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 Wissenswertes über Langeoog
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09.11.2013 01:31
#376 RE: Aus der Arbeit der SEENOTRETTER - bitte nicht drauf antworten antworten

Erkrankter Fischer abgeborgen - Reibungslose Zusammenarbeit von Marinefliegern und Seenotrettern

08.November
13:26

Für einen erkrankten Fischer waren gestern Nacht, Donnerstag, den 7. November 2013, die Seenotretter der Station Amrum gemeinsam mit der Crew eines SAR-Hubschraubers der Deutschen Marine (SAR = Search and Rescue, Suche und Rettung) von Helgoland im Einsatz.

Der Kapitän eines Büsumer Fischkutters hatte am Abend bei der SEENOTLEITUNG BREMEN der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger(DGzRS) um Hilfe gebeten, da einer der Fischer an Bord akut erkrankt war. Während der SAR-Hubschrauber von Helgoland einsatzklar gemacht wurde, nahm der sofort alarmierte Seenotkreuzer VORMANN LEISS der Station Amrum einen Rettungssanitäter und eine Ärztin an Bord, die auf der Insel Amrum eine Praxis führt. Als Freiwillige steht sie den Seenotrettern stets zur Seite, wenn fachmedizinische Betreuung auf See erforderlich wird.

Etwa zwei Seemeilen (3,8 Kilometer) westlich von Amrum trafen sich Hubschrauber und Seenotkreuzer in der Dunkelheit, und die Ärztin wurde bei drei bis vier Meter Seegang vom Vorschiff des Seenotkreuzers aufgewinscht (per Seilwinde hochgezogen) und zum Fischkutter geflogen. Da zu diesem Zeitpunkt nicht klar war, ob die Übergabe an den Fischkutter möglich sein würde, lief der Seenotkreuzer mit Rettungssanitäter an Bord ebenfalls zum Fischkutter weiter. Per Rettungskorb gelang es der Crew des SeaKing-Hubschraubers, die Ärztin direkt auf den Fischkutter abzusetzen.
Auf gleichem Weg konnte der Hubschrauber Ärztin und Patient nach einer Erstversorgung an Bord des Fischkutters aufnehmen und den Mann direkt ins Krankenhaus fliegen.

Nachdem die Seenotretter sich überzeugt hatten, dass die reduzierte Besatzung des Fischkutters ohne Unterstützung den Hafen anlaufen konnte, traf der Seenotkreuzer VORMANN LEISS gegen 22.45 Uhr wieder auf seiner Station Amrum ein.


Quelle und Foto: www.seenotretter.de


Im Einsatz für einen erkrankten Fischer: Seenotkreuzer VORMANN LEISS (Archivbild)

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10.11.2013 15:51
#377 RE: Aus der Arbeit der SEENOTRETTER - bitte nicht drauf antworten antworten

Sassnitz: Seenotretter holen verletzte Frau von Steilklippe - weiterer Einsatz für verletzten Seemann
Schlauchtboot, Tochterboot NOTARIUS und Seenotkreuzer HARRO KOEBKE

09.November
12:52

Die Seenotretter der Station Sassnitz der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) haben gestern, Samstag, den 9. November 2013, in zwei Fällen Menschen aus akuten Notlagen geholfen: An der Piratenschlucht, bei den Kreidefelsen von Rügen, war eine Wanderin so unglücklich gestürzt, dass sie sich eine Fraktur zugezogen hatte. Da der Landrettungsdienst die Frau an den Klippen nicht transportieren konnte, holten die Seenotretter die Verletzte von der Steilküste. Bei einem weiteren Einsatz wurde ein verletzter philippinischer Seemann von Bord eines niederländischen Handelsschiffes geholt.

Schauerböen und stürmischer Wind mit sieben bis acht Beaufort (bis zu 74 km/h) erschwerten die Einsätze. Zunächst hatte die Landrettungsleitstelle Rügen die SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS um 13.10 Uhr um Hilfe gebeten. Der Seenotkreuzer lief sofort aus.
Vor der Küste in Höhe der sogenannten Piratenschlucht setzten die Seenotretter das Tochterboot NOTARIUS mit zwei Mann Besatzung aus. Es schleppte ein kleines Schlauchboot bei schwerem Seegang bis unter Land, da selbst das Tochterboot an der steinigen Küste nicht eingesetzt werden kann. Eine Notärztin und Sanitäter hatten die Verletzte zwischenzeitlich stabilisiert und mit Hilfe der Feuerwehr auf eine Trage gelegt. In dem unwegsamen Gebiet war an eine Rettung über Land nicht zu denken. Die Notärztin, die die Seenotretter der Station Sassnitz auch als Freiwillige unterstützt, verfügt inzwischen über nicht unerhebliche Erfahrung im Umgang mit der Behandlung auf dem Seenotkreuzer. Zunächst mit dem Schlauchboot und schließlich auf dem Seenotkreuzer HARRO KOEBKE wurde die Urlauberin an Land gebracht. Im Hafen von Sassnitz übergaben die Seenotretter sie an den Rettungstransportwagen.
Gerade stand nach diesem Einsatz der Kaffee „auf der Back“*, kam die nächste Alarmierung durch die SEENOTLEITUNG, und der Seenotkreuzer lief wieder aus. Auf einem niederländischen Handelsschiff hatte ein philippinischer Seemann sich den Unterkiefer ausgerenkt. Er benötigte so schnell wie möglich ärztliche Behandlung. Die HARRO KOEBKE forderte einen Notarzt an – und lief wenig später mit derselben Notärztin aus, die bereits am Mittag den Einsatz begleitet hatte. Aufgrund des schweren Wetters mit hohem Seegang entschied der Vormann, dass eine Übergabe auf offener See zu gefährlich war. Der Kapitän des Handelsschiffes, dass sich zu diesem Zeitpunkt noch 16 Seemeilen (ca. 36 Kilometer) nordöstlich von Kap Arkona befand, wurde deshalb gebeten, in Richtung Arkona zu laufen, wo die Übergabe um 18 Uhr auf See im Schutz der Insel in der Bucht Tromper Wiek stattfand. Die 36 Meter lange HARRO KOEBKE ging bei dem niederländischen 90 Meter langen Frachtschiff längsseits und übernahm den Patienten. Im Bordhospital der HARRO KOEBKE wurde der junge Seemann mit Unterstützung der Seenotretter auf dem Weg zum Sassnitzer Hafen behandelt. In Sassnitz übergaben die Seenotretter den Mann an den Rettungstransportwagen. Um 19.30 Uhr meldete sich die HARRO KOEBKE wieder „klar P 3“ (einsatzbereit auf der Station).

*seemannschaftlich unter anderem für „Tisch“


Quelle und Foto: www.seenotretter.de


Eine verletzte Spaziergängerin an der Steilküste von Rügen konnte nur mit Hilfe der Seenotretter vom Strand geholt werden. Ein Transport über Land war nicht möglich. Die Seenotretter verwendeten ein speziell für solche Einsätze an Bord befindliches Schlauchboot, um zwischen den Steinen am Ufer an Land zu gelangen und die Urlauberin auf diese Weise unbeschadet an Bord des Seenotkreuzers zu bringen.


Der neue Seenotretter-Kalender 2014 http://seenotretter-shop.de/

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11.11.2013 17:00
#378 RE: Aus der Arbeit der SEENOTRETTER - bitte nicht drauf antworten antworten

Fischkutter treibt manövrierunfähig vor Sylt – Neuer Lister Seenotkreuzer bewährt sich bei seinem ersten Einsatz


10.November
12:37

Der neue Seenotkreuzer der Station List auf Sylt hat in der Nacht zu Sonntag, 10. November 2013, bei seinem ersten Einsatz seine Leistungsfähigkeit unter Beweis gestellt. Die noch ungetaufte Rettungseinheit mit der internen Bezeichnung SK 34 der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) schleppte einen manövrierunfähigen Fischkutter sicher zur dänischen Nordseeinsel Rømø in den Hafen von Havneby.

Gegen 2 Uhr meldete die zweiköpfige Besatzung des niederländischen Fischkutters „Klazina“ mit Heimathafen Zoutkamp per Funk über den internationalen Not- und Anruf-UKW-Kanal 16 einen Motorschaden: Der 24 Meter lange Kutter trieb manövrierunfähig etwa sechs Seemeilen (rund elf Kilometer) vor der Westküste der Nordseeinsel Sylt in Höhe des Ortes Kampen. Die Seenotretter hatten den Notruf mitgehört und liefen sofort aus.

Beim Havaristen angekommen stellten sie bei südöstlichen Winden der Stärke 3 (bis zu 19 km/h) und einem Meter Seegang routiniert eine Leinenverbindung her. Anschließend brachte der nur 38 Tonnen verdrängende und 1.630 PS starke Seenotkreuzer den deutlich größeren, 151 Tonnen verdrängenden und 3,80 Meter tiefgehenden Kutter sicher in den Hafen von Havneby.

Vormann Christian Koprek war nach dem Einsatz sehr zufrieden mit seinem neuen Schiff: „Unser neuer Seenotkreuzer hat sich wirklich hervorragend bewährt“, lobte er. Um 6.40 Uhr war der erste Einsatz nach einer etwa 35 Seemeilen (rund 65 Kilometer) langen Fahrt abgeschlossen und SK 34 wieder einsatzbereit.

Spendenwettbewerb für neuen Lister Seenotkreuzer

Der ungewöhnliche Spendenwettbewerb „Reetdach gegen Reeperbahn! Wer spendet mehr: Sylt oder Hamburg?“ für den neuen Lister Seenotkreuzer läuft noch bis zum 6. Dezember 2013 (www.reetdach-gegen-reeperbahn.de). Der Spenden-Endstand am Nikolaustag, mit dem weltweit an den Schutzpatron der Seefahrer erinnert wird, entscheidet darüber, ob der neue Seenotkreuzer einen Namen mit Bezug zu Sylt oder zu Hamburg erhält. Die öffentliche Taufe ist für Sonnabend, 14. Dezember 2013, 11.30 Uhr, im Hafen von List vorgesehen. Zuschauer sind herzlich willkommen.


Quelle und Foto: www.langeoognews.de


Erster Einsatz für den neuen Lister Seenotkreuzer: Der noch ungetaufte Neubau SK 34 schleppt einen manövrierunfähigen Fischkutter sicher in den Hafen von Havneby.


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25.11.2013 18:00
#379 RE: Aus der Arbeit der SEENOTRETTER - bitte nicht drauf antworten antworten

Seenotretter befreien Krabbenkutter in nächtlichem Einsatz aus misslicher Lage

Montag, 25.November
12:44

Zwei Krabbenfischer im nordfriesischen Wattenmeer verdanken den glücklichen Ausgang ihrer Fangreise den Seenotrettern der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS). Bei auflandigem Wind kamen die beiden Männer in der Nacht zu Montag, 25. November 2013, mit ihrem Kutter an der Westseite des Süderoogsandes fest. Aus eigener Kraft konnten sie sich nicht mehr helfen. Der Seenotkreuzer EISWETTE befreite den Kutter in mehrstündigem nächtlichen Einsatz aus seiner misslichen Lage.

Gegen 1.30 Uhr alarmierte die zweiköpfige Besatzung der „Marschenland“ (Heimathafen Friedrichskoog) auf dem internationalen Sprechfunkkanal 16 die Seenotretter. Die Seenotküstenfunkstelle BREMEN RESCUE RADIO der DGzRS hörte den Notruf der beiden Fischer mit. Die SEENOTLEITUNG BREMEN schickte umgehend den Seenotkreuzer EISWETTE/Station Nordstrand in den Einsatz.


Um kurz vor 3 Uhr erreichte die EISWETTE den Havaristen. Der Kutter lag bereits ziemlich hoch auf dem den Halligen vorgelagerten großen Sand. Bei einem bis anderthalb Metern Schwell schlug die See immer wieder über das Ruderhaus des 19-Meter-Stahlkutters. „Wäre das ein weniger robuster Holzkutter gewesen, hätten wir nicht mehr viel zu retten gehabt“, berichtet Hans-Jürgen Hansen, Vormann der EISWETTE.


Hansen steuerte den Seenotkreuzer mit geschickten nautischen Manövern rückwärts an den Havaristen heran, um sich nötigenfalls sofort freiarbeiten zu können. Obwohl die EISWETTE nur etwa 1,30 Meter Tiefgang hat, setzte auch der Seenotkreuzer mehrfach hart durch.


Trotz dieser erschwerten Bedingungen gelang es den Rettungsmännern, eine Leinenverbindung herzustellen. Mit der ganzen Kraft seiner 1.630 PS starken Maschine zog der Seenotkreuzer den Kutter schließlich erfolgreich in tieferes Wasser. „Wir haben ihn noch eine halbe Stunde lang begleitet, denn man weiß ja nie“, sagt Hansen. Doch die „Marschenland“ hatte die Strandung offenbar unbeschadet überstanden.


Noch ein kurzes, aber herzliches „Schönen Dank Euch!“ über Funk, dann setzten die Fischer ihre Reise fort und die Seenotretter machten sich auf den Rückweg zu ihrer Station. Gegen 5.30 Uhr meldete sich die EISWETTE wieder „klar P 3“ (einsatzbereit auf Station).


Quelle und Foto. www.seenotretter.de


Seenotkreuzer EISWETTE/Station Nordstrand
Die Besatzung des Seenotkreuzers EISWETTE/Station Nordstrand der DGzRS kam den Krabbenfischern zu Hilfe. (Archivfoto)


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18.12.2013 17:30
#380 RE: Aus der Arbeit der SEENOTRETTER - bitte nicht drauf antworten antworten

Freiwillige Seenotretter befreien Fischer aus misslicher Lage

Dienstag, 17.Dezember
10:27

Einen manövrierunfähigen Fischkutter haben die freiwilligen Seenotretter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) aus Kühlungsborn am Dienstagnachmittag, 17. Dezember 2013, sicher in den Hafen von Kühlungsborn geschleppt.

Der Fischer war mit seinem Kutter „Anja“ (Heimathafen Rerik) zwischen Kühlungsborn und Warnemünde in Höhe des Ostseebades Nienhagen etwa eineinhalb Seemeilen (rund drei Kilometer) vor der Küste auf Fangreise, als plötzlich die Ruderanlage infolge eines Hydraulikschadens ausfiel. Sofort alarmierte er die freiwilligen Seenotretter der Station Kühlungsborn, die wenige Minuten später mit dem Seenotrettungsboot KONRAD-OTTO ausliefen.

Als die KONRAD-OTTO kurz darauf beim Havaristen eintraf, hatte der Fischer seinen manövrierunfähigen Kutter bereits mit einem Anker provisorisch gesichert. Bei Windstärken von vier Beaufort (bis zu 28 km/h) aus West und einem Seegang bis zu drei viertel Metern schleppte die Besatzung um Vormann Rainer Kulack den zehn Meter langen Fischkutter mit dem Seenotrettungsboot sicher in den Hafen von Kühlungsborn.


Quelle und Foto: www.seenotretter.de


Das Seenotrettungsboot KONRAD-OTTO der Freiwilligen-Station Kühlungsborn war im Einsatz für einen manövrierunfähigen Fischkutter. (Archivfoto)


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02.01.2014 18:28
#381 RE: Aus der Arbeit der SEENOTRETTER - bitte nicht drauf antworten antworten

Stundenlange Suche nach Vermissten vor St. Peter-Ording - Seenotretter unterstützend im Einsatz
Seenotrettungsboot im Wattengebiet

01.Januar 2014
11:30

Das neue Jahr war noch keinen Tag alt, als die Seenotretter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) bereits zum ersten Einsatz 2014 gerufen wurden: Bei St. Peter-Ording beteiligten sich zwei Rettungseinheiten der DGzRS an einer stundenlangen Suche nach Vermissten im Watt.

Die SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS schickte am Nachmittag des Neujahrstags den Seenotkreuzer THEODOR STORM der Station Büsum und das Seenotrettungsboot PAUL NEISSE der Freiwilligenstation Eiderdamm in den Einsatz, den vor Ort die Feuerwehr koordinierte. Zur Unterstützung forderten die Seenotretter einen SAR-Hubschrauber der Marine an.

Insgesamt drei Menschen wurden südlich von St. Peter-Ording im Watt vermisst, zunächst ein Paar und später noch ein einzelner Mann, der getrennt von den beiden unterwegs war. Nach stundenlanger Suche konnte die Besatzung des SAR-Hubschraubers den Mann des Paares nur noch tot bergen. Der Frau gelang es, sich selbst an Land zu retten. Der weitere Mann, der erst während der bereits laufenden Suche nach dem Paar ebenfalls vermisst gemeldet worden war, wurde vom SAR-Hubschrauber der Marine gerettet.

Der erste Einsatz der Seenotretter im neuen Jahr glich für die Freiwilligen-Besatzung der Station Eiderdamm dem letzten des Jahres 2013: Am gleichen Ort war die PAUL NEISSE bereits am 22. Dezember bei einer Suche nach einem Wattwanderer, der wohlauf gefunden wurde, unterstützend im Einsatz gewesen. Die Besatzung des Seenotkreuzers THEODOR STORM wiederum hatte vor Büsum im August 2013 ein Paar aus einem Priel in letzter Minute gerettet .


Quelle und Foto: www.seenotretter.de


Das Seenotrettungsboot PAUL NEISSE war eine der beiden DGzRS-Einheiten, die an der Suche nach den Vermissten vor St. Peter-Ording beteiligt waren (Archivbild)


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03.02.2014 12:55
#382 RE: Aus der Arbeit der SEENOTRETTER - bitte nicht drauf antworten antworten

Trotz Schnee und Eis stets einsatzklar

3.Februar 2014
12:09

Trotz des insgesamt bisher ungewohnt milden Winters bleiben Häfen und Schifffahrt von der Jahreszeit nicht unbeeinflusst: Einige kleinere Häfen sind vereist, der Schiffsverkehr ist mancherorts zum Erliegen gekommen. Der Blick von Bord der Seenotkreuzer auf die Umgebung der Liegeplätze bietet oftmals ein winterlich-friedliches Bild. Wenn da nicht das Rauschen und Knacken der Funkgeräte wäre …

Die Seenotretter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) sind einsatzklar: Schneeräumen gehört auch an Bord der Rettungsflotte an Wintertagen zu den wichtigsten Aufgaben. Anleger müssen eisfrei gehalten, das Deck von Schnee befreit werden. Kontrollfahrten unternehmen die Seenotretter nun mit erhöhter Wachsamkeit. Fahrten im Eis verlangen größte Umsicht und viel Fingerspitzengefühl.


Auch unter extremen Bedingungen üben die DGzRS-Besatzungen. So hat der Seenotkreuzer HERMANN RUDOLF MEYER/Station Bremerhaven am Freitag (31. Januar) bei eisiger Kälte Windenmanöver mit einem SAR-Hubschrauber der Deutschen Marine trainiert.


Die Seenotkreuzer der Stationen Maasholm, Grömitz und Greifswalder Oie haben am gleichen Tag bei Kontrollfahrten in ihren Revieren nach dem Rechten gesehen. Von einigen Nordseeinseln übernahmen die Seenotretter in den vergangenen Tagen den einen oder anderen dringenden Krankentransport ans Festland.


Wo die Häfen komplett vereist sind, wie in den Boddengewässern rund um Rügen und Hiddensee sowie am Darß, nutzen die Seenotretter die Zeit für Aus- und Fortbildungen auf den Stationen.


In der SEENOTLEITUNG BREMEN (MRCC = Maritime Rescue Co-ordination Centre) ist von Winterruhe wenig zu spüren. Denn die Einsatzzentrale der DGzRS hilft in vielen Fällen jährlich deutschen Seeleuten oder Schiffen weltweit auch außerhalb des deutschen Zuständigkeitsbereiches, recherchiert Informationen für ausländische MRCCs oder vermittelt über Seefunk medizinische Beratungsgespräche mit dem Stadtkrankenhaus Cuxhaven.


Quelle und Fotos: www.seenotretter.de


Kontrollfahrt auf der Nordsee: Blick vom oberen Fahrstand des Seenotkreuzers VORMANN JANTZEN achteraus


Bizarre Formen: Überkommende See hat während einer Kontrollfahrt zu Eisbildung am Mast des Seenotrettungsbootes WALTER ROSE/Station Schilksee geführt

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18.02.2014 04:44
#383 RE: Aus der Arbeit der SEENOTRETTER - bitte nicht drauf antworten antworten

Zwei Einsätze für Seenotretter von Norderney


17.Februar 2014
17:02

Die Seenotretter der Station Norderney der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) sind heute, 17. Februar 2014, für einen Verletzten im Einsatz gewesen. Bereits in der Nacht hatten sie eine hochschwangere Frau mit sehr starken Wehen von Norderney nach Norddeich gebracht.

Gegen 10.45 Uhr wurden die Seenotretter vom Muschelkutter „Anna“ zu Hilfe gerufen: Im Hafen von Norddeich war ein Wartungsmitarbeiter beim Übersteigen von der Pier an Bord gestürzt und hatte sich am Brustkorb verletzt. Zu diesem Zeitpunkt waren die Seenotretter mit dem Seenotkreuzer BERNHARD GRUBEN gerade rund zwei Seemeilen (3,7 Kilometer) vor Norddeich auf einer Kontrollfahrt. In kürzester Zeit waren sie am Unfallort und versorgten den Verletzten bis zum Eintreffen des Landrettungsdienstes medizinisch.

Bereits in der Nacht von gestern auf heute hatten die Seenotretter eine hochschwangere Frau von Norderney nach Norddeich transportiert. Die Norderneyerin hatte bereits sehr starke Wehen und musste umgehend in eine Klinik. Nur wenige Minuten nach der Alarmierung gegen 1.20 Uhr fuhr die Besatzung der BERNHARD GRUBEN mit der Schwangeren und einem Notarzt an Bord bei Windstärken von vier Beaufort (bis zu 28 km/h) aus Südwesten und rund einem Meter Seegang nach Norddeich. Dort übergaben die Seenotretter die Frau an den Landrettungsdienst, der sie mit einem Rettungstransportwagen in ein örtliches Krankenhaus brachte.

Schwangerentransporte von den Inseln und Halligen gehören zum Alltag der Seenotretter. Wenn keine Fähre mehr fährt, ein Kind aber nicht warten will und die Mutter medizinische Hilfe benötigt, sind die Rettungseinheiten der DGzRS schwimmende Brücke zum nächsten Krankenhaus. Jedes Jahr bringen die Seenotretter 20 bis 30 Schwangere zum Festland. Zuweilen kommt es auch an Bord zu einer Geburt – zuletzt am 28. Oktober 2011 auf dem Seenotkreuzer VORMANN LEISS/ Station Amrum.


Quelle und Foto: www.seenotretter.de


Der Seenotkreuzer BERNHARD GRUBEN/Station Norderney transportierte eine hochschwangere Frau von Norderney nach Nordstrand. Archivfoto: DGzRS/Die Seenotretter

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20.02.2014 17:17
#384 RE: Aus der Arbeit der SEENOTRETTER - bitte nicht drauf antworten antworten

SEENOTLEITUNG BREMEN hilft norwegischem LKW-Fahrer


20.Februar 2014
16:40

Die SEENOTLEITUNG BREMEN, Rettungsleitstelle der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) hat heute, Donnerstag, den 20. Februar 2014, einem norwegischem LKW-Fahrer geholfen, der bei Haselünne im Landkreis Emsland auf einem Rastplatz einen Herzinfarkt erlitten hatte.

Dem Mann war es noch gelungen, ein Krankenhaus in seinem Heimatland zu erreichen. Von dort wurde die nationale Rettungsleitstelle Norwegens um Hilfe gebeten. Da durch zahlreiche Kontakte bei Seenotfällen mit Deutschen im norwegischen Gebiet in den vergangenen Jahren ein enger Kontakt zu den Wachleitern der deutschen SEENOTLEITUNG entstanden ist, war dies die erste Anlaufstelle für die norwegischen Kollegen.

Die Wachleiter in Bremen alarmierten sofort die zuständige Landrettungsleitstelle, und innerhalb von zwanzig Minuten traf ein Notarzt bei dem Norweger auf dem Rastplatz ein. Er wurde umgehend in ein Krankenhaus nach Meppen gebracht. Für die SEENOTLEITUNG war dies ein einzigartiger Fall: „Dass wir mit Seenotrettungsdiensten in der ganzen Welt zusammen arbeiten, ist für uns Alltag“, so Wachleiter Olaf Salzbrunn, „einen Einsatz auf deutschen Straßen hatten wir allerdings bisher noch nie.“


Quelle und Foto: www.seenotretter.de


Wachleiter der SEENOTLEITUNG BREMEN (DGzRS) vor ihren Bildschirmen am Arbeitsplatz
Die SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS koordiniert normalerweise Seenotfälle im deutschen Such- und Rettungsgebiet, aber auch im Ausland.

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26.02.2014 20:20
#385 RE: Aus der Arbeit der SEENOTRETTER - bitte nicht drauf antworten antworten

Nächtlicher Einsatz: Seenotretter holen zwei Verletzte von Arbeitsschiff
Seenotkreuzer in voller Fahrt

26.Februar 2014
17:14

Die Besatzung des Seenotkreuzers PIDDER LÜNG der Station List auf Sylt hat kurz nach Mitternacht am Mittwoch, den 26. Februar 2014, zwei Besatzungsmitglieder von einem Arbeitsfahrzeug am Offshorewindpark „Butendiek“ abgeborgen*.

Um 00.33 Uhr hatte der Kapitän des Arbeitsschiffes „Beaufort“ die SEENOTLEITUNG BREMEN der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) alarmiert. Ein Besatzungsmitglied hatte bei Arbeiten an Bord eine Beinverletzung erlitten, ein zweiter einen Schock. Zu diesem Zeitpunkt befand sich das Fahrzeug etwa 25 Seemeilen (45 Kilometer) westlich von Sylt.
Die PIDDER LÜNG lief umgehend aus und erreichte die ihr entgegen kommende „Beaufort“ um 1.47 Uhr. Bei relativ ruhiger See und mäßigem Wind aus Südsüdost verlief die Übergabe zügig und reibungslos. Nach nur wenigen Minuten hatte die Besatzung die beiden Männer an Bord des Seenotkreuzers übernommen.
Sie wurden von den Seenotrettern betreut, bis sie um 2.50 Uhr in List an den Rettungstransportwagen übergeben werden konnten.

*abbergen: Seemannschaftl. Ausdruck für „von einem Schiff übernehmen“
Bildunterschrift: In den frühen Morgenstunden (26.2.14) wurde die Besatzung des Seenotkreuzers PIDDER LÜN


Quelle und Foto: www.seenotretter.de


In den frühen Morgenstunden (26.2.2014) wurde die Besatzung des Seenotkreuzers PIDDER LÜNG alarmiert, um zwei Verletzte von einem Arbeitsschiff zu holen. (Archivbild: DGzRS)

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01.03.2014 19:00
#386 RE: Aus der Arbeit der SEENOTRETTER - bitte nicht drauf antworten antworten

Hubschrauber vor Darßer Ort abgestürzt

28.Februar 2014
22:17

Gegen 18.40 Uhr ist heute, Freitag, den 28. Februar 2014, ein Hubschrauber der DRF Luftrettung östlich von Darßer Ort (Mecklenburg-Vorpommern) während eines Übungsfluges mit vier Personen an Bord abgestürzt. Zwei Personen wurden vom Seenotkreuzer THEO FISCHER der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) aufgenommen, zwei weitere werden vermisst. Der Hubschrauber ist inzwischen gesunken.

Der Hubschrauber hatte unmittelbar zuvor eine Windenübung mit dem Seenotkreuzer durchgeführt. Während des Weiterfluges noch in Sichtweite des Seenotkreuzers stürzte er ins Meer. Zurzeit findet eine umfangreiche Suche nach den beiden Vermissten statt.

Da es sich um einen Luftnotfall handelt, wird die Suche vom RCC Glücksburg der Deutschen Marine koordiniert. Vor Ort sind mehrere Seenotkreuzer und Seenotrettungsboote der DGzRS und zahlreiche weitere Schiffe, unter anderem von der Bundespolizei und der Wasserschutzpolizei sowie ein SAR-Hubschrauber der Marine und ein dänischer Hubschrauber. Derzeit werden Feuerwehrtaucher vom SAR-Hubschrauber zum Seenotkreuzer THEO FISCHER gebracht. Dieser wird das Taucher-Team zur Absturzstelle bringen.

Aktualisierung 1. März, 9.45 Uhr:
In der Nacht konnten die beiden Vermissten nur noch tot aus der Ostsee geborgen werden. Zudem erlag eines der beiden zunächst geretteten Besatzungsmitglieder des Hubschraubers später an Land seinen Verletzungen.


Quelle und Foto: www.seenotretter.de

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16.03.2014 08:08
#387 RE: Aus der Arbeit der SEENOTRETTER - bitte nicht drauf antworten antworten

Freiwillige Seenotretter aus Gelting bei stürmischen Winden im Einsatz für Segelyacht

15.März 2014
12:54 Uhr

Der erste Segeltörn der neuen Saison hat für die vierköpfige Besatzung der Segelyacht „Mosquito“ sein Ende im Schlepp des Seenotrettungsbootes JENS FÜERSCHIPP/Station Gelting der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) gefunden: Bei stürmischem Wetter waren zwei Erwachsene und zwei Jugendliche am Freitagabend, 14. März 2014, aufgrund eines Motorschadens ihres Bootes nördlich des Ostseebades Gelting in Not geraten. Die freiwilligen Seenotretter waren sehr schnell vor Ort und verhinderten so Schlimmeres.


Gegen 19.15 Uhr alarmierte die SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS die freiwilligen Seenotretter der Station Gelting: Eine Segelyacht trieb aufgrund eines Motorschadens manövrierunfähig auf die Sandbank vor dem Leuchtturm Kalkgrund etwa drei Seemeilen (rund 5,5 Kilometer) nördlich von Gelting zu und drohte aufzulaufen. Bereits kurze Zeit später trafen die Seenotretter mit dem Seenotrettungsboot JENS FÜERSCHIPP vor Ort ein. In der Zwischenzeit war es den vier Seglern gelungen, das 13 Meter lange Boot mit einem Anker provisorisch zu sichern.

Trotz Seegangs von eineinhalb bis zwei Metern und stürmischen Winden mit Böen der Stärke sieben bis acht (bis zu 74 km/h) aus südwestlicher Richtung gelang es der Besatzung der JENS FÜERSCHIPP, bei hereinbrechender Dunkelheit routiniert eine Leinenverbindung zum Havaristen herzustellen. Allerdings ließ sich der Anker der „Mosquito“ trotz mehrfacher Versuche nicht mehr einholen. Als schließlich auch noch die Ankerwinde riss, musste ein auf die Segelyacht übergestiegener Seenotretter die Ankerkette kappen. Nur so war es möglich, den Havaristen in Schlepp zu nehmen, um ihn bei weiter auffrischenden Winden aus der Gefahrenzone in den sicheren Hafen von Gelting-Mole zu bringen.

„Die Situation hätte für die zwei Männer und zwei Jugendlichen aufgrund der Wetterlage schnell noch kritischer werden können“, sagte Vormann Thilo Heinze nach dem Einsatz. Nur dank ihres schnellen Eingreifens verhinderten die freiwilligen Seenotretter Schlimmeres.


Quelle: www.seenotretter.de

Seenotrettungsboot JENS FÜERSCHIPP der Freiwilligen-Station Gelting in seinem Revier Archiv-Foto: Peter Neumann/YPScollection

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22.03.2014 05:55
#388 RE: Aus der Arbeit der SEENOTRETTER - bitte nicht drauf antworten antworten

Schnelle Hilfe für zwei Verletzte auf See
Seenotretter zeitgleich im Einsatz auf der Kieler Förde und in der Deutschen Bucht

20.März 2014
11:30 Uhr


Gleich zwei Mal haben die Seenotretter am Donnerstag, 20. März 2014, verletzten Menschen auf See schnelle Hilfe gebracht. Die Besatzungen der Seenotkreuzer BERLIN/Station Laboe und HERMANN HELMS/Station Cuxhaven der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) waren nahezu zeitgleich auf der Kieler Förde und in der Deutschen Bucht im Einsatz.

Gegen Mittag bat das unter russischer Flagge fahrende Küstenmotorschiff „Sormovskiy 3067“ auf der Ostsee um Hilfe. Ein Seemann (43) hatte sich an Bord eine tiefe Schnittverletzung zugezogen. Nach Rücksprache mit der SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS wurde entschieden, den Patienten auf schnellstmöglichem Wege mit dem Seenotkreuzer BERLIN abzubergen (seemännisch für: in Sicherheit bringen).

Die BERLIN nahm zusätzlich zur Stammbesatzung eine freiwillige Seenotärztin an Bord. Der Frachter, der auf der Reise nach Riga war, drehte um und lief dem Seenotkreuzer entgegen. Nordöstlich von Kiel Leuchtturm gingen die Seenotretter längsseits des rund 115 Meter langen Kümos. Bei ruhigem Wetter übernahmen sie den verletzten Russen ohne Probleme. In Laboe übergaben sie den Patienten zur weiteren Versorgung an den Landrettungsdienst.

Zur gleichen Zeit war das Schwesterschiff der BERLIN, der Seenotkreuzer HERMANN HELMS, in der Deutschen Bucht im Einsatz. Auf der Bohrinsel „Mittelplate“ klagte ein Monteur über starke Rückenschmerzen. Auch in diesem Fall war der Seenotkreuzer das Einsatzmittel, das am schnellsten vor Ort sein konnte.


Quelle und Foto: www.seenotretter.de


Manövrieren auf engstem Raum: Am kleinen Anleger der Bohrinsel „Mittelplate“ geht der Seenotkreuzer HERMANN HELMS längsseits eines Arbeitsschiffes, um einen Verletzten zu übernehmen und sicher an Land zu bringen.

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22.03.2014 05:55
#389 RE: Aus der Arbeit der SEENOTRETTER - bitte nicht drauf antworten antworten

Frau stürzt von Fähranleger in die Weser – Seenotretter nehmen sie nur Minuten später an Bord

22.März 2014
00:30 Uhr


Dem schnellen und professionellen Einsatz der Seenotretter verdankt eine am späten Freitagabend, 21. März 2014, in die Weser gestürzte Frau ihr Leben. In der Nähe des Blexener Anlegers der Fähre Nordenham – Bremerhaven rettete sie die Besatzung des Seenotkreuzers HERMANN RUDOLF MEYER der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) aus dem Strom.


Gegen 22.20 Uhr erreichte der Alarm die SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS: Das kombinierte Auto- und Personenfährschiff „Bremerhaven“ befand sich in der Nähe des Blexener Anlegers, als sein Matrose Hilferufe hörte. Eine Frau war offenbar vom Fähranleger in die Weser gestürzt.

Auf dem Seenotkreuzer HERMANN RUDOLF MEYER/Station Bremerhaven wollte die Besatzung gerade die Nachtruhe beginnen, als die Alarmierung erfolgte. Auch in den Kammern der vier Männer, die rund um die Uhr an Bord auf Wache sind, laufen die Funkempfänger ständig mit. „Wir haben sofort die Leinen losgeworfen und alle Hebel auf den Tisch gelegt“, berichtet Vormann Andreas Brensing.

Die ganze Kraft der 2.700 PS starken Maschinen des Seenotkreuzers war nun gefragt. Das 23 Knoten (ca. 43 km/h) schnelle Spezialschiff benötigte für die Fahrt von seinem Liegeplatz im Alten Vorhafen von Bremerhaven zum Unglücksort vor Nordenham lediglich wenige Minuten.

Vor Ort ging ebenfalls alles sehr schnell: Die Weserfähre selbst konnte aufgrund ihrer Bauweise nicht helfen, war aber in unmittelbarer Nähe geblieben, so dass die Seenotretter die Verunglückte nicht lange suchen mussten. Auf von der Fähre ausgebrachte Rettungsringe hatte die Frau, die ohne besondere Schutzkleidung im acht Grad kalten Wasser trieb, allerdings bereits nicht mehr reagiert. Und als die Seenotretter eintrafen, schwamm sie bereits kopfüber.

Jetzt kam es buchstäblich auf jede Sekunde an: Sofort ließ die HERMANN RUDOLF MEYERüber die hydraulisch absenkbare Heckklappe ihr flachgehendes, äußerst manövrierfähiges Tochterboot CHRISTIAN mit zwei Seenotrettern an Bord zu Wasser. Über die Bergungspforte, eine Tür in der Bordwand auf Höhe der Wasserlinie, nahmen sie die Verunglückte an Bord.

Die DGzRS-Besatzung rechnete bereits mit dem Schlimmsten, doch kam die bereits stark unterkühlte Frau auf dem Tochterboot glücklicherweise wieder zu sich. „Das war Rettung in letzter Minute. Ohne die Aufmerksamkeit des Matrosen der Weserfähre wäre sie jetzt vermutlich nicht mehr am Leben“, sagt Vormann Brensing.

Die Seenotretter bestellten einen Rettungswagen zu ihrem Liegeplatz in Bremerhaven und übergaben die Frau dort an den Landrettungsdienst. Zur Einsatzzeit herrschten auf der Unterweser vor Blexen südsüdwestliche Winde um vier Beaufort (bis 28 km/h Windgeschwindigkeit) und eine Strömung von etwa drei Knoten.


Quelle und Foto: www.seenotretter.de


Seenotkreuzer HERMANN RUDOLF MEYER/Station Bremerhaven der DGzRS in seinem Revier in der Wesermündung (Archivbild)

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01.04.2014 05:00
#390 RE: Aus der Arbeit der SEENOTRETTER - bitte nicht drauf antworten antworten

Seenotretter an Nord- und Ostsee bei Nebel im Einsatz

31.März
15:10 Uhr

Nebel mit Sichtweiten zum Teil unter zehn Metern hat am Wochenende (29. /30. März 2014) zu mehreren Einsätzen der Seenotretter geführt.

Die HERMANN MARWEDE taucht aus dem Nebel auf

Helgoland | Auf Deutschlands einziger Hochseeinsel Helgoland musste in der Nacht von Sonntag auf Montag (30./31.3.) eine Frau mit einer schweren Erkrankung dringend ans Festland transportiert werden. Hubschraubereinsätze konnten auf Grund des Nebels nicht stattfinden, deshalb blieb nur der Transport per Seenotkreuzer. Um 20.30 Uhr am Sonntagabend (30.3.) legte die HERMANN MARWEDE mit Patientin und Arzt an Bord ab. Die Frau wurde rund 2,5 Stunden später im 40 Seemeilen (72 Kilometer) entfernten Cuxhaven an den Rettungstransportwagen übergeben. Der Seenotkreuzer legte sofort wieder ab und traf um 1.20 Uhr am Montagmorgen wieder auf seiner Station auf Helgoland ein. „Auf dem Weg nach Cuxhaven wurde die Sicht zunehmend besser“, so Vormann Thomas Müller, „als wir aber nach dem Einsatz nachts Helgoland wieder anliefen, war es, als ob wir in eine Wand fahren würden. Selbst im Hafen konnten wir die Pier nicht sehen, so dicht war der Nebel.“

Maasholm | Am Tag zuvor (Samstag, den 29.3.) hatte der Nebel auch die Schifffahrt in der Ostsee behindert. Ein Zweimaster mit zwei Seglern an Bord war in der Nähe von Maasholm vom Kurs abgekommen und aufgelaufen. Die Seenotretter der Station Maasholm schleppten das Schiff wieder frei. Es konnte seine Fahrt zum Hafen unversehrt fortsetzen.

Norderney | Auch die Norderneyer Seenotretter sprachen von einer „Nebelwand“. Die vierköpfige Besatzung einer Motoryacht alarmierte die Seenotretter am Sonntag (30.03.) gegen 15.45 Uhr, weil sie auf dem Weg nach Bremerhaven nördlich der Insel Norderney die Orientierung verloren hatte. Beim Auslaufen aus dem Hafen berichteten die Seenotretter zunächst noch von einigermaßen guten Sichtverhältnissen. Nur wenige Seemeilen weiter im Seegatt (Seeraum zwischen den Inseln) verschlechterte sich die Lage jedoch von einem Moment zum nächsten. „Unter acht Meter“ schätzte Seenotretter Michael Ulrichs die Sicht. Auch auf dem Radar war die gesuchte Yacht aufgrund eines sehr schwachen Echos zunächst nicht auffindbar. „Wir sind ein Radarecho nach dem anderen abgefahren, bis wir sie endlich gefunden haben. Wir konnten das Schiff erst sehen, als wir unmittelbar davor waren,“ berichtete Ulrichs. Eine genaue Position hatte die Besatzung der Motoryacht nicht angeben können. Die Seenotretter geleiteten die Yacht sicher in den Hafen von Norderney.

Borkum | Auf Borkum mussten die Seenotretter die Besatzung einer Segelyacht unterstützen, die ebenfalls im Nebel die Orientierung verloren hatte und schließlich auf eine Sandbank aufgelaufen war. Die Verkehrszentrale Ems (Rufname „Ems Traffic“) hatte am Sonntagnachmittag (30.03.) auf dem Radarbild ein kleines Schiff bemerkt, das zunächst durch häufigen Kurswechsel auffiel, dann aber keine Fahrt mehr machte. Schließlich informierte man zur Sicherheit die Seenotretter, die sofort ausliefen. Das Tochterboot des Seenotkreuzers ALFRIED KRUPP schleppte die Segelyacht mit zwei Personen an Bord frei und brachte sie dann sicher in den Hafen.

Besonders im Bereich der Ostfriesischen Inseln haben sich seit den schweren Stürmen Ende letzten Jahres viele Fahrwasser stark verändert. Auch Seekarten aus dem vergangenen Jahr sind deshalb in vielen Bereichen nicht mehr aktuell. Wassersportler sollten auf jeden Fall darauf achten, ihre Karten rechtzeitig vor Fahrtantritt zu berichtigen.
Bei Nebel sind Radarreflektoren überaus wichtig, am besten sind jedoch aktive Radarreflektoren, die nicht nur bei Nebel, sondern auch in Seeschifffahrtsstraßen zusätzliche Sicherheit bedeuten. Darauf hat auch die Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung hingewiesen.


Quelle und Foto: www.seenotretter.de


Seenotkreuzer HERMANN MARWEDE im Nebel (Archivbild)

Angefügte Bilder:
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