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 Wissenswertes über Langeoog
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15.10.2014 03:04
#436 Werft-Tagebuch SK 35 antworten

07.10.2014
Das Werft-Tagebuch von SK 35

Dieser völlig neu konstruierte 28-Meter-Seenotkreuzer ist als leistungsfähiger Nachfolgetyp für die bewährte 27,5-Meter-Klasse vorgesehen. Die Stationierung des Typschiffs soll Mitte 2015 auf Amrum erfolgen. Die Eckdaten: Länge über Alles: 27,90 m, Breite über Alles: 6,2 m, Tiefgang: 2,00 m, Geschwindigkeit: 24 kn (ca. 45 km/h), Besatzung: 9/4 Pers. (Stamm/Einsatz), Antrieb: zwei Propeller, je 1.440 kW/1.958 PS = 2.880 kW/3.916 PS, Verdrängung: 120 t. In der für Seenotkreuzer typischen Heckwanne wird der neue Seenotkreuzer ein gut acht Meter langes Tochterboot mit sich führen

„Geburt“ des Tochterbootes
Diesen Moment kann man als „Geburt“ des Tochterbootes bezeichnen: Der Rumpf von TB 39 wurde ebenso wie der Rumpf von SK 35 zunächst kieloben gebaut. Mit der sogenannten Baulehre ist er bis kurz vor dem Drehen an rund 20 Punkten fest verschweißt. Die Schweißnähte müssen nun gelöst werden. Zwei Hallenkräne heben den Rumpf gleichzeitig langsam an, bevor er gedreht, abgesetzt und schließlich kielunten weitergebaut werden kann.


Quelle und Foto: www.seenotretter.de


http://www.seenotretter.de/aktuelles/wer...buch-von-sk-35/

Angefügte Bilder:
csm_WTB-SK35-07-01_3482980068.jpg  
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15.10.2014 17:30
#437 RE: Werft-Tagebuch SK 35 antworten

15.10.2014
Das Werft-Tagebuch von SK 35

Dieser völlig neu konstruierte 28-Meter-Seenotkreuzer ist als leistungsfähiger Nachfolgetyp für die bewährte 27,5-Meter-Klasse vorgesehen. Die Stationierung des Typschiffs soll Mitte 2015 auf Amrum erfolgen. Die Eckdaten: Länge über Alles: 27,90 m, Breite über Alles: 6,2 m, Tiefgang: 2,00 m, Geschwindigkeit: 24 kn (ca. 45 km/h), Besatzung: 9/4 Pers. (Stamm/Einsatz), Antrieb: zwei Propeller, je 1.440 kW/1.958 PS = 2.880 kW/3.916 PS, Verdrängung: 120 t. In der für Seenotkreuzer typischen Heckwanne wird der neue Seenotkreuzer ein gut acht Meter langes Tochterboot mit sich führen

Rumpf gedreht
In der ersten Bauphase liegt der Seenotkreuzer kieloben. Das hat einen entscheidenden Vorteil: Die Schiffbauer müssen nicht kopfüber arbeiten, sondern schweißen das Netzspantengerüst und die Beplankung in entspannter Arbeitshaltung „von oben nach unten“ zusammen. Hierdurch wird eine sehr hohe Präzision erreicht. Sobald die Arbeiten erledigt sind, kommt es zu einer unerlässlichen Etappe beim Bau: Der Rumpf muss gedreht werden.


Quelle: www.seenotretter.de


Fertig: In den vergangenen Wochen haben die Schiffbauer das Netzspantengerüst komplett beplattet.

Angefügte Bilder:
f4t31p173992n2_XWLKOPIz.jpg  
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15.10.2014 17:37
#438 Jubiläumswebsite 150 Jahre antworten

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25.10.2014 19:19
#439 RE: Werft-Tagebuch SK 35 antworten

24.10.2014
Das Werft-Tagebuch von SK 35

Dieser völlig neu konstruierte 28-Meter-Seenotkreuzer ist als leistungsfähiger Nachfolgetyp für die bewährte 27,5-Meter-Klasse vorgesehen. Die Stationierung des Typschiffs soll Mitte 2015 auf Amrum erfolgen. Die Eckdaten: Länge über Alles: 27,90 m, Breite über Alles: 6,2 m, Tiefgang: 2,00 m, Geschwindigkeit: 24 kn (ca. 45 km/h), Besatzung: 9/4 Pers. (Stamm/Einsatz), Antrieb: zwei Propeller, je 1.440 kW/1.958 PS = 2.880 kW/3.916 PS, Verdrängung: 120 t. In der für Seenotkreuzer typischen Heckwanne wird der neue Seenotkreuzer ein gut acht Meter langes Tochterboot mit sich führen

„Hochzeit“ gefeiert
Vor einigen Tagen ist es soweit gewesen: Bei der sogenannten Hochzeit setzten die Schiffbauer das separat gebaute Deckshaus mit Hilfe eines Hallenkrans auf den Rumpf.


Die „Hochzeitszeremonie“ hat bereits begonnen.


Quelle und Foto: www.seenotretter.de

http://www.seenotretter.de/aktuelles/wer...buch-von-sk-35/

Angefügte Bilder:
f4t31p174335n2_BbpncmKD.jpg  
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01.11.2014 05:55
#440 RE: Werft-Tagebuch SK 35 antworten

30.10.2014
Das Werft-Tagebuch von SK 35

Dieser völlig neu konstruierte 28-Meter-Seenotkreuzer ist als leistungsfähiger Nachfolgetyp für die bewährte 27,5-Meter-Klasse vorgesehen. Die Stationierung des Typschiffs soll Mitte 2015 auf Amrum erfolgen. Die Eckdaten: Länge über Alles: 27,90 m, Breite über Alles: 6,2 m, Tiefgang: 2,00 m, Geschwindigkeit: 24 kn (ca. 45 km/h), Besatzung: 9/4 Pers. (Stamm/Einsatz), Antrieb: zwei Propeller, je 1.440 kW/1.958 PS = 2.880 kW/3.916 PS, Verdrängung: 120 t. In der für Seenotkreuzer typischen Heckwanne wird der neue Seenotkreuzer ein gut acht Meter langes Tochterboot mit sich führen

Erstmals in seinem Element
Der Schiffsrumpf ist fertig verschweißt und das Deckshaus aufgesetzt: Für die weiteren Arbeiten hat der Schlepper „Greif“ den neuen Seenotkreuzer SK 35 vom Betriebsteil Bardenfleth zum Hauptsitz der Fassmer-Werft in Berne-Motzen „verschifft“. Dabei kam der bereits schwimmfähige Kasko erstmals mit Wasser in Kontakt – wenn auch nur für rund 90 Minuten.

Im Film: Verschiffen von SK 35

http://www.seenotretter.de/aktuelles/wer...buch-von-sk-35/


Quelle und Foto. www.seenotretter.de


Hoch und trocken: Noch steht SK 35 auf dem Hebewerk in Bardenfleth.

Angefügte Bilder:
csm_WTB-SK35-10-01_78d4cd1cf8.jpg  
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08.11.2014 17:17
#441 Ein Lied für die Seenotretter antworten

Ein Lied für die Seenotretter

Der Musiker Klaus Lage hat in diesem Jahr als ehrenamtlicher „Bootschafter“ mit großem Engagement die Arbeit der DGzRS begleitet – und ihren Besatzungen ein Lied gewidmet:

So sieht das CD-Cover aus.
Der Seenotretter-Song „Volle Kraft voraus“ geht sofort ins Ohr. Aus dem Songtext spricht Klaus Lages Bewunderung für die nicht selten gefahrvolle Arbeit der Rettungsmänner und -frauen. Das Lied ist auf einer CD exklusiv im Seenotretter-Shop zum Preis von zehn Euro erhältlich.

Sie enthält neben dem Audiotrack außerdem zwei Videos: den Musikclip und ein Karaoke-Video zum Mitsingen. Den Audiotrack geben handelsübliche CD-Player wieder. Die Videodateien im MP4-Format sind über DVD-Player/Fernseher oder PC abzuspielen. Zum Lieferumfang gehört außerdem ein ausführliches Booklet mit dem vollständigen Songtext sowie Infos zu Klaus Lage und den Seenotrettern.

Im Film: Klaus Lage erzählt, wie er auf die Song-Idee gekommen ist. http://www.seenotretter.de/aktuelles/neu...e-seenotretter/


Quelle und Foto: www.seenotretter.de

Angefügte Bilder:
csm_Booklet-Klaus-Lage_acae8c1e35.jpg  
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18.11.2014 11:11
#442 „Seenotretter zu sein, gehört für mich dazu“ antworten

18.11.2014
„Seenotretter zu sein, gehört zu meinem Leben dazu“

Retter im Porträt: Günter Ihnken ist freiwilliger Vormann in Horumersiel.

Der feuchte Wattboden vor Horumersiel glitzert im Morgenlicht. Günter Ihnkens Augen schweifen unter dem Schirm der von Sonne und Salzwasser ausgeblichenen blauen Mütze mit DGzRS-Schriftzug bis zum Horizont. Der erfahrene Vormann weiß, dass die Idylle an der Nordseeküste trügerisch ist. Die Landschaft seines Reviers ist ständig in Bewegung. Wo heute auch bei Ebbe noch genug Wasser ist, kann schon morgen eine Sandbank sein – bei Flut nicht zu erahnen und selbst auf elektronischen Seekarten nicht so rasch verzeichnet, wie die Naturgewalten Tatsachen schaffen. Selbst erfahrene Seeleute sind dann schnell auf die Hilfe der freiwilligen Seenotretter angewiesen.

Günter Ihnken ist am und mit dem Meer groß geworden. Wind und Wellen haben den 61-Jährigen schon als Kind geprägt. Sein Onkel, ein Sielwärter, nahm ihn damals mit zum trutzigen Schöpfwerk, das das flache Land gemeinsam mit dem Deich vor dem Blanken Hans schützt. „Die Gefahren der See waren mir schon früh bewusst“, erinnert er sich.

Das Rettungsboot CARL BEHNK faszinierte den Jungen. Ihnken sah der Freiwilligen-Besatzung oft hinterher, wenn sie den Sielhafen verließ. Er malte sich aus, welche Gefahren die Seenotretter zu überstehen hatten, wie sie nötigenfalls nicht zögerten, das eigene Leben einzusetzen, um das anderer zu retten. Er hörte die Geschichten im Dorf. Und er wollte einer dieser Männer sein.
Mit 15 Jahren stand er wieder einmal am Hafen, als der Alarm kam. Seenotretter Rolf Zeh fehlte noch ein Rettungsmann, um auslaufen zu können. Per Handschlag verpflichtete er Ihnken. Nach diesem ersten Einsatz für ein in Not geratenes Motorboot wurde Ihnken festes Mannschaftsmitglied – und 2004, zwei Rettungsboot-Generationen weiter, Zehs Nachfolger als Vormann.

„Todesfahrt der VEGESACK“

Als Berufsfischer hat Ihnken (61) auf seinem Kutter am eigenen Leib erfahren, wie unbarmherzig die See sein kann: „Bei Nordwestwind und ablaufendem Wasser steht hier eine himmelhohe See.“ Angst hat er als Seenotretter dennoch nie gehabt, auch nicht, als seine Besatzung und er vor ein paar Jahren mit dem nur 8,5 Meter langen Rettungsboot BALTRUM eine 23-Meter-Tjalk auf den Haken nahmen und die Schleppleine zu dem Plattbodenschiff im Sturm in der berüchtigten Blauen Balje brach.

Die „Todesfahrt der VEGESACK“, wie ein Einsatz Horumersieler Seenotretter von 1909 in die Geschichte der DGzRS eingegangen ist, erfolgte ebenfalls für eine solche Tjalk. Ein Rettungsmann und zwei Schiffbrüchige verloren seinerzeit ihr Leben. „Man ist schon froh, wenn man wieder sicher nach Hause kommt“, kommentiert Ihnken die Analogie ohne viele Worte.


Großen Respekt hat der kräftige Seemann mit dem wettergegerbten Gesicht nicht nur vor der See, sondern auch vor denen, die seinerzeit im Ruderrettungsboot saßen. Letzte Vertreter dieser Generation lernte er als Jugendlicher noch selbst kennen. Stundenlang mussten sie in den ersten Jahrzehnten des Rettungswerkes allein mit ihrer Muskelkraft gegen die See an. Ihnkens Einsatz heute ist einfacher geworden. Ungefährlich ist er trotzdem nicht.

Vertrauen in Mann und Mannschaft

Günter Ihnkens Familie kennt den Mann und Vater nur als Seenotretter. Auch sein Sohn Carsten gehört zur Freiwilligen-Besatzung. „Meine Frau weiß, dass wir stets umsichtig sind und sie sich auf mich verlassen kann. Aber sie könnte mich sowieso nicht halten: Wenn wir gebraucht werden, fahren wir raus – bei jedem Wetter, zu jeder Zeit.“ Seenotrettern muss immer bewusst sein, dass ihre Einsätze auch psychisch belastend sein und Fehler sie schnell selbst in Gefahr bringen können. Doch Ihnken hat Vertrauen in sein robustes Boot und in seine Mannschaft. Und seine Frau hat Vertrauen in ihn.

Bei der nächsten Alarmierung durch die SEENOTLEITUNG BREMEN werden Ihnken und seine Kollegen wie ungezählte Male zuvor innerhalb weniger Minuten im Horumersieler Hafen sein, die BALTRUM besetzen und rausfahren aufs Meer – egal ob es ruhig oder wild bewegt ist, ob es in tiefster Dunkelheit daliegt oder trügerisch idyllisch im Morgenlicht glitzert.


Quelle: www.seenotretter.de

Schaut euch auch das Video an. http://www.seenotretter.de/aktuelles/neu...nem-leben-dazu/


„Bei Nordwestwind und ablaufendem Wasser steht hier eine himmelhohe See.“ Vormann Günter Ihnken ist seit Jahrzehnten freiwilliger Seenotretter. Sein Revier kennt er wie seine Westentasche.


Seenotrettungsboot BALTRUM auf Kontrollfahrt vor Horumersiel:
Die Landschaft an der Nordseeküste ist durch die Gezeiten
ständig in Bewegung.


Der neue Kalender der DGzRS für 2015 . Jetzt schon zu haben. http://seenotretter-shop.de/

Angefügte Bilder:
csm_Portraet-Guenter-Ihnken-_1__bd5381d5dd.jpg   Portraet-Guenter-Ihnken-_2_.jpg   f4t31p170980n4.jpg  
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20.11.2014 13:03
#443 Spender gesucht: Neue Schleifkorbtragen an Bord antworten

20.11.2014
Spender gesucht: Neue Schleifkorbtragen an Bord

Einen Verletzten von einem Schiff auf das andere zu übergeben, ist eine der anspruchsvollsten Aufgaben bei der Rettung auf See. Der Patient muss währenddessen optimal geschützt sein und sicher in der Trage liegen. Gleichzeitig muss sie einfach zu handhaben und gut zu übergeben sein.


Was macht eine Schleifkorbtrage aus? Holger Schwalbe, Ärztlicher Leiter Rettungsdienst, und Olaf Wittorf, Stationsausbilder, berichten aus der Praxis an Bord.

Was unterscheidet eine Schleifkorbtrage von anderen Tragen?
Olaf Wittorff: Im Rettungsdienst gibt es unterschiedliche Tragen für verschiedene Zwecke. Eine „Schleifkorbtrage“ hat eine schützende „Korbhülle“, die man auch Schleifen kann, sie ist also sehr robust. In der Trage befindet sich zusätzlich eine Vakuummatratze. Prinzipiell kann diese Trage auch für den Hubschraubertransport genutzt werden. Also für das „Winchen“ eines Patienten vom Schiffsdeck aus hoch zum Hubschrauber. Das ist wichtig, wenn der Verletzte schnell ins Krankenhaus gebracht werden muss und der Hubschrauber ihn dahin bringt.


So große Höhen können einem ja Angst einflößen. Ist der Patient denn in der Trage gut gesichert und kann nicht herausfallen?
Holger Schwalbe: Der Verletzte wird in der Trage angeschnallt und ist so gesichert. Falls er Verletzungen im Rückenbereich hat, gibt die Vakuummatratze zusätzliche Sicherheit und Stabilität für den Transport.


Sie sagen, die Schleifkorbtragen wurden speziell für die harten Einsatzbedingungen der Seenotretter modifiziert – was bedeutet das konkret?
Olaf Wittorff: Die äußere Schleifkorbtrage haben wir für die sichere Übergabe auf hoher See von einem Schiff zum Seenotkreuzer mit weit außen liegenden Anschlagspunkten ausgestattet. So stellen wir gerade bei Containerschiffen mit hohen Bordwänden sicher, dass die Trage nicht überschlägt. Die innenliegende Vakuummatratze haben wir überarbeiten lassen. Sie hat nun eigene seitliche Griffe und einen verstärkten Unterboden. So kann die Matratze auch ohne die Schleifkorbtrage verwendet werden. Das ist praktisch, wenn man auf engem Raum manövrieren muss. Außerdem haben wir den seitlichen Halt verbessert und auch die Matratze an sich vergrößert. Schließlich werden die Menschen immer größer!

Können alle Patienten mit der Trage transportiert werden oder gibt es Grenzen?
Holger Schwalbe: Grundsätzlich ist unsere Trage vielfältig einsetzbar – das war uns in der Konzeption sehr wichtig. An Bord eines Seenotkreuzers ist nicht viel Platz und jeder Ausrüstungsgegenstand muss zum einen hochfunktional und zum anderen möglichst vielseitig einsetzbar sein. Die neue Schleifkorbtrage hat sogar eine verstellbare Rückenlehne, um Patienten auch halb-sitzend transportieren zu können. Besonders bei Patienten mit Lungen- oder Herzproblemen kann diese Möglichkeit die Situation erheblich verbessern.


Wie lange halten die neuen Tragen bei den schweren Einsatzbedingungen?
Olaf Wittorff: Die neuen Tragen haben eine Verwendbarkeit von zehn Jahren. Nässe und Salzwasser sind kein Problem. Aber natürlich muss man sein Material gut pflegen und sorgsam damit umgehen. Unsere Schleifkorbtragen sind daher auch komplett abwaschbar und desinfizierbar.

Wie wird der Umgang mit den neuen Schleifkorbtragen geübt?
Olaf Wittorff: Wir Stationsausbilder vermitteln den Umgang mit der neuen Schleifkorbtrage direkt auf den Stationen. Gerade die Handhabung des verstellbaren Rückenteils und die verbesserte Vakuummatratze sind wichtige Punkte, auf die wir intensiv eingehen. Und natürlich gehört die Übergabe der Trage von einem Schiff zum anderen zu den schwersten Aufgaben, die wir daher besonders intensiv üben. Das ist sozusagen die „Königsdisziplin“.

Jetzt helfen!

Was kostet eine neue Schleifkorbtrage?
Holger Schwalbe: Eine Schleifkorbtrage mit „Abseilspinne“ kostet uns 1.300 Euro. Daher würden wir uns auch über Unterstützung freuen.

Und wie könnte die Unterstützung aussehen?
Holger Schwalbe: Wir benötigen jetzt 13 neue Schleifkorbtragen. Dafür suchen wir Spender. Wer uns mit 1.300 Euro für eine Trage unterstützen möchte, kann dies am einfachsten online mit unserem Spendenlotsen tun.

https://www.seenotretter.de/spenden/


Bitte tragen Sie dort den Verwendungszweck „Schleifkorbtrage“ ein. Als kleines Dankeschön bieten wir jedem Spender an, die Trage mit seinem Namen zu versehen. Außerdem gibt es ein Foto der „eigenen“ Trage. Wer mag, kann sich auch an Bord ein Bild davon machen, was aus seiner Spende geworden ist.

Danke für das Gespräch.

Spenden Sie uns eine Schleifkorbtrage?

Ihre Ansprechpartnerin für Fragen:
Anne-Christin Speichert
+49 (0)421 53 707 524
speichert@seenotretter.de


Quelle: www.seenotretter.de


Unsere neue Schleifkorbtrage präsentiert von den Seenotrettern Timo Jordt und Uwe Gerdelmann


So ist die Abseilspinne eingehängt.


Die verstellbare Rückenlehne der Schleifkorbtrage ermöglicht den Tort von Patienten mit Herzproblemen.


Unterstützen Sie uns mit einer neuen Schleifkorbtrage?

Angefügte Bilder:
Schleifkorbtrage_senkrecht.jpg   Schleifkorbtrage_haengend.jpg   Schleifkorbtrage_Rueckenlehne.jpg   Schleifkorbtrage_Seenotretter.jpg  
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27.11.2014 17:17
#444 „Es ist wunderbar, helfen zu können“ antworten

27.11.2014

„Es ist wunderbar, helfen zu können“
Birgit Heinze ist freiwillige Seenotretterin auf der Station Gelting an der Ostsee


Weite Felder prägen die Landschaft entlang der Geltinger Bucht am Ausgang der Flensburger Förde. Spaziergängern öffnet sich der Blick auf die Ostsee. Im Herzen der Bucht, dem Hafen von Gelting, liegen Sportboote und kleine Fischkutter. Zuweilen löschen auch ein paar größere Kutter dort ihren Fang. Dazwischen fällt der leuchtrot-weiße Anstrich des Seenotrettungsbootes JENS FÜERSCHIPP sofort ins Auge. Bei vielen Einsätzen hat eine Frau das Sagen an Bord: Birgit Heinze ist freiwillige Seenotretterin – und stellvertretender Vormann.

Seefahrt, vor allem die „große Fahrt“, ist nach wie vor eine Männerdomäne. In der weltweiten Schifffahrt sind noch immer nur wenige Frauen an Bord tätig. Doch unter den rund 800 Freiwilligen der DGzRS gibt es bereits etwa 35 Seenotretterinnen. In der Funktion des Vormanns – dieser traditionelle Begriff ist Birgit Heinze wichtig – ist die Geltingerin jedoch eine Ausnahme.


Wenn ihr Mann, der freiwillige Vormann Thilo Heinze, als fest angestellter Seenotretter zum zweiwöchigen Diensttörn auf Helgoland ist, leitet sie die Freiwilligenstation an der Ostsee – also rund die Hälfte des Jahres. „Die Bezeichnung ,weiblicher Vormann‘ gefällt mir“, sagt sie mit einem Lächeln. „Ich finde es gut, den überlieferten Vormannsbegriff zu bewahren.“

Die Schifffahrt mit ihren Traditionen, klassischer Seemannschaft und Navigation einerseits und der Technik andererseits haben die heute 50-Jährige schon früh fasziniert. Küstenkind ist Heinze zwar nicht. Geboren wurde sie vielmehr in Hannover. Aber sie wuchs am Mittellandkanal auf. „Wasser hat mich schon immer magisch angezogen, vor allem alles, was darauf passiert“, sagt sie.

Damit meint sie nicht nur die rege Berufsschifffahrt. Surfen, Wasserskilaufen, Segeln, natürlich Baden und neuerdings auch Tauchen gehören zu den Hobbys der gelernten Krankenschwester. Wichtigste Freizeitbeschäftigung ist ihr jedoch seit 2004 das Ehrenamt bei den Seenotrettern: „Es ist wunderbar, mit der See verbunden zu sein und dabei auch noch helfen zu können.“


Beruflich steht Heinze Tag für Tag in der Notaufnahme des Flensburger Diakonissenkrankenhauses. Im Ehrenamt kümmert sie sich nicht nur um die medizinische Ausrüstung des Seenotrettungsbootes, sondern auch um die Ausbildung der Mannschaft. Zwar überwiegen die Routine-Einsätze, bei denen die Seenotretter durch frühzeitiges Eingreifen oft im Vorfeld Schlimmeres verhindern können. Doch gelegentlich wird die JENS FÜERSCHIPP auch zum Rettungswagen auf See. Wie für den Skipper der Segelyacht, deren Mast brach und den Mann so schwer am Arm verletzte, dass er sich einen offenen Bruch zuzog: Bei starkem Wellengang schiente Birgit Heinze auf See den Arm, sicherte die Durchblutung der Hand und Finger und übergab den erstversorgten Patienten in Gelting an den bereits wartenden Landrettungsdienst. Für die Seenotretter war auch das letztlich viel geübte Routine.

Übungen sind Heinze ohnehin sehr wichtig. Suchmusterfahrten, Kommunikationstraining und Rollenspiele trainieren für die Aufgabe, die in großen roten Lettern am Bug der JENS FÜERSCHIPP notiert ist: SAR, Search and Rescue, Suche und Rettung. „Mehrere Schiffe bei wenig Licht in der einsetzenden Dunkelheit zu führen und zu koordinieren, ist anspruchsvoll. Einen Dummy, also eine Übungspuppe, bei derartigen Bedingungen wiederzufinden, ist nicht einfacher. Routine und Erfahrung bekommt man nur durch ständiges Training“, weiß die freiwillige Seenotretterin.

Ihre medizinische Aufgabe schließlich endet für Birgit Heinze nicht mit der Übergabe Geretteter an den Landrettungsdienst, sondern umfasst auch die Betreuung der eigenen Mannschaft. Fester Bestandteil ist die psychologische Nachsorge. „Unsere Aufgabe bringt es mit sich, dass wir hin und wieder in Situationen geraten, in denen wir nicht mehr helfen können. Wir alle müssen lernen, damit umzugehen.“

Birgit Heinze selbst tankt nach solchen Erfahrungen bei Spaziergängen über die Felder zwischen Niesgrau und Wackerballig oder über die Strände zwischen Steinberghaff und der Geltinger Birk wieder auf und gewinnt neue Kraft. „Hauptsache, ich sehe die Ostsee.“


Quelle und Fotos: www.seenotretter.de



http://www.seenotretter.de/aktuelles/neu...fen-zu-koennen/

Angefügte Bilder:
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28.11.2014 13:23
#445 Werft-Tagebuch SRB 65 antworten

28.11.2014
Handarbeit in allen Details

Geballte Technik auf 10,10 Metern Länge: Das neue Seenotrettungsboot ist auch in allen Details eine Einzelanfertigung und überwiegend Handarbeit. Viele Ausrüstungsteile wurden – aufbauend auf den Erfahrungen mit den Vorgängerschiffen – nochmals verbessert, darunter der Schlepphaken und seine Rollschiene. (Fotos: Tamsen Maritim)

Das neue Seenotrettungsboot SRB 65, so die interne Bezeichnung, für eine Freiwilligen-Station entsteht bei Tamsen Maritim in Rostock. Es ist der erste Neubau der DGzRS auf einer Werft in Mecklenburg-Vorpommern nach der Wiedervereinigung. SRB 65 wird ein modifizierter Nachbau der bewährten 9,5-/10,1-Meter-Klasse und im Rahmen der ständigen Modernisierung der Rettungsflotte eine ältere Einheit ersetzen – auf welcher Station, steht noch nicht fest.

Die Taufe ist zum 150-jährigen Bestehen der DGzRS 2015 geplant. Im gleichen Jahr werden die Seenotretter seit 25 Jahren wieder auf ihren angestammten Stationen zwischen Poel und Ueckermünde im Einsatz sein.


Quelle und Foto: www.seenotretter.de

http://www.seenotretter.de/aktuelles/wer...-allen-details/


Schiene und Rollwagensatz des Schlepphakens beim Belastungstest mit dem Hallendeckenkran (4,5 t)

Angefügte Bilder:
csm_WTB-SRB65-08-01_7a09668525.jpg  
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04.12.2014 16:36
#446 Seenotretter und Berliner Krankenhäuser bringen den virtuellen Notarzt hinaus auf See antworten

04.12.2014
Seenotretter und Berliner Krankenhäuser bringen den virtuellen Notarzt hinaus auf See

Moderne Telemedizin-Technik soll bei medizinischen Notfällen auf See und auf Offshore-Windkraftanlagen künftig die Notfallversorgung für Patienten auf Nord- und Ostsee erleichtern. Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) sowie die Berliner Universitätsklinik Charité und das Unfallkrankenhaus Berlin (ukb) planen dazu eine enge Zusammenarbeit. Am Donnerstag, 4. Dezember 2014, stellten die Beteiligten das Projekt in der Zentrale der Seenotretter in Bremen der Öffentlichkeit vor.


Die Zusammenarbeit „von der Weser bis zur Spree“ haben die beiden Tochtergesellschaften der DGzRS und der Charité angestoßen: Während die DGzRS über ihre Gesellschaft für Maritimes Notfallmanagement (GMN) eine Notfallleitstelle Offshore-Windparks betreibt, hat die Charité-Tochter GHC Global Health Care moderne Telemedizin-Technik entwickelt. Sie bringt mittels drahtloser Kommunikation notärztliche Hilfe auch an weit entfernte Orte auf See. Dies gewährleistet telemedizinische Rund-um-die-Uhr-Versorgung durch Ärzte der Charité und des auf Notfälle spezialisierten Berufsgenossenschaftlichen Unfallkrankenhauses Berlin.

„Die Notfallkoordinierung mit der jahrzehntelangen Erfahrung und Kompetenz aus Bremen verbindet sich mit der renommierten Medizinkompetenz aus Berlin und modernster Kommunikationstechnik zur umfassenden Lösung für Offshore-Windpark-Betreiber. Sie können damit den für sie verbindlichen Forderungen für den Betrieb ihrer Anlagen entsprechen“, sagt GMN-Geschäftsführer Kapitän Udo Helge Fox. Bei einem Notfall auf einer Offshore-Windkraftanlage greift zunächst der betriebliche Arbeitsschutz. Es liegt in der Verantwortung der Unternehmen, ein bedarfsgerechtes Schutz- und Sicherheitskonzept inklusive Rettungsmittel und lückenloser Meldekette vorzuhalten, um menschliches Leben und menschliche Gesundheit zu schützen.

Mittelfristig planen GHC, GMN, Charité, ukb und DGzRS, ihre Zusammenarbeit auf medizinische Notfälle auf See auszudehnen. „Die Seenotkreuzer der DGzRS sollen dazu mit entsprechender Technik ausgerüstet werden und diese – abseits von Notfällen in Offshore-Windparks – auch im ,klassischen‘ Seenotfall einsetzen können“, kündigt DGzRS-Geschäftsführer Nicolaus Stadeler an.
Zum Einsatz kommen soll das von GHC entwickelte telemedizinische Notfallsystem „AescuLink“. Es unterstützt Ersthelfer wie die Seenotretter vor Ort und ist auch für Nicht-Mediziner einfach zu bedienen. „AescuLink“ umfasst Echtzeit-Audio-Video-Kommunikation und Liveübertragung von Vitalparametern (3- und 12-Kanal-EKG-Daten, Herzfrequenz, Blutdruck, Sauerstoffsättigung des Blutes, Körpertemperatur etc.) über drahtlose Verbindungen. „Die von uns entwickelte Technik zeichnet sich durch einfache Bedienung, geringe Netzwerklast und Robustheit gegenüber Schwankungen der technischen Verbindungsqualität aus“, erläutert GHC-Geschäftsführer Dr. Trong-Nghia Nguyen-Dobinsky.

In Berlin ist die telemedizinische Beratung durch erfahrene Notärzte rund um die Uhr geplant. Dazu gehört, die übermittelten Vitaldaten und Bilder zu analysieren, kompetente Diagnosen zu stellen sowie an Ersthelfer wirkungsvolle Behandlungsanweisungen zu geben und deren Ausführung zu überwachen. Logistische Entscheidungen zur weiteren Notfallversorgung können so auf solider medizinischer Grundlage getroffen werden. Die Technik ermöglicht außerdem die Überwachung des Patienten nach der akuten Phase, also während des Transportes mit Seenotkreuzer oder Hubschrauber an Land.


Über die Projektpartner

Die 1865 gegründete Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) ist zuständig für den maritimen Such- und Rettungsdienst in den deutschen Gebieten von Nord- und Ostsee. Ihre 180 fest angestellten und mehr als 800 freiwilligen Seenotretter fahren mit 60 Rettungseinheiten Jahr für Jahr mehr als 2.000 Einsätze auf Nord- und Ostsee, koordiniert von der SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS (MRCC = Maritime Rescue Co-ordination Centre). Die gesamte Arbeit der Seenotretter wird nach wie vor ausschließlich durch freiwillige Zuwendungen finanziert.

Die Gesellschaft für maritimes Notfallmanagement mbH (GMN), gegründet 2012, unterhält die Notfallleitstelle Offshore-Windparks als zentrale Anlaufstelle für die Organisation, Koordinierung und Durchführung des innerbetrieblichen Notfallmanagements der Betreiber. Zwar liegen die Offshore-Windkraftanlagen im SAR-Zuständigkeitsbereich der DGzRS (SAR = Search and Rescue, Suche und Rettung). Notfälle auf diesen festen Bauwerken im Meer fallen jedoch nicht unter die primären satzungsgemäßen Aufgaben der Seenotretter, da es sich nicht um Seenotfälle handelt. Die DGzRS hat deshalb die GMN als ihre Tochter gegründet, um die Abbergung und Versorgung verunfallter oder erkrankter Menschen auf Offshore-Windkraftanlagen zu koordinieren. Die Betreiber finanzieren dies und halten eigene Rettungsmittel vor.

Die 1710 begründete Charité zählt zu Europas größten Universitätskliniken. Dort forschen, heilen und lehren Ärzte und Wissenschaftler auf internationalem Spitzenniveau. Über die Hälfte der deutschen Nobelpreisträger für Medizin und Physiologie stammen aus der Charité. Weltweit wird sie als ausgezeichnete Ausbildungsstätte geschätzt. Die Charité verteilt sich auf vier Standorte mit rund 100 Kliniken und Instituten, gebündelt in 17 CharitéCentren. Unter den mehr als 13.000 Mitarbeitern sind 4.000 Ärztinnen und Ärzte, 250 Professorinnen und Professoren. Pro Jahr versorgt die Charité fast eine halbe Million Menschen ambulant oder stationär. Über 1.000 Forschungsprojekte verbinden innovative Grundlagenforschung und klinische Studien.

Das Unfallkrankenhaus Berlin (ukb) ist ein hoch spezialisiertes klinisches Zentrum zur Behandlung Schwerkranker sowie zur Rettung und Rehabilitation Schwerverletzter aus dem gesamten Bundesgebiet. Patienten aller Krankenversicherungen erhalten dort eine qualifizierte Versorgung und umfassende Betreuung bis zur Rückkehr in den Alltag. In Spezialdisziplinen wie der Therapie von Brand-, Rückenmark- und Handverletzungen belegt das 1997 eröffnete akademische Lehrkrankenhaus der Charité und klinische Zentrum der Alice-Salomon-Hochschule Berlin international eine Spitzenposition. Jährlich werden mehr als 87.000 Patienten behandelt.

GHC Global Heath Care GmbH, 2001 als Ausgründung der Charité geschaffen, will die notfallmedizinische Kompetenz der Berliner Universitätsmedizin auch dort zur Verfügung stellen, wo physisch kein Arzt anwesend ist. Dazu entwickelt GHC gemeinsam mit Universitäten, Hochschulen und Industriepartnern äußerst zuverlässige, robuste und auch durch Laien einfach zu bedienende telemedizinische Produkte und Systeme. Alle Produkte und Dienstleistungen von GHC wurden durch Charité-Mitarbeiter getestet.


Quelle und Fotos: www.seenotretter.de

http://seenotretter-shop.de/


Simulation eines Notfalls auf See: im Vordergrund die Behandlungssituation, im Hintergrund der Arzt, der im Notfall im Krankenhaus die übertragenen Daten (Bildschirm) analysiert und Anweisungen erteilt.


Kapt. Udo Helge Fox (GMN, v. l.), Dr. Trong-Nghia Nguyen-Dobinsky (GHC), Prof. Dr. Manfred Dietel (Charité), Nicolaus Stadeler (DGzRS)

Angefügte Bilder:
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13.12.2014 04:44
#447 Noch acht Spender gesucht antworten

12.12.2014
Noch acht Spender gesucht: Neue Schleifkorbtragen an Bord

Fünf Spender haben wir bereits für unsere neuen Schleifkorbtragen an Bord gefunden - acht suchen wir noch. Lesen Sie im Interview was unsere Tragen so speziell macht und wie Sie uns unterstützen können.

http://www.seenotretter.de/aktuelles/neu...tragen-an-bord/


Quelle und Foto: www.seenotretter.de



Schleifkorbtrage spenden

Ihre Ansprechpartnerin für Fragen:
Anne-Christin Speichert
+49 (0)421 53 707 524
speichert@seenotretter.de

Angefügte Bilder:
Schleifkorbtrage_Seenotretter_.jpg  
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05.01.2015 17:33
#448 Danke! Alle Schleifkorbtragen haben einen Spender gefunden. antworten

05.01.2015
Danke! Alle Schleifkorbtragen haben einen Spender gefunden.

Herzlichen Dank - wir haben für alle benötigten Schleifkorbtragen einen Spender gefunden. Die Spendenaktion hierfür ist nun vorbei.

Einen Verletzten von einem schwankenden Schiff auf einen Seenotkreuzer zu übernehmen, ist eine der anspruchsvollsten Aufgaben der Seenotretter. Der Patient muss währenddessen optimal geschützt sein und sicher in der Trage liegen. Gleichzeitig muss sie einfach zu handhaben und gut zu übergeben sein.

Holger Schwalbe, Ärztlicher Leiter Rettungsdienst, und Olaf Wittorf, Stationsausbilder, berichten aus der Praxis an Bord.

Was unterscheidet eine Schleifkorbtrage von anderen Tragen?
Olaf Wittorff: Im Rettungsdienst gibt es unterschiedliche Tragen für verschiedene Zwecke. Eine „Schleifkorbtrage“ hat eine schützende „Korbhülle“, die man auch Schleifen kann, sie ist also sehr robust. In der Trage befindet sich zusätzlich eine Vakuummatratze. Prinzipiell kann diese Trage auch für den Hubschraubertransport genutzt werden. Also für das „Winchen“ eines Patienten vom Schiffsdeck aus hoch zum Hubschrauber. Das ist wichtig, wenn der Verletzte schnell ins Krankenhaus gebracht werden muss und der Hubschrauber ihn dahin bringt.



So große Höhen können einem ja Angst einflößen. Ist der Patient denn in der Trage gut gesichert und kann nicht herausfallen?
Holger Schwalbe: Der Verletzte wird in der Trage angeschnallt und ist so gesichert. Falls er Verletzungen im Rückenbereich hat, gibt die Vakuummatratze zusätzliche Sicherheit und Stabilität für den Transport.

Sie sagen, die Schleifkorbtragen wurden speziell für die harten Einsatzbedingungen der Seenotretter modifiziert – was bedeutet das konkret?
Olaf Wittorff: Die äußere Schleifkorbtrage haben wir für die sichere Übergabe auf hoher See von einem Schiff zum Seenotkreuzer mit weit außen liegenden Anschlagspunkten ausgestattet. So stellen wir gerade bei Containerschiffen mit hohen Bordwänden sicher, dass die Trage nicht überschlägt. Die innenliegende Vakuummatratze haben wir überarbeiten lassen. Sie hat nun eigene seitliche Griffe und einen verstärkten Unterboden. So kann die Matratze auch ohne die Schleifkorbtrage verwendet werden. Das ist praktisch, wenn man auf engem Raum manövrieren muss. Außerdem haben wir den seitlichen Halt verbessert und auch die Matratze an sich vergrößert. Schließlich werden die Menschen immer größer!

Können alle Patienten mit der Trage transportiert werden oder gibt es Grenzen?
Holger Schwalbe: Grundsätzlich ist unsere Trage vielfältig einsetzbar – das war uns in der Konzeption sehr wichtig. An Bord eines Seenotkreuzers ist nicht viel Platz und jeder Ausrüstungsgegenstand muss zum einen hochfunktional und zum anderen möglichst vielseitig einsetzbar sein. Die neue Schleifkorbtrage hat sogar eine verstellbare Rückenlehne, um Patienten auch halb-sitzend transportieren zu können. Besonders bei Patienten mit Lungen- oder Herzproblemen kann diese Möglichkeit die Situation erheblich verbessern.


Wie lange halten die neuen Tragen bei den schweren Einsatzbedingungen?
Olaf Wittorff: Die neuen Tragen haben eine Verwendbarkeit von zehn Jahren. Nässe und Salzwasser sind kein Problem. Aber natürlich muss man sein Material gut pflegen und sorgsam damit umgehen. Unsere Schleifkorbtragen sind daher auch komplett abwaschbar und desinfizierbar.

Wie bereiten Sie sich auf einen Einsatz mit der neuen Schleifkorbtrage vor?
Olaf Wittorff: Wir Stationsausbilder üben mit der neuen Schleifkorbtrage direkt auf den Stationen. Gerade die Handhabung des verstellbaren Rückenteils und die verbesserte Vakuummatratze sind wichtige Punkte, auf die wir intensiv eingehen. Und natürlich gehört das übernehmen der Trage von einem Schiff zum Seenotkreuzer zu den schwersten Aufgaben, die wir daher besonders intensiv üben. Das ist sozusagen die „Königsdisziplin“.


Quelle und Fotos: www.seenotretter.de


Unsere neue Schleifkorbtrage präsentiert von den Seenotrettern Timo Jordt und Uwe Gerdelmann

So ist die Abseilspinne eingehängt.

Die verstellbare Rückenlehne der Schleifkorbtrage ermöglicht den Transport von Patienten mit Herzproblemen.

Angefügte Bilder:
Schleifkorbtrage_senkrecht.jpg   Schleifkorbtrage_haengend.jpg   Schleifkorbtrage_Rueckenlehne.jpg  
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07.01.2015 17:45
#449 Schneider mit lockerem Mundwerk antworten

06.01.2015
Schneider mit lockerem Mundwerk

Das Ergebnis der traditionsreichen Bremer Eiswette steht einmal mehr fest: „De Werser geiht“ – die Weser fließt und ist eisfrei. Hunderte Schaulustige sind am heutigen Dreikönigstag, 6. Januar 2015, wieder zum Punkendeich gekommen, um die Eisprobe der Bremer Eiswettgenossen mitzuerleben. Und in diesem Jahr war es eine ganz besondere Auflage: Gleich zwei Schneider plauderten mit losem Mundwerk munter drauflos.

Und auch bei der 186. Ausgabe kam der für seine frechen Sprüche bekannte „Schneidermeister“ Burckhard Göbel zu spät. Pünktlich war dagegen sein Nachfolger: Schließlich kommt Peter Lüchinger, Schauspieler bei der Bremer Shakespeare Company, aus der Schweiz und ist dank seiner präzisen Schweizer Uhr immer rechtzeitig da. Nach einem Vierteljahrhundert gab Burckhard Göbel das Bügeleisen für die Eisprobe an Peter Lüchinger ab. Mit großem Applaus wurde er vom Publikum verabschiedet.

Seit 1829 stehen das Präsidium und die Novizen der Eiswettgesellschaft, die Heiligen Drei Könige sowie Notarius und Medicus einmal im Jahr an der Weser, um zu prüfen, ob ein 99 Pfund leichter Schneider mit einem heißen Bügeleisen trockenen Fußes auf die gegenüberliegende Flussseite kommt. Zuletzt war dies 1947 der Fall. Doch trotz eisfreier Weser wurden die Fräcke der beiden Schneider beim Überqueren der Weser nicht nass: Das Tochterbootes CHRISTIAN des Seenotkreuzers HERMANN RUDOLF MEYER/Station Bremerhaven der DGzRS brachte sie sicher ans andere Ufer. Diese ehrenvolle Aufgabe übernahmen die Seenotretter erneut sehr gerne – schließlich wird beim Eiswett-Stiftungsfest am 17. Januar 2015 wieder kräftig für sie gesammelt.


Quelle und Fotos: www.seenotretter.de

http://www.seenotretter.de/aktuelles/neu...kerem-mundwerk/


Zwei Schneider auf dem Tochterboot CHRISTIAN

Einmarsch des Präsidiums

Angefügte Bilder:
Eiswette_Beitrag.jpg   f4t31p176321n3_TfrxdUBJ.jpg  
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08.01.2015 21:12
#450  Werft-Tagebuch SRB 65 antworten

08.01.2015
Kabel, Kabel, Kabel

Bis auf wenige Restarbeiten ist SRB 65 fertig lackiert. Auch mit dem Innenausbau kommen die Werftarbeiter gut voran: Im Moment müssen sie vor allem viele Kabel und Leitungen verlegen. (Fotos: Tamsen Maritim)

Das neue Seenotrettungsboot SRB 65, so die interne Bezeichnung, für eine Freiwilligen-Station entsteht bei Tamsen Maritim in Rostock. Es ist der erste Neubau der DGzRS auf einer Werft in Mecklenburg-Vorpommern nach der Wiedervereinigung. SRB 65 wird ein modifizierter Nachbau der bewährten 9,5-/10,1-Meter-Klasse und im Rahmen der ständigen Modernisierung der Rettungsflotte eine ältere Einheit ersetzen – auf welcher Station, steht noch nicht fest.

Die Taufe ist zum 150-jährigen Bestehen der DGzRS 2015 geplant. Im gleichen Jahr werden die Seenotretter seit 25 Jahren wieder auf ihren angestammten Stationen zwischen Poel und Ueckermünde im Einsatz sein.

http://www.seenotretter.de/aktuelles/wer...el-kabel-kabel/


Quelle und Foto. www.seenotretter.de


Farbe dran: Im Lackierzelt haben die Werftarbeiter das neue Seenotrettungsboot mit den charakteristischen DGzRS-Farben versehen.

Angefügte Bilder:
f4t31p176343n2_GqyTjabR.jpg  
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