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 Wissenswertes über Langeoog
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03.02.2017 10:10
#616 Strandgut für die Seenotretter antworten

02.02.2017
Strandgut für die Seenotretter

Auf dem Tresen der Langeooger Vinothek „Weinperle“ im Restaurant „He‘ Tant“ steht seit einigen Tagen ein großer Getränkespender mit einem besonderen Inhalt: Er ist gelb, orange, lila oder blau und ist aus Plastik – es sind die Langeooger Überraschungseier.

Winzer und Weinhändler Bernd Frech bietet sie seinen Kunden zum Mitnehmen an. Im Gegenzug bittet er um eine Spende für die Seenotretter. Und viele Gäste beladen das aufgestellte Sammelschiffchen mit mehr als den vorgeschlagenen 50 Cent pro Plastikkapsel. Bis Ostern möchte er seine 1.000 Ü-Eier an die Frau oder den Mann gebracht haben. Einen ersten Nachahmer gibt es auch schon: Michael Recktenwald griff die Idee seines Kollegen auf und hat das Angebot im Panorama-Restaurant „Seekrug“ um die Plastik-Eier erweitert.

Die Überraschungseier hatte ein Frachter der dänischen Reederei Maersk am 4. Januar 2017 auf seiner Fahrt von Rotterdam nach Bremerhaven im Sturmtief „Alex“ verloren. Wind und Wellen hatten die Plastikkapseln anschließend an den Langeooger Strand gespült. Dort waren sie zu einem ernst zu nehmenden Umweltproblem geworden. Touristen, Anwohner, der Insel-Kindergarten und Helfer, die extra vom Festland angereist waren, sammelten die Ü-Eier ein. Sie füllten sie entweder in bereitgestellte Müllsäcke oder nahmen das Strandgut mit nach Hause. Und Bernd Frech sowie Michael Recktenwald nutzen sie für eine Spendenaktion.

Sie wollen die Seenotretter auch unterstützen? Dann spenden Sie online oder per Überweisung auf unser Spendenkonto: Sparkasse Bremen, BIC: SBREDE22, IBAN: DE36 2905 0101 0001 0720 16.

https://www.seenotretter.de/aktuelles/da...e-seenotretter/


Quelle und Logo: www.seenotretter.de

Angefügte Bilder:
150_Jahre_DGzRS_140507.png  
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04.02.2017 17:17
#617 Prüfen, drehen und montieren antworten

03.02.2017
Prüfen, drehen und montieren

In den vergangenen Wochen haben die Schiffbauer den 10,1 Meter langen Rumpf des neuen Seenotrettungsbootes SRB 69 mit präzise vorgeschnittenen Aluminiumplatten beplankt. Anschließend haben sie ihn gedreht und die Schweißnähte geprüft. Parallel setzen sie ebenfalls aus vielen kleinen und großen Einzelteilen das Deckshaus zusammen. (Fotos: Tamsen Maritim)

Die zwei neuen Seenotrettungsboote mit den internen Bezeichnungen SRB 69 und SRB 70 für Freiwilligen-Stationen entstehen bei Tamsen Maritim in Rostock. Sie sollen im Herbst 2017 und Anfang 2018 abgeliefert werden. Beide Einheiten sind modifizierte Nachbauten der bewährten 9,5-/10,1-Meter-Klasse. Im Rahmen der ständigen Modernisierung ersetzen sie Vorgänger, die mehr als 25 Jahre im Einsatz waren.

https://www.seenotretter.de/aktuelles/ne...-und-montieren/


Quelle und Foto: www.seenotretter.de


Liegt bereits auf dem Kiel: der 10,1 Meter lange Rumpf des neuen Seenotrettungsbootes.

Angefügte Bilder:
WTB_SRB69_70_02_01.jpg  
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04.02.2017 17:17
#618 Neuer Seenotrettungskreuzer BERLIN offiziell auf der Station Laboe in Dienst gestellt antworten

04.02.2017
Neuer Seenotrettungskreuzer BERLIN offiziell auf der Station Laboe in Dienst gestellt

Ministerpräsident Albig: „Seenotretter leisten unverzichtbare Arbeit“

Der neue Seenotrettungskreuzer BERLIN hat auf der Station Laboe seinen Dienst aufgenommen. Mehr als 700 Freunde und Förderer der Seenotretter nahmen am Samstag, 4. Februar 2017, anlässlich der offiziellen Indienststellung die Gelegenheit wahr, die modernste Rettungseinheit der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) zu besichtigen. Unter ihnen war auch der Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein, Torsten Albig.

Die neue BERLIN hat in Laboe ihre 32 Jahre alte Vorgängerin gleichen Namens ersetzt. Sie wurde, wie die gesamte Arbeit der Seenotretter, ausschließlich durch freiwillige Zuwendungen finanziert. Der kurz vor Weihnachten getaufte Neubau ist der zweite der neu entwickelten 28-Meter-Seenotrettungskreuzer. Diese Klasse ist der leistungsfähige Nachfolgetyp für die zwischen 1985 und 1992 in Dienst gestellten 27,5-Meter-Einheiten.

Viele Gäste, darunter die Partner der Seenotretter auf und über See, Vertreter von Behörden, Vereinen und Verbänden sowie der Politik, nutzen die Gelegenheit, die 28 Meter lange, 6,20 Meter breite, fast 4.000 PS starke und 24 Knoten schnelle BERLIN zu besichtigen. „Die moderne Technik, aber vor allem die unabhängige, rein spendenfinanzierte Organisationsform der Seenotretter und ihre freiwillige, überwiegend ehrenamtliche Arbeit beeindrucken mich. Sie leisten eine unverzichtbare Arbeit für die Sicherheit von Berufsseeleuten sowie Wassersportlern vor unseren Küsten“, sagte Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig in Laboe.

Besondere Merkmale der rund um die Uhr mit vier Seenotrettern besetzten BERLIN sind eine umfassende Ausrüstung zur medizinischen Erstversorgung an Bord, eine Feuerlöschpumpe mit ferngelenktem Monitor zur Bekämpfung von Bränden auf See und die Fähigkeit, sich im Falle des Durchkenterns innerhalb weniger Sekunden selbst wieder aufzurichten. In der Heckwanne führt sie das gut acht Meter lange Tochterboot STEPPKE mit sich.

Für die Besatzung ändert sich mit dem neuen Schiffstyp einiges: Im Gegensatz zu ihrer Vorgängerin verfügt die neue BERLIN über eine geschlossene Brücke. Den Schiffbauern ist es gelungen, eine hervorragende Rundumsicht zu gewährleisten und auch einen speziellen Arbeitsplatz für die Einsatzkoordinierung auf der Brücke zu integrieren.

Schauspielerin Meret Becker, in Bremen geborene und in Berlin lebende Stieftochter des 2013 verstorbenen Seenotretter-„Bootschafters“ Otto Sander, hatte die BERLIN am 17. Dezember 2016 in Bremen getauft. STEPPKE erhielt ihren Namen von der Seenotretter-begeisterten achtjährigen Tessa Mielitz, die im Urlaub schon oft bei den Laboer Rettungsmännern zu Besuch war.

Die Begrüßung in Laboe am 15. Januar hatten die Freiwillige Feuerwehr Laboe mit Martinshorn und Wasserfontänen sowie der Verein „Ole Schippn“ mit Shanty-Klängen stimmungsvoll in Szene gesetzt. Bereits drei Tage später hatte die neue BERLIN bei ihrem ersten Einsatz ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis gestellt. Dabei kam sie in der Kieler Bucht einem an Bord eines Frachters schwer erkrankten Seemann zu Hilfe.

Laboe ist die einsatzreichste Station der Seenotretter mit jährlich 130 bis 150 Alarmierungen. Mehr als 13.000 Berliner spenden regelmäßig für ihre Arbeit, und rund 400 Sammelschiffchen haben ihren „Liegeplatz“ in der Bundeshauptstadt. Viele Berliner sind zudem Wassersportler auf der Kieler Förde oder verbringen an den Stränden im Revier der BERLIN ihren Urlaub

https://www.seenotretter.de/aktuelles/ne...ienst-gestellt/


Quelle und Foto: www.seenotretter.de


Vormann Michael Müller (v. l.), Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig und DGzRS-Vorsitzer Gerhard Harder an Bord der BERLIN vor Laboe bei der offiziellen Indienststellung

Zur offiziellen Indienststellung der neuen BERLIN (M.) ...

Angefügte Bilder:
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18.02.2017 02:20
#619 Vom „Kopf“ auf die „Füße“ antworten

17.02.2017
Vom „Kopf“ auf die „Füße“

In der ersten Bauphase liegt der Seenotrettungskreuzer kieloben. Das hat einen entscheidenden Vorteil: Die Schiffbauer müssen die Aluminiumplatten nicht von unten an das Netzspantengerüst drücken, sondern können sie zum Verschweißen einfach darauflegen. Hierdurch wird höchste Präzision erreicht. Sobald die Arbeiten erledigt sind, kommt es zu einer unerlässlichen Etappe beim Bau: Der Rumpf muss gedreht werden.

Die nächste 20-Meter-Einheit löst auf Wunsch des Spenders Ende 2017 auf der vorpommerschen Insel Greifswalder Oie die EUGEN ab, die dann nach Norderney verlegt wird. Die bisher dort stationierte BERNHARD GRUBEN soll in Hooksiel die dann 28 Jahre alte VORMANN STEFFENS ablösen.

Der neue Seenotrettungskreuzer SK 38 wird ein Schwesterschiff der bereits im Dienst befindlichen Einheiten EISWETTE/Station Nordstrand (Baujahr 2009), EUGEN/Station Greifswalder Oie (2009), THEODOR STORM/Station Büsum (2011) und PIDDER LÜNG/Station List (2013). Wie alle Schiffe der DGzRS wird er als Selbstaufrichter konstruiert.

https://www.seenotretter.de/aktuelles/ne...auf-die-fuesse/


Quelle und Foto: www.seenotretter.de


Mit den beiden Hallenkränen haben die Schiffbauer den komplett beplankten Rumpf von der Baulehre (Platz, auf dem ein Schiff gebaut wird) auf die Pallungen gehoben.

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23.02.2017 06:30
#620 Auf See geblieben antworten

23.02.2017
Auf See geblieben

Vor 50 Jahren verunglückte die ADOLPH BERMPOHL im Orkaneinsatz vor Helgoland – Drei Fischer und vier Seenotretter kamen dabei ums Leben

Jeder Seenotretter weiß: Kein Einsatz ist frei von Risiken. Jede noch so moderne Technik kann den unvorstellbaren Gewalten der See unterliegen. Der Öffentlichkeit schmerzlich bewusst wurde dies 1995, als zwei Rettungsmänner des Seenotrettungskreuzers ALFRIED KRUPP ums Leben kamen, und beim Unglück der ADOLPH BERMPOHL am 23. Februar 1967, vor 50 Jahren. Damals verloren drei zuvor gerettete niederländische Fischer und vier Seenotretter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) ihr Leben.

Wilma Landman (71) streicht im Hafen von Termunterzijl über das Namensschild des Schiffes, auf dem sie ihren Ehemann Jakob Vos damals in Sicherheit wähnte. Die Seenotretter haben die Originalschilder des Seenotrettungskreuzers ADOLPH BERMPOHL und ihres Tochterbootes VEGESACK an den Ort gebracht, an den der Fischkutter „Burgemeester van Kampen“ nie zurückkehrte.

Der Kutter geriet am 23. Februar 1967 im Orkan vor Helgoland in Seenot. Zwar retteten die vier Seenotretter der ADOLPH BERMPOHL die drei Fischer. Doch vor der Rückkehr in den sicheren Hafen kamen alle sieben ums Leben: die Fischer Jakob Vos (28), Schelto Westerhuis (27) und Rommert Bijma (32) sowie die Seenotretter Vormann Paul Denker (54), Hans-Jürgen Kratschke (27), Otto Schülke (53) und Günter Kuchenbecker (38).


„Burgemeester van Kampen“ funkt „Mayday“

Sieben DGzRS-Einheiten waren an diesem Tag im Einsatz, auch die erst anderthalb Jahre zuvor in Dienst gestellte ADOLPH BERMPOHL. Mit starkem Wassereinbruch hatte die „Burgemeester van Kampen“ nördlich von Helgoland „Mayday“ (unmittelbare Lebensgefahr) gefunkt. Nichts deutete während und nach der Rettung mit dem Tochterboot VEGESACK im Funkverkehr auf das bevorstehende Unheil hin. Die erfahrenen Seenotretter meisterten die Lage in der fürchterlich tosenden See mit beeindruckender, unerschütterlicher Ruhe. Sie meldeten die erfolgreiche Rettung der Fischer und hoben den Seenotfall auf.

Vermutlich jedoch war die Verfassung der Schiffbrüchigen derart schlecht, dass sie es wagen mussten, die Fischer entgegen der ursprünglichen Absicht von der VEGESACK auf die ADOLPH BERMPOHL zu übernehmen. Nur auf dem Seenotrettungskreuzer selbst war eine Versorgung in geheizten Räumen möglich. Dabei muss eine fürchterliche Grundsee die beiden Schiffe überrollt haben, die die Männer in die Tiefe riss und das Tochterboot unter dem Seenotrettungskreuzer begrub. Die Küstenfunkstellen riefen die ADOLPH BERMPOHL ununterbrochen. Es kam keine Antwort mehr.


„Schlimmste Erinnerung, die ich habe“

In der Morgendämmerung fand der Helgoland-Versorger „Atlantis“ den beschädigten, aber auf ebenem Kiel treibenden Seenotrettungskreuzer südlich von Helgoland. „Diese Momente neben dem dunklen Schiff, ohne zu wissen, ob nicht doch noch einer schwer verletzt drin liegt, das ist mit die schlimmste Erinnerung, die ich habe“, sagt Hinrich Pick (75), damals Steuermann der „Atlantis“. Ein Frachter fand am nächsten Tag das kieloben treibende Tochterboot. Beide Schiffe waren menschenleer.

In der Seeamtsverhandlung wurde festgestellt, dass die erfahrenen Seenotretter keine Chance hatten. Die Rettungseinheiten seien außergewöhnlichsten Beanspruchungen gewachsen, aber: „Hier war die Natur gewaltiger als der Mensch.“

Im vergangenen Jahr wurde in Termunterzijl ein Denkmal für alle auf See gebliebenen Fischer aufgestellt. Darauf sind auch die Namen der vier deutschen Seenotretter zu lesen. Die drei Fischer und sie hinterließen ihre Frauen und insgesamt acht Kinder. Nur fünf der Seeleute wurden gefunden, einen Fischer und einen Seenotretter hat die See behalten.

Gedenkveranstaltung auf Helgoland
Mit dem Schicksal der ADOLPH-BERMPOHL-Besatzung erinnern sich die Seenotretter an alle 45 Rettungsmänner, die in den 152 Jahren des Bestehens der DGzRS im Einsatz auf See geblieben sind. Am 23. Februar 2017 findet in der St.-Nicolai-Kirche auf Helgoland eine Gedenkandacht der Seenotretter statt, zu der die Öffentlichkeit herzlich eingeladen ist. Beginn ist um 14 Uhr, so dass für Besucher vom Festland die An- und Abreise per Fährschiff von und nach Cuxhaven am gleichen Tag möglich ist.

Buch „Das Drama der TM 1 und ADOLPH BERMPOHL“
Der niederländische Autor Hans Beukema hat Ende 2016 das Buch „De ramp met de TM 1 en Adolph Bermpohl“ veröffentlicht. Soeben ist die deutsche Ausgabe „Das Drama der TM 1 und ADOLPH BERMPOHL. Retter und Gerettete verloren ihr Leben“ erschienen. Sie ist exklusiv im Seenotretter-Shop zum Preis von 14,50 Euro (inkl. 1 Euro Spendenanteil) erhältlich.

https://www.seenotretter.de/aktuelles/ne...-see-geblieben/


Quelle und Foto: www.seenotretter.de


Wilma Landman, Witwe des Kapitäns der „Burgemeester van Kampen“, mit den Original-Namensschildern des Seenotrettungskreuzers vor dem Denkmal für auf See gebliebene Fischer und die deutschen Seenotretter in Termunterzijl

Der Seenotrettungskreuzer ADOLPH BERMPOHL wird am Morgen nach dem Unglück vom 23. Februar 1967 beschädigt in der Nordsee treibend gefunden und eingeschleppt.

Der freiwillige Seenotretter Hinrich Pick mit einem Modell der ADOLPH BERMPOHL. Als Steuermann der „Atlantis“ fand er am Morgen nach dem Unglück den führerlos in der Nordsee treibenden Seenotrettungskreuzer. Foto: Peter Neumann, www.ypscollection.de

Angefügte Bilder:
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23.02.2017 21:21
#621 Es geht voran antworten

22.02.2017
Es geht voran

In den vergangenen Wochen haben die Schiffbauer vor allem im Inneren des neuen Seenotrettungskreuzers gearbeitet und sich mit vielen Details beschäftigt: Schreiner setzten die Wände der Kammer zusammen, Elektriker verlegten viele Meter Kabel, Lackierer sorgten für die richtige Farbe und, und, und ...

SK 37 ist das dritte Schiff der völlig neu konstruierten 28-Meter-Klasse, die nach und nach die bewährte 27,5-Meter-Klasse ersetzen wird. Das Typschiff hatten die Seenotretter zu ihrem 150-jährigen Bestehen Ende Mai 2015 auf den Namen ERNST MEIER-HEDDE getauft und auf Amrum stationiert. Die zweite Rettungseinheit der Klasse soll zum Jahreswechsel 2016/2017 den derzeitigen Seenotrettungskreuzer BERLIN auf der Station Laboe ersetzen.

Der jüngste Neubau soll nach seiner Ablieferung im Sommer 2017 die viel befahrene Elbmündung sichern und die 1985 gebaute HERMANN HELMS auf der Station Cuxhaven ablösen. Dieses Revier gehört zu den am stärksten frequentierten Seeschifffahrtsstraßen der Welt.

Freunde und Förderer der Seenotretter können auch für den jüngsten Neubau spenden, indem sie das Stichwort SK 37 online oder auf einer Überweisung angeben.

https://www.seenotretter.de/aktuelles/ne.../es-geht-voran/


Quelle und Foto: www.seenotretter.de


Schön weiß: Der Aufbau ist bereits grundiert.

Angefügte Bilder:
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27.02.2017 21:00
#622 Einmal um die Welt antworten

27.02.2017
Einmal um die Welt: Sammelschiffchen von Weltumseglerin Mareike Guhr kehrt in die Seenotretter-Zentrale nach Bremen zurück

Eine ungewöhnliche Spende nahmen die Wachleiter der SEENOTLEITUNG BREMEN der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) kürzlich entgegen: Weltumseglerin Mareike Guhr (48) brachte ein bunt gefülltes Sammelschiffchen zurück nach Bremen. Es hatte sie den Großteil ihrer viereinhalbjährigen Weltumsegelung an Bord des Katamarans „La Medianoche“ begleitet.

Vor genau fünf Jahren – im Februar 2012 – hatte Hamburgerin Mareike Guhr das Sammelschiffchen bei den Seenotrettern in Bremen abgeholt und der SEENOTLEITUNG BREMEN schon einmal einen Besuch abgestattet. Damals stand ihre Weltumsegelung noch bevor. Nun nutzte sie einen Vortragstermin über ihre Reise in Bremen, um das Sammelschiffchen wieder „anzulanden“.


Insgesamt über 450 Euro in Währungen aus zahlreichen Ländern dieser Erde befanden sich in Münzen und Scheinen in dem kleinen Spendenschiffchen. Mareike Guhr hat rund 45.000 Seemeilen (ca. 80.000 Kilometer) in viereinhalb Jahren zurückgelegt, dabei 37 verschiedene Länder und 143 Inseln besucht sowie 140 Mitsegler auf Teilstrecken an Bord gehabt. In ungezählten Häfen war das Sammelschiffchen auf „Landgang“ dabei.


„Bei uns treffen nicht nur die Notrufe von Schiffen aus dem deutschen Such- und Rettungsgebiet ein. Auch deutsche Schiffe aus aller Welt, die in Schwierigkeiten sind, melden sich bei uns“, sagt Wachleiter Olaf Salzbrunn, der zufällig beim ersten Besuch der Seglerin vor fünf Jahren ebenfalls in der SEENOTLEITUNG auf Wache war. „Wir freuen uns, dass wir in der ganzen Zeit von Mareike nichts gehört haben und sie gut heimgekehrt ist.“


„Ich selbst bin zum Glück nie in eine wirklich gefährliche Situation geraten“, berichtet Mareike Guhr, „aber ich habe von vielen Notfällen von Seglern gehört und selbst erlebt, wie im Sturm ein Segelboot untergangen ist. Für mich war es ein beruhigender Gedanke, dass mit der SEENOTLEITUNG BREMEN in Not immer ein Ansprechpartner für mich erreichbar gewesen wäre“, sagte die Seglerin.


Das Sammelschiffchen begleitete sie vor allem auch als Symbol für die internationale Zusammenarbeit der Seenotretter weltweit. Neben 2.019 Einsätzen im Jahr 2016 in den deutschen Gebieten von Nord- und Ostsee war die SEENOTLEITUNG BREMEN darüber hinaus in 231 Seenotfällen international im Interesse der deutschen Schifffahrt unterstützend oder initiativ tätig. Dabei handelte es sich überwiegend um deutsche Schiffe, die irgendwo auf den Weltmeeren in einer Notsituation die Unterstützung der deutschen Rettungsleitstelle See benötigten.

https://www.seenotretter.de/aktuelles/da...otretter-zentr/


Mareike Guhr wird noch bei weiteren Vortragsterminen von ihren Erlebnissen auf der Weltumsegelung berichten. Mehr dazu hier auf ihrer Website.

http://www.magsail.de/de/projekt/magsail.php


Quelle und Foto: www.seenotretter.de


Mareike mit "ihrem" Sammelschiffchen

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01.03.2017 02:40
#623 4.000 PS für den Einsatz auf der Nordsee antworten

28.02.2017
4.000 PS für den Einsatz auf der Nordsee

Mit Hilfe einer „Laufkatze“, einer Seilwinde und eines Flaschenzuges haben Schiffbauer die beiden Motoren in den Maschinenraum von SK 37 eingesetzt. Die beiden Kraftpakte werden zukünftig mit ihren insgesamt 4.000 PS den Seenotrettungskreuzer auf fast 24 Knoten (ca. 45 km/h) beschleunigen.

SK 37 ist das dritte Schiff der völlig neu konstruierten 28-Meter-Klasse, die nach und nach die bewährte 27,5-Meter-Klasse ersetzen wird. Das Typschiff hatten die Seenotretter zu ihrem 150-jährigen Bestehen Ende Mai 2015 auf den Namen ERNST MEIER-HEDDE getauft und auf Amrum stationiert. Die zweite Rettungseinheit der Klasse soll zum Jahreswechsel 2016/2017 den derzeitigen Seenotrettungskreuzer BERLIN auf der Station Laboe ersetzen.

Der jüngste Neubau soll nach seiner Ablieferung im Sommer 2017 die viel befahrene Elbmündung sichern und die 1985 gebaute HERMANN HELMS auf der Station Cuxhaven ablösen. Dieses Revier gehört zu den am stärksten frequentierten Seeschifffahrtsstraßen der Welt.

Freunde und Förderer der Seenotretter können auch für den jüngsten Neubau spenden, indem sie das Stichwort SK 37 online oder auf einer Überweisung angeben.

https://www.seenotretter.de/aktuelles/ne...uf-der-nordsee/


Quelle: www.seenotretter.de


Ein Werftarbeiter befestigt die Schäkel am Backbordmotor.

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02.03.2017 20:30
#624 Auf Tour für die Seenotretter antworten

02.03.2017
Auf Tour für die Seenotretter

Es ist schwer und bis zur Ladeluke gefüllt: Klaus Lages Sammelschiffchen. Der Musiker und Seenotretter-„Bootschafter“ ist im Februar 2017 mit seinem aktuellen Album „Blaue Stunde“ auf Konzerttour gewesen. Wie immer sammelte er bei seinen Auftritten für die DGzRS – dieses Mal kamen fast 700 Euro zusammen.

„Vor der Pause spielen wir meinen Seenotretter-Song ‚Volle Kraft voraus‘, und ich erzähle ein bisschen über die Arbeit der Besatzungen“, sagt Klaus Lage bei seinem Besuch am 28. Februar 2017 in der DGzRS-Zentrale in der Bremer Neustadt. Er ist schnell mal mit dem Fahrrad vorbeigekommen, um das Sammelschiffchen leeren zu lassen. Denn seine zum Teil ausverkaufte Tour geht Mitte März weiter.
Mit seiner Band „Gute Gesellschaft“ tritt er dann unter anderem in Bremerhaven, Magdeburg und Hamburg auf.

Und so viel ist jetzt schon sicher: „Ich werde weitersammeln“, verspricht Klaus Lage. Der Wahlbremer setzt sich seinen Helm auf, schwingt sich auf sein Fahrrad, winkt zum Abschied kurz und macht sich mit dem geleerten Sammelschiffchen auf den Weg nach Hause.

Sie wollen die Seenotretter auch unterstützen? Dann spenden Sie online oder per Überweisung auf unser Spendenkonto: Sparkasse Bremen, BIC: SBREDE22, IBAN: DE36 2905 0101 0001 0720 16.

https://www.seenotretter.de/aktuelles/da...e-seenotretter/


Quelle und Foto. www.seenotretter.de


Klaus Lage freut sich über die vielen Spenden seiner Fans.

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03.03.2017 22:22
#625 Schwimmt schon antworten

03.03.2017
Schwimmt schon

Nicht einmal mehr einen Monat, dann ist es soweit: Das neue Seenotrettungsboot für die Freiwilligen-Station Juist wird am 1. April 2017 getauft. Im Moment sind die Schiffbauer dabei, SRB 66 bei Probefahrten auf Herz und Nieren zu prüfen. Alle Tests mit dem kompakten Spezialschiff verliefen bisher positiv.

Die drei neuen Seenotrettungsboote sind modifizierte Nachbauten der bewährten 9,5-/10,1-Meter-Klasse der DGzRS mit den internen Bezeichnungen SRB 66, SRB 67 und SRB 68. Sie werden im Zuge der turnusgemäßen Modernisierung der Rettungsflotte die Vorgänger der Anfang bis Mitte der 1990er Jahre in Dienst gestellten 8,5-Meter-Klasse ersetzen. SRB 66 wird ab Frühjahr 2017 auf der Station Juist zum Einsatz kommen. Gefahren werden alle drei von Freiwilligen-Besatzungen.

https://www.seenotretter.de/aktuelles/ne...schwimmt-schon/


Quelle und Foto: www.seenotretter.de


Fest vertäut: SRB 66 am Schwimmsteg im Sielhafen bei der Fassmer-Werft in Berne-Motzen.

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06.03.2017 18:18
#626 Im Packeis vor Langeoog: Seenotretter vor 75 Jahren letztmalig mit Ruderrettungsboot im Einsatz antworten

05.03.2017
Im Packeis vor Langeoog: Seenotretter vor 75 Jahren letztmalig mit Ruderrettungsboot im Einsatz

Mit heute kaum vorstellbaren Strapazen und Gefahren ist der Einsatz der Seenotretter viele Jahrzehnte lang verbunden gewesen: In offenen Ruderrettungsbooten stellten sich die Rettungsmänner der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) den Naturgewalten der See entgegen. Vor 75 Jahren waren die Seenotretter zum letzten Mal mit einem Ruderrettungsboot im Einsatz. Die Rettungsfahrt im Packeis vor Langeoog gehört zu den wohl schwersten in der Geschichte der Seenotretter.

Zum 150-jährigen Bestehen der DGzRS 2015 erinnerte sich der 92-Jährige Gerhard Johannsen, einer der letzten Zeitzeugen, an die Ereignisse von damals:

„Am 5. März 1942 strandete der Lotsendampfer ,Rüstringen‘ im gefährlichen Mahlsand vor Langeoog. Wintersturm aus Ost mit Stärke 8 bis 10 wühlte die See auf. Es war minus 15 Grad kalt. Es gab große Eisschollen und starkes Schneegestöber. Die Sicht betrug weniger als eine Seemeile. Mahlsand, Strom und Eis ließen die ,Rüstringen‘ tiefer und tiefer sinken. Die mehr als 20 Besatzungsmitglieder wurden von der bewegten See ins Meer gerissen.

Ich war damals 19 Jahre alt und fuhr als Matrose auf dem Vorpostenboot 2001. Wir begleiteten ein repariertes, im Feindeinsatz beschädigtes aktives Minensuchboot von Rotterdam nach Bremerhaven. Auf unserer Fahrt längs der holländischen Küste erreichte der Wind Sturmstärke mit Schneeböen. Die Temperatur sank unter null Grad. Unser Schiff war stark vereist. Während die Brecher unablässig über unser Schiff hereinbrachen, mussten wir, die auf Nachtwache befindliche Bootsbesatzung, Eis klopfen, um unser Boot einigermaßen seetüchtig zu erhalten.

Am nächsten Morgen sichtete unser Kommandant im Schneegestöber ein Wrack, das bis zum Bootsdeck unter Wasser lag. Das Minensuchboot setzte einen Kutter aus, der abtrieb und sank. Unser Kommandant erkannte die Gefahr, wir retteten vier von dem im eiskalten Wasser schwimmenden Matrosen, einer trieb ab und ertrank, der Rest wurde vom Minensuchboot aufgenommen. Beim Aufnehmen des alten Kurses kamen wir fest. Das Bodenventil brach, Wasser drang ein. Das Leck konnten wir notdürftig abdichten.

Um 18 Uhr erreichte uns das Ruderrettungsboot REICHSPOST. Später erfuhren wir, dass Motorrettungsboote aufgrund der Eislage nicht hatten auslaufen können. Die Seenotretter hatten auch die REICHSPOST nur unter größten Anstrengungen mit Hilfe von mehr als 40 Männern auf Langeoog über hoch aufgetürmtes Eis zu Wasser bringen können. Vormann Hillrich Kuper ließ zwölf Männer unserer Besatzung übernehmen. Mehr konnte die REICHSPOST nicht aufnehmen. Der Rest blieb auf dem Vorpostenboot zurück, auch ich. Vormann Kuper wollte wiederkommen.

Am Abend brachen erneut die Bodenventile. Unser Boot kenterte und blieb auf der Steuerbordseite liegen. In Eiseskälte verbrachten wir die stürmische Nacht auf der Backbordseite. Am nächsten Mittag rettete uns eine Barkasse des Minensuchbootes. Wir mussten aus großer Höhe in das schlingernde Boot springen.

Was wir nicht wussten: Die REICHSPOST konnte nicht zu uns zurückkehren. Nur mit großer Mühe hatten die Seenotretter Baltrum erreicht, wo sie und die Geretteten kriechend über scharfkantiges, brüchiges Treibeis an Land gelangten. Anderthalb Stunden dauerte dieser gefährliche Weg, der Vormann ging als letzter von Bord. Das Rettungsboot mussten die Seenotretter aufgeben. Erst heute weiß ich, in welch großer Gefahr uns die Rettungsmänner zurücklassen mussten und was es auch für sie bedeutet haben dürfte, nicht zu uns zurückkehren zu können.

Der Einsatz der Besatzung der REICHSPOST für unser Boot wiegt umso beachtlicher vor dem Hintergrund, dass die Seenotretter nur wenige Stunden zuvor die nicht minder kräftezehrende stundelange Rettungsfahrt für die im Eis nicht zu erreichende ‚Rüstringen‘ hatten aufgeben müssen. Für diesen schweren Einsatz, den letzten eines Ruderrettungsbootes der DGzRS, erhielt die gesamte Besatzung die Rettungsmedaille am Bande.“

https://www.seenotretter.de/aktuelles/ne...oot-im-einsatz/


Quelle und Fotos: www.seenotretter.de


Gerhard Johannsen erlebte am 5. März 1942 im Packeis vor Langeoog den letzten Einsatz eines Ruderrettungsbootes der Seenotretter

Unter großen Mühen gelingt es rund 40 Männern, das Ruderrettungsboot REICHSPOST über das Packeis vor Langeoog bis zur Wasserkante zu bringen.

Ende einer Ära: Die REICHSPOST läuft am 5. März 1942 aus. Es sollte der letzte Einsatz eines Ruderrettungsbootes der Seenotretter sein.

Angefügte Bilder:
csm_2017-03-06-Johannsen_fd279cc273.jpg   2017-03-06-Reichspost1.jpg   2017-03-06-Reichspost2.jpg  
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06.03.2017 18:18
#627 Es geht voran antworten

06.03.2017
Es geht voran

Schleifen, schweißen und drehen: In der vergangenen Wochen haben die Schiffbauer das filigrane Netzspantengerüst des neuen Seenotrettungsbootes mit präzise vorgeschnittenen Aluminiumplatten beplankt. Mittlerweile ist der Rumpf „dicht“ und gedreht. Parallel dazu entsteht das Deckshaus.

Das neue Seenotrettungsboot SRB 67 ist Teil einer Serie von zehn baugleichen Einheiten. Sie werden im Laufe der Jahre 2017 und 2018 abgeliefert. Sie entstehen auf den Werften Fr. Fassmer in Berne und Tamsen Maritim in Rostock. Im Zuge der turnusgemäßen Modernisierung der Rettungsflotte werden sie ältere Einheiten ersetzen. Es handelt sich um modifizierte Nachbauten der bewährten 9,5-/10,1-Meter-Klasse der DGzRS. SRB 67 wird voraussichtlich auf der Freiwilligen-Stationen Langeoog zum Einsatz kommen.

https://www.seenotretter.de/aktuelles/ne...s-geht-voran-1/


Quelle und Foto: www.seenotretter.de


Werftarbeiter verschweißen am Heck die Schiene für den umlaufenden Schlepphaken mit dem Aluminiumrumpf.

Angefügte Bilder:
WTB-SRB67-02-01.jpg  
Trödel
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14.03.2017 11:33
#628 Passen perfekt zusammen antworten

09.03.2017
Passen perfekt zusammen

SRB 69 hat vor kurzem in aller Stille seine „Hochzeit“ gefeiert. So nennen die Schiffbauer den Moment, in dem sie das parallel entstandene Deckshaus auf den Rumpf eines neuen Seenotrettungsbootes setzen und miteinander für immer verschweißen. (Fotos: Tamsen Maritim)

Die zwei neuen Seenotrettungsboote mit den internen Bezeichnungen SRB 69 und SRB 70 für Freiwilligen-Stationen entstehen bei Tamsen Maritim in Rostock. Sie sollen im Herbst 2017 und Anfang 2018 abgeliefert werden. Beide Einheiten sind modifizierte Nachbauten der bewährten 9,5-/10,1-Meter-Klasse. Im Rahmen der ständigen Modernisierung ersetzen sie Vorgänger, die mehr als 25 Jahre im Einsatz waren.

https://www.seenotretter.de/aktuelles/ne...rfekt-zusammen/

Quelle und Foto: www.seenotretter.de


Alles Alu: Auch SRB 69 ist komplett aus Leichtmetall gefertigt.

Angefügte Bilder:
csm_WTB_SRB69_70_03_01_20b782475e.jpg  
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14.03.2017 11:33
#629 Mit den Seenotrettern aufs Engste verbunden antworten

10.03.2017
Mit den Seenotrettern aufs Engste verbunden

Selbstlos, idealistisch und verantwortungsbewusst – diese Wesenszüge haben Professor Fritz Thieme zeitlebens sehr viel bedeutet. Er fand sie bei den Seenotrettern. Das verbindet – über den Tod hinaus. Der promovierte Physiker finanziert mit seinem Nachlass das jüngste Seenotrettungsboot der DGzRS. Den 10,1-Meter-Neubau haben die Seenotretter jetzt auf Kiel gelegt. Fritz Thiemes Lebensgefährtin Dagmar Irmler folgte einer Schiffbautradition und legte auf der Fassmer-Werft in Berne an der Unterweser eine Medaille in eine Sektion des modernen Spezialschiffs ein.

Das neue Seenotrettungsboot SRB 68 ist eines von derzeit insgesamt zehn beauftragten Neubauten des gleichen Typs, die bis 2020 ihren Dienst aufnehmen werden. Sie entstehen auf den Werften Fr. Fassmer in Berne und Tamsen Maritim in Rostock. Im Zuge der turnusgemäßen Modernisierung der Rettungsflotte werden sie ältere Einheiten ersetzen. Es handelt sich um modifizierte Nachbauten der bewährten 9,5-/10,1-Meter-Klasse der DGzRS. SRB 68 wird voraussichtlich auf der Freiwilligen-Stationen Wangerooge zum Einsatz kommen.

https://www.seenotretter.de/aktuelles/ne...gste-verbunden/

Quelle und Foto: www.seenotretter.de


Spanten und Schotten stehen bereits: Gleich beginnt mit dem Einlegen einer Medaille in das Kollisionsschott der erste große Moment für SRB 68.

Angefügte Bilder:
WTB-SRB68-01-01.jpg  
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21.03.2017 18:18
#630 Seenotretter auf Wissenschaftstour antworten

15.03.2017
Seenotretter auf Wissenschaftstour

Warum richtet sich ein Seenotrettungskreuzer nach dem Kentern von selbst wieder auf? Einfach und verständlich wird diese physikalische Frage in der Ausstellung „Ozeane und Meere“ auf dem Binnenschiff „MS Wissenschaft“ beantwortet. Das schwimmende Science-Center ist im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung von April bis September 2017 auf Wasserstraßen in West- und Süddeutschland unterwegs. Auf seinem Törn macht es in 42 Städten halt und stellt mit dem Exponat über den Kenterversuch auch die Arbeit der Seenotretter vor.

An dem Ausstellungsstück können die Besucher ausprobieren, wie sich ein Modell der HERMANN MARWEDE/Station Helgoland nach dem Kentern im Wasser selbst wieder aufrichtet. Dabei hilft die Physik. Genauer: die Auftriebskraft. Ein Schiff taucht so tief ein, bis es genügend Wasser für ausreichend Auftrieb verdrängt hat.

Damit das Wiederaufrichten funktioniert, sind die Seenotrettungskreuzer speziell gebaut. Schiffsteile, die normalerweise über der Wasseroberfläche liegen, haben ein größeres Volumen als die Unterwasserteile. Und natürlich müssen sie luftdicht sein. Sonst würde eindringendes Wasser den Auftrieb zu schnell verringern und das Schiff mitsamt Besatzung zum Sinken bringen.

Entdecken und ausprobieren

Auch die anderen Exponate laden zum Entdecken und Ausprobieren ein. „So wollen wir insbesondere für Kinder und Jugendliche einen einfachen Zugang zu komplexen wissenschaftlichen Themen schaffen“, sagt Markus Weißkopf, Geschäftsführer von „Wissenschaft im Dialog“.

Spielerisch können die Besucher herausfinden, wie nachhaltiger Fischfang funktioniert. Mit einer Virtual-Reality-Brille tauchen sie durch ein tropisches Korallenriff und lernen, wodurch der Lebensraum gefährdet wird. Im Tiefseekino entdecken sie, welche Kreaturen sich in vollkommener Finsternis Tausende von Metern tief am Meeresgrund tummeln.

Die Ausstellung „Ozeane und Meere“ richtet sich besonders an Schulen, Jugendliche und Familien und wird ab zwölf Jahren empfohlen. Der Eintritt ist frei.

Das 100 Meter lange Ausstellungsschiff „MS Wissenschaft“ ist ein umgebautes Binnenfrachtschiff mit einer Ausstellungsfläche von 600 Quadratmetern. Es wird von der gemeinnützigen Organisation „Wissenschaft im Dialog“ betrieben, die im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung die Ausstellung „Ozeane und Meere“ realisiert hat. „MS Wissenschaft“ ist seit 2002 im Rahmen der Wissenschaftsjahre jeden Sommer als schwimmendes Science-Center quer durch Deutschland unterwegs.

Öffnungszeiten: Täglich 10 bis 19 Uhr

Weitere Informationen und die einzelnen Stationen unter www.ms-wissenschaft.de.

https://www.seenotretter.de/aktuelles/ne...senschaftstour/


Quelle und Foto: www.seenotretter.de


Einmal kentern bitte: Am Ausstellungsstück erfahren die Besucher sehr anschaulich, wie sich ein Seenotrettungskreuzer von selbst wieder aufrichtet.

Angefügte Bilder:
csm_2016-05-03-MSWissenschaft_2__307d94fa61.jpg  
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