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 Wissenswertes über Langeoog
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01.10.2015 20:02
#511 Seenotretter seit 25 Jahren wiedervereint antworten

01.10.2015
Seenotretter seit 25 Jahren wiedervereint

Seenotrettung ist international: Sogar als der Eiserne Vorhang Deutschland teilte, war dies nicht anders. Vor 25 Jahren öffnete sich die deutsch-deutsche Grenze auch auf See. Der Zusammenschluss der Seenotretter aus Ost und West unter dem Dach der traditionsreichen Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) am 3. Oktober 1990 gilt als eine der gelungensten Aktionen der deutschen Wiedervereinigung.

Obwohl die DDR den Seenotrettungsdienst staatlich organisiert hatte, waren auch zwischen Poel und Ueckermünde weiterhin überwiegend Freiwillige im Einsatz. „Innerlich haben sich die meisten von uns auch während dieser Zeit der DGzRS zugehörig gefühlt. Laut sagen durften wir das allerdings nie“, blickt Rainer Kulack zurück. Er ist seit 45 Jahren Seenotretter und seit 25 Jahren Vormann der Station Kühlungsborn.

Zwar waren alle Bemühungen der 1865 gegründeten DGzRS, nach 1945 Kontakt zu ihren Stationen östlich Travemünde zu halten, vergeblich. Doch hatten auch die Seenotretter in der DDR das gleiche Ziel: Menschenleben zu retten. Dies verband sie – über alle Grenzen hinweg – mit ihren Kollegen im Westen. Im Einsatz auf See waren sie genauso auf sich gestellt und mussten eigenverantwortlich die richtigen Entscheidungen treffen – ein Stückchen Freiheit in einem sonst wenig freien Land.

Mit der Wiedervereinigung 1990, im Jubiläumsjahr 125 Jahre nach ihrer Gründung, übernahm die DGzRS wieder den Seenotrettungsdienst in Mecklenburg-Vorpommern. Größter Gewinn waren die hochmotivierten Besatzungen mit ihrer Erfahrung, Revierkenntnis und der Einstellung zu ihrer Aufgabe, die sich kein bisschen von der ihrer Kollegen im Westen unterschied. Nach wie vor gibt es unter ihnen Familien, die seit vielen Generationen Seenotretter stellen.

Bei aller Ähnlichkeit stellten sich den wiedervereinigten Seenotrettern sogleich außerordentliche Herausforderungen: Die veraltete Technik aus DDR-Zeiten war der neuen Zeit mit dem zunehmenden Seeverkehr nicht gewachsen. Für Vormann Wolfgang Rätzer war deshalb die Taufe seines Seenotrettungskreuzers VORMANN JANTZEN vor 25 Jahren zur Wendezeit eine Zeitenwende. „Mit so einem schnellen Schiff war ich noch nie zuvor unterwegs gewesen. Nach einer der ersten Fahrten bin ich einmal im Traum über die Wellen geflogen“, erinnert er sich. Sein neues Schiff war doppelt so schnell wie der DDR-Vorgänger und verfügte über Tochterboot, Feuerlöschanlage und Bordhospital.

Mit der VORMANN JANTZEN setzten die Seenotretter vor 25 Jahren nicht nur in technischer Hinsicht ein deutliches Zeichen: Die Stationierung des eigentlich für Grömitz vorgesehenen Kreuzers in Warnemünde unterstrich auch, dass dort mitnichten „alte Schuhe aus dem Westen aufgetragen“ werden sollten. Und bewusst erhielt der Neubau den Namen des legendären Warnemünder Lotsenkommandeurs. Stephan Jantzen hatte von 1867 bis 1903 mit seiner Freiwilligen-Mannschaft rund 80 Menschen das Leben gerettet. „Die Namengebung war nach dem Geschmack unserer Besatzung und der Menschen in der Region“, sagt Rätzer.

Dank der Unterstützung zahlreicher Förderer im ganzen Land gelang es der DGzRS in nur vier Jahren, die DDR-Technik vollständig zu ersetzen. Heute sind 38 der 180 fest angestellten und rund 230 der 800 freiwilligen deutschen Seenotretter in Mecklenburg-Vorpommern im Einsatz. Vier hochmoderne ständig besetzte Seenotrettungskreuzer und 14 von Freiwilligen gefahrene Seenotrettungsboote sind zwischen Trave- und Odermündung stationiert.

Am 29. Mai, dem 150. Geburtstag der DGzRS, erhielt in Bremen das neue Seenotrettungsboot HENRICH WUPPESAHL seinen Namen. Es ist der erste Neubau für die Seenotretter auf einer Werft in Mecklenburg-Vorpommern seit 1990. Am 30. Mai wiederum wurde der neue Seenotrettungskreuzer ERNST MEIER-HEDDE getauft. Er erhielt den Namen des ehrenamtlichen Vorsitzers der Seenotretter, der seinerzeit von Land aus den Zusammenschluss der Seenotretter aus Ost und West vorbereitete.

Die VORMANN JANTZEN liegt 25 Jahre nach der Wiedervereinigung derzeit „hoch und trocken“ in der hauseigenen Werft der Seenotretter in Bremen: Sie wird – wie turnusgemäß alle drei Jahre – für die nächsten harten Einsätze fit gemacht. Heute vertritt sie als Springer wechselnde andere Einheiten bei Werftzeiten. „Nach wie vor ist das Schiff gerade in Mecklenburg-Vorpommern sehr bekannt. Seine Geschichte wird nicht vergessen werden“, ist Wolfgang Rätzer überzeugt.


Quelle und Fotos: www.seenotretter.de


Die STOLTERA (l.) des staatlichen Seenotrettungsdienstes der DDR und die G. KUCHENBECKER der DGzRS 1990 bei einem ersten Treffen

Den Seenotrettungskreuzer VORMANN JANTZEN stationierte die DGzRS im Herbst 1990 kurz nach der Wiedervereinigung in Warnemünde. (Foto: Wolfgang Scholz)

Vormann Wolfgang Rätzer war bereits zu DDR-Zeiten Seenotretter. 1990 übernahm er den Neubau VORMANN JANTZEN.

Angefügte Bilder:
csm_2015-10-01-Wiedervereint1_f7233d53f4.jpg   2015-10-01-Wiedervereint2.jpg   2015-10-01-Wiedervereint3.jpg  
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08.10.2015 11:55
#512 Neuer Seenotrettungskreuzer wird wieder BERLIN heißen antworten

08.10.2015
Neuer Seenotrettungskreuzer wird wieder BERLIN heißen

Von Laboe aus sind die Seenotretter auch künftig unter dem Namen der Bundeshauptstadt im Einsatz

Die Seenotretter werden auf der Kieler Förde auch in den nächsten Jahrzehnten unter dem Namen BERLIN im Einsatz sein. Ihren in Laboe stationierten Seenotrettungskreuzer wird die DGzRS zum Jahreswechsel 2016/2017 durch einen modernen Neubau ersetzen. Mit dem gleichnamigen Nachfolger für eine ihrer wohl bekanntesten Rettungseinheiten würdigt die DGzRS die langjährige Verbundenheit der Region mit den Seenotrettern an der Küste.

Traditionell gibt die DGzRS den Namen einer neuen Rettungseinheit erst bei der Taufe bekannt. In diesem Fall machen die Seenotretter jedoch ganz bewusst eine Ausnahme: „Wir planen für das kommende Jahr eine Spendenaktion in der Region Berlin, für die wir uns möglichst breite Unterstützung der Bevölkerung wünschen“, begründet Michael Müller, Vormann der jetzigen BERLIN und Namensvetter des Regierenden Bürgermeisters der Bundeshauptstadt, die Bekanntgabe des Namens seines künftigen Seenotrettungskreuzers noch vor Baubeginn.

Mehr als 13.000 Berliner unterstützen die Seenotretter mit regelmäßigen Spenden, und rund 400 Sammelschiffchen haben ihren „Liegeplatz“ in der Bundeshauptstadt. Dafür sind die Seenotretter sehr dankbar. Viele Berliner sind zudem Wassersportler auf der Kieler Förde, dem Revier der BERLIN mit ihrem Tochterboot STEPPKE.

Freund der Seenotretter: Berlins „Vormann“ Michael Müller

Zu den prominentesten Freunden der Seenotretter im Land Berlin gehört sein „Vormann“, der Regierende Bürgermeister Michael Müller. Er besucht am Freitag, 9. Oktober 2015, am Rande der Ministerpräsidentenkonferenz in Bremen die Zentrale der Seenotretter. Bei der Konferenz erhalten alle 16 Regierungschefinnen und -chefs der deutschen Länder jeweils ein Sammelschiffchen mit Landeswappen. Die bekannten Spendendosen sollen in den Amtszimmern auf die 150 Jahre währende Arbeit der Seenotretter aufmerksam machen.

Müller hat zugesagt, die Patenschaft seines Landes zum Laboer Seenotrettungskreuzer auch auf den geplanten Neubau zu übertragen: „Viele Menschen verdanken der BERLIN ihr Leben. Der Besatzung und ihrem Vormann gebührt Dank für ihre schwere Aufgabe, die viel Mut und Geschick erfordert. Ich freue mich, dass die deutsche Hauptstadt ihre patenschaftliche Verbundenheit und ihren Respekt vor der Arbeit und für das bürgerschaftliche Engagement zum Ausdruck bringen kann.“

Landesvater Michael Müller wird an Vormann Michael Müller eine Gedenkmedaille überreichen. Sie wird bei der Kiellegung in den Rumpf des Neubaus eingelegt. Einer Tradition folgend, verheißt sie den Schiffbauern, vor allem aber auch Schiffsführung und Besatzung Sicherheit, Glück und Gesundheit.

Kiellegung im Herbst

Der Neubau soll noch in diesem Herbst auf Kiel gelegt und zum Jahreswechsel 2016/2017 abgeliefert werden. Das Typschiff dieser neuen, 24 Knoten (ca. 45 km/h) schnellen und fast 2.000 PS starken 28-Meter-Klasse hatten die Seenotretter zu ihrem 150-jährigen Bestehen Ende Mai 2015 auf den Namen ERNST MEIER-HEDDE getauft und auf Amrum stationiert. Ein dritter Seenotrettungskreuzer der gleichen Klasse wird im Frühjahr 2017 der Rettungsflotte zulaufen.

Die derzeitige BERLIN war 1985 als Typschiff der 27,5-Meter-Klasse in Anwesenheit des Bundespräsidenten und ehemaligen Regierenden Bürgermeisters von Berlin, Richard von Weizsäcker, getauft worden. Der Schirmherr der Seenotretter bezeichnete die DGzRS in einer viel beachteten Rede als „Verbindung aus Bürgersinn und Bürgermut“.

Auch die allererste BERLIN war in ihrer Zeit ein modernes Einsatzmittel der Seenotretter. 1873 zeigte die DGzRS das speziell konstruierte Ruderrettungsboot auf der Weltausstellung in Wien. Von 1876 bis 1897 war es auf der Seenotretter-Station Wilhelmshaven stationiert. Bereits ihr Bau war seinerzeit nur möglich dank großzügiger Unterstützung aus Berlin.


Quelle und Fotos: www.seenotretter.de


Der Seenotrettungskreuzer BERLIN ist seit 1985 in Laboe an der Kieler Förde stationiert.

Zum Jahreswechsel 2016/2017 soll er durch einen Neubau (im Bild das Typschiff der neuen Klasse) ersetzt werden – finanziert ausschließlich durch Spenden.

Angefügte Bilder:
csm_2015-10-08--Seenotrettungskreuzer-BERLIN_24045a44ab.jpg   WTB-SK35-15-01.jpg  
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12.10.2015 12:12
#513 Mal wieder spenden. antworten

Sein Einsatz ist unbezahlbar.
Deshalb braucht er Ihre Spende.

http://www.seenotretter.de/wer-wir-sind/


Bankverbindungen

Spendenkonto
Sparkasse Bremen (BLZ 290 501 01) 107 2016
IBAN: DE36 2905 0101 0001 0720 16
BIC: SBREDE22

Sonderkonto für Jubiläums- und Geburtstagsspenden:
Bremer Landesbank (BLZ 290 500 00) 107 002 2013
IBAN: DE25 2905 0000 1070 0220 13
BIC: BRLADE22

Sonderkonto für Kondolenzspenden:
Bremer Landesbank (BLZ 290 500 00) 107 002 2029
IBAN: DE78 2905 0000 1070 0220 29
BIC: BRLADE22

Ausschließlich für Bußgeldauflagen
Sparkasse Bremen (BLZ 290 501 01) 169 5105
IBAN: DE22 2905 0101 0001 6951 05
BIC: SBREDE22

Weitere Bankverbindungen, auch im Ausland

Postbank Nl. Hamburg (BLZ 200 100 20) 70 46-200
IBAN: DE27 2001 0020 0007 0462 00
BIC: PBNKDEFF

Deutsche Bank AG (BLZ 290 700 50) 2 123 610
IBAN: DE83 2907 0050 0212 3610 00
BIC:DEUTDEHB

Bremer Landesbank (BLZ 290 500 00) 107 002 2004
IBAN: DE74 2905 0000 1070 0220 04
BIC: BRLADE22

Stiftung DGzRS Schweiz
IBAN: CH79 0900 0000 8550 5818 6
BIC: POFICHBEXXX

Österreichische Postsparkasse Wien (BLZ 60 000) 7155-130
IBAN: AT88 6000 0000 0715 5130
BIC: OPSKATWW


Quelle: www.seenotretter.de

Angefügte Bilder:
150_Jahre_DGzRS_140507.png  
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21.10.2015 16:16
#514 Berliner Olympiaklassen-Seglerinnen legen neue BERLIN auf Kiel antworten

21.10.2015
Berliner Olympiaklassen-Seglerinnen legen neue BERLIN auf Kiel

Sie ist zwei Millimeter dick und 35 Millimeter im Durchmesser – die Gedenkmedaille des Landes Berlin, die zukünftig bei jedem Einsatz der neuen BERLIN dabei sein wird. Vier erfahrene Seglerinnenhände legten sie bei der Kiellegung in den Rumpf des neuen Seenotrettungskreuzers. Damit wünschten Annika Bochmann und Marlene Steinherr vom Berliner Verein Seglerhaus am Wannsee 1867 den Schiffbauern und Seenotrettern Sicherheit, Glück und Gesundheit. Die beiden 470er-Seglerinnen sind im Übrigen auf gutem Weg, ein Olympiaticket für Rio de Janeiro 2016 zu lösen.

Der Baubeginn eines neuen Seenotkreuzers ist ein ganz besonderer Moment für Schiffbauer wie für Seenotretter. Traditionell heißt dieser Moment Kiellegung, wobei ein Kiel bei dieser speziellen Bauweise dann noch gar nicht vorhanden ist: Denn moderne Seenotkreuzer werden zunächst „von unten nach oben“ gebaut, beginnend mit dem Hauptdeck in Richtung Kiel. Das erleichtert den Schiffbauern die Arbeit, weil es ihnen das anstrenge Aluminiumschweißen kopfüber erspart.

Die neue BERLIN ist das zweite Schiff der völlig neu konstruierten 28-Meter-Klasse, die nach und nach die bewährte 27,5-Meter-Klasse ersetzen wird. Das Typschiff hatten die Seenotretter zu ihrem 150-jährigen Bestehen Ende Mai 2015 auf den Namen ERNST MEIER-HEDDE getauft und auf Amrum stationiert. Die zweite Rettungseinheit der Klasse soll zum Jahreswechsel 2016/2017 den alten Seenotrettungskreuzer BERLIN auf der Station Laboe ersetzen.

http://www.seenotretter.de/aktuelles/neu...erlin-auf-kiel/


Quelle und Foto: www.seenotretter.de


Vor der Kiellegung: der stellvertretende DGzRS-Vorsitzer Michael Schroiff (r.) mit Werftchef Harald Fassmer

Angefügte Bilder:
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22.10.2015 20:02
#515 50 Jahre Seenotrettungskreuzer ADOLPH BERMPOHL antworten

23.10.2015
50 Jahre Seenotrettungskreuzer ADOLPH BERMPOHL

Taufpatin Irmhild Schneider ist den Seenotrettern bis heute eng verbunden

Irmhild Schneider geb. Bermpohl wird den 23. Oktober 1965 nie vergessen: Vor 50 Jahren und damit 100 Jahre nach Gründung der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) taufte die damals 21-Jährige einen neuen Seenotrettungskreuzer auf den Namen ADOLPH BERMPOHL. Der Vegesacker Navigationslehrer gilt als Initiator der DGzRS. Die Verbindung seiner Nachfahrin zu den Seenotrettern hält bis heute.

Ein ganz besonderes Wiedersehen

Zum Jubiläum 150 Jahre Seenotretter in diesem Jahr gab es ein besonderes Treffen mit den heutigen Seenotrettern: An Bord der ERNST MEIER-HEDDE lernte Irmhild Schneider die Besatzung und die modernste Rettungstechnik kennen. „Das hat mich genauso beeindruckt wie damals“, sagt sie. Der zum 150. Geburtstag der DGzRS in Dienst gestellte jüngste 28-Meter-Neubau ist das Typschiff der Nach-Nachfolgeklasse der ADOLPH BERMPOHL.

Mit der Taufe vor 50 Jahren würdigten die Seenotretter einen ihrer Gründerväter. Nach schweren Schiffsunglücken vor den deutschen Nordseeinseln hatte Adolph Bermpohl 1860 zur Schaffung einer vom Staat unabhängigen, privaten Organisation aufgerufen, um Rettungsstationen an der Küste zu gründen. Daraufhin waren erste regionale spendenfinanzierte Vereine entstanden, die sich fünf Jahre später, im Mai 1865, zur DGzRS zusammengeschlossen hatten.

Allseitiges Prinzip der Freiwilligkeit

Das allseitige Prinzip der Freiwilligkeit des Einsatzes einerseits und der Finanzierung andererseits, die Grundgedanken Bermpohls, gelten bis heute unverändert. Auch Irmhild Schneider und ihr Mann Gert-Arthur tragen dazu bei. Seit vielen Jahren spenden sie regelmäßig für die Seenotretter. „Das ist für uns selbstverständlich, so wie es für mich eine ganz besondere Ehre war, damals den Neubau taufen zu dürfen“, sagt Irmhild Schneider. Wie ihr Vorfahre wurde auch sie in Gütersloh geboren, lebt aber seit langem in der Nähe von Hamburg.

Die Verbindung zu den Seenotrettern hält seit Jahrzehnten. „Oft haben wir die ADOLPH BERMPOHL auf Helgoland besucht. Und wir waren sehr betroffen, als wir von dem schweren Unfall anderthalb Jahre nach ihrer Indienststellung erfuhren“, erinnert sich die heute 71-Jährige. Im Februar 1967 traf den Seenotrettungskreuzer im Einsatz bei Orkan vor Helgoland eine riesige Grundsee. Wie baulich vorgesehen richtete er sich von selbst wieder auf. Doch die vier Seenotretter an Bord und drei zuvor gerettete niederländische Fischer blieben auf See.

Auch in modernen Zeiten nicht ohne Risiko

Die schwer beschädigte ADOLPH BERMPOHL wurde repariert und fuhr noch hunderte erfolgreiche Einsätze. Die DGzRS stellte sie 1989 in List auf Sylt außer Dienst und verkaufte sie an den finnischen Seenotrettungsdienst. Dort war sie bis 2001 als Ausbildungsschiff im Einsatz.

Auch in modernsten Zeiten ist die Arbeit der Seenotretter nicht ohne Risiko. Als Taufpatin überbrachte Irmhild Schneider der ADOLPH BERMPOHL seinerzeit die besten Wünsche. 50 Jahre später ließ sie es sich nicht nehmen, der Besatzung der auf Amrum stationierten ERNST MEIER-HEDDE „allzeit gute Fahrt und stets eine sichere Heimkehr“ zu wünschen. Die Seenotretter sagen herzlichen Dank!

http://www.seenotretter.de/aktuelles/neu...dolph-bermpohl/


Quelle und Fotos: www.seenotretter.de


Irmhild Schneider geborene Bermpohl mit Seenotretter Hark Seesemann und ihrem Mann Gert-Arthur auf der ERNST MEIER-HEDDE und

vor 50 Jahren bei der Taufe des Seenotrettungskreuzers ADOLPH BERMPOHL

Seenotrettungskreuzer ADOLPH BERMPOHL nach der Taufe am 23. Oktober 1965 in Bremen-Vegesack und

kurz darauf im Einsatz vor Helgoland

Angefügte Bilder:
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04.11.2015 03:33
#516 2 aus 1.000: Madeline Speck & Michael Müller stellen sich vor. antworten

03.11.2015
2 aus 1.000: Madeline Speck & Michael Müller

Unsere 1.000 Seenotretter sind rund um die Uhr einsatzbereit. Was treibt sie an? Warum fahren sie auch bei Sturm und Kälte raus, um Menschen aus Seenot zu retten? Wir haben zwei von ihnen gefragt.

Madeline Speck und Michael Müller sind regelmäßig auf der Kieler Förde unterwegs. Madeline Speck ist seit fast zwei Jahren freiwillige Seenotretterin auf der WALTER ROSE/Station Schilksee. Michael Müller ist schon ein alter Hase: Seit mehr als 20 Jahren arbeitet er bei der DGzRS. Er ist Vormann auf dem Seenotrettungskreuzer BERLIN/Station Laboe.

Im Film erzählen sie, warum sie Seenotretter geworden sind und was sie an ihrer Arbeit besonders reizt. Schauen Sie rein:

http://www.seenotretter.de/aktuelles/neu...madeline-speck/



2 aus 1.000: Madeline Speck & Michael Müller stellen sich vor.

Einsatz für die BERLIN
„Nach kurzer Zeit vergisst man, dass man bei einer Übung ist“, sagt Michael Müller. Realistische Einsatzszenarien mit Verletztendarstellern und Havaristen erzeugen Situationen, die für die beteiligten Seenotretter mit einer hohen Anspannung verbunden sind. In dem Video nimmt uns der Vormann der BERLIN zu einer großen Seenotrettungsübung vor Eckernförde mit.

Die Seenotretter führen regelmäßig größere, auch internationale Übungen mit mehreren Rettungseinheiten durch. Damit im Ernstfall alle Handgriffe hundertprozentig sitzen und selbst bei bei Nebel, Sturm und Regen der Einsatz reibungslos abläuft.


Quelle und Foto: www.seenotretter.de

Angefügte Bilder:
WALTER-ROSE_Madeline_Speck.jpg  
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05.11.2015 17:17
#517 Kochen mit den Seenotrettern antworten

05.11.2015
Kochen mit den Seenotrettern: „Ex-Schwiegermutter in Spe“

Dritte Auflage des Seenotretter-Kochbuchs veröffentlicht

Neben dem deftigen Auflauf „Ex- Schwiegermutter in Spe“ beinhaltet die dritte Ausgabe des beliebten Seenotretter-Kochbuchs erneut viele Kombüsen-Kuriositäten:

Kennen Sie zum Beispiel die „Schlickwurmpfanne“, „Huhn auf Dose“ oder die „Fischtorte“? Genießen Sie diese und weitere raffinierte Gerichte und lesen Sie dazu spannende Geschichten rund um Rettungsfahrten, Stationen, Kombüsen und Besatzungen an Bord.


Quelle und Fotos: www.seenotretter.de



Ab sofort in unserem Seenotretter- Shop erhältlich. http://seenotretter-shop.de/das-seenotretter-kochbuch.html



Und so gelingt das Gericht:
Filetauflauf à la Ex- Schwiegermutter in Spe


Zutaten:

- 1,5 kg Rinderfilet
(Schweine-, Hähnchen- oder Putenfilet eignet sich auch)
- 1 kg Zwiebeln
- 750 g frische Champignons
(Dosenpilze gehen auch, wenn Mann oder Frau keine Lust zum Schälen hat)
- 3 Becher Crème fraîche (normal oder Kräuter)
- 3 Becher Schlagsahne
- 2 Camemberts (Brie)
- Hühnerbrühe
- Paprikapulver
- Pfeffer
- Salz
- Cayennepfeffer


Zubereitung:

- Das Filet in kleine Stücke schneiden und anbraten. Nach dem Anbraten die Stücke beidseitig mit den Gewürzen und der Hühnerbrühe würzen und in eine Auflaufform schichten. Je nach Geschmack und Abkommen sollte mit dem Cayennepfeffer nicht gespart werden (Vorsicht: Für Kinder sollte eine separate Schüssel bestückt werden!).

- Die in halbe Ringe geschnittenen Zwiebeln in derselben Pfanne (wegen der Röstaromen) andünsten und bei perfekter Glasigkeit die geputzten und geschnittenen Champignons dazugeben. Nach dem Garen der Champignons die Crème fraîche und zwei Becher Schlagsahne hineingeben und aufkochen.

- Den Inhalt der Pfanne über die geschichteten Filetstücke in der Auflaufform geben, glattziehen und mit geschnittenen Camembertscheiben belegen. Den letzten Becher Sahne über alles geben, damit der französische Weichkäse bedeckt ist.

- Die Auflaufform in den auf 180 °C vorgeheizten Backofen schieben und ca. 20 Minuten backen – wenn der Weichkäse zerlaufen ist und der Sud blubbert, heraus damit!

»Dazu reiche Mann oder Frau gekochten
Reis. Salzkartoffeln gehen natürlich
auch, muss aber nicht«, meint Holger
Wolpers, der dieses Rezept auf die
Hermann Helms gebracht hat.

Angefügte Bilder:
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17.11.2015 18:18
#518 Seenotretter geben drei neue Rettungseinheiten für Freiwilligen-Stationen in Auftrag antworten

17.11.2015
Seenotretter geben drei neue Rettungseinheiten für Freiwilligen-Stationen in Auftrag

Die Seenotretter haben den Bau von drei neuen Seenotrettungsbooten für ihre Freiwilligen-Stationen an Nord- und Ostsee in Auftrag gegeben. Die Fassmer-Werft in Berne an der Unterweser wird die drei Rettungseinheiten im Laufe des Jahres 2017 an die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) abliefern. Die neuen Seenotrettungsboote sollen im Zuge der turnusgemäßen Modernisierung der Rettungsflotte ältere Einheiten ersetzen.

Es handelt sich um modifizierte Nachbauten der bewährten 9,5-/10,1-Meter-Klasse der DGzRS. Diese Klasse umfasst bereits heute 20 Einheiten, die auf unterschiedlichen Werften entstanden sind. Die Boote dieses Typs haben sich in zahlreichen Einsätzen auch unter extremen Bedingungen zur Zufriedenheit der Besatzungen in allen Revieren hervorragend bewährt. Die derzeit jüngste Einheit dieser Klasse wurde am 150. Geburtstag der DGzRS, dem 29. Mai 2015, auf dem Bremer Marktplatz getauft und in Neustadt in Holstein stationiert.

Die drei neuen Seenotrettungsboote mit den internen Bezeichnungen SRB 66, SRB 67 und SRB 68 werden die Vorgänger der Anfang bis Mitte der 1990er Jahre in Dienst gestellten 8,5-Meter-Klasse ersetzen. Auf welchen Stationen die neuen Einheiten ab 2017 zum Einsatz kommen werden, steht noch nicht fest. Gefahren werden alle drei von Freiwilligen-Besatzungen. Mehr als 800 der rund 1.000 Seenotretter an Nord- und Ostseeküste sind Freiwillige.

Wie alle Einheiten der DGzRS werden die neuen Seenotrettungsboote als Selbstaufrichter konstruiert und vollständig aus Aluminium im bewährten Netzspantensystem gebaut. Der Bootstyp zeichnet sich durch hohe Seetüchtigkeit aus. In Grundsee und Brandung besitzt er gute See-Eigenschaften, manövriert einwandfrei, übersteht heftige Grundstöße und ist in der Lage, dank des rundumlaufenden Fendersystems auch bei höheren Fahrtstufen und unter erschwerten Bedingungen bei Havaristen längsseits zu gehen.

Bei der Konstruktion wurden umfassende Sicherheitskriterien berücksichtigt. Die neuen Seenotrettungsboote werden mit modernster Navigationstechnik, leistungsstarken Schlepp- und Lenzgeschirren sowie einer umfangreichen Ausrüstung zur medizinischen Erstversorgung ausgestattet. Wie alle Rettungseinheiten der DGzRS werden sie ausschließlich durch freiwillige Zuwendungen finanziert.

Die Eckdaten der neuen Seenotrettungsboote:
• Länge über Alles: 10,1 Meter
• Breite über Alles: 3,61 Meter
• Tiefgang: 0,96 Meter
• Verdrängung: 8 Tonnen
• Geschwindigkeit: 18 Knoten (ca. 33 km/h)
• Besatzung: Freiwillige
• Antrieb: ein Propeller, 380 PS


Quelle und Foto: www.seenotretter.de


Indienststellung des jüngsten Seenotrettungsbootes HENRICH WUPPESAHL im Sommer 2015 in der Lübecker Bucht: Die Seenotretter haben jetzt den Auftrag zum Bau von drei weiteren Booten dieses Typs erteilt.

Angefügte Bilder:
csm_2015-11-17-Neue-Seenotrettungsboot-HENRICH-WUPPESAHL_7749a5032b.jpg  
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20.11.2015 23:43
#519 Ihre Spende bewegt uns - Ihre Geschichte auch antworten

20.11.2015
Ihre Spende bewegt uns - Ihre Geschichte auch

Persönliche Geschichten zum Seenotretter- Mosaik

Unser großes Seenotretter- Mosaik wächst und gedeiht!

Toll, dass so viele von Ihnen teilnehmen und Ihre Bilder hochladen.

Wir möchten noch viele Weitere für das Mosaik begeistern und stellen hier einige Teilnehmer vor. Sie berichten von ihren persönlichen Erfahrungen mit den Seenotrettern, von ihrer Motivation an der Aktion teilzunehmen oder was sie persönlich mit den Seenotrettern verbindet.

Möchten Sie auch Ihre ganz persönliche Geschichte hier erzählen? Dann laden auch Sie Ihr Bild in unser großes Seenotretter-Mosaik hoch. Jede Woche wählen wir einige Teilnehmer für diese Seite aus.

http://www.seenotretter.de/aktuelles/neu...eschichte-auch/


Quelle und Foto: www.seenotretter.de

Angefügte Bilder:
f4t31p182890n2_qdlOkavn.jpg  
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28.11.2015 04:04
#520 6. Tourismuspreis geht an die Seenotretter antworten

27.11.2015
6. Tourismuspreis geht an die Seenotretter

Im 150. Jahr ihres Bestehens hat die DGzRS am 25. November 2015 den zum sechsten Mal verliehenen Tourismuspreis Mecklenburg-Vorpommern erhalten. Mit dem Preis würdigt die Tourismusbranche des Landes das außergewöhnliche Engagement der Seenotretter, die sich in Gefahr begeben, um in Seenot Geratene zu retten – Touristen und Einheimische, Wassersportler und Berufsseeleute.

Stellvertretend für die Seenotretter nahm DGzRS-Geschäftsführer Nicolaus Stadeler den Preis im Rahmen des 25. Tourismustages in Rostock aus den Händen vom Vorsitzenden des Landestourismusverbandes, Jürgen Seidel, entgegen. Der Preis in Form einer vom Bildhauer Thomas Jastram gestalteten Bronzeplastik des Heiligen Christophorus, dem Schutzpatron der Reisenden, wird von der DKB-Stiftung getragen.

„Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger ist der Fels in der Brandung und der Rettungsanker für in Not Geratene in den deutschen Hoheitsgewässern der Nord- und Ostsee. Ihre haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter fahren raus auf schwere See, wenn andere sichere Häfen aufsuchen“, sagte Jürgen Seidel in seiner Laudatio.

In Mecklenburg-Vorpommern startete die DGzRS im Jahr 1990 mit elf Stationen neu. Heute betreibt sie im Nordosten 17 Stationen zwischen Poel und Ueckermünde mit rund 40 fest angestellten und rund 240 ehrenamtlichen Mitarbeitern. Allein zwischen Januar und Oktober dieses Jahres wurden vor Mecklenburg-Vorpommern 503 Einsätze registriert. Dabei wurden nach Angaben der DGzRS 139 Menschen aus Gefahrensituationen befreit; elf Menschen wurden aus Seenot gerettet.

http://www.seenotretter.de/aktuelles/neu...see-im-einsatz/

DGzRS-Geschäftsführer Nicolaus Stadeler sagte: „Unsere wichtigste Motivation ist: Menschen aus lebensbedrohlichen Situationen zu retten, in die jeder auf See auch ohne eigenes Verschulden sehr schnell geraten kann. Ohne unsere vielen Freunde und Förderer könnten unsere Besatzungen nicht hinausfahren. Der Tourismuspreis und die damit verbundene öffentliche Aufmerksamkeit tragen dazu bei, die Seenotretter in Mecklenburg-Vorpommern noch bekannter zu machen.“

Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger reiht sich ein in die Reihe verdienstvoller Persönlichkeiten und Institutionen, die den Tourismuspreis Mecklenburg-Vorpommern seit seiner Einführung vor sechs Jahren erhielten:

• 2010 Professor Gottfried Kiesow (†), Deutsche Stiftung Denkmalschutz Aktionsgemeinschaft „Freier Himmel“
• 2011 Professor Michael Succow, Biologe und Träger des Alternativen Nobelpreises
• 2012 Dr. Mathias von Hülsen, ehem. Intendant Festspiele Mecklenburg-Vorpommern, und Wolfgang Bordel, Intendant Vorpommersche Landesbühne
• 2013 Jost Reinhold, Jost-Reinhold-Stiftung
• 2014 Horst Rahe, Deutsche Seereederei
• 2015 Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger

Weitere Informationen: www.tmv.de/tourismuspreis

Bilder: Timo Roth


Quelle: www.seenotretter.de


DGzRS-Geschäftsführer Nicolaus Stadeler (r.) nahm den Preis im Rahmen des 25. Tourismustages in Rostock aus den Händen vom Vorsitzenden des Landestourismusverbandes, Jürgen Seidel (l.), entgegen.

V.l.n.r. Dr. Wolfgang Kraatz, stellv. Vorsitzender des Tourismusverbandes, Martin Honerla, Vorstandsmitglied, DGzRS-Geschäftsführer Nicolaus Stadeler, Jutta Ohlhöft und Jürgen Seidel, Vorsitzender des Landestourismusverbandes.


Bilder: Timo Roth

Angefügte Bilder:
csm_TR-151126-tourismustag-0176_80cc0ed5cb.jpg   csm_TR-20151126-tourismustag-01_b537f153da.jpg  
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30.11.2015 22:22
#521 Ihre Spende bewegt uns - Ihre Geschichte auch antworten

30.11.2015
Ihre Spende bewegt uns - Ihre Geschichte auch

Persönliche Geschichten zum Seenotretter-Mosaik

http://www.seenotretter.de/aktuelles/neu...eschichte-auch/


Quelle und Foto. www.seenotretter.de

Angefügte Bilder:
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02.12.2015 04:44
#522 Buch „Die Seenotretter – 150 Jahre DGzRS“ würdigt selbstlosen Einsatz auf Nord- und Ostsee antworten

01.12.2015
Buch „Die Seenotretter – 150 Jahre DGzRS“ würdigt selbstlosen Einsatz auf Nord- und Ostsee

Umfangreicher Band von Sven Claußen ist im Jubiläumsjahr der DGzRS erschienen.

„Die Voraussetzung für erfolgreiche Einsätze ist die ständige Bereitschaft erfahrener Seenotretter zum selbstlosen und aufopferungsvollen Einsatz auf See“, sagt Autor Sven Claußen. Dies gilt seit mehr als 150 Jahren für die Besatzungen der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS). Im Jubiläumsjahr hat Claußen ihnen mit seinem soeben erschienenen Buch „Die Seenotretter – 150 Jahre DGzRS“ ein überzeugendes Denkmal gesetzt.

An Bord des Seenotrettungskreuzers HERMANN RUDOLF MEYER/Station Bremerhaven stellte er den im Sutton-Verlag erschienenen Band am Dienstag, 1. Dezember 2015, der Öffentlichkeit vor. „Die Entwicklung vom Ruderrettungsboot zum modernen Seenotrettungskreuzer ist ein faszinierendes Beispiel für die Initiativkraft dieser Organisation“, sagt Claußen. Und er zieht seinen Hut vor den Besatzungen: „Trotz aller Technik bleibt der Mensch im Mittelpunkt.“

150 Jahre Seenotrettung in Deutschland sind ein guter Anlass, einen Blick auf die Geschichte der Seenotretter und die Entwicklung der Rettungseinheiten zu werfen. Claußen, der der DGzRS seit seiner Kindheit eng verbunden ist, tut dies ausführlich. 160 eigene Bilder sind in seinem Buch enthalten, dazu viele bisher selten gezeigte Aufnahmen aus dem DGzRS-Archiv.

Claußen erzählt aus der Geschichte und über die Arbeit der Seenotretter anhand beispielhafter Einsätze. Er stellt die Schiffe und die Rettungsschuppen vor. Er berichtet über Museumsboote und die Neuentwicklung von Rettungseinheiten ebenso wie über den Seenotrettungsdienst der DDR. Ein Bilderbogen über die Jubiläumsveranstaltungen der DGzRS Ende Mai/Anfang Juni 2015 mit rund 30.000 Besuchern in Bremen und Bremerhaven sowie eine Schiffsliste runden das Buch ab.

150 Jahre nach der Gründung steuern die Seenotretter klar Richtung Zukunft – Kurs: Menschen retten. „Stillstand bedeutet Rückschritt, und so ist zu hoffen, dass dieses Buch dazu beiträgt, neue Freunde und Förderer für die Arbeit der DGzRS zu gewinnen, damit die Seenotretter auch morgen noch rausfahren können, wenn andere reinkommen“, sagt DGzRS-Vorsitzer Gerhard Harder.

Das Buch „Die Seenotretter – 150 Jahre DGzRS“ ist erhältlich im Seenotretter-Shop. Von jedem verkauften Exemplar erhält die DGzRS einen Spendenanteil.

Die Seenotretter

Die DGzRS ist zuständig für den maritimen Such- und Rettungsdienst in den deutschen Gebieten von Nord- und Ostsee. Zur Erfüllung ihrer Aufgaben hält sie rund 60 Seenotrettungskreuzer und -boote auf 54 Stationen zwischen Borkum im Westen und Usedom im Osten einsatzbereit – rund um die Uhr, bei jedem Wetter. Jahr für Jahr fahren die Seenotretter mehr als 2.000 Einsätze, koordiniert von der SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS (MRCC = Maritime Rescue Co-ordination Centre).

Die gesamte unabhängige und eigenverantwortliche Arbeit der Seenotretter wird ausschließlich durch freiwillige Zuwendungen finanziert, ohne Steuergelder. Seit Gründung der DGzRS 1865 haben ihre Besatzungen rund 82.000 Menschen aus Seenot gerettet oder drohenden Gefahren befreit. Schirmherr der Seenotretter ist der Bundespräsident.

Der Autor

Sven Claußen wurde 1967 in Oldenburg i. O. geboren. Der promovierte Zahnarzt engagiert sich seit mehr als 15 Jahren ehrenamtlich an Land für die DGzRS. Schon seit seiner Jugend beschäftigt er sich mit den Seenotrettern und fotografiert seit fast 40 Jahren in seiner Freizeit die Rettungseinheiten, aber auch Schiffe ausländischer Schwesterorganisationen.

Seit 2007 veröffentlichte er sechs Bücher über die Schiffe der DGzRS, darunter zusammen mit einem weiteren Autor das dreibändige Standardwerk „Die Seenotkreuzer der DGzRS“. Claußen ist zudem Autor zahlreicher Artikel über Seenotrettungsboote und -kreuzer in Fachzeitschriften und veröffentlichte 2007 zusammen mit seinem Vater einen Bildband zur Stadtteilgeschichte in der Reihe Oldenburger Ansichten.

Das Buch
Sven Claußen: Die Seenotretter – 150 Jahre DGzRS
168 Seiten, ca. 230 Abbildungen, Format 22,7 x 27,4 cm, Hardcover
Euro 29,99
ISBN-13: 978-3-95400-561-1
Sutton-Verlag, Erfurt

Hinweis für Redaktionen
Ein Rezensionsexemplar können Journalisten anfordern beim Sutton-Verlag unter Tel. 0361/22168-60 oder -77, E-Mail: presse@suttonverlag.de.


Quelle und Fotos: www.seenotretter.de


Autor Sven Claußen (v. l.), Vormann Torsten Möllenberg und Markus Holzhauer vom Sutton-Verlag stellten heute Mittag auf dem Seenotrettungskreuzer HERMANN RUDOLF MEYER/Station Bremerhaven das Buch „Die Seenotretter – 150 Jahre DGzRS“ vor.

Auf der Brücke: Vormann Andreas Brensing (l.) im Gespräch mit Autor Sven Claußen

Seenotretter, Autor und Verlagsmitarbeiter auf dem Vorschiff der HERMANN RUDOLF MEYER

Angefügte Bilder:
2015-12-01-Buch-Die-Seenotretter-_1_.jpg   2015-12-01-Buch-Die-Seenotretter-_2_.jpg   2015-12-01-Buch-Die-Seenotretter-_3_.jpg  
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08.12.2015 04:30
#523 Klettern Sie mit: Spenden Sie Klettergurte für die Seenotretter antworten

07.12.2015
Klettern Sie mit: Spenden Sie Klettergurte für die Seenotretter

Sie finden, Klettergurte und Seenotretter passen nicht zusammen? Auch Seeleute müssen mal hoch hinaus! Wofür die neuen Gurte an Bord genutzt werden, erzählt André Rick im Interview. Er ist bei der DGzRS Fachkraft für Arbeitssicherheit.

Herr Rick, warum sind die neuen Klettergurte so wichtig?

André Rick: Auf unseren 20 Seenotrettungskreuzern sind regelmäßig Klettergurte im Einsatz. Das Salzwasser und die extremen Wetterverhältnisse an Bord setzen dem Material zusätzlich zur normalen Belastung zu. Daher müssen sie regelmäßig ersetzt werden. Ihre durchschnittliche Lebensdauer beträgt sechs bis zehn Jahre. Außerdem entwickelt sich auch auf diesem Gebiet die Technik rund um die Verarbeitung der Gurte immer weiter: Die Gurte werden komplexer und auch komfortabler. Und wir wollen ja unseren Seenotrettern immer die sicherste Ausrüstung an die Hand geben.


Welche besonderen Eigenschaften haben die Gurte, die jetzt angeschafft werden?

André Rick: Die Sicherheit unserer Seenotretter steht für uns immer an erster Stelle. Deshalb achten wir auch bei den Klettergurten auf beste Qualität und einfache Handhabung. Die neuen Gurte zeichnen sich durch sehr gute Polsterungen im Schulter-, Bein- und Beckenbereich aus und eignen sich daher optimal für Arbeiten im Sitzen. Die neuen Klettergurte gewährleisten zudem den nötigen Halt und Schutz unserer Besatzungen bei Arbeiten auch an schwer zugänglichen Positionen. Dennoch sind sie leicht und intuitiv anzulegen.


Wofür werden die Gurte an Bord benötigt?
André Rick: In erster Linie für Wartungsarbeiten am Schiff. Die Ausrüstung, der Seenotrettungskreuzer und die Technik an Bord müssen immer perfekt in Schuss sein, damit bei einem Einsatz alles perfekt funktioniert und die Sicherheit von Besatzung und Schiff auch in extremen Gefahrensituationen auf See gewährleistet ist.
Die Seenotretter kontrollieren und warten daher ständig ihre gesamte Ausrüstung und den Kreuzer.
Sie können mit Hilfe der neuen Gurte sicher und dennoch frei arbeiten, und zum Beispiel am Mast Antennen und Glühbirnen auch an schwer zugänglichen Stellen kontrollieren und austauschen.
Der Klettergurt mit integriertem Rohrhaken und Bandfalldämpfer als Verbindungsmittel sorgt für die notwendige Sicherheit und vor allem für die Dämpfung im Falle eines Sturzes.


Spenden Sie jetzt Klettergurte für die Seenotretter!

Die Seenotretter kaufen 20 Klettergurte für die Seenotrettungskreuzer. Und Sie können helfen: Finanzieren Sie einen Klettergurt inklusive Rohrhaken und Falldämpfer im Wert von 216,34€.

Das Besondere: Wenn Sie wollen, geht Ihr Name oder der eines geliebten Menschen „mit auf Klettertour“. Wichtig: Tragen Sie dafür den Betrag für einen Gurt in das entsprechende Feld in unserem Spendenlotsen ein. Als Verwendungszweck schreiben Sie bitte das Kennwort KLETTERGURT sowie Ihren Namen oder den Namen eines lieben Menschen, für den Sie diese Spende übernehmen und dessen Name Sie auf den Gurt drucken lassen möchten.


Quelle und Fotos: www.seenotretter.de


Die Seenotretter auf der HERMANN HELMS bei Arbeiten im Mast - gut gesichert durch einen Klettergurt

Das professionelle Klettergeschirr ermöglicht den Besatzungen sicheres Arbeiten – auch an schwer zugänglichen Stellen.

Auf dem Rückenpolster des Klettergurtes ist Platz für ein Namensschild – vielleicht mit Ihrem Namen?!

Angefügte Bilder:
Bild_4-_Mast_zu_Zweit_klein.jpg   Bild_6-_Gurt_hinten_klein.jpg   Bild_7-_Seite_Schriftzug_Schiff_klein.jpg  
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08.12.2015 04:44
#524 Johann Bünting-Stiftung spendet 7.500 Euro antworten

07.12.2015
Johann Bünting-Stiftung spendet 7.500 Euro

Bei einem Treffen in der Bremer Zentrale der Seenotretter hat Frank Wietjes, Vorstandsmitglied der Johann Bünting-Stiftung, jüngst einen symbolischen Spendenscheck in Höhe von 7.500 Euro an DGzRS-Geschäftsführer Nicolaus Stadeler überreicht. Dadurch möchte das Handelsunternehmen unter anderem auf die unermüdliche Arbeit der freiwilligen und fest angestellten Seenotretter aufmerksam machen.

„Mit der Johann Bünting-Stiftung haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, den Menschen in der Region zu helfen. Und dazu gehört es natürlich auch, die Menschen zu unterstützen, die selber sehr viel Hilfe leisten“, sagte Frank Wietjes. Bereits seit einigen Jahren besteht durch die Eigenmarke „Küstengold“ eine Kooperation zwischen der Bünting Unternehmensgruppe und der DGzRS.

„Wir freuen uns sehr, einen solch starken Partner wie die Bünting Unternehmensgruppe an unserer Seite zu haben. Diese Unterstützung ist sehr wichtig für uns, denn die Seenotretter finanzieren sich ausschließlich durch Spenden. Auch zeigt das Engagement, wie vielfältig die individuellen Möglichkeiten sind, sich für uns einzusetzen“, sagte DGzRS-Geschäftsführer Nicolaus Stadeler.

Die Johann Bünting-Stiftung wurde 2006 anlässlich des 200-jährigen Jubiläums der Bünting Unternehmensgruppe gegründet. Im Bewusstsein seiner gesellschaftlichen Verantwortung unterstützt das Unternehmen über die Stiftung soziale und kulturelle Projekte in der Region. Sie wollen die Seenotretter auch unterstützen? Dann spenden Sie online oder per Überweisung auf unser Spendenkonto: Sparkasse Bremen, BIC: SBREDE22, IBAN: DE36 2905 0101 0001 0720 16.


Quelle und Foto. www.seenotretter.de


Nicolaus Stadeler (l.) nimmt auf dem Museumskreuzer H.-J. KRATSCHKE einen symbolischen Spendenscheck von Frank Wietjes entgegen.

Angefügte Bilder:
2015-11-13-Spende-Buenting.jpg  
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13.12.2015 19:19
#525 Weihnachten an Bord antworten

10.12.2015
Weihnachten an Bord

Wenn sich ganz Deutschland für ein paar besinnliche Feiertage zurückzieht, bleiben sie rund um die Uhr einsatzbereit: die Männer und Frauen der DGzRS. Dass die Weihnachtszeit dennoch an den Seenotrettern nicht spurlos vorbeizieht, zeigt unsere kleine Fotogalerie.

Um auch etwas Weihnachtsstimmung an Bord zu bekommen, muss man schon Improvisationstalent haben. Sei es ein kleiner Plastikbaum in der Messe oder gar eine echte kleine Nordmanntanne am Vorschiff. Das Symbol weihnachtlicher Tradition sollte schon wirklich sturmfest sein und darf die Einsatzfähigkeit der Schiffe nicht beeinträchtigen.

Die Seenotretter sind an 365 Tagen im Jahr einsatzbereit. So verbringen einige von ihnen auch die eigentlichen Feiertage an Bord. In der weihnachtlich geschmückten Messe tritt dann auch etwas Besinnlichkeit ein. Doch ein Ohr bleibt immer am Funk, der ständig im Hintergrund mitläuft.

http://www.seenotretter.de/aktuelles/neu...achten-an-bord/


Quelle und Foto: www.seenotretter.de

Angefügte Bilder:
DGzRSNikolausAktion-YS6T0266.jpg  
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