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Dieses Thema hat 696 Antworten
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 Wissenswertes über Langeoog
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16.11.2011 22:33
#331 Gerriet Leiß Station Langeoog antworten

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06.12.2011 19:19
#332 Vor 50 Jahren strandete die „Ondo“ antworten

Vor 50 Jahren strandete die „Ondo“


11:23

Dramatisches Schiffsunglück auf dem „Großen Vogelsand“: Seenotretter bringen 65 Seeleute des auf Grund gelaufenen englischen Frachters in Sicherheit


Einer der spektakulärsten Einsätze in der fast 150-jährigen Geschichte der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) jährt sich am Dienstag, 6. Dezember 2011, zum 50. Mal: Am Nikolaustag 1961 strandete der englische Dampfer „Ondo“ auf dem „Großen Vogelsand“. Die Seenotretter holten die 65 Besatzungsmitglieder in mehreren schwierigen Anläufen von Bord. Reste des Wracks der „Ondo“ sind bis heute stumme Zeugen der gewaltigen Kraft der See.
Bei einem schweren Südweststurm mit Wind bis Orkanstärke war die „Ondo“ am 6. Dezember 1961 auf dem „Großen Vogelsand“ in der Elbmündung auf Grund gelaufen. Schnell lief eine aufwendige und mitunter gefahrvolle Rettungsaktion an. Die Beteiligten scheuten keine Mühen: Zum Teil versuchten die Seenotretter unter Einsatz des eigenen Lebens, Schlimmeres zu verhindern. Trotz aller Anstrengungen: Drei Seeleute blieben bei dem Unglück auf See.
Lotsen hatten versucht, an Bord der „Ondo“ zu gehen, um sie auf einen ungefährlicheren Kurs als den von ihr eingeschlagenen zu bringen. Um die Männer nicht durch den Propeller des Schiffes zu gefährden, drehte die „Ondo“ und lief dabei an einer Sandbank auf Grund. Allerdings zerbrach sie nicht, wie Fachleute befürchtet hatten, sondern trieb immer weiter auf den Sand.
Nach erfolglos gebliebenen Freischleppversuchen rettete der Seenotkreuzer RUHR-STAHL/Station Cuxhaven der DGzRS die Besatzung der „Ondo“: 51 Engländer und 14 deutsche Schauerleute. Insgesamt sechs Tage dauerten die zum Teil äußerst riskanten und gefährlichen Bemühungen, um die englischen Seeleute in immer wieder neuen Anläufen von Bord der „Ondo“ zu holen.
Die drei Lotsen hingegen waren beim Versuch, zur „Ondo“ zu gelangen, mit ihrem Versetzboot in schwerer See abgetrieben. Ihr Boot war anschließend offenbar gekentert. Für sie gab es keine Rettung. Der Mahlsand des „Großen Vogelsands“ hielt die „Ondo“ dauerhaft fest, sodass eine Bergung des Schiffes nie gelang. Das Wrack liegt heute noch in dem Bereich, in dem das Unglück 1961 geschah. Überreste des Schiffs ragen bei niedrigem Wasserstand sichtbar aus dem Boden – als mahnende stumme Zeugen des großen Schiffsunglücks vor 50 Jahren.

Das zugehörige Bildmaterial finden Sie in druckfähiger Qualität im Presse-Downloadbereich unserer Website: www.seenotretter.de/pressedownload.


Die aufgelaufene „Ondo“ auf dem „Großen Vogelsand“

Angefügte Bilder:
22e9cb0d1a.jpg  
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09.12.2011 12:03
#333 Erneut Spenden-Siegel für Seenotretter antworten

Erneut Spenden-Siegel für Seenotretter

10:59

In diesen Tagen hat das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) in Berlin die Seenotretter erneut mit dem Spenden-Siegel als „Zeichen für Vertrauen“ ausgezeichnet.

In dem Zertifikat dazu heißt es: „Die Organisation Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger, …Bremen, hat die Leitlinien für die Vergabe des DZI Spenden-Siegels als Grundlage ihrer Arbeit anerkannt. Sie hat bestätigt, dass sie alle dazu erforderlichen Angaben wahrheitsgemäß und vollständig nach bestem Wissen und Gewissen gemacht und belegt hat. Nach intensiver und umfassender Prüfung hat das DZI festgestellt, dass die Organisation die Spenden-Siegel-Standards erfüllt und erkennt ihr das DZI Spenden-Siegel zu.“

Die DGzRS unterhält heute auf 54 Stationen an Nord- und Ostsee 61 moderne, leistungsfähige Seenotkreuzer und Seenotrettungsboote. In ihren Diensten stehen 186 fest angestellte und über 800 ehrenamtlich tätige Rettungsmänner und -frauen. Die gesamte Arbeit der Seenotretter wird ausschließlich durch freiwillige Zuwendungen und Spenden finanziert. Schirmherr des Rettungswerks ist Bundespräsident Christian Wulff; ehrenamtlicher „Bootschafter“ für das Jahr 2011 Schauspieler Uwe Friedrichsen, dem im nächsten Jahr der Erfolgsautor und Schriftsteller Frank Schätzing folgen wird.


www.seenotretter.de

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19.12.2011 12:12
#334 Spenden antworten

Sie brauchen nicht mit einem Seenotretter zu tauschen, um zu helfen:


Jetzt spenden!

Helfen Sie uns mit einer einmaligen Spende .

Oder senden Sie uns 5 Euro per SMS - unser modernes Sammelschiffchen steht Ihnen stets zur Verfügung!

http://www.dgzrs.de/index.php?id=jetzt_spenden



Förderer werden!

Geben Sie den Seenotrettern Sicherheit - mit Ihrer regelmäßigen Spende .

http://www.dgzrs.de/index.php?id=foerderer_werden


www.seenotretter.de

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03.01.2012 17:18
#335 RE: Gerriet Leiß Station Langeoog antworten

Seenotretter bei der Eiswette präsent
11:25

An der Bremer Eiswette, traditionell am 6. Januar, wird die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) wieder mit einem Seenotkreuzer teilnehmen. In diesem Jahr ist es die BERNHARD GRUBEN von der Station Norderney, die sich momentan zu Wartungsarbeiten in der DGzRS-Zentrale befindet.

Zusätzlich dabei sein wird diesmal das Tochterboot des neuen 36-Meter-Seenotkreuzers, der zurzeit auf der Fassmer-Werft gebaut wird. In Höhe des Punkendeichs werden die Seenotretter einmal mehr zur Stelle sein, um notfalls den Eiswettschneider trockenen Fußes über die Weser zu bringen. Anlässlich des späteren Stiftungsfestes spenden Eiswett-Genossen und Gäste erneut für die DGzRS, deren gesamte Arbeit durch freiwillige Zuwendungen finanziert wird.


www.seenotretter.de

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08.01.2012 13:13
#336 Vierteilige Dokumentation (Seenotretter) im Fernsehen antworten

Sendungen: 25. Januar, 1. Februar, 8. Februar und 15. Februar 2012, jeweils 21 Uhr


Norddeutsche Typen, die dem rauen Meer trotzen und ihrer Verantwortung gerecht werden, ohne ihren Humor zu verlieren: Sie stehen im Mittelpunkt der vierteiligen Dokumentation „Seenotretter“, die der NDR ab 25. Januar 2012 zur besten Sendezeit zeigt.

Die Zuschauer erleben nicht nur die mitunter spektakulären Einsätze, sondern auch den Alltag der Seenotretter. Die vierteilige Dokumentation vermittelt spannende und authentische Einblicke in das Leben an Bord der Seenotkreuzer THEODOR STORM/Station Büsum und BERLIN/Station Laboe. Dazu waren zwei Fernsehteams jederzeit „mit im Boot“. Sie drehten besonders schwierige Einsätze mit fest installierten Kameras, um die Rettungsarbeiten nicht zu behindern. Die Aufnahmen zeigen eindrücklich, was Seenotretter unter schwierigsten Bedingungen leisten.


www.seenotretter.de

Digitale Pressemappe zum herunterladen

http://www.dgzrs.de/fileadmin/user_uploa...tretter2012.pdf

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08.01.2012 15:15
#337 „De Werser geiht“ – die Weser fließt und ist eisfrei antworten

„De Werser geiht“ – die Weser fließt und ist eisfrei:

Das Ergebnis der traditionsreichen Bremer Eiswette steht einmal mehr fest. Gern haben die Seenotretter auch am Dreikönigstag 2012 (6. Januar) die ehrenvolle Aufgabe übernommen, den Schneider trockenen Fußes ans andere Weserufer zu bringen – schließlich wird beim Eiswett-Stiftungsfest kräftig für die DGzRS gesammelt.
Diesmal dabei waren der Seenotkreuzer BERNHARD GRUBEN/Station Norderney, der sich zur Werftüberholung in Bremen befindet, und das neue Tochterboot mit der internen Bezeichnung TB 35, das zu dem 36,5-Meter-Neubau gehört, der derzeit für die Station Sassnitz entsteht. Mehr zur Eiswette gibt es hier: www.eiswette.de


www.seenotretter.de

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17.01.2012 17:00
#338 Einsatzbilanz 2011 der Seenotretter antworten

Einsatzbilanz 2011 der Seenotretter – Bestseller-Autor Frank Schätzing neuer „Bootschafter“


13:30

Die Seenotretter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) haben im Verlauf des Jahres 2011 insgesamt 1323 Menschen aus Seenot gerettet oder Gefahr befreit (2010: 1130). Insgesamt ist die Rettungsflotte der DGzRS 2106 Mal im Einsatz gewesen (2010: 2044 Einsätze).

Neuer ehrenamtlicher „Bootschafter“ des Rettungswerkes ist der bekannte Schriftsteller und Erfolgsautor Frank Schätzing („Der Schwarm“, „Limit“ …).

„Ich bewundere die Seenotretter für ihren unerschrockenen, unermüdlichen Einsatz. Er verdient eine gewaltige Flut, mit der sie auch in Zukunft jederzeit auslaufen können, wann immer Menschen in Not sind – eine Flut von Spendengeldern!“
Schätzing löst den renommierten Schauspieler Uwe Friedrichsen ab, der die Arbeit der Seenotretter mit großem Engagement begleitet hat. Der Bestseller-Autor stellte in der DGzRS-Zentrale in Bremen am Dienstag, 17. Januar 2012, die Einsatzzahlen der Rettungsflotte aus dem abgelaufenen Jahr vor:


2011 haben die Besatzungen der 61 Seenotkreuzer und Seenotrettungsboote in Nord- und Ostsee

• 56 Menschen aus Seenot gerettet;

• 1267 Menschen aus drohender Gefahr befreit;

• 453 Mal erkrankte oder verletzte Menschen von Seeschiffen, Inseln oder Halligen
zum Festland transportiert;

• 59 Schiffe und Boote vor dem Totalverlust bewahrt;

• 946 Hilfeleistungen für Wasserfahrzeuge aller Art erbracht sowie

• 513 Einsatzanläufe und Sicherungsfahrten absolviert.


In vielen Fällen griffen die Seenotretter frühzeitig ein und begrenzten so Schäden bereits im Vorfeld. Zudem sind sie 3068 Mal in ihren Revieren zwischen Borkum im Westen und Ueckermünde im Osten auf Kontrollfahrt gegangen.
Darüber hinaus war die SEENOTLEITUNG BREMEN (Maritime Rescue Co-ordination Centre, MRCC BREMEN) in 225 Seenotfällen international im Interesse der deutschen Schifffahrt unterstützend oder initiativ tätig (2010: 248 Mal).


Einschließlich aller Such- und Rettungsaktionen sowie Kontrollfahrten haben allein die 20 Seenotkreuzer (die 41 Seenotrettungsboote nicht mitgerechnet) im vergangenen Jahr 73.471 Seemeilen (ca. 136.070 Kilometer) in Nord- und Ostsee zurückgelegt.


Seit ihrer Gründung am 29. Mai 1865 hat die DGzRS somit insgesamt 79.063 Menschen aus Seenot gerettet oder aus lebensbedrohender Gefahr befreit. Das entspricht etwa der Einwohnerzahl von Gießen (Hessen), der Insel Rügen (Mecklenburg-Vorpommern) oder der gesamten Landkreise Osterode am Harz (Niedersachsen) und Lindau am Bodensee (Bayern).


Die Einsatzzahlen 2011 verteilen sich auf die einzelnen Küsten wie folgt:


Niedersächsische Nordseeküste

Die Besatzungen der an der niedersächsischen Küste stationierten Seenotkreuzer und Seenotrettungsboote haben bei 622 Einsätzen sechs Menschen aus Seenot gerettet und 389 weitere aus Gefahrensituationen befreit.


Schleswig-Holsteinische Nordseeküste
Die Stationen an der schleswig-holsteinischen Nordseeküste registrierten 279 Einsätze. Die dortigen Mannschaften retteten ebenfalls sechs Menschen aus Seenot und befreiten weitere 132 aus Gefahrensituationen.


Schleswig-Holsteinische Ostseeküste
An der Ostseeküste Schleswig-Holsteins waren die Seenotretter 669 Mal im Einsatz. Sie retteten 21 Menschen aus Seenot und befreiten weitere 311 aus Gefahrensituationen.


Mecklenburg-Vorpommersche Ostseeküste
In Mecklenburg-Vorpommern waren die DGzRS-Rettungseinheiten zu 536 Einsatzfahrten unterwegs. Ihre Besatzungen retteten 23 Menschen aus Seenot und befreiten weitere 435 aus Gefahrensituationen.

Aus der Rettungsflotte
Zu den Höhepunkten aus Sicht der Seenotretter im vergangenen Jahr zählt die Indienststellung eines neuen 20-Meter-Seenotkreuzers für die Station Büsum. Sandra Carstensen, Frau des schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten Peter Harry Carstensen, taufte das Schiff Mitte August auf den Namen THEODOR STORM. Auch im laufenden Jahr soll die Modernisierung der Rettungsflotte fortgesetzt werden. Für die Station Sassnitz ist ein neuer 36,5 Meter langer Seenotkreuzer vorgesehen. Diese Einheit befindet sich zurzeit auf der Fassmer-Werft an der Unterweser im Bau und soll die dann 34 Jahre alte WILHELM KAISEN ablösen.


Auf seine letzte und besonders spektakuläre Reise ging im Frühjahr 2011 der ausgemusterte Seenotkreuzer JOHN T. ESSBERGER. Von Fehmarn aus erreichte er über Hamburg, Bremerhaven und den Rhein Ende Mai Speyer. Im dortigen stark frequentierten „Technik Museum“ (ca. 650.000 Besucher pro Jahr) ist er seit September 2011 der Öffentlichkeit als Exponat zugänglich; nicht zuletzt um auch fernab der Küsten für das Seenotrettungswerk zu werben und weitere Förderer für die DGzRS zu gewinnen, deren Arbeit ausschließlich durch freiwillige Zuwendungen getragen wird und die deshalb auf die Unterstützung der breiten Bevölkerung angewiesen ist.

Die Seenotretter im TV
Alltag und Leben an Bord zweier Seenotkreuzer sind ab Ende Januar in einer vierteiligen Fernsehdokumentation immer mittwochabends zu sehen. NDR-Kamerateams haben die Besatzungen der THEODOR STORM/Station Büsum und BERLIN/Station Laboe mehrere Monate lang immer wieder begleitet. Die geplanten Sendetermine: 25. Januar, 1. Februar, 8. Februar und 15. Februar 2012, jeweils 21 Uhr, NDR Fernsehen.

Tag der Seenotretter 2012
Spendern, Freunden und allen Interessierten bietet die DGzRS auch 2012 wieder die Gelegenheit, sich vor Ort ein Bild von der Leistungsfähigkeit des deutschen Seenotrettungswerks zu machen. Erneut findet am letzten Sonntag im Juli, somit am 29. Juli 2012, der „Tag der Seenotretter“ auf zahlreichen Rettungsstationen und in der Zentrale in Bremen statt.


„Bootschafter“ 2012 ist Frank Schätzing
„Ich bewundere die Seenotretter für ihren unermüdlichen Einsatz!“


Der bekannte Schriftsteller und Erfolgsautor Frank Schätzing ist „Bootschafter“ der Seenotretter 2012. Aus Schätzings Feder stammen Bestseller wie „Der Schwarm“ oder „Limit“. Er, der schon so viele literarische Figuren erschaffen hat, fühlt sich den Seenotrettern auf ganz besondere Weise verbunden.


„Ich liebe es, Helden zu erfinden. Die besten Geschichten werden allerdings von Helden geschrieben, die man nicht erfinden kann, weil es sie schon gibt. Die Seenotretter beispielsweise. Die hätte ich gerne erfunden“, gesteht Schätzing.
Doch da es die Seenotretter nun einmal schon seit beinahe 150 Jahre in der Realität gibt, bleibe ihm immerhin, diese mutigen Männer und Frauen zu bewundern: „Für ihre Unerschrockenheit, ihren unermüdlichen Einsatz. Dafür, dass sie ihr Leben aufs Spiel setzen, um das anderer zu retten. Respekt! Es ist mir eine Ehre, Euer ,Bootschafter‘ zu sein!“


Durch seine schriftstellerische Erfahrung mit maritimen Themen weiß er nur zu gut, was die Besatzungen der DGzRS leisten: „Der sicherste Platz für ein Schiff ist der Hafen. Nur, dafür werden Schiffe nicht gebaut. Schon gar nicht die der Seenotretter. Wenn andere nämlich den Hafen ansteuern, fahren sie hinaus. Bei jeder Windstärke, jedem Wellengang. Setzen ihr Leben aufs Spiel, um das anderer zu retten. So viel Einsatz verdient eine gewaltige Flut, mit der die Seenotretter auch in Zukunft jederzeit auslaufen können, wann immer Menschen in Not sind – eine Flut von Spendengeldern!“


In den Bordtagebüchern geblättert

29. Januar 2011
Auf dem Hochseeschlepper „Nordic“ stürzt ein Seemann aus etwa drei Metern Höhe in einen Stauraum. Der Seenotkreuzer BERNHARD GRUBEN/Station Norderney birgt ihn ab, versorgt ihn und übergibt ihn in Norddeich an den Landrettungsdienst.


21. Februar 2011
Das kleine, aber sehr kraftvolle und wendige Seenotrettungsboot WOLTERA/Station Juist befreit ein vor der Insel gestrandetes Küstenmotorschiff aus dem Watt. Nach Unterstützung durch eine Frachtfähre schleppt die WOLTERA mit der ganzen Kraft ihrer 320 PS den vier Mal längeren, über 800 Tonnen wiegenden Havaristen allein bis zum Inselhafen.


25. März 2011
Bei einem Offshore-Training vor Cuxhaven fällt ein Ausbilder über Bord eines Schlauchbootes. Die Trainingsteilnehmer alarmieren die Seenotretter. Mit dem Tochterboot BIENE des Seenotkreuzers HERMANN HELMS/Station Cuxhaven bergen sie den Mann aus der Nordsee.


29. März/6. April 2011
Der neue Seenotkreuzer THEODOR STORM/Station Büsum (damals noch SK 33) bewährt sich in seinen ersten Einsätzen: Zwei jeweils nahezu voll beladene Fischkutter hatten sich bei den Seenotrettern gemeldet. Sie treiben manövrierunfähig im Fahrwasser. Bei teils starken Winden bugsieren die Seenotretter die ungleich schwereren Kutter in den Hafen.


7. Mai 2011
Die Besatzung des Seenotkreuzers EUGEN/Station Greifswalder Oie kommt vor Rügen in einem fast zehnstündigen Einsatz 17 Anglern zu Hilfe, deren Kutter bei Windstärke sechs und zwei Meter hohen Wellen manövrierunfähig treibt. Die Seenotretter schleppen das Schiff sicher ein.


18. Mai 2011
Auf einem Containerfrachter in der Kieler Bucht bricht der Kapitän zusammen. Die Besatzung des Seenotkreuzers BERLIN/Station Laboe nimmt auf dem 135 Meter langen Schiff die medizinische Erstversorgung vor und bringt den Mann zur weiteren Versorgung an Land.


25. Juni 2011
Auf dem niederländischen Tanker „Cobalt Water“ erleidet der zweite Maschinist im Maschinenraum schwere Verbrühungen. Der Seenotkreuzer ALFRIED KRUPP/Station Borkum bringt einen Notarzt zu dem Frachter. Er versorgt die Wunden des 21-Jährigen im Bordhospital des Seenotkreuzers mit kühlenden Kompressen, während die Seenotretter das niederländische Eemshaven ansteuern.


6. Juli 2011
Auf der Flensburger Förde geraten zwei Kitesurfer vor Bockholmwik in eine Gewitterfront mit starken Böen und dichten Regenschauern. Sie können ihre Kitesegel nicht mehr starten und treiben weit von Land ab. Das Seenotrettungsboot WERNER KUNTZE/Station Langballigau nimmt sie an Bord.


10. Juli 2011
Einen bis zum Bauch im Wasser stehenden Dalmatiner-Mischling bergen die Seenotretter der Station Büsum aus dem Wattenmeer. Mit ihrem schnellen und flachgehenden Festrumpfschlauchboot nehmen sie das verängstigte Tier an Bord. Dank eines Chips ermittelt die Polizei schnell den Halter.


12. Juli 2011
Vor Sylt geht der Tauchkutter „Venus“ in Flammen auf. Die drei Taucher retten sich in ein Schlauchboot. Sie kommen mit Verdacht auf Rauchgasinhalation zur Sicherheit ins Krankenhaus. Der Seenotkreuzer MINDEN/Station List und andere Schiffe löschen den Brand.


20. Juli 2011
Mit maßgeblicher Unterstützung durch die SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS rettet ein norwegisches Frachtschiff mitten im Atlantik etwa 500 Seemeilen nordwestlich der Kapverdischen Inseln zwei Segler aus Seenot. Der Frachter erreicht die beiden Deutschen, die nach Mastbruch und Wassereinbruch mehrere Notrufe ausgelöst hatten, kurz bevor ihre gut elf Meter lange Yacht sinkt.


23. Juli 2011
Die freiwillige Besatzung des Seenotrettungsbootes DORA/Station Ueckermünde rettet auf dem Stettiner Haff sechs Segler aus Seenot. Sie waren außenbords gefallen, als ihr offener Segelkutter bei Windgeschwindigkeiten über 30 Knoten (über 50 km/h) und sehr kurzen, harten Seen kenterte.


19. August 2011
Vor Bremerhaven kentert der kleine Fischkutter „Jutta“. Drei Fischer sind im Wasser. Mit dem flachgehenden Tochterboot CHRISTIAN des Seenotkreuzers HERMANN RUDOLF MEYER/Station Bremerhaven nehmen die Seenotretter die Fischer an Bord und versorgen sie mit trockener Kleidung und warmen Getränken.


28. August 2011
Mit ihrem Seenotrettungsboot WOLTERA/Station Juist kommt die Freiwilligen-Besatzung einem erschöpften Surfer vor Norddeich zu Hilfe. Der völlig entkräftete Mann klammerte sich am Ende einer Buhne an einem Seezeichen fest und zog sich dabei entsprechende Fußverletzungen zu.


29. August 2011
Auf ihrem neun Meter langen Motorkajütboot geraten zwei Wassersportler vor Darßer Ort in eine von Seeleuten gefürchtete Situation: auf Legerwall. Im Sturm können sie sich nicht mehr von Land fernhalten. Im Brandungsgürtel werfen sie Anker. Bei neun Windstärken befreit der Seenotkreuzer THEO FISCHER/Station Darßer Ort die beiden aus ihrer gefährlichen Lage.


27. August, 2. September, 2. Oktober 2011
Drei Fahrgastschiffe kommen unabhängig voneinander im Wattenmeer fest. Vor Hooksiel und vor der Nordspitze Amrums kommen die Seenotretter insgesamt über 400 Menschen zu Hilfe und ersparen ihnen unangenehme Übernachtungen ohne Proviant an Bord.


1. Oktober 2011
Nach einem Kabelbrand auf einer Zwölf-Meter-Motoryacht bringen freiwillige Seenotretter mit dem Seenotrettungsboot BOTTSAND/Station Laboe die zweiköpfige Besatzung sicher an Land.


8. Oktober 2011
Im Überlebensanzug schwimmend kommt ein freiwilliges Besatzungsmitglied des Seenotrettungsbootes HANS INGWERSEN/Station Travemünde einem schiffbrüchigen Segler zu Hilfe. Dem Mann war es nicht gelungen, seine gekenterte Jolle wieder aufzurichten.


10. Oktober 2011
Vor der Halbinsel Eiderstedt verhindern die Seenotretter den Untergang des Krabbenkutters „Korona“ (Heimathafen Tönning). Nach Strandung und starkem Wassereinbruch hält die Freiwilligen-Besatzung des Seenotrettungsbootes PAUL NEISSE/Station Eiderdamm gemeinsam mit ihren Kollegen des Seenotkreuzers THEODOR STORM/Station Büsum das Schiff schwimmfähig.


19. Oktober 2011
Auf der Englandfähre „Hafnia Seaways“ bricht nördlich Spiekeroog ein Feuer aus. Der Seenotkreuzer HERMANN MARWEDE/Station Helgoland koordiniert als Einsatzleiter vor Ort die Hilfe. Gemeinsam mit Feuerwehrexperten aus Brunsbüttel gelingt es der Besatzung der Fähre, den Brand zu löschen.


28. Oktober 2011
Auf dem Seenotkreuzer VORMANN LEISS/Station Amrum erblickt ein gesunder Junge das Licht der Welt. Die Seenotretter sollten die Hochschwangere in einem Nachteinsatz nach Föhr transportieren, wo das nächste Krankenhaus steht. Doch das Kind will nicht warten: Die begleitende Hebamme leitet noch während der Einfahrt in den Wyker Hafen die Geburt ein.


5. November 2011
Vor der Darßspitze kommt der Seenotkreuzer THEO FISCHER/Darßer Ort zwei Berufsfischern zu Hilfe. Mit gerissenem Keilriemen treibt ihr Kutter manövrierunfähig auf die offene See hinaus. Trotz Nebel finden die Seenotretter die Fischer schnell und schleppen den Kutter ein.


22. November 2011
Im dichten Nebel kollidieren auf der Außenweser vor Bremerhaven der Massengutfrachter „Splittnes“ und das Containerschiff „MOL Efficiency“. Die „Splittnes“ macht Wasser, neun Seeleute steigen in ein schiffseigenes Rettungsboot. Das Tochterboot CHRISTIAN des Seenotkreuzers HERMANN RUDOLF MEYER/Station Bremerhaven nimmt es in Schlepp – alle Mann in Sicherheit.


26. November 2011
Auf der Außenelbe kollidiert das Lotsenversetzboot „Duhnen“ mit dem 301 Meter langen Containerfrachter „Ever Strong“. Zum Glück wird niemand verletzt, doch die „Duhnen“ ist erheblich beschädigt. Sie bekommt Schlagseite, weil Wasser in den Rumpf eindringt. Der Seenotkreuzer HERMANN HELMS/Station Cuxhaven setzt seine leistungsstarken Lenzpumpen ein und begleitet das Schiff sicher nach Cuxhaven.


1. Dezember 2011
Zwei Seenotkreuzer eilen auf der Außenelbe dem 133 Meter langen ägyptischen Frachter „Abu Rdees“ zu Hilfe, auf dem ein Brand ausgebrochen ist. An Bord sind 37 Mann Besatzung, die das Feuer schnell unter Kontrolle haben. Der Seenotkreuzer HERMANN HELMS/Station Cuxhaven transportiert Feuerwehrexperten zu dem Frachter. Sie stellen fest: Das Feuer ist aus. Doch fünf Seeleute haben vermutlich gefährliche Rauchgase eingeatmet. Der Seenotkreuzer HERMANN MARWEDE/Station Helgoland birgt sie ab und bringt sie an Land.


Quelle und Bild: www.seenotretter.de


Der neue "Bootschafter" der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) Frank Schätzing (li.) im Gespräch mit Gerd Schwips, Vormann des Seenotkreuzers BERNHARD GRUBEN (im Hintergrund). Der Seenotkreuzer wird zur Zeit in der DGzRS-Werft überholt.

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17.02.2012 22:00
#339 Kurs 2015 – ein Sammelschiffchen geht auf Weltreise antworten

Kurs 2015 – ein Sammelschiffchen geht auf Weltreise


13:16

Auf See ist jeder Mensch in Not auf die Hilfe anderer angewiesen. Nicht nur Schiffsunglücke wie das dramatische Unglück des vor Italien havarierten Kreuzfahrtschiffes „Costa Concordia“ oder der Untergang der „Titanic“ vor 100 Jahren machen das immer wieder deutlich. Ob ein Seemann an Bord im Pazifik erkrankt oder ein Schiff vor Cuxhaven in Brand gerät – sich gegenseitig zu helfen, ist auf See oberstes Gebot.

Ein Sammelschiffchen der Seenotretter trägt diesen Gedanken jetzt auf ungewöhnliche Weise um die Welt: An Bord des Katamarans „La Medianoche“ mit der deutschen Skipperin Mareike Guhr (43) segelt ein Sammelschiffchen einmal um die Welt. Die Rückkehr nach Deutschland ist für 2015 geplant, das Jahr, in dem die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) 150 Jahre alt wird und in Bremen und Bremerhaven den World Maritime Rescue Congress (WMRC) ausrichtet. Der WMRC ist das Treffen aller Seenotrettungsdienste weltweit, die sich in der International Maritime Rescue Federation (IMRF) zusammengeschlossen haben.


Nicht nur dient das Sammelschiffchen als „Bootschafter“ für den Gedanken der internationalen Hilfe auf See, auch weist es darauf hin, dass die DGzRS heute wie schon bei der Gründung 1865 ausschließlich von Menschen getragen wird, die freiwillig für den Seenotrettungsdienst spenden. Von unterwegs wird Mareike Guhr regelmäßig auf der Website der Seenotretter (www.seenotretter.de) über die „Erlebnisse“ des Sammelschiffchens berichten. Noch in diesem Jahr wird es den Atlantik überqueren, 2013 geht es durch den Panamakanal in den Pazifik und über Tahiti nach Neuseeland. Weitere Stationen werden voraussichtlich Mauritius, Südafrika und nach einer weiteren Atlantiküberquerung Brasilien sein. Geplant sind möglicherweise auch Treffen mit den lokalen Seenotrettungsdiensten. Der Start der Weltumsegelung ist für Anfang April auf der Kanarischen Insel Lanzarote vorgesehen. „Es geht für mich nicht darum, die Welt so schnell wie möglich zu umrunden, sondern unter Segeln anderen Länder, Kulturen und Menschen zu begegnen“, sagt Mareike Guhr. „Ich bin seit vielen Jahren als Seglerin Fördermitglied der DGzRS. Schon meine Eltern unterstützten die Seenotretter, als ich noch ein Kind war.


Wie viel die DGzRS auch für Wassersportler tut, ist mir immer wieder bewusst. Deshalb möchte ich das Sammelschiffchen symbolisch als Dank an alle Seenotretter auf meiner Reise um die Welt an Bord dabeihaben.“ Wer möchte, kann Mareike Guhr auf Teilstrecken der Weltumsegelung, die bei ihr gebucht werden können, begleiten. Sowohl Anfänger als auch erfahrene Segler sind willkommen. Hinweise dazu finden Sie unter www.magsail.de.


Vor ihrem Start nimmt die Skipperin in der Woche vom 13. bis 17. Februar 2012 an einem Sicherheitslehrgang der Seenotretter in der DGzRS-eigenen Ausbildungsstätte in Neustadt / Holstein teil, wo Leck- und Feuerbekämpfung, Abbergung durch Hubschrauber und Übungen mit einer Rettungsinsel auf dem Programm stehen.


Beim bekannten Sammelschiffchen der Seenotretter handelt es sich vermutlich um eines der ältesten Sammelbehältnisse einer Spendenorganisation. Bereits zehn Jahre nach ihrer Gründung im Jahre 1865 wurde damit für das ausschließlich durch Spenden finanzierte Rettungswerk gesammelt. Die Form ist den damaligen Ruderrettungsbooten nachempfunden.


www.seenotretter.de


„Kurs 2015: Ein Sammelschiffchen geht auf Weltreise.“ Skipperin Mareike Guhr vor ihrer Weltumsegelung beim Sicherheitslehrgang der DGzRS nach einer Rettungsinselübung mit freiwilligen Seenotrettern aus Nord- und Ostsee

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28.02.2012 17:17
#340 Wilhelmshavener Seenotretter haben neuen Vormann antworten

Wilhelmshavener Seenotretter haben neuen Vormann
11:43


Die Freiwilligenstation Wilhelmshaven der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) hat einen neuen Vormann. Erwin Clausen ist Ingo Owen nachgefolgt.



Owen schied im Alter von 72 Jahren nach über 25 Jahren Engagement für die Seenotretter aus dem aktiven Dienst aus. Er hatte seine Tätigkeit als freiwilliger Rettungsmann im Juni 1985 in Wilhelmshaven begonnen, zunächst auf den Seenotkreuzern MINDEN und VORMANN STEFFENS. Seit Juli 1993 führte er als freiwilliger Vormann das Seenotrettungsboot OTTO BEHR.
Erwin Clausen ist wie sein Vorgänger ein erfahrener Rettungsmann. Seit März 1993 ist er freiwillig für das Seenotrettungswerk im Einsatz. Die Funktion des Vormanns übernahm er am 1. Februar 2012 von Ingo Owen.
Die Station Wilhelmshaven gehört zu den ältesten deutschen Seenotrettungsstationen. 1870 stationierte die DGzRS dort das erste Ruderrettungsboot. Heute zählt die Station rund zehn freiwillige Seenotretter. Sie sind im Notfall mit ihrem modernen 8,5-Meter-Seenotrettungsboot OTTO BEHR zur Stelle, um Menschen in Seenot schnell und professionell zu helfen. Nach wie vor wird die gesamte Arbeit der DGzRS ausschließlich durch freiwillige Zuwendungen ermöglicht.


www.seenotretter.de


DGzRS verabschiedet Ingo Owen – Über 25 Jahre freiwillig im Einsatz

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14.03.2012 13:33
#341 Neuer 36,5-Meter-Seenotkreuzer der DGzRS antworten

Neuer 36,5-Meter-Seenotkreuzer der DGzRS für Sassnitz hat Wasser unter dem Kiel


11:04

Der neue große, 36,5 Meter lange Seenotkreuzer der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) schwimmt in seinem Element. Die Schiffbauer der Fr. Fassmer-Werft in Berne-Motzen haben ihn am Dienstag, 13. März 2012, über ein großes Hebewerk in die Weser abgesenkt.

Die DGzRS wird das Schiff, das derzeit noch mit der internen Bezeichnung SK 32 versehen ist, voraussichtlich im Mai taufen und in Dienst stellen. Bis dahin stehen umfangreiche Erprobungen „auf Herz und Nieren“ in der Nordsee auf dem Programm.

Im Zuge der Modernsierung der Rettungsflotte wird SK 32 den bisher in Sassnitz stationierten Seenotkreuzer WIHELM KAISEN (Baujahr 1978) ersetzen. Die DGzRS trägt damit vorausschauend dem ansteigenden Verkehrsaufkommen auf See Rechnung. Kapitän Udo Helge Fox, Leiter des Seenotrettungsdienstes und Mitglied der Geschäftsführung: „Wir werden von dieser sehr wichtigen Position aus in der Pommerschen und in der Mecklenburger Bucht unseren dann modernsten Seenotkreuzer einsetzen.“


Nach gut einjähriger Vorplanung vergab die DGzRS im Sommer 2009 den Auftrag zum Bau eines Ersatzfahrzeuges für die WILHELM KAISEN. Entwurf, Modellversuche, Strukturauslegung, Erstellung der Werkstattzeichnungen, Materialzuschnitt und -verformung beschäftigten die Werft und das Rettungswerk bis weit ins Jahr 2010 hinein. Die Kiellegung von SK 32 erfolgte im Dezember 2010.


Der Neubau verfügt über eine leistungsstarke Feuerlöschanlage, ein Hubschrauberarbeitsdeck und ein umfangreich ausgestattetes Bordhospital. Die völlig neue Schiffsklasse ist in der bewährten Netzspanten-Bauweise konstruiert.


Die Eckdaten des Seenotkreuzers:
Länge über Alles: 36,45 Meter
Breite auf Spanten: 7,80 Meter
Tiefgang: 2,12 Meter
Geschwindigkeit: 25,00 Knoten (ca. 46 km/h)
Besatzung: 11/5 Pers. (Stamm/Einsatz)

Antrieb: drei Maschinen auf Festpropeller 1160 kW/1578 PS – 2465 kW/3352 PS – 1160 kW/1578 PS, insgesamt 4785 kW/6508 PS


Selbstverständlich sind Seenotkreuzer und Tochterboot als Selbstaufrichter konzipiert. Als Tochterboot kommt erstmals in der Geschichte der DGzRS ein gemeinsam mit der Werft „Marine Specialised Technology Ltd.“ entwickeltes schnelles Festrumpfschlauchboot (Rigid Inflatable Boat/RIB) mit geschlossener Kajüte für die Unterbringung von Geretteten und zur Durchführung von Krankentransporten in DGzRS-typischer Aluminiumbauweise zum Einsatz. Die Anforderungen in den Bereichen erreichbare Geschwindigkeit, Manövrierfähigkeit, erleichtertes Längsseitsgehen und Kostenersparnis gegenüber den bisherigen Tochterbooten bei vergleichbarer Sicherheit wurden umfassend erfüllt.


Die Eckdaten des Tochterbootes:
Länge über Alles: 8,70 Meter
Maximale Breite: 3,60 Meter
Geschwindigkeit: 32,00 Knoten (ca. 59 km/h)
Antrieb: zwei Motoren auf Wasserjets mit 376 kW (ca. 512 PS)


Wie alle Schiffe der DGzRS und ihre gesamte Arbeit wird auch dieser Neubau ausschließlich durch freiwillige Zuwendungen finanziert. Der Bau des Schiffes ist im Werft-Tagebuch der Seenotretter online nachzuverfolgen: www.seenotretter.de/werfttagebuch.


Die DGzRS setzt von 54 Stationen in Nord- und Ostsee derzeit 61 Seenotkreuzer und Seenotrettungsboote ein. Ihre eigene SEENOTLEITUNG BREMEN (MRCC = Maritime Rescue Co-ordination Centre) koordiniert zentral alle Einsätze. Trotz aller Technik: Im Mittelpunkt des Rettungswerkes steht nach wie die freiwillige Bereitschaft der Seenotretter zu ihren nicht selten gefahrvollen Einsätzen. Allein im Jahr 2011 waren die Einheiten der Rettungsflotte 2106 Mal im Einsatz. Dabei haben ihre Besatzungen 1323 Menschen aus Seenot gerettet oder aus drohenden Gefahrensituationen befreit.

Hinweis für die Redaktion:
Aktuelles Bildmaterial in druckfähiger Auflösung finden Sie im Presse-Downloadbereich unserer Internetseite: www.seenotretter.de/pressedownload


Quelle und Bild: www.seenotretter.de


Der noch ungetaufte 36,5-Meter-Seenotkreuzer-Neubau an der Ausrüstungspier der Fassmer-Werft

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19.03.2012 02:30
#342 Jahrbuch 2012 erschienen antworten

Das Jahrbuch 2012 der Seenotretter ist erschienen. Das 92 Seiten starke Heft enthält neben technischen Daten der Rettungsflotte und vielen Details zur Stationierung auch die Einsatzbilanz 2011.

Fischkutter vollgelaufen, Rettung aus dem Brandungsgürtel, Wassereinbruch bei Windstärke 7, Tauchkutter brennt vor Sylt, Kollisionen auf Weser und Elbe – das sind nur einige der herausragenden Einsätze des vergangenen Jahres, die sich im Jahrbuch 2012 ausführlich wiederfinden.

Den Fokus legt das neue Heft auf den Dank der Geretteten. Es stellt den neuen ehrenamtlichen DGzRS-„Bootschafter“ Frank Schätzing vor. Und es enthält einen ausführlichen Rückblick auf die letzte Reise des Seenotkreuzers JOHN T. ESSBERGER ins „Technik Museum Speyer“. Das Jahrbuch blickt auch in die Geschichte der DGzRS: Es erinnert an die Gründung des ersten deutschen regionalen Vereins zur Rettung Schiffbrüchiger 1861 in Emden und an die Indienststellung des ersten Motorrettungsbootes der DGzRS 1911.

Auch aus der Rettungsflotte selbst gibt es viel Neues: In Büsum haben die Seenotretter im August 2011 den dritten Neubau der 20-Meter-Klasse getauft, den Seenotkreuzer THEODOR STORM. Kurz vor der Ablieferung steht der neue große 36,5-Meter-Seenotkreuzer für die Ostsee.

Regelmäßige Förderer der DGzRS erhalten das Jahrbuch kostenlos per Post.

www.seenotretter.de/index.php?id=116


www.seenotretter.de

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19.03.2012 18:50
#343 Notlösung für den Nothafen: antworten

Notlösung für den Nothafen: Seenotrettungsboot STRALSUND vorübergehend am Darßer Ort stationiert


19.März
14:52

Das Seenotrettungsboot STRALSUND der Freiwilligen-Station Prerow/Wieck der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) ist nach rund dreimonatigem Werftaufenthalt in Bremen auf den Darß zurückgekehrt. Vorübergehend liegt das Spezialschiff allerdings nicht auf seiner Station Wieck auf der Boddenseite, sondern seeseitig im Nothafen Darßer Ort.

Dort vertritt die STRALSUND den Seenotkreuzer THEO FISCHER, der wegen der erneuten Versandung der Nothafeneinfahrt seine Station bis auf weiteres nicht mehr anlaufen kann. Die THEO FISCHER ist gezwungen, Ausweichhäfen ansteuern. Derzeit liegt sie in Barhöft.

Die Interims-Stationierung der STRALSUND am Darßer Ort kann nur eine vorübergehende Notlösung sein. Radius und Einsatzmöglichkeiten des 8,5-Meter-Seenotrettungsbootes, das im Einsatzfall durch Freiwillige aus Prerow besetzt wird, reichen allein auf Grund der Größe nicht annähernd an die Leistungsfähigkeit des rund um die Uhr besetzten 23-Meter-Seenotkreuzers heran. Und auch die STRALSUND mit ihrem geringen Tiefgang wird über kurz oder lang den immer mehr versandenden Nothafen nicht mehr ansteuern können. Zudem soll sie zu Saisonbeginn wieder von ihrer angestammten Station Wieck aus die rückwärtigen Boddengewässer absichern.

Für die DGzRS ist der Nothafen Darßer Ort beziehungsweise ein naher Ersatzhafen (wie seit langem geplant) dringend erforderlich. Den Seenotrettern geht es um die Absicherung der Kadetrinne, einer schmalen, aber äußerst viel befahrenen Seeschifffahrtsstraße zwischen Deutschland und Dänemark. Allein 2011 fuhr die THEO FISCHER in diesem Revier 43 Einsätze, bei denen sie 45 Menschen aus Seenot gerettet oder aus gefährlichen Situationen auf See befreit hat. Immer wieder zeigt sich die Notwendigkeit, gerade in diesem Bereich der Ostseeküste einen ständig besetzten Seenotkreuzer vorzuhalten, dessen Besatzung unmittelbar und schnell helfen kann.

In den vergangenen Wochen haben die Spezialisten in der hauseigenen DGzRS-Reparaturwerft in Bremen die STRALSUND einer turnusgemäßen Generalüberholung unterzogen. Neue technische und rettungsdienstliche Ausrüstung kam an Bord, darunter ein hochmodernes Navigationssystem mit Radar und Kartenplotter, das vorrangig aus Spenden der Prerower Bevölkerung finanziert wurde. Vormann Jens Pagel hat das Seenotrettungsboot gemeinsam mit seiner Besatzung von der Weser zurück an den Darß überführt. Bei den ausgiebigen Probefahrten in Nord- und Ostsee hat sich das neue Navigationssystem voll und ganz bewährt.

Die DGzRS setzt von 54 Stationen in Nord- und Ostsee 61 Seenotkreuzer und Seenotrettungsboote ein. Ihre eigene SEENOTLEITUNG BREMEN (MRCC = Maritime Rescue Co-ordination Centre) koordiniert zentral alle Einsätze. Allein im Jahr 2011 waren die Einheiten der Rettungsflotte 2106 Mal im Einsatz. Dabei haben ihre Besatzungen 1323 Menschen aus Seenot gerettet oder aus drohenden Gefahrensituationen befreit. Die bereits 1865 gegründete DGzRS finanziert ihre gesamte Arbeit nach wie vor ausschließlich durch freiwillige Zuwendungen und nimmt zur Durchführung ihrer vielfältigen Aufgaben keinerlei staatlich-öffentliche Mittel in Anspruch.


Quelle und Bild: www.seenotretter.de


Seenotrettungsboot STRALSUND (Archivbild)

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16.04.2012 08:08
#344 100 Jahre nach der Titanic antworten

Am 15. April 1912 sank die "Titanic" auf ihrer Jungfernfahrt im Atlantik nach der Kollision mit einem Eisberg. Wohl kein anderes Schiffsunglück hat die Menschen immer wieder derart stark beschäftigt, wie diese Havarie. 100 Jahre danach hat sich vieles verändert, doch wo immer Schiffe fahren, setzen sie sich den Naturgewalten und damit nach wie vor Gefahren aus.
Zunehmender Seeverkehr, Auswirkungen des Klimawandels und nicht zuletzt die Offshore-Windparks stellen die Seenotretter vor neue Herausforderungen. Dabei müssen sie sich auf moderne, leistungsfähige und sichere Schiffe verlassen können. Unser jüngster Neubau, ein 36,5 Meter langer Seenotkreuzer für die Station Sassnitz, befindet sich derzeit in der Erprobung.
Dieses Schiff ist ein weiteres Beispiel dafür, dass wir unsere gesamte Arbeit ausschließlich durch freiwillige Zuwendungen finanzieren. Denn heute wie damals gilt: Ohne Ihre Unterstützung ist der Einsatz der Seenotretter nicht möglich. Dafür danken wir Ihnen herzlich!


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19.04.2012 11:33
#345 "Vormann Knuddel" antworten

"Vormann Knuddel" geht auf große Fahrt

Mit großen Knopfaugen erkundet ein Teddy die Welt der Seenotretter: Unsere Facebook-Fangemeinde hat das neugierige Kerlchen "Vormann Knuddel" getauft. Derzeit sieht sich der Teddy in unserer Zentrale um. Seinen Koffer hat er bereits gepackt: Bald geht er auf große Fahrt und besucht einige Rettungsstationen. Darüber wird er online berichten. Zu haben ist er bereits jetzt in unserem Onlineshop.

http://www.dgzrs-shop.de/shop/article_36...aid%3D360041%26

www.seenotretter.de

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