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 Wissenswertes über Langeoog
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16.09.2021 17:07
#916 Seenotretter trainieren in der Lübecker Bucht den Ernstfall Antworten

14.09.2021
Seenotretter trainieren in der Lübecker Bucht den Ernstfall

DGzRS übt verschiedene Einsatzszenarien auf See – Besondere Schutzvorkehrungen aufgrund der Coronavirus-Pandemie
Seenotretter trainieren den Ernstfall

Schiffbrüchige suchen und retten, Verletzte versorgen und Havaristen schleppen: Das sind einige der Herausforderungen für die Seenotretter bei der SAREx Neustadt 2021 (SAREx = Search and Rescue Exercise, Such- und Rettungsübung). Die Übung in der Lübecker Bucht vom 15. bis 19. September findet vor dem Hintergrund der Coronavirus-Pandemie unter besonderen Schutzvorkehrungen statt. Ausrichter ist die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS). Acht DGzRS-Einheiten sowie drei Fahrzeuge ihrer Partner auf und über See nehmen daran teil.

Während der SAREx trainieren die Besatzungen vor allem die Koordinierung gemeinsamer Einsätze. Die genauen Übungsszenarien werden den beteiligten Seenotrettern erst mit der jeweiligen „Alarmierung“ mitgeteilt, um eine möglichst realistische Situation zu erzeugen. Auch medizinische Erstversorgung und der Verletztentransport sind Bestandteile der Szenarien. Unterstützt wird die SAREx dabei durch Verletztendarsteller des Teams ETG (Emergency Training Group = Notfall-Trainings-Gruppe) von I.S.A.R. Germany.

Die jahrzehntelange Erfahrung der Seenotretter zeigt: Havarien und Unglücke sind jederzeit möglich. Die Seenotretter sind rund um die Uhr und bei jedem Wetter einsatzbereit.

Da das ständige Training entscheidend für den erfolgreichen Einsatz ist, wird die DGzRS die SAREx – wie bereits im vergangenen Jahr in Lauterbach auf Rügen – unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen mit einem außerordentlichen Schutz- und Hygienekonzept stattfinden lassen. Umfangreiche Maßnahmen im Hinblick auf die Gesundheit der Besatzungen werden vor und während der Übungstage für alle Teilnehmer verbindlich vorgehalten.

An der Übung teilnehmen werden die Seenotrettungskreuzer BERLIN (Station Laboe), FELIX SAND (Station Grömitz) und HARRO KOEBKE (Station Sassnitz) sowie von den Freiwilligen-Stationen die Seenotrettungsboote HENRICH WUPPESAHL (Station Neustadt), ROMY FRANK (Station Puttgarden), WOLTERA (Station Lippe/Weißenhaus), WERNER KUNTZE (Station Langballigau) und HERWIL GÖTSCH (Station Schleswig). Außerdem werden ein Such- und Rettungshubschrauber der Marineflieger, je ein Fahrzeug der Bundespolizei und des Zolls und – für realistische Szenarios – einige Schiffe und Boote als Havaristendarsteller bei der DGzRS-Übung dabei sein.

https://www.seenotretter.de/aktuelles/ne...-den-ernstfall/


Quelle und Foto: www.seenotretter.de


In der Lübecker Bucht trainieren die Seenotretter bei einer groß angelegten Übung der DGzRS den Ernstfall. Archivfoto: Peter Neumann, YPScollection.de

Angefügte Bilder:
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17.09.2021 00:18
#917 Vom „Traumschiff“ zum Trainingsschiff: Schauspielerin Barbara Wussow tauft Neubau der Seenotretter zur Aus- und Fortbildung Antworten

16.09.2021
Vom „Traumschiff“ zum Trainingsschiff: Schauspielerin Barbara Wussow tauft Neubau der Seenotretter zur Aus- und Fortbildung

Nachlass ermöglicht der DGzRS die Anschaffung eines Spezialschiffs – 25 Jahre Trainingszentrum der Seenotretter in Neustadt i. H.
Taufe eines neuen Trainingsschiffes für die Seenotretter auf Nord- und Ostsee

25 Jahre nach Gründung des Seenotretter-Trainingszentrums Neustadt i. H. verfügt die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) erstmals über ein hochmodernes eigenes Trainingsschiff. Schauspielerin Barbara Wussow taufte den Neubau am Donnerstag, 16. September 2021, im Neustädter Stadthafen am Rande der Seenotrettungsübung SAREx Neustadt 2021 auf den Namen CARLO SCHNEIDER. Damit würdigt die DGzRS einen Förderer, der die Seenotretter großzügig bedacht hat.

Vom „Traumschiff“ zum Trainingsschiff: Noch in der vergangenen Woche drehte sie für die beliebte Fernsehserie in Schweden, nun taufte sie den Neubau der Seenotretter: Schauspielerin Barbara Wussow tauschte die Planken der 192 Meter langen „Amadea“ mit denen des 22 Meter langen Trainingsschiffes der DGzRS. Mit den Worten „Ich taufe dich auf den Namen CARLO SCHNEIDER und wünsche dir und deiner Besatzung allzeit gute Fahrt und stets eine sichere Heimkehr“ übergab sie den Neubau seiner Bestimmung.

Gleich auf ihrer ersten Reise als „Traumschiff“-Hoteldirektorin erlebte Barbara Wussow nicht nur im Film, sondern in der Wirklichkeit die Gewalt der See: „Wir waren mit der ‚Amadea‘ von Honolulu nach Yokohama unterwegs, bei mehr als elf Beaufort und sehr grober See. Fenster gingen zu Bruch, der Rumpf trug Beulen davon. Ich habe allergrößten Respekt vor den Seenotrettern, die sich bei jedem Wetter mutig und selbstlos für andere einsetzen – mit ihrer Gesundheit und manche in der langen Geschichte der DGzRS sogar mit ihrem Leben. Ich bewundere das sehr“, sagte die Schauspielerin in Neustadt.

Große Anerkennung verdient in ihren Augen auch der Schweizer Carl-Erich August Schneider (1924-2017). Nach ihm wurde das Trainingsschiff benannt. Er hatte die DGzRS zweckgebunden großzügig in seinem Nachlass bedacht. „Damit ist auch er Seenotretter geworden, Spender und Crews sind gleichermaßen wichtig“, sagte Barbara Wussow. Testamentarisch hatte Schneider zur Auflage gemacht, dass die DGzRS das Geld dazu einsetzen soll, die Sicherheit ihrer Besatzungen bei ihren nicht selten gefahrvollen Einsätzen weiter zu erhöhen. Diesem Ziel dienen die umfangreichen Aus- und Fortbildungsmaßnahmen der DGzRS, zusammengefasst in der Seenotretter-Akademie.

Dezentrale Trainings in allen Revieren auf Nord- und Ostsee

Das Trainingsschiff der Seenotretter ist ein konventioneller Verdränger mit Stahlrumpf zur dezentralen Aus- und Fortbildung in allen Revieren der DGzRS zwischen Borkum und Ueckermünde. Es stellt bewusst einen Gegensatz dar zur den leistungsstarken, schnellen Rettungseinheiten der DGzRS. Trainiert werden darauf künftig unter anderem Standards wie Sicherheit und Seemannschaft, Längsseitsgehen, Schleppen, Manövrieren, technische Navigation wie Radarausbildung, Kollisions- und Begegnungsfahrten, aber auch die Abbergung Verletzter aus Schiffsinnenräumen.

Das 22 Meter lange, sechs Meter breite, 1,60 Meter tiefgehende und elf Knoten laufende Schiff wird von zwei Cummins-Motoren angetrieben. Diese Maschinen sind nahezu baugleich mit denen der neueren Seenotrettungsboote der DGzRS. Das ermöglicht an Bord des Trainingsschiffes auch die technische Aus- und Fortbildung der Seenotretter.

Gebaut wurde das Trainingsschiff auf der Schiffswerft Hermann Barthel in Derben an der Elbe. Die Werft in Sachsen-Anhalt, gelegen zwischen Magdeburg und Brandenburg an der Havel, hat große Erfahrung im Bau ähnlicher Fahrzeuge.

Die Trainings auf den Stationen der Seenotretter werden im Zusammenspiel mit den Rettungseinheiten vor Ort erfolgen. Drei Besatzungsmitglieder werden das Trainingsschiff fahren. Acht Trainees beziehungsweise Freiwillige können an Bord untergebracht und auch an entsprechend ausgerüsteten technischen Navigationsplätzen geschult werden.

Groß angelegte Übung SAREx Neustadt 2021

Getauft wurde das Trainingsschiff am Rande der von der DGzRS ausgerichteten Seenotrettungsübung SAREx Neustadt 2021 (SAREx = Saearch and Rescue Exercise, Such- und Rettungsübung) vom 15. bis 19. September. Drei Seenotrettungskreuzer und fünf Seenotrettungsboote der DGzRS, ein SAR-Hubschrauber der Marineflieger sowie jeweils ein Schiff von Bundespolizei und Zoll trainieren dabei in der Lübecker Bucht die Koordinierung gemeinsamer Einsätze. Hinzu kommen Havaristen- und Verletztendarsteller.

Das Trainingsschiff der Seenotretter komplettiert die DGzRS-Trainingsflotte. Sie ist Teil der Seenotretter-Akademie, die alle Maßnahmen bündelt, um die Seenotretter umfassend auf ihre gefahrvollen Aufgaben vorzubereiten: (erste) Ausbildung, ständige Weiterbildung, regelmäßiges Training, an Bord, an Land und virtuell, für fest angestellte wie freiwillige Besatzungsmitglieder. Zur Akademie gehören neben der Trainingsflotte auch das Trainingszentrum Neustadt und externe Einrichtungen, das Simulatorzentrum in der DGzRS-Zentrale sowie eine elektronische Lernplattform.

25 Jahre Seenotretter-Trainingszentrum Neustadt i. H.

Das Trainingszentrum der Seenotretter in Neustadt i. H. nahm im Spätsommer 1996, vor genau 25 Jahren, seinen Betrieb auf dem Wieksberg auf. Die Trainer der Seenotretter nutzen seit jeher die Anlagen des Einsatzausbildungszentrums Schadensabwehr der Deutschen Marine (EAZS M) mit Brandhalle, Leckabwehrtorso, Rettungsmittelübungshalle und der Hulk „Köln“. 2004 erwarb die DGzRS das Gebäude der ehemaligen Standortverwaltung. Seither verfügt sie auf 900 Quadratmetern Nutzfläche über eigene Unterrichtsräume und Unterbringungsmöglichkeiten für die Seenotretter und für ihre Ausrüstung.

Zum Trainingsprogramm insgesamt gehören 18 verschiedene Lehrgänge. Neben Sicherheits- und Grundlagenkursen wie Seemannschaft, Manövrieren und Schleppen sind darunter solche zu Navigation, Motorenkunde und Englisch für Seeleute sowie spezielle Fortbildungen zum Erhalt der Rettungssanitäter-Qualifikation und für die freiwilligen Seenotärzte der DGzRS. Für die praktische Ausbildung auf See stehen vier eigene Trainingsboote der Trainingsflotte zur Verfügung, zu der zusätzlich nun das neue Trainingsschiff gehört. Auch die Rettungseinheiten der umliegenden DGzRS-Stationen beteiligen sich an den Trainings.

Gegründet unter dem Namen SAR-Schule der DGzRS, Außenstelle Neustadt i. H., später als Ausbildungsstation bezeichnet, heißt dieser Teil der Anfang 2019 geschaffenen Seenotretter-Akademie nun Trainingszentrum der DGzRS. 20 Freiwillige und Festangestellte sind heute dort tätig, einige sind Ehemalige der Marine oder der Bundespolizei, andere hauptberuflich bei Berufsfeuerwehren oder im Landrettungsdienst beschäftigt.

Rund 6.500 Teilnehmer haben die Lehrgänge bisher durchlaufen, ganz überwiegend Seenotretter der DGzRS. Aber auch Externe wie Feuerwehrleute, die im Einsatz mit der DGzRS hinausfahren, oder Kolleginnen und Kollegen aus dem Ausland waren darunter. Gäste aus 14 verschiedenen Nationen sind registriert.

https://www.seenotretter.de/aktuelles/ne...seenotretter-z/


Quelle und Fotos: www.seenotretter.de


Voller Stadthafen zur großen Übung SAREx Neustadt: Rettungseinheiten der DGzRS, das neue Seenotretter-Trainingsschiff sowie je ein Schiff von Zoll und Bundespolizei trainieren in diesen Tagen gemeinsam in der Lübecker Bucht.

Schauspielerin Barbara Wussow hat das neue Trainingsschiff der Seenotretter getaut. Der stellvertretende DGzRS-Vorsitzer Matthias Claussen (l.) sowie der Leiter der Trainingsflotte und stellvertretende Leiter der Seenotretter-Akademie Timo Jordt haben sie in ihre Mitte genommen.

Angefügte Bilder:
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03.10.2021 08:00
#918 Neues Seenotrettungsboot auf den Namen PUG getauft Antworten

02.10.2021
Neues Seenotrettungsboot auf den Namen PUG getauft

Die Freiwilligenstation Prerow/Wieck der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) hat ein neues Seenotrettungsboot erhalten. Katharina Pugmeister taufte es am Samstag, 2. Oktober 2021, auf dem Gelände der Seenotretter-Zentrale in Bremen auf den Namen PUG.


„Unsere neue Rettungseinheit ist optimal für unser Revier in den rückwärtigen Boddengewässern der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst geeignet“, sagte der freiwillige Vormann Jens Pagel bei der Taufe. Das Einsatzgebiet der neun Rettungsmänner umfasst vor allem den Bodstedter Bodden, den Koppelstrom und den Prerower Strom.

„Die PUG ist mit 38 Knoten mehr als doppelt so schnell wie ihr Vorgänger, besitzt bei geklappten Motoren lediglich einen Tiefgang von 65 Zentimetern und ist ausgesprochen wendig, beste Voraussetzung für erfolgreiche Einsätze. Dank der sehr hohen Geschwindigkeit sind wir jetzt noch schneller bei den Menschen in Not. Zudem haben wir außen mehr Platz und durch die höher gezogene Bordwand einen verbesserten Eigenschutz“, lobte er das neue Seenotrettungsboot.

Ermöglicht hat den Neubau Jörn Pugmeister aus Stuttgart mit einer sehr großzügigen Spende. „Schon als Junge hatte ich eine sehr tiefe Beziehung zur See, erwachsen durch Romane und meinen Vater. Er war Marineangehöriger“, erinnert sich der weitgereiste 81-Jährige. Zu den Seenotrettern entwickelte er in dieser Zeit „eine große Zuneigung“ – sie sind für ihn „tapfere und hilfsbereite Menschen“. Die logische Folge ist sein finanzielles Engagement.

Traum mit zwei Masten

Obwohl Jörn Pugmeister im Erwachsenenalter als Motorsportjournalist, Pressechef bei Porsche und begeisterter Rallye-Fahrer eher auf vier Rädern als auf einem Kiel unterwegs war, ließ den ausgebildeten Taucher die Liebe zur See nie los. Und mit 51 Jahren erfüllte er sich einen Traum: Mit dem Zweimaster „Bremer Wappen“ war er zwei Jahre lang als Alleinsegler im Pazifischen und Indischen Ozean unterwegs. Während der überaus erlebnisreichen Reise beeindruckte ihn auch die Funkkameradschaft unter den Seglern, die ihn auf Kurzwelle stets mit seinem selbst gewählten Rufnamen Papa Uniform Golf „PUG“ riefen. Dieser lebt jetzt in dem neuen Seenotrettungsboot der Freiwilligen-Station Prerow/Wieck weiter.

Der neuen Rettungseinheit gab Katharina Pugmeister auf dem Gelände der DGzRS-Zentrale in Bremen mit den Worten „Ich taufe dich auf den Namen PUG und wünsche dir und deiner Besatzung allzeit gute Fahrt und stets eine sichere Heimkehr“ ihren endgültigen Namen. Die PUG entstand auf der finnischen Spezialwerft Arctic Airboats in enger Entwicklungszusammenarbeit mit den Seenotrettern. Sie ist die fünfte Einheit der 8,9-Meter-Klasse der DGzRS. Das aus sehr robustem Polyethylen bestehende Vollkunststoffboot ist äußerst wartungsarm und verfügt über zwei 200-PS-Außenbordmotoren. Es löst das Seenotrettungsboot STRALSUND der 8,5-Meter-Klasse ab. Die 1994 gebaute Einheit bleibt im Rettungsdienst tätig: Die DGzRS hat das Boot an die Freiwillige Feuerwehr Glückstadt verkauft, die sie zukünftig auf der Elbe einsetzen wird.

„Über Jörn Pugmeisters großzügige Spende sind wir außerordentlich dankbar. Denn diese versetzt uns in die Lage, unsere Freiwilligen der Station Prerow/Wieck mit einem modernen Neubau auszurüsten und ihnen damit bestmögliche Aussicht auf Erfolg ihrer mitunter auch gefahrvollen Einsätze zu geben“, sagte Matthias Claussen, stellvertretender ehrenamtlicher Vorsitzer der DGzRS, anlässlich der Taufe.

Geschichte der Station Prerow/Wieck

Prerow gehört zu den ältesten deutschen Seenotrettungsstationen. Die DGzRS unterhält die Station bereits seit 1868. Heute umfasst das Revier der neun freiwilligen Seenotretter um Vormann Jens Pagel mit Liegeplatz im Hafen von Wieck boddenseitig vor allem den Bodstedter Bodden, den Koppelstrom und den Prerower Strom. Es ist bei Wassersportlern ein beliebtes Seegebiet, auf dem aber auch viele Fahrgastschiffe unterwegs sind. Zudem unterstützen die dortigen Seenotretter gegebenenfalls ihre Kollegen der Station Wustrow im Saaler Bodden. Die PUG wird ihren Liegeplatz am Wasserwanderrastplatz Wieck an der Boddenseite der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst haben. Vom historischen Stationsgebäude in Prerow an der Seeseite der Halbinsel zum Seenotrettungsboot fahren die Rettungsmänner mit einem neuen, im Sommer in Dienst gestellten SAR-Fahrzeug.

https://www.seenotretter.de/aktuelles/ne...en-pug-getauft/


Quelle: www.seenotretter.de


Freiwillige Seenotretter bringen die Taufgirlande an. Fotos: David Hecker

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03.10.2021 19:19
#919 Abschied von der VORMANN JANTZEN Antworten

03.10.2021
Abschied von der VORMANN JANTZEN

Der Seenotrettungskreuzer VORMANN JANTZEN der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) läuft heute, am 3. Oktober 2021, ein letztes Mal aus Warnemünde aus. Das Schiff war seit November 1990 sieben Jahre lang in Warnemünde stationiert gewesen, dann von Darßer Ort aus und später als Springer ohne feste Station im Einsatz. Die VORMANN JANTZEN wird nach 31 Jahren in der DGzRS-Flotte außer Dienst gestellt.
Zwei Seenotrettungskreuzer und ein Feuerlöschboot fahren auf die Ostsee hinaus.


Mit der Wiedervereinigung 1990, 125 Jahre nach ihrer Gründung, übernahm die DGzRS wieder den Seenotrettungsdienst in Mecklenburg-Vorpommern. Größter Gewinn waren die hochmotivierten Besatzungen mit ihrer Erfahrung, Revierkenntnis und der Einstellung zu ihrer Aufgabe, die sich kein bisschen von der ihrer Kollegen im Westen unterschied. Nach wie vor gab es unter ihnen Familien, die seit vielen Generationen Seenotretter stellten.

Mit der Stationierung der VORMANN JANTZEN erhielt die Station Warnemünde ein hochmodernes Rettungsfahrzeug. Bewusst erhielt der Neubau den Namen des legendären Warnemünder Lotsenkommandeurs: Stephan Jantzen hatte von 1867 bis 1903 mit seiner Freiwilligen-Mannschaft rund 80 Menschen das Leben gerettet.

Obwohl die DDR den Seenotrettungsdienst staatlich organisiert hatte, waren auch zwischen Poel und Ueckermünde weiterhin überwiegend Freiwillige im Einsatz.
Ein Seemann steht an Bord eines Seenotrettungskreuzers
Zum Abschied noch ein letztes Mal an Bord: Wolfgang Rätzer, langjähriger Vormann der VORMANN JANTZEN

Bei aller Ähnlichkeit stellten sich den wiedervereinigten Seenotrettern sogleich außerordentliche Herausforderungen: Die veraltete Technik aus DDR-Zeiten war der neuen Zeit mit dem zunehmenden Seeverkehr nicht gewachsen. Für Vormann Wolfgang Rätzer war deshalb die Taufe seines Seenotrettungskreuzers VORMANN JANTZEN zur Wendezeit eine Zeitenwende. „Mit so einem schnellen Schiff war ich noch nie zuvor unterwegs gewesen. Nach einer der ersten Fahrten bin ich einmal im Traum über die Wellen geflogen“, erinnert er sich. Sein neues Schiff war zweieinhalb Mal so schnell wie der DDR-Vorgänger und verfügte über Tochterboot, Feuerlöschanlage und Bordhospital.

1997 wurde die VORMANN JANTZEN durch die THEO FISCHER in Warnemünde abgelöst und nach Darßer Ort verlegt. Die Station Darßer Ort war nun erstmals rund um die Uhr mit hauptamtlicher Crew besetzt. Ab 2003 wurde die VORMANN JANTZEN immer dort eingesetzt, wo andere Rettungseinheiten vertreten werden mussten, zum Beispiel während einer Werftzeit. In dieser Funktion verbrachte sie im vergangenen Jahr noch einmal mehrere Wochen in Warnemünde.

Die VORMANN JANTZEN ist der letzte Seenotrettungskreuzer der 23,3-Meter-Klasse, von der zwischen 1980 und 1991 sieben Schiffe gebaut wurden. Bei nur zwei Metern Tiefgang verdrängt das Schiff 66 Tonnen und erreicht bei knapp 2.000 PS eine Geschwindigkeit von 20 Knoten (ca. 37 km/h). Der Seenotrettungskreuzer wurde am 27. November 1990 in Warnemünde von Anja Rätzer, Tochter des 1. Vormanns Wolfgang Rätzer, getauft. Am selben Tag und Ort wurde das Tochterboot von Matthias Brehm, dem Sohn eines Warnemünder Seenotretters, auf den Namen BUTSCHER getauft. Im mecklenburgischen Platt bezeichnet dies einen pfiffigen Jungen.

In drei Jahrzehnten fuhr die Besatzung der VORMANN JANTZEN ungezählte Einsätze und rettete zahlreichen Menschen das Leben.

Durchschnittlich 30 Jahre sind die Rettungseinheiten der DGzRS im harten Einsatz auf Nord- und Ostsee. Die VORMANN JANTZEN wird jetzt bis zu ihrem Verkauf in einer Werft an der Nordsee aufliegen. Außer Dienst gestellte Seenotrettungskreuzer sind anschließend oft bei anderen SAR-Diensten im Ausland im Einsatz.

https://www.seenotretter.de/aktuelles/ne...ormann-jantzen/


Quelle: www.seenotretter.de


Tschüss, VORMANN JANTZEN (M.): Der Seenotrettungskreuzer ARKONA (r.) und das Rostocker Feuerlöschboot verabschieden die DGzRS-Einheit nach 31 Einsatzjahren. Foto: Dirk Wiggers

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29.10.2021 16:00
#920 Ihre Spende sichert die oft sehr gefahrvolle Arbeit der Seenotretter auf Nord- und Ostsee. Antworten

Ihre Spende sichert die oft sehr gefahrvolle Arbeit der Seenotretter auf Nord- und Ostsee.

Rettung aus Seenot erfordert Können, Erfahrung, Mut – und Ihre Spende. Die Arbeit der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) ist freiwillig, unabhängig und spendenfinanziert.

Unser einziges Ziel: Die Rettung von Menschen aus Seenot. Über Ihre Einsätze verlieren die Seenotretter nicht viele Worte: „Wir können das, wir machen das.“


Sturm auf der Ostsee, Menschen in Seenot: Oliver fährt raus, um Leben zu retten.
Sonja macht es möglich – mit ihrer Spende, regelmäßig und uneigennützig.
Werden auch Sie Spender: Gemeinsam sind wir die Seenotretter!

https://www.seenotretter.de/aktionen/wir-sind-seenotretter/


Quelle und Foto: www.seenotretter.de

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05.11.2021 03:33
#921 Zwischenbilanz: Seenotretter für 3.300 Menschen auf Nord- und Ostsee im Einsatz Antworten

04.11.2021
Zwischenbilanz: Seenotretter für 3.300 Menschen auf Nord- und Ostsee im Einsatz

Auf Nord- und Ostsee sind die Seenotretter in den ersten zehn Monaten des Jahres 2021 bereits 1.865 Mal im Einsatz gewesen. Die Besatzungen der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) haben dabei rund 3.300 Menschen geholfen. Allein rund 325 von ihnen wurden aus Seenot gerettet oder Gefahr befreit. Seit Gründung der DGzRS vor mehr als 156 Jahren zählt die Statistik der Seenotretter annähernd 86.000 Gerettete. Die Modernisierung der Rettungsflotte schreitet weiter voran. 2021 haben sechs neue Einheiten vorrangig ältere Seenotrettungskreuzer und -boote abgelöst.

Die Seenotretter kamen zahleichen Fischereifahrzeugen und ihren Besatzungen zu Hilfe, waren mehrere Male für Seeleute von Handelsschiffen, Offshore-Windparkversorgern oder Passagiere von Fähren und Fahrgastschiffen im Einsatz. Auch viele Wassersportler und Küstenbesucher konnten sich erneut auf die schnelle Hilfe der DGzRS-Besatzungen verlassen. Nun hat die rauere Jahreszeit begonnen, das Wetter auf See wird wieder schlechter. Die Seenotretter kennen keine Saison: Erst vor wenigen Tagen musste eine stundenlange Suche nach einem Vermissten in der zehn Grad kalten Ostsee ergebnislos abgebrochen werden.

Nachdem die Rettungseinheiten der DGzRS im ersten Jahr der Coronavirus-Pandemie aufgrund des geringeren Verkehrsaufkommens auf Nord- und Ostsee weniger Einsätze zu fahren hatten, sind die Einsatzzahlen in den ersten zehn Monaten des Jahres 2021 wieder angestiegen. Von Januar bis Oktober 2021 haben die Besatzungen der 60 Seenotrettungskreuzer und -boote 1.865 Einsätze gefahren, etwa 260 mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Dabei halfen sie insgesamt 3.302 Menschen (3.366, Details siehe Anhang).

Tag der Seenotretter online ein großer Erfolg

Der von der DGzRS vor mehr als 20 Jahren ins Leben gerufene Tag der Seenotretter am letzten Juli-Sonntag, den Jahr für Jahr bis zu 30.000 Menschen besuchen, um die Arbeit der DGzRS kennenzulernen, war auch in diesem Jahr Pandemie-bedingt nicht in gewohnter Form möglich. Allerdings waren die Seenotretter mit ihrem Aktionstag im Internet zum zweiten Mal in Folge sehr erfolgreich.

Weit über 100.000 Menschen sahen einen neuen Film mit spannenden dokumentarischen Beiträgen und nahmen an zwei Livebeiträgen von den Inseln Helgoland und Usedom teil. „Unseren Crews ist es gelungen, online ihre Einsatzbereitschaft und Leistungsfähigkeit zu demonstrieren – und allen Unterstützern herzlich zu danken. Wir freuen uns sehr über den großen Zuspruch der Menschen aus dem ganzen Land, die uns auch jetzt die Treue halten“, dankt DGzRS-Geschäftsführer Nicolaus Stadeler.

Neben dem Tag der Seenotretter hat die DGzRS weitere Online-Formate genutzt, um angesichts weiterhin nicht möglicher Bordbesuche und Besichtigungen den Kontakt zu ihren zahlreichen Freunden und Förderern im ganzen Land zu halten. Wie das Spendenergebnis 2021 ausfällt, ist noch nicht abzusehen. Wie immer sind dafür die letzten Wochen des Jahres entscheidend.

Botschafter Marunde unterstützt mit dem Zeichenstift

Unterstützung erfuhren die Seenotretter auch durch ihren diesjährigen ehrenamtlichen Botschafter, den Cartoonisten und Illustrator Wolf-Rüdiger Marunde. Auch ihm waren Pandemie-bedingt weniger Treffen mit „seinen“ Seenotrettern möglich als ihm lieb gewesen wäre.

Doch Marunde, dessen Arbeiten unter anderem Woche für Woche die rund 3,5 Millionen Leser der Zeitschrift „Hörzu“ erreichen, machte aus der Not eine Tugend. „Ich bin zwar kein ,Salzbuckel‘, aber ein ,Fischkopp‘: gern im und auf dem Wasser, letzteres am liebsten unter Segeln.“ Und so fühlte er sich zeichnerisch gekonnt in die Welt der Seenotretter hinein – vom ersten Selbstporträt seit Jugendtagen zugunsten der Seenotretter bis zu originellen Motiven für Weihnachtsgrußkarten im typischen Marunde-Stil, erhältlich im Seenotretter-Onlineshop.

Marunde ist bereits der 22. prominente ehrenamtliche Botschafter der Seenotretter. Die Reihe begann im Jahr 2000 mit Liedermacher Reinhard Mey.
Die meisten der rund 1.000 Seenotretter auf Nord- und Ostsee engagieren sich als Freiwillige in der DGzRS – wie die Besatzung des in diesem Jahr getauften Seenotrettungsbootes ERICH
Taufen und Indienststellungen

Durchschnittlich 30 Jahre sind die Rettungseinheiten der DGzRS im harten Einsatz auf Nord- und Ostsee. Entsprechend müssen die Seenotretter Jahr für Jahr ältere Seenotrettungskreuzer und -boote durch moderne Neubauten ersetzen. „Zweckgebundene Erbschaften haben uns dabei in diesem Jahr sehr geholfen, genauso aber auch die beständige Spendenbereitschaft vieler einzelner Menschen im ganzen Land, die zusammengenommen Großes bewirkt hat“, erläutert DGzRS-Geschäftsführer Nicolaus Stadeler.

2021 sind folgende Rettungseinheiten getauft und in Dienst gestellt worden:

Seenotrettungsboot ERICH KOSCHUBS für die Station Travemünde (10,1 Meter),
Seenotrettungsboot HERWIL GÖTSCH für die Station Schleswig (8,9 Meter),
Seenotrettungskreuzer FELIX SAND für die Station Grömitz (28 Meter),
Seenotrettungskreuzer NIS RANDERS für die Station Darßer Ort (28 Meter),
Seenotrettungsboot PUG für die Station Prerow/Wieck (8,9 Meter).

Besonders hervorzuheben ist die Taufe der NIS RANDERS, benannt nach dem Inbegriff des Seenotretters aus der bekannten gleichnamigen Ballade von Otto Ernst. Viele Menschen aus dem ganzen Land hatten sich mit außergewöhnlichen Spenden an der Finanzierung beteiligt.

Zudem haben die Seenotretter ihr erstes eigenes Trainingsschiff in Dienst gestellt. Schauspielerin Barbara Wussow („Das Traumschiff“) taufte den Neubau im September auf den Namen CARLO SCHNEIDER. Mit ihm trainieren die Besatzungen nun dezentral auf den Stationen an Nord- und Ostseeküste. Davon profitieren vor allem die rund 800 Freiwilligen der DGzRS, aber auch neue Kollegen unter den 180 Festangestellten können so für ihre Aufgaben qualifiziert werden.

In Auftrag gegeben haben die Seenotretter in diesem Jahr zwei Neubauten. Ein weiteres 10,1-Meter-Seenotrettungsboot ist für die Station Neuharlingersiel vorgesehen. Es soll 2023 abgeliefert werden. Basierend auf den 8,9-Meter-Seenotrettungsbooten, wird wiederum die Trainingsflotte bereits im kommenden Jahr ein etwas einfacher ausgestattetes Boot dieser Art ohne Deckshaus erhalten. Es wird vor allem dem Fahrtraining dienen.

Seenotretter hoffen zum Jahresende auf Spendenbereitschaft der Bevölkerung

Zum Jahresende hoffen die Seenotretter auf die Spendenbereitschaft der Bevölkerung. In diesen Wochen wenden sie sich wieder verstärkt an die Öffentlichkeit, um über ihre Arbeit zu informieren, die Menschen im ganzen Land um Unterstützung zu bitten und neue Förderer zu gewinnen. Sie sind auf die Unterstützung der breiten Bevölkerung angewiesen.

Rund 5.000 Plakate hängen an publikumsintensiven Plätzen in rund 290 Städten und Gemeinden bundesweit. Auf dem großformatigen Motiv ist das Motto „Wir sind Seenotretter“ zu lesen. Jeweils ein Besatzungsmitglied und eine Spenderin bzw. ein Spender sind deshalb gemeinsam zu sehen, als zwei Teile desselben Teams. Die Flächen dafür hat die awk Außenwerbung GmbH kostenlos zur Verfügung gestellt.

Einsatzzahlen im Detail

Vom 1. Januar bis 31. Oktober 2021 haben die Besatzungen der rund 60 Seenotrettungskreuzer und -boote in Nord- und Ostsee bei insgesamt 1.865 Einsätzen (Januar bis Oktober 2020: 1.605 Einsätze) 3.302 (3.366) Menschen Hilfe geleistet. Im Einzelnen haben sie

57 (37) Menschen aus Seenot gerettet,
268 (309) Menschen aus drohender Gefahr befreit,
239 (200) Mal erkrankte oder verletzte Menschen von Seeschiffen, Inseln oder Halligen zum Festland transportiert,
34 (46) Schiffe und Boote vor dem Totalverlust bewahrt,
1010 (885) Hilfeleistungen für Wasserfahrzeuge aller Art erbracht sowie
581 (474) Einsatzanläufe und Sicherungsfahrten absolviert.

In vielen Fällen griffen die Seenotretter frühzeitig ein und begrenzten so Schäden bereits im Vorfeld. Zudem sind sie 2.139 Mal in ihren Revieren zwischen Borkum im Westen und Ueckermünde im Osten auf Kontrollfahrt gegangen.

Seit ihrer Gründung am 29. Mai 1865 hat die DGzRS bis Ende Oktober 2021 insgesamt 85.916 Menschen aus Seenot gerettet oder Gefahrensituationen auf See befreit. Das entspricht in etwa der gesamten Bevölkerung der Städte Gießen (Hessen), Villingen-Schwenningen (Baden-Württemberg), Lünen (Nordrhein-Westfalen) oder Flensburg (Schleswig-Holstein).

Die Einsatzzahlen verteilen sich auf die einzelnen Küsten wie folgt:
Niedersächsische Nordseeküste
Die Besatzungen der an der niedersächsischen Küste stationierten Seenotrettungskreuzer und -boote haben bei 519 (476) Einsätzen 858 (968) Menschen geholfen. Davon wurden 15 (3) Menschen aus Seenot gerettet und 50 (125) weitere aus Gefahrensituationen befreit.

Schleswig-Holsteinische Nordseeküste
Die Seenotretter der Stationen an der schleswig-holsteinischen Nordseeküste waren 177 (124) Mal im Einsatz und halfen 206 (297) Menschen. Davon wurden 4 (9) Menschen aus Seenot gerettet und 15 (19) weitere aus Gefahrensituationen befreit.

Schleswig-Holsteinische Ostseeküste
An der Ostseeküste Schleswig-Holsteins waren die Seenotretter 653 (566) Mal im Einsatz für 1.061 (1.055) Menschen. Sie retteten 28 (24) Menschen aus Seenot und befreiten weitere 110 (103) aus Gefahrensituationen.

Mecklenburg-Vorpommersche Ostseeküste
In Mecklenburg-Vorpommern waren die Seenotretter zu 516 (439) Einsatzfahrten für 1.177 (1.046) Menschen unterwegs. Sie retteten 10 (1) Menschen aus Seenot und befreiten weitere 93 (62) aus Gefahrensituationen.

https://www.seenotretter.de/aktuelles/ne...see-im-einsatz/


Quelle und Fotos: www.seenotretter.de


Der Seenotrettungskreuzer HERMANN MARWEDE der DGzRS sichert die stark befahrenen Großschifffahrtswege in der Deutschen Bucht. Foto: Die Seenotretter – DGzRS

KOSCHUBS/Station Travemünde. Foto: Die Seenotretter – DGzRS

Bei jedem Wetter Seenotretter: Zu zahlreichen Einsätzen werden die Besatzungen der DGzRS bei schlechtem Wetter gerufen. Foto: Felix Kersten

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11.01.2022 02:42
#922 Vom „Traumschiff“ zu den Seenotrettern auf Nord- und Ostsee: Schauspielerin Barbara Wussow wird neue Botschafterin der DGzRS Antworten

22. Dezember 2021
Vom „Traumschiff“ zu den Seenotrettern auf Nord- und Ostsee: Schauspielerin Barbara Wussow wird neue Botschafterin der DGzRS

Auf dem „Traumschiff“ kennt sich Barbara Wussow bestens aus, nun lernt sie die Seenotretter auf Nord- und Ostsee näher kennen: Die aus der beliebten Fernsehserie bekannte Schauspielerin wird neue Botschafterin der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS). Zum Meer hat die Österreicherin eine ganz besondere Beziehung.

Gleich auf ihrer ersten Reise als „Traumschiff“-Hoteldirektorin erlebte Barbara Wussow nicht nur im Film, sondern in der Wirklichkeit die Gewalt der See: „Wir waren mit der ‚Amadea‘ von Honolulu nach Yokohama unterwegs, bei mehr als elf Beaufort und sehr grober See. Fenster gingen zu Bruch, der Rumpf trug Beulen davon. Ich habe allergrößten Respekt vor den Seenotrettern, die sich bei jedem Wetter mutig und selbstlos für andere einsetzen – mit ihrer Gesundheit und manche in der langen Geschichte der DGzRS sogar mit ihrem Leben. Ich bewundere das sehr“, sagte die Schauspielerin bei einem Besuch an Bord des Seenotrettungskreuzers HARRO KOEBKE/Station Sassnitz.



Die hohe Einsatzbereitschaft der überwiegend freiwilligen Besatzungen der 60 Seenotrettungskreuzer und -boote zwischen Borkum im Westen und Usedom im Osten beeindruckt sie: „Ich bin fasziniert, dass Menschen, die bei der Post, beim Frisör oder wo auch immer arbeiten, alles stehen und liegen lassen, wenn sie alarmiert werden, und ihre Ausrüstung schnappen, um Menschen aus Seenot zu retten – bei jedem Wetter, rund um die Uhr.“

Große Anerkennung verdienen in ihren Augen auch die vielen Menschen im ganzen Land, die mit ihren Spenden die ausschließlich durch freiwillige Zuwendungen finanzierte Arbeit der DGzRS überhaupt erst ermöglichen. „Sie sind alle Seenotretter, Spender und Crews sind gleichermaßen wichtig“, sagt Barbara Wussow.

Sehnsucht nach der See

Die beliebte Schauspielerin wurde in München geboren und lebt seit Kindertagen in Österreich, woher ihre Mutter stammt. Ihr Vater, der bekannte Schauspieler Klausjürgen Wussow, mit dem sie für die Fernsehserie „Die Schwarzwaldklinik“ in den 1980er Jahren gemeinsam vor der Kamera stand, wurde zwar an der Ostsee geboren. „Aber als Kind war ich nie am Meer, weil meine Eltern im Sommer immer gearbeitet haben. Als ich für die Dreharbeiten zur ,Schwarzwaldklinik‘ mit 21 Jahren nach Hamburg gekommen bin, habe ich Ost- und Nordsee zum ersten Mal gesehen – und war begeistert. Wenn ich ans Meer komme, öffnet sich mein Herz. Ich habe eine unglaubliche Sehnsucht danach, die sofort gestillt wird, wenn ich da bin.“

An Bord der DGzRS-Rettungseinheiten fühlt sich Barbara Wussow sicher. In der Lübecker Bucht beobachtete sie im Herbst eine große Such- und Rettungsübung der Seenotretter. „Ich habe viele beeindruckende Dinge gesehen und bin dankbar und demütig, dass ich das miterleben durfte. Denn ich möchte in meinem neuen Ehrenamt möglichst vielen Menschen aus meinen eigenen Erfahrungen etwas über die Seenotretter berichten.“

Bereits Mitte September hatte Barbara Wussow den ersten näheren Kontakt mit den Seenotrettern. In Neustadt in Holstein tauschte sie die Planken des 192 Meter langen „Traumschiffs“, der „Amadea“, mit denen des 22 Meter langen neuen Trainingsschiffes der DGzRS: Sie taufte es auf den Namen CARLO SCHNEIDER.

Barbara Wussow ist bereits die 23. Prominente, die das Botschafter-Ehrenamt der Seenotretter übernimmt. Die Reihe begann im Jahr 2000 mit Liedermacher Reinhard Mey. Direkt folgt Barbara Wussow Wolf-Rüdiger Marunde nach. Der Cartoonist und Illustrator, dessen Arbeiten unter anderem Woche für Woche die rund 3,5 Millionen Leser der Zeitschrift „Hörzu“ erreichen, hatte das Ehrenamt Anfang 2021 übernommen.

https://www.seenotretter.de/aktuelles/ne...er-seenotretter


Quelle: www.seenotretter.de

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31.07.2022 04:44
#923 Tag der Seenotretter 2022 Antworten

Tag der Seenotretter 2022

Unser Programm am 31. Juli 2022


https://www.seenotretter.de/magazin/tag-der-seenotretter

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02.08.2022 21:11
#924 Tag der Seenotretter am 31. Juli 2022 Antworten

Tag der Seenotretter am 31. Juli 2022

Vielen Dank an alle, die dabei waren! Eindrücke vom Tag der Seenotretter gibt es hier

https://www.seenotretter.de/magazin/tag-der-seenotretter


Quelle: www.seenotretter.de

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Heute 00:44
#925 Zwischenbilanz: Seenotretter für 3.100 Menschen auf Nord- und Ostsee im Einsatz Antworten

15.11.2022
Zwischenbilanz: Seenotretter für 3.100 Menschen auf Nord- und Ostsee im Einsatz

Auf Nord- und Ostsee sind die Besatzungen der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) in den ersten zehn Monaten des Jahres 2022 bereits rund 1.740 Mal im Einsatz gewesen. Die Seenotretter haben dabei mehr als 3.100 Menschen geholfen. Damit hatten sie zwar insgesamt etwas weniger Arbeit als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Allerdings musste die DGzRS allein gut 370 Menschen aus Seenot retten oder Gefahr befreien, deutlich mehr als zwischen Januar und Oktober 2021. Seit ihrer Gründung vor mehr als 157 Jahren zählt die Statistik der Seenotretter rund 86.300 Gerettete – nach wie vor ohne jegliche staatlich-öffentliche Mittel zu beanspruchen.


Die Seenotretter kamen in diesem Jahr zahlreichen Fischereifahrzeugen und ihren Besatzungen zu Hilfe, waren viele Male für Seeleute von Handelsschiffen, Offshore-Windparkversorgern oder Passagiere von Fähren und Fahrgastschiffen im Einsatz. Auch Wassersportler und Küstenbesucher konnten sich erneut auf die Hilfe der DGzRS-Besatzungen verlassen. Der Einsatz der Seenotretter bei jedem Wetter und rund um die Uhr ist oft mit großen Herausforderungen verbunden, vor allem in diesen Wochen und Monaten. Denn die rauere Jahreszeit hat begonnen, das Wetter auf See wird wieder schlechter.

Von Januar bis Oktober 2022 haben die Besatzungen der 60 Seenotrettungskreuzer und -boote 1.739 Einsätze gefahren. Dabei halfen sie insgesamt 3.108 Menschen (Vorjahr: 3.302, Details siehe Anhang). Allein 87 (57) von ihnen wurden aus Seenot gerettet, weitere 285 (268) aus Gefahr befreit.

Tag der Seenotretter ein großer Erfolg

Mehr als 25.000 Menschen haben sich am diesjährigen Tag der Seenotretter über die Arbeit der DGzRS auf Nord- und Ostsee informiert. Nach zweijähriger Pandemie-bedingter Pause mit ausschließlich Onlineprogramm demonstrierten die Seenotretter an ihrem Aktionstag erstmals wieder unmittelbar an der Küste ihre Technik, Leistungsfähigkeit und Einsatzbereitschaft. Nächster Tag der Seenotretter ist am Sonntag, 30. Juli 2023 – zum 25. Mal.

Auch Bordbesuche und Besichtigungen für alle Menschen, die sich den Seenotrettern verbunden fühlen, sind unter Einhaltung besonderer Infektionsschutzbestimmungen wieder möglich (Anfragen unter www.seenotretter.de/besichtigung).


Botschafterin Barbara Wussow unterstützte nicht nur auf dem „Traumschiff“

Besondere Unterstützung erfuhren die Seenotretter in diesem Jahr durch ihre ehrenamtliche Botschafterin Barbara Wussow. Die aus der beliebten Fernsehserie „Das Traumschiff“ bekannte Schauspielerin nahm beim Hamburger Hafengeburtstag an einer Übung mit dem Seenotrettungskreuzer HAMBURG/Station Borkum teil und berichtete im Fernsehen über ihr Engagement für die DGzRS. Auf dem neuen „Traumschiff“, der „Artania“, auf der in diesem Jahr erstmals gedreht wurde, stellte sie am Rande der Dreharbeiten ein Sammelschiffchen auf.

Die allseitige Freiwilligkeit, durch Spenden an Land ebenso wie durch die Bereitschaft rauszufahren auf See, beeindruckt sie besonders: „Ich bin fasziniert, dass Menschen, die bei der Post, beim Frisör oder wo auch immer arbeiten, alles stehen und liegen lassen, wenn sie alarmiert werden, und ihre Ausrüstung schnappen, um Menschen aus Seenot zu retten – bei jedem Wetter, rund um die Uhr. Aber: Die Menschen an Land sind genauso wichtig. Ohne ihre Spenden geht es nicht.“

Barbara Wussow ist bereits die 23. Prominente, die das Botschafter-Ehrenamt der Seenotretter übernommen hat. Die Reihe begann im Jahr 2000 mit Liedermacher Reinhard Mey.

Modernisierung der Rettungsflotte schreitet voran

Durchschnittlich 30 Jahre lang sind die Rettungseinheiten der DGzRS im harten Einsatz auf Nord- und Ostsee. Entsprechend müssen die Seenotretter ständig ältere Seenotrettungskreuzer und -boote durch moderne Neubauten ersetzen. „Zweckgebundene Erbschaften helfen uns dabei ebenso wie die beständige Spendenbereitschaft vieler einzelner Menschen im ganzen Land, die zusammen Großes bewirken“, erläutert DGzRS-Geschäftsführer Nicolaus Stadeler.

2022 ist das neue Trainingsboot CHRISTOPH LANGNER der 8,9-Meter-Klasse zur ständigen Aus- und Fortbildung in Dienst gestellt worden. Es ergänzt die kleine Trainingsflotte der Seenotretter in Neustadt i. H. Zwei Seenotrettungsboote mit den internen Bezeichnungen SRB 84 und SRB 85 für die Rettungsflotte der DGzRS sind im Bau und werden 2023 abgeliefert. Es handelt sich dabei um eine weitere 10,1-Meter-Einheit für die Station Neuharlingersiel und das erste Seenotrettungsboot einer völlig neuen Klasse für Stationen in Mecklenburg-Vorpommern, die besondere Mobilität erfordern. Diese Boote werden, wie ihre bald 30 Jahre alten Vorgänger, mit Zugmaschine und Spezialtrailer über den Strand zu Wasser gebracht. Auf diese Weise sind sie sowohl auf der Ostsee als auch auf den weit verzweigten rückwärtigen Bodden und Haffs jederzeit einsatzklar.

Seenotretter hoffen zum Jahresende auf Spendenbereitschaft der Bevölkerung

Wie das Spendenergebnis 2022 ausfällt, ist noch nicht abzusehen. Wie immer sind dafür die letzten Wochen des Jahres entscheidend. Zum Jahresende hoffen die Seenotretter deshalb besonders auf die Spendenbereitschaft der Bevölkerung. In diesen Wochen wendet sich die DGzRS wieder verstärkt an die Öffentlichkeit, um über ihre Arbeit zu informieren und im ganzen Land Menschen als neue Förderer zu gewinnen. Die Seenotretter auf Nord- und Ostsee sind auf die Unterstützung der breiten Bevölkerung angewiesen.

Rund 5.000 Plakate hängen mietfrei an publikumsintensiven Plätzen in mehr als 500 Städten und Gemeinden bundesweit. Auf dem großformatigen Motiv ist der Seenotrettungskreuzer ARKONA/Station Warnemünde zu sehen. Eine Hälfte des Schiffes wird sinnbildlich durch den Schriftzug „Ohne Deine Spende geht’s nicht“ ergänzt. Die Flächen dafür hat die awk Außenwerbung GmbH kostenlos zur Verfügung gestellt.

Einsatzzahlen im Detail

Vom 1. Januar bis 31. Oktober 2022 haben die Besatzungen der rund 60 Seenotrettungskreuzer und -boote in Nord- und Ostsee bei insgesamt 1.739 Einsätzen (Januar bis Oktober 2021: 1.865 Einsätze) 3.108 (3.302) Menschen Hilfe geleistet. Im Einzelnen haben sie

87 (57) Menschen aus Seenot gerettet,
285 (268) Menschen aus drohender Gefahr befreit,
281 (239) Mal erkrankte oder verletzte Menschen von Seeschiffen, Inseln oder Halligen zum Festland transportiert,
40 (34) Schiffe und Boote vor dem Totalverlust bewahrt,
887 (1.010) Hilfeleistungen für Wasserfahrzeuge aller Art erbracht sowie
531 (581) Einsatzanläufe und Sicherungsfahrten absolviert.

In vielen Fällen griffen die Seenotretter frühzeitig ein und begrenzten so Schäden bereits im Vorfeld. Zudem sind sie 2.292 Mal in ihren Revieren zwischen Borkum im Westen und Ueckermünde im Osten auf Kontrollfahrt gegangen.

Seit ihrer Gründung am 29. Mai 1865 hat die DGzRS bis Ende Oktober 2021 insgesamt 86.296 Menschen aus Seenot gerettet oder Gefahrensituationen auf See befreit. Das entspricht in etwa der gesamten Bevölkerung der Städte Gießen (Hessen), Villingen-Schwenningen (Baden-Württemberg), Lünen (Nordrhein-Westfalen) oder Flensburg (Schleswig-Holstein).

Die Einsatzzahlen verteilen sich auf die einzelnen Küsten wie folgt:

Niedersächsische Nordseeküste
Die Besatzungen der an der niedersächsischen Küste stationierten Seenotrettungskreuzer und -boote haben bei 520 (519) Einsätzen 1.053 (858) Menschen geholfen. Davon wurden 30 (15) Menschen aus Seenot gerettet und 54 (50) weitere aus Gefahrensituationen befreit.

Schleswig-Holsteinische Nordseeküste
Die Seenotretter der Stationen an der schleswig-holsteinischen Nordseeküste waren 153 (177) Mal im Einsatz und halfen 291 (206) Menschen. Davon wurden 6 (4) Menschen aus Seenot gerettet und 18 (15) weitere aus Gefahrensituationen befreit.

Schleswig-Holsteinische Ostseeküste
An der Ostseeküste Schleswig-Holsteins waren die Seenotretter 618 (653) Mal im Einsatz für 936 (1.061) Menschen. Sie retteten 39 (28) Menschen aus Seenot und befreiten weitere 114 (110) aus Gefahrensituationen.

Mecklenburg-Vorpommersche Ostseeküste
In Mecklenburg-Vorpommern waren die Seenotretter zu 448 (516) Einsatzfahrten für 828 (1.177) Menschen unterwegs. Sie retteten 12 (10) Menschen aus Seenot und befreiten weitere 99 (93) aus Gefahrensituationen.

https://www.seenotretter.de/aktuelles/ne...tsee-im-einsatz


Quelle: www.seenotretter.de

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