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 Wissenswertes über Langeoog
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Trödel
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21.04.2012 08:55
#346 Nach 25 Jahren im Einsatz: antworten

Nach 25 Jahren im Einsatz: Seenotrettungsboot auf dem Weg ins Deutsche Museum nach München


20.April
12:19

Nach 25 Einsatzjahren im harten Seenotrettungsdienst hat die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) das Typschiff ihrer seinerzeit völlig neu entwickelten 8,5-Meter-Klasse außer Dienst gestellt. Die 1987 in Dienst gestellte ASMUS BREMER wird künftig als technisches Denkmal im Deutschen Museum in München zu sehen sein.

Neben der vor 25 Jahren ebenfalls dorthin überführten THEODOR HEUSS, eines Seenotkreuzers aus der ersten Serie neuzeitlicher Rettungseinheiten der DGzRS, wird das Museum dann den Prototypen eines modernen, allwettertauglichen Seenotrettungsbootes in seiner Ausstellung zeigen. Die ASMUS BREMER steht zugleich für den selbstlosen Einsatz ihrer stets ausschließlich freiwilligen Seenotretter.

Zwischen Ende 1987 und Anfang 2012 haben die Besatzungen mit der ASMUS BREMER 644 Menschen aus Seenot gerettet oder aus drohenden Gefahren befreit haben. Das Seenotrettungsboot hat in 25 Dienstjahren unter der Flagge mit dem roten Hansekreuz bei über 3900 Einsatz-, Kontroll- und Sicherungsfahrten rund 88.000 Seemeilen (etwa 163.000 Kilometer) zurückgelegt. Das entspricht mehr als vier Erdumrundungen.

Am Freitag, 20. April 2012, haben Experten der Firma Faltus & Bantje Yachttransporte aus Weyhe und der Firma Autokrane Mennen & Wittrock das Seenotrettungsboot auf dem Hof der DGzRS-Zentrale in Bremen verladen (Bildergalerie )http://www.seenotretter.de/?id=708. Nun erfolgt die Überführung des Schiffes ins Deutsche Museum mittels Tieflader – ungleich weniger spektakulär als die letzte Reise der THEODOR HEUSS: Der 23-Meter-Seenotkreuzer war vor 25 Jahren auf eigenem Kiel über Rhein, Main und Main-Donau-Kanal bis Nürnberg gefahren. Ein aufsehenerregender Straßentransport bis München hatte sich angeschlossen. Ab Herbst soll nun auch ASMUS BREMER den Besuchern des Deutschen Museums präsentiert werden. Das Seenotrettungsboot wird voraussichtlich vor dem Haupteingang aufgestellt.

ASMUS BREMER wurde 1987 unter der Baunummer 1062 als erste Rettungseinheit in der Geschichte der DGzRS bei der Werft Fr. Fassmer in Berne-Motzen an der Unterweser gebaut. Im Jahr 2012, genau 25 Jahre später, liefert diese Werft, die inzwischen viele Seenotrettungsboote und auch größere Seenotkreuzer für das Rettungswerk entwickelt und gebaut hat, den jüngsten Seenotkreuzer an die DGzRS ab: einen 36,5-Meter-Neubau für die Station Sassnitz.

Wie alle Rettungseinheiten der DGzRS wurde auch die ASMUS BREMER in der bewährten Netzspantenbauweise gebaut und als Selbstaufrichter konstruiert. Die Eckdaten des Seenotrettungsbootes:

Länge über Alles: 8,28 Meter
Breite über Alles: 3,10 Meter
Tiefgang: 0,85 Meter
Motorleistung: 220 PS
Geschwindigkeit: 18 Knoten (ca. 33 km/h)
Besatzung: Freiwillige

ASMUS BREMER wurde am 21. Dezember 1987 in Kiel-Schilksee von Marina, einem Waisenkind aus Kiel, auf den Namen des von 1702 bis 1720 amtierenden Kieler Bürgermeisters getauft. Das Seenotrettungsboot war während seiner gesamten Dienstzeit im Olympiahafen Schilksee stationiert.

ASMUS BREMER ist das erste von drei Typschiffen einer neu entwickelten 8,5-Meter-Klasse der DGzRS, die nach zweijähriger Vorplanung und umfangreicher Auswertung der Erfahrungen mit den Vorgängertypen entstand. Bis Mitte der 1990er Jahre stellte die DGzRS neben zwei weiteren Prototypen insgesamt 15 Schwesterschiffe in Dienst, die nach und nach die Anfang der 1970er Jahre gebauten 7-Meter-Seenotrettungsboote ersetzten.

Entwickelt wurde die neue Klasse aus den Tochterbooten der ersten beiden 27,5-Meter-Seenotkreuzer, die Mitte der 1980er Jahre in Fahrt gekommen waren. Erklärtes Ziel der DGzRS war neben technischen Verbesserungen die Erhöhung der Geschwindigkeit bei mindestens gleich bleibender Seetüchtigkeit. Die wesentlichen Merkmale der Boote:

• eine komplette Navigations-/Kommunikationsanlage (UKW-Seefunk doppelt, Radar, Echolot etc.),
• ein im Vergleich zu Vorgängerbauten wesentlich vergrößerter Einsatzbereich,
• verbesserte See- und Schlechtwettereigenschaften (allwettertüchtig),
• größere Aufnahmekapazität für Schiffbrüchige,
• eine Bergungspforte an Steuerbord zur Aufnahme Schiffbrüchiger auf Höhe der Wasserlinie,
• ein verbessertes Schleppsystem mit einem Schlepphaken auf beweglicher Laufschiene,
• ein rundumlaufendes Fendersystem zum Längsseitsgehen auch unter erschwerten Bedingungen,
• umfangreiche Rettungs- und Versorgungseinrichtungen,
• eine leistungsfähige Lenzpumpe zum Lenzen (Leerpumpen) havarierter Schiffe,
• ein modernes Suchscheinwerfer-System,
• spezielle Sicherheitssitze für die Besatzungen,
• und – neben dem inneren – ein kompletter äußerer Fahrstand.

Aufgrund der hervorragenden Manövriereigenschaften und der Seetüchtigkeit sind die 8,5-Meter-Seenotrettungsboote wie die großen Seenotkreuzer auch für Einsätze auf hoher See, fernab von der Küste und ihren Stationen, geeignet. Inzwischen ist bereits eine nochmals verbesserte dritte Generation kleiner, leistungsstarker Seenotrettungsboote um zehn Meter Länge im Dienst.

ASMUS BREMER wurde wie alle Schiffe der DGzRS und ihre gesamte Arbeit ausschließlich durch freiwillige Zuwendungen, ohne Steuergelder, finanziert. Auf der Station Schilksee hat unterdessen neben dem zweiten dort stationierten Seenotrettungsboot, der MARIE LUISE RENDTE, die ebenfalls 8,5 Meter lange FRANZ STAPELFELDT die ASMUS BREMER abgelöst.

Die DGzRS setzt heute von 54 Stationen in Nord- und Ostsee 61 Seenotkreuzer und Seenotrettungsboote ein, gefahren von 180 fest angestellten und rund 800 freiwilligen Seenotrettern. Die SEENOTLEITUNG BREMEN (MRCC = Maritime Rescue Co-ordination Centre) der DGzRS koordiniert zentral alle Einsätze. Trotz aller Technik: Im Mittelpunkt des Rettungswerkes steht nach wie die Bereitschaft der Seenotretter zu ihren nicht selten gefahrvollen Einsätzen. Allein im Jahr 2011 waren die Einheiten der Rettungsflotte 2106 Mal im Einsatz. Dabei haben ihre Besatzungen 1323 Menschen aus Seenot gerettet oder aus drohenden Gefahrensituationen befreit.


www.seenotretter.de


Seenotrettungsboot ASMUS BREMER kurz nach der Indienststellung 1987


Verladung am 20. April 2012 auf dem Hof der DGzRS-Zentrale in Bremen

Trödel
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30.04.2012 12:12
#347 Flaggenwechsel auf neuem 36,5-Meter-Seenotkreuzer der DGzRS antworten

Flaggenwechsel auf neuem 36,5-Meter-Seenotkreuzer der DGzRS für die Station Sassnitz


10:25

Auf einem neuen großen, 36,5 Meter langen Seenotkreuzer der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) ist der Flaggenwechsel erfolgt: Die Seenotretter haben ihr jüngstes Flottenmitglied am Freitag, 27. April 2012, von der Bauwerft Fr. Fassmer in Berne-Motzen an der Unterweser übernommen.

Die DGzRS überführt das Schiff, das derzeit noch mit der internen Bezeichnung SK 32 versehen ist, nun in die Ostsee auf seine künftige Station Sassnitz, die heute im Laufe des Tages erreicht werden soll. Im Zuge der Modernsierung der Rettungsflotte wird SK 32 den Seenotkreuzer WIHELM KAISEN (Baujahr 1978) ersetzen.


Die Taufe ist für Sonnabend, 26. Mai 2012, 15 Uhr, im Sassnitzer Westhafen vorgesehen. Taufpatin ist die Gattin des Ministerpräsidenten Mecklenburg-Vorpommerns, Britta Sellering. Zu der öffentlichen Taufe erwarten die Seenotretter auch den Ministerpräsidenten Erwin Sellering. Zuschauer sind herzlich willkommen. Voraussichtlich wird eine junge Dame das Tochterboot taufen.


Seit dem Zuwasserlassen des neuen Seenotkreuzers Mitte März stehen umfangreiche Erprobungen des Schiffes „auf Herz und Nieren“ auf dem Programm. SK 32 hat die ersten in ihn gesetzten Erwartungen umfassend erfüllt. In den kommenden Wochen setzt die DGzRS die Erprobung aller Einrichtungen und Systeme fort.


Mit dem Bau des neuen großen Seenotkreuzers für die Ostsee trägt das Rettungswerk vorausschauend dem ansteigenden Verkehrsaufkommen auf See Rechnung. Nach gut einjähriger Vorplanung vergab die DGzRS im Sommer 2009 den Auftrag zum Bau eines Ersatzfahrzeuges für die WILHELM KAISEN. Entwurf, Modellversuche, Strukturauslegung, Erstellung der Werkstattzeichnungen, Materialzuschnitt und -verformung beschäftigten die Werft und das Rettungswerk bis weit ins Jahr 2010 hinein. Die Kiellegung von SK 32 erfolgte im Dezember 2010. Der Neubau verfügt über eine leistungsstarke Feuerlöschanlage, ein Hubschrauberarbeitsdeck und ein umfangreich ausgestattetes Bordhospital. Die völlig neue Schiffsklasse ist in der bewährten Netzspanten-Bauweise konstruiert.


Die Eckdaten des Seenotkreuzers: Länge über Alles: 36,45 Meter • Breite über Alles: 8,20 Meter • Tiefgang (50% Zuladung): 2,70 Meter Geschwindigkeit: 25 Knoten (ca. 46 km/h) • Besatzung: 11/5 Pers. (Stamm/Einsatz) Antrieb: drei Maschinen auf Festpropeller 1160 kW/1578 PS – 2465 kW/3352 PS – 1160 kW/1578 PS, insgesamt 4785 kW/6508 PS


Selbstverständlich sind Seenotkreuzer und Tochterboot als Selbstaufrichter konzipiert. Als Tochterboot kommt erstmals in der Geschichte der DGzRS ein gemeinsam mit der Werft „Marine Specialised Technology Ltd.“ entwickeltes schnelles Festrumpfschlauchboot (Rigid Inflatable Boat/RIB) mit geschlossener Kajüte für die Unterbringung von Geretteten und zur Durchführung von Krankentransporten in DGzRS-typischer Aluminiumbauweise zum Einsatz. Die Anforderungen in den Bereichen erreichbare Geschwindigkeit, Manövrierfähigkeit, erleichtertes Längsseitsgehen und Kostenersparnis gegenüber den bisherigen Tochterbooten bei vergleichbarer Sicherheit wurden vollständig erfüllt.


Die Eckdaten des Tochterbootes: Länge über Alles: 8,90 Meter • Max. Breite: 3,60 Meter • Geschwindigkeit: 32 Knoten (ca. 59 km/h) Antrieb: zwei Motoren auf Wasserjets mit zusammen 376 kW (ca. 512 PS)


Wie alle Schiffe der DGzRS und ihre gesamte Arbeit wird auch dieser Neubau ausschließlich durch freiwillige Zuwendungen finanziert.


Der Bau des Schiffes ist im Werft-Tagebuch der Seenotretter online nachzuverfolgen: www.seenotretter.de/werfttagebuch. Die DGzRS setzt von 54 Stationen in Nord- und Ostsee rund 60 Seenotkreuzer und Seenotrettungsboote ein. Ihre eigene SEENOTLEITUNG BREMEN (MRCC = Maritime Rescue Co-ordination Centre) koordiniert zentral alle Einsätze. Trotz aller Technik: Im Mittelpunkt des Rettungswerkes steht nach wie die freiwillige Bereitschaft der Seenotretter zu ihren nicht selten gefahrvollen Einsätzen. Allein im Jahr 2011 waren die Einheiten der Rettungsflotte 2106 Mal im Einsatz. Dabei haben ihre Besatzungen 1323 Menschen aus Seenot gerettet oder aus drohenden Gefahrensituationen befreit.


Quelle: www.seenotretter.de

Der neue, noch ungetaufte 36,5-Meter-Seenotkreuzer SK 32 der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger passiert auf der Überführungsfahrt zu seiner künftigen Station Sassnitz den westlichen Molenkopf von Warnemünde.

Foto: DGzRS

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09.05.2012 21:00
#348 Neue Stationsräume für die freiwilligen Seenotretter in Damp eröffnet antworten

Neue Stationsräume für die freiwilligen Seenotretter in Damp eröffnet


17:13

Seenotretter fühlen sich auf dem Wasser am wohlsten. Dennoch brauchen auch sie gelegentlich festen Boden unter den Füßen und ein schützendes Dach über dem Kopf. Dies gewährleisten im Ostseebad Damp nun neue Stationsräume für die Freiwilligen-Besatzung der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS).

Der Bau der neuen Mannschafts- und Ausbildungsräume hat eine Lücke im dichten Netz der DGzRS-Stationsgebäude an Nord- und Ostsee geschlossen. Am Mittwoch,
9. Mai 2012, übergab das Rettungswerk die Räume im Hafen von Damp ihrer Bestimmung. Damit setzt die DGzRS einen weiteren Akzent in der 41-jährigen Geschichte ihrer Station.


Nach Jahrzehnten mit einem Provisorium haben die Damper Seenotretter nun zum ersten Mal seit Errichtung der Station 1971 ein festes Dach über dem Kopf. Sie ziehen in den ersten Stock des durch die Gemeinde Damp neu errichteten Hafenmeisterhauses ein. Es hat die bekannte weithin sichtbare Pyramide auf der Hafensüdseite ersetzt. Bisher mussten sich Vormann Thomas Schulze und seine elf Besatzungsmitglieder mit Containern behelfen, die direkt an der Mole standen und deshalb nicht hochwassersicher waren.


Die neuen Räume ermöglichen die bessere Wartung und Pflege der umfangreichen SAR-Einsatzmittel (SAR = Search and Rescue, Suche und Rettung). Um die anspruchsvollen Aufgaben im maritimen Such- und Rettungsdienst zu erfüllen, arbeiten auch die Freiwilligen-Besatzungen der DGzRS heute mit hochprofessioneller Sicherheits- und Kommunikationstechnik.


Darüber hinaus können sie ihr umfangreiches Aus- und Weiterbildungsprogramm nun besser direkt vor Ort in der Gemeinschaft absolvieren. Gerade dieser Punkt ist für die DGzRS von besonderer Bedeutung: Die ehrenamtlich tätigen Seenotretter investieren viel Freizeit in ihren Dienst – ein Engagement, das stets mit Familie und Beruf in Einklang gebracht werden muss.


Die neuen Stationsräume befinden sich im ersten Stock des Hafenmeisterhauses in unmittelbarer Nähe zum Liegeplatz des Seenotrettungsbootes KARL VAN WELL. Über dem Hafenmeisterbüro, einem Imbiss und öffentlichen Sanitäranlagen haben die Seenotretter auf einer Fläche von gut 60 Quadratmetern Platz für Mannschafts- und Schulungsräume sowie ein Materialmagazin für Sicherheitsausrüstungen und Ersatzteile. Eine kleine Küchenzeile, Dusche und Sanitärräume runden die Ausstattung ab.
Den Neubau finanzierte die DGzRS – wie ihre gesamte Arbeit – ausschließlich durch Spenden und freiwillige Zuwendungen aus der Bevölkerung im ganzen Land. Wesentlichen Anteil an der unbürokratischen Errichtung der Räume haben die Verantwortlichen der Gemeinde, namentlich die beiden Geschäftsführer der Kurbetriebe René Kinza und Ulrich Erichsen sowie Bürgermeister Horst Böttcher. Sie boten der DGzRS im Zuge des Hafenmeisterhaus-Neubaus die Gelegenheit, das Provisorium der Seenotretter zu überwinden und feste Stationsräume zu errichten. Den schnellen Bezug – die Pyramide war erst im Januar 2012 abgerissen worden – ermöglichte nicht zuletzt die gute Zusammenarbeit mit allen am Projekt beteiligten Unternehmen und Institutionen. Eine stattliche Spende für die Inneneinrichtung kommt vom Möbelhaus Schulenburg aus Flensburg, das die Küchenzeile im Wert von 6000 Euro spendete. Allen Unterstützern dankt die DGzRS herzlich.


Eine erste Seenotrettungsstation der bereits 1865 gegründeten DGzRS im Bereich Damp gab es bereits 1917. Ein Raketenapparat zur Rettung Schiffbrüchiger von Land aus war in Nieby/Dorotheental stationiert und bis zum Zweiten Weltkrieg im Einsatz. Die Station im Hafen von Damp existiert seit 1971. In den Anfangsjahren waren dort nacheinander die Seenotrettungsboote MARTJE, KAATJE, UMMA (I) und UMMA (II) stationiert. Seit Mai 1993 sichert das moderne 8,5-Meter-Seenotrettungsboot KARL VAN WELL das Revier vor dem Ostseebad, gemeinsam mit den Einheiten der Nachbarstationen Maasholm und Eckernförde. Die Freiwilligen-Besatzung der KARL VAN WELL fährt durchschnittlich etwa 20 Einsätze pro Jahr.


Die DGzRS setzt von 54 Stationen an Nord- und Ostsee 60 Seenotkreuzer und Seenotrettungsboote ein, gefahren von rund 180 fest angestellten und 800 freiwilligen Seenotrettern. Die SEENOTLEITUNG BREMEN (MRCC = Maritime Rescue Co-ordination Centre) der DGzRS koordiniert zentral alle Einsätze. Trotz aller Technik: Im Mittelpunkt des Rettungswerkes steht nach wie vor die Bereitschaft der Seenotretter zu ihren nicht selten gefahrvollen Einsätzen. Allein im Jahr 2011 waren die Einheiten der Rettungsflotte 2106 Mal im Einsatz. Dabei haben ihre Besatzungen 1323 Menschen aus Seenot gerettet oder aus drohenden Gefahrensituationen befreit.


Quelle und Fotos: www.seenotretter.de


Seenotretter Jens-Manfred Bessey hisst die Hansekreuzflagge vor den neuen Stationsräumen der Station Damp.


Mit den Besatzungen der Nachbarstationen grüßen die freiwilligen Seenotretter.

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10.05.2012 19:45
#349 Sammelschiffchen zum Selberfalten antworten

Sammelschiffchen zum Selberfalten

Häufig fragen uns Menschen, ob sie ein Sammelschiffchen kaufen können. Wir müssen das stets verneinen, da alle Sammelschiffchen registriert sind und öffentlich zugänglich aufgestellt werden müssen. Doch wir freuen uns über jeden, der "Flagge zeigen" möchte. Hier gibt es ein Schiffchen aus Papier zum Selberfalten: einfach unser PDF mit Bastelanleitung ausdrucken und los geht's!

PDF mit Bastelanleitung

http://www.seenotretter.de/fileadmin/use...t_Anleitung.pdf


www.seenotretter.de

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28.05.2012 08:40
#350 Was ist wo los? antworten

Britta Sellering tauft neuesten Seenotkreuzer der DGzRS in Sassnitz auf den Namen HARRO KOEBKE

26.Mai
16:00

36,5 Meter lang, 2,70 Meter Tiefgang und 25 Knoten schnell – dies sind nur einige markante technische Daten des neuesten Seenotkreuzers der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS). Anlässlich der Schiffstaufe am 26. Mai 2012 im Hafen von Sassnitz/Rügen konnte die Gesellschaft hohen Besuch, zahlreiche Gäste und viele Schaulustige begrüßen.

Britta Sellering, die Ehefrau des Ministerpräsidenten des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Erwin Sellering, taufte das Schiff auf den Namen HARRO KOEBKE und wünschte „allzeit gute Fahrt und der Besatzung stets eine sichere Heimkehr“. Mit der Namengebung dankt die DGzRS einem im Jahr 2003 verstorbenen Unternehmer aus Süddeutschland, der das Rettungswerk in seinem Nachlass mit einer namhaften Zuwendung bedacht hat. Das Tochterboot wurde von Anne Mühlwald, Tochter vom Sassnitzer Vormann Hartmut Mühlwald, auf den Namen NOTARIUS getauft. Der Notarius zählt zu den wichtigsten Personen der traditionsreichen Bremer Eiswette, die alljährlich am 6. Januar prüft, ob die Weser zugefroren ist oder fließt – und die seit Jahrzehnten die Arbeit der Seenotretter mit Spenden im besonderen Maß unterstützt. Die neueste Einheit der DGzRS wurde auf der Schiffs- und Bootswerft Fr. Fassmer in Berne an der Unterweser gebaut. Die HARRO KOEBKE löst im Zuge der Modernisierung der Rettungsflotte den 44-m-Seenotkreuzer WILHELM KAISEN ab, der 1978 in Dienst gestellt und vor kurzem ausgemustert wurde. Mit dem Bau des neuen großen Seenotkreuzers für die Ostsee trägt die DGzRS dem starken Verkehrsaufkommen in der Pommerschen und der Mecklenburger Bucht Rechnung. Der Neubau verfügt über eine leistungsstarke Feuerlöschanlage, ein Hubschrauberarbeitsdeck sowie ein umfangreich ausgestattetes Bordhospital. Der neue Schiffstyp ist in der bewährten Netzspanten-Bauweise konstruiert. Seenotkreuzer und Tochterboot sind als Selbstaufrichter konzipiert. Ein Novum für die DGzRS ist es, dass es sich bei dem Tochterboot erstmals um ein gemeinsam mit einer britischen Werft entwickeltes Festrumpfschlauchboot mit geschlossener Kajüte handelt. Das Tochterboot überzeugt nicht zuletzt durch seine Geschwindigkeit. Es erreicht ca. 32 Knoten, das entspricht fast 60 Kilometer pro Stunde. Die Rettungsstation Sassnitz wurde 1873 eingerichtet und wenig später mit einem Raketenapparat ausgestattet. 1912 und somit exakt 100 Jahre vor Indienststellung der HARRO KOEBKE erhielt die Station ihr erstes Motorrettungsboot. Mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs musste die DGzRS ihre Stationen in diesem Bereich der Ostsee räumen. Mit dem Beitritt der DDR zur Bundesrepublik Deutschland am 3. Oktober 1990 übernahm die Gesellschaft wieder die Arbeit in Mecklenburg-Vorpommern. Nach über einjähriger Vorplanung hatte die DGzRS im Sommer 2009 die Fassmer-Werft mit dem Bau des neuen Seenotkreuzers beauftragt. Entwurf, Modellversuche, Werkstattzeichnungen, Materialzuschnitt – all dies und noch viel mehr beschäftigte die Werft und das Rettungswerk gleichermaßen bis weit ins Jahr 2010 hinein. Die Kiellegung konnte schließlich im Dezember 2010 erfolgen. Seit dem „Stapellauf“ des Neubaus Mitte März dieses Jahres standen umfangreiche Erprobungen des Schiffes auf dem Programm.


www.seenotretter.de

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31.05.2012 12:30
#351 Bootschafter“ Frank Schätzing begleitet Seenotrettungsübung auf Sylt antworten

Bootschafter“ Frank Schätzing begleitet Seenotrettungsübung auf Sylt


08:49

Frank Schätzing, ehrenamtlicher „Bootschafter“ der Seenotretter, begleitete auf Sylt eine Seenotrettungsübung. Nach einer Mann-über-Bord-Übung zollte er den Seenotrettern erneut Respekt: „Was die Seenotretter leisten, ist enorm.“

„Liebe Seenotretter, Euer Mut ist nicht zu steigern. Aber zu bewundern! Ich wünsche Euch eine Flut von Spenden...“ Mit diesen Worten hatte der Schriftsteller und Erfolgs-autor Frank Schätzing (u.a. „Der Schwarm“, „Limit“) 2012 das Ehrenamt des „Bootschafters“ für die Seenotretter übernommen. Er trat damit die Nachfolge von Schauspieler Uwe Friedrichsen an. Nachdem er bereits im Januar die Zentrale der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) in Bremen kennengelernt hat, nutzte er nun einen Sylt-Aufenthalt, um die Arbeit der Rettungsmänner vor Ort zu erleben. Zu diesem Zweck ging er am 30. Mai an Bord des von Freiwilligen gefahrenen Seenotrettungsbootes HORST HEINER KNETEN/Station Hörnum und des Seenotkreuzers MINDEN/Station List. In Gesprächen mit den Vorleuten und Besatzungen erfuhr er viel über die Aufgaben im heutigen Seenotrettungsdienst.
Anschließend hieß es für den Kölner, die Erfahrungen in die Praxis umzusetzen. Beide Rettungseinheiten nahmen Kurs auf die offene See. Bei einer Übung mit Mann-über-Bord-Manöver schlüpfte Schätzing selbst in Rolle eines Seenotretters und packte an Bord mit an. „Besonders beeindruckt hat mich die große Professionalität auch der ehrenamtlich tätigen Besatzungen. Und ich habe am eigenen Leib zu spüren bekommen, wie schwierig es schon bei relativ ruhiger See ist, einen Schiffbrüchigen aus dem Wasser zu ziehen. Was die Seenotretter leisten, ist wirklich enorm“, zollte der Erfolgsautor den DGzRS-Besatzungen Respekt.
Den Seenotrettern fühlt sich Schätzing auf ganz besondere Weise verbunden. Wie hatte er doch anlässlich der Übernahme seines Ehrenamts gesagt: „Ich liebe es, Helden zu erfinden. Die besten Geschichten werden allerdings von Helden geschrieben, die man nicht erfinden kann, weil es sie schon gibt. Die Seenotretter beispielsweise. Die hätte ich gern erfunden!“
Die DGzRS setzt von 54 Stationen an Nord- und Ostsee 60 Seenotkreuzer und Seenotrettungsboote ein, gefahren von rund 180 fest angestellten und 800 freiwilligen Seenotrettern. Die SEENOTLEITUNG BREMEN (MRCC = Maritime Rescue Co-ordination Centre) der DGzRS koordiniert zentral alle Einsätze. Trotz aller Technik: Im Mittelpunkt des Rettungswerkes steht nach wie die Bereitschaft der Seenotretter zu ihren nicht selten gefahrvollen Einsätzen. Allein im Jahr 2011 waren die Einheiten der Rettungsflotte 2106 Mal im Einsatz. Dabei haben ihre Besatzungen 1323 Menschen aus Seenot gerettet oder aus drohenden Gefahrensituationen befreit.


Quelle und Foto: www.seenotretter.de


DGzRS-„Bootschafter“ Frank Schätzing im Gespräch mit Claus Dethlefs, Vormann des Seenotkreuzers MINDEN/Station List, nach einer Seenotrettungsübung vor der Insel Sylt.

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01.06.2012 04:00
#352 3.000 EURO AUS THÜRINGEN FÜR DGZRS antworten

3.000 EURO AUS THÜRINGEN FÜR DGZRS
Vom 01.06.2012

Es war ein Herzenswunsch, den Hannelore Köhler aus Thüringen sich und ihrem Mann am Donnerstag erfüllte: Dr. med Dietrich Köhler hatte kurz vor seinem Tod gebeten, dass die Gäste der Trauerfeier statt Blumen zu kaufen sich für die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger engagieren sollten. So stand es auch in der Traueranzeige und die Resonanz war überwältigend. Insgesamt 3.000 Euro kamen zusammen, die Hannelore Köhler nun auf der Insel an Stefan Juilfs von der Ortsvertretung Langeoog der DGzRS überreichte.

Die selbstlose Arbeit der Seenotretter und die Finanzierung des aufwändigen Rettungswerkes ausschließlich durch Spenden hatte es dem Paar schon früh angetan. Kurz nach der Wende waren sie erstmals an die Küste gekommen, weil der Großvater von Dietrich Köhler oft von seiner Zeit auf einer Werft an der Küste berichtet hatte. Von Bensersiel aus entdeckten sie Langeoog als ihre Insel und blieben ihr 20 Jahre treu. Neben der Pflanzen- und Tierwelt war es vor allem die Gastfreundschaft der Insulaner und speziell von Leni Zwarte, die sie immer wieder auf die Insel kommen ließen. Interessiert informierten sie sich über die Geschichte der Insel und auch Gegenwartsprobleme und lernten die Seenotrettung und das große ehrenamtliche Engagement vieler Küstenbewohner kennen und schätzen.

Viele Menschen ihres Freundeskreises in Thüringen wurden so ermuntert, sich vom Altenburger Land aus mit der Idee des spendenfinanzierten Rettungswerkes, in dem Menschen ihr Leben für anderen einsetzen, zu beschäftigen. Das Geld solle dazu beitragen, dass diese Arbeit auf diesem hohen Niveau fortgeführt werden kann.


Quelle und Foto: www.langeoognews.de

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01.06.2012 11:11
#353 Bundespräsident Schirmherr der Seenotretter antworten

Bundespräsident Schirmherr der Seenotretter

01.Juni
09:41

Bundespräsident Joachim Gauck hat die Schirmherrschaft über die Seenotretter übernommen. Mit den Worten „Gern ist er bereit, die wichtige Arbeit der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger mit seinem Patronat zu unterstützen.“ ist in diesen Tagen bei Gerhard Harder, Vorsitzer der DGzRS, ein entsprechendes Schreiben aus dem Bundespräsidialamt eingegangen.

Damit folgt Bundespräsident Gauck zugleich seinen Vorgängern im Amt, die stets als Schirmherren für die Seenotretter fungierten.
Für die DGzRS ist dieses Signal von Seiten des Staatsoberhauptes von besonderer Bedeutung, da die gesamte Arbeit des deutschen Seenotrettungswerks ausschließlich durch freiwillige Zuwendungen getragen wird. Hierbei sind die Seenotretter auf die breite Unterstützung aus allen Teilen der Bevölkerung im ganzen Land angewiesen.

Quelle: www.seenotretter.de


Bundespräsident Joachim Gauck (Foto: Presse- und Informationsamt der Bundesregierung)

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05.06.2012 18:33
#354 Dänisch-deutsche Seenotrettungsübung antworten

Dänisch-deutsche Seenotrettungsübung beginnt mit Simulatortraining in Bremen

05.Juni
16:32

Dänische und deutsche SAR (Search and Rescue)-Spezialisten bereiten unter Führung der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) eine gemeinsame Seenotrettungsübung in der Nordsee vor. Sieben Schiffe werden daran im Oktober vor Helgoland teilnehmen. Den ersten Teil der „DanGerEx 2012“ (Danish-German Excercise) haben die Seeleute bereits absolviert: Sie trafen sich zum Simulatortraining vom 1. bis 3. Juni 2012 in der SAR-Schule der DGzRS in Bremen.

Zehn Gäste der dänischen Marine, der Marineheimwehr, des Rettungskorps Esbjerg und der Fischereiaufsicht übten gemeinsam mit Besatzungsmitgliedern der DGzRS-Einheiten BERNHARD GRUBEN/Station Norderney, HERMANN MARWEDE/Station Helgoland, MINDEN/Station List und HORST HEINER KNETEN/Station Hörnum. Vier Stationsausbilder der DGzRS aus Bremerhaven und Hooksiel sowie sieben Kollegen aus der Inspektion und der SEENOTLEITUNG BREMEN nahmen ebenfalls daran teil.

Die geübten Einsatzverfahren sind international einheitlich und im sogenannten IAMSAR-Handbuch (International Aeronautical and Maritime Search and Rescue Manual) festgelegt. Die Zusammenarbeit klappt über Organisationsgrenzen hinweg hervorragend. Der dänische Seenotrettungsdienst ist als einer der wenigen in Westeuropa staatlich organisiert, der deutsche privat.

Seit vielen Jahren nehmen DGzRS-Besatzungen auch in Dänemark an internationalen Übungen und Trainings für OSC (On-Scne Coordinator = Einsatzleiter vor Ort) und SMC (SAR Mission Coordinator = Wachleiter in einer Seenotleitung) teil. Die bilaterale Übung mit den Dänen in deutschen Gewässern und in diesem Umfang ist allerdings eine Premiere.

Der vielversprechende Auftakt im Simulator ist vor allem dem großen freiwilligen Engagement der DGzRS-Stationsausbilder und MRCC-Mitarbeiter in Planung, Organisation und Übungsleitung zu verdanken. Die Übung soll möglicherweise jährlich wiederholt werden.


Quelle und Fotos: www.seenotretter.de


Training in Bremen: DGzRS-Stationsausbilder Dirk Hennesen (r.) mit dänischen Gästen im Simulator der SAR-Schule der DGzRS


Erinnerungsfoto mit allen Teilnehmern auf dem Hof der DGzRS-Zentrale

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18.06.2012 12:12
#355 DGzRS tagt in Bremerhaven antworten

DGzRS tagt in Bremerhaven / Seenotretter blicken auf Jubiläum 2015

Samstag, 16.06.2012
16:00

Die diesjährige Tagung des Beschlussfassenden Gremiums der DGzRS fand am 16. Juni 2012 in Bremerhaven statt. Hierzu konnte Gerhard Harder, Vorsitzer des Seenotrettungswerks, 40 ordentliche Mitglieder und Kuratoren aus nahezu allen Teilen des Landes begrüßen.

Im Mittelpunkt standen der Jahresbericht des Vorstands sowie Referate aus den Geschäftsbereichen Betriebs- und Finanzwirtschaft, Inspektion/Rettungsdienst sowie Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Im 148. Jahr ihres Bestehens kann die DGzRS durchaus zufrieden auf die Entwicklung auf dem Spendensektor blicken. Dies ist für eine Gesellschaft, die ausschließlich durch freiwillige Zuwendungen finanziert wird, von besonderer Bedeutung.


Den Teilnehmern wurde jedoch auch vermittelt, dass man sich auf dem bislang Erreichten nicht ausruhen kann. Die Gesellschaft unterhält zurzeit 60 Seenotrettungsboote und Seenotkreuzer auf 54 Stationen an Nord- und Ostsee. Bei einer Einsatzdauer von jeweils rund 30 Jahren ist die DGzRS rein rechnerisch aufgefordert, pro Jahr zwei neue Einheiten in Dienst zu stellen. Noch 2012 wird die Fassmer-Werft an der Unterweser mit dem Bau eines weiteren 20-Meter-Seenotkreuzers beginnen.


Die Versammlung beschäftigte sich ferner mit einem Ausblick auf das Jahr 2015, in dem die DGzRS ihren 150. Geburtstag begehen kann. Zu den Höhepunkten im Jubiläumsjahr werden eine Feierstunde am 29. Mai im Bremer Rathaus zählen, begleitet von einer mehrwöchigen Sonderausstellung, sowie – in Bremerhaven – die Austragung von Konferenz und Kongress der International Maritime Rescue Federation. Hierbei handelt es sich um den weltweiten Zusammenschluss maritimer Rettungsdienste, die sich alle vier Jahre zu einem intensiven kollegialen Gedankenaustausch an jeweils wechselnden Orten treffen. Die jüngste Konferenz fand 2011 in Shanghai statt, die DGzRS ist in ihrer langen Geschichte erst einmal – im Jahr 1959 – Ausrichter des Treffens gewesen. Erwartet werden nicht nur mehrere Hundert Delegierte, sondern im Rahmen eines umfangreichen Festprogramms auf dem Wasser auch zahlreiche Rettungsboote aus den Nachbarländern.


Breiten Raum auf der Tagung in Bremerhaven nahm zudem das Thema „Offshore-Windparks“ ein. Hier steht die DGzRS in enger Verbindung mit den Betreibern, um ein Sicherheitskonzept für Notfälle zu realisieren. Die Seenotretter haben angeboten, eine spezielle Notfall-Leitstelle in Bremen aufzubauen, um zukünftig Rettungsmaßnahmen zentral koordinieren zu können. Diese Einrichtung müsse jedoch von den Energie-versorgern finanziell getragen werden, da die Spenden von Seiten der ca. 300.000 Fördermitglieder für derartige Aufgaben nicht in Betracht kämen.


Im weiteren Verlauf der Tagung wurde der ehrenamtliche Vorstand der DGzRS, bestehend aus Gerhard Harder (Bremen) sowie seinen beiden Stellvertretern Ingo Kramer (Bremen/Bremerhaven) und Michael Schroiff (Bremen), entlastet.
Zugleich stimmten die Mitglieder des Beschlussfassenden Gremiums, des obersten Legislativ-Organs der DGzRS, für Wilhelmshaven als Ort der nächsten Versammlung im Jahr 2014. Zum Abschluss hatten alle Teilnehmer die Gelegenheit, den neuesten Seenotkreuzer kennenzulernen. Die 36 Meter lange HARRO KOEBKE ist vor kurzem getauft worden und wird zukünftig auf der Station Sassnitz/Rügen zum Einsatz kommen, wo sie die 34 Jahre alte WILHELM KAISEN ablöst.


www.seenotretter.de


DGzRS-Vorsitzer Gerhard Harder (M.) mit seinen Stellvertretern Ingo Kramer (l.) und Michael Schroiff

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04.07.2012 19:55
#356 „Tag der Seenotretter“ antworten

Sonntag, 29. Juli 2012: „Tag der Seenotretter“


12:18

Rund um die Uhr, bei jedem Wetter, sind die Seenotretter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) einsatzbereit. Die meisten ihrer mehr als 2000 Einsätze pro Jahr finden unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt – bei „Nacht und Nebel“, weit draußen auf See.
Umso beliebter ist der „Tag der Seenotretter“ bei Urlaubern, Tagesgästen, Küstenbewohnern und Insulanern, um mit den Besatzungen der DGzRS ins Gespräch zu kommen.

In diesem Jahr stellen die Rettungsmänner und -frauen am Sonntag, 29. Juli 2012, auf zahlreichen Stationen an Nord- und Ostseeküste, auf einigen Inseln und in der Zentrale der DGzRS in Bremen ihre Arbeit vor.
Im Mittelpunkt stehen Rettungsdemonstrationen und Besichtigungen der Seenotkreuzer und Seenotrettungsboote. Die Besatzungen berichten aus erster Hand von ihrer meist freiwilligen und häufig gefahrvollen Arbeit. Die Besucher können sich selbst ein Bild von der Einsatzbereitschaft und Leistungsfähigkeit der Seenotretter machen.
Mancherorts runden historische Rettungseinheiten, Modellboote, Musik und Filme, Speisen und Getränke das Programm ab. Die Seenotretter freuen sich auf den Gedankenaustausch und viele neue Kontakte am 29. Juli 2012.
Weitere Informationen über die teilnehmenden Stationen: www.seenotretter.de/termine


Quelle und Foto: www.seenotretter.de


Seenotrettungsboot BUTT/Station Maasholm der DGzRS bei einer Vorführung. Die Arbeit der Besatzungen können Besucher an Nord- und Ostsee am Tag der Seenotretter, 29. Juli, hautnah erleben.

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16.07.2012 13:13
#357 Sonntag, 29. Juli 2012: „Tag der Seenotretter“ / Treffpunkt DGzRS-Zentrale in Bremen antworten

Sonntag, 29. Juli 2012: „Tag der Seenotretter“ / Treffpunkt DGzRS-Zentrale in Bremen


11:28

Wenn Menschen vor den deutschen Küsten in Seenot geraten, kommt die Hilfe aus Bremen: An der Werderstraße 2 in der Bremer Neustadt liegt die Zentrale der Seenotretter. Am Sonntag, 29. Juli, ist sie von 10 bis 16 Uhr für Gäste geöffnet: Besucher können aus erster Hand erfahren, wie die Suche und Rettung von Menschen in Seenot organisiert wird.

Neben zahlreichen Stationen der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) an der Küste und auf den Inseln sind Besucher am letzten Juli-Sonntag auch in der Zentrale am Weserufer willkommen. Sie können mit den Mitarbeitern der DGzRS ins Gespräch kommen und viel von der Arbeit erfahren, die meist unter Ausschluss der Öffentlichkeit weit draußen auf See stattfindet.

Pünktlich zum traditionellen Tag der Seenotretter wird der Museums-Seenotkreuzer H.-J. KRATSCHKE an seinen angestammten letzten „Liegeplatz“ zurückgekehrt und wieder zu besichtigen sein. Derzeit wird das 1969 gebaute Schiff in der hauseigenen Reparaturwerft der DGzRS gründlich überholt.


100 Jahre nach dem wohl bekanntesten Schiffsunglück aller Zeiten widmet sich um 13 Uhr ein spannender Vortrag dem Thema „TITANIC – Mythos und Realität“. Auch musikalisch haben sich die Seenotretter etwas Besonderes einfallen lassen: Für 11.30 Uhr und 14 Uhr sind Auftritte der Band „Women in Rock“ vorgesehen. Erfahrene Musiker laden gemeinsam mit Bremerhavener Oberstufenschülern zu musikalischen Zeitreisen durch die vergangenen vier Jahrzehnte Pop- und Rockmusik der Frauen ein. Dabei ist es durchaus möglich, Tina Turner oder Lady Gaga zu „begegnen“.


An einem Simulator lässt sich virtuell ein Seenotkreuzer zum Einsatz manövrieren. Ehrenamtliche Mitarbeiter der DGzRS informieren über die Arbeit der SEENOTLEITUNG BREMEN, und in „Bremens kleinstem Kino“ laufen nonstop spannende Filme.
Mitglieder des Schiffs-Modell-Clubs Bremen zeigen die große Welt der Schifffahrt im Kleinen. Kinder können sich im Kartonmodellbau versuchen. Eine Sonderausstellung widmet sich der Seenotrettung auf Briefmarken. Der Verkauf von Seenotretter-Fanartikeln und Raritäten, eine Rätselaktion (Hauptpreis: eine Mitfahrt auf einem Seenotkreuzer), hölzerne Seenotkreuzer im Stil erzgebirgischer Volkskunst, maritimer Silberschmuck, eine Knotenschule sowie Speisen und Getränke runden das Programm am Tag der Seenotretter auf dem Werftgelände der DGzRS in Bremen ab. Ein Tipp zum Schluss: Am besten ist es, mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen.


Weitere Informationen unter: www.seenotretter.de/termine


Zentrale DGzRS am Weserufer in Bremen mit Reparaturhalle, SEENOTLEITUNG BREMEN und Museums-Seenotkreuzer H.-J. KRATSCHKE

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17.07.2012 16:19
#358 Seenotretter löschen Brand auf Motoryacht vor Großenbrode antworten

Seenotretter löschen Brand auf Motoryacht vor Großenbrode


Dienstag, 17.Juli
14:15

Innerhalb weniger Minuten haben die Seenotretter aus Großenbrode am Dienstagmittag, 17. Juli 2012, einen Brand auf einer Motoryacht gelöscht. Die vierköpfige Besatzung blieb unverletzt.

Gegen 12.15 Uhr beobachtete die Mannschaft des Seenotkreuzers BREMEN der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) von Bord ihres Schiffes ein treibendes Motorboot im sogenannten Großenbroder Binnensee. Die Besatzung der Yacht hatte in der allseits geschützten natürlichen Ostseebucht offenbar Probleme, ihr Boot zu manövrieren. Plötzlich schlug eine Stichflamme aus dem 225 PS starken Außenbordmotor der 21-Fuß- (ca. 6,5-Meter-) Yacht.
Während die Seenotretter unverzüglich das Tochterboot VEGESACK zu Wasser ließen, um Kurs auf das offene Boot zu nehmen, brachten sich zwei Frauen und ein Mann aus der vierköpfigen Besatzung des Havaristen mit einem Sprung über Bord in Sicherheit. Ein zufällig im Revier laufendes anderes Sportboot nahm die drei auf. Der Skipper des Havaristen blieb an Bord.
Die Seenotretter erstickten den Motorbrand und nahmen die Yacht auf den Haken. Alle Geretteten gingen in Großenbrode unverletzt an Land.


Quelle und Foto: www.seenotretter.de


Mit dem Tochterboot VEGESACK eilten die Seenotretter der Yacht zu Hilfe. (Archivfoto)

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28.07.2012 12:22
#359 Flaggenparade zum „Tag der Seenotretter“ antworten

Flaggenparade zum „Tag der Seenotretter“

28.Juli
16:05

Zum „Tag der Seenotretter“ am 29. Juli hat sich die Station Bremerhaven der DGzRS etwas Besonderes vorgenommen. Um 15.00 Uhr soll im Alten Hafen vor dem Deutschen Schiffahrtsmuseum eine rekordverdächtige Aktion durchgeführt werden.

Dazu wurden durch die Kreishandwerkerschaft und Mitarbeiter des DSM 50 Flaggenmasten errichtet. An jedem dieser Masten wiederum soll allein durch die Zugkraft des Tochterbootes CHRISTIAN des Seenotkreuzers HERMANN RUDOLF MEYER eine Flagge gehisst werden. Die Seenotretter erhoffen sich im Fall eines erfolgreichen Verlaufs einen Eintrag in das Guinness-Buch der Rekorde.

Die spannende Frage, ob die Zugkraft des kleinen Tochterbootes ausreicht, um die Last der 50 Flaggen und Seile an den Masten in die Höhe zu ziehen, bildet den Höhepunkt des schon traditionsreichen „Tags der Seenotretter“ in Bremerhaven. Zugleich klingt am 29. Juli die Maritime Woche in der Stadt an der Weser-Mündung aus. Bis dahin wird der Seenotkreuzer HERMANN RUDOLF MEYER im Alten Hafen noch täglich von 12.00 – 18.00 Uhr zu besichtigen sein. Landseitig ist die DGzRS zudem mit ehrenamtlichen Mitarbeitern im Info-Mobil im Einsatz.

Am Sonntag, dem 29. Juli 2012 stellen die Seenotretter auf zahlreichen Stationen an Nord- und Ostseeküste, auf einigen Inseln und in der Zentrale der DGzRS in Bremen ihre Arbeit vor. Hierzu weitere Informationen hier .

http://www.seenotretter.de/termine.html


www.seenotretter.de


Seenotkreuzer HERMANN RUDOLF MEYER vor einem Flaggengerüst, das für einen spektakulären Versuch gebaut wurde.
Schafft er es? Tochterboot CHRISTIAN soll am Tag der Seenotretter 50 Flaggen gleichzeitig hissen.

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31.07.2012 12:34
#360 ...wir kommen 2013 antworten

...wir kommen 2013


31.Juli
10:55

Kalender über Schiffe und Arbeit der DGzRS

Seenotretter kennen keine Saison. Die Rettungsflotte der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) ist an 365 Tagen im Jahr, bei Wind und Wetter zum Einsatz bereit. Erneut ist es dem Hamburger Seefotografen Peter Neumann (YPS/ Yacht Photo Service) gelungen, deren Arbeit in dem Kalender „… wir kommen 2013" in großformatigen, eindrucksvollen Fotos festzuhalten.



Der neue Kalender ist soeben im DSV-Verlag erschienen. Dabei hat Peter Neumann aus seinem umfangreichen Bildarchiv einmal mehr 13 Motive ausgewählt, die die Anforderungen an Mensch und Technik im modernen Seenotrettungsdienst im Verlauf der Jahreszeiten realistisch widerspiegeln. Für die DGzRS ist dies wiederum von besonderer Bedeutung, spielt sich die Arbeit der Seenotretter doch nicht selten fernab der Küste, unter widrigen äußeren Umständen oder nachts unter Ausschluss der Öffentlichkeit ab.



Die DGzRS wird ausschließlich durch freiwillige Beiträge und Zuwendungen finanziert. Im Verkaufspreis von Euro 19,90 (in Österreich Euro 20,50; in der Schweiz sFr. 29,90) ist somit wieder eine Spende für die Seenotretter in Höhe von Euro 2,60 pro Exemplar enthalten.

Der neue Kalender ist zu beziehen im Buchhandel oder unter der Hotline 0521-559955 beim Delius Klasing Verlag, Bielefeld, (ISBN 978-3-88412-482-6).


www.seenotretter.de

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