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Dieses Thema hat 696 Antworten
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 Wissenswertes über Langeoog
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21.03.2017 18:18
#631 Von Knechten, Bindungsstörungen und Schotten antworten

20.03.2017
Von Knechten, Bindungsstörungen und Schotten

Vor einigen Wochen haben die Schiffbauer auf der Fassmer-Werft damit begonnen, aus Hunderten von Aluminiumteilen den Rumpf des jüngsten Seenotrettungskreuzers zusammenzusetzen. Dabei lassen sie keine „Bindungsstörungen“ in den Schweißnähten zu, fixieren mit Knechten mehrere Bauteile miteinander und haben bereits einige Schotten aufgestellt.

Die nächste Einheit der 20-Meter-Klasse mit der internen Bezeichnung SK 39 ist für die Schleimündung mit Liegeplatz in Olpenitz vorgesehen. Voraussichtlich Mitte 2018 teilt die DGzRS ihre bisherige Doppelstation Maasholm. Der mit Festangestellten besetzte Seenotrettungskreuzer liegt ab dann im neuen Yachthafen Olpenitz. Das ebenfalls in Maasholm stationierte Seenotrettungsboot, das von Freiwilligen gefahren wird, hat seinen Liegeplatz auch künftig im dortigen Fischereihafen.

Der neue Seenotrettungskreuzer SK 39 wird wie SK 38 ein Schwesterschiff der bereits im Dienst befindlichen Einheiten EISWETTE/Station Nordstrand (Baujahr 2009), EUGEN/Station Greifswalder Oie (2009), THEODOR STORM/Station Büsum (2011) und PIDDER LÜNG/Station List (2013). Wie alle Schiffe der DGzRS wird er als Selbstaufrichter konstruiert.

https://www.seenotretter.de/aktuelles/ne...n-und-schotten/


Quelle und Foto. www.seenotretter.de


Jedes individuell ausgeschnittene Aluminiumteil hat eine Nummer, anhand derer die Schiffbauer genau wissen, an welcher Stelle sie es verbauen müssen.

Angefügte Bilder:
WTB-SK39-01-01.jpg  
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22.03.2017 11:11
#632 Fährt schon antworten

22.03.2017
Fährt schon

Das Tochterboot mit der internen Bezeichnung TB 41 hat bereits seine ersten Probefahrten absolviert. Dagegen ist beim Mutterschiff noch der Innenausbau in vollem Gang: Elektriker verlegen Stromkabel, Tischler setzen Schränke sowie Tische zusammen und Techniker sorgen im Maschinenraum für die richtigen Anschlüsse.

SK 37 ist das dritte Schiff der völlig neu konstruierten 28-Meter-Klasse, die nach und nach die bewährte 27,5-Meter-Klasse ersetzen wird. Das Typschiff hatten die Seenotretter zu ihrem 150-jährigen Bestehen Ende Mai 2015 auf den Namen ERNST MEIER-HEDDE getauft und auf Amrum stationiert. Der zweite Seenotrettungskreuzer dieser Klasse ist die neue BERLIN, die seit Anfang 2017 von Laboe aus die Kieler Förde sichert.

Der jüngste Neubau soll nach seiner Ablieferung im Sommer 2017 die viel befahrene Elbmündung sichern und die 1985 gebaute HERMANN HELMS auf der Station Cuxhaven ablösen. Dieses Revier gehört zu den am stärksten frequentierten Seeschifffahrtsstraßen der Welt.

Freunde und Förderer der Seenotretter können auch für den jüngsten Neubau spenden, indem sie das Stichwort SK 37 online oder auf einer Überweisung angeben.

https://www.seenotretter.de/aktuelles/ne...s/faehrt-schon/


Quelle und Foto: www.seenotretter.de

Bald geht es los: Vor seiner ersten Probefahrt liegt das Tochterboot in der Werfthalle. Im Hintergrund ist der eingehauste Seenotrettungskreuzer zu sehen – nur die Mastspitze schaut heraus.

Angefügte Bilder:
WTB-SK37-07-01.jpg  
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23.03.2017 11:55
#633 Endlich zusammen: Deckshaus und Rumpf antworten

22.03.2017
Endlich zusammen: Deckshaus und Rumpf

Hoch über den Köpfen der Werftarbeiter schwebt das Deckshaus. Es hängt an einem Brückenkran, den ein Schiffbauer der Fassmer-Werft mit einer Fernsteuerung bedient. Zentimeter für Zentimeter bewegt er die schwere Fracht auf den Rumpf des neuen Seenotrettungskreuzers zu. Als das Deckshaus auf dem Schiffskörper steht, verschweißen die Schiffbauer die beiden großen Teile miteinander. Für die Werftarbeiter ist dies ein besonderer Moment, den sie liebevoll „Hochzeit“ nennen. Mittlerweile ist die „Zeremonie“ schon ein paar Tage her, und die Arbeiten an SK 38 sind bereits weiter vorangeschritten. (Fotos: Martin Stöver)

Die nächste 20-Meter-Einheit löst auf Wunsch des Spenders Ende 2017 auf der vorpommerschen Insel Greifswalder Oie die EUGEN ab, die dann nach Norderney verlegt wird. Die bisher dort stationierte BERNHARD GRUBEN soll in Hooksiel die dann 28 Jahre alte VORMANN STEFFENS ablösen.

Der neue Seenotrettungskreuzer SK 38 wird ein Schwesterschiff der bereits im Dienst befindlichen Einheiten EISWETTE/Station Nordstrand (Baujahr 2009), EUGEN/Station Greifswalder Oie (2009), THEODOR STORM/Station Büsum (2011) und PIDDER LÜNG/Station List (2013). Wie alle Schiffe der DGzRS wird er als Selbstaufrichter konstruiert.

https://www.seenotretter.de/aktuelles/ne...haus-und-rumpf/


Quelle und Foto: www.seenotretter.de


Blick von achtern: Gut zu erkennen ist die leicht geöffnete Heckklappe, über die die Seenotretter später das Arbeitsboot zu Wasser lassen.

Angefügte Bilder:
WTB-SK38-04-01.jpg  
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23.03.2017 11:55
#634 Füreinander geschaffen antworten

22.03.2017
Füreinander geschaffen

Vor kurzem hat SRB 67 in kleinem Kreis auf der Fassmer-Werft seine „Hochzeit“ gefeiert. So bezeichnen Schiffbauer den Augenblick, wenn sie das parallel entstandene Deckshaus mit einem Brückenkran auf den Bootsrumpf setzen. Anschließend verschweißen sie beide Teile miteinander. (Fotos: Martin Stöver)

Das neue Seenotrettungsboot SRB 67 ist eines von derzeit insgesamt zehn beauftragten Neubauten des gleichen Typs – der letzte soll 2020 seinen Dienst aufnehmen. Sie entstehen auf den Werften Fr. Fassmer in Berne und Tamsen Maritim in Rostock. Im Zuge der turnusgemäßen Modernisierung der Rettungsflotte werden sie ältere Einheiten ersetzen. Es handelt sich um modifizierte Nachbauten der bewährten 9,5-/10,1-Meter-Klasse der DGzRS. SRB 67 wird voraussichtlich auf der Freiwilligen-Stationen Langeoog zum Einsatz kommen.

https://www.seenotretter.de/aktuelles/ne...der-geschaffen/


Quelle und Foto. www.seenotretter.de


Die Silhouette stimmt schon mal.

Angefügte Bilder:
WTB-SRB67-03-01.jpg  
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26.03.2017 07:00
#635 Neuer Seenotrettungskreuzer für die Schleimündung auf Kiel gelegt antworten

24.03.2017
Neuer Seenotrettungskreuzer für die Schleimündung auf Kiel gelegt

Großer Vertrauensbeweis: Seenotretter finanzieren modernes Spezialschiff aus zweckgebundener Erbschaft – Taufe und Indienststellung Ende Mai 2018

Für Andrea Vogt ist es eine ganz besondere Aufgabe gewesen: Einer Schiffbautradition folgend, legte die Justiziarin der Seenotretter am Freitag, 24. März 2017, in eine Rumpfsektion des neuen Seenotrettungskreuzers SK 39 eine Münze ein. Das Geldstück soll den Schiffbauern, aber auch der künftigen Besatzung Glück verheißen. Zur Kiellegung von SK 39 führte Andrea Vogt den letzten Willen der Erblasserin aus, deren Nachlass den jüngsten Neubau der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) für das Revier an der Schleimündung finanziert.

„Zuwendungen aus Nachlässen sind nicht nur ein ganz wesentlicher Bestandteil der Finanzierung der Seenotretter. Sie sind auch ein sehr großer Vertrauensbeweis“, sagte Vogt bei der traditionellen Zeremonie auf der Werft Fr. Fassmer in Berne an der Unterweser.

Mit großer Kompetenz und jahrzehntelanger Erfahrung begleitet sie Menschen, die ihren Nachlass zugunsten der Seenotretter regeln möchten. Und sie sorgt dafür, dass nach dem Tod alles genau so umgesetzt wird, wie es sich der Verstorbene gewünscht hat. „Wir kümmern uns um das Erbe, als wenn es ein Trauerfall in der eigenen Familie wäre, sorgfältig, zuverlässig und absolut vertraulich. Das ist meine tägliche Arbeit. Den traditionellen symbolischen Baubeginn einer neuen Rettungseinheit selbst vorzunehmen, ist hingegen auch für mich etwas sehr Besonderes.“ Auch die eingelegte Münze, ein „Bremer Groten“ von 1840, stammt aus einem Nachlass zugunsten der Seenotretter.

Zweckgebundene Erbschaften ermöglichen den gezielten Neubau moderner Schiffe für Einsätze bei jedem Wetter, rund um die Uhr. „Wer seine Hochachtung vor der Selbstlosigkeit, dem Mut und der gleichzeitigen Bescheidenheit unserer Besatzungen in seinem letzten Willen Ausdruck verleiht, dem gebührt unser ganz besonderer Dank“, sagte Gerhard Harder, ehrenamtlicher Vorsitzer der Seenotretter, bei der Kiellegung des neuen Seenotrettungskreuzers der 20-Meter-Klasse.

Neubau ersetzt den Seenotrettungskreuzer NIS RANDERS

Das inzwischen sechste Spezialschiff dieses bewährten kompakten Typs ist im Zuge der ständigen Modernisierung der Rettungsflotte als Nachfolger der in Maasholm stationierten NIS RANDERS vorgesehen. Der neue Seenotrettungskreuzer mit der internen Bezeichnung SK 39 soll Ende Mai 2018, rund 153 Jahre nach Gründung der DGzRS, im Rahmen einer Tagung der Seenotretter in Flensburg feierlich getauft und in Dienst gestellt werden.

Seinen künftigen Liegeplatz wird SK 39 in dem im Ausbau befindlichen Hafen Olpenitz an der Schleimündung haben. Die Seenotretter teilen dann ihre bisherige Doppelstation Maasholm. Das in Maasholm liegende Seenotrettungsboot, das hauptsächlich Einsätze im Nahbereich und schleiaufwärts fährt, liegt auch künftig im dortigen Fischereihafen. Der Seenotrettungskreuzer hingegen verliert im viel befahrenen Revierteil zwischen Maasholm und Schleimünde bisher wertvolle Zeit, da er nur mit stark reduzierter Geschwindigkeit auslaufen kann. Der künftige Liegeplatz in Olpenitz ist deshalb rettungsdienstlich von Vorteil.

Der neue Seenotrettungskreuzer

Länge über Alles: 19,90 Meter • Breite über Alles: 5,05 Meter • Tiefgang: 1,30 Meter
Geschwindigkeit: 22 Knoten (ca. 41 km/h) • Besatzung: 7/3 Pers. (Stamm/Einsatz)
Antrieb: ein Propeller 1.220 kW/1.630 PS • Verdrängung: 38 Tonnen

In der für Seenotrettungskreuzer typischen Heckwanne mit Klappheck wird der neue Seenotrettungskreuzer ein von einer finnischen Werft neu entwickeltes leichtes und wendiges Vollkunststoffboot aus äußerst robustem Polyethylen mit sich führen. Es ist rund fünf Meter lang, verfügt lediglich über etwa 30 Zentimeter Tiefgang und läuft bis zu 30 Knoten (ca. 56 km/h). Zugunsten des geringen Tiefgangs des Seenotrettungskreuzers (nur 1,30 Meter) wird auf ein größeres und schwereres Tochterboot verzichtet. Das Arbeitsboot ist ein leistungsfähiges Einsatzmittel zur Assistenz und zum Befahren von Flachwassergebieten.

Trotz der relativ geringen Größe dieses Seenotrettungskreuzers gibt es viel Platz für die Rettungsarbeiten: Der Behandlungsplatz zur medizinischen Erstversorgung im geräumigen Mehrzweckraum wird umfassend ausgerüstet. Ein Wohndeck ist nicht mehr nötig. Die Besatzung lebt in diesem Fall nicht an Bord, sondern im Stationsgebäude unmittelbar am Liegeplatz.

Wie alle Rettungseinheiten der DGzRS ist auch der jüngste Neubau als Selbstaufrichter konzipiert und wird vollständig aus Aluminium gebaut.

Eine oft erfragte Information ist Seenotretter-Justiziarin Andra Vogt abschließend noch besonders wichtig: „Als gemeinnützige Organisation sind wir von der Erbschaftsteuerpflicht befreit. Das bedeutet, dass von uns kein Cent an den Fiskus abgeführt werden muss und die geerbten Mittel in vollem Umfang den Seenotrettern zugutekommen.“ So ist es auch bei SK 39.

Spezielle Internetseite

Auf einer speziellen Testaments-Website bieten die Seenotretter Menschen, die sich über ihren Nachlass Gedanken machen möchten, Hilfestellungen an. Zu finden sind etwa allgemeine Informationen zum Erbrecht und zu Testamentsbausteinen. Selbstverständlich stehen die Seenotretter darüber hinaus für persönliche Gespräche zur Verfügung: Tel. +49 421 53 707 - 541, E-Mail testament@seenotretter.de. Auch eine hilfreiche Broschüre kann auf diesem Weg kostenlos angefordert werden. Allerdings: Ein Gespräch mit der DGzRS kann und darf eine der aktuellen Rechtsprechung entsprechende und rechtsverbindliche Beratung durch einen Fachanwalt oder Notar nicht ersetzen.

https://www.seenotretter.de/aktuelles/ne...uf-kiel-gelegt/


Quelle und Fotos: www.seenotretter.de


DGzRS-Justiziarin Andrea Vogt legt eine Glück verheißende Münze in eine Sektion des Rumpfes ein. Ihr zur Seite stehen Inspektor Holger Freese (v. l.), Seenotretter Sven Detlefsen, Vorsitzer Gerhard Harder und Seenotretter Stephan Brammer.


(2) Der 20 Meter lange und bis zu 22 Knoten (ca. 40 km/h) schnelle Neubau soll Ende Mai 2018 in Flensburg getauft werden und anschließend an der Schleimündung die NIS RANDERS ablösen, kündigte DGzRS-Vorsitzer Gerhard Harder an.


Werftchef Harald Fassmer begrüßt die Journalisten und weiteren Gäste zur Kiellegung von SK

Angefügte Bilder:
csm_2017-03-24-KiellegungSK39-1_f2b9303467.jpg   2017-03-24-KiellegungSK39-2.jpg   csm_WTB-SK39-02-01_813493cd49.jpg  
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26.03.2017 07:07
#636 Vorfreude auf SRB 66 antworten

Juist

Juist ist eine der beiden ältesten Stationen des organisierten Seenotrettungswesens in Deutschland. Der erste regionale Vorläuferverein der DGzRS, gegründet 1861 in Emden für die ostfriesische Küste, richtete noch im gleichen Jahr auf Juist eine Rettungsstation ein. Einige Zeugnisse erinnern an die lange Geschichte der Seenotretter auf der Insel. Heute ist auf Juist die WOLTERA stationiert, ein Seenotrettungsboot der modernen 9,5-Meter-Klasse.

Rund zehn freiwillige Seenotretter um Vormann Hauke Janssen-Visser sind auf der Station Juist im Einsatz. Ihr Kernrevier ist das Wattenmeer zwischen der Insel und dem ostfriesischen Festland sowie der Nachbarinsel Norderney. Die tidenabhängigen Inselfähren, Ausflugsschiffe, Fischkutter sowie im Sommerhalbjahr einige Segel- und Motorboote bestimmen den Schiffsverkehr vor Juist.

Das Seenotrettungsboot WOLTERA gehört zur 9,5-Meter-Klasse. Es wurde 2002 von der Fassmer-Werft in Berne an der Unterweser abgeliefert und war zunächst einige Jahre in der Ostsee im Einsatz, bevor es nach Juist kam. Benannt ist die WOLTERA nach der Mutter eines Förderers, dessen Spende den Bau des Seenotrettungsbootes ermöglichte.

Zwei ehemalige Stationsgebäude der Seenotretter sind auf Juist erhalten: In den Haakdünen steht der alte Rettungsschuppen der Weststation, er ist heute nicht mehr zugänglich. Im alten Rettungsschuppen im Ostdorf wiederum befindet sich heute ein Kutschenmuseum.
Vorfreude auf SRB 66

Am 1. April 2017 wird die Station auf Juist ein neues Seenotrettungsboot bekommen. Vormann Hauke Janssen-Visser stellt sein Ehrenamt als Seenotretter vor und lädt zur Taufe ein.

https://www.seenotretter.de/wer-wir-sind.../station/juist/


Quelle und Foto: www.seenotretter.de


Seenotrettungsboot WOLTERA

Angefügte Bilder:
Juist_-Seenotrettungsboot-WOLTERA-_1_.jpg  
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02.04.2017 02:22
#637 Neuestes Seenotrettungsboot der DGzRS auf Juist auf den Namen HANS DITTMER getauft antworten

01.04.2017
Neuestes Seenotrettungsboot der DGzRS auf Juist auf den Namen HANS DITTMER getauft

Rund zehn Meter lang, weniger als einen Meter Tiefgang und 18 Knoten schnell – dies sind nur einige markante technische Daten des neuesten Seenotrettungsbootes der Freiwilligenstation Juist. Zur Taufe am Stationsgebäude auf der Nordseeinsel am 1. April 2017 begrüßte die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) zahlreiche Gäste und Zuschauer.


Finanziert wurde der Neubau durch den Nachlass von Hannaliese und Hans Dittmer, die die DGzRS mit einer außerordentlichen Zuwendung berücksichtigten, zweckgebunden für den Neubau einer Rettungseinheit.

Hans Dittmer verstarb bereits 1989, seine Ehefrau Hannaliese im Jahr 2015. Sowohl Hans Dittmer als auch sein Vater waren in der Schifffahrt tätig. Das ursprünglich aus der Dittmer-Familie stammende Vermögen kam somit aus der Schifffahrt, und Hannaliese Dittmer vermachte es der DGzRS, um nach ihrem und dem Willen ihres verstorbenen Mannes damit ein neues Schiff für die Seenotretter zu bauen.

„Das ist für uns ein sehr großer Vertrauensbeweis“, sagte Gerhard Harder, ehrenamtlicher Vorsitzer der DGzRS, in seinem Grußwort anlässlich der Taufe. „Ein Nachlass dieser Art gibt uns die Freiheit, einer Station ein neues, modernes und sehr sicheres Einsatzfahrzeug zu bieten, denn natürlich ist unser oberstes Ziel nicht nur, Menschen aus Seenot zu retten, sondern auch, dass unsere Besatzungen von jedem Einsatz heil und gesund zurückkehren. Wir sind Hannaliese und Hans Dittmer außerordentlich dankbar, dass sie uns mit ihrem Nachlass den Bau dieses Seenotrettungsbootes ermöglicht haben.“

Zehn-Euro-Münze fährt bei jedem Einsatz mit

Bei der Kiellegung auf der Schiffs- und Bootswerft Fr. Fassmer in Berne an der Unterweser am 11. Mai 2016 hatte Schauspieler und DGzRS-„Bootschafter“ Markus Knüfken einer Schiffbauer-Tradition folgend in eine Sektion des Neubaus eine glückbringende Münze eingelegt. Das Zehn-Euro-Stück, das die Bundesrepublik Deutschland 2015 zum 150-jährigen Bestehen der DGzRS als offizielles Zahlungsmittel herausgegeben hatte, verweist auf die lange Historie der Station Juist und soll der Besatzung Sicherheit, Glück und Gesundheit verheißen.
Juist zählt zu den ältesten Stationen der Seenotretter an der Nordsee. Bereits 1861, vier Jahre vor der DGzRS, hatte sich der Verein zur Rettung Schiffbrüchiger an der ostfriesischen Küste gegründet und 1861 eine der ersten Stationen auf Juist und Langeoog errichtet. Wenige Jahre später schloss er sich der DGzRS an. 1957 wurde die Station geschlossen, 1985 aber mit Stationierung des Seenotrettungsbootes ILKA neu eingerichtet. Erster Vormann wurde seinerzeit Arend Janssen-Visser, Vater des heutigen Vormanns Hauke Janssen-Visser.
Das neue, 18 Knoten (ca. 33 km/h) schnelle Seenotrettungsboot HANS DITTMER wird von einer Freiwilligen-Besatzung gefahren. Mit einem Tiefgang von lediglich 96 Zentimetern kann es auch im anspruchsvollen Tidenrevier mit seinen vielen Sandbänken und Flachs seine vielfältigen Aufgaben erfüllen.


Turnusgemäße Modernisierung der Rettungsflotte


Die HANS DITTMER ersetzt auf der Station das Seenotrettungsboot WOLTERA, das seit 2006 auf der Insel stationiert war. Es handelt sich um einen modifizierten Typ dieser Klasse, der besonders durch einen Spant mehr in der Länge die Unterbringung und Behandlungsmöglichkeiten an Bord für Schiffbrüchige, Erkrankte und Verletzte verbessert.
Das neue Seenotrettungsboot ist eines von derzeit insgesamt zehn beauftragten Neubauten des gleichen Typs – das derzeit letzte soll 2020 seinen Dienst aufnehmen.
Die Eckdaten der neuen Seenotrettungsboote:
• Länge über Alles: 10,1 Meter
• Breite über Alles: 3,61 Meter
• Tiefgang: 0,96 Meter
• Verdrängung: 8 Tonnen
• Geschwindigkeit: 18 Knoten (ca. 33 km/h)
• Besatzung: Freiwillige
• Antrieb: ein Propeller, 380 PS

Wie alle Einheiten der Seenotretter werden die neuen Seenotrettungsboote als Selbstaufrichter konstruiert und vollständig aus Aluminium im bewährten Netzspantensystem gebaut. Der Bootstyp zeichnet sich durch hohe Seetüchtigkeit aus. In Grundsee und Brandung besitzt er gute See-Eigenschaften, manövriert einwandfrei, übersteht heftige Grundstöße und ist in der Lage, dank des rundumlaufenden Fendersystems auch bei höheren Fahrtstufen und unter erschwerten Bedingungen bei Havaristen längsseits zu gehen.
Bei der Konstruktion wurden umfassende Sicherheitskriterien berücksichtigt. Die neuen Seenotrettungsboote werden mit modernster Navigationstechnik, leistungsstarken Schlepp- und Lenzgeschirren sowie einer umfangreichen Ausrüstung zur medizinischen Erstversorgung ausgestattet.
Die letzte Taufe hatte die Freiwilligen-Station Juist vor knapp 24 Jahren am 21. Juni 1993 erlebt, als seinerzeit das Seenotrettungsboot JUIST auf der Insel getauft worden war.

https://www.seenotretter.de/aktuelles/ne...ittmer-getauft/


Quelle und Foto: www.seenotretter.de


Hannaliese und Hans Dittmer finanzierten Neubau mit ihrem Nachlass

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001-Taufe-SRB-66-Juist.jpg  
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04.04.2017 20:30
#638 Seenotretter trauern um ehemaligen Vorsitzer antworten

04.04.2017
Seenotretter trauern um ehemaligen Vorsitzer

Carl Max Vater ist im Alter von 90 Jahren auf seine letzte Reise gegangen

Tief betroffen haben die Seenotretter vom Tod ihres langjährigen ehrenamtlichen Vorsitzers Carl Max Vater erfahren. Der Bremer Versicherungsmakler starb am 2. April 2017 im Alter von 90 Jahren. 63 Jahre lang engagierte er sich ehrenamtlich für die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS). Bis zuletzt war er Mitglied des Beschlussfassenden Gremiums. Die Seenotretter verlieren einen engagierten Freund, dessen vorbildliches Wirken das Bild der Gesellschaft im In- und Ausland nachhaltig geprägt hat.

Vater führte die Seenotretter im ersten Jahrzehnt nach der Wiedervereinigung von 1991 bis 2000 als Vorsitzer. Zuvor seit 1977 und noch einmal von 2000 bis 2002 war er stellvertretender Vorsitzer. Begonnen hatte er seine ehrenamtliche Tätigkeit bereits 1954 als Vorstandsmitglied des damals noch bestehenden Bezirksvereins Bremen.

Voller Überzeugung widmete sich Vater nach der Wiedervereinigung dem Zusammenschluss der Seenotretter aus Ost und West. Innerhalb von nur vier Jahren gelang die Modernisierung der Technik auf den Stationen in Mecklenburg-Vorpommern. Ein Meilenstein in Vaters Zeit als Vorsitzer waren die Vorbereitung der Indienststellung der HERMANN MARWEDE 2003 und das mit dem Bau dieses größten Seenotrettungskreuzers verbundene umfassende Stationierungskonzept.

Bis ins hohe Alter engagierte sich Carl Max Vater für „seine“ DGzRS. Zuletzt brachte er von 2014 bis 2016 seine langjährigen Erfahrungen im Beirat der Seenotretter ein. Im In- und Ausland war er ein geschätzter Gesprächspartner, in der Sache umsichtig und kompetent, aber unnachgiebig, wenn es im Interesse der Seenotretter erforderlich war. So manchen Standpunkt hat er dabei trotz aller Ernsthaftigkeit des Themas mit seinem unvergleichlichen, leisen Humor vertreten.

Vaters Engagement war bestimmt von dem Bestreben, den Seenotrettern stets ein Höchstmaß an Sicherheit an Bord zu geben – als wichtigste Voraussetzung für den erfolgreichen Einsatz auf See. Für sein außerordentliches Engagement verlieh ihm die DGzRS bereits im Jahr 2000 die Goldene Ehrennadel, ihre höchste Auszeichnung für ehrenamtliche Mitarbeit.

Zum 150-jährigen Bestehen der Seenotretter 2015 engagierte sich Carl Max Vater persönlich ganz besonders: Gemeinsam mit einem weiteren Neffen von Henrich Wuppesahl (1905-1986) trug er den überwiegenden Teil der Baukosten eines neuen Seenotrettungsbootes, das vor Rathaus und Roland auf den Namen dieses bekannten Bremer Seeversicherers getauft wurde.

Die Seenotretter sind Carl Max Vater für sein umfassendes Engagement sehr dankbar. Die große Gemeinschaft der Seenotretter an Nord- und Ostsee trauert mit Vaters Familie sowie seinen vielen Freunden und Weggefährten. Die DGzRS wird ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren.

https://www.seenotretter.de/aktuelles/ne...igen-vorsitzer/


Quelle und Foto: www.seenotretter.de

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06.04.2017 01:00
#639 Seenotkreuzer als Straßenkreuzer antworten

05.04.2017
Seenotkreuzer als Straßenkreuzer

Seine erste „Fahrt“ hat der neue Seenotrettungskreuzer SK 38 hinter sich. Wasser unterm Kiel hatte der Rohbau dabei allerdings noch nicht – stattdessen war es eine rund 1.000 Meter lange Landpartie in Berne vom Ortsteil Bardenfleth in den Ortsteil Motzen. Fest verzurrt auf einem Hydraulikhubwagen und mit „Traktorantrieb“ ging es im Schritttempo über die engen Straßen hinterm Deich zum neuen „Liegeplatz“. Die „Reise“ war notwendig geworden, weil nur im Haupthaus der Fassmer-Werft die erforderlichen Fertigungseinrichtungen wie Tischlerei und Metallwerkstatt für den Endausbau vorhanden sind.

Die nächste 20-Meter-Einheit löst auf Wunsch des Spenders Ende 2017 auf der vorpommerschen Insel Greifswalder Oie die EUGEN ab, die dann nach Norderney verlegt wird. Die bisher dort stationierte BERNHARD GRUBEN soll in Hooksiel die dann 28 Jahre alte VORMANN STEFFENS ablösen.

Der neue Seenotrettungskreuzer SK 38 wird ein Schwesterschiff der bereits im Dienst befindlichen Einheiten EISWETTE/Station Nordstrand (Baujahr 2009), EUGEN/Station Greifswalder Oie (2009), THEODOR STORM/Station Büsum (2011) und PIDDER LÜNG/Station List (2013). Wie alle Schiffe der DGzRS wird er als Selbstaufrichter konstruiert.

https://www.seenotretter.de/aktuelles/ne...assenkreuzer-1/


Quelle und Foto: www.seenotretter.de


Gleich geht es los: SK 38 im Betriebsteil Bardenfleth der Fassmer-Werft kurz vor seiner ersten „Fahrt“

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WTB-SK38-05-01.jpg  
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11.04.2017 12:03
#640 Zwei auf einen Streich antworten

10.04.2017
Zwei auf einen Streich

Ohne Schweißgeräte, Schraubzwingen und Aluminium geht bei einem Seenotretter-Neubau nichts. Während die Schiffbauer den Kasko von SRB 69 bereits fast fertig zusammengeschweißt haben, setzen sie bei SRB 70 im Moment auch mit Hilfe von Schraubzwingen aus dem silbrig-weißen Leichtmetall das Netzspantengerüst zusammen. Parallel dazu entsteht das Deckshaus von SRB 70. (Fotos: Tamsen Maritim)

Die zwei neuen Seenotrettungsboote mit den internen Bezeichnungen SRB 69 und SRB 70 für Freiwilligen-Stationen entstehen bei Tamsen Maritim in Rostock. Sie sollen im Herbst 2017 und Anfang 2018 abgeliefert werden. Beide Einheiten sind modifizierte Nachbauten der bewährten 9,5-/10,1-Meter-Klasse. Im Rahmen der ständigen Modernisierung ersetzen sie Vorgänger, die mehr als 25 Jahre im Einsatz waren.

https://www.seenotretter.de/aktuelles/ne...-einen-streich/

Quelle und Foto: www.seenotretter.de

Volle Werfthalle bei Tamsen Maritim: Zurzeit entstehen in Rostock nahezu parallel zwei neue Seenotrettungsboote für Freiwilligen-Stationen.

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Seenotretter.jpg  
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28.04.2017 23:33
#641 Husch, husch ins Wasser! antworten

28.04.2017
Husch, husch ins Wasser!

Vor einigen Tagen durfte SK 37 endlich nach draußen ins Wasser: Statt in der Werfthalle liegt der Neubau jetzt an der Ausrüstungspier der Fassmer-Werft. Dort erledigen die Schiffbauer in den kommenden Wochen die Restarbeiten. Die öffentliche Taufe des neuen Seenotrettungskreuzers findet am Samstag, 10. Juni 2017, im Fährhafen in Cuxhaven statt – schon mal vormerken!

SK 37 ist das dritte Schiff der völlig neu konstruierten 28-Meter-Klasse, die nach und nach die bewährte 27,5-Meter-Klasse ersetzen wird. Das Typschiff hatten die Seenotretter zu ihrem 150-jährigen Bestehen Ende Mai 2015 auf den Namen ERNST MEIER-HEDDE getauft und auf Amrum stationiert. Der zweite Seenotrettungskreuzer dieser Klasse ist die neue BERLIN, die seit Anfang 2017 von Laboe aus die Kieler Förde sichert.

Der jüngste Neubau soll nach seiner Ablieferung im Sommer 2017 die viel befahrene Elbmündung sichern und die 1985 gebaute HERMANN HELMS auf der Station Cuxhaven ablösen. Dieses Revier gehört zu den am stärksten frequentierten Seeschifffahrtsstraßen der Welt.

Freunde und Förderer der Seenotretter können auch für den jüngsten Neubau spenden, indem sie das Stichwort SK 37 online oder auf einer Überweisung angeben.

https://www.seenotretter.de/aktuelles/ne...sch-ins-wasser/


Quelle und Foto: www.seenotretter.de


Noch weiß: Das Deck des Vorschiffs mit dem Ankerspill wird später in markantem Grün gestrichen sein.

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29.04.2017 00:00
#642 Schüler aus Unna sammeln 1.000 Euro für die Seenotretter antworten

28.04.2017
Schüler aus Unna sammeln 1.000 Euro für die Seenotretter

Mit großem Engagement und viel Spaß haben Schüler der Werner-von-Siemens-Gesamtschule Königsborn in Unna in dem Projekt „Klasse Seenotretter!“ ein Jahr lang sehr erfolgreich für die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) geworben. „Sie haben sich seit Mai 2016 mächtig ins Zeug gelegt“, lobte DGzRS-Projektleiter Thorsten Neumann das Engagement der Mädchen und Jungen der jetzigen Klasse 9c bei der „Staffelübergabe“ am Freitag, 28. April 2017, in Unna. 1.000 Euro sammelten die Neuntklässler in dieser Zeit für die Seenotretter. Die nächste Projekt-Station ist Rostock in Mecklenburg-Vorpommern.

Die westfälischen Schülerinnen und Schüler beschäftigten sich seit Mai 2016 nicht nur im Unterricht mit den Aufgaben der DGzRS, sondern warben gemeinsam mit Lehrer Markus Engelhaupt und Schulsozialpädagoge Sebastian Wilke für die Arbeit der Seenotretter. Eine Tombola auf dem Schulfest, der Verkauf alkoholfreier Cocktails am Tag der offenen Tür, ein Fußballturnier auf der neuen Außensportanlage und ein Crêpe-Verkauf in den Schulpausen – an Ideen mangelte es ihnen nicht. Bis April 2017 sammelten sie 1.000 Euro für die Seenotretter, deren Arbeit nach wie vor ausschließlich durch Spenden getragen wird.

Mit dem Geld finanziert die DGzRS einen neuen Überlebensanzug für die Station Hooksiel. Die Spezialausrüstung dient einem Seenotretter zum persönlichen Schutz. Sie verhindert auch im Wasser über Stunden lebensgefährliche Unterkühlungen. Als Erinnerung und Dankeschön für ihr großartiges Engagement überreichte Thorsten Neumann der Klasse eine sturmerprobte „ausgewehte“ Dienstflagge eines Seenotrettungskreuzers und jedem Schüler eine Urkunde.

Symbol für das Schulprojekt „Klasse Seenotretter!“ der DGzRS ist ein ausgemusterter Rettungsring des Seenotrettungskreuzers NIS RANDERS/Station Maasholm. Das Spezialschiff ist benannt nach dem Urtypen des Seenotretters aus der gleichnamigen Ballade von Otto Ernst. Der Rettungsring begleitete die Neuntklässler aus Unna ein Jahr lang bei ihrer Projektarbeit. Bei der „Staffelübergabe“ am Freitag wanderte er weiter in den Nordosten nach Rostock: Schüler der Nordlicht-Schule in der größten Stadt Mecklenburg-Vorpommerns werden das Projekt im Schuljahr 2017/2018 fortführen.

Die Rostocker Nordlichter mit Lehrer Lutz Müller wollen sich – das ist neu – jahrgangsübergreifend für die Seenotretter engagieren und im Unterricht auf vielfältige Weise mit der Arbeit der Besatzungen beschäftigen. „Damit ist unsere ‚Klasse Seenotretter‘ erstmals für zwölf Monate in Mecklenburg-Vorpommern zu Hause – das freut mich besonders“, betonte Thorsten Neumann. Und etwas Besonderes haben sich die Mädchen und Jungen der Nordlicht-Schule auch für den ersten offiziellen Termin am Donnerstag, 18. Mai 2017, um 8.50 Uhr überlegt.

Zum Hintergrund: Wissenschaftler loben das DGzRS-Projekt „Klasse Seenotretter!“

Die DGzRS hat das Projekt „Klasse Seenotretter!“ 2003 ins Leben gerufen. Es ist eine Kooperation zwischen einer Schulklasse und dem Seenotrettungswerk. Die Schülerinnen und Schüler werben jeweils ein Jahr lang auf verschiedenen selbstgestalteten Veranstaltungen für die Arbeit der DGzRS und beschäftigen sich im Unterricht auf vielfältige Weise mit den Seenotrettern.

Der Fachbereich Erziehungswissenschaften der Universität Koblenz-Landau hat das Projekt 2012/2013 wissenschaftlich begleitet. Untersucht wurden soziale Kompetenzen heterogener Lerngruppen. Eindeutiges Fazit: Das Projekt habe einen positiven Einfluss sowohl auf die einzelnen Kinder als auch auf die Klassengemeinschaft. Selbstwertgefühl, Verantwortungsbewusstsein und Durchhaltevermögen seien ebenso gestärkt worden wie Teambewusstsein und Gemeinschaftsgeist. Das bestärkt die Seenotretter, das Projekt auch in den kommenden Jahren fortzuführen.

Nähere Informationen für interessierte Schulen per Telefon unter +49 (0)421 · 53707 665 oder per E-Mail unter info@seenotretter.de.

https://www.seenotretter.de/aktuelles/ne...e-seenotretter/


Quelle und Foto: www.seenotretter.de


Das Symbol des Schulprojektes „Klasse Seenotretter!“ ist ein ausgemusterter Rettungsring der NIS RANDERS. Diesen übergeben Noah Bork (2. v. r.) und Henning Salzmann (r.) an Maximilian Zitzow (v. l.), Justin-Kay Böhme und Sophie Petermann aus Rostock

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05.05.2017 23:33
#643 Angela Merkel besucht freiwillige Seenotretter in Eckernförde antworten

05.05.2017
Angela Merkel besucht freiwillige Seenotretter in Eckernförde

Angela Merkel, Parteivorsitzende der CDU, hat die Freiwilligen-Station der Seenotretter in Eckernförde besucht. Am Europatag, Freitag, 5. Mai, informierte sie sich am Rande eines Aufenthaltes in der Hafenstadt an der schleswig-holsteinischen Ostseeküste über die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS).

Vormann Horst Egerland begrüßte die Regierungschefin und erläuterte ihr Arbeit und Aufgaben an Bord des Seenotrettungsbootes ECKERNFÖRDE. Im Gespräch mit ihm und seiner Freiwilligen-Crew knüpfte Merkel an ihren Besuch vor 15 Jahren auf der weiter nördlich gelegenen Ostseestation Langballigau an. Dort hatte sie im Juli 2002 die Arbeit der Seenotretter im deutsch-dänischen Grenzgebiet näher kennengelernt.

Bei ihrem jüngsten Termin in Eckernförde war es der Bundeskanzlerin deshalb ein persönliches Anliegen, den Kontakt zur DGzRS wiederaufzunehmen, deren gesamte unabhängige und eigenverantwortliche Arbeit nach wie vor durch freiwillige Zuwendungen und ohne Steuergelder finanziert wird.

Die DGzRS ist zuständig für den maritimen Such- und Rettungsdienst in den deutschen Gebieten von Nord- und Ostsee. Zur Erfüllung ihrer Aufgaben hält sie rund 60 Seenotrettungskreuzer und -boote auf 54 Stationen zwischen Borkum im Westen und Usedom im Osten einsatzbereit – rund um die Uhr, bei jedem Wetter. Jahr für Jahr fahren die Seenotretter mehr als 2.000 Einsätze, koordiniert von der SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS (MRCC = Maritime Rescue Co-ordination Centre). Seit Gründung der DGzRS 1865 haben ihre Besatzungen rund 84.000 Menschen aus Seenot gerettet oder drohenden Gefahren befreit.

https://www.seenotretter.de/aktuelles/ne...n-eckernfoerde/


Quelle und Foto: www.seenotretter.de


Bundeskanzlerin Angela Merkel mit der Besatzung des Seenotrettungsbootes ECKERNFÖRDE

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11.05.2017 20:40
#644 Einmal Seenotretter sein: Online-Wettbewerb der DGzRS macht’s möglich antworten

11.05.2017
Einmal Seenotretter sein: Online-Wettbewerb der DGzRS macht’s möglich

Es geht wieder los: Nach der großen Resonanz in den vergangenen beiden Jahren gibt es 2017 eine Neuauflage des außergewöhnlichen Online-Wettbewerbes „Werde Seenotretter für einen Tag“ der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS). Der Gewinner erlebt am 26. August 2017 ein anspruchsvolles Seenotretter-Training im modernen Ausbildungszentrum der Firma OffTEC und einen Tag später den spannenden Alltag auf dem Seenotrettungskreuzer BERLIN – 24 Stunden lang, ein Mal rund um die Uhr. Bewerben können sich Frauen und Männer ab 18 Jahren vom 11. Mai bis zum 8. August 2017.

Mehr als 1.100 Frauen und Männer hatten sich in den vergangenen Jahren um den Platz auf der BERLIN beworben. 2015 gewann Thomas Stasch aus Siegburg den Online-Wettbewerb und 2016 Lukas Brand aus Iserlohn. Für beide wurde ein Traum wahr: Sie gingen in Laboe an Bord der BERLIN.

Einmal Seenotretter-Luft schnuppern, für 24 Stunden live dabei sein und den Alltag an Bord miterleben; das wünschten sich beide seit ihrer Kindheit. Thomas Stasch schwärmt fast zwei Jahre später noch von seinen Stunden an Bord: „Ich habe mich auf der BERLIN keine Sekunde fremd gefühlt – mein Respekt vor den Seenotrettern ist seitdem noch einmal deutlich gewachsen.“.

Auch Lukas Brand war absolut begeistert: „Meine Erwartungen sind übertroffen worden: Ich habe mich sofort als Teil der großen Seenotretter-Familie gefühlt. Ich war nicht nur dabei, sondern mittendrin und werde die Stunden als ‚Seenotretter für einen Tag‘ nie vergessen.“

Auch für die Seenotretter ein besonderer Tag

Für Seenotretter Dirk Göttsch war es 2016 ebenfalls ein besonderer Tag: „Es waren auch für uns spannende 24 Stunden. Die Zusammenarbeit mit Lukas Brand hat uns allen viel Spaß gemacht.“ Dirk Göttsch ist Besatzungsmitglied der BERLIN und war 2016 dabei, als Lukas Brand „seinen Tag“ an Bord verbrachte.

„Wir bekommen fast täglich Anfragen, ob es möglich ist, einen Tag an Bord eines Seenotrettungskreuzers zu verbringen. Dies haben wir mit dem Wettbewerb aufgegriffen. Der Gewinner lernt nach einem intensiven Training unsere Arbeit hautnah kennen und kann seinen Freunden von seinen aufregenden Erlebnissen erzählen“, sagt Göttsch.

Los entscheidet

Bei dem Online-Wettbewerb können bis zum 8. August 2017 Frauen und Männer mitmachen, die mindestens 18 Jahre alt sind und mit einem ärztlichen Attest belegen können, dass sie körperlich fit sind. Sie müssen einfach ein Bild von sich selbst auf der Wettbewerbsseite werde.seenotretter.de hochladen und schreiben, warum sie den Alltag der Seenotretter erleben möchten.

Und wer gewinnt am Ende? Auf der Wettbewerbsseite kann jeder über die beste Bewerbung abstimmen. Der Gewinner wird aus den zehn Teilnehmern ermittelt, die die meisten Stimmen bekommen haben. Hier heißt es: Freunde, Bekannte und Kollegen motivieren, um am Ende vorn mit dabei zu sein. Die Entscheidung fällt per Los. Und auf den Gewinner warten spannende und anspruchsvolle 48 Stunden.

Sie oder er heuert am 26. und 27. August 2017 als Praktikant bei den Seenotrettern an. Am ersten Tag geht es gemeinsam mit einigen Seenotrettern ins nordfriesische Enge-Sande, nahe dem Ort Leck und der dänischen Grenze. Das Meer ist zwar kilometerweit entfernt, dennoch wird dort die Grundlage für den Tag an Bord gelegt. Im modernen Ausbildungszentrum der Firma OffTEC lernt der Gewinner vieles von dem, was Seenotretter können müssen, bevor sie zum ersten Einsatz rausfahren.

Hautnah dabei

Das achtstündige Training hat es in sich: Meterhohe Wellen, Sturm mit Windstärke 9, Regen – all das wird der Gewinner im Training erleben. Im Wasser. Bei völliger Dunkelheit. Eines ist bei all dem besonders wichtig: Teamgeist.

Anschließend geht es zur DGzRS-Station Laboe und der neuen BERLIN. Der Seenotrettungskreuzer ist seit Januar an der Kieler Förde stationiert. Dort wird der Gewinner 24 Stunden bei den Seenotrettern verbringen – wie ein ganz normales Mitglied der Mannschaft. Kommt es zum Einsatz, wird er dabei sein. Hautnah. Er kann vielleicht das miterleben, was sonst meist unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfindet – Einsätze bei „Nacht und Nebel“, weit draußen auf See.

Seenotretter-Wettbewerb: Fragen und Antworten

Wer kann teilnehmen?
Jeder, der mindestens 18 Jahre alt ist und mit einem ärztlichen Attest belegen kann, dass er körperlich fit ist.
Wie kann ich mich bewerben?
Jeder Teilnehmer muss ein Bild von sich selbst auf der Wettbewerbsseite hochladen und schreiben, warum er der Richtige ist, den Alltag an Bord eines Seenotrettungskreuzers zu erleben.
Wie lange läuft der Wettbewerb?
Der Wettbewerb dauert vom 11. Mai bis zum 8. August 2017.
Wer gewinnt?
Auf der Wettbewerbsseite kann jeder über die beste Bewerbung abstimmen. Der Gewinner wird aus den zehn Bewerbern ermittelt, die die meisten Stimmen bekommen haben. Die Entscheidung fällt per Los.
Was gibt es zu gewinnen?
Am 26. und 27. August 2017 heuert der Gewinner als Praktikant bei den Seenotrettern an. Am ersten Tag geht es nach Sande in der Nähe von Niebüll. Das Meer ist zwar kilometerweit entfernt, dennoch wird dort die Grundlage für den Tag an Bord gelegt. Im modernen Ausbildungszentrum der Firma OffTEC lernt der Gewinner vieles von dem, was Seenotretter können müssen, bevor sie zum ersten Einsatz rausfahren.
Das achtstündige Training hat es in sich: Meterhohe Wellen, Sturm mit Windstärke 9, Regen – all das wird der Gewinner im Training erleben. Im Wasser. Und auch bei völliger Dunkelheit. Sein Job wird es unter anderem sein, eine umgestürzte Rettungsinsel wieder aufzurichten oder Schiffbrüchige vor dem Ertrinken zu retten.
Nach dem Training geht es zur DGzRS-Station Laboe und zum Seenotrettungskreuzer BERLIN. Dort wird der Gewinner 24 Stunden bei den Seenotrettern in Laboe verbringen. Wie ein ganz normales Mitglied der Mannschaft. Kommt es zum Einsatz, wird er dabei sein. Hautnah.
Zudem laden die Seenotretter die neun Bewerber ohne Losglück zu einer Kontrollfahrt auf einem ihrer Seenotrettungskreuzer ein. Ein gemeinsamer Termin wird nach Ende des Wettbewerbs vereinbart. Die Anreise hierfür erfolgt „auf eigenem Kiel“.

https://www.seenotretter.de/aktuelles/ne...hts-moeglich-2/


Quelle und Foto: www.seenotretter.de


Freuen sich auf viele Teilnehmer beim Online-Wettbewerb „Werde Seenotretter für einen Tag“: Seenotretter Dirk Göttsch (l.) und Thomas Stasch, Gewinner von 2015.

Angefügte Bilder:
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13.05.2017 21:00
#645 Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier übernimmt Schirmherrschaft antworten

12.05.2017
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier übernimmt Schirmherrschaft

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die Schirmherrschaft über die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) übernommen. Für die Seenotretter ist dieses Signal von Seiten des Staatsoberhauptes von besonderer Bedeutung, da ihre gesamte Arbeit ausschließlich durch freiwillige Zuwendungen getragen wird.

„Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger leistet seit über 150 Jahren einen außerordentlich wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft“, so der Bundespräsident in seinem Schreiben an Gerhard Harder, ehrenamtlicher Vorsitzer der DGzRS. „Die Seenotretter sind rund um die Uhr und bei jedem Wetter einsatzbereit. Ich habe großen Respekt vor dieser Leistung.“
Mit der Übernahme der Schirmherrschaft folgt Bundespräsident Steinmeier seinen Vorgängern im Amt, die stets Schirmherren der Seenotretter gewesen sind.
Die DGzRS ist zuständig für den maritimen Such- und Rettungsdienst in den deutschen Gebieten von Nord- und Ostsee. Zur Erfüllung ihrer Aufgaben hält sie rund 60 Seenotrettungskreuzer und -boote auf 54 Stationen zwischen Borkum im Westen und Usedom im Osten einsatzbereit – rund um die Uhr, bei jedem Wetter. Jahr für Jahr fahren die Seenotretter mehr als 2.000 Einsätze, koordiniert von der SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS (MRCC = Maritime Rescue Co-ordination Centre). Seit Gründung der DGzRS 1865 haben ihre Besatzungen rund 84.000 Menschen aus Seenot gerettet oder drohenden Gefahren befreit.

https://www.seenotretter.de/aktuelles/ne...hirmherrschaft/


Quelle:www,seenotretter.de


Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (Foto: Bundesregierung/Steffen Kugler)

Angefügte Bilder:
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