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 Wissenswertes über Langeoog
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Trödel
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19.02.2007 03:03
#31 RE: Einsatz der Seenotretter antworten

Glück für "Lucky": Seenotretter bergen Hund aus Hafenbecken
18.02.07


Nordseeinsel Juist.

Sein Name hat ihm Glück gebracht: Der Golden Retriever "Lucky" wurde heute von den Seenotrettern der Station Juist der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) nach einem tiefen Sturz ins Hafenbecken nur leicht verletzt geborgen.


Arend Janssen-Visser von der Besatzung des Seenotrettungsbootes WOLTERA war gerade in der Werkstatt des Stationsgebäudes am Hafen beschäftigt, als der aufgeregte Hundehalter zu ihm kam: Sein Hund war von der Kaimauer ca. 3,5 Meter tief ins Hafenbecken gestürzt. Unterhalb des Fähranlegers war durch die Ebbe das Wasser nicht sehr tief. Dorthin hatte sich der Golden Retriever gerettet und stand zitternd bauchhoch im Wasser. Allerdings gab es keine Möglichkeit für ihn, durch die meterhohen Kaimauern aus dem Hafenbecken zu gelangen.


Arend Janssen-Visser rief rasch Besatzungsmitglied Björn Westermann zum Hafen. Die beiden nahmen den Hundehalter an Bord des Seenotrettungsbootes und fuhren so nah wie möglich an den Hund heran. Durch sein Herrchen gelockt, traute sich das völlig verängstigte Tier in das eisige Wasser und schwamm auf die WOLTERA zu. Durch die Bergepforte in Höhe des Wassers konnte der elf Jahre alte Golden Retriever sicher an Bord geholt werden. Dort schüttelte er sich erst einmal ordentlich aus. Bis auf eine kleine Verletzung an der Schnauze ist "Lucky" mit dem Schrecken davon gekommen.


http://www.dgzrs.de


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25.02.2007 09:09
#32 RE: Aus der Arbeit der Seenotretter antworten
Langer Nachteinsatz für Seenotkreuzer VORMANN JANTZEN Manövrierunfähiger Fischkutter von Seenotrettern eingeschleppt
23.02.07 15:41


Eine schlaflose Nacht hatten die Rettungsmänner des Reserve-Seenotkreuzers VORMANN JANTZEN der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) von Donnerstag auf Freitag. Rund neun Stunden war die zurzeit in List auf Sylt stationierte Rettungseinheit im Einsatz für einen Fischkutter aus den Niederlanden, der mit einem Netz in der Schraube manövrierunfähig weitab vor der nordfriesischen Küste trieb.

Um 21.50 Uhr meldete sich die 18,5 Meter lange "Hoop op Zegen", die 20 Seemeilen westlich der nordfriesischen Insel Sylt auf Krabben fischte, über UKW-Kanal 16 bei BREMEN RESCUE RADIO (Notruf-Funkstelle der SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS): Die Maschine des im niederländischen Urk beheimateten Kutters war durch ein Netz in der Schraube blockiert. Das Fischereifahrzeug trieb mit zwei Mann Besatzung bei südöstlichen Winden mit einer Stärke von acht, in Böen zehn Beaufort antriebs- und steuerungslos in der aufgewühlten Nordsee.

Sofort nach Eingang des Notrufs steuerte Vormann Jörg-Michael Schröder die VORMANN JANTZEN mit der Höchstfahrt von 20 Knoten zu dem Havaristen. Vor Ort stellten die Rettungsmänner schnell und routiniert eine Leinenverbindung her. Zuvor musste der durch ein weiteres niederländisches Fischereifahrzeug vorgenommene Bergungsversuch wegen zweimaligen Trossenbruchs erfolglos aufgegeben werden. Die "Hoop op Zegen" wurde von den Seenotrettern sicher in den dänischen Hafen Havneby gebracht.



Links:

Der DGzRS-Reservekreuzer VORMANN JANTZEN ist zurzeit in List auf Sylt stationiert und vertritt die in einer Werft befindliche MINDEN.
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12.03.2007 14:14
#33  Aus der Arbeit der Seenotretter antworten
Bei der diesjährigen Eiswette in Bremen wurden von den 700 Eiswettgenossen und ihren Gästen 261 596,87 EUR für die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger gesammelt. Das waren rund 14000 EUR mehr als im Vorjahr.
Prima, sie brauchen es auch.


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20.03.2007 04:04
#34  Aus der Arbeit der Seenotretter antworten
19/03 2007:
Trotz Sturmtief ruhiges Wochenende für die Seenotretter

Trotz Durchzug des Sturmtiefs „Orkun“ blieb das Wochenende für die Seenotretter an Nord- und Ostseeküste ruhig.

Zahlreiche Seenotrettungsboote mit Freiwilligen-Besatzungen führten noch am Sonntag - Spätnachmittag, dem 18.3., Kontrollfahrten in ihrem Revier durch.

Der Seenotkreuzer HANS HACKMACK verholte gegen 20 Uhr vom Liegeplatz in Büsum nach draußen vor die Schleuse auf Seeposition, da wegen der zu erwartenden Sturmflut die Schleusentore vom Büsumer Hafen geschlossen werden mussten.

Auch Seenotkreuzer HERMANN HELMS in Cuxhaven verholte in der Nacht aufgrund des Hochwassers in den Fischereihafen.

Das MRCC Rom bat die Bremer Kollegen um Unterstützung, da dort ein Alarm einer deutschen Yacht aufgelaufen war. Die Wachleiter des MRCC Bremen ermittelten, dass die Yacht sicher in Kroatien lag. Der Skipper hatte unbemerkt einen automatischen Notruf ausgelöst.

Auch Freitag und Samstag waren überwiegend von Kontrollfahrten im Revier geprägt. Sowohl die EISWETTE von Amrum als auch SRB WILMA SIKORSI (Wangerooge) führten Krankentransporte durch. Von einigen weiteren kleinen Einsätzen mit technischen Hilfeleistungen abgesehen, blieb es für die Seenotretter im Revier ruhig.


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15.04.2007 09:44
#35  Aus der Arbeit der Seenotretter antworten
Trosse gebrochen.
14.04.2007: Durch eine brechende Stahltrosse ist am frühen Mittwochmorgen (11. April 2007) ein polnisches Besatzungsmitglied auf einem Schlepper bei einem Manöver in der Kieler Förde verletzt worden.
Die Seenotretter transportierten den Mann an Land und übergaben ihn am Thyssen-Kai in der Kieler Förde / Höhe Holtenau an den Landrettungsdienst. Der Seemann wurde ins Kieler Krankenhaus gebracht und behandelt.

Um 03.40 Uhr wurde die Besatzung des Seenotkreuzers BERLIN der DGzRS (Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger) auf der Station Laboe alarmiert. Wenig später gingen die Seenotretter bei einem Schlepper längsseits und übernahmen den für den Transport vorbereiteten Verletzten.


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24.04.2007 17:45
#36 RE: Aus der Arbeit der Seenotretter antworten
Bei einem Einsatz des Seenotkreuzers VORMANN STEFFENS / Station Hooksiel (Nordsee) der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) am Spätnachmittag vom Sonntag, dem 22.04.2007, konnte eine 49jährige Surferin gerettet werden.


Sie hatte bei ablaufendem Wasser (Ebbe) zunächst das Segel und dann auch ihr Surfboard verloren, das durch den starken Strom schnell abgetrieben wurde. Trotz bewegter See gelang es dem Ehemann, seine Frau auf sein Surfboard zu nehmen. Ein weiterer Surfer, der die Notsituation bemerkt hatte, surfte zum Strand und alarmierte von dort die Seenotretter.


Trotz der schnellen Alarmierung dauerte es ca. eine halbe Stunde, bis die Besatzung des sofort ausgelaufenen Seenotkreuzers die beiden gefunden hatte, da die schwarze Bekleidung der beiden ihr Auffinden erheblich erschwerte.


Die Frau wurde an Bord des Seenotkreuzers genommen und mit warmer Kleidung versorgt. Ihr Mann surfte selbst zum Strand zurück.

Bei einer Wassertemperatur unter zehn Grad hatten die beiden großes Glück, relativ schnell gefunden zu werden.


In diesem Zusammenhang weist die DGzRS darauf hin, dass es auch für Surfer äußerst wichtig ist, Signalmittel bei sich zu tragen. Entsprechende Ausrüstung gibt es im Fachhandel.

Darüberhinaus wird die Arbeit der Seenotretter wesentlich erleichtert, wenn Segel und Surfboards mit Telefonnummern gekennzeichnet sind. Abgetriebene Boards führen immer wieder zu aufwändigen Suchaktionen, da häufig nicht feststellbar ist, ob möglicherweise noch ein Mensch im Wasser ist.



Für die Surfer hätte die Telefonnummer auf dem Material den Vorteil, dass sie ihr Eigentum zurückerhalten.


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04.05.2007 11:11
#37 RE: Aus der Arbeit der Seenotretter antworten
DGzRS trainierte mit der Brigg „Roald Amundsen“
03.05.2007


Eine gemeinsame Groß-Übung in der Eckernförder Bucht absolvierten am Mittwoch, 2. Mai 2007, ein Seenotkreuzer sowie drei Seenotrettungsboote der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) mit dem Zweimaster „Roald Amundsen“. Integriert in ein gesamtes Havarieszenario wurden drei realitätsnahe Einzelübungen absolviert. Trainiert wurden medizinische, technische und nautische Notfallsituationen, wie sie in der seemännischen Praxis häufig vorkommen.

Bognis Eck, Ausgang Eckernförde Bucht, 10.00 Uhr: An Bord der „Roald Amundsen“ ereignet sich ein Unfall, bei dem drei Personen verletzt werden. Sofort leiten die Crew-Mitglieder Erste-Hilfe-Maßnahmen ein, erkennen aber, dass eine qualifizierte medizinische Versorgung in Verbindung mit einer Abbergung der Patienten unumgänglich ist. Kapitän Ben Lodemann gibt über UKW Kanal 16 einen Notruf an die SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS ab.

Die von dort aus alarmierten DGzRS-Seenotrettungsboote BOTTSAND/Station Laboe, KARL VAN WELL/Station Damp sowie ASMUS BREMER/Station Schilksee liefen mit Höchstfahrt zum „Unfallort“ und bargen mit Unterstützung der Besatzung des Großseglers fachmännisch die drei Verletztendarsteller. Diese wurden anschließend an den Seenotkreuzer BERLIN/Station Laboe übergeben, wo sich ein freiwilliger Seenotarzt um die medizinische Versorgung der Personen kümmerte.

Eine weitere fiktive Notsituation machte die komplette Evakuierung der „Roald Amundsen“ notwendig. Kapitän Ben Lodemann löste Generalalarm aus. Entsprechend der Notfallrolle besetzten die rund 30 Besatzungsmitglieder der Brigg die Rettungsinseln und trieben zunächst in der Ostsee. Hier wurden sie von den Seenotrettern an Bord genommen.

Letztes Element der Übung war ein simulierter Ausfall der kompletten Maschine des Großseglers. Manövrierunfähig in der Hafeneinfahrt von Eckernförde treibend, wurde die „Roald Amundsen“ von den Seenotrettern mit einer stabilen Leinenverbindung in Schlepp genommen, an die Pier bugsiert und dort sicher festgemacht.

Während der gesamten Dauer des simulierten Seenotfalles fiel dem Seenotkreuzer BERLIN die Rolle des On scene co-ordinators (OSC) zu. Als strategische Schnittstelle zwischen der SEENOTLEITUNG BREMEN und den eingesetzten Rettungseinheiten hatte die Besatzung die Verantwortung für die reibungslose Koordinierung des Einsatzes und der dazu notwendigen Kommunikation unter allen beteiligten Fahrzeugen.

„Der Umgang mit den eigenen Rettungsmitteln sowie der Sicherheitsausrüstung wird bei uns an Bord regelmäßig trainiert,“ erklärte Torsten Theede, Übungsleiter an Bord der "Roald Amundsen". „Das heutige Szenario gemeinsam mit unseren Partnern von der DGzRS hatte eine nochmals höhere Qualität, war sehr nahe an der Realität. Ich denke, jedes einzelne Besatzungsmitglied der ,Roald Amundsen‘ hat heute seinen Wissensstand im Bereich Sicherheit auf See doch noch einmal ein ganzes Stück erweitern können. Und die Schiffsleitung konnte wichtige Erkenntnisse gewinnen, an welchen Punkten die Notfallpläne und -verfahren optimiert werden können.“

Und auch Michael Müller und Rolf Dethlefsen, die beiden Übungsleiter der DGzRS, zogen eine positive Bilanz: „Neben dem praktischen Training am Havaristen und mit dessen Crew war für uns natürlich auch die effektive Zusammenarbeit der eigenen Einheiten und deren Besatzungen sowie die Kommunikation und die Koordinierung des angenommenen Seenotfalls von großer Wichtigkeit. Alles hat prima geklappt - dem ist nichts hinzuzufügen.“


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07.05.2007 13:31
#38 RE: Aus der Arbeit der Seenotretter antworten

07/05 2007:
Flugzeugabsturz in der Flensburger Förde: Seenotretter koordinieren Suche vor Ort


Beim Absturz eines Sportflugzeuges in der Flensburger Förde, auf deutschem Gebiet südöstlich der dänischen Ochseninseln am Samstag, dem 5. Mai 2007, bei dem alle drei Passagiere und der Pilot ums Leben gekommen sind, übernahmen Seenotrettungsboote der DGzRS die Koordinierung im Suchgebiet.

Während einer Kontrollfahrt erhielt das SRB WERNER KUNTZE der Station Langballigau um 10.17 Uhr die Alarmierung vom MRCC Bremen. Ebenso alarmiert wurde das Seenotrettungsboot JENS FÜERSCHIPP der südlicher liegenden Station Gelting und der zurzeit in Maasholm stationierte Seenotkreuzer HANNES GLOGNER, der allerdings eine über 25 Seemeilen lange Anfahrt ins Einsatzgebiet hatte.

SRB WERNER KUNTZE traf um 10.39 Uhr als erstes im Unglücksgebiet ein und übernahm die Rolle des On-Scene-Coordinators.

Zahlreiche Sportboote, die diesen Samstagmorgen für einen Ausflug aufs Wasser nutzten, wurden in eine koordinierte Erst-Suche eingespleisst. Wasserschutzpolizei, Feuerwehr, ein Taucherbasisschiff und SAR-Hubschrauber waren an der Suche und Bergung beteiligt.

Nach dem Auffinden der Absturzstelle waren Taucher im Einsatz, die drei Tote aus dem Flugzeug-Wrack bargen. SRB JENS FÜERSCHIPP übernahm von der WERNER KUNTZE die Rolle des On-Scene Coordinators, bis um 13.20 Uhr Seenotkreuzer HANNES GLOGNER übernahm.

Die Sucharbeiten wurden bis spät in den Abend fortgesetzt, bis auch der Pilot des abgestürzten Flugzeuges tot geborgen wurde.


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28.05.2007 11:55
#39 RE: Aus der Arbeit der Seenotretter antworten

Seenotretter bergen Skipper von Segelyacht
25.05.07 15:48

Etwa 11,5 Meilen südlich von Helgoland (ca. 21 km) hat die Besatzung des Seenotkreuzers HERMANN MARWEDE heute Nachmittag, Freitag, den 25.5.2007, den Skipper einer Segelyacht nach einem Zusammenbruch abgeborgen.


Über UKW-Kanal 16 erreichte die Seenotretter die Alarmierung, dass der 39-jährige Skipper der
Segelyacht „Grizabella“ bewusstlos zusammengebrochen sei. Die beiden Crewmitglieder waren nicht in der Lage, die genaue Position der Yacht, die sich auf dem Weg von Nordenham nach Helgoland befand, zu ermitteln. Die Verkehrszentrale Deutsche Bucht peilte die „Grizabella“ daraufhin über das UKW-Signal zur Positionsermittlung ein, und der Seenotkreuzer HERMANN MARWEDE lief mit einem Arzt an Bord sofort aus.


Gegen 14.36 Uhr erreichte die HERMANN MARWEDE die Yacht, und der Arzt stieg zur Notversorgung über. Der Patient wurde nach der Erstversorgung in das Bordhospital der HERMANN MARWEDE übergeben.


Da die verbliebenen zwei Crewmitglieder allein nicht weitersegeln konnten, stieg ein Seenotretter auf die neun Meter lange Segelyacht über, um das Boot nach Helgoland zu segeln.


Der Skipper wurde auf Helgoland ins Krankenhaus eingeliefert. Sein Zustand hat sich zwischenzeitlich stabilisiert.


Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) ist im deutschen SAR-Gebiet (SAR = Search and Rescue) zuständig für die Suche und Rettung im Seenotfall. Der Seenotkreuzer HERMANN MARWEDE ist mit 46 Metern Länge das größte Schiff der Rettungsflotte. Mit 9250 PS erreicht der Kreuzer eine Spitzengeschwindigkeit von 25 Knoten (ca. 46 km/h).

Finanziert wird das Seenotrettungswerk ausschließlich durch Spenden.


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28.05.2007 12:03
#40 RE: Aus der Arbeit der Seenotretter antworten

Seenotretter der DGzRS am Pfingstsonntag im Einsatz
27.05.07 14:16

Sieben Personen gerettet, zwei Havaristen aufgegeben

Bei zwei spektakulären Havarien in der Nord- und Ostsee konnten die Seenotretter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) am Morgen des Pfingstsonntag, dem 27. Mai 2007, insgesamt sieben Personen aus unmittelbarer Gefahr befreien. Die beiden Havaristen, ein Fischkutter und eine Segelyacht, wurden stark beschädigt und mussten aufgegeben werden.


Das Tochterboot VEGESACK (Foto rechts) und das Seenotrettungsboot CREMPE im Einsatz für den mit starker Schlagseite festsitzenden Fischkutter "Pirat".


In den frühen Morgenstunden war der Fischkutter "Pirat" mit Heimathafen Travemünde auf einer Sandbank ca. 250 Meter östlich von Pelzerhaken in der Lübecker Bucht festgekommen und machte stark Schlagseite. Sofort lief der in Grömitz stationierte Seenotkreuzer BREMEN zum Unfallort, wo er um 7.10 Uhr eintraf.


Mit dem Tochterboot VEGESACK wurde zunächst die Situaton erkundet. Im Überlebensanzug stieg um 7.30 Uhr ein DGzRS-Rettungsmann auf den Havaristen über. Hier stellte er fest, dass das zehn Meter lange Fischereifahrzeug so stark auf seiner Steuerbordseite lag, dass bereits Seewasser durch das Deckshaus lief. Außerdem behinderten Fischernetze und Arbeitsgesschirr das Manövrieren in der Nähe des Kutters erheblich. Eine Bergung mittels Schleppverbindung erwies sich als nicht möglich.


In dieser Situation entschloss sich der Eigner der "Pirat", sein Fahrzeug aufzugeben. Er wurde von dem Feuerlöschboot "Grisu" aus Neustadt gegen 8.00 Uhr übernommen und an Land gebracht. Die Besatzung des Seenotrettungsbootes CREMPE der DGzRS-Station in Neustadt sicherte gemeinsam mit der BREMEN den Unfallort. Kurze Zeit später wurde das "Mayday" aufgehoben. Es herrschte Seegang mit einer Wellenhöhe von zwei Metern bei nordöstlichen Winden der Stärke vier bis fünf.


Bereits Freitag Nacht wurde der Seenotkreuzer VORMANN STEFFENS der DGzRS-Station in Hooksiel von der 11,5 Meter langen Segelyacht "Truwen" alarmiert. Das Sportboot mit Heimathafen Harlesiel war auf den Steinen der Buhne B östlich von Wangerooge festgekommen. Fünf Personen befanden sich an Bord.


Die sofort vorgenommenen Bergungsversuche mit dem Tochterboot ADELE waren tidenbedingt jedoch erfolglos, so dass die VORMANN STEFFENS zur Sicherung des Havaristen zunächst vor Anker ging. Durch mehrfaches Aufsetzen auf dem steinigen Untergrund hatte sich die "Truwen" Beschädugungen im Bereich des Unterwasserschiffes zugezogen. Am frühen Morgen war der Wassereinbruch so stark, dass die Besatzung der Yacht um 8.00 Uhr durch das Tochterboot ADELE abgeborgen werden musste. Ein zwischenzeitlich alarmierter Rettungshubschrauber wurde dadurch nicht mehr benötigt und konnte unverrichteter Dinge zu seinem Flugplatz zurückkehren.


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04.06.2007 18:55
#41 RE: Aus der Arbeit der Seenotretter antworten

Nach Insektenstich zusammengebrochen: Seenotretter bergen Kapitän von Fischkutter
4.06.07 16:39

Von den Seenotrettern musste der Kapitän eines Fischkutters gestern, am 3.6.2007, abgeborgen werden, nachdem er durch die allergische Reaktion auf einen Insektenstich zusammengebrochen war.


Das Tochterboot des Seenotkreuzers HANS HACKMACK setzt zwei Rettungssanitäter auf den Fischkutter über.


Der Mann war mit einem Helfer beim Fischen, als er am späten Nachmittag einen Stich in den Nacken spürte. Sofort setzte eine heftige allergische Reaktion ein. Sein Helfer alarmierte unmittelbar die Seenotretter.


Der Seenotkreuzer HANS HACKMACK der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS), Station Büsum, informierte die Rettungssanitäter, die nur zwei Minuten später am Liegeplatz an Bord gingen. Wenig später trafen die Retter am Fischkutter ein. Das Längsseits-Gehen war wegen des Fanggeschirrs nicht möglich. Per Tochterboot wurden die Sanitäter übergesetzt. Nach einer Erstbehandlung wurde der Kapitän übernommen, zum Hafen gebracht und dort mit dem Rettungstransportwagen ins Krankenhaus gebracht.


Ein befreundeter Fischer stieg auf den Kutter über und übernahm das Ruder.


Nur eine halbe Stunde später wurde die HANS HACKMACK wieder in den Einsatz gerufen. Ein weiterer Fischkutter hatte im Fahrwasser der Norderpiep einen Ruderschaden erlitten. Er wurde auf den Schlepphaken genommen und sicher in den Hafen verbracht.


Auch der Seenotkreuzer HERMANN HELMS / Station Cuxhaven, kam am frühen Morgen (3.6.07) einem Fischer zu Hilfe: Ein Kutter hatte ein Netz in der Schraube und drohte, manövrierunfähig auf der Sandbank Großer Vogelsand zu stranden. Er konnte ebenfalls rechtzeitig auf den Haken genommen werden.


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PS. Und immer schön daran denken, auch mal spenden!!!!!!!



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07.06.2007 11:55
#42 RE: Aus der Arbeit der Seenotretter antworten

Kleiner Heuler von Seenotrettern geborgen
6.06.07 16:15

Einen kleinen Heuler (junger, von der Mutter verlassener Seehund) haben die Seenotretter des Seenotkreuzers VORMANN LEISS der Station Nordstrand heute, 6.6.2007, an die Seehundstation Friedrichskoog übergeben.

Seenotretter Timo Jordt fischte den kleinen Heuler aus der Nordsee, als dieser sich nicht mehr über Wasser halten konnte. Das Jungtier wird jetzt in einer Seehundstation versorgt.

Der Seenotkreuzer lag vor Anker auf Seeposition in der Nähe der Nordsee-Insel Pellworm, als die Retter einen jungen Seehund bemerkten, der den 23 Meter langen Seenotkreuzer umkreiste.

„Zunächst war das kleine Tier noch ganz fidel“, schilderte Vormann Ernst Dostal. Nach etwa zweieinhalb Stunden verließen den Seehund jedoch zunehmend die Kräfte. Als die Besatzung an Bord den Eindruck hatte, dass das kleine Tier sich allein nicht mehr über Wasser halten würde, fischten sie es mühelos mit einem großen Kescher (Netz) aus der Nordsee. „Der kleine Heuler hatte noch Reste der Nabelschnur am Bauch“, berichteten die Retter.



Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) ist für den maritimen Such- und Rettungsdienst im Seenotfall zuständig. Sie wird ausschließlich durch Spenden finanziert.


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19.06.2007 21:21
#43 RE: Aus der Arbeit der Seenotretter antworten
Seenotretter fanden in der letzten Nacht gestrandeten Kutter vor Borkum / Sieben Mann aus Gefahr befreit
19.06.07 16:23

Das ist der Original-Bericht der DGzRS von Heute, über den Einsatz vom 14./15.Juni 2007 Heute eingestellt.

Der schnelle Einsatz der Seenotretter brachte in der Nacht zum, Freitag (14. / 15. Juni 2007) der sieben Mann starken Besatzung des vor Borkum auf Grund gelaufenen Kutters „Nis Randers“ unverzügliche Hilfe. Gegen Mitternacht schleppte der Seenotkreuzer ALFRIED KRUPP den 15 Meter langen, umgebauten Fischkutter in den Schutzhafen der Insel; ein Verletzter wurde in das Inselkrankenhaus eingeliefert.


Nachdem gegen 22.00 Uhr am Donnerstagabend über den internationalen Notrufkanal 16 ein kaum verständlicher Hilferuf bei der SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS (Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger) empfangen worden war, peilte die Revierzentrale „Deutsche Bucht“ die Funksignale. In der Seenotleitung Den Helder (Niederlande) wurden ebenfalls Signale aufgenommen.


Anrufe der Seenotretter über Funk an den havarierten Kutter blieben ohne Antwort. Daraufhin lief Vormann Ralf Schäfer mit dem Seenotkreuzer ALFRIED KRUPP/Station Borkum aus, um eine vermutete Position östlich Borkum zu erreichen. Zur Unterstützung kam von der Station Juist das Seenotrettungsboot WOLTERA zum Einsatz.


Eine knappe Meile südlich (etwa zwei Kilometer) der Hafenausfahrt klärte sich die Situation: Der Kutter war - direkt in der Ansteuerung zur Insel - auf den Leitdamm in der Fischerbalje gelaufen. Mit dem Tochterboot wurde er frei geschleppt und in den Schutzhafen der Insel Borkum bugsiert.

Zur Unfallzeit herrschten starke nordöstliche Winde mit Stärken um sechs Beaufort (ca. 49 km/h Windgeschwindigkeit) bei diesiger Sicht und Regenschauern.


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22.06.2007 03:30
#44 RE: Aus der Arbeit der Seenotretter antworten

Yacht und Segler vor Kiel gerettet
22.06.2007: „Mayday! Wassereinbruch! Wir sinken!“ Für die zwei Mann starke Besatzung der zehn Meter langen Segelyacht “Basset“ aus Travemünde kam gestern Mittag ab 12.45 Uhr die Hilfe im Minutentakt.
Innerhalb einer Viertelstunde traf der Seenotkreuzer BERLIN der DGzRS (Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger) am Havarieort unweit des Leuchtturms Kiel in der Kieler Förde ein und setzte das Tochterboot STEPPKE aus; es blieb bei der voll Wasser gelaufenen Yacht längsseits, hielt sie mit leistungsstarken Lenzpumpen schwimmfähig und schleppte sie in den Hafen von Laboe.

Dabei assistierte das Seenotrettungsboot BOTTSAND/Station Laboe. Der Seenotkreuzer übernahm die Sicherungsbegleitung.

Zum Unfallzeitpunkt herrschten östliche Winde mit Stärken um fünf Beaufort (38 km/h Windgeschwindigkeit) und 1,5 Meter hoher Seegang.

Um 14.30 Uhr war der Einsatz abgeschlossen: Die Yacht hing im Kran der Reparaturwerft. Die Propellerwelle hatte sich gelöst; Wasser war durch das Stevenrohr in den Rumpf eingedrungen. Die beiden Segler waren unverletzt geblieben.


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02.07.2007 21:44
#45 RE: Aus der Arbeit der Seenotretter antworten
Kinder mit Schlauchboot gekentert: Seenotretter bei Starkwind mit Sturmböen im Einsatz
2.07.07 16:33

Starkwind und Sturmböen haben am Wochenende (29.6. bis 1.7.2007) mehrere Ein­sätze für die Seenotretter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger verursacht.

Baltrum / Ostfriesische Inseln. Bereits am Freitag geriet auf der Nordseeinsel Baltrum ein 14-jähriger Junge mit seinem


Surfbrett in den starken Ebbstrom und wurde aufs Meer gezogen. Lehrer einer nahe gelegenen Surfschule, der der Junge jedoch nicht angehörte, beobachteten, dass er in den Brandungswellen einer Sandbank sein Surfsegel nicht mehr aufrichten konnte und alarmierten die Seenotretter. Das Seenot­rettungsboot ELLI HOFFMANN-RÖSER mit seiner Freiwilligen-Crew lief sofort aus. Ein erfahrener Surfer konnte dem Jungen in den Wellen nicht helfen, den Strand zu erreichen, blieb jedoch in seiner Nähe.

Die Seenotretter bargen den 14-jährigen Duisburger, der mit seinen Eltern den Urlaub auf der Insel verbringt, und versorgten ihn mit wärmenden Decken. Im Hafen überga­ben sie den Jungen an seine Eltern.


Strande / Schleswig-Holstein. Zwei elfjährige Jungen kenterten mit einem kleinen Boot mit Außenbordmotor bei Windstärken von sieben bis acht Beaufort vor Strande. Sie konnten zu einer nahe gelegenen Badeplattform schwimmen, wo es ihnen gelang, das Boot wieder aufzurichten. Daraufhin versuchten sie, rudernd den Hafen von Strande zu erreichen. Nachdem aufmerksame Passanten die Seenotretter alarmiert hatten, fand die Besatzung vom Tochterboot des Seenotkreuzers BERLIN/Station Laboe die beiden und nahm sie mit ihrem Boot an Bord.

Die beiden Jungen wurden mit trockener Kleidung versorgt und im Hafen von Strande ihren Großeltern übergeben.


Zehn Einsätze in Nord- und Ostsee für Segelyachten und ihre Crews verliefen glimpf­lich. In weiteren acht Fällen führten die Seenotretter Krankentransporte von Inseln und Schiffen zum Festland durch.


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