem Produkt um keinen Baukasten handelt, sind nur ein geringer Arbeitsaufwand und keinerlei handwerkliche Fähigkeiten für den schnellen Aufbau der ARKONA erforderlich.


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19.09.2006 11:11
#13 RE: Aus der Arbeit der DGzRS antworten

Montag, 18. September 2006, 16:28
Zahlreiche Einsätze für Seenotretter an Nord- und Ostseeküste



Bei insgesamt 23 Einsätzen am Wochenende vom 15. bis 17. September 2006 haben die Seenotretter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) 48 Menschen aus Seenot gerettet oder aus kritischen Gefahrensituationen befreit.
Grundberührungen, Ruderschäden und Wassereinbrüche zählten zu den Ursachen, die die Hilfe der Seenotretter erforderlich machten.
In weiteren sechs Fällen wurden plötzlich erkrankte oder verletzte Personen von den Ostfriesischen Inseln geholt, um zur dringenden ärztlichen Behandlung ins Krankenhaus transportiert zu werden.

Ostfriesland
In der Nacht vom Freitag (15.9.06) auf Samstag (16.9.06) alarmierte die Seenotleitung der DGzRS den Seenotkreuzer ALFRIED KRUPP/Station Borkum und das Seenotrettungsboot „Jan en Titia Visser“ der niederländischen Rettungsgesellschaft, nachdem ein Mann von einer Motoryacht per Handy um Hilfe gebeten hatte. Der Skipper hatte die Orientierung verloren, und seine Motoryacht war nach einer Grundberührung leck geschlagen. Er wurde von der ALFRIED KRUPP bei Borkum gefunden. Nachdem die Motoryacht gelenzt worden war, konnte sie nach Borkum eingeschleppt werden.

Insgesamt sechs Krankentransporte mussten von Seenotkreuzer BERNHARD GRUBEN (Station Norderney), Seenotrettungsboot CASSEN KNIGGE (Station Norddeich), Seenotrettungsboot CASPER OTTEN (Station Langeoog) und Seenotrettungsboot NEUHARLINGERSIEL (Station Neuharlingersiel) durchgeführt werden.

Schleswig-Holstein
Am Freitag, den 15.9.06 war das schnelle Eingreifen der Seenotretter der Station Schleswig an der Schlei erforderlich, als der Skipper einer Segelyacht zusammengebrochen war. Seine erwachsene Tochter, die mit ihm an Bord war, hatte per Handy über 110 die Rettungsleitstelle gerufen. Das Seenotrettungsboot ARTHUR MENGE nahm Notarzt und Rettungssanitäter an Bord und lief sofort Richtung „Stexwiger Enge“ aus, wo die Segelyacht bei Starkwind mit Sturmböen vor Anker lag. Bei erheblichem Wellengang gelang die Übergabe des Patienten, der unterwegs sofort medizinisch behandelt wurde und in Schleswig an den Rettungstransportwagen übergeben wurde. Die Schleswiger Seenotretter halfen im Anschluss der Tochter, das Boot in den Hafen zu bringen.

Mecklenburg-Vorpommern
Das Seenotrettungsboot GERHARD TEN DOORNKAAT und Seenotrettungsboot „Rescue 1“ (Station Ueckermünde) waren am Sonntag (17.9.06) im Kleinen Haff südlich von Usedom gemeinsam für eine havarierte Segelyacht im Einsatz. Nach einem Mastbruch machte das auf dem Boot und halb im Wasser liegende Rigg die Yacht nahezu manövrierunfähig. Die Seenotretter halfen der zweiköpfigen Besatzung, das zerstörte Rigg zu sichern, und geleiteten die Yacht in den nächsten Hafen.
Bei weiteren Einsätzen in Mecklenburg-Vorpommern am Wochenende war auch das erst am Samstag vor einer Woche getaufte Seenotrettungsboot NAUSIKAA von Vitte/Hiddensee zweimal im Einsatz, um auf Grund gelaufene Yachten frei zu schleppen.


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25.09.2006 12:12
#14 RE: Aus der Arbeit der DGzRS antworten

Montag, 25. September 2006, 10:57
Seenotretter bergen Besatzung von sinkender Segelyacht



Die Besatzung des Seenotkreuzers BREMEN / Station Grömitz der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) hat am Sonntag, den 24.9.2006, drei Männer von einer havarierten Segelyacht gerettet. Ein vierter Segler verblieb an Bord, während die Yacht in den sicheren Hafen geschleppt wurde.


Tochterboot VEGESACK, Seenotrettungsboot CREMPE und Feuerwehrboot "Grisu" bemühen sich im schwindenden Licht um den Havaristen. Im Hintergrund ist der Mast der auf Grund liegenden Yacht zu erkennen.


Die in Neustadt (Holstein) beheimatete Segelyacht war am Abend bei hereinbrechender Dunkelheit vor Pelzerhaken auf eine Untiefe gelaufen und sofort leck geschlagen. Per Handy gaben die Männer einen Notruf ab, der bei der Rettungsleitstelle Eutin landete. Diese informierte umgehend die SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS.

Der Seenotkreuzer BREMEN, das Seenotrettungsboot CREMPE (Station Neustadt) sowie das Feuerwehrboot „Grisu“ der Freiwilligen Feuerwehr Neustadt erreichten etwa zeitgleich die havarierte Yacht. Nachdem drei der Männer vom Seenotkreuzer übernommen worden waren, wurde das Segelboot mit Hilfe starker Lenzpumpen von der Feuerwehr über Wasser gehalten und vom Seenotrettungsboot CREMPE nach Neustadt eingeschleppt, wo es sofort aus dem Wasser gehoben wurde.

Bereits am Vortag (Samstag, 23.9.2006) hatte der Seenotkreuzer zwei Yachten von der Untiefe vor Pelzerhaken freigeschleppt. Diese waren jedoch unbeschädigt geblieben.


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19.10.2006 14:14
#15 RE: Aus der Arbeit der DGzRS antworten
Donnerstag, 19. Oktober 2006, 13:06
Seenotretter „strandeten“ gezielt und halfen zwei Männern mit Herzinfarkt




Der ausgeprägten Revierkenntnis der Seenotretter haben zwei Bewohner der ostfrie­sischen Insel Juist (Niedersachsen) zu verdanken, dass sie nach einem Herzinfarkt schnellstmöglich fachärztliche Behandlung in Anspruch nehmen konnten. Ein 27-Jähriger und ein 55-Jähriger wurden von der Besatzung des Seenotkreuzers BERNHARD GRUBEN/Station Norderney der DGzRS (Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger) Donnerstagfrüh (19.10.06) um 05.20 Uhr unter ärztlicher Aufsicht von der ostfriesischen Insel Juist abgeholt und in fachmedizinische Behandlung nach Norddeich transportiert. Hubschrauber konnten wegen einer ange­kündigten weiträumigen Gewitterfront nicht eingesetzt werden.

Wegen extremen Niedrigwassers im Hafen von Juist erfolgte die Aufnahme der Patienten am Ostende der Insel Juist am so genannten Kalfamer. Hier lief das Tochterboot des Seenotkreuzers im Flachwasserbereich auf den Strand, übernahm die Männer und brachte sie zum Seenotkreuzer. Die medizinische Betreuung während des Krankentransports ans Festland nach Norddeich übernahm der be­gleitende Arzt, den die Seenotretter von Norderney mitgebracht hatten.
Die erkrankten Herzpatienten wurden in Krankenhäuser am Festland eingeliefert.


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