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 Wissenswertes über Langeoog
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29.08.2015 08:08
#481 RE: Aus der Arbeit der SEENOTRETTER - bitte nicht drauf antworten antworten

28.08.2015
Doppelter Einsatz der Seenotretter auf der Nordsee

Die Seenotretter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) haben am Freitagnachmittag, 28. August 2015, auf der Nordsee zwei Segler aus gefährlichen Situationen befreit: Südöstlich der Hallig Hooge war ein Skipper mit seinem Segelboot gekentert und in große Schwierigkeiten geraten. Nordöstlich der Nordseeinsel Wangerooge benötigte ein Alleinsegler nach einem Wassereinbruch dringend Hilfe. Die Seenotretter brachten beide Skipper und ihre Boote sicher an Land.

Amrum. Gegen 11 Uhr erreichte ein Notruf die SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS: Ein Spaziergänger auf der Hallig Hooge hatte südöstlich der Hallig ein gekentertes Segelboot gemeldet, auf dem ein Mann saß und winkend auf sich aufmerksam machte. Umgehend schickte die SEENOTLEITUNG BREMEN den Seenotrettungskreuzer VORMANN JANTZEN in den Einsatz, der zurzeit die ERNST MEIER-HEDDE auf der Station Amrum vertritt.

http://www.seenotretter.de/wer-wir-sind/...leitung-bremen/

Die vierköpfige Besatzung startete sofort die vorgewärmten Maschinen und lief zum Havaristen aus. Auf dem Weg zum etwa sieben Meter langen Segelboot entschieden sich die Seenotretter, das flachgehende Tochterboot BUTSCHER auszusetzen, um über die flachen Wattflächen schneller zum Unglücksort zu gelangen. Das Segelboot vertrieb aufgrund des südwestlichen Windes der Stärke 4 (bis zu 28 km/h) und bis zu einem Meter Seegang weiter in Richtung der Nordseeinsel Pellworm.

Als die Seenotretter mit dem Tochterboot den Havaristen gegen 12.15 Uhr erreichten, holten sie als erstes den Mann von dem gekenterten Boot. „Er war in guter Verfassung und trug zum Glück eine Rettungsweste“, schildert der Amrumer Seenotretter Jan Hansen die Situation vor Ort. Anschließend nahmen sie das Boot „auf den Haken“ und schleppten es zur Hallig Hooge. Nach Angaben des Seglers war es zur Havarie gekommen, als eine Windböe das Segel zerrissen hatte und das Boot daraufhin kenterte.

Horumersiel/Hooksiel. Über den international einheitlichen UKW-Sprechfunk-Notrufkanal 16 fing BREMEN RESCUE RADIO der DGzRS gegen 12 Uhr einen Notruf eines Alleinseglers auf: Der Skipper meldete Wassereinbruch im Maschinenraum seiner Segelyacht „Isbjoern“.

http://www.seenotretter.de/wer-wir-sind/...leitung-bremen/

Zu diesem Zeitpunkt befand er sich etwa vier Seemeilen (rund 7,5 Kilometer) nordöstlich der Nordseeinsel Wangerooge im Fahrwasser Mittelrinne. Die SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS alarmierte sofort das Seenotrettungsboot BALTRUM der Freiwilligen-Station Horumersiel und den Seenotrettungskreuzer VORMANN STEFFENS der Station Hooksiel.

http://www.seenotretter.de/wer-wir-sind/...on/horumersiel/

Zunächst gelang es dem Skipper, den Wassereinbruch unter Kontrolle zu bringen. Doch nach einer Weile unter Deck wurde er bei etwa einem Meter Seegang seekrank und konnte das eindringende Wasser nicht mehr lenzen. Zum Glück traf die BALTRUM kurze Zeit später vor Ort ein: Die freiwilligen Seenotretter schleppten die etwa neun Meter lange Segelyacht in ruhigeres Gewässer.

Mittlerweile hatte auch die VORMANN STEFFENS den Schleppverband erreicht und ihr Tochterboot ADELE ausgesetzt. Mit ihren leistungsstarken Lenzpumpen stoppten die Seenotretter den Wassereinbruch. ADELE übernahm die Segelyacht und brachte sie sicher in den Hafen von Hooksiel. Mittlerweile hatte sich der Skipper erholt und benötigte keine ärztliche Hilfe mehr.

http://www.seenotretter.de/wer-wir-sind/...otkreuzer/#c463


Quelle und Fotos: www.seenotretter.de


Der Seenotrettungskreuzer VORMANN JANTZEN ist am Freitagnachmittag für eine gekenterte Segelyacht südöstlich der Hallig Hooge im Einsatz gewesen. Foto: DGzRS/Wolfgang Scholz

Im ruhigen Gewässer geht das Tochterboot ADELE des Seenotrettungskreuzers VORMANN STEFFENS/Station Hooksiel bei der Segelyacht längsseits. Das Seenotrettungsboot BALTRUM/Station Horumersiel hält die Segelyacht auf Position. Foto: DGzRS/Die Seenotretter

Angefügte Bilder:
csm_2015-08-28-Jantzen_4f8f4b0f3b.jpg   2015-08-28-Seenotrettungsboot-BALTRUM-_-Tochterboot-ADELE.jpg  
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02.09.2015 13:41
#482 RE: Aus der Arbeit der SEENOTRETTER - bitte nicht drauf antworten antworten

02.09.2015
Seenotretter finden überfälligen Schlauchbootfahrer im Sylter Wattenmeer

Seinen aufmerksamen Schülern verdankt der Betreiber einer Sylter Surf- und Segelschule die Rettung aus einer gefährlichen Situation im Wattenmeer. Die Besatzung des Seenotrettungskreuzers PIDDER LÜNG/Station List der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) fand den Mann am Dienstagabend, 1. September 2015, auf seinem Schlauchboot mit Maschinenausfall rund vier Kilometer vor der Sylter Ostküste.

http://www.seenotretter.de/wer-wir-sind/...otkreuzer/#c525

Böiger, ablandiger Westwind der Stärke 6 bis 7 hatte am Spätnachmittag einen Hobiecat vom Strand nördlich des Munkmarscher Hafens losgerissen. Das Segelfahrzeug war auf das Wattenmeer hinausgetrieben. Der Betreiber der Surf- und Segelschule, zu der der Hobiecat gehört, fuhr mit einem Schlauchboot hinterher, um ihn wiedereinzufangen.

Als der Mann und sein Boot außer Sicht und nach 50 Minuten noch immer nicht zurückgekehrt waren, alarmierten seine Schüler um kurz vor 19 Uhr die SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS. „Sie waren in ernster Sorge, weil der Außenbordmotor des Schlauchbootes schon beim Losfahren immer wieder gestottert hatte“, berichtet Christian Koprek, Vormann der PIDDER LÜNG. Der in List stationierte Seenotrettungskreuzer machte sich umgehend auf die Suche nach dem überfälligen Boot.

Dank ihrer guten Revierkenntnis hatten die Seenotretter schnell Erfolg: Auf der Fahrt nach Munkmarsch fand die PIDDER LÜNG den Vermissten in seinem Schlauchboot im Pandertief rund zwei Seemeilen (etwa vier Kilometer) querab des Leuchtfeuers Rotes Kliff im Wattenmeer. „Der Mann hatte noch einen Anker werfen können und den Hobiecat längsseits genommen und war ziemlich glücklich, uns zu sehen“, berichtet Vormann Koprek.

Mit dem Arbeitsboot MICHEL der PIDDER LÜNG nahmen die Seenotretter Schlauchboot und Hobiecat in Schlepp. Der Munkmarscher Hafenmeister Michael Petersen, zugleich freiwilliger Vormann der Hörnumer Seenotretter, hatte vorsorglich die Kollegen der Wasserwacht des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) informiert, deren Unterstützung glücklicherweise aber nicht mehr nötig war. Das DRK sorgte aber dafür, dass beim Eintreffen in Munkmarsch bereits ein Rettungswagen bereitstand. Der Landrettungsdienst übernahm die weitere Versorgung des Vermissten.


Quelle und Foto: www.seenotretter.de


Einsatz vor der Sylter Ostküste: Das Arbeitsboot MICHEL des Seenotrettungskreuzers PIDDER LÜNG/Station List hat das überfällige Schlauchboot mit einem Mann an Bord und den abgetriebenen Hobiecat in Schlepp genommen.

Angefügte Bilder:
csm_2015-09-02-Hobiecat-Sylt_d76691d6f7.jpg  
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06.09.2015 16:16
#483 RE: Aus der Arbeit der SEENOTRETTER - bitte nicht drauf antworten antworten

06.09.2015
Seenotretter an stürmischem September-Samstag rund 30 Mal im Einsatz

Bei starken bis stürmischen Winden mit Sturmböen sind die Seenotretter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) am Samstag, 5. September 2015, rund 30 Mal im Einsatz gewesen. In zahlreichen Revieren von Nord- und Ostsee waren mehr als 60 Menschen auf die Hilfe der DGzRS-Besatzungen angewiesen.

Hooksiel. Gleich doppelt im Nachteinsatz waren die Hooksieler Seenotretter. Ein philippinischer Seemann hatte sich auf dem unter deutscher Flagge fahrenden Containerfrachter „Anna Sirkka“ einen offenen Fingerbruch zugezogen.

Auf Voslapp-Reede ging der Seenotrettungskreuzer VORMANN STEFFENS mit freiwilligem Seenotarzt an Bord am frühen Sonntagmorgen, 6. September 2015, an dem 135-Meter-Frachter längsseits. Bei stürmischen Nordwestwinden der Stärke 8 (bis 74 km/h) und bis zu zwei Metern Seegang übernahmen die Seenotretter den Verletzten und versorgten ihn im Bordhospital der VORMANN STEFFENS. In Hooksiel übergaben sie den 46-Jährigen an den Landrettungsdienst.

http://www.seenotretter.de/wer-wir-sind/...otkreuzer/#c463

Den zweiten Einsatz fuhren sie unmittelbar im Anschluss: An dem 16 Meter langen Fischkutter „Wangerland“ hatte sich im Hafen von Hooksiel eine Festmacherleine gelöst. Der Kutter war gegen das Heck eines anderen Schiffes vertrieben. Das Tochterboot ADELE bugsierte die „Wangerland“ zurück an den Liegeplatz, wo die Seenotretter den Kutter wieder sicher vertäuten.

Sassnitz. Einem aufmerksamen Passanten verdankt ein Surfer seine Rettung vor Mukran/Rügen. Von einer Bäckerei am Fährhafen aus hatte der Mann beobachtet, dass es dem erschöpften Wassersportler nicht gelang, sein Brett wieder zu besteigen. Er alarmierte die Seenotretter. Sofort lief das Tochterboot NOTARIUS des Sassnitzer Seenotrettungskreuzers HARRO KOEBKE aus.

http://www.seenotretter.de/wer-wir-sind/...otkreuzer/#c444

Bei ablandigem Wind der Stärke 7 (bis 61 km/h) war der etwa 45-jähriger Bremer bereits in das Fahrwasser des Fährhafens vertrieben. „Ohne unsere Hilfe und die Aufmerksamkeit des Anrufers hätte er es nicht zurück an Land geschafft“, berichtet Andreas Schumacher, Vormann der HARRO KOEBKE. Die Seenotretter brachten den Surfer sicher an den Mukraner Strand.

Maasholm. Insgesamt sechs Mal innerhalb weniger Stunden waren der Seenotrettungskreuzer NIS RANDERS und sein Tochterboot ONKEL WILLI am Nachmittag vor Maasholm im Einsatz. Schauerböen bis acht Beaufort (74 km/h) hatten zahlreiche Boote der Regatta „Modern Classics“ auf Grund laufen lassen. In allen Fällen befreiten die Seenotretter Boote und Besatzungen aus ihren misslichen Lagen.

http://www.seenotretter.de/wer-wir-sind/...otkreuzer/#c495

Travemünde. Vor dem Brodtener Steilufer westlich Travemünde benötigte gegen Mittag ein Angelkutter mit 14 Menschen an Bord die Hilfe der Seenotretter. Die „Prof. Oeftering“ trieb mit Maschinenproblemen bei Westsüdwestwinden der Stärke 6 und kurzen, steilen Seen. Das in Travemünde stationierte Seenotrettungsboot HANS INGWERSEN nahm den Kutter auf den Haken und schleppte ihn sicher in den Hafen.

http://www.seenotretter.de/wer-wir-sind/...tungsboot/#c621

Warnemünde. Nicht mehr helfen konnten die Seenotretter hingegen einem Mann, der unter einem vor Warnemünde gekenterten Angelboot eingeschlossen war. Die Besatzung eines anderen Bootes und Spaziergänger am Alten Strom hatten den Seenotrettungskreuzer ARKONA gegen 16.30 Uhr über das im Rostocker Seekanal treibende Boot informiert.

http://www.seenotretter.de/wer-wir-sind/...otkreuzer/#c463

Als das Tochterboot CASPAR am Unglücksort vor den Molenköpfen eintraf, hatte die Besatzung eines in der Nähe fahrenden Schlauchbootes bereits zwei der drei Angler gerettet. Sie berichteten, der dritte Mann sei noch unter dem kieloben treibenden Boot eingeschlossen. Bei Westwinden der Stärke 8 bis 9 ging ein Seenotretter im Überlebensanzug ins Wasser, um eine Leinenverbindung zu dem gelenterten Boot herzustellen. Das Wiederaufrichten war vor Ort unmöglich.

Östlich der Warnemünder Ostmole unterstützten Polizisten, Feuerwehrleute und Spaziergänger zwei Seenotretter dabei, das gekenterte Boot auf den Strand zu ziehen. Laut Polizei Rostock verstarb der 64-jährigen Mann trotz sofortiger Wiederbelebungsversuche eines Notarztes später im Krankenhaus.


Quelle: www.seenotretter.de


Der Seenotrettungskreuzer VORMANN STEFFENS/Station Hooksiel ging bei stürmischen Winden an einem Containerfrachter längsseits, um einen verletzten Seemann abzubergen. (Archivbild)

Mit dem Tochterboot NOTARIUS nahmen die Seenotretter vor Mukran/Rügen einen erschöpften Surfer an Bord. (Archivbild)

Angefügte Bilder:
csm_2015-09-06-Steffens_f872da263d.jpg   2015-09-06-Notarius.jpg  
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16.09.2015 03:45
#484 RE: Aus der Arbeit der SEENOTRETTER - bitte nicht drauf antworten antworten

15.09.2015
Wassereinbruch auf Vermessungsschiff

Die Seenotretter der Station Borkum der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) sind heute, Dienstag, den 15. September 2015, der Besatzung eines Kutters des Niedersächsischen Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) zu Hilfe gekommen. Das Fahrzeug hatte aus noch ungeklärter Ursache einen Wassereinbruch, der sich mit Bordmitteln nicht beheben ließ. Die Seenotretter übergaben Lenzpumpen und begleiteten den Kutter nach Greetsiel.

Der Kutter „Memmert“ des NLWKN meldete um kurz vor 10 Uhr schweren Wassereinbruch im Bereich der Antriebswelle. Das Fahrzeug, das unter anderem Vermessungsarbeiten ausführt, befand sich zu diesem Zeitpunkt mit zwei Mann Besatzung in Höhe der Tonne 33 in der Osterems.
Die SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS alarmierte den Seenotkreuzer ALFRIED KRUPP (Station Borkum), der als erster beim Havaristen eintraf, sowie die umliegende Schifffahrt. In der Nähe befanden sich zu diesem Zeitpunkt ein Tonnenleger von der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes sowie ein Vermessungsschiff vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie. Beide blieben zunächst zur Sicherung vor Ort.
Die Seenotretter pumpten so viel Wasser aus dem Havaristen, dass er wieder Fahrt aufnehmen konnte. Das Tochterboot GLÜCKAUF der ALFRIED KRUPP begleitete die „Memmert“ nach Greetsiel, um im Notfall sofort eingreifen zu können. Unterwegs gelang es mit Hilfe mobiler Lenzpumpen, den Wassereinbruch unter Kontrolle zu halten.
Der Havarist wurde in Greetsiel direkt an Land gesetzt, um den Schaden zu beheben.
Im Seegebiet herrschten zum Zeitpunkt des Vorfalls starker Wind aus Südost mit sechs Beaufort (bis 59 km/h) und Schauerböen.


Quelle und Foto. www.seenotretter.de


Seenotkreuzer ALFRIED KRUPP (Archivbild)

Angefügte Bilder:
csm_ALFRIED-KRUPP-840x560_a2da7d009b.jpg  
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16.09.2015 18:30
#485 RE: Aus der Arbeit der SEENOTRETTER - bitte nicht drauf antworten antworten

16.09.2015
Ausflugsfahrt mit Angelkutter endet vor Rügen im Schlepp eines Seenotrettungskreuzers

Spontanen Applaus gab es von den Passagieren auf dem Angelkutter „Rügenland“ gestern, Dienstag, den 15.9.2015, als der 23 Meter lange Seenotrettungskreuzer HANNES GLOGNER das um mehrere Meter längere und um ein vielfaches schwerere Ausflugsschiff nach einem Maschinenausfall in Sassnitz sicher an die Pier gebracht hatte. Vor dem Königsstuhl hatte die „Rügenland“ mit 41 Menschen an Bord am Nachmittag einen Maschinenausfall.

Gegen 15.40 Uhr hatte der Kapitän die SEENOTLEITUNG BREMEN alarmiert. Die 28 Meter lange „Rügenland“ befand sich zu diesem Zeitpunkt östlich von Rügen unterhalb der Kreidefelsen am Königsstuhl. Die Maschine war ausgefallen.

Trotz kräftigen Windes mit fünf Beaufort (bis 38 km/h) bestand zu diesem Zeitpunkt keine unmittelbare Gefahr für die Passagiere: Der Wind trieb das Fahrzeug von der Küste weg, auch Kollisionsgefahr bestand kaum, denn der Schifffahrtsweg war weit genug entfernt.

Der Seenotrettungskreuzer HANNES GLOGNER verfügt bei einer Länge von 23 Metern über nahezu 2.000 PS (1.430 kW). Zunächst im Schlepp, dann längsseits, brachte er die „Rügenland“ sicher in den Hafen zurück.

Die normalerweise in Sassnitz stationierte 36 Meter lange HARRO KOEBKE vertritt derzeit wegen eines routinemäßigen Werftaufenthaltes den größten Seenotrettungskreuzer der DGzRS-Flotte auf Helgoland. Vertreten wird er auf seiner eigenen Station Sassnitz durch die kleinere, aber leistungsstarke HANNES GLOGNER.


Quelle und Foto: www.seenotretter.de


Der havarierte Angelkutter „Rügenland“ wurde von den Seenotrettern zurück in den Hafen gebracht.

Angefügte Bilder:
csm_2015-09-16-angelkutter-b__1__abb00c3d86.jpg  
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20.09.2015 02:22
#486 RE: Aus der Arbeit der SEENOTRETTER - bitte nicht drauf antworten antworten

19.09.2015
Großangelegte Übung der Seenotretter vor Eckernförde - Seenotretter üben Ernstfall mit dänischen Rettungs-Einheiten und THW

Vom 18. bis 20. September 2015 findet vor Eckernförde die SAREX Eckernförde statt (SAREX = Search and Rescue Exercise, Such- und Rettungsübung). Ausrichter der Übung ist die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS). Mit dabei sind zwei Seenotrettungskreuzer und fünf Seenotrettungsboote, Einheiten der dänischen Marineheimwehr, zwei Mehrzweckarbeitsboote des THW (Technisches Hilfswerk), ein Fahrzeug der Wasserschutzpolizei sowie die Zweimastbark „Roald Amundsen“ und der Fischkutter „Godewind“ als Havaristendarsteller.

Die SAREX Eckernförde dient vor allem dem Training der Einsatzkoordinierung bei unterschiedlichsten Einsätzen unter Einbindung anderer Organisationen. Die genauen Übungsszenarien werden den beteiligten Einheiten erst mit der „Alarmierung“ mitgeteilt, um eine möglichst realistische Situation zu erzeugen. Koordinierte Suche, medizinische Erstversorgung und Verletztentransport sowie Rettung und Bergung von Schiffbrüchigen werden Bestandteile der Übungsszenarien sein.


Insgesamt werden über 120 Personen an der Übung beteiligt sein. Ausbildungsleiter Jörg Kemna der DGzRS, der die SAREX Eckernförde leitet, hat in den Vorjahren bereits vergleichbar komplexe Übungen mit dem dänischen Seenotrettungsdienst auf Helgoland und in Wilhelmshaven durchgeführt. Im Frühjahr dieses Jahres hatte es in der Zentrale der DGzRS in Bremen ein umfangreiches Vortreffen der Beteiligten zur Übungskonzeption gegeben.


„Dass bei Einsätzen im Grenzgebiet die Seenotrettungsdienste zusammenarbeiten, ist eine Selbstverständlichkeit“, so Jörg Kemna. „Wir können durch eine komplexe Übung wie diese gemeinsame Suchverfahren und Kommunikationsverfahren trainieren, was für den Ernstfall wesentlich ist.“
Für echt wirkende „Schiffbrüchige“ und „Verletzte“ sorgt die DLRG-Gruppe Goch e. V. RUND (realistische Unfall- und Notfalldarstellung).

Ein besonderer Dank gilt den Stadtwerken Eckernförde, die die Übung u. a. durch die Bereitstellung von Räumlichkeiten, Ponton, Steganlage und Parkplätzen großzügig unterstützen, wie auch der Eckernförde Touristik- und Marketing GmbH sowie den Firmen Yachtsport Eckernförde und „De lütte Werft“. Nicht zuletzt gilt der Dank den freiwilligen Seenotrettern der Station Eckernförde, die wesentlich zur Vorbereitung und Organisation vor Ort beigetragen haben.
Bei einer internen Zusammenkunft am Samstagabend (19.9.14) wird auch der Bürgermeister von Eckernförde, Jörg Sibbel, die Rettungskräfte begrüßen.

http://www.seenotretter.de/aktuelles/neu...-mit-daenische/


Quelle und Fotos: www.seenotretter.de


Verletztenabbergung vom Havaristen während der Übung

Teilnehmer der Übung: Hier vier Seenotrettungsboote von Freiwilligenstationen, im Vordergrund das Tochterboot der BERLIN

Angefügte Bilder:
2015-09-sarex.jpg   001-SAREX-eckernfoerde-4769.jpg  
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20.09.2015 17:00
#487 RE: Aus der Arbeit der SEENOTRETTER - bitte nicht drauf antworten antworten

20.09.2015
Notfall an Bord eines Fischkutters vor Cuxhaven

Fünf Seemeilen (neun Kilometer) nördlich von Cuxhaven ist gestern, den 19. September 2015, am frühen Morgen der Kapitän eines Fischkutters auf See zusammengebrochen. Von Cuxhaven kam der Seenotrettungskreuzer HERMANN HELMS der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) zu Hilfe und brachte einen Notarzt und einen Seenotretter an Bord. Der Zustand des Kapitäns (43) war so kritisch, dass er nicht auf den Seenotrettungskreuzer übergeben werden konnte.
Seenotkreuzer im Einsatz

Da der Decksmann allein den Kutter nicht in den Hafen bringen konnte, stieg der diensthabende Vormann der HERMANN HELMS ebenfalls auf den Kutter über. Er holte das Fanggeschirr ein und fuhr den Fischkutter nach Cuxhaven, während der Notarzt und ein weiterer Seenotretter sich um den Kapitän kümmerten.

Um den Patienten im Hafen so schonend wie möglich die zwei Meter hohe Kaimauer hoch zu transportieren, forderten die Seenotretter die Unterstützung der Feuerwehr Cuxhaven an, die den Kutterkapitän im Vorhafen auf einer Trage mit einem Kran von Bord holte. Mit dem Rettungstransportwagen wurde er ins Krankenhaus gebracht.


Quelle und Foto: www.seenotretter.de


Seenotkreuzer HERMANN HELMS (Archivbild)

Angefügte Bilder:
csm_HERMANN-HELMS-840x560_5b285c8e5c.jpg  
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06.10.2015 01:11
#488 RE: Aus der Arbeit der SEENOTRETTER - bitte nicht drauf antworten antworten

05.10.2015
Seenotretter für schwer erkrankten Fischer im Einsatz

Für einen schwer erkrankten schwedischen Fischer sind die Seenotretter in der Nacht zu Montag, 5. Oktober 2015, östlich der Ostseeinsel Rügen im Einsatz gewesen. Mit dem Seenotrettungskreuzer HANNES GLOGNER der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) brachten sie den Patienten in den Hafen von Sassnitz.

Gegen 23.45 Uhr ging bei der SEENOTLEITUNG BREMEN http://www.seenotretter.de/wer-wir-sind/...tung-bremen/der DGzRS ein Notruf ein: Bei einem Seemann auf dem Fischkutter „Kristin“ (Heimathafen Cuxhaven) bestand der Verdacht auf einen Herzinfarkt. Er benötigte umgehend ärztliche Hilfe. Sofort alarmierten die Wachleiter den zurzeit in Sassnitz stationierten Seenotrettungskreuzer HANNES GLOGNER. http://www.seenotretter.de/wer-wir-sind/...otkreuzer/#c487

Mit einem Notarzt und einem Rettungsassistenten an Bord fuhren die Seenotretter unter Höchstgeschwindigkeit zum Fischkutter, der sich in Höhe Königsstuhl befand. Dort ging die HANNES GLOGNER bei der 38 Meter langen „Kristin“ längsseits. Zunächst stiegen der Notarzt und der Rettungsassistent bei ruhiger See auf den Fischkutter über.

Sie stabilisierten den 38-jährigen Fischer soweit, dass die Seenotretter den Patienten auf die HANNES GLOGNER übernehmen konnten. „Das Abbergen* ging völlig reibungslos vonstatten: Innerhalb von wenigen Minuten war der Mann auf dem Seenotrettungskreuzer“, berichtet Vormann Ulf Pirwitz. In Sassnitz übergaben die Seenotretter den Seemann an den Landrettungsdienst, der ihn in ein Krankenhaus brachte.


Quelle: www.seenotretter.de


Die HANNES GLOGNER war für einen schwer erkrankten Fischer im Einsatz. Archiv-Foto: DGzRS/Christiane Bach

Angefügte Bilder:
Reservekreuzer-HANNES-GLOGNER_-HANNES-GLOGNER_--_R_Christiane-Bach.jpg  
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06.10.2015 20:20
#489 RE: Aus der Arbeit der SEENOTRETTER - bitte nicht drauf antworten antworten

06.10.2015
Seenotretter befreien Segelyacht mit starkem Wassereinbruch aus misslicher Lage

Der nächtliche Törn einer Segelyacht hat sein Ende im Schlepp des Seenotrettungskreuzers THEO FISCHER der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) gefunden: Am frühen Dienstagmorgen, 6. Oktober 2015, waren vier Erwachsene und ein elfjähriges Kind aufgrund eines starken Wassereinbruches und eines Motorschadens nördlich der Halbinsel Darß-Zingst in Not geraten. Die Seenotretter brachten die Segelyacht sicher in den Nothafen Darßer Ort.

Gegen 4.30 Uhr hatte die deutsche Seenotküstenfunkstelle BREMEN RESCUE RADIO der DGzRS auf dem international einheitlichen UKW-Sprechfunk-Notrufkanal 16 einen „Pan-Pan“-Ruf (Dringlichkeitsmeldung) der Segelyacht „Cansas“ aufgefangen: Die fünfköpfige Besatzung aus dem Rheinland meldete Wassereinbruch aus noch ungeklärter Ursache und Motorschaden.

http://www.seenotretter.de/wer-wir-sind/...leitung-bremen/

http://www.seenotretter.de/wer-wir-sind/...otkreuzer/#c510

Zu diesem Zeitpunkt befanden sie sich etwa zwölf Seemeilen (rund 22 Kilometer) nordöstlich vom Nothafen Darßer Ort. Sofort alarmierte die SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS den Seenotrettungskreuzer THEO FISCHER/Station Darßer Ort und informierte die umliegende Schifffahrt über den Notfall.

In der Nähe des Havaristen befanden sich das Bundespolizeischiff „Bayreuth“ und das Fischereiforschungsschiff „Solea“. Als erstes traf die „Bayreuth“ etwa um 5 Uhr bei der Segelyacht ein und blieb bis zum Eintreffen der THEO FISCHER vor Ort, um notfalls direkt eingreifen zu können. Der Besatzung des Havaristen war es in der Zwischenzeit gelungen, den Wassereinbruch mit Bordmitteln zu stoppen.

Als der Seenotrettungskreuzer gegen 5.15 Uhr bei der „Cansas“ ankam, stellten die Seenotretter bei Windstärken von fünf bis sechs Beaufort (bis zu 49 km/h) aus östlicher Richtung und etwa einem Meter Seegang eine Leinenverbindung her. Anschließend schleppten sie die elf Meter lange Segelyacht in den Nothafen Darßer Ort. Verletzt wurde niemand.


Quelle: www.seenotretter.de


Der Seenotrettungskreuzer THEO FISCHER der DGzRS in seinem Revier Archiv-Foto: DGzRS/Die Seenotretter

Angefügte Bilder:
Darsser-Ort_-SK-THEO-FISCHER--_R_Friedhold-Ulonska_01.jpg  
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14.10.2015 02:02
#490 RE: Aus der Arbeit der SEENOTRETTER - bitte nicht drauf antworten antworten

13.10.2015
Angler nach 27 Stunden auf See gerettet

Nach 27 Stunden auf See ist ein Angler gestern Nachmittag, Montag, den 13. Oktober 2015, etwa fünf Seemeilen (neun Kilometer) nördlich von Rerik aus seinem Angelboot durch die Besatzung der Korvette „Braunschweig“ der Deutschen Marine gerettet worden. Er wurde an die Seenotretter der Freiwilligenstation Kühlungsborn der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) übergeben, die ihn zur ärztlichen Versorgung an Land brachten.

Das Boot des Mannes hatte bereits gestern einen Motorschaden erlitten. Ohne funktionierende Kommunikationsmittel an Bord hatte er keine Möglichkeit, Hilfe herbeizurufen.

Wie sich nach seiner Rettung herausstellte, war der 29-jährige Mann, der in Rostock Nautik studiert, vorgestern Mittag gegen 12 Uhr zum Angeln auf die Ostsee gefahren. Vor der Küste verlor der Außenborder des Angelbootes den Propeller und wurde manövrierunfähig. Das Mobiltelefon, das der Mann bei sich trug, war leer.

Über Nacht vertrieb das Boot bei eisigem Wind und Temperaturen um zwei Grad 18 Seemeilen (ca. 33 Kilometer) bis nördlich Rerik. Dort sichtete der junge Mann gestern gegen 15 Uhr die Korvette „Braunschweig“ der Marine. Er band einen Putzlappen an seine Angel und winkte, stürzte dabei jedoch über Bord. Mit Mühe gelang es ihm, wieder in sein Boot zu kommen.

Auf der Korvette war das Angelboot jedoch bemerkt worden. Mit dem ausgesetzten Beiboot holte die Schiffsbesatzung den Mann an Bord, wo er ärztlich versorgt wurde. Da die Korvette die naheliegenden Häfen nicht anlaufen kann, holten die Seenotretter der Station Kühlungsborn den Schiffbrüchigen von der Korvette ab. Dazu wurde das Beiboot der Korvette mit dem Schiffbrüchigen per Kran wieder in See gesetzt. Vormann Rainer Kulack betonte die reibungslose Zusammenarbeit mit der Besatzung der Korvette, die trotz ruppigem Seegang den Transfer reibungslos durchführte.

Der Schiffbrüchige litt unter Unterkühlungserscheinungen und wurde von Kühlungsborn aus direkt in ein Krankenhaus verbracht.


Quelle und Foto: www.seenotretter.de


Zur Zeit in Kühlungsborn vor Ort: Das Seenotrettungsboot CREMPE (Archivbild)

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csm_Crempe-840_17a58eb733.jpg  
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24.10.2015 01:23
#491 RE: Aus der Arbeit der SEENOTRETTER - bitte nicht drauf antworten antworten

23.10.2015
Schnelle Hilfe nach Schnittverletzung auf Frachtschiff

Einsatz unter widrigen Bedingungen in der Deutschen Bucht: Bei west- bis südwestlichen Winden der Stärke 7 (bis 61 km/h) und bis zu zwei Metern Seegang sind die Seenotretter am Donnerstag, 22. Oktober 2015, in der Deutschen Bucht einem verletzten Seemann zu Hilfe gekommen. Der 20-jährige Niederländer hatte sich an Bord eines Chemikalientankers schwer verletzt. Der Seenotrettungskreuzer HARRO KOEBKE der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) übernahm den Mann und brachte ihn sicher nach Helgoland.

Die HARRO KOEBKE nahm Kurs auf das Frachtschiff. Der Seenotrettungskreuzer ist normalerweise in Sassnitz auf Rügen stationiert. Derzeit vertritt er die HERMANN MARWEDE, die sich zur turnusgemäßen Generalüberholung in einer Werft befindet. Vormann Dirk Neumann berichtet von widrigen Wetterverhältnissen, die umsichtige nautische Manöver erforderten: „Der Frachter hat Lee gemacht, also uns Windschutz gegeben, so dass wir uns mit unserem Vorschiff über die Steuerbordseite vorsichtig annähern konnten.“

So gelang es, den Verletzten sicher zu übernehmen. Die Besatzung der „Thun Gothia“ hatte ihren Kollegen bereits erstversorgt. Im Bordhospital der HARRO KOEBKE kümmerten sich die Seenotretter um den 20-Jährigen. Auf Helgoland übergaben sie ihn in die Obhut des Landrettungsdienstes, der den Seemann ins Krankenhaus brachte.


Quelle: www.seenotretter.de


Ungewöhnliches Bild: Die HARRO KOEBKE auf der Nordsee. Der eigentlich auf Rügen stationierte Seenotrettungskreuzer kam in der Deutschen Bucht einem verletzten Seemann zu Hilfe. (Archivfoto)

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26.10.2015 13:00
#492 RE: Aus der Arbeit der SEENOTRETTER - bitte nicht drauf antworten antworten

25.10.2015
Kajakfahrer an Rügens Nordküste aus Gefahr befreit

Zwei Kajakfahrer sind am Sonntagnachmittag, 25. Oktober 2015, an Rügens Nordküste bei starken nordwestlichen Winden in Gefahr geraten. Das glückliche Ende ihrer Tour verdanken sie der reibungslosen Zusammenarbeit der Seenotretter mit einem Forschungs- und einem Bundespolizeischiff. Zwei Rettungseinheiten der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) waren gemeinsam mit den Behördenfahrzeugen im Einsatz.

Gegen 14.45 Uhr erfuhren die Seenotretter, dass vor Lohme ein Kajak gekentert und der Fahrer außenbords gefallen war. Bei bis zu anderthalb Metern Seegang gelangte er nicht mehr in sein offenes Boot zurück. Seine Begleiterin, die mit einem eigenen, zweiten Kajak unterwegs war, hatte über Handy den Notruf gewählt. Gemeinsam waren die beiden in Vitt (Halbinsel Wittow) gestartet und wollten durch die Bucht Tromper Wiek nach Lohme (Halbinsel Jasmund).

Die SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS alarmierte die Freiwilligen-Besatzung des Seenotrettungsbootes KURT HOFFMANN aus Glowe und den derzeit in Sassnitz stationierten Seenotrettungskreuzer HANNES GLOGNER. Außerdem informierten die Seenotretter über Seefunk die gesamte Schifffahrt im Revier.

http://www.seenotretter.de/wer-wir-sind/...otkreuzer/#c487

http://www.seenotretter.de/wer-wir-sind/...tungsboot/#c661

Als erstes Fahrzeug erreichte das Forschungsschiff „Elisabeth Mann Borgese“ den Unfallort. Der über Bord gegangene Kajakfahrer hatte sich unterdessen schwimmend an den Strand nordöstlich von Lohme retten können. Mit einem Schlauchboot gingen Besatzungsmitglieder des Forschungsschiffes an der flachen Küste auf Standby, bis nur wenige Minuten später die KURT HOFFMANN eintraf.

Die freiwilligen Seenotretter nahmen die unterkühlte und unter Schock stehende Kajakfahrerin an Bord. Die Besatzung der HANNES GLOGNER kümmerte sich um die beiden Kajaks. Ein medizinisch besonders ausgebildeter Rettungsmann versorgte die Frau auf der KURT HOFFMANN.

Den schnellen Transport der Unterkühlten ermöglichte die „Bayreuth“: Das 66 Meter lange Einsatzschiff der Bundespolizei nahm das nur zehn Meter lange Seenotrettungsboot in Lee (gab ihm Windschutz). Auf diese Weise konnten die freiwilligen Seenotretter mit relativ hoher Geschwindigkeit Glowe anlaufen. Dort übergaben sie die Gerettete in die Obhut des Landrettungsdienstes.


Quelle und Foto: www.seenotretter.de


Seenotrettungsboot KURT HOFFMANN (Archivbild)

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29.10.2015 17:17
#493 RE: Aus der Arbeit der SEENOTRETTER - bitte nicht drauf antworten antworten

29.10.2015
Seenotretter im Jubiläumsjahr bisher schon 1.900 Mal auf Nord- und Ostsee im Einsatz

Auf Nord- und Ostsee sind die Seenotretter allein in den ersten zehn Monaten ihres Jubiläumsjahres 2015 bereits rund 1.900 Mal im Einsatz gewesen (Januar bis Oktober 2014: rund 2.000 Einsätze). Die Besatzungen der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) haben dabei in den deutschen Seegebieten rund 500 Menschen aus Seenot gerettet oder Gefahr befreit (Januar bis Oktober 2014: rund 700). Seit der Gründung vor 150 Jahren haben sie insgesamt 82.175 Menschen gerettet. Die Seenotretter blicken auch an Land auf ein erfolgreiches Jahr zurück: Das Jubiläum der DGzRS hat große öffentliche Aufmerksamkeit erfahren.

Wesentliche Unterstützung erfuhren die Seenotretter in den vergangenen Monaten durch ihren diesjährigen ehrenamtlichen „Bootschafter“, die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen. Musiker des Orchesters stellten am 29. Oktober 2015 die Einsatzzwischenbilanz 2015 der Seenotretter in Bremen der Öffentlichkeit vor.

Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen hat unter anderem das Jubiläumskonzert am 150. Geburtstag der DGzRS im Bremer Konzerthaus „Glocke“ gespielt. Außerdem ist in den vergangenen Monaten eine DVD erschienen und im Seenotretter-Shop erhältlich, auf der Musik von Robert Schumann auf Bilder aus dem Alltag der Seenotretter trifft.

Neuer ehrenamtlicher „Bootschafter“ 2016 http://markusknuefken.de/

Neuer Seenotretter-„Bootschafter“ im Jahr 2016 wird der Schauspieler Markus Knüfken. Einem größeren Kinopublikum ist er unter anderem durch den Ruhrgebietsfilm „Bang Boom Bang – Ein todsicheres Ding“ bekannt geworden. Fernsehzuschauern ist sein Gesicht aus Rollen in zahlreichen Folgen deutscher Erfolgsserien wie „Notruf Hafenkante“ vertraut. Auch auf der Theaterbühne ist Knüfken zuhause: Zurzeit ist er auf bundesweiter Tournee.

Aus der Rettungsflotte

Zwei neue Rettungseinheiten haben die Seenotretter im zu Ende gehenden Jahr in Dienst gestellt. In Anwesenheit ihres Schirmherrn, Bundespräsident Joachim Gauck, taufte seine Lebensgefährtin Daniela Schadt am 150. Geburtstag der DGzRS, dem 29. Mai 2015, auf dem Bremer Marktplatz das 20. Seenotrettungsboot der bewährten 9,5-/10,1-Meter-Klasse. Dieser erste Neubau für die DGzRS seit der Wiedervereinigung in Mecklenburg-Vorpommern erhielt den Namen HENRICH WUPPESAHL. Das Boot hat in Neustadt in Holstein/Lübecker Bucht die CREMPE abgelöst.

Am 30. Mai 2015 erhielt im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten in Bremerhaven das Typschiff der neuen 28-Meter-Klasse den Namen ERNST MEIER-HEDDE. Es ist auf Amrum der VORMANN LEISS nachgefolgt. Das zweite Schiff der Serie haben die Seenotretter Mitte Oktober 2015 auf der Fassmer-Werft an der Unterweser auf Kiel gelegt. Es wird zum Jahreswechsel 2016/2017 in Laboe die BERLIN ersetzen.

Ungewöhnlich für die Seenotretter ist die frühzeitige Namensbekanntgabe: Auch dieses Schiff soll BERLIN heißen. Die Seenotretter wollen im nächsten Jahr mit einer besonderen Spendenaktion insbesondere die Bevölkerung der Hauptstadt für das Neubauprojekt begeistern.

Die nächste Kiellegung wird in wenigen Monaten erfolgen: Der dritte Neubau der 28-Meter-Klasse soll im Frühjahr 2017 abgeliefert werden. Über seine Stationierung ist noch nicht entschieden. Wie alle Rettungseinheiten der Seenotretter werden die neuen Schiffe im bewährten Netzspantensystem vollständig aus Aluminium gebaut, als Selbstaufrichter konstruiert und ausschließlich durch freiwillige Zuwendungen finanziert.

„Woche der Seenotretter“ zum Jubiläum 150 Jahre DGzRS

Rund 25.000 Menschen haben die Seenotretter Ende Mai/Anfang Juni in Bremen und Bremerhaven zum 150-jährigen Bestehen begrüßen können. Höhepunkte der „Woche der Seenotretter“ waren neben den beiden Taufen ein feierlicher Festakt im Bremer Rathaus mit Schirmherr und Bundespräsident Gauck sowie eine spektakuläre Schiffsparade vor Bremerhaven und „Open Ship“ auf mehr als 50 Rettungseinheiten aus zahlreichen europäischen Ländern. Konferenz und Kongress der International Maritime Rescue Federation (IMRF), des weltweiten Zusammenschlusses der Seenotrettungsorganisation, schlossen sich an.

Seenotretter hoffen zum Jahresende auf Spendenbereitschaft der Bevölkerung

Hinsichtlich des Sammlungserlöses hofft die DGzRS zum Jahreswechsel auf die Spendenbereitschaft der Bevölkerung, um ein ähnliches Ergebnis zu erzielen wie im Jahr 2014 (20,8 Mio. Euro). In diesen Wochen wenden sich die Seenotretter wieder verstärkt an die Öffentlichkeit, um über ihre Arbeit zu informieren, die Menschen im ganzen Land um Unterstützung zu bitten und weitere Förderer zu gewinnen. Sie sind auf die Unterstützung der breiten Bevölkerung angewiesen, denn nach wie vor wird ihre gesamte Arbeit ausschließlich durch freiwillige Zuwendungen getragen.

Rund 5.000 Plakate hängen bald an publikumsintensiven Plätzen in etwa 170 Städten – mietfrei für die Seenotretter. Die großformatigen Bilder zeigen in diesem Jahr Mosaike mit Seenotrettungskreuzer oder Sammelschiffchen aus Gesichtern der Seenotretter und ihrer Förderer. Die Flächen dafür hat die awk Außenwerbung GmbH kostenlos zur Verfügung gestellt.


Tag der Seenotretter 2016

Spendern, Freunden und allen Interessierten bieten die Seenotretter auch 2016 wieder die Gelegenheit, sich vor Ort ein Bild von der Einsatzbereitschaft ihrer Besatzungen und der Leistungsfähigkeit ihrer Rettungseinheiten zu machen. Erneut findet am letzten Sonntag im Juli, somit am 31. Juli 2016, der „Tag der Seenotretter“ statt.

Einsatzzahlen im Detail

Vom 1. Januar bis 23. Oktober 2015 haben die Besatzungen der rund 60 Seenotrettungskreuzer und -boote in Nord- und Ostsee bei insgesamt 1.892 Einsätzen
• 55 Menschen aus Seenot gerettet,
• 436 Menschen aus drohender Gefahr befreit,
• 317 Mal erkrankte oder verletzte Menschen von Seeschiffen, Inseln oder Halligen zum Festland transportiert,
• 48 Schiffe und Boote vor dem Totalverlust bewahrt,
• 886 Hilfeleistungen für Wasserfahrzeuge aller Art erbracht sowie
• 513 Einsatzanläufe und Sicherungsfahrten absolviert.

In vielen Fällen griffen die Seenotretter frühzeitig ein und begrenzten so Schäden bereits im Vorfeld. Zudem sind sie 2.338 Mal in ihren Revieren zwischen Borkum im Westen und Ueckermünde im Osten auf Kontrollfahrt gegangen. Seit ihrer Gründung am 29. Mai 1865 hat die DGzRS bis Ende Oktober 2015 insgesamt 82.175 Menschen aus Seenot gerettet oder Gefahrensituationen auf See befreit.

Die Einsatzzahlen verteilen sich auf die einzelnen Küsten wie folgt:
Niedersächsische Nordseeküste
Die Besatzungen der an der niedersächsischen Küste stationierten Seenotrettungskreuzer und -boote haben bei 497 (Januar bis Oktober 2014: 530) Einsätzen vier (zwölf) Menschen aus Seenot gerettet und 56 (101) weitere aus Gefahrensituationen befreit.

Schleswig-Holsteinische Nordseeküste
Die Stationen an der schleswig-holsteinischen Nordseeküste registrierten 213 (Januar bis Oktober 2014: 224) Einsätze. Die dortigen Mannschaften retteten zwei (zwei) Menschen aus Seenot und befreiten weitere 18 (36) aus Gefahrensituationen.

Schleswig-Holsteinische Ostseeküste
An der Ostseeküste Schleswig-Holsteins waren die Seenotretter 679 (Januar bis Oktober 2014: 763) Mal im Einsatz. Sie retteten 40 (21) Menschen aus Seenot und befreiten weitere 223 (304) aus Gefahrensituationen.

Mecklenburg-Vorpommersche Ostseeküste
In Mecklenburg-Vorpommern waren die Seenotretter zu 503 (Januar bis Oktober 2014: 489) Einsatzfahrten unterwegs. Sie retteten elf (zehn) Menschen aus Seenot und befreiten weitere 139 (263) aus Gefahrensituationen.

In den Bordtagebüchern geblättert

Zu den herausragenden Einsätzen der ersten zehn Monate des Jahres 2015 gehört die Rettung dreier Fischer von ihrem sinkenden Kutter sechzig Seemeilen (etwa 110 Kilometer) nordwestlich Helgoland am 18. Februar. Ein Baggerschiff erreichte die Schiffbrüchigen gerade noch rechtzeitig und nahm die Fischer an Bord. Auch der Helgoländer Seenotrettungskreuzer HERMANN MARWEDE war im Einsatz.

Bei einem Spaziergang vor der Ostküste Amrums ist am 22. März eine Mutter mit zwei kleinen Kindern in Gefahr geraten. Die Frau war mit einem Bein bereits bis zum Oberschenkel in den weichen Meeresboden eingesunken. Ein Seenotretter im Überlebensanzug befreite die Frau, die ein Baby auf dem Rücken trug. Ihr zweites, etwa drei Jahre altes Kind war lediglich mit den Füßen eingesunken.

In der Nacht zum 27. März kamen die freiwilligen Seenotretter der Station Eiderdamm drei Fischern zu Hilfe. Ihr Krabbenkutter war nach Ausfall der Kühlwasserpumpe manövrierunfähig und konnte auch keinen Anker mehr werfen. Er kam fest und drohte, von Wind und Tide immer weiter auf die Sände gedrückt zu werden. Die Seenotretter befreiten das Schiff und schleppten es sicher ein.

Ein Kajakfahrer verdankt sein Leben aufmerksamen Passagieren der Spiekeroog-Fähre und der Revierkenntnis der Neuharlingersieler Seenotretter. Starker Nordwestwind hatte den Mann in die Otzumer Balje getrieben. Die freiwilligen Seenotretter der NEUHARLINGERSIEL retteten den kaum ansprechbaren, stark unterkühlten 70-Jährigen am 9. Mai sprichwörtlich in letzter Minute.

Nach einem plötzlichen Wassereinbruch kamen die Cuxhavener und Bremerhavener Seenotretter am 12. Mai etwa 25 Seemeilen (45 Kilometer) nordwestlich von Bremerhaven zwei Männern an Bord eines Plattbodenschiffs zu Hilfe. Mit Lenzpumpen verhinderten sie den Untergang und brachten Schiff und Besatzung in Sicherheit.

Vor dem Peenemünder Haken sind die Seenotretter am 8. Juni einem Fischkutter mit Schwelbrand zu Hilfe gekommen. Nahe Freest übergab die Freiwilligen-Besatzung des Seenotrettungsbootes HEINZ ORTH Feuerwehrleute auf den Havaristen. Gemeinsam mit dem Seenotrettungskreuzer EUGEN/Station Greifswalder Oie brachten die Seenotretter den Kutter sicher in den Hafen.

Nach Motorproblemen ist am 4. Juli ein kleines Boot im Elbehafen Brunsbüttel zwischen die Pier und ein großes Frachtschiff geraten. Aufgrund des starken Ebbstroms war es der Besatzung nicht gelungen, dort festzumachen. Die Seenotretter griffen ein, bevor der Schwell eines vorbeifahrenden großen Schiffes dazu führen konnte, dass der Frachter das kleine Boot an der Pier zerdrückt.

Zwei deutsche Segler verdanken den Seenotrettern aus Maasholm und reibungsloser internationaler Zusammenarbeit vermutlich ihr Leben: Die Besatzung des Seenotrettungskreuzers NIS RANDERS holte in der Nacht zum 9. Juli die beiden Männer bei stürmischem Wetter südöstlich der dänischen Insel Langeland von ihrem havarierten Segelboot – wenig später ging es unter.

Der Segeltörn einer Hamburger Kindergruppe auf der Schlei ist dank der freiwilligen Seenotretter aus Schleswig am 28. Juli glücklich ausgegangen. 17 Kinder und drei Erwachsene waren auf sechs Jollen unterwegs. Eines der Boote war gekentert. Bei zunehmendem Wind waren die Kinder überfordert, ihre Jollen auf Kurs zu halten. Die WALTER MERZ brachte die Gruppe sicher an Land.

Gleich zweimal sind die Borkumer Seenotretter in der Nacht zum 29. Juli für Berufsfischer im Einsatz gewesen. Ein Fischkutter hatte starken Wassereinbruch und Maschinenschaden gemeldet, der andere ein Netz in den Propeller bekommen. Beide trieben manövrierunfähig im Fahrwasser und benötigten dringend Hilfe. Der Seenotrettungskreuzer ALFRIED KRUPP brachte sie in Sicherheit.

Bei starken bis stürmischen Winden mit Sturmböen sind die Seenotretter am Wochenende 5./6. September rund 30 Mal im Einsatz gewesen. Mehr als 60 Menschen waren auf ihre Hilfe angewiesen. Unter anderem barg der Seenotrettungskreuzer VORMANN STEFFENS/Station Hooksiel bei bis zu zwei Metern Seegang einen Seemann mit offenem Fingerbruch von einem 135-Meter-Frachter ab.


http://www.seenotretter.de/aktuelles/neu...see-im-einsatz/


Quelle und Fotos: www.seenotretter.de


Ulrich König (Oboe), Ulrike Höfs (Querflöte) und Bernhard Ostertag (Trompete) präsentierten die Einsatzzahlen der Seenotretter bis Ende Oktober. Hier vor der Werfthalle der Seenotretter, im Hintergrund das Tochterboot der VORMANN JANTZEN.

Auf den Namen ERNST MEIER-HEDDE ist das Typschiff der neuen 28-Meter-Klasse in Bremerhaven getauft worden.

Das Sammelschiffchen ist seit mehr als 140 Jahren das Symbol für den freiwilligen und selbstlosen Einsatz der Seenotretter.

Die HERMANN MARWEDE in ihrem Revier

Der Seenotretungskreuzer EUGEN/Greifswalder Oie in schwerer See

Angefügte Bilder:
2015-10-29-Herbsteinsatzbilanz.jpg   2015-10-29-Herbsteinsatzbilanz-_2_.jpg   Helgoland_-Seenotkreuzer-HERMANN-MARWEDE-_Helmut-Hofer_-_2_.jpg   Greifswalder-Oie_-SK-EUGEN--_R_Sebastian-Conradt-_1_.jpg   f4t120p182294n3_KfYWlOZH klein.jpg  
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31.10.2015 23:23
#494 RE: Aus der Arbeit der SEENOTRETTER - bitte nicht drauf antworten antworten

31.10.2015
Glückliches Einsatzende nach Maschinenraumbrand auf Windpark-Serviceschiff vor Norderney

Ein Maschinenraumbrand auf einem Windpark-Serviceschiff vor Norderney hat in der Nacht zu Samstag, 31. Oktober 2015, ein glückliches Ende genommen. Der Besatzung der „Beaumaris Bay“ gelang es, das Feuer mit Bordmitteln unter Kontrolle zu bringen. Das Schiff steuerte mit eigener Kraft Norddeich an. Der Seenotrettungskreuzer BERNHARD GRUBEN der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) begleitete den Havaristen in den Hafen.

Gegen 3.20 Uhr löste die Besatzung des Transportschiffes für Windpark-Servicepersonal über Funk einen automatischen Seenotruf aus, auf den die Seenotküstenfunkstelle BREMEN RESCUE RADIO der DGzRS umgehend antwortete. Zur gleichen Zeit war die Besatzung des Seenotrettungskreuzers BERNHARD GRUBEN bereits hellwach: „Wir waren schon am Funk, als der Kapitän der ,Beaumaris Bay‘ über Sprechfunk das ,Mayday‘ bestätigte“, sagte Vormann Gerd Schwips.

Die BERNHARD GRUBEN lief sofort aus. Die „Beaumaris Bay“ befand sich zu diesem Zeitpunkt vor dem Norderneyer Nordstrand, kurz vor dem Fahrwasser des Dovetiefs, das zwischen Juist und Norderney verläuft. Das Schiff war mit zwölf Passagieren und zwei Besatzungsmitgliedern auf dem Weg vom Windpark „Borkum Riffgrund 1“ nach Norddeich.

http://www.seenotretter.de/wer-wir-sind/...otkreuzer/#c506

An Bord des 21 Meter langen Katamarans war in einem der beiden Maschinenräume ein Brand ausgebrochen. Die Besatzung hatte umgehend reagiert und den Brand mit Bordmitteln bekämpft. Zur Unglückszeit herrschten im Seegebiet vor Norderney südliche Winde um vier Beaufort (bis 28 km/h Windgeschwindigkeit).

Die BERNHARD GRUBEN traf bereits zwölf Minuten nach der Alarmierung beim Havaristen ein. Da der Brand laut Besatzung der „Beaumaris Bay“ unter Kontrolle war, mussten die Seenotretter nicht unmittelbar eingreifen. Der Seenotrettungskreuzer begleitete die „Beaumaris Bay“ nach Norddeich. Dort trafen die beiden Schiffe kurz nach 4 Uhr ein. Gegen 5.15 Uhr meldeten sich die Seenotretter wieder „klar P3“ – einsatzbereit auf Station Norderney.


Quelle und Foto: www.seenotretter.de


Seenotrettungskreuzer BERNHARD GRUBEN/Station Norderney (Archivbild)

Angefügte Bilder:
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02.11.2015 11:22
#495 RE: Aus der Arbeit der SEENOTRETTER - bitte nicht drauf antworten antworten

02.11.2015
Eine Hand für den Mann, eine für das Schiff ...

Nebel, Regen, Sturm und Kälte erschweren in der dunklen Jahreszeit die Arbeit der Seenotretter

In stockdunkler Nacht steht die Besatzung an Deck ihres Seenotrettungskreuzers. Regen und Kälte kriechen ins Wetterzeug. Die Lichtfinger der Suchscheinwerfer huschen über die aufgewühlte See. Ein Seenotretter hält nach dem Havaristen Ausschau, zwei machen die Leinen klar, überprüfen den Notfallrucksack und bereiten das Bordhospital vor, denn: „Man weiß nie, was kommt.“

Wenn die Tage kürzer werden, wird das Wetter auf See schlechter. Die rauere Jahreszeit beschert den Seenotrettern zwar weniger Einsätze, als in der von Seetourismus und Wassersport geprägten Zeit, dafür aber mitunter umso härtere. Sturmwarnungen sind nun häufig zu hören. „Rasmus wäscht Deck“ heißt es voller Respekt an Bord, wenn Brecher das Rettungsboot durchschütteln.

Vor allem die Seeleute der Handelsschifffahrt und der Küstenfischerei sind nun verstärkt auf die Seenotretter angewiesen. Neben Regen, Sturm und Kälte erschwert oft gefährlicher Seenebel die Einsätze. Zudem bleibt bei eiskaltem Wasser erheblich weniger Zeit, um Schiffbrüchige vor dem sicheren Tod zu retten.

Die Seenotretter fahren raus, wenn andere reinkommen. Gerade in der dunklen Jahreszeit sind sie oft allein draußen – angewiesen auf ihre Erfahrung, ihre Qualifikation, ihren Mut und modernste Technik.

Die Seemannsregel „Eine Hand für den Mann, eine für das Schiff“ gilt erst recht für Seenotretter: Wer sich nicht festhält, gerät in Gefahr. Wer sich hingegen nur festhält und nicht im Team mitarbeitet, ist an Bord keine Hilfe. Und welche Hand bleibt dann noch zum Retten?

Hier schließt sich der Kreis zu Ihnen, unseren Förderern: Erst Ihre Spende ermöglicht die Einsätze – bei jedem Wetter, rund um die Uhr. Sie sorgen dafür, dass die Seenotretter über hervorragende Schiffe und sichere Ausrüstung verfügen und sich an Bord etwa mit Sicherheitsleinen „einpicken“ können, um mindestens eine Hand zum Retten frei zu haben. Ihre Spende bewegt uns! http://mosaik.seenotretter.de/

http://www.seenotretter.de/foerderer/


Quelle und Foto: www.seenotretter.de


Das Seenotrettungsboot CASPER OTTEN tauscht am 1. November 2015 aus dem Nebel im ostfriesischen Watt auf. (Foto: Hilko Eiben)


Tochterboot STRÖPER des Seenotrettungskreuzers THEO FISCHER in stürmischem Einsatz auf der Ostsee

Angefügte Bilder:
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