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 Wissenswertes über Langeoog
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29.08.2013 11:11
#391 Grundlagen - Zielsetzung - Aufgaben antworten

Grundlagen zur Durchführung des Seenotrettungsdienstes

Unsere Aufgaben:

Rettung von Menschenleben aus Seenot und deren medizinische Erstversorgung

Koordinierung aller Maßnahmen im Seenotfall und bei Hilfeleistungen innerhalb des deutschen SAR (Search and Rescue)-Bereichs

Überwachung der UKW-Kanäle 16 und 70 für Not- und Sicherheitszwecke sowie Durchführung des Not-, Dringlichkeits- und Sicherheitsfunkverkehrs auf UKW im deutschen SAR-Bereich

Durchführung von Sicherungsaufgaben für gefährdete Schiffe und deren Besatzungen

Hilfe bei der Befreiung von Besatzungen von See- und Luftfahrzeugen aus unmittelbarer Gefahr

Transport von Kranken und Verletzten einschließlich Gewährung von erweiterter Erster Hilfe und Erstversorgung von Unfallpatienten

Durchführung jeglicher Tätigkeiten, die drohende Not- und Unglücksfälle zu verhüten helfen

Unterstützung deutscher Schiffe oder deutscher Besatzungen bei Notfällen im Ausland

Unterstützung der Feuerwehren bei der Brandbekämpfung im Rahmen der Möglichkeiten

Unterstützung des Havariekommandos bei komplexen Schadenslagen.

(Einzelheiten sind unter www.mrcc.de nachzulesen)


Für die Sicherheit des menschlichen Lebens auf See enthalten internationale Abkommen sowie entsprechende nationale Gesetze und Verordnungen grundsätzliche Bestimmungen.

Innerhalb der Bundesrepublik Deutschland ergänzt der SAR-Einsatzplan der DGzRS (www.mrcc.de) diese Bestimmungen mit dem Ziel, die Sicherheit auf See weiter zu erhöhen und die Durchführung von Such- und Rettungsaufgaben bei Seenotfällen von See- und Luftfahrzeugen in den vom Bundesministerium für Verkehr festgelegten Seegebieten der Bundesrepublik Deutschland zu erleichtern.


Der SAR-Dienst auf See in der Bundesrepublik Deutschland, der DGzRS vom BMV übertragen, beinhaltet:

Durchführung des Such- und Rettungsdienstes auf See (Vereinbarung BMV, 11.03.82)

Koordinierung des Such- und Rettungsdienstes auf See durch die Seenotleitung (MRCC) Bremen (Vereinbarung BMV, 11.03.82)

Überwachung der UKW-Kanäle 16 und 70 für Not- und Sicherheitszwecke sowie Durchführung des Not-, Dringlichkeits- und Sicherheitsfunkverkehrs auf UKW im deutschen SAR-Bereich. (Übertragung durch das BMV vom 07.11.96)

Unterstützung des militärischen SAR-Dienstes bei SAR-Einsätzen für Luftfahrzeuge sowie Wahrnehmung der Aufgaben einer Bereichssuchstelle (Verfügung BMV, 08.08.53, Verwaltungsvereinbarung. BMV/BMVg Sept. 1969)

Evakuierung von Schwerkranken und Schwerverletzten an Bord von Schiffen auf See sowie die Veranlassung sofortiger medizinischer Hilfe (Briefwechselvereinbarung BMV/DGzRS, 16./21.01.96)

Vereinbarung mit dem Havariekommando über die Zusammenarbeit mit dem BMV/BW

Mitwirkung beim verkehrsbezogenen Feuerschutz im Küstenbereich im Rahmen rettungsdienstlicher und technischer Möglichkeiten (Briefwechselvereinbarung BMV, Mai 1987)

Auftrag im Sinne der Genfer Konvention (Der Bundeskanzler, 18.03.64)


Die internationalen Grundlagen werden gebildet durch

Internationales Übereinkommen von 1974/79 zum Schutz des menschlichen Lebens auf See. (SOLAS)

Internationales Übereinkommen von 1979 über den Such- und Rettungsdienst auf See. (SOLAS)

IAMSAR-Manual Volume I-III

Übereinkommen Nr. 164 der International Labour Organization (ILO) über den Gesundheitsschutz und die medizinische Betreuung von Seeleuten (IAO-ÜE; ILO Nr. 164, 08.10.87)

Genfer Konvention von 1949

Brüsseler Übereinkommen von 1910


Quelle und Foto: www.seenotretter.de

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11.09.2013 20:00
#392 Pilotprojekt antworten

Pilotprojekt: Seenotretter statten „kleinste Bootsklasse“ mit modernster Kommunikationstechnik aus


11.September
16:43

„Digitale Sammelschiffchen“ ermöglichen per QR-Code und NFC-Chip bargeldloses Spenden

So wie die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) ihre leistungsfähigen Rettungseinheiten ständig weiterentwickelt, macht nun auch die „kleinste Bootsklasse“ der Seenotretter einen technischen Entwicklungssprung: Die Sammelschiffchen erhalten modernste „Kommunikations- und Navigationseinrichtungen“, die bargeldlose Spenden per Mobiltelefon ermöglichen.

Erstmals erwähnt wurde das Sammelschiffchen 1875 – seither hat es sich kaum verändert. Nun „modernisieren“ die Seenotretter ihren weithin bekannten Sympathieträger: Er bekommt als „digitales Sammelschiffchen“ neue Funktionen. Mittels QR-Code (Quick Response) und der NFC-Technologie (Near Field Communication) nehmen die Schiffchen neben der klassischen Münzfracht jetzt auch bargeldlose Zahlungen per Mobiltelefon entgegen. Ein spezieller Aufkleber, der die Technik und entsprechende Symbole enthält, ermöglicht dies – ebenso wie das Spenden per SMS mit dem Kennwort „RETTER“ an die Rufnummer 81190.

„Mit den digitalen Spendenwegen bieten wir den Menschen einfache und zusätzliche Möglichkeiten an, die Seenotretter mit kleinen Beträgen zu unterstützen“, sagt Nicolaus Stadeler, Mitglied der DGzRS-Geschäftsführung. „Genauso wie unsere Rettungsflotte immer auf dem neusten technischen Stand ist, verfügen jetzt auch unsere Sammelschiffchen über modernste Technik.“ Für den Nutzer haben die neuen Funktionen gleich mehrere Vorteile: Er kann ab sofort auch ohne Kleingeld in der Tasche für die wichtige Arbeit der DGzRS schnell und sicher mit seinem „digitalen Portemonnaie“ spenden. Zudem bekommt er im Gegensatz zur Barspende sofort eine Antwort mit einem Dank und Hinweisen auf weitere Informationen über die Seenotretter.

In einer Pilotphase stattet die DGzRS zunächst ausgewählte Sammelschiffchen in Bremen aus, um in den nächsten Monaten Erfahrungen mit den neuen Spendenmöglichkeiten zu sammeln. Anschließend sollen möglichst viele der rund 15.000 Sammelschiffchen entsprechend ausgerüstet werden. Damit könnte es eines der größten NFC-Projekte in Deutschland werden.

Wie funktionieren die „digitalen Sammelschiffchen“?

Dem Nutzer stehen mehrere Spendenwege offen. Zum einen kann er den aufgedruckten QR-Code mit einer auf dem Smartphone installierten App (Anwendung) „einscannen“. Anschließend wird er direkt auf die DGzRS-Spendenseite geleitet. Dort kann er die Höhe seiner Unterstützung wählen. Zum anderen kann er die NFC-Kontaktfläche (NFC-Tag) mit integriertem Chip, der eine kabellose Datenübertragung auf kürzester Entfernung ermöglicht, kurz mit einem NFC-fähigen Mobiltelefon berühren. Wie beim QR-Code öffnet sich dann automatisch die DGzRS-Spendenseite. Der große Vorteil dieser Lösung ist, dass der Nutzer keine App installieren oder starten muss. Bei beiden Möglichkeiten wird das Geld über die Handyrechnung abgebucht – weitere Gebühren fallen für den Nutzer nicht an, das Geld landet direkt bei den Seenotrettern.

Auf dem dritten digitalen Spendenweg – per SMS-Spende – schickt der Nutzer eine Kurznachricht mit dem Wort „RETTER“ an die Nummer 81190 und hilft den Seenotrettern mit fünf Euro, die über die Handyrechnung abgebucht werden. Zusätzlich muss er die Kosten für eine SMS bezahlen.

Das „digitale Sammelschiffchen“ realisiert die DGzRS in einem Pilotprojekt gemeinsam mit verschiedenen Partnern: Der Berliner Dienstleister „twingle“ stellt die Online-Plattform für das Spenden per QR-Code und NFC-Chip bereit, der Halbleiterhersteller NXP Semiconductors liefert die NFC-Chips, das Unternehmen Identive ist für Druck sowie Produktion der Aufkleber verantwortlich und die Samsung Electronics GmbH stellt für die Testphase die Smartphones zur Verfügung.

Über die DGzRS

Die DGzRS ist zuständig für den maritimen Such- und Rettungsdienst in den deutschen Gebieten von Nord- und Ostsee. Zur Erfüllung ihrer Aufgaben hält sie 60 Seenotkreuzer und Seenotrettungsboote auf 54 Stationen zwischen Borkum im Westen und Usedom im Osten stets einsatzbereit – rund um die Uhr, bei jedem Wetter. 180 fest angestellte und rund 800 freiwillige Seenotretter fahren Jahr für Jahr mehr als 2.000 Einsätze.

Die gesamte unabhängige und eigenverantwortliche Arbeit der Seenotretter wird ausschließlich durch freiwillige Zuwendungen finanziert, ohne Steuergelder. Seit Gründung der DGzRS 1865 haben ihre Besatzungen mehr als 80.000 Menschen aus Seenot gerettet oder drohenden Gefahren befreit. Schirmherr des Rettungswerkes ist der Bundespräsident.


Quelle: www.seenotretter.de


Ist begeistert von den neuen Spendenmöglichkeiten: Fernsehmoderator und DGzRS-„Bootschafter“ Yared Dibaba.


Der neue Seenotretter-Kalender 2014 http://seenotretter-shop.de/

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17.09.2013 11:11
#393 Neuer Seenotkreuzer für List auf Sylt hat erstmals Wasser unter dem Kiel antworten

Neuer Seenotkreuzer für List auf Sylt hat erstmals Wasser unter dem Kiel

Montag, 16.September
12:45

Der neue 20 Meter lange Seenotkreuzer der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) für die Station List auf Sylt schwimmt in seinem Element. Die Schiffbauer der Fr. Fassmer-Werft in Berne-Motzen haben ihn am Montag, 16. September 2013, über ein großes Hebewerk in die Weser abgesenkt.

Die DGzRS wird das Schiff, das derzeit noch mit der internen Bezeichnung SK 34 versehen ist, voraussichtlich Ende 2013 taufen und in Dienst stellen. Bis dahin stehen umfangreiche Erprobungen „auf Herz und Nieren“ in der Nordsee auf dem Programm. Zuvor erfolgt noch die Endausrüstung des modernen Spezialschiffes am Anleger der Fassmer-Werft.



Im Zuge der ständigen Modernisierung der Rettungsflotte soll der inzwischen vierte Neubau der 20-Meter-Klasse die zurzeit in List stationierte MINDEN (Baujahr 1985) ersetzen. Die Schwesterschiffe EISWETTE (Baujahr 2009), EUGEN (2009) und THEODOR STORM (2011) sind auf den Stationen Nordstrand, Greifswalder Oie und Büsum erfolgreich im Einsatz.

Der neue Seenotkreuzer
Länge über Alles: 19,90 Meter • Breite über Alles: 5,05 Meter • Tiefgang: 1,30 Meter
Geschwindigkeit: 22 Knoten (ca. 41 km/h) • Besatzung: 7/3 Pers. (Stamm/Einsatz)
Antrieb: ein Propeller 1.220 kW/1.630 PS • Verdrängung: 38 Tonnen



In der für Seenotkreuzer typischen Heckwanne mit Klappheck führt der neue Seenotkreuzer ein leichtes und wendiges Festrumpfschlauchboot mit sich. Es ist bei 4,80 Metern Länge und 40 Zentimetern Tiefgang 30 Knoten (ca. 56 km/h) schnell. Zugunsten des geringen Tiefgangs des Seenotkreuzers (nur 1,30 Meter) hat die DGzRS auf ein größeres und schwereres Tochterboot verzichtet. Dennoch ist das Arbeitsboot ein leistungsfähiges Einsatzmittel zur Assistenz und zum Befahren von Flachwassergebieten.



Trotz der relativ geringen Größe dieses Seenotkreuzers gibt es viel Platz für die Rettungsarbeiten: Der Behandlungsplatz zur medizinischen Erstversorgung im geräumigen Mehrzweckraum wird umfassend ausgerüstet. Auf ein Wohndeck hat die DGzRS verzichtet. Die Besatzung lebt nicht an Bord, sondern im Stationsgebäude unmittelbar am Liegeplatz. Für längere Seetörns sind im Vorschiff aber eine kleine Messe und eine Schlafmöglichkeit vorhanden.



Wie alle Rettungseinheiten der DGzRS ist auch der jüngste Neubau als Selbstaufrichter konzipiert, wird vollständig aus Aluminium gebaut und ausschließlich durch freiwillige Zuwendungen aus allen Teilen der Bevölkerung finanziert. Dazu haben die Seenotretter einen ungewöhnlichen Spendenwettbewerb gestartet.

Der Spendenwettbewerb: „Reetdach gegen Reeperbahn! Wer spendet mehr: Sylt oder Hamburg?“
Die DGzRS ruft insbesondere alle Freunde der Insel und der Hansestadt dazu auf, sich an der Finanzierung des neuen Seenotkreuzers zu beteiligen. Der Endstand dieses Spendenwettbewerbs wird entscheiden, ob das Schiff einen Namen mit Bezug zu Sylt oder zu Hamburg erhält.


Onlinespenden unter www.reetdach-gegen-reeperbahn.de verändern den Spendenstand in Echtzeit. Herkömmliche Überweisungen sind unter Angabe von „Aktion Sylt“ oder „Aktion Hamburg“ auf das Konto 107 2016 bei der Sparkasse Bremen (BLZ 290 501 01) möglich. Von unterwegs ist die Hilfe per SMS mit dem Wort „Sylt“ oder „Hamburg“ an die Nummer 8 11 90 (fünf Euro, Abrechnung via Handyrechnung) besonders schnell.

Die Seenotretter
Die DGzRS setzt derzeit von 54 Stationen in Nord- und Ostsee 60 Seenotkreuzer und Seenotrettungsboote ein. Die SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS (MRCC = Maritime Rescue Co-ordination Centre) koordiniert zentral alle Einsätze. Trotz aller Technik: Im Mittelpunkt des Rettungswerkes steht nach vor wie die freiwillige Bereitschaft der Seenotretter zu ihren nicht selten gefahrvollen Einsätzen. Allein 2012 waren die Einheiten der Rettungsflotte 2.117 Mal im Einsatz. Dabei haben ihre Besatzungen 1.135 Menschen aus Seenot gerettet oder aus drohenden Gefahrensituationen auf See befreit.

Hinweis für die Redaktionen:
Aktuelles Bildmaterial in druckfähiger Auflösung finden Sie im Presse-Downloadbereich unserer Internetseite.


Quelle und Foto: www.seenotretter.de


http://www.seenotretter.de/taler-toern.html


Seenotkreuzer-Neubau ist zu Wasser gelassen
SK 34 schwimmt erstmals in seinem Element.

Der neue Seenotretter-Kalender 2014 http://seenotretter-shop.de/

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18.09.2013 00:20
#394 RE: Grundlagen - Zielsetzung - Aufgaben antworten

"Riders on the Storm" –Künstler Peter Barthold Schnibbe malt für die Seenotretter

Dienstag, 17.September
10:59

Kunstwerk wird nach Fertigstellung im Deutschen Schiffahrtsmuseum in Bremerhaven ausgestellt
Peter Barthold Schnibbe, Maler aus Melchiorshausen bei Bremen, stiftet der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) ein großformatiges Triptychon – als Zeichen der Verbundenheit zur Seefahrt und zur Arbeit der Seenotretter.

Noch vor der Vollendung hatte der Künstler nun in sein Atelier geladen und stellte das eindrucksvolle Werk mit dem Titel „Riders on the Storm“ vor. Bis zum Ende des Jahres soll das Gemälde fertig gestellt und dem Deutschen Schiffahrtsmuseum in Bremerhaven als Dauerleihgabe überreicht werden. Das dreiteilige Werk, dass im Mittelteil das Meer darstellt und in den Seitenteilen einen Schiffbruch sowie das Herannahen eines Seenotkreuzers, ist nicht nur eine bewegende Hommage des Künstlers an die oft gefahrvolle Aufgabe der Seenotretter, zugleich steht es in der langen Tradition von Kunstwerken, in der die Schiffsreise zur Metapher des menschlichen Daseins wird. Nicht zufällig wählte Peter Barthold Schnibbe für sein Motiv als Form ein Triptychon, das seinen Ursprung in den dreiteiligen christlichen Altarbildern Europas findet. Aufgewachsen ist Peter Barthold Schnibbe als Sohn eines Kapitäns an der Wesermündung. Schon früh wurde er Zeuge von Schiffsunglücken und Rettungsaktionen. Das Triptychon ist das Ergebnis seiner engen Verbindung zu den Seenotrettern, über die er selbst sagt : „Meine Schenkung drückt meinen Respekt vor der Arbeit der Seenotretter aus; wenn ich das Wort „Held“ in den Mund nehme, dann trifft es für mich auf diese Männer (und Frauen) zu, die bereit sind, in Demut vor den Naturgewalten für Menschen in Not ihr Leben aufs Spiel zu setzen. Und auch meinen Respekt vor denen, die die Basis zu dieser Arbeit schaffen.“ Die enge Zusammenarbeit der Seenotretter mit dem Schiffahrtsmuseum in Bremerhaven brachte Dr. Bernd Anders, Geschäftsführer der DGzRS, auf den Gedanken, das Museum dafür zu gewinnen, das Gemälde direkt nach der Fertigstellung dort der Öffentlichkeit zu präsentieren. Dass das Museum diesen Vorschlag gern aufnahm, freut nicht zuletzt auch den Künstler selbst: „Es ist mir eine besondere Freude, dass der Bilderzyklus dort seinen Platz in meiner Geburtsstadt findet – damit schließt sich für mich ein Kreis.“


Quelle und Foto: www.seenotretter.de


Peter Barthold Schnibbe in seinem Atelier

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19.09.2013 11:00
#395 Maritime Woche an der Weser antworten

Maritime Woche an der Weser

14. bis 22. September 2013: Besichtigungen, Open Ship, Lange Filmnacht, Seenotretter zum Anfassen


Die Bremer Stadtmusikanten werben für die Maritime Woche.

In der Hansestadt Bremen ist Maritime Woche – und die Seenotretter sind mit Open Ship, Führungen und Kinoprogramm dabei (alle Termine rechts). Kommen Sie an Bord!



Bremer See- und Schifffahrtstradition ist bei der sechsten Maritimen Woche hautnah zu erleben. In Anlehnung an die jahrhundertealte Schifffahrtstradition beteiligen sich viele Partner an einem abwechslungsreichen Programm aus maritimen Informationen und Unterhaltung. Bremenports und die CitiyInitiative präsentieren alle Veranstaltungen.


Schiffe fahren die Besucher auf der Weser hin und her. An der Uferpromenade Schlachte macht am 21. und 22. September der Seenotkreuzer HERMANN RUDOLF MEYER/Station Bremerhaven zum Open Ship fest (genaue Termine rechts).


Höhepunkt der Maritimen Woche ist die große Schiffsparade auf der Weser am Sonnabend, 21. September, ab 18 Uhr. Der Seenotkreuzer liegt dazu in der Strommitte. Alle anderen Schiffe werden an ihm vorüberziehen.


Quelle und Fotos: www.seenotretter.de

http://www.seenotretter.de/taler-toern.html

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30.09.2013 17:00
#396 Seenotrettung kennt keine Grenzen antworten

Seenotrettung kennt keine Grenzen

30.September
15:15

Internationaler Erfahrungsaustausch der Seenotrettungsdienste bei der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger

Seenotrettung kennt keine Grenzen: Ein internationales Treffen der Seenotretter findet derzeit in Nordeuropa statt, um durch Erfahrungsaustausch und Training die Leistungsfähigkeit der Seenotrettungsdienste, Menschen aus Seenot zu retten, weiter zu verbessern. Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) hat für eine Woche acht Seenotretter zu Gast, während deutsche Seenotretter zum Training in sieben europäische Länder gereist sind. Seenot kann nicht nur jeden deutschen Seemann auf den Weltmeeren und jedes Schiff, das einen deutschen Hafen anläuft treffen, sondern auch Passagiere von Fähren und Kreuzfahrtschiffen. Sie profitieren weltweit ebenfalls von der reibungslosen internationalen Zusammenarbeit der Seenotrettungsdienste. Allein 2012 war die Seenotleitung Bremen der DGzRS neben den über 2000 Einsätzen im deutschen Einsatzgebiet 200 Mal bei Seenotfällen international im Interesse der deutschen Schifffahrt unterstützend oder initiativ tätig. Sieben Seenotretter der DGzRS sind in Dänemark, Großbritannien, Norwegen, den Niederlanden, Schweden, Island und Finnland im einwöchigen Training, während Seenotretter aus diesen Ländern sowie Estland und Kanada gemeinsam Rettungstrainings auf verschiedenen DGzRS-Stationen absolvieren. Nach der DGzRS-Station in Bremerhaven besuchten die Teilnehmer am Montag, den 30. September 2013, die Zentrale der DGzRS in Bremen. Dort stand neben dem Training am Simulator auch ein intensiver Austausch mit den Wachleitern der Seenotleitung auf dem Programm. Zudem werden die Seenotretter in der kommenden Woche verschiedene Übungen in der SAR-Ausbildungsstation der DGzRS in Neustadt / Holstein sowie auf den Stationen Warnemünde, Stralsund, Sassnitz und der Greifswalder Oie absolvieren. Das Programm wurde 2012 von der IMRF (International Maritime Rescue Federation, Internationaler Zusammenschluss der Seenotrettungsdienste) initiiert und soll zukünftig aufgrund der sehr positiven Erfahrungen einmal im Jahr stattfinden. Die Trainingswoche wird von der Europäischen Union gefördert. Die IMRF hat konsultativen Status bei den Vereinten Nationen. Weitere Informationen: www.seenotretter.de/crewexchange www.international-maritime-rescue.org


Quelle und Foto: www.seenotretter.de


http://www.seenotretter.de/taler-toern.html


Beim internationalen Crewaustausch der Seenotrettungsdienste sind bei der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) Seenotretter aus acht Staaten zu Gast. Im Bild (v.l.n.r.) mit den Organisatoren: Bernd Wittkowski, Vormann der DGzRS, Olafur Geir Sigurjónsson (Island), Gerhard Harder, ehrenamtlicher Vorsitzer der DGzRS, Simon Ravn (Norwegen), Jaakko Heikkilä, Finnland, Peter Andersson, Schweden, Denis Chopko, Kanada, Jako Vernik (Estland), Thomas Lundsgaard (Dänemark), Gavin Burke (England), Udo Helge Fox, Geschäftsführer der DGzRS sowie Stephan Prahl, Vormann der DGzRS vor der Zentrale der Seenotretter in Bremen.

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09.10.2013 11:33
#397 Ein Stück Sicherheit für die Seenotretter antworten

Ein Stück Sicherheit für die Seenotretter: Deutsche Post AG spendet Überlebensanzug


Dienstag, 08.Oktober
14:41

Einen Überlebensanzug spendete die Deutsche Post AG jetzt den Seenotrettern. Zur Übergabe besuchte Stefanie Becker, Vertrieb Bremen Deutsche Post AG, am Dienstag, den 8.10.2013, die Besatzung auf dem Seenotkreuzer HERMANN MARWEDE der Station Helgoland, der sich zur Übernahme von Kraftstoff und Wasser und zum Besatzungswechsel für einige Stunden in Cuxhaven aufhielt.

Von der Gesamtspende der Deutschen Post AG über 1.000 Euro wurde unter anderem der Überlebensanzug angeschafft, den Stefanie Becker in Gegenwart von Nicolaus Stadeler, Geschäftsführer der DGzRS, an den diensthabenden Vormann Thomas Müller überreichte. Sie dankte ihm und seiner Crew stellvertretend für alle Seenotretter für ihren Einsatz an der Küste.

Die Bedeutung der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) sei wohl allen Menschen an den Küsten und vielen im Binnenland bewusst, so Stefanie Becker: „Deshalb spenden wir mit dem Überlebensanzug für die Besatzung besonders gern ein Stück Sicherheit.“



Für die Deutsche Post, die Tag für Tag und bei Wind und Wetter mit 99.000 Zustellerinnen und Zustellern bundesweit in allen Regionen Deutschlands unterwegs sei, so Becker, spiele das Thema richtige Bekleidung immer eine Rolle. Auch wenn die Kolleginnen und Kollegen extreme Hitze und lausige Kälte während ihrer Arbeit kennen würden und sich dementsprechend kleiden könnten, solche extremen Situationen wie sie die Seenotretter vorfänden, blieben Ihnen Gott sei Dank erspart.

Ein Überlebensanzug dient dem Seenotretter zum persönlichen Schutz. Die Spezialausrüstung verhindert auch im Wasser über Stunden lebensgefährliche Unterkühlungen.



Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger wird ausschließlich durch Spenden und freiwillige Zuwendungen finanziert. Die Seenotretter sind an der deutschen Nord- und Ostseeküste jeden Tag 24 Stunden mit einer Flotte von 60 Seenotkreuzern und Seenotrettungsbooten einsatzbereit.


Quelle und Foto: www.seenotretter.de


Vormann Thomas Müller, 3. Maschinist Benjamin Großer im neuen Überlebensanzug, Stefanie Becker, Vertrieb Bremen Deutsche Post AG, Nicolaus Stadeler, Geschäftsführung der DGzRS vor dem Tochterboot VERENA des Seenotkreuzers HERMANN MARWEDE (v. l.)

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04.11.2013 22:11
#398 Sylt und Hamburg fast gleichauf antworten

Sylt und Hamburg fast gleichauf: Spendenwettbewerb für neuen Seenotkreuzer bleibt spannend

29.Oktober
15:15

Bereits knapp 1,3 Millionen Euro gesammelt – Taufe am 14. Dezember 2013 in List
In einem ungewöhnlichen Spendenwettbewerb für einen neuen Seenotkreuzer der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) ist eine große Marke überschritten: Weit mehr als eine Million Euro haben Sylt- und Hamburg-Freunde aus ganz Deutschland seit März dieses Jahres für das neue Spezialschiff der Station List gespendet. Hamburgs klare Führung der vergangenen Wochen ist geschrumpft: Der Wettbewerb um die Namengebung des Neubaus bleibt spannend.

Unter dem Titel „Reetdach gegen Reeperbahn!“ hat die Sylter Seite gegenüber der Hamburger Seite deutlich aufgeholt. Nur noch knapp 58.000 Euro liegt die Hansestadt (rund 672.000 Euro) vor der Nordseeinsel (rund 614.000 Euro). Der Gesamt-Spendenstand – aktuell insgesamt knapp 1,3 Millionen Euro – ist auf der Internetseite www.reetdach-gegen-reeperbahn.de zu erfahren. Übersprungen wurde die Millionenmarke bei einem „Seenotkreuzer-Abend“ am Freitag, 25. Oktober 2013, in der Hamburger Elb-Lounge. Bei der exklusiven Spenden-Veranstaltung kamen insgesamt 396.026 Euro für beide Seiten zusammen, 256.930 Euro für Sylt und 139.096 Euro für Hamburg. Die Seenotretter danken allen Spendern herzlich. Für die großartige Unterstützung bei der Durchführung des „Seenotkreuzer-Abends“ gilt der besondere Dank der DGzRS der Hamburger Sparkasse. Für alle Sylt-Liebhaber heißt es jetzt, sich kräftig ins Zeug zu legen. Angesichts des relativ knappen Vorsprungs können sich auch die Hamburg-Freunde noch nicht zurücklehnen. Denn erst der Spenden-Endstand am 6. Dezember 2013, dem Nikolaustag, mit dem weltweit an den Schutzpatron der Seefahrer erinnert wird, bringt die Entscheidung: Dann wird feststehen, ob der neue Seenotkreuzer einen Namen mit Bezug zu Sylt oder zu Hamburg erhält. Die jeweils andere Seite wird Namenspate für das kleine Arbeitsboot in der Heckwanne. Unterdessen ist der Flaggenwechsel erfolgt: Die Seenotretter haben ihr jüngstes Flottenmitglied am Montag, 28. Oktober 2013, von der Bauwerft Fr. Fassmer übernommen. Die DGzRS überführt das Schiff, das derzeit noch mit der internen Bezeichnung SK 34 versehen ist, nun auf seine künftige Station List. Dort werden die umfangreichen Erprobungen des Schiffes „auf Herz und Nieren“ fortgesetzt. Die Taufe ist für Sonnabend, 14. Dezember 2013, 11.30 Uhr, im Hafen von List vorgesehen.

Auf dieser Station wird der Seenotkreuzer die 28 Jahre alte MINDEN ablösen. „Mitbauen“! So geht’s:
• Onlinespenden (www.reetdach-gegen-reeperbahn.de) verändern den Spendenstand in Echtzeit.
• Herkömmliche Überweisungen sind unter Angabe von „Aktion Sylt“ oder „Aktion Hamburg“ auf das Konto 107 2016 bei der Sparkasse Bremen (BLZ 290 501 01) möglich.
• Von unterwegs ist die Hilfe per SMS mit dem Wort „Sylt“ oder „Hamburg“ an die Nummer 8 11 90 (fünf Euro, Abrechnung via Handyrechnung) besonders schnell.

Angesichts der Gefahren im Einsatz benötigen die Seenotretter stets moderne, zuverlässige und sichere Schiffe. Der neue Seenotkreuzer ist das vierte Schiff der 20-Meter-Klasse der DGzRS. Er ist unter der internen Bezeichnung SK 34 auf der Fassmer-Werft an der Unterweser entstanden und befindet sich derzeit in der Erprobung. Wie alle Schiffe der DGzRS wurde er vollständig aus Aluminium gebaut und als Selbstaufrichter konstruiert. Trotz aller Technik stehen nach wie vor die Menschen im Mittelpunkt: 180 fest angestellte und etwa 800 freiwillige Seenotretter sind mit 60 Rettungseinheiten der DGzRS an Nord- und Ostseeküste jederzeit einsatzbereit – rund um die Uhr, bei jedem Wetter. Sie fahren raus, wenn andere reinkommen – freiwillig und selbstlos, mehr als 2.000 Mal im Jahr. Die SEENOTLEITUNG BREMEN (MRCC = Maritime Rescue Co-ordination Centre) der DGzRS koordiniert zentral alle Einsätze. Seit Gründung der DGzRS im Jahr 1865 verdanken mehr als 80.000 Schiffbrüchige den Seenotrettern schnelle Hilfe. Nach wie vor wird die gesamte Arbeit der DGzRS ausschließlich durch freiwillige Zuwendungen finanziert. 85 Cent jedes gespendeten Euros gehen direkt in den Rettungsdienst. Schirmherr der Seenotretter ist der Bundespräsident. Zahlreiche Prominente engagieren sich als ehrenamtliche „Bootschafter“, darunter Schauspieler Jan Fedder, Fernsehkoch Tim Mälzer, Autor Frank Schätzing, Moderatorin Bettina Tietjen und – in diesem Jahr – ihr Kollege Yared Dibaba.


Quelle und Foto: www.seenotretter.de


Der neue Seenotkreuzer bei der Erprobung, auf diesem Bild noch unter der DGzRS-internen Bezeichnung SK 34. Der Endstand des Spendenwettbewerbs wird darüber entscheiden, ob das Spezialschiff einen Namen mit Bezug zu Sylt oder zu Hamburg erhält. (Foto: DGzRS)

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06.11.2013 17:18
#399 Zwischenbilanz der Seenotretter antworten

Zwischenbilanz der Seenotretter: Bei 1.937 Einsätzen 701 Menschen aus Seenot gerettet und Gefahr befreit


07.Oktober
11:15

In den ersten zehn Monaten des Jahres 2013 ist die Rettungsflotte der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) 1.937 Mal im Einsatz gewesen (Januar bis Oktober 2012: 1.990 Einsätze). Dabei haben die DGzRS-Besatzungen 701 Menschen aus Seenot gerettet oder Gefahr befreit (Januar bis Oktober 2012: 1.126).

Nach einigen Jahren mit auffallend vielen Geretteten haben sich die Werte damit bei einer vergleichsweise kurzen Wassersportsaison auf dem Niveau der Jahre 2009 und zuvor stabilisiert.
Von Januar bis Oktober 2013 haben die Besatzungen der 60 Seenotkreuzer und Seenotrettungsboote in Nord- und Ostsee

• 60 Menschen aus Seenot gerettet,
• 641 Menschen aus drohender Gefahr befreit,
• 363 Mal erkrankte oder verletzte Menschen von Seeschiffen, Inseln oder Halligen zum Festland transportiert,
• 34 Schiffe und Boote vor dem Totalverlust bewahrt,
• 936 Hilfeleistungen für Wasserfahrzeuge aller Art erbracht sowie
• 476 Einsatzanläufe und Sicherungsfahrten absolviert.

In vielen Fällen griffen die Seenotretter frühzeitig ein und begrenzten so Schäden bereits im Vorfeld. Zudem sind sie 2.583 Mal in ihren Revieren zwischen Borkum im Westen und Ueckermünde im Osten auf Kontrollfahrt gegangen. Seit ihrer Gründung am 29. Mai 1865 hat die DGzRS bis Ende Oktober 2013 insgesamt 80.899 Menschen aus Seenot gerettet oder Gefahrensituationen auf See befreit.

Die Einsatzzahlen verteilen sich auf die einzelnen Küsten wie folgt:

Niedersächsische Nordseeküste
Die Besatzungen der an der niedersächsischen Küste stationierten Seenotkreuzer und Seenotrettungsboote haben bei 543 Einsätzen zwei Menschen aus Seenot gerettet und 94 weitere aus Gefahrensituationen befreit.

Schleswig-Holsteinische Nordseeküste
Die Stationen an der schleswig-holsteinischen Nordseeküste registrierten 251 Einsätze. Die dortigen Mannschaften retteten elf Menschen aus Seenot und befreiten weitere 68 aus Gefahrensituationen.

Schleswig-Holsteinische Ostseeküste
An der Ostseeküste Schleswig-Holsteins waren die Seenotretter 667 Mal im Einsatz. Sie retteten 27 Menschen aus Seenot und befreiten weitere 216 aus Gefahrensituationen.

Mecklenburg-Vorpommersche Ostseeküste
In Mecklenburg-Vorpommern waren die DGzRS-Rettungseinheiten zu 476 Einsatzfahrten unterwegs. Ihre Besatzungen retteten 20 Menschen aus Seenot und befreiten weitere 263 aus Gefahrensituationen.


In den Bordtagebüchern geblättert
Zu den herausragenden Einsätzen der ersten zehn Monate des Jahres 2013 gehört die Rettung zweier Fischer von ihrem sinkenden 13-Meter-Kutter durch den Seenotkreuzer VORMANN JANTZEN vor Fehmarn am 20. April.
Ein Feuer an Bord zerstörte am 10. Juni eine Segelyacht in der Hohwachter Bucht. Die Freiwilligen-Besatzung des Seenotrettungsbootes HEILIGENHAFEN brachte den allein segelnden Skipper sicher an Land, sein Boot sank.
Dramatisch war auch die Situation am 14. Juni in stürmischen Böen an Rügens Nordküste: Das Tochterboot des Seenotkreuzers HARRO KOEBKE/Station Sassnitz rettete zwei unterkühlte Segler, deren acht Meter langes Boot gekentert war.

Die freiwilligen Seenotretter aus Travemünde wiederum waren am 30. Juli zur rechten Zeit am rechten Ort. Sie nahmen drei Mädchen und zwei Jungen an Bord, die mit ihren Tretbooten 700 Meter vom Strand entfernt in einen Großschifffahrtsweg auf die offene Ostsee abgetrieben waren.
Die einsetzende Flut überraschte am 3. August drei Biologen, die bei Ebbe auf dem Meeresgrund mit der Seegraskartierung begonnen hatten. Beim Eintreffen des Seenotkreuzers ALFRIED KRUPP/Station Borkum stand einer der Männer bereits bis zur Hüfte im Wasser.

Noch gefährlicher war die Situation für zwei Wattwanderer am 24. August vor Büsum: Ein vollgelaufener Priel schnitt dem Paar samt Hund den Rückweg zum Festland ab. In Unkenntnis der Gefahr versuchten die Wattwanderer, den Priel schwimmend zu durchqueren, und trieben dabei innerhalb kürzester Zeit weit auseinander. Der Seenotkreuzer THEODOR STORM rettete Menschen und Tier.

Einen ebenfalls „tierischen“ Einsatz fuhren die Seenotretter am 10. August vor Warnemünde: In den Rostocker Seekanal hatte sich ein ausgewachsenes Reh verirrt. Mit see- und waidmännischem Sachverstand nahmen die Seenotretter das Tier an Bord und setzten es unversehrt an Land.

Für einen Fischer endete seine Fangfahrt nach dem Sinken seines kleinen Krabbenkutters auf der Nordsee am 27. August an Bord des Seenotrettungsbootes HERMANN ONKEN/Station Fedderwardersiel .
An einer der umfangreichsten SAR-Maßnahmen (SAR = Search and Rescue, Suche und Rettung) der ersten zehn Monate des Jahres 2013 war die DGzRS schließlich am 28. September beteiligt. Der reibungslosen internationalen Zusammenarbeit bei einer groß angelegten Suche zwischen Rügen, Bornholm und Südschweden mit Seenotkreuzern, Behörden- und Frachtschiffen verschiedener Nationen verdankt ein von einer Ostseefähre über Bord gegangener Mann sein Leben.

Neuer ehrenamtlicher „Bootschafter“ 2014
Wesentliche Unterstützung erfuhren die Seenotretter durch ihren diesjährigen ehrenamtlichen „Bootschafter“, den bekannten Hörfunk- und Fernsehmoderator Yared Dibaba . Er hat mit großem Engagement die Arbeit der DGzRS begleitet. Unter anderem führt er gemeinsam mit einem waschechten Vormann durch einen neuen Kurzfilm der Seenotretter über die Menschen hinter der DGzRS und den Bau eines neuen Seenotkreuzers. Dibabas Nachfolger für 2014 wird der Musiker Klaus Lage („1000 und eine Nacht“), der seit drei Jahrzehnten zu den erfolgreichsten und umtriebigsten Protagonisten der deutschen Rockmusikszene gehört.

Aus der Rettungsflotte
Zu den Höhepunkten aus Sicht der Seenotretter im zu Ende gehenden Jahr zählt der Bau eines neuen 20-Meter-Seenotkreuzers für die Station List. Die Taufe des vierten Spezialschiffes dieser Klasse ist für den 14. Dezember 2013 in List vorgesehen. Den Namen bestimmt erstmals in der Geschichte der DGzRS ein Spendenwettbewerb. Unter dem Motto „Reetdach gegen Reeperbahn! Wer spendet mehr: Sylt oder Hamburg?“ haben Freunde der Insel wie der Hansestadt seit März 2013 bereits mehr als eine Million Euro für den Neubau gespendet. Der Spenden-Endstand Anfang Dezember wird entscheiden, ob der neue Seenotkreuzer einen Namen mit Bezug zu Sylt oder Hamburg erhält.

Vor wenigen Wochen hat die DGzRS den Auftrag zum Bau des Typschiffs für eine völlig neue 28-Meter-Klasse an die Werft Fr. Fassmer in Berne an der Unterweser vergeben. Der erste dieser Seenotkreuzer soll 2015 im Rahmen der Feierlichkeiten zum 150-jährigen Jubiläum der DGzRS getauft und in Dienst gestellt werden. Die neuen Schiffe sind als leistungsfähige Nachfolger der 27,5-Meter-Klasse vorgesehen. Das Typschiff ist nach derzeitigen Planungen für die Station Amrum bestimmt. Wie alle Rettungseinheiten der DGzRS werden Seenotkreuzer und Tochterboot im bewährten Netzspantensystem vollständig aus Aluminium gebaut, als Selbstaufrichter konstruiert und ausschließlich durch freiwillige Zuwendungen finanziert.

150 Jahre DGzRS
Schon heute bereiten sich die Seenotretter auf das 150-jährige Bestehen der DGzRS 2015 vor. Höhepunkte der Feierlichkeiten im Jubiläumsjahr werden ein Festakt im Bremer Rathaus am 29. Mai, dem Gründungstag der DGzRS, sowie eine sich anschließende Festwoche in Bremerhaven sein. Dort finden zeitgleich Konferenz und Kongress der International Maritime Rescue Federation (IMRF) statt. Zuvor war die DGzRS erst ein Mal (1959) Gastgeber dieses Forums des internationalen Zusammenschlusses der Seenotrettungsdienste weltweit.

Seenotretter hoffen zum Jahresende auf Spendenbereitschaft der Bevölkerung
Hinsichtlich des Sammlungserlöses hofft die DGzRS zum Jahreswechsel auf die Spendenbereitschaft der Bevölkerung, um ein ähnliches Ergebnis zu erzielen wie im Jahr 2012 (19,16 Mio. Euro). Seit Mitte Oktober wendet sich das Seenotrettungswerk wieder verstärkt an die Öffentlichkeit, um über seine Arbeit zu informieren, die Menschen im ganzen Land um Unterstützung zu bitten und weitere Förderer für die DGzRS zu gewinnen, deren Arbeit ausschließlich durch freiwillige Zuwendungen getragen wird und die deshalb auf die Unterstützung der breiten Bevölkerung angewiesen ist.
Bis in den Dezember hinein sind rund 5.000 Plakate an publikumsintensiven Plätzen in etwa 170 Städten ausgehängt – mietfrei für die Seenotretter. Die Flächen für das großformatige Bild mit dem Titel „Bei uns geht Ihre Spende garantiert nicht unter“ hat die awk Außenwerbung GmbH der DGzRS kostenlos zur Verfügung gestellt.

Tag der Seenotretter 2014
Spendern, Freunden und allen Interessierten bietet die DGzRS auch 2014 wieder die Gelegenheit, sich vor Ort ein Bild von der Einsatzbereitschaft ihrer Besatzungen und der Leistungsfähigkeit ihrer Rettungseinheiten zu machen. Erneut findet am letzten Sonntag im Juli, somit am 27. Juli 2014, der „Tag der Seenotretter“ statt.


Quelle und Foto: www.seenotretter.de


„Bootschafter“ Yared Dibaba bei der Pressekonferenz zur 3/4-Jahresbilanz in der Zentrale in Bremen am 6. November 2013 auf dem oberen Fahrstand des Museums-Seenotkreuzers H.-J. KRATSCHKE


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18.11.2013 17:50
#400 Wie soll der neue Sylter Seenotkreuzer heißen? antworten

Wie soll der neue Sylter Seenotkreuzer heißen?

19.November
14:34

Seenotretter bitten um Namensvorschläge mit Sylt- oder Hamburg-Bezug /

Spendenwettbewerb für neues Spezialschiff läuft noch bis zum 6. Dezember

Für einen neuen Seenotkreuzer der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) geht ein ungewöhnlicher Spendenwettbewerb auf die Zielgerade: Am 6. Dezember 2013 wird feststehen, ob das jüngste Spezialschiff der Seenotretter einen Namen mit Bezug zu Sylt oder Hamburg erhält. Noch ist der Ausgang völlig offen. Bis zum Nikolaustag bitten die Seenotretter um Namensvorschläge mit Bezug zu Sylt oder Hamburg. Unter allen Einsendungen verlost die DGzRS etwas ganz Besonderes: die Teilnahme an der Gästefahrt im Anschluss an die Taufe am 14. Dezember 2013.


Mehr als 1,3 Millionen Euro haben Sylt- und Hamburg-Freunde aus ganz Deutschland seit März dieses Jahres bereits für den neuen Seenotkreuzer gespendet. Unter dem Motto „Reetdach gegen Reeperbahn!“ ist allerdings noch nichts entschieden: Zwar liegt Hamburg derzeit vorne. Doch die Liebhaber der Hansestadt können sich noch nicht entspannt zurücklehnen.


Denn erst der Spenden-Endstand am 6. Dezember 2013, 24 Uhr, dem Nikolaustag, mit dem weltweit an den Schutzpatron der Seefahrer erinnert wird, entscheidet über den Namen des Neubaus. Die jeweils andere Seite wird Namenspate für das kleine Arbeitsboot, das der Seenotkreuzer in seiner Heckwanne mit sich führt. Für alle Freunde der Nordseeinsel heißt es deshalb, sich nun kräftig ins Zeug zu legen.

„Mitbauen“! So geht’s:
• Onlinespenden (www.reetdach-gegen-reeperbahn.de) verändern den Spendenstand in Echtzeit.
• Herkömmliche Überweisungen sind unter Angabe von „Aktion Sylt“ oder „Aktion Hamburg“ auf das Konto 107 2016 bei der Sparkasse Bremen (BLZ 290 501 01) möglich.
• Von unterwegs ist die Hilfe per SMS mit dem Wort „Sylt“ oder „Hamburg“ an die Nummer 8 11 90 (fünf Euro, Abrechnung via Handyrechnung) besonders schnell.

Seenotretter bitten um Namensvorschläge
Der neue Seenotkreuzer für List auf Sylt hat Ende Oktober erstmals auf seiner künftigen Station festgemacht. Derzeit trägt er noch die DGzRS-interne Bezeichnung SK 34. Die Namen ihrer Rettungseinheiten gibt die DGzRS traditionell erst bei der Taufe selbst bekannt, in diesem Fall am 14. Dezember 2013 um 11.30 Uhr im Hafen von List. Zuschauer sind herzlich willkommen.


Zuvor bitten die Seenotretter ihre Freunde und Förderer um Namensvorschläge: per E-Mail an die Adresse sk34seenotretter.de (bitte Postadresse nicht vergessen) oder per Post an die DGzRS, Stichwort „SK 34“, Werderstraße 2, 28199 Bremen. Gefragt sind kreative Namensideen mit Bezug zur Insel oder zur Hansestadt.


Eine Übersicht mit eingereichten Namensvorschlägen in alphabetischer Reihenfolge ist auf der Internetseite www.reetdach-gegen-reeperbahn.de zu finden. Aus dieser Liste wählt der ehrenamtliche Vorstand der DGzRS gemeinsam mit der Besatzung des neuen Seenotkreuzers zwei Favoriten aus: einen für Sylt und einen für Hamburg – und damit einen Namen für den Seenotkreuzer und einen für sein Arbeitsboot.


Mitmachen lohnt sich in diesem Fall ganz besonders: Aus allen Namensvorschlägen wird ein Gewinner ausgelost. Er darf mit einer Begleitperson bei der Gästefahrt im Anschluss an die Taufe am 14. Dezember an Bord des neuen Seenotkreuzers dabei sein (Reise- und Übernachtungskosten müssen selbst getragen werden). Mitarbeiter der DGzRS und deren Angehörige sind von der Teilnahme ausgeschlossen.


Quelle und Foto: www.seenotretter.de


SK 34, der neue Sylter Seenotkreuzer, wird am 14. Dezember 2013 getauft.
Der neue Seenotkreuzer für die Station List auf Sylt trägt derzeit noch die DGzRS-interne Bezeichnung SK 34. Er wird am 14. Dezember in List getauft.


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02.12.2013 17:45
#401 RE: Grundlagen - Zielsetzung - Aufgaben antworten

DGzRS würdigt Rettung auf hoher See

Montag, 02.Dezember
13:42

„In Anerkennung des vorbildlichen und mit großem seemännischen Geschick“ geführten Rettungseinsatzes hat die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) Seeleute von drei Schiffen ausgezeichnet.

In allen Fällen verlieh die DGzRS ihre Rettungsmedaille in Silber jeweils an Schiffsführung und Besatzung.

Im Einzelnen handelt es sich um:
- die Crew des MS „Yantian Express“ der Hapag Lloyd AG, Hamburg, für die Rettung von 26 Schiffbrüchigen am 17. Juni 2013 im Indischen Ozean;
- die Crew des MS „Buxmoon“ der NSB Niederelbe Schiffahrtsgesellschaft, Buxtehude, für die Rettung von fünf Schiffbrüchigen am 3. Juli 2013 in der Straße von Malakka sowie
- die Crew des MS „Buxlagoon“ (ebenfalls NSB) für die Rettung von zwei Schiffbrüchigen am 4. Juli 2013 im selben Fall.

„Fahrensleute“ und Vertreter der zwei Reedereien fanden sich zu diesem Zweck am 2. Dezember 2013 in der Bremer Zentrale ein. Nach Übergabe der Medaillen und Urkunden informierten sie sich in Gesprächen mit Vorstand und Geschäftsführung der DGzRS über die Arbeit der Seenotretter. Ein Gang durch das Haus mit Besichtigung der SEENOTLEITUNG und der Reparaturwerft rundete das Programm ab.


Quelle und Foto: www.seenotretter.de


Große Ehre: Die Rettungsmedaillen nahmen für Hapag Lloyd Personalleiter See Arnold Lipinski (l.), der 1. Nautische Offizier Stephan Berger (2. v. l.), Vorstandvorsitzender Michael Behrendt (4. v. l.), Kapitän Klaus Kröger (6. v. l.), der Technische Wachoffizier Toni Schwenn (3. v. r.) und Schiffsmechaniker Pascal Becker (r.) sowie für die NSB Niederelbe Schiffahrtsgesellschaft der Nautische Direktor Eckart Möller (5. v. r.) und Kapitän Michael Pfaue (4. v. r.) von DGzRS-Vorsitzer Gerhard Harder (2. v. r.) und seinen Vorstandskollegen Ingo Kramer (3. v. l.) und Michael Schroiff (5. v. l.) entgegen.


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06.12.2013 13:03
#402 Orkan trifft deutsche Küste 6. Dezember | Orkan „Xaver“ antworten

In der Nacht vom 5. auf den 6. Dezember 2013 trifft der Orkan „Xaver“ mit Windgeschwindigkeiten bis zu 140 km/h auf die deutsche Küste. Sehen Sie Eindrücke aus der Nacht von den Stationen der DGzRS.


Orkan trifft deutsche Küste
Bei den Seenotrettern bleibt es ruhig


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Quelle und Foto: www.seenotretter.de

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15.12.2013 02:34
#403 Neuester Seenotkreuzer der DGzRS in List auf Sylt auf den Namen PIDDER LÜNG getauft antworten

Neuester Seenotkreuzer der DGzRS in List auf Sylt auf den Namen PIDDER LÜNG getauft

Samstag, 14.Dezember
12:30

Selten haben die Freunde und Förderer der Seenotretter so gespannt auf die Taufe eines neuen Seenotkreuzers geschaut wie dieses Mal: Denn erstmals durften sie über den Namen mitentscheiden. Der jüngste Neubau der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) wurde am 14. Dezember 2013 in List auf Sylt auf den Namen PIDDER LÜNG getauft.

20 Meter lang, nur 1,3 Meter Tiefgang und 22 Knoten schnell – dies sind nur einige markante technische Daten des modernen Spezialschiffs. Zur Taufe im Hafen von List begrüßte die DGzRS zahlreiche Gäste und viele Schaulustige.

Fernanda de Sousa Dibaba, Ehefrau des ehrenamtlichen DGzRS-„Bootschafters“ Yared Dibaba taufte den Seenotkreuzer auf den Namen PIDDER LÜNG und wünschte „allzeit gute Fahrt und der Besatzung stets eine sichere Heimkehr“. Das Arbeitsboot in der typischen Heckwanne wurde von Bärbel Dethlefs, Ehefrau des Lister Vormanns Claus Dethlefs, auf den Namen MICHEL getauft. Für den musikalischen Rahmen sorgte der Sylter Shantychor.

In seinem Grußwort betonte DGzRS-Vorsitzer Gerhard Harder, dass auch die PIDDER LÜNG allein durch Spenden aus der Bevölkerung finanziert wurde – in diesem Fall erstmals durch den ungewöhnlichen Wettbewerb „Reetdach gegen Reeperbahn! Wer spendet mehr: Sylt oder Hamburg?“. Gut 1,4 Millionen Euro gaben ungezählte Förderer der DGzRS aus ganz Deutschland für das moderne Spezialschiff. Sprichwörtlich auf den letzten Metern hatte die Sylter Seite das spannende Rennen am Nikolaustag, mit dem weltweit an den Schutzpatron der Seefahrer erinnert wird, mit knapp 10.000 Euro Vorsprung für sich entschieden (finaler Spendenstand: www.reetdach-gegen-reeperbahn.de ). Die Seenotretter danken allen Spendern sehr herzlich.

Damit war die Vorentscheidung über die Namengebung gefallen. Denn seither stand fest, dass der Seenotkreuzer einen Namen mit Bezug zu Sylt und sein Arbeitsboot einen Namen mit Bezug zu Hamburg erhält. Mehrere hundert originelle Namensvorschläge hatten die DGzRS in den vergangenen Wochen erreicht.

Die vom ehrenamtlichen DGzRS-Vorstand gemeinsam mit der Besatzung ausgewählten Namen dürften ganz nach dem Geschmack beider Seiten sein. So erinnert der Name des Seenotkreuzers an die gleichnamige Ballade von Detlef von Liliencron (1844-1909) über den Sylter Fischer Pidder Lüng. Das Arbeitsboot trägt den Namen des Hamburger Wahrzeichens „Michel“, der weithin bekannten Hauptkirche St. Michaelis, deren 132 Meter hoher Turm die Silhouette der Hansestadt prägt.

Die neueste Einheit der DGzRS wurde auf der Schiffs- und Bootswerft Fr. Fassmer in Berne an der Unterweser gebaut. Die PIDDER LÜNG hat im Zuge der Modernisierung der Rettungsflotte den Seenotkreuzer MINDEN (Baujahr 1985) abgelöst. Der Neubau hat in den vergangenen Monaten umfangreiche Erprobungen unter zeitweise schweren Wetter- und Seegangsbedingungen absolviert und sich auch bereits im Einsatz vor Sylt zur Zufriedenheit seiner Besatzung hervorragend bewährt.

Das 22 Knoten (ca. 40 km/h) schnelle Schiff wird von einer drei Mann starken Besatzung gefahren. Mit einem Tiefgang von lediglich 1,30 Metern kann die PIDDER LÜNG auch in Revieren eingesetzt werden, in denen größere Seenotkreuzer auf ihr Tochterboot angewiesen wären.

Weitere besondere Merkmale des in der bewährten Netzspantenbauweise konstruierten Schiffstyps sind eine umfassende Ausrüstung zur medizinischen Erstversorgung an Bord, eine Feuerlöschpumpe mit einer Förderleistung von 2.300 Litern/min. zur Bekämpfung von Bränden auf See und die Fähigkeit, sich im Falle des Durchkenterns innerhalb weniger Sekunden selbst wieder aufzurichten.

Auf ein Wohndeck, wie es auf anderen Seenotkreuzern eingerichtet ist, verzichtet die DGzRS bei dieser Klasse bewusst. Die Besatzung lebt nicht an Bord, sondern im nahen Stationsgebäude. Innerhalb kürzester Zeit kann die Einheit besetzt werden und zum Einsatz auslaufen. Für Umbau und Sanierung des Lister Stationsgebäudes hat die Mannschaft viel Eigenleistung erbracht.

Ungewöhnlich für Seenotkreuzer der DGzRS ist ferner der zum Einsatz kommende Typ eines offenen Arbeitsbootes in der Heckwanne. Aufgrund der kompakten Maße des Seenotkreuzers stehen nicht der Platz und die Tragfähigkeit für ein konventionelles Tochterboot zur Verfügung. Nicht zuletzt zu Gunsten des erreichbaren geringen Tiefgangs des Seenotkreuzers verzichtet die DGzRS hierauf. Dennoch steht der Besatzung mit der 30 Knoten (ca. 55 km/h) schnellen MICHEL ein leistungsfähiges Einsatzmittel zur Verfügung.

Die Station List zählt zu den ältesten Einrichtungen der DGzRS. Bereits 1866, ein Jahr nach Gründung des Seenotrettungswerks, kam die DGzRS auf die Insel Sylt. Die Station List wurde 1882 gegründet, als erster Name eines Ruderrettungsbootes ist hier der Name CONRAD verzeichnet. 1911 setzte die Motorisierung der DGzRS-Rettungsflotte ein, und noch vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs erhielt List 1914 das erste Motorrettungsboot der Station, die CARL LAEISZ. Es verfügte über einen 30-PS-Motor. Zum Vergleich: Die Hauptmaschine der PIDDER LÜNG leistet knapp 100 Jahre später 1.630 PS.

In List waren stets besonders leistungsfähige Rettungseinheiten stationiert, darunter das Motorrettungsboot HINDENBURG und der Seenotkreuzer ADOLPH BERMPOHL. Allerdings wurde in List erst einmal zuvor ein Seenotkreuzer getauft: 1969 erhielt ganz ähnlich wie jetzt die PIDDER LÜNG die H.-J. KRATSCHKE im Lister Hafen ihren Namen.

Die Seenotretter
Die DGzRS setzt derzeit von 54 Stationen in Nord- und Ostsee 60 Seenotkreuzer und Seenotrettungsboote ein. Die SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS (MRCC = Maritime Rescue Co-ordination Centre) koordiniert zentral alle Einsätze. Trotz aller Technik: Im Mittelpunkt des Rettungswerkes steht nach wie vor die freiwillige Bereitschaft der Seenotretter zu ihren nicht selten gefahrvollen Einsätzen. Allein von Januar bis Oktober 2013 waren die Einheiten der Rettungsflotte 1.937 Mal im Einsatz. Dabei haben ihre Besatzungen 701 Menschen aus Seenot gerettet oder aus drohenden Gefahrensituationen auf See befreit.


Quelle und Foto. www.seenotretter.de


Taufe des neuen Sylter Seenotkreuzers

Der Moment der Taufe

Der neue Seenotkreuzer PIDDER LÜNG bei der kurzen Gästefahrt vor Sylt

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23.12.2013 12:21
#404 Advent, Advent, ein Lichtlein ... antworten

Advent, Advent, ein Lichtlein ...

Bei den Seenotrettern brennen keine Kerzen. Bei uns leuchten tragbare LED-Suchscheinwerfer und helfen, Menschenleben zu retten. Diese mobilen, wasserdichten Hochleistungs-Scheinwerfer sind für unsere Besatzungen eine unschätzbare Hilfe bei der nächtlichen Suche nach Schiffbrüchigen.

Mit Ihrer Unterstützung haben wir an jedem Adventssonntag eine neue anknipsen können. Dank der überwältigenden Resonanz und Ihrer großartigen Hilfsbereitschaft können wir nun nicht nur vier, sondern gleich sieben Seenotrettungsbooten ein leuchtendes Weihnachtsgeschenk machen.

Danke!

Allen, die sich für den Seenotretter-Adventskranz engagiert haben, sagen wir an dieser Stelle ein ganz herzliches Dankeschön und wünschen frohe und besinnliche Stunden zum Weihnachtsfest und einen klaren Kurs im neuen Jahr!


Quelle und Foto: www.seenotretter.de

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16.01.2014 12:22
#405 DGzRS gibt neues Seenotrettungsboot für Freiwilligen-Station in Auftrag antworten

DGzRS gibt neues Seenotrettungsboot für Freiwilligen-Station in Auftrag – Taufe im Rahmen des Seenotretter-Jubiläums 2015 geplant


16.Januar2014
11:47

Wenige Wochen nach Vergabe des Auftrags für das Typschiff einer völlig neuen 28-Meter-Seenotkreuzer-Klasse hat die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) einen weiteren Neubau in Auftrag gegeben. Die Rostocker Werft Tamsen Maritim wird ein neues Seenotrettungsboot für eine Freiwilligen-Station bauen.

Die DGzRS plant, diese neue Einheit anlässlich der Feierlichkeiten zu ihrem 150-jährigen Bestehen 2015 zu taufen, ebenso wie auch den neuen Seenotkreuzer. Im Rahmen der ständigen Modernisierung der Rettungsflotte wird der Neubau ein älteres Seenotrettungsboot ersetzen – auf welcher Station, steht allerdings noch nicht fest. Nicht zuletzt würdigt die DGzRS mit dieser Taufe auch die Einsatzbereitschaft der mehr als 800 Seenotretter an Nord- und Ostseeküste, die als Freiwillige die Besatzungen der Seenotrettungsboote stellen.


Das neue Seenotrettungsboot mit der internen Bezeichnung SRB 65 wird ein modifizierter Nachbau der bewährten 9,5-/10,1-Meter-Klasse der DGzRS. Bereits 19 Einheiten dieser Klasse haben sich in zahlreichen Einsätzen auch unter extremen Bedingungen zur Zufriedenheit der Besatzungen in allen Revieren hervorragend bewährt. Die bisher jüngsten Boote dieses Typs wurden 2006 abgeliefert.


Die Eckdaten des neuen Seenotrettungsbootes:
Länge über Alles: 10,1 Meter • Breite über Alles: 3,61 Meter • Tiefgang: 0,96 Meter •
Verdrängung: 7 Tonnen • Geschwindigkeit: 18 Knoten (ca. 33 km/h) • Besatzung: Freiwillige • Antrieb: ein Propeller, 380 PS


Wie alle Einheiten der DGzRS wird das neue Seenotrettungsboot als Selbstaufrichter konstruiert und vollständig aus Aluminium im bewährten Netzspantensystem gebaut. Der Bootstyp zeichnet sich durch hohe Seetüchtigkeit aus. In Grundsee und Brandung besitzt er gute See-Eigenschaften, manövriert einwandfrei, übersteht heftige Grundstöße und ist in der Lage, dank des rundumlaufenden Fendersystems auch bei höheren Fahrtstufen und unter erschwerten Bedingungen bei Havaristen längsseits zu gehen.


Für Einsätze unter schwierigsten Bedingungen sind bei der Konstruktion umfassende Sicherheitskriterien berücksichtigt worden. Das Boot wird mit modernster Navigationstechnik, leistungsstarken Schlepp- und Lenzgeschirren sowie einer umfangreichen Ausrüstung zur medizinischen Erstversorgung ausgestattet.


Wie alle Rettungseinheiten der DGzRS wird auch SRB 65 ausschließlich durch freiwillige Zuwendungen finanziert. Die Taufe soll – ebenso wie die des ersten Seenotkreuzers der neuen 28-Meter-Klasse – im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten der Seenotretter Anfang Juni 2015 erfolgen.


Für Tamsen Maritim ist der jüngste Auftrag eine Premiere: SRB 65 ist der erste Neubau der Werft für die DGzRS. Tamsen Maritim hat bereits Erfahrung in der turnusgemäßen Generalüberholung von Seenotkreuzern verschiedener Größen. Ende 2012 hat die Werft zudem die größte Einheit der DGzRS, die auf Helgoland stationierte HERMANN MARWEDE, für die Aufnahme eines neuen Tochterbootes umgebaut.



Informationen zur DGzRS


Die DGzRS setzt derzeit von 54 Stationen in Nord- und Ostsee 60 Seenotkreuzer und Seenotrettungsboote ein. Die SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS (MRCC = Maritime Rescue Co-ordination Centre) koordiniert zentral alle Such- und Rettungsmaßnahmen. Trotz aller Technik: Im Mittelpunkt des Rettungswerkes steht nach wie vor der Mensch. Ohne die freiwillige Bereitschaft der Seenotretter zu ihren nicht selten gefahrvollen Einsätzen wäre die Arbeit der DGzRS nicht denkbar. Jahr für Jahr fahren die die Einheiten der Rettungsflotte mehr als 2.000 Einsätze auf Nord- und Ostsee.


Quelle und Foto: www.seenotretter.de


Die in Kühlungsborn stationierte KONRAD-OTTO, in Dienst gestellt 2006, ist das bisher jüngste Seenotrettungsboot der 9,5-/10,1-Meter-Klasse. Die DGzRS hat jetzt den Auftrag zum Bau eines modifizierten Schwesterschiffs erteilt. (Foto: Archiv)


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