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 Wissenswertes über Langeoog
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19.12.2012 20:20
#376  Unser Sammelschiffchen auf Weltreise antworten

Unser Sammelschiffchen auf Weltreise ist auf der anderen Seite des Atlantiks angekommen. Bei Starkwinden bis acht Beaufort hat Skipperin Mareike es gemeinsam mit ihrer Crew sicher über den "großen Teich" gebracht. Vor wenigen Tagen war Ankunft auf St. Lucia, einer Insel der Kleinen Antillen in der Karibik. Lesen Sie, was unser Schiffchen bisher erlebt hat:

Sammelschiffchen-Reisebericht lesen

http://www.seenotretter.de/sammelschiffc...ter+informieren


Quelle und Foto: www.seenotretter.de

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14.01.2013 12:12
#377 Seenotkreuzer-Glocke rettet Bremer „Sixdays“ antworten

Seenotkreuzer-Glocke rettet Bremer „Sixdays“
Schiffsglocke des Seenotkreuzers WILHELM KAISEN an der Rennstrecke der Bremer „Sixdays“


14.Januar 2013
10:58

Ungewöhnliche Hilfe der DGzRS beim Sechstagerennen in der ÖVB-Arena (Stadthalle Bremen)

So manchen Sturm auf Nord- und Ostsee hat sie in 34 Einsatzjahren überstanden, jetzt bewahrte sie die traditionsreichen Bremer „Sixdays“ vor dem Stillstand: Die Schiffsglocke des Seenotkreuzers WILHELM KAISEN der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) hatte in der Nacht zu Sonntag, 13. Januar 2013, einen ganz besonderen „Einsatz“ beim Sechstagerennen in der Bremer ÖVB-Arena (Stadthalle Bremen).


Mitten im laufenden Rennbetrieb der traditionsreichen Bahnradsport-Veranstaltung war die jahrzehntealte Bahnglocke plötzlich gerissen – und deshalb nahezu verstummt. Schlimmer noch: Die Glocke drohte gar auseinanderzubrechen. Doch ohne sie geht bei den „Sixdays“ gar nichts, denn mit ihr werden sowohl die Punktegewinne der Fahrer angezeigt als auch die Schlussrunden der einzelnen Wettbewerbe eingeläutet.


Ein Anruf des Veranstalters bei den Seenotrettern genügte: Kurzerhand und unbürokratisch half die SEENOTLEITUNG BREMEN , die vom Weserufer in der Bremer Neustadt aus mehr als 2.000 Einsätze pro Jahr auf Nord- und Ostsee koordiniert, diesmal auf dem Trockenen aus: In einem ihrer wohl ungewöhnlichsten „Einsätze“ stellte die DGzRS gern die Schiffsglocke der außer Dienst gestellten WILHELM KAISEN zur Verfügung – womit die Seenotretter die „Hörnot“ der „Sixdays“-Besucher wirkungsvoll verhinderten. Ein Kurier des Veranstalters brachte die Glocke kurzfristig in die ÖVB-Arena – die Wettbewerbe konnten fortgesetzt werden.


Die 44 Meter lange WILHELM KAISEN gehörte zu den größten Rettungseinheiten der DGzRS und war von 1978 bis 2012 im Einsatz, lange Zeit auf Helgoland und zuletzt auf der Station Sassnitz /Rügen. Im Mai vergangenen Jahres hatte die DGzRS den Seenotkreuzer durch den Neubau HARRO KOEBKE ersetzt und anschließend verkauft, die Schiffsglocke jedoch zu Ausstellungszwecken behalten.


Dass das gute Stück nun noch einmal zu ganz besonderen Ehren kam, ist schnell erklärt: Die Seenotretter sind 2013 erstmals ideeller Partner der „Sixdays“. Die DGzRS gehört ebenso wie das traditionsreiche Sechstagerennen seit langem zu Bremen. Mit der Partnerschaft wollen die Seenotretter Erfahrungen bei einem sportlichen Großereignis sammeln. Sie möchten die Chance nutzen, im für sie neuen Umfeld der beliebten Bahnradsport-Veranstaltung ihre Arbeit einem breiten Publikum aus Nah und Fern bekannt zu machen und neue Freunde und Förderer für das nach wie vor ausschließlich durch freiwillige Zuwendungen finanzierte Rettungswerk zu gewinnen.


Quelle: www.seenoretter.de


Schiffsglocke des Seenotkreuzers WILHELM KAISEN an der Rennstrecke der Bremer „Sixdays“

Seenotkreuzer WILHELM KAISEN der DGzRS, im Dienst von 1978 bis 2012

DGzRS Kalender 2013

http://www.dgzrs-shop.de/shop/catalog/search?shop_param=

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18.01.2013 13:33
#378 „Hochzeit“ für neuen Seenotkreuzer antworten

„Hochzeit“ für neuen Seenotkreuzer: Viertes 20-Meter-Schiff der Seenotretter nimmt Gestalt an


Freitag, 18.Januar
09:30

Der Bau eines weiteren Seenotkreuzers der 20-Meter-Klasse kommt gut voran: Gestern Nachmittag (17. Januar 2013) haben die Schiffbauer der Fassmer-Werft das separat gebaute Deckshaus auf den Rumpf gesetzt.

Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) wird das inzwischen vierte Spezialschiff dieses Typs voraussichtlich Ende 2013 nach umfangreichen Erprobungen in List auf Sylt stationieren. Wie die gesamte Arbeit der Seenotretter wird auch dieser Neubau ausschließlich durch freiwillige Zuwendungen finanziert.



Der neue Seenotkreuzer der DGzRS mit der internen Bezeichnung SK 34 nimmt allmählich Gestalt an: Die Schiffbauer der Werft Fr. Fassmer in Berne an der Unterweser setzten das getrennt entstandene Deckshaus mit zwei Hallenkränen auf den Rumpf und feierten damit die sogenannte Hochzeit. Das vollständig aus Aluminium gefertigte Bauteil schwebte von oben langsam auf das Deck zu. Millimeterarbeit: Immer wieder justierten die Schiffbauer den Hallenkran neu, um das Deckshaus exakt auf die vorgesehene Position zu stellen.



Bereits am Dienstagmorgen hatten drei Kräne den Rumpf gedreht. Dies war notwendig geworden, weil der Schiffskörper in der ersten Bauphase kieloben lag. Das hat einen entscheidenden Vorteil: Die Schiffbauer müssen nicht kopfüber arbeiten, sondern schweißen das grazil wirkende Netzspantengerüst, das Seenotkreuzern ihre besondere Festigkeit verleiht, und die Beplankung in entspannter Arbeitshaltung „von oben nach unten“ zusammen. Hierdurch wird eine sehr hohe Präzision erreicht.



Die Hauptdaten des Seenotkreuzers:
Länge: 19,90 Meter, Breite: 5,05 Meter, Tiefgang: 1,30 Meter, Verdrängung: 38 Tonnen, Maschinenleistung: 1.630 PS, Geschwindigkeit: 22 Knoten (etwa 40 km/h)



Die Hauptdaten des in der Heckwanne mitgeführten Arbeitsbootes:
Länge: 4,80 Meter, Breite: 2,00 Meter, Tiefgang: 0,40 Meter, Maschinenleistung: 160 PS auf Jet, Geschwindigkeit: 30 Knoten (etwa 56 km/h)



Der neue Seenotkreuzer wird voraussichtlich Ende 2013 die dann 28 Jahre alte MINDEN mit Tochterboot MARGARETE auf der Station List ersetzen. Er wird ein Schwesterschiff der bereits im Dienst befindlichen Einheiten EISWETTE /Station Nordstrand (Baujahr 2009), EUGEN /Station Greifswalder Oie (2009) und THEODOR STORM /Station Büsum (2011). Wie alle Schiffe der DGzRS wird er als Selbstaufrichter konstruiert.



Mit seinem geringen Tiefgang ist dieser Seenotkreuzer ein ideales Einsatzmittel für die ausgeprägten Wattgebiete östlich von Sylt sowie zwischen Deutschlands nördlichster Insel und ihrer dänischen Nachbarinsel Rømø. Dank seiner hohen Seetüchtigkeit ist er jedoch ebenso geeignet für den Einsatz auf hoher See unter allen Wetter- und Seegangsbedingungen. Auch dieser Neubau wird ausschließlich durch freiwillige Zuwendungen finanziert – wie die gesamte Arbeit der Seenotretter.


Der Bau des neuen Seenotkreuzers ist im Werft-Tagebuch der DGzRS online zu verfolgen.

http://www.seenotretter.de/seenotrettung...buch-sk-34.html


Quelle: www.seenotretter.de


Die Schiffbauer setzen das Deckshaus auf den Rumpf des vierten Seenotkreuzers der 20-Meter-Klasse der DGzRS.

DGzRS-Kalender 2014

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24.01.2013 13:00
#379 Trotz Schnee und Eis stets einsatzklar antworten

Trotz Schnee und Eis stets einsatzklar

24.Januar 2013
09:59

Ein ganz normaler Wintertag für die Seenotretter

Der Winter hat Nord- und Ostseeküste fest im Griff: Einige kleinere Häfen sind vereist, der Schiffsverkehr ist mancherorts zum Erliegen gekommen. Der Blick von Bord der Seenotkreuzer auf die Umgebung der Liegeplätze bietet oftmals ein winterlich-friedliches Bild. Wenn da nicht das Rauschen und Knacken der Funkgeräte wäre …


Die Seenotretter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) sind trotz Schnee und Eis jederzeit einsatzklar. Schneeräumen gehört auch an Bord der Rettungsflotte derzeit zu den wichtigsten Aufgaben. Anleger müssen eisfrei gehalten, das Deck von Schnee befreit werden.


Kontrollfahrten unternehmen die Seenotretter nun mit erhöhter Wachsamkeit. Fahrten im Eis verlangen größte Umsicht und viel Fingerspitzengefühl. Auch unter extremen Bedingungen üben die DGzRS-Besatzungen: So haben die Seenotkreuzer HERMANN HELMS /Station Cuxhaven und THEODOR STORM /Station Büsum am Mittwoch (23. Januar) bei eisiger Kälte und Dunkelheit Windenmanöver mit SAR-Hubschraubern der Deutschen Marine trainiert. Auch die Seenotkreuzer von Borkum, Norderney, Bremerhaven, List, Grömitz und Sassnitz haben am gleichen Tag in ihren Revieren nach dem Rechten gesehen sowie den einen oder anderen dringenden Krankentransport übernommen.


Die Freiwilligen-Besatzung der Station Schilksee wiederum nutzt die ruhigen Wintertage zur „Fahrschule“: Sie macht sich umfassend mit ihrem neuen Seenotrettungsboot WALTER ROSE vertraut. Jeder Handgriff muss sitzen, wenn die Einsätze wieder zahlreicher werden. Aus dem Schilkseer Hafen hat sich das Eis schon wieder zurückgezogen. „Wir hatten in diesem Winter schon eine fünf Zentimeter starke Eisdecke, so dass wir mit unserem Boot täglich eine Rinne brechen mussten, um einsatzbereit zu bleiben“, berichtet Vormann Detlev Sass. Ganz anders sieht es weiter östlich aus: Die Boddengewässer rund um Rügen und Hiddensee sowie am Darß sind vereist. Die Seenotretter nutzen die Zeit für Aus- und Fortbildungen auf den Stationen.


In der SEENOTLEITUNG BREMEN ist von Winterruhe wenig zu spüren. Denn die Einsatzzentrale der DGzRS hilft in vielen Fällen jährlich deutschen Seeleuten oder Schiffen weltweit auch außerhalb des deutschen Zuständigkeitsbereiches. So auch am gestrigen Mittwoch, als die Wachleiter von Bremen aus die Abbergung eines verletzten Besatzungsmitgliedes von einem Containerschiff vor Singapur in die Wege geleitet haben. Etwas später vermittelten sie über Seefunk ein medizinisches Beratungsgespräch mit dem Stadtkrankenhaus Cuxhaven nach Asien.


Quelle und Foto: www.seenotretter.de


Der Seenotkreuzer BREMEN der DGzRS verlässt seinen winterlichen Liegeplatz. (Archivfoto)

Kalender der DGzRS 2014

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29.01.2013 20:00
#380 Einsatzbilanz 2012 der Seenotretter – Moderator Yared Dibaba neuer „Bootschafter“ antworten

Einsatzbilanz 2012 der Seenotretter – Moderator Yared Dibaba neuer „Bootschafter“


29.Januar 2013
13:30

Bei 2.117 Einsätzen 1.135 Menschen aus Seenot gerettet und Gefahr befreit

Die Seenotretter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) haben im Verlauf des Jahres 2012 insgesamt 1.135 Menschen aus Seenot gerettet oder Gefahr befreit (2011: 1.323). Insgesamt ist die Rettungsflotte der DGzRS 2.117 Mal im Einsatz gewesen (2011: 2.106 Einsätze).

Neuer ehrenamtlicher „Bootschafter“ des Rettungswerkes ist der bekannte Moderator, Schauspieler und erfolgreiche Autor Yared Dibaba. Er löst den Schriftsteller Frank Schätzing ab, der die Arbeit der Seenotretter mit großem Engagement begleitet hat. Das Publikum kennt den gebürtigen Äthiopier Dibaba mit dem stets verschmitzten Lächeln auf den Lippen unter anderem als perfekten „Plattsnacker“. Den Seenotrettern hat er selbstverständlich etwas auf „Plattdütsch“ ins Stammbuch geschrieben: „Wenn jedeen so veel in dat lütte Schipp packt as he kann, denn könnt de Seenotredder allens ut ehr Schipp rutholen. Un villicht ock mal Di ut dat köllige Water!“ („Wenn jeder so viel in das kleine Schiff steckt wie er kann, dann können die Seenotretter alles aus ihrem Schiff herausholen. Und vielleicht auch mal Dich aus dem kalten Wasser!“)

Am Dienstag, 29. Januar 2013, stellte Dibaba an Bord des Seenotkreuzers HERMANN MARWEDE die Einsatzzahlen der Rettungsflotte aus dem abgelaufenen Jahr vor:

2012 haben die Besatzungen der 60 Seenotkreuzer und Seenotrettungsboote in Nord- und Ostsee
• 60 Menschen aus Seenot gerettet,
• 1.075 Menschen aus drohender Gefahr befreit,
• 396 Mal erkrankte oder verletzte Menschen von Seeschiffen, Inseln oder Halligen
zum Festland transportiert,
• 72 Schiffe und Boote vor dem Totalverlust bewahrt,
• 1.017 Hilfeleistungen für Wasserfahrzeuge aller Art erbracht sowie
• 492 Einsatzanläufe und Sicherungsfahrten absolviert.

In vielen Fällen griffen die Seenotretter frühzeitig ein und begrenzten so Schäden bereits im Vorfeld. Zudem sind sie 2.999 Mal in ihren Revieren zwischen Borkum im Westen und Ueckermünde im Osten auf Kontrollfahrt gegangen. Darüber hinaus war die SEENOTLEITUNG BREMEN (Maritime Rescue Co-ordination Centre, MRCC BREMEN) in 200 Seenotfällen international im Interesse der deutschen Schifffahrt unterstützend oder initiativ tätig (2011: 225 Mal). Einschließlich aller Such- und Rettungsaktionen sowie Kontrollfahrten haben allein die 20 Seenotkreuzer (die 40 Seenotrettungsboote nicht mitgerechnet) im vergangenen Jahr 71.934 Seemeilen (ca. 133.220 Kilometer) in Nord- und Ostsee zurückgelegt.

Seit ihrer Gründung am 29. Mai 1865 bis Ende 2012 hat die DGzRS insgesamt 80.198 Menschen aus Seenot gerettet oder Gefahrensituationen auf See befreit. Das entspricht der gesamten Bevölkerung des Landkreises Lindau am Bodensee (Bayern) oder aber jeweils der Hälfte aller Einwohner der deutschen Großstädte Potsdam (Brandenburg), Leverkusen (Nordrhein-Westfalen), Oldenburg (Niedersachsen) oder Ludwigshafen (Rheinland-Pfalz).

Die Einsatzzahlen 2012 verteilen sich auf die einzelnen Küsten wie folgt:
Niedersächsische Nordseeküste
Die Besatzungen der an der niedersächsischen Küste stationierten Seenotkreuzer und Seenotrettungsboote haben bei 621 Einsätzen neun Menschen aus Seenot gerettet und 116 weitere aus Gefahrensituationen befreit.

Schleswig-Holsteinische Nordseeküste
Die Stationen an der schleswig-holsteinischen Nordseeküste registrierten 279 Einsätze. Die dortigen Mannschaften retteten sieben Menschen aus Seenot und befreiten weitere 52 aus Gefahrensituationen.

Schleswig-Holsteinische Ostseeküste
An der Ostseeküste Schleswig-Holsteins waren die Seenotretter 698 Mal im Einsatz. Sie retteten 26 Menschen aus Seenot und befreiten weitere 441 aus Gefahrensituationen.

Mecklenburg-Vorpommersche Ostseeküste
In Mecklenburg-Vorpommern waren die DGzRS-Rettungseinheiten zu 519 Einsatzfahrten unterwegs. Ihre Besatzungen retteten 18 Menschen aus Seenot und befreiten weitere 466 aus Gefahrensituationen.

Besondere Einsätze aus dem Jahr 2012
Zu den herausragenden Einsätzen des Jahres 2012 gehören die Rettung zweier Schiffbrüchiger aus der sieben Grad kalten Nordsee nach dem Sinken ihres Bootes vor Norderney am 14. März und ein brennender Fischkutter vor Sylt am 22. März. Am 21. Juni brach im voll besetzten Hafen von Laboe während der Kieler Woche an Bord einer Segelyacht ein Feuer aus. Die Seenotretter verhinderten, dass die Flammen auf weitere Schiffe übergriffen.

Besonders arbeitsreich war das Wochenende 22./23. September für die Seenotretter. Bei starken Nordwestwinden brachten die DGzRS-Besatzungen insgesamt rund 80 Menschen auf Nord- und Ostsee in Sicherheit. Zu einem „tierischen“ Einsatz wiederum wurden die Maasholmer Seenotretter am 30. September gerufen: Sie bewahrten einen völlig erschöpften Hund, der gegen starken ablandigen Wind und die Strömung nicht mehr ankam, vor dem sicheren Tod auf See.

Umfangreichster Einsatz 2012 war die Suche nach einem über Bord gegangenen Seemann eines Forschungsschiffes in der Deutschen Bucht am 8. August. Koordiniert von der SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS waren vier Seenotkreuzer, über 20 weitere Schiffe und mehrere Hubschrauber 14 Stunden lang im Einsatz, ohne dass der Schiffbrüchige gefunden werden konnte. Dennoch hat sich gezeigt, dass die Strukturen des maritimen Such- und Rettungsdienstes in Deutschland, für den die DGzRS die Verantwortung trägt, reibungslos funktionieren. Es gehört zum Alltag der Seenotretter, auch mit derartigen Einsätzen klarkommen zu müssen und anzuerkennen, dass trotz moderner Technik und umfangreicher Ausbildung das Meer zuweilen stärker ist als der Mensch und seine Bemühungen.

Aus der Rettungsflotte
Zu den Höhepunkten aus Sicht der Seenotretter im abgelaufenen Jahr zählt die Indienststellung eines neuen 36,5 Meter langen Seenotkreuzers für die Station Sassnitz. Britta Sellering, Gattin des Ministerpräsidenten Mecklenburg-Vorpommerns Erwin Sellering, taufte das Spezialschiff Ende Mai 2012 auf den Namen HARRO KOEBKE.

Das Maasholmer Seenotrettungsboot BUTT hat im September 2012 den Namen WUPPERTAL erhalten. Mit der Umbenennung dankte die DGzRS einer Projektgruppe und vielen Förderern aus dieser Stadt. Sie hatten gut 50.000 Euro gesammelt. Das sichert die Arbeit der Freiwilligen-Station für mehrere Jahre.
Der größte Seenotkreuzer der DGzRS, die HERMANN MARWEDE/Station Helgoland, hat im Rahmen seiner turnusgemäßen Generalüberholung im Herbst 2012 ein neues, schnelles Tochterboot erhalten, das den gleichen Namen trägt wie sein Vorgänger (VERENA). Das frühere Tochterboot kommt künftig als eigenständige Rettungseinheit unter dem Namen WALTER ROSE von der Station Schilksee aus zum Einsatz. Es hat dort das Seenotrettungsboot ASMUS BREMER (Baujahr 1988), Typschiff der 8,5-Meter-Klasse, ersetzt, das Anfang November 2012 als technisches Denkmal vor dem Haupteingang des Deutschen Museums in München aufgestellt wurde.

Auch im Jahr 2013 soll die Modernisierung der Rettungsflotte fortgesetzt werden. Für die Station List auf Sylt ist der vierte Neubau der 20-Meter-Klasse vorgesehen. Der Bau dieser Einheit hat im Herbst 2012 Wochen auf der Fassmer-Werft an der Unterweser begonnen. Das Schiff mit der internen Bezeichnung SK 34 soll im Herbst 2013 die dann 28 Jahre alte MINDEN ablösen. Ferner haben die ersten Planungen für einen völlig neuen Schiffstyp begonnen. Er soll voraussichtlich ab 2015 nach und nach die Seenotkreuzer der heutigen 27-Meter-Klasse ersetzen.

Tag der Seenotretter 2013
Spendern, Freunden und allen Interessierten bietet die DGzRS auch 2013 wieder die Gelegenheit, sich vor Ort ein Bild von der Einsatzbereitschaft ihrer Besatzungen und der Leistungsfähigkeit ihrer Rettungseinheiten zu machen. Erneut findet am letzten Sonntag im Juli, somit am 28. Juli 2013, der „Tag der Seenotretter“ statt.


Quelle: www.seenotretter.de


Neuer ehrenamtlicher „Bootschafter“ der Seenotretter ist der bekannte Moderator, Schauspieler und erfolgreiche Autor Yared Dibaba, der auf dem Seenotkreuzer HERMANN MARWEDE in Cuxhaven die Jahreseinsatzbilanz der DGzRS vorstellte.

Kalender der DGzRS 2013

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04.03.2013 12:00
#381 Der neue offizielle Seenotretter-Shop antworten

Achtung.
Brand-Aktuell.

Der neue Shop der Seenotretter.

http://seenotretter-shop.de/?utm_campaig...ter+informieren


Viel Spaß beim stöbern.


www.seenotretter.de

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20.03.2013 18:00
#382 Neues Seenotrettungsboot WALTER ROSE antworten

Neues Seenotrettungsboot WALTER ROSE für DGzRS-Station Schilksee in Dienst gestellt

18.März
16:56

Auf der Freiwilligen-Station Schilksee der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) hat am Dienstag, 19. März 2013, ein neues Seenotrettungsboot offiziell seinen Dienst aufgenommen. Die sturmerprobte Rettungseinheit ist nun unter dem Namen WALTER ROSE auf der Kieler Förde im Einsatz. Gefahren wird das Boot von freiwilligen Seenotrettern um Vormann Detlev Sass.

Die 2003 gebaute WALTER ROSE war bisher als Tochterboot VERENA des Seenotkreuzers HERMANN MARWEDE/Station Helgoland im Einsatz. Dieser Seenotkreuzer erhielt Ende 2012 ein neues Tochterboot. Nach umfangreicher Generalüberholung kam der Vorgänger auf die Station Schilksee. Er hat dort die inzwischen außer Dienst gestellte MARIE LUISE RENDTE (Baujahr 1988) abgelöst.


Mit der Namensänderung würdigt die DGzRS das langjährige Engagement der Walter-und-Ilse-Rose-Stiftung für die Seenotretter. Die Eheleute Rose aus Hagen in Westfalen waren aktive Wassersportler und dem Rettungswerk Zeit ihres Lebens eng verbunden. Die treuhänderisch geführte nicht rechtsfähige Stiftung gehört dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft an, der bundesweit über 500 Stiftungen verwaltet.


Der stellvertretende DGzRS-Vorsitzer Michael Schroiff dankte im Rahmen einer kleinen Feierstunde den anwesenden Kuratoriumsmitgliedern der Stiftung für die erneute großzügige Zuwendung zugunsten der Seenotretter. Seit 2001 hat die Stiftung die DGzRS wiederholt mit namhaften Beträgen unterstützt. Schroiff betonte, das neue Schilkseer Boot habe sich im Rettungsdienst hervorragend bewährt und nunmehr einen nicht weniger passenden Namen. Die Stiftung kündigte an, dass Seenotrettungswerk weiterhin dauerhaft zu fördern.


Die WALTER ROSE gehört zur 9,5-Meter-Klasse der DGzRS. Weitere 18 Schiffe dieses Typs sind auf verschiedenen Freiwilligen-Stationen in allen Nord- und Ostseerevieren im Einsatz. Wie alle Rettungseinheiten der DGzRS ist das Boot, eine Schweißkonstruktion aus Aluminium im bewährten Netzspantensystem, für den Fall einer Kenterung als Selbstaufrichter gebaut. Es zeichnet sich durch seine hohe Seetüchtigkeit aus, besitzt gute See-Eigenschaften in Grundsee und Brandung, manövriert einwandfrei, übersteht heftige Grundstöße und ist dank des rundumlaufenden Fendersystems in der Lage, auch bei höheren Fahrtstufen und unter erschwerten Bedingungen bei Havaristen längsseits zu gehen. Die Aufteilung in mehrere wasserdichte Abteilungen erhöht die Lecksicherheit stark.


Die WALTER ROSE ist mit modernsten Navigations- und Kommunikationsanlagen ausgestattet. Die im Vergleich zu den Vorgängerbauten vergrößerte Plicht erleichtert die Handhabung der von der DGzRS entwickelten Bergungstrage. Die ebenfalls größere Bergungspforte vereinfacht das Aufnehmen im Wasser treibender Menschen. Der vergrößerte Raum unter Deck bietet mehr Platz für die Unterbringung und die medizinische Ersthilfe Schiffbrüchiger oder Verletzter.


Die Eckdaten des Seenotrettungsbootes:Länge über Alles: 9,41 Meter • Breite über Alles: 3,61 Meter • Tiefgang: 0,96 MeterGeschwindigkeit: 18 Knoten (ca. 33 km/h) • Besatzung: FreiwilligeAntrieb: ein Propeller 235 kW/320 PS • Verdrängung: 7,0 Tonnen


Trotz aller modernen Technik: Im Mittelpunkt stehen nach wie vor die Menschen, die Seenotretter selbst. Sie fahren raus, wenn andere reinkommen. 180 fest angestellte und rund 800 freiwillige Besatzungsmitglieder sind mit 60 Rettungseinheiten der DGzRS an Nord- und Ostseeküste jederzeit einsatzbereit – rund um die Uhr, bei jedem Wetter. Oft fahren sie gerade dann raus, wenn andere Schiffe Schutz im Hafen suchen – freiwillig und selbstlos, mehr als 2.000 Mal im Jahr. Die SEENOTLEITUNG BREMEN (MRCC = Maritime Rescue Co-ordination Centre) der DGzRS koordiniert zentral alle Einsätze. Seit Gründung der DGzRS im Jahr 1865 verdanken mehr als 80.000 Schiffbrüchige den Seenotrettern schnelle Hilfe.


Freiwilligkeit ist das Prinzip auf See wie an Land: Nach wie vor wird die gesamte Arbeit der DGzRS ausschließlich durch freiwillige Zuwendungen finanziert. 85 Cent jedes gespendeten Euros gehen direkt in den Rettungsdienst. Rund 300.000 Förderer sind der DGzRS durch regelmäßige Spenden verbunden. Schirmherr der Seenotretter ist der Bundespräsident.


Quelle und Foto: www.seenotretter.de


Freuten sich über die Neustationierung: Michael Schroiff, Vorstandsmitglied der DGzRS, Vormann Detlev Sass sowie Dr. Dieter Rehbein und Rolf W. Schulte von der Walter-und-Ilse-Rose-Stiftung (v.l.)

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18.04.2013 18:00
#383 Kehdinger Küstenschiffahrts-Museum antworten

Kehdinger Küstenschiffahrts-Museum sucht historisches Material zur Seenotrettung

Donnerstag 18.April
14:30

DGzRS und Kehdinger Küstenschiffahrts-Museum vereinbaren weitere Zusammenarbeit


Zu einem Informationsbesuch in der Zentrale der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) in Bremen trafen sich am Donnerstag, den 18. April 2013, der Kurator des ehrenamtlich geführten Kehdinger Küstenschiffahrts-Museums, Lars Lichtenberg, die Kassenwartin Andrea Hinsch sowie Mitarbeiterin Angelika Rohde mit Hans-Joachim Katenkamp, dem Leiter des Informationszentrum Nordwest der DGzRS.

Lars Lichtenberg, der für den Förderverein “Freunde des Kehdinger Küstenschiffahrts-Museums e.V.” viele Projekte initiiert, regte an, in Zukunft das Thema „Seenotrettung an der Unterelbe“ verstärkt in der ständigen Ausstellung des kleinen, aber feinen Museums zu berücksichtigen. „Das Thema ist für die Menschen an der Küste immer wieder interessant“, sagte Lichtenberg. „Wir können uns sehr gut vorstellen, diesen Bereich auch mit Exponaten verstärkt und dauerhaft aufzunehmen.“


Die Seenotrettungsstationen Duhnen, Cuxhaven und Feuerschiff „Elbe 2“ wurden bereits vor Gründung der DGzRS 1865 vom bereits 1861 gegründeten Hamburger Verein zur Rettung Schiffbrüchiger eingerichtet. Er ging später in der DGzRS auf. Die Informationslage aus dieser Zeit ist spärlich, zumal das historische Archiv der Seenotretter in Bremen durch Kriegseinwirkung 1945 und einen späteren Flutschaden nahezu vollständig vernichtet wurde. Wer aus dieser Zeit noch über Dokumente zu Rettungen (Zeitungsartikel, Bilder oder ähnliches) verfügt, kann sich gern beim Kehdinger Küstenschiffahrts-Museum melden:


Kehdinger Küstenschiffahrts-Museum
Unterm Deich 7
21737 Wischhafen
E-Mail: info@kuestenschiffahrtsmuseum.de
Tel. 04770/ 831140 (nur am Wochenende).


In der Saison 2012 präsentierte das Museum die Multimedia-Ausstellung „Die Seenotretter“ mit großem Erfolg. Im November des vergangenen Jahres endete diese mit einer Versteigerung von Kunstwerken regionaler und überregionaler Persönlichkeiten. Kürzlich war im Museum in Kehdingen/Wischhafen die daraus resultierende Spende von 7.675 Euro an die ausschließlich durch Spenden und freiwillige Zuwendungen finanzierte DGzRS übergeben worden.


Quelle: www.seenotretter.de


Zu einem Informationsbesuch bei der DGzRS trafen sich der Kurator des Kehdinger Küstenschiffahrts-Museums, Lars Lichtenberg (2.v.li.) die Kassenwartin Andrea Hinsch (li., mit dem Sammelschiffchen der DGzRS), sowie Mitarbeiterin Angelika Rohde (re.) mit Hans-Joachim Katenkamp, dem Leiter des Informationszentrum Nordwest der DGzRS (2.v.re.). Unter anderem ließen sich die Besucher historische Schiffsmodelle erklären.

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25.04.2013 12:21
#384 Spielend eine Mitfahrt mit dem Seenotkreuzer gewinnen antworten

Spielend eine Mitfahrt mit dem Seenotkreuzer gewinnen

Donnerstag
25.April
09:42

Möwen sind fies – zumindest in der neuen kostenlosen Spiele-App „Taler-Törn“ der Seenotretter. Denn dort schnappt sich das schnelle Federvieh oft die Münzen kurz vor dem Ziel: dem Sammelschiffchen.

Game over. Highscore verpasst, weil zu wenige Taler im Schiffchen gelandet sind. Und: Namensgeber des virtuellen Seenotkreuzers bleibt ein anderer – wie ärgerlich.



Tröstlich ist jedoch, dass eine der sehr begehrten Kontrollfahrten mit einem Seenotkreuzer der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) in Reichweite bleibt. Diese kann jeder gewinnen, der die spannende App „Taler-Törn“ spielt und am Ende seine Adresse einträgt.


Eine solche Fahrt ist etwas ganz Besonderes: In der Regel dürfen außer den Seenotrettern nur Journalisten für eine Berichterstattung mitfahren – und selbstverständlich Schiffbrüchige. Also: Mitspielen, auf Möwen achten, so viele Münzen wie möglich sammeln und am Ende an der Verlosung teilnehmen.


Die „Seenotretter-App“ ist kostenlos im Google Play Store (Android) oder bei iTunes (Apple) erhältlich.

https://play.google.com/store/apps/detai...dHNjaHRhbGVyIl0.

https://itunes.apple.com/de/app/taler-torn/id606222541?mt=8


Über die DGzRS


Die DGzRS ist zuständig für den maritimen Such- und Rettungsdienst in den deutschen Gebieten von Nord- und Ostsee. Zur Erfüllung ihrer Aufgaben hält sie 60 Seenotkreuzer und Seenotrettungsboote auf 54 Stationen zwischen Borkum im Westen und Usedom im Osten stets einsatzbereit – rund um die Uhr, bei jedem Wetter. 180 fest angestellte und rund 800 freiwillige Seenotretter fahren Jahr für Jahr mehr als 2.000 Einsätze.


Die gesamte unabhängige und eigenverantwortliche Arbeit der Seenotretter wird ausschließlich durch freiwillige Zuwendungen finanziert, ohne Steuergelder. Seit Gründung der DGzRS 1865 haben ihre Besatzungen mehr als 80.000 Menschen aus Seenot gerettet oder drohenden Gefahren befreit. Schirmherr des Rettungswerkes ist der Bundespräsident.


Quelle: www.seenotretter.de


Mitspielen und vielleicht mitfahren: Einmal im Jahr verlosen die Seenotretter unter den Spielern ihrer neuen App „Taler-Törn“ eine Kontrollfahrt mit einem Seenotkreuzer und einmal im Monat ein Überraschungspaket. Foto: DGzRS

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28.04.2013 09:09
#385 Informationszentrum der Seenotretter antworten

Informationszentrum der Seenotretter neuer Besuchermagnet am Warnemünder Leuchtturm


Samstag, 27.April 2013
15:00

In den vergangenen Monaten sind die Bauarbeiten am Informationszentrum der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) in Warnemünde nicht zu übersehen gewesen. Nach einem sehr großen Wasserschaden und Hausschwammbefall war eine Totalsanierung des Gebäudes an der Straße „Am Leuchtturm“ dringend erforderlich geworden.

Heute Nachmittag (27. April 2013) eröffneten die Seenotretter das Haus mit einer kleinen Feierstunde bei Kaffee und Kuchen offiziell wieder für die Besucher. Für die musikalische Untermalung sorgten die Shanty-Chöre „Luv und Lee“ und „Reriker Heulbojen“.


„Nach dem Umbau können wir uns über ein modernes und repräsentatives Gebäude mit einem barrierefreien Zugang freuen, das den höchsten energetischen und technischen Anforderungen gerecht wird“, sagte der stellvertretende DGzRS-Vorsitzer Michael Schroiff in seiner Eröffnungsansprache. Es sei „ein eindrucksvolles Symbol für die Tatkraft und Unabhängigkeit der Seenotretter“. Das neu gestaltete Informationszentrum ist offener, heller und für Besucher deutlich attraktiver als zuvor. Dies liegt unter anderem daran, dass jetzt mehr Fläche für Vorträge sowie eine kleine Ausstellung vorhanden ist und es einen einladenden Empfangsbereich gibt.


Mit verschiedenen Angeboten wollen die Seenotretter in Zukunft noch stärker als bisher auf ihre mitunter gefahrvolle Arbeit auf Nord- und Ostsee aufmerksam machen. „Wir wollen die Menschen hier vor Ort informieren und selbstverständlich auch als rein spendenfinanzierte Organisation neue Spender sowie Förderer gewinnen“, machte Schroiff deutlich. Er sei überzeugt, dass das Informationszentrum ein Besuchermagnet wird. Er bedankte er sich beim Architekten Enno Zeug und allen an der Planung und Bauausführung Beteiligten, „für ihre hervorragende Arbeit, ihre große Flexibilität und ihr hohes Engagement“.


Der Auslöser für die umfangreiche Sanierung war ein Wasserschaden infolge der heftigen Regenfälle am 22. und 23. Juli 2011, bei denen 111 Liter pro Quadratmeter gefallen waren – fast das Doppelte des normalen Niederschlages eines Tages. Zu allem Überfluss entdeckten die Handwerker bei den Bauarbeiten einen Hausschwamm – „einen der gefährlichsten Schädlinge, die ein Haus befallen kann“, sagte Jörg Westphal, Leiter des Informationszentrums. Aus diesem Grund sei das Gebäude komplett entkernt worden: „Die vergammelten Holzbalken mussten ausgetauscht und auch die Wände teilweise neu gemauert werden“, berichtete er. Doch der Aufwand habe sich gelohnt: „Es macht richtig Spaß, hier zu arbeiten und aus dem Alltag der Seenotretter mit all seinen Gefahren und Herausforderungen zu erzählen.“



Seenotrettung eng mit dem Gebäude verknüpft



Dies machen die DGzRS-Mitarbeiter in dem historischen Gebäude bereits seit 1995. Zuvor hatte die Besitzerin, Elisabeth von Bär, den Seenotrettern das Haus in einer Schenkung vermacht. Auch die Mittel für den Umbau stammen von Förderern, die der DGzRS aufs Engste verbunden waren: Das Ehepaar Ursula und Kurt-Werner Vogel aus Mönchengladbach hat die DGzRS in seinem Nachlass großzügig bedacht und ihr das Geld mit dem Wunsch anvertraut, dass es für ein konkretes Projekt der Öffentlichkeitsarbeit verwendet werden soll. Dieser Bitte sei man „sehr gerne nachgekommen“, sagte Michael Schroiff. Und die Spende „ist hier sehr gut angelegt“, findet er.


Zumal das Informationszentrum in dem Gebäude perfekt verortet ist. Denn die Anfänge der Seenotrettung in Warnemünde und an der mecklenburgischen Küste vor bald 150 Jahren sind sehr eng mit dem Haus verbunden. Es war das Wohnhaus des Lotsenkommandeurs Stephan Jantzen , der seit 1866 maßgeblich am Aufbau der ersten Rettungsstation der DGzRS an der mecklenburgischen Küste in Warnemünde beteiligt war. Von dort aus rettete er als Vormann der Station zwischen 1867 und 1903 mit seiner Mannschaft über 80 Menschen aus Seenot – mehrfach unter Einsatz seines eigenen Lebens. In diesem Jahr jährt sich der Todestag des mutigen Seenotretters zum 100. Mal.


Ihm zu Ehren taufte die DGzRS nach der Wiedervereinigung 1990 ihren seinerzeit modernsten Seenotkreuzer auf den Namen VORMANN JANTZEN . Er war anfangs in Warnemünde stationiert und ist heute als Reserveschiff auf wechselnden DGzRS-Stationen in der Ostsee im Einsatz. Seit 2003 ist in Warnemünde der 27,5-Meter-Seenotkreuzer ARKONA stationiert – nur wenige Meter vom Informationszentrum entfernt, verrichtet die Neun-Mann-Besatzung unter Vormann Karsten Waßner in wechselnden Schichten ihren Dienst. Besichtigungen des Seenotkreuzer lassen sich – nach vorheriger Absprache – gut mit einem Besuch des Informationszentrums verbinden.


Quelle und Foto: www.seenotretter.de


Michael Schroiff (l.), stellvertretender DGzRS-Vorsitzer, und Jörg Westphal (r.), Leiter des Informationszentrums Nordost der Seenotretter, mit Rostocks Bürgerschaftspräsidentin Karina Jens bei der Wiedereröffnung des Stephan-Jantzen-Hauses.

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17.05.2013 11:11
#386  Der Seenotkreuzer BERLIN in Hamburg antworten

BERLIN in Hamburg

Der Seenotkreuzer BERLIN/Station Laboe hat am verlängerten Himmelfahrtswochenende (9. bis 12. Mai 2013) beim 824. Hamburger Hafengeburtstag kräftig für die wichtige Arbeit der DGzRS geworben. Mit eindrucksvollen Vorführungen begeisterten die Seenotretter die Besucher des Volksfestes und gewährten beim Open Ship einen der seltenen Blicke in ihren Alltag.

(Fotos: DGzRS, Torben Balz, Dirk Berendsen und Manfred Buttke)


http://www.seenotretter.de/fotos.html#c11159


Quelle: www.seenotretter.de

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18.07.2013 11:55
#387 DGzRS glänzt zum Jubiläum in Silber und Gold antworten

DGzRS glänzt zum Jubiläum in Silber und Gold

Dienstag, 16.Juli
15:09

Das große Jubiläum rückt näher: 2015 feiert die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) ihren 150. Geburtstag. Schon jetzt gibt es für Freunde und Förderer der DGzRS zum Jubiläum etwas ganz Besonderes: die streng limitierte Medaillenedition „DGzRS/Die Seenotretter“ als saisonale Sonderprägung.

Das Unternehmen Euromint hat heute Vormittag, 16. Juli 2013, gemeinsam mit den Seenotrettern die Silber- und Goldmedaillen in der DGzRS-Zentrale in Bremen offiziell vorgestellt und damit den Verkaufsstart eingeläutet.


„Wir freuen uns, mit dem Münz- und Medaillenhersteller Euromint einen renommierten Partner gefunden zu haben, um die Idee einer Sonderprägung zum 150-jährigen Jubiläum umzusetzen“, sagte Dr. Bernd Anders, Mitglied der DGzRS-Geschäftsführung, bei der Präsentation. Besonders hob er hervor, dass die DGzRS auch finanziell vom Verkauf jeder Medaille profitieren wird – einen Teil des Erlöses spendet Euromint an das Seenotrettungswerk. „Wir haben sehr hohen Respekt vor der Arbeit der Seenotretter. Sie fahren immer dann raus, wenn andere Menschen in Not sind. Egal, wie das Wetter ist“, begründete Euromint-Verkaufsleiter Michael Knippschild das Engagement des Bochumer Unternehmens.


Die hochwertigen Medaillen mit einem Durchmesser von 30 Millimeter werden in einem Schmucketui als „Polierte Platte“ in zwei verschiedenen Materialien (Feinsilber 999 und Feingold 999.9) und mit einem Echtheitszertifikat angeboten. Auf einer der Seiten ist das DGzRS-Logo mit dem bekannten Hansekreuz abgebildet. Auf der anderen Seite ist das Sammelschiffchen zu sehen, das seit 1875 ein wichtiger Sympathieträger für die Arbeit der Seenotretter mit hoher und unverwechselbarer Symbolkraft ist. Es verweist zugleich auf die Finanzierung der DGzRS: Nach wie vor wird ihre Arbeit ausschließlich von den vielen freiwilligen Zuwendungen getragen.


Bei einem Stückpreis von 45 Euro für eine Feinsilbermedaille gehen fünf Euro an die DGzRS. In dem Stückpreis von 849 Euro für die Feingoldmedaille ist ein Spendenanteil von 30 Euro enthalten. Die Auflage für die Feinsilbermedaille beträgt 1.500 Stück und für die Feingoldmedaille 150 Stück.


Vertriebspartner der Medaillen sind die Sparkasse Bremen, die Bremer Tageszeitungen AG, die Lübecker Nachrichten und Ostsee-Zeitung Rostock AG. Zudem sind die Feinsilbermedaillen und die Feingoldmedaillen im Seenotretter-Shop erhältlich.



Über die DGzRS



Die DGzRS ist zuständig für den maritimen Such- und Rettungsdienst in den deutschen Gebieten von Nord- und Ostsee. Zur Erfüllung ihrer Aufgaben hält sie 60 Seenotkreuzer und Seenotrettungsboote auf 54 Stationen zwischen Borkum im Westen und Usedom im Osten stets einsatzbereit – rund um die Uhr, bei jedem Wetter. 180 fest angestellte und rund 800 freiwillige Seenotretter fahren Jahr für Jahr mehr als 2.000 Einsätze.


Die gesamte unabhängige und eigenverantwortliche Arbeit der Seenotretter wird ausschließlich durch freiwillige Zuwendungen finanziert, ohne Steuergelder. Seit Gründung der DGzRS 1865 haben ihre Besatzungen mehr als 80.000 Menschen aus Seenot gerettet oder drohenden Gefahren befreit. Schirmherr des Rettungswerkes ist der Bundespräsident.


Über Euromint


Die in Bochum ansässige Firma Euromint befasst sich seit fast 30 Jahren mit der Herstellung und Ausgabe von Sonderprägungen und Medaillen in reinstem Silber und feinstem Gold zu individuellen Anlässen.


Durch die langjährige enge Zusammenarbeit mit Städten und Gemeinden, Ländern, Banken und Sparkassen, Vereinen, Unternehmen, Zeitungen und Zeitschriften hat die Firma Euromint eine hohe Akzeptanz im Medaillenmarkt erworben. Eine umfassende Beratung, ein perfekter Service und die gemeinsame Vorstellung der in allerhöchster Prägequalität herausgegebenen Produkte, sind Kernkompetenzen des Unternehmens.


Quelle: www.seenotretter.de

Präsentieren die Jubiläumsmedaillen der Seenotretter in der Werfthalle auf dem Gelände der DGzRS-Zentrale in Bremen: Michael Knippschild, Verkaufsleiter Nordost der Euromint GmbH, Dr. Bernd Anders, Mitglied der Geschäftsführung der DGzRS, und Lars Friedrichsen, Kundendirektor der Sparkasse Bremen (v. l.). Foto: DGzRS

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18.07.2013 18:18
#388 Tag der Seenotretter antworten

TAG DER SEENOTRETTER

Am 28. Juli 2013 stellen die Seenotretter auf vielen Stationen an Nord- und Ostseeküste und im SPICARIUM Bremen-Vegesack ihre Arbeit vor...mehr
Rettungsdemonstrationen und Besichtigungen der Seenotkreuzer und Seenotrettungsboote stehen im Mittelpunkt. Im Gedankenaustausch mit den Besatzungen erfahren die Besucher aus erster Hand von der meist freiwilligen und oft gefahrvollen Arbeit der Seenotretter.

Programm im Spicarium Bremen-Vegesack:
Zusammen mit dem SPICARIUM hat die DGzRS ein fröhlich-maritimes Programm zusammengestellt: Präsentation des Arbeitsbootes für den Seenotkreuzer-Neubau SK 34 (vorgesehen für die Station List auf Sylt) sowie des ehemaligen Tochterbootes "Eiswette von 1829", Schiffsmodellvorführungen des SMC Bremen im Wasserbecken,
Seenotkreuzer aus LEGO, Kartonmodellbau, Knotenschule, Raritäten-Verkauf, Aussichtsgondel, Filme, Seemanns-Chor Vegesack e.V. / Schulschiff-Deutschland-Chor e.V., 10 - 17 Uhr.

Teilnehmende Stationen
NORDSEE

Borkum,
Juist,
Norddeich,
Norderney und Baltrum gemeinsam auf der Station Baltrum am 27. und 28. Juli 2013,
Langeoog im Rahmen des Dorffestes,
Neuharlingersiel im Rahmen der Kutter-Regatta am 27. Juli 2013,
Horumersiel und Hooksiel gemeinsam auf der Station Horumersiel,
Wilhelmshaven,
Fedderwardersiel,
Bremerhaven im Alten Hafen / Maritime Festwoche und 150 Jahre Station Bremerhaven,
Cuxhaven und Brunsbüttel gemeinsam auf der Station Cuxhaven,
Helgoland,
Büsum und Eiderdamm gemeinsam in Büsum am Museumshafen im Rahmen der Feier "VS 100 Jahre Museumshafen",
Amrum,
Hörnum und List gemeinsam auf der Station List


OSTSEE

Langballigau und Gelting gemeinsam auf der Station Langballigau,
Schleswig,
Maasholm und Damp gemeinsam auf der Station Maasholm,
Eckernförde,
Schilksee und Laboe gemeinsam auf der Station Laboe,
Lippe/Weißenhaus im Rahmen des Tags der offenen Tür/Stationsfestes am 27. Juli 2013,
Heiligenhafen,Puttgarden und Fehmarn/Großenbrode gemeinsam auf der Station Heiligenhafen,
Grömitz und Neustadt gemeinsam auf der Station Neustadt,
Timmendorf/Poel und Kühlungsborn gemeinsam auf der Station Timmendorf,
Warnemünde,
Wustrow am 27. Juli 2013,
Darßer Ort am Ausweichliegeplatz Barhöft,
Zingst,
Vitte/Hiddensee (VORMANN JANTZEN),
Breege,
Glowe,
Sassnitz,
Lauterbach im Rahmen des Hafenfestes am 26. Juli 2013,
Stralsund,
Freest,
Greifswalder Oie, Zinnowitz und Ueckermünde gemeinsam auf der Station Ueckermünde.


Veranstalter
www.spicarium-bremen.de

www.seenotretter.de

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06.08.2013 17:00
#389 Schon jetzt an 2014 denken antworten

Schon jetzt an 2014 denken: Kalender über Schiffe und Arbeit der Seenotretter veröffentlicht


15:04

Seenotretter kennen keine Saison. Die Rettungsflotte der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) ist an 365 Tagen im Jahr, bei Wind und Wetter zum Einsatz bereit. Erneut ist es dem Hamburger Fotografen Peter Neumann (YPS/Yacht Photo Service) gelungen, deren Arbeit in dem Kalender „… wir kommen 2014“ in großformatigen, eindrucksvollen Fotos festzuhalten.

Der neue Kalender ist soeben im Delius Klasing Verlag erschienen. Dabei hat Peter Neumann aus seinem umfangreichen Bildarchiv einmal mehr 13 Motive ausgewählt, die die Anforderungen an Mensch und Technik im modernen Seenotrettungsdienst im Verlauf der Jahreszeiten realistisch widerspiegeln. Für die DGzRS ist dies wiederum von besonderer Bedeutung, spielt sich die Arbeit der Seenotretter doch nicht selten fernab der Küste, unter widrigen äußeren Umständen oder nachts unter Ausschluss der Öffentlichkeit ab.

Die DGzRS wird ausschließlich durch freiwillige Beiträge und Zuwendungen finanziert. Im Verkaufspreis von Euro 19,90 (in Österreich Euro 20,50; in der Schweiz sFr. 29,90) ist somit wieder eine Spende für die Seenotretter in Höhe von 2,60 Euro pro Exemplar enthalten.

Der neue Kalender ist zu beziehen im Seenotretter-Shop unter www.seenotretter-shop.de, im Buchhandel oder direkt beim Delius Klasing Verlag, Bielefeld (ISBN 978-3-88412-486-4, www.delius-klasing.de, Telefon: 0521/559 955).


Quelle: www.seenotretter.de


Auf dem Titelbild: Seenotkreuzer THEODOR STORM/Station Büsum

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28.08.2013 03:23
#390 1.630 PS starkes Herz schlägt für neuen 20-Meter-Seenotkreuzer antworten

1.630 PS starkes Herz schlägt für neuen 20-Meter-Seenotkreuzer


27.August
15:44

Präzisionsarbeit im Spezialschiffbau für Seenotretter: Auf einem neuen 20 Meter langen Seenotkreuzer der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) haben Schiffbauer der Fr. Fassmer-Werft in Berne-Motzen am Dienstag, 27. August 2013, die Hauptmaschine eingesetzt.

Die DGzRS wird den Neubau unter der internen Bezeichnung SK 34 nach umfangreicher Erprobung Ende 2013 in Dienst stellen und von der Station List auf Sylt aus in der Nordsee einsetzen.
Im Zuge der ständigen Modernisierung der Rettungsflotte soll SK 34 die zurzeit dort stationierte MINDEN (Baujahr 1985) ersetzen. Über ihren Verbleib ist noch keine Entscheidung gefallen. SK 34 ist der inzwischen vierte Neubau der 20-Meter-Klasse der DGzRS. Die Schwesterschiffe EISWETTE (Baujahr 2009), EUGEN (2009) und THEODOR STORM (2011) sind auf den Stationen Nordstrand, Greifswalder Oie und Büsum erfolgreich im Einsatz.
Ein großer Kran hob jetzt die 1.630 PS starke Hauptmaschine an Bord des Seenotkreuzers. In den Folgetagen wird sie auf wenige Hundertstelmillimeter genau vor dem Getriebe ausgerichtet. Sie wird das bereits zu großen Teilen fertiggestellte Spezialschiff auf 22 Knoten (ca. 41 km/h) beschleunigen. Ein zuvor bereits eingebauter Hilfsdiesel treibt Ruderanlage, Feuerlöschpumpe und Bugstrahlruder an. Sicherheit hat für die DGzRS oberste Priorität: Sollte die Hauptmaschine einmal ausfallen, genügt der Hilfsdiesel, um den Seenotkreuzer sicher in den nächsten Hafen zu steuern. Ein ähnliches System hat sich bereits bei der 19-Meter-Klasse (1969 bis 2003 im Dienst) in härtesten Einsätzen bewährt.

Der neue Seenotkreuzer

Länge über Alles: 19,90 Meter
• Breite über Alles: 5,05 Meter
• Tiefgang: 1,30 Meter
• Geschwindigkeit: 22 Knoten (ca. 41 km/h)
• Besatzung: 7/3 Pers. (Stamm/Einsatz)
• Antrieb: ein Propeller 1.220 kW/1.630 PS
• Verdrängung: 38 Tonnen

In der für Seenotkreuzer typischen Heckwanne mit Klappheck führt der neue Seenotkreuzer ein leichtes und wendiges Festrumpfschlauchboot mit sich. Es ist bei 4,80 Metern Länge und 40 Zentimetern Tiefgang 30 Knoten (ca. 56 km/h) schnell. Zugunsten des geringen Tiefgangs des Seenotkreuzers (nur 1,30 Meter) hat die DGzRS auf ein größeres und schwereres Tochterboot verzichtet. Dennoch ist das Arbeitsboot ein leistungsfähiges Einsatzmittel zur Assistenz und zum Befahren von Flachwassergebieten.

Trotz der relativ geringen Größe dieses Seenotkreuzers gibt es viel Platz für die Rettungsarbeiten: Der Behandlungsplatz zur medizinischen Erstversorgung im geräumigen Mehrzweckraum wird umfassend ausgerüstet. Auf ein Wohndeck hat die DGzRS verzichtet. Die Besatzung lebt nicht an Bord, sondern im Stationsgebäude unmittelbar am Liegeplatz. Für längere Seetörns sind im Vorschiff aber eine kleine Messe und eine Schlafmöglichkeit vorhanden.
Wie alle Rettungseinheiten der DGzRS ist auch der jüngste Neubau als Selbstaufrichter konzipiert, wird vollständig aus Aluminium gebaut und ausschließlich durch freiwillige Zuwendungen aus allen Teilen der Bevölkerung finanziert. Dazu haben die Seenotretter einen ungewöhnlichen Spendenwettbewerb gestartet.

Der Spendenwettbewerb: „Reetdach gegen Reeperbahn! Wer spendet mehr: Sylt oder Hamburg?“
Die DGzRS ruft insbesondere alle Freunde der Insel und der Hansestadt dazu auf, sich an der Finanzierung des neuen Seenotkreuzers zu beteiligen. Der Endstand dieses Spendenwettbewerbs wird entscheiden, ob das Schiff einen Namen mit Bezug zu Sylt oder zu Hamburg erhält.
Onlinespenden unter www.reetdach-gegen-reeperbahn.de verändern den Spendenstand in Echtzeit. Herkömmliche Überweisungen sind unter Angabe von „Aktion Sylt“ oder „Aktion Hamburg“ auf das Konto 107 2016 bei der Sparkasse Bremen (BLZ 290 501 01) möglich. Von unterwegs ist die Hilfe per SMS mit dem Wort „Sylt“ oder „Hamburg“ an die Nummer 8 11 90 (fünf Euro, Abrechnung via Handyrechnung) besonders schnell.

Die Seenotretter

Die DGzRS setzt derzeit von 54 Stationen in Nord- und Ostsee 60 Seenotkreuzer und Seenot-rettungsboote ein. Die SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS (MRCC = Maritime Rescue Co-ordination Centre) koordiniert zentral alle Einsätze. Trotz aller Technik: Im Mittelpunkt des Rettungswerkes steht nach wie die freiwillige Bereitschaft der Seenotretter zu ihren nicht selten gefahrvollen Einsätzen. Allein 2012 waren die Einheiten der Rettungsflotte 2.117 Mal im Einsatz. Dabei haben ihre Besatzungen 1.135 Menschen aus Seenot gerettet oder aus drohenden Gefahrensituationen auf See befreit.


Quelle und Fotos: www.seenotretter.de


1) Per Hallenkran wird die Maschine angehoben. Links steht der wegen Farbarbeiten noch komplett eingehüllte Seenotkreuzer. Das Einsetzen der Maschine erfolgt von oben.


2) Durch den oberen Fahrstand schwebt die Maschine ins Schiff.

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