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 Wissenswertes über Langeoog
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19.07.2007 17:00
#46 RE: Aus der Arbeit der Seenotretter antworten

Seenotretter in Mecklenburg-Vorpommern
18.07.07 16:11


Zwei Schiffbrüchige (35), eine gesunkene Segelyacht und ein brennendes Motorboot beschäftigten die Seenotretter der DGzRS (Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger) am Mittwoch (17.07.07) von mittags bis Mitternacht in der Ostsee.

Kurz nach 21.00 Uhr meldete im Seegebiet vor Kühlungsborn (Mecklenburg-Vorpommern) die Besatzung einer acht Meter langen Segelyacht „Mayday!“. Diese höchste Alarmstufe wurde von der SEENOTLEITUNG BREMEN an die Seenotkreuzer JOHN T. ESSBERGER, Station Großenbrode/Fehmarn und ARKONA, Station Warnemünde, weitergeleitet; weitere Schiffe im Ostseerevier empfingen den Notruf ebenfalls. Von Kühlungsborn lief außerdem das Seenotrettungsboot KONRAD-OTTO zum ca. 10 Seemeilen nordwestlich der Rettungsstation gemeldeten Unfallort aus. Ein russischer Frachter und ein deutscher Schlepper änderten ihren Kurs ins Unfallgebiet.

Knapp 30 Minuten nach der Alarmierung sichteten die Seenotretter rote Fackeln und konnten ein Rettungsfloß ansteuern, auf das die zwei Schiffbrüchigen sich gerettet hatten. Die beiden Männer wurden übernommen und vom begleitenden Seenotarzt erstversorgt. Sie standen unter Schock, zumal sie hilflos erleben mussten, dass ihre Segelyacht in kürzester Zeit auf 20 Meter Tiefe sank: Vom Kühlsystem des Motors hatte sich ein Schlauch gelöst. Angesaugtes Seewasser füllte zunächst den Maschinenraum. Das Boot lief voll Wasser.

Im Hafen von Kühlungsborn wurden die Geretteten von Vormann Rainer Kulack und seiner Besatzung an Land gegeben. Der Wirt des nahegelegenen Restaurants „Viel Meer“ versorgte die beiden 35-jährigen Männer von der Insel Fehmarn, bis sie von Angehörigen abgeholt wurden.

Großes Glück hatten auch drei Wassersportler, als ihre Segel- bzw. Motoryachten im Revier vor der Halbinsel Darß gegen 12.30 Uhr in Not gerieten. Bei starken südwestlichen Winden mit Geschwindigkeiten bis zu 45 km/h und grober See war ein Mann von einer Yacht durch eine Welle regelrecht ins Wasser gewaschen worden. Begleitende Segler manövrierten ihr Boot an den über Bord gegangenen Skipper, retteten ihn und alarmierten die Seenotretter. Der im Nothafen von Darßer Ort stationierte Seenotkreuzer THEO FISCHER war in kürzester Zeit vor Ort und sorgte für Sicherungsbegleitung; ein Besatzungsmitglied übernahm das Ruder der herrenlosen Segelyacht und begleitete den Schleppzug.

Während dieses Einsatzes lief das Tochterboot STRÖPER vom Seenotkreuzer noch zu einer brennenden Motoryacht ca. 10 Seemeilen westlich Darßer Ort. Die zwei Mann Besatzung hatten Qualmbildung aus der Maschine gemeldet, was sich aber glücklicherweise als verdampfendes Wasser der Kühlanlage herausstellte. Die 10 Meter lange Motoryacht wurde ebenfalls eingeschleppt.


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20.07.2007 04:56
#47 RE: Aus der Arbeit der Seenotretter antworten

Plattbodenschiff auf Leitdamm
20.07.2007: Das Zusammenspiel der Seenotretter des Seenotkreuzers BERNHARD GRUBEN / Station Norderney und des Seenotrettungsboots WOLTERA / Station Juist führte bei einem Einsatz von Mittwochabend bis Donnerstagfrüh zu einem glücklichen Abschluss.
Das ca. 25 Meter lange Plattbodenschiff „Goudem Bodem“ auf der Reise von den Niederlanden zur Insel Juist war im Wattenmeer vor der ostfriesischen Insel nach Navigationsproblemen am Nachmittag gegen 16.00 Uhr auf den Leitdamm gelaufen.

Da keine unmittelbare Gefahr für die 16 Kinder und ihre vier Begleiter bestand, beschloss Vormann Gerd Schwips vom Seenotrettungsboot WOLTERA in Abstimmung mit dem Kapitän der „Goudem Boden“, das nächste Hochwasser nach Mitternacht für einen weiteren Bergeversuch abzuwarten.

Unter Anleitung der reviererfahrenen Seenotretter wurden die jungen Passagiere über den trockenen Leitdamm an Land geführt, wo sie von Inselbewohnern empfangen und mit „Pferdetaxis“ in die Jugendherberge gebracht wurden.

Gegen 02.30 Uhr waren die Seenotretter erneut vor Ort. Sie hatten gerade eine Leinenverbindung hergestellt, als ein weiterer Alarm auflief: Eine lebensbedrohlich erkrankte Inselbewohnerin musste von Juist auf schnellstem Weg nach Norddeich zur Behandlung ins Krankenhaus transportiert werden.

Der Einsatz wurde abgebrochen. Der Seenotkreuzer BERNHARD GRUBEN von der Nachbarstation Norderney löste die WOLTERA ab und schleppte das Plattbodenschiff frei. Unter Sicherungsbegleitung lief der Segler nach Juist und machte im Schutzhafen fest.

Um 04.15 Uhr war dann auch der Krankentransport für die Freiwilligen-Crew der WOLTERA abgeschlossen.
Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger hat allein vor der niedersächsischen Küste und auf den Inseln fünf Seenotkreuzer und neun Seenotrettungsboote stationiert, die rund um die Uhr einsatzbereit sind.


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27.07.2007 08:50
#48 RE: Aus der Arbeit der Seenotretter antworten

Segelyacht bei schwerem Sturm nördlich von Norderney in Seenot -Sechs englische Segler von den Seenotrettern der DGzRS gerettet
25.07.07 16:50

In schwerem Sturm mit Windstärken bis zu zehn Beaufort (über 90 km/h Windgeschwindigkeit) geriet am Nachmittag des Dienstag, 24. Juli 2007, rund 25 Seemeilen nördlich von Norderney eine Segelyacht in Seenot. Der Seenotkreuzer BERNHARD GRUBEN/Station Norderney der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) war rund elf Stunden lang – bis 01.35 Uhr Mittwochfrüh - unter schwierigsten Bedingungen im Einsatz für die an Bord befindlichen sechs englischen Wassersportler.

Gebaut für Einsätze bei Sturm und schwerer See: der Seenotkreuzer BERNHARD GRUBEN von der DGzRS-Station Norderney.

Die zwölf Meter lange "Bonny Blue" (Heimathafen Hull an der britischen Ostküste) befand sich auf der Reise ins niederländische Ijsselmeer, als sich am Nachmittag die Wettersituation in der Deutschen Bucht schlagartig verschlechterte. Um 14.45 Uhr gab der Deutsche Wetterdienst eine Sturmwarnung für die deutsche Nordseeküste heraus. Binnen kürzester Zeit entwickelte sich eine kurze steile See mit Wellenhöhen bis zu sieben Metern. In dieser Situation wurde die Yacht von drei großen aufeinanderfolgenden Wellen erwischt: Die erste wusch die Sprayhood (Cockpit-Persenning) über Bord, die zweite zerfetzte das Großsegel und die dritte spülte eine größere Menge Nordseewasser in das Bootsinnere.

Der englische Skipper, ein erfahrener Bootsführer mit mehr als 50 Jahren Segelpraxis, setzte um 16.45 Uhr über UKW-Funk einen Mayday-Notruf ab. Dieser wurde von der SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS empfangen, die augenblicklich die BERNHARD GRUBEN alarmierte. Angesichts der Schlechtwetterlage hatte sich der Seenotkreuzer schon vorbeugend auf Seeposition ins Dovetief begeben und nahm sofort Kurs auf den Havaristen.

Vor Ort sicherte ein SAR-Hubschrauber der Marine die "Bonny Blue" bis zum Eintreffen der Seenotretter. Die stellten gegen 19.30 Uhr inmitten der kochenden See eine Leinenverbindung her und nahmen die nur noch stark eingeschränkt manövrierfähige Yacht zunächst in Schlepp. Als nach einer guten Stunde seegangsbedingt der Befestigungspoller für die Leine auf dem Vorschiff des Havaristen brach, lief sie in Lee (im Windschatten) des Seenotkreuzers unter Sturmfock und Motor langsam den Schutzhafen von Borkum an. Hier trafen Retter und Gerettete in den frühen Morgenstunden ein.

"Die Wetterverschlechterung trat urplötzlich ein, noch am frühen Nachmittag hatten wir eine ruhige glatte See" so Christian Brensing, Vormann der BERNHARD GRUBEN, nach dem Einsatz. "Die Wellen waren bis zu sieben Meter hoch und kamen in kurzen Abständen von nur 30 Metern. Das machte den Einsatz für uns, ebenso für die Segler, zu einer Sicherungsfahrt unter erschwerten Bedingungen."


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27.07.2007 09:29
#49 RE: Aus der Arbeit der Seenotretter antworten
Zwei Jugendliche im letzten Augenblick aus der Ostsee gerettet
26.07.07 16:01

Seenotretter bergen völlig entkräftete Personen

Buchstäblich in letzter Minute konnte die Besatzung des Seenotkreuzers FRITZ BEHRENS/Station Greifswalder Oie der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) am Mittwoch, 25. Juli 2007, zwei Jugendliche aus der Ostsee bei Thiessow (Südost-Rügen) retten. Die beiden waren zunächst mit einem kleinen Schlauchboot in Richtung offene See abgetrieben. Bei dem Versuch, schwimmend an Land zu kommen, unterschätzten sie die kräftige Strömung. Stark erschöpft und der Ohnmacht nahe konnten sie von den Seenotrettern mit dem Tochterboot ANNA geborgen werden. Sie wurden anschließend mit einem Hubschrauber und einem Rettungswagen zur weiteren medizinischen Versorgung in ein Krankenhaus gebracht.

Der Seenotkreuzer FRITZ BEHRENS der DGzRS in seinem Revier vor der Greifswalder Oie.

Die SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS wurde um 15.50 Uhr von einem aufmerksamen Wassersportler darüber informiert, dass im Seegebiet Südperd rund eine halbe Seemeile vor dem Strand von Thiessow ein Schlauchboot treibt. Es konnten zunächst Personen darin ausgemacht werden, die aber - so der Alarmierende - kurze Zeit später nicht mehr zu sehen waren.


Sofort lief die FRITZ BEHRENS von der Station Greifswalder Oie aus und erreichte nach rund 15 Minuten das Suchgebiet. Das Tochterboot ANNA wurde zu Wasser gelassen und beide Einheiten suchten systematisch nach im Wasser treibenden Personen. Unterstützt wurden die Seenotretter dabei von der Besatzung des Polizeibootes "Altmark".

"Nach rund acht Minuten intensiver Suche konnten wir einen Menschen im Wasser treibend entdecken“, erklärte Bodo Breuhahn, der das Tochterboot steuerte. "Gemeinsam mit meinem Kollegen Ulf Pirwitz habe ich ihn durch die Bergepforte an Bord der ANNA gezogen. Nur drei Minuten später hatten wir auch den zweiten Mann."


Die beiden Jugendlichen waren in einem fortgeschrittenen Zustand der Erschöpfung. An Bord der ANNA wurden sie zunächst untersucht, mit wärmender Kleidung versorgt und anschließend in Thiessow an den Rettungshubschrauber "Christoph 47" sowie einen Rettungswagen übergeben.


Nach Beendigung des Einsatzes um 16.44 Uhr konnte die Besatzung der FRITZ BEHRENS das herrenlose Schlauchboot zwei Seemeilen südöstlich der Greifswalder Oie bergen. Es war innerhalb von 90 Minuten über eine Strecke von acht Seemeilen vertrieben.


um Zeitpunkt des Einsatzes herrschte in dem Seegebiet ein West-Wind der Stärke sechs. Die Wassertemperatur betrug 18 Grad.


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30.07.2007 16:55
#50 RE: Aus der Arbeit der Seenotretter antworten

Helgoländer Seenotretter bewahrten hochwertige Motoryacht vor Totalverlust
29.07.07 11:14


Besatzung des Tochterbootes rettet verunglückten Fallschirmspringer


Der Totalverlust einer werftneuen Motoryacht konnte am Morgen des Sonnabend, dem 28. Juli 2007, von der Besatzung des auf Helgoland stationierten Seenotkreuzers HERMANN MARWEDE der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) verhindert werden. Am Tag zuvor konnten die Helgoländer Seenotretter einen verunglückten Fallschirmspringer aus der Nordsee bergen.


Der Moment der Rettung: Seenotretter Steffen Schmeißer zieht den hilflosen Fallschirmspringer durch die Bergepforte an Bord der VERENA.


Die „Blue Ocean“ - eine neue 14 Meter lange Motoryacht (Heimathafen Bergen) mit drei Personen an Bord - befand sich auf Überführungsfahrt nach Norwegen, als sie offenbar durch einen Navigationsfehler an den Robbenklippen nordöstlich des roten Felsens Grundberührung mit schwerwiegenden Folgen hatte: Beide Ruderblätter rissen ab, die Schrauben wurden massiv deformiert und das Unterwasserschiff beschädigt. Beide Propellerwellen wurden bei der Berührung mit dem felsigen Untergrund herausgerissen. Dadurch drangen große Mengen Seewasser in den GFK-Rumpf des Schiffes ein.


Sven-Eric Carl, Vormann der HERMANN MARWEDE: „Der Notruf der ,Blue Ocean’ erreichte uns morgens um 6.05 Uhr telefonisch. Nur Minuten später hatten wir unser Tochterboot VERENA zu Wasser gebracht, das auf Grund ihres geringen Tiefgangs das optimale Einsatzmittel in dieser Situation war.“


Um 6.34 Uhr war die VERENA beim Havaristen. Sofort wurde eine Leinenverbindung hergestellt. Die Schleppfahrt in den Helgoländer Südhafen dauerte rund eine Stunde und verlief ohne Zwischenfälle.


Erst im Hafen ergaben sich neue Probleme: Bedingt durch den massiven Wassereinbruch begann die Motoryacht über das Heck zu sinken. Die Badeplattform lag bereits unter der Wasseroberfläche. Durch die sofort ausgebrachte Fremdlenzpumpe der VERENA konnte der drohende Untergang der Yacht verhindert werden.


Mit Unterstützung des Arbeitsschiffes „Lumme“ des Wasser- und Schifffahrtsamtes gelang es den Seenotrettern schließlich, die stark beschädigte „Blue Ocean“ an der Pier festzumachen. Hier übernahm die Helgoländer Feuerwehr die Pumparbeiten gegen den permanenten Wassereinbruch. Ein Taucher untersuchte das Unterwasserschiff der Luxusyacht und bestätigte die schweren Schäden. Es ist geplant, den Havaristen am kommenden Montag mit einem Kran an Land zu heben und Möglichkeiten der Reparatur zu erörtern.


Bereits am Freitag, 27. Juli 2007, waren die Helgoländer Seenotretter im Einsatz für einen Fallschirmspringer, der bei seiner Landung die Insel verfehlte und vor der Ostseite in der Nordsee zur Notwasserung gezwungen war. Wiederum kam die VERENA zum Einsatz.


Hilflos im Wasser treibend gelang es dem Fallschirmspringer nicht, sich von seinem Schirm und den Fangleinen zu lösen. In voller Sprungbekleidung mit Overall, Helm und Windbrille konnten ihn die Seenotretter an Bord der VERENA aus der akut lebensbedrohlichen Situation befreien. Völlig erschöpft und der Bewusstlosigkeit nahe wurde der Luftsportler zur weiteren medizinischen Behandlung im Helgoländer Inselkrankenhaus an einen Krankenwagen übergeben.


Alarmierung um 19.55 Uhr, 19.56 Tochterboot zu Wasser, 20.04 Uhr Person ist gerettet! – so die Eintragungen im Bordtagebuch der HERMANN MARWEDE.


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01.08.2007 19:33
#51 RE: Aus der Arbeit der Seenotretter antworten

Seenotretter leisten Nachbarschaftshilfe bei Großfeuer in den Niederlanden
31.07.07 16:32
VON: DGZRS

DGzRS zehn Stunden im Einsatz / Wirkungsvolle Löscharbeiten in Eemshaven


Bei einem Großbrand im niederländischen Eemshaven nahe Groningen leistete der Seenotkreuzer ALFRIED KRUPP von der Station Borkum der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) am Dienstag, 31. Juli 2007, aktive Löschhilfe. Sechs große Lagerhallen brannten im Hafen, dunkle Rauchschwaden lagen über dem Industriegebiet an der Nordseeküste. Die Seenotretter trugen mit ihrer leistungsfähigen Feuerlöschanlage maßgeblich zur Eindämmung der Flammen bei.


Mit seiner enormen Löschkapazität von 33000 Litern Wasser pro Minute trug der Seenotkreuzer ALFRIED KRUPP maßgeblich zur Bekämpfung des Großbrandes im niederländischen Eemshaven bei. Foto: Hans Beukema


Frühmorgens um 5.30 Uhr wurde das Feuer in einem sechsteiligen Hallenkomplex im Hafengebiet des niederländischen Eemshaven bemerkt. Nachdem es der dortigen Feuerwehr zunächst nicht gelang, die Flammen unter Kontrolle zu bringen, wurde gegen 10.20 Uhr um Unterstützung durch die Borkumer Seenotretter gebeten. Sofort nach ihrem Eintreffen um 11.16 Uhr übernahm die Besatzung der ALFRIED KRUPP die Brandbekämpfung von der Seeseite aus. Zur optimalen Positionierung des Seenotkreuzers am Einsatzort hatten Schlepper zuvor einen Schwimmponton im Hafen platziert.


Die ALFRIED KRUPP verfügt über eine besonders leistungsfähige Feuerlöschtechnik und stellte in dieser Situation ein optimales Einsatzmittel dar. Die Seenotretter waren in der Lage, mit den beiden Löschmonitoren bis zu 33000 Liter Wasser pro Minute über eine Distanz von über 100 Metern in die Flammen zu werfen. Immer wieder mussten an-grenzende Gebäude gekühlt werden, um ein Übergreifen des Brandes zu verhindern.


Die Löscharbeiten durch die ALFRIED KRUPP und die niederländischen Feuerwehrkräfte dauerten bis zum frühen Abend an. Alle sechs Lagerhallen sind bis auf das Fundament niedergebrannt. In der Schlussphase des Einsatzes mussten einzelne Brandnester bekämpft werden, um ein Entflammen der auf einem angrenzenden Grundstück gelagerten Textilballen zu verhindern. Gegen 19.00 Uhr wurde der Seenotkreuzer von der Einsatzleitung entlassen.


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17.08.2007 04:04
#52 RE: Aus der Arbeit der Seenotretter antworten

Internationale Rettungsaktion
17.08.2007: Ein mustergültiges Beispiel internationaler Zusammenarbeit haben in der Nacht vom Mittwoch auf den Donnerstag der polnische Seenotrettungsdienst (Polskie Ratownictwo Okrętowe) und die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS), Bremen, praktiziert.
Kurz vor Mitternacht erreichte die SEENOTLEITUNG BREMEN ein Anruf der Polizeistation Anklam (Mecklenburg-Vorpommern). Eine Angehörige hatte gemeldet, ihr Bekannter Stefan R. (42) hätte sie von Bord der 10-m-Segelyacht „Marianne“ per Mobiltelefon angerufen. Der Skipper Marko W. (35) sei außenbords gestürzt und in kürzester Zeit in die offene Ostsee vertrieben.

Die Frau informierte umgehend die Polizei in Anklam, die den Alarm an die SEENOTLEITUNG BREMEN weiterleitete.
Auf Grund der seit Jahrzehnten erprobten Zusammenarbeit mit dem polnischen Seenotrettungsdienst gelang es, in kurzer Zeit einen polnischen Seenotkreuzer und einen Hubschrauber in das Suchgebiet zu entsenden.

Um 01.35 Uhr meldete MRCC Swinoujscie den Bremer Seenotrettern, dass der Vermisste geborgen sei und an Bord des Seenotkreuzers „R28“ versorgt würde. Sein mitreisender Segelfreund war zuvor aufgenommen worden. Das Segelboot wurde eingeschleppt.


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17.08.2007 18:28
#53 RE: Aus der Arbeit der Seenotretter antworten
Gekentertes Faltboot: Zingster Seenotretter holen Wassersportler im Sturm aus dem Grabower Bodden
17.08.07

Zwei gekenterte Faltbootfahrer konnten gestern, Donnerstag, den 16.8.2007, von den Seenotrettern der Station Zingst mit dem Seenotrettungsboot ZANDER aus dem Grabower Bodden stark unterkühlt gerettet werden.

Die beiden Wassersportler (Jahrgang 1979 und 1980) waren im Grabower Bodden bei starkem Wind mit ihrem besegelten Faltboot gekentert. In dem 17 Grad kalten Wasser hielten sie sich an dem kieloben treibenden Boot fest. Erst nach etwa einer halben Stunde wurden sie von einem Segler bemerkt, der ihnen zu Hilfe eilte. Der Besatzung der Segelyacht gelang es u.a. durch Motorenprobleme in dem zunehmend stürmischen Wetter nicht, die beiden an Bord zu nehmen. Sie stellten eine Leinenverbindung zu dem gekenterten Boot her, an dem die beiden Schiffbrüchigen hingen.

Die um 15.25. Uhr alarmierten Seenotretter der Freiwilligen-Station Zingst liefen sofort aus, wobei sich die angegebene Unfallposition zunächst als falsch erwies. Vormann Siegfried Tornow und zwei weitere freiwillige Besatzungsmitglieder konnten die beiden Wassersportler jedoch kurz darauf durch die Bergepforte des Seenotrettungsbootes in Wasserhöhe an Bord nehmen. Einer der beiden Männer war bereits derartig unterkühlt, dass er nicht mehr aktiv an seiner Rettung mitwirken konnte.

Vormann Tornow alarmierte sofort die Rettungsleitstelle und erbat Rettungstransportwagen für die Unterkühlten, die an Bord in wärmende Decken gewickelt wurden.

Zehn Minuten später wurden die beiden in Barth an den Notarztwagen übergeben.

Die ZANDER barg wenig später auch das Faltboot der Verunglückten und brachte es nach Barth.

Bei zunehmend stürmischer werdendem Wetter erreichte die Seenotretter auf dem Weg in den Heimathafen durch ein Fahrgastschiff die Meldung, dass bei einer Segelschule mehrere Jollen mit Kindern in der durchziehenden Schlechtwetterfront gekentert waren. Kurz vorm Eintreffen vor Ort waren jedoch alle Kinder bereits durch Helfer der Segelschule aus dem Wasser geborgen worden. Kein Kind wurde verletzt.

Am Abend um 20.35 Uhr wurden die Seenotretter erneut alarmiert. Eine Segelyacht hatte bei Windstärke acht bis neun schweren Schaden am Vorsegel erlitten. Da der Motor nicht ansprang, war die Yacht manövrierunfähig. Ein Fahrgastschiff hatte das seltsame Verhalten bemerkt und die Seenotretter informiert.

Der Besatzung des Seenotrettungsbootes gelang es, eine Leinenverbindung mit dem Havaristen herzustellen, der erst dann seine Segel bergen konnte. Die Yacht wurde nach Barth eingeschleppt. Die beiden Personen an Bord blieben unverletzt.


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20.08.2007 13:31
#54 RE: Aus der Arbeit der Seenotretter antworten

Einsätze vom Wochenende: Seenotretter helfen 119 Menschen / Schlepper brennt in der Ostsee – Besatzung unverletzt
20.08.07 12:12

Zu insgesamt 35 Einsätzen in Nord- und Ostsee wurden die Seenotretter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) vom Freitag, den 17.8. bis Sonntag, den 19.8.07 gerufen. Insgesamt 119 Personen konnten dabei aus Notlagen befreit werden.


Neustadt (Holstein) Vor Neustadt / Holstein war bereits am Freitagabend (17.8.07) ein ungefähr 14 Meter langes Speedboot in Brand geraten. Wegen eines Schwelbrandes in der Steuerbord-Maschine hatte der Bootsführer die Motoryacht zwischen Haffkrug und Sierksdorf auf Grund gesetzt.


Als erste war die Besatzung des Seenotrettungsbootes HANS INGWERSEN / Station Travemünde vor Ort, die zu diesem Zeitpunkt gerade auf Kontrollfahrt war. Sie schleppte das Boot in Abstimmung mit der örtlichen Feuerwehr an die Haffkruger Seebrücke, wo das Feuer gemeinsam bekämpft wurde. Die inzwischen ebenfalls herbeigerufene Besatzung des Seenotrettungsbootes CREMPE / Station Neustadt, übernahm die medizinische Versorgung des Bootsführers, der eine leichte Rauchvergiftung erlitten hatte.


Cuxhaven Die Besatzung des Seenotkreuzers HERMANN HELMS / Station Cuxhaven befreite am Samstagabend (18.8.07) 27 Gäste einer Kutterfahrt aus einer misslichen Lage: Nachdem der Kutter im Fährhafen festgekommen war, wurden die Passagiere vom Seenotkreuzer an Land gebracht.


Am Sonntagmorgen (19.8.07) brachte die HERMANN HELMS einen Notarzt zu einem vor Cuxhaven auf Reede liegenden Schiff. Ein erkranktes Besatzungsmitglied der MS „Tessa Kosan“ wurde abgeborgen und an den Rettungstransportwagen übergeben.


Warnemünde Ein weiterer Angelkutter musste am Samstag (18.8.07) vom Seenotkreuzer ARKONA (Station Warnemünde) mit 19 Personen an Bord eingeschleppt werden. Das Schiff hatte einen Maschinenschaden erlitten.


Die ARKONA wurde erneut am Sonntagabend (19.8.07) um 21.30 Uhr in den Einsatz gerufen. Auf dem niederländischen Schlepper „Watergeus“ war es etwa 25 Seemeilen (ca. 45 km) nordöstlich der Küste zu einem Maschinenraumbrand gekommen. Die Besatzung des Schleppers, der einen Ponton im Anhang hatte, konnte den Maschinenraum schließen (den Verschlusszustand herstellen) und durch die Flutung mit CO2 das Feuer löschen. Der Seenotkreuzer ging zur Sicherung auf Standby, bis ein Schlepper eingetroffen war, um den Havaristen nach Kiel einzuschleppen. Die Besatzung blieb unverletzt. Die ARKONA war um 3.15 Uhr wieder einsatzklar am Liegeplatz in Warnemünde.


In weiteren Fällen in Nord- und Ostsee führten bei Segel- und Motoryachten Maschinenschäden, Schäden an der Besegelung oder Navigationsschwierigkeiten zu Notlagen. Die Seenotretter konnten jeweils frühzeitig eingreifen, bevor es zu schlimmeren Notsituationen gekommen wäre.


Insgesamt neun Mal mussten Verletzte oder Erkrankte von Inseln, Passagier- oder Handelsschiffen und Sportbooten zum Transport ins Krankenhaus geholt werden.


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27.08.2007 12:33
#55 RE: Aus der Arbeit der Seenotretter antworten
DGzRS trainierte mit der Gaffel-Ketch „Seute Deern“
26.08.07 16:45

VON: DGZRS


Eine gemeinsame Groß-Übung bestehend aus realitätsnahen medizinischen, technischen und nautischen Notfallsituationen absolvierten am Freitag, 24. August 2007, ein Seenotkreuzer sowie zwei Seenotrettungsboote der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) mit dem Traditionssegler „Seute Deern“ in der Mecklenburger Bucht. Integriert in ein gesamtes Havarieszenario wurden drei Einzelübungen trainiert.


Die OTTO-KONRAD nimmt die offene Rettungsinsel mit den Schiffbrüchigen in Schlepp.


Mecklenburger Bucht, südöstlich Fehmarn, Position: eine Seemeile südlich der Ansteuerung Burgstaaken: Um kurz nach 10.00 Uhr ereignete sich an Bord der „Seute Deern“, einem 1939 in Dänemark gebauten Zweimaster, ein Unfall. Zwei Personen wurden leicht verletzt, die dritte erlitt einen Herz- und Kreislaufstillstand. Sofort begannen die Crew-Mitglieder mit Erste-Hilfe-Maßnahmen. edoch erkannten sie schnell, dass eine qualifizierte medizinische Versorgung in Verbindung mit einer Abbergung der Patienten unumgänglich war. Kapitän Karl-Walter Hartmann gab über UKW Kanal 16 einen Notruf an die SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS ab.


Die von dort aus alarmierten DGzRS-Seenotrettungsboote EMIL ZIMMERMANN/Station Puttgarden und KONRAD-OTTO/Station Kühlungsborn liefen mit Höchstfahrt zum „Unfallort“ und bargen mit Unterstützung der Crew des Großseglers fachmännisch die drei Verletz-tendarsteller. Diese wurden anschließend liegend an den Seenotkreuzer JOHN T. ESSBERGER/Station Großenbrode überge-ben, wo sich der zur Besatzung gehörende Rettungssanitäter um die medizinische Versorgung der Personen kümmerte.


Eine weitere fiktive Notsituation machte die komplette Evakuierung der „Seute Deern“ not-wendig. Kapitän Karl-Walter Hartmann löste Generalalarm aus. Entsprechend der Notfallrolle (Verhaltensplanung im Seenotfall) besetzten die 29 Besatzungsmitglieder - 23 Trainees und sechs ehrenamtliche Mitglieder der Stammcrew - der Gaffel-Ketch die Rettungsinseln und trieben zunächst in der Ostsee. Hier wurden sie von den Seenotrettern über ein spezielles Rettungsfloß durch die geöffnete Heckwanne an Bord JOHN T. ESSBERGER genommen.


Letztes Element der Übung war ein simulierter Ausfall der kompletten Maschine des Traditionsseglers. Manövrierunfähig in Sichtweite der Ostseeküste treibend, wurde die „Seute Deern“ von den Seenotrettern mit einer Leinenverbindung in Schlepp genommen und verschiedene Manöver gefahren.


Während der gesamten Dauer des simulierten Seenotfalles fiel Mirco Siems, dem Vormann der JOHN T. ESSBERGER, die Rolle des On scene co-ordinators (OSC), des Einsatzleiters vor Ort, zu. Als strategische Schnittstelle zwischen der SEENOT-LEITUNG BREMEN und den eingesetzten Rettungseinheiten hatte die Besatzung die Verantwor-tung für die reibungslose Koordinierung des Einsatzes und der dazu notwendigen Kommunikation unter allen beteiligten Fahrzeugen.


„Der Umgang mit den eigenen Rettungsmitteln sowie der Sicherheitsausrüstung wird bei uns an Bord regelmäßig trainiert“, erklärte Kapitän Karl-Walter Hartmann. „Das heutige Szenario gemeinsam mit unseren Partnern von der DGzRS hatte eine nochmals hö-here Qualität, war sehr nahe an der Realität. Ich denke, jedes einzelne Besatzungsmitglied - Trainees wie Stammcrew - der ,Seute Deern‘ hat heute seinen Wissensstand im Bereich Sicherheit auf See doch noch ein-mal ein ganzes Stück erweitern können. Und die Schiffsleitung konnte wichtige Erkenntnisse ge-winnen, wo die Notfallverfahren optimiert werden können.“


Und auch Heinz-Willi Bremges und Rolf Dethlefsen, die beiden Übungsleiter der DGzRS, zogen eine positive Bilanz: „Neben dem praktischen Training am Havaristen und mit dessen Crew war für uns natürlich auch die effektive Zusammenarbeit der eigenen Einheiten und deren Besatzungen sowie die Kommunikation und die Koordinierung des angenommenen Seenotfalls von großer Wichtigkeit. Alles hat prima geklappt, der Lerneffekt war für alle Beteiligten groß.“


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01.09.2007 10:01
#56 RE: Aus der Arbeit der Seenotretter antworten
Sechs Schiffbrüchige gerettet
01.09.2007: Sechs Männer im Alter zwischen 30 und 40 Jahren sind gestern von der Besatzung des Seenotrettungsbootes NAUSIKAA, Station Vitte / Hiddensee, von ihrer sinkenden Motoryacht gerettet worden.
Über die Rettungsleitstelle Bergen (Rügen) erreichte die SEENOTLEITUNG BREMEN der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) um 10.20 Uhr die Information, dass ein Anrufer per Handy durchgegeben habe, sein Schiff mit sechs Personen an Bord habe einen Wassereinbruch. Außerdem wurde eine Position etwa sechs Seemeilen (ca. zehn Kilometer) nördlich von Hiddensee genannt.

Die SEENOTLEITUNG alarmierte umgehend das Seenotrettungsboot NAUSIKAA (baugleich mit der Langeooger CASPER OTTEN, Foto), das zehn Minuten später mit zwei Mann Besatzung (Nils Gottschalk und Carsten Berlin) auslief. Jeder Versuch, den Handyanrufer zu erreichen, scheiterte.

Gegen 11.15 Uhr erreichte die NAUSIKAA bei starkem Wind bis sieben Beaufort (bis 60 km/h) und starkem Seegang die angegebene Position. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich drei der Männer am Wrack mit Rettungswesten seit knapp einer Stunde im Wasser, drei Männer ohne Rettungswesten hielten sich am Bugkorb der Motoryacht fest, der gerade noch über Wasser ragte.

Über die Bergepforte wurden die sechs an Bord genommen, wobei sie kaum noch aktiv an ihrer Rettung teilnehmen konnten.

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26.09.2007 00:44
#57 RE: Aus der Arbeit der Seenotretter antworten

Angler hing regungslos aus seinem Boot
26.09.2007: Dem beherzten und fachkundigen Eingreifen der Besatzung des Seenotkreuzers BERLIN/Station Laboe (Schleswig-Holstein/Ostsee) der DGzRS (Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger) hat ein 60-jähriger Angler aus Kiel vermutlich sein Leben zu verdanken:
Der Mann trieb am Montagnachmittag, 24. September 2007, in einem manövrierunfähigen Schlauchboot, mit dem Oberkörper im Wasser hängend, in der 15 Grad kalten Ostsee. Dank seiner Rettungsweste wurde er über Wasser gehalten. Die Seenotretter bargen den völlig unterkühlten Hobbyfischer, versorgten ihn im Bordhospital und übergaben ihn an den Notarzt im Hafen von Laboe. Der Gerettete wurde umgehend in das Städtische Krankenhaus Kiel eingeliefert. Nach Auskunft der Ärzte hatte sich sein Zustand am späten Abend stabilisiert.

Der Alarm erreichte die Seenotretter um 15.30 Uhr. Passanten hatten vor der Ostseeküste bei Heidkate (ca. 10 km östlich Laboe) Beobachtungen an die Polizei gemeldet, die wiederum die Seenotleitung Bremen der DGzRS einschaltete.


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29.09.2007 15:00
#58 RE: Aus der Arbeit der Seenotretter antworten

Blitzeinsatz für erschöpfte Kite-Surfer
29.09.2007: Buchstäblich in letzter Minute sind zwei Kite-Surfer in der Neustädter Bucht vor Pelzerhaken (Schleswig Holstein) am späten Donnerstagnachmittag (27.09.07) von der Besatzung des Seenotrettungsboots CREMPE der DGzRS (Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger) aus akuter Seenot gerettet worden.
Bei nordöstlichen Winden mit Stärken um sechs Beaufort (bis zu 45 km/h Wind-geschwindigkeit) gelang es den beiden Männern (29 / 35) nicht, auf ihren Surfbrettern das rettende Ufer zu erreichen.

Angehörige alarmierten gegen 17.00 Uhr die Seenotleitung Bremen der DGzRS; das in Neustadt stationierte Seenotrettungsboot CREMPE lief sofort aus.

Vormann Wolfgang Schulz: „Einer der Surfer trieb völlig hilflos im 14 Grad kalten Wasser. Die Schnüre seines Surfdrachens hatten sich um die Beine gewickelt. Der Mann konnte sich nur mit Mühe über Wasser halten und Handzeichen geben.“

Die Seenotretter nahmen die beiden erschöpften Surfer 15 Minuten nach der Alarmierung auf, versorgten Sie an Bord und übergaben Sie wenig später an der Seebrücke Pelzerhaken an ihre dort bereits wartenden Angehörigen.


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30.10.2007 02:44
#59 RE: Aus der Arbeit der Seenotretter antworten

Retter im Einsatz vor Dänemark
30.10.2007: Mit fünf Rettungseinheiten - dem Seenotrettungsboot EMIL ZIMMERMANN sowie den Seenotkreuzern JOHN T. ESSBERGER, NIS RANDERS, ARKONA und BERLIN - beteiligte sich die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) an der Suche nach den sieben vermissten Seeleuten der "Omer N". Das Schiff war am Sonntag, dem 28. Oktober 2007, in den Nachmittagsstunden im Fehmarnbelt gekentert. Drei Mitglieder der Besatzung konnten von einem russischen Frachter gerettet werden. Ein vierter Seemann wurde tot geborgen. Unter der Leitung des dänischen Seenotrettungsdienstes wurde bis Montag Mittag mit maßgeblicher Unterstützung der deutschen Seenotretter vergeblich nach weiteren Überlebenden gesucht.
Das Foto zeigt das Seenotrettungsboot EMIL ZIMMERMANN der DGzRS-Station in Puttgarden auf Fehmarn vor der gekenterten "Omer N" am Sonntag Abend.

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02.11.2007 04:44
#60 RE: Aus der Arbeit der Seenotretter antworten

Zwischenbilanz zum Herbst

01.11.2007

Mehr Arbeit in Nord- und Ostsee für die DGzRS

Bei 1909 Einsätzen 825 Menschen aus Seenot gerettet und drohender Gefahr befreit


Auf arbeitsreiche zehn Monate blickt die DGzRS (Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger) nach Abschluss der Saison für die Freizeitschifffahrt zurück. Mehr Einsätze und Rettungsaktionen prägten die Arbeit der Seenotretter in Nord- und Ostsee. Wenngleich Starkwind, Kälteeinbrüche und überdurchschnittlich viel Regen oft die Skipper und ihre Besatzungen in den Häfen zurückhielten, halfen die DGzRS-Besatzungen allein an einem August-Wochenende 119 Menschen, die auf See in Gefahrensituationen geraten waren. Von Jahresbeginn bis 31. Oktober 2007 haben die Einheiten der Rettungsflotte in Nord- und Ostsee 1909 Einsatzfahrten (2006: 1840) für die gesamte Schifffahrt durchgeführt.


Dabei wurden

- 109 Menschen aus Seenot gerettet und

- 716 Personen aus drohenden Gefahrensituationen befreit,

- 493 Erkrankte oder verletzte Menschen von Seeschiffen, Inseln oder Halligen zum Festland transportiert,

- 50 Schiffe und Boote vor dem Totalverlust bewahrt,

- 822 Hilfeleistungen für Wasserfahrzeuge aller Art erbracht sowie

- 404 Einsatzanläufe und Sicherungsfahrten absolviert.


„Bootschafter“ 2007 Jan Fedder würdigte die Arbeit der DGzRS immer wieder bei seinen zahlreichen Auftritten im Fernsehen - in Wort und Tat: „Was die Seenotretter machen, das ist praktizierte Verantwortung! Ich finde das großartig. Da weiß ich, dass ich mein Ehrenamt für eine durch und durch gute Sache angetreten habe!“


Fedder spendete 18.750 Euro vom Gewinn beim ARD - „Star-Quiz mit Jörg Pilawa“. Im Rahmen einer Autogrammstunde auf der Fachmesse Internorga in Hamburg verzichtete er auf sein Honorar von 8000 Euro, die den Seenotrettern zugute kamen.


Nicht unzufrieden ist die DGzRS über den Spendenverlauf in den ersten zehn Monaten dieses Jahres. Große Hoffnung wird in die letzten beiden Monate gelegt. In den kommenden Wochen wird sich das Seenotrettungswerk wieder an die Öffentlichkeit wenden, über seine Arbeit informieren und die Bevölkerung um Unterstützung bitten.

Mit der Stationierung des neuen 10,1-m-Seenotrettungsbootes KONRAD-OTTO in Kühlungsborn wurde das Neubauprogramm für diese Klasse abgeschlossen.


Zum Jahreswechsel wird der Rumpf des im Bau befindlichen neuen 20-m-Seenotkreuzers mit der Baubezeichnung SK 30 fertig gestellt werden. Nach Abschluss der Arbeiten wird das erste von zwei Schiffen im Herbst erste Erprobungsfahrten absolvieren. Der Neubau soll im nächsten Jahr die dann 27 Jahre alte FRTZ BEHRENS auf der Greifswalder Oie (Mecklenburg-Vorpommern) ablösen.


61 Seenotrettungsboote und Seenotkreuzer werden in Nord- und Ostsee, zwischen Borkum und Ueckermünde eingesetzt. 185 fest angestellte und rund 800 ehrenamtlich tätige Seenotretter sind auf 54 Stationen auf den Inseln und entlang der Küsten ständig einsatzbereit.


http://www.Seenotretter.de



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