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21.01.2018 16:00
#706 Bremer Eiswette 2018: Die „Werser geiht!“ antworten

20.01.2018
Bremer Eiswette 2018: Die „Werser geiht!“

Seit 1829 wird an jedem 6. Januar in Bremen gewettet, ob die Weser „geiht“ oder „steiht“. Ein 99 Pfund schwerer Schneider mit heißem Bügeleisen (und losem Mundwerk) prüft, ob die Weser fließt oder zugefroren ist – früher wichtig für Handel und Schifffahrt.

Damals war der Gegenstand der Wette von größter Bedeutung. War die Weser zugefroren, gab es keine Schifffahrt auf dem Fluß. Die Kaufleute wetteten jedes Jahr, ob die Weser am 6.1. zugefroren sei. Die Verlierer der Wette zahlten das zwei Wochen später stattfindende Festessen.

Schon lange friert die Weser nicht mehr zu, und inzwischen entscheidet das Los über „Gewinner“ und „Verlierer“, doch die alten Rituale sind geblieben und sorgen jedes Jahr für viel Begeisterung beim zahlreich erscheinenden Publikum: Eiswett-Präsidium, „Novizen“ der Bremer Kaufmannschaft, „Medicus publicus“ und „Notarius publicus“ mit langen Lockenperücken, der „Secretarius“ sowie unter anderen auch die heiligen drei Könige haben jeweils fest zugewiesene Rollen. Der politische Spott auf die Bremer Politik ist in erster Linie Aufgabe des Schneiders, der von Peter Lüchinger meisterhaft in Szene gesetzt wird. Eigentlich sollte er mit seinem heißen Bügeleisen die Festigkeit des Eises prüfen, doch hinter dem Zeremoniell fließt für alle deutlich sichtbar auch in diesem Jahr das Wasser der Weser.

Für die Seenotretter ist es Ehrensache, den Schneider mit dem Arbeitsboot eines Seenotrettungskreuzers trockenen Fußes über den Fluß zu setzen. Seit Jahren wird beim Stiftungsfest zwei Wochen nach der Eiswette für die Seenotretter gesammelt. Allein bei den Festen 2016 und 2017 hatten die rund 800 Eiswettgenossen und ihre Gäste jeweils rund 450.000 Euro in die Zahlteller der Tischältesten gelegt – und mit diesen Spenden ein neues Seenotrettungsboot fast vollständig finanziert.

Im August wurde das Seenotrettungsboot feierlich auf den Namen SECRETARIUS getauft. Secretarius Peter Albrecht ist seit 2005 für die gesamte Organisation der Eiswette zuständig. Die Spende der Eiswette und ihrer Gäste ist die jährlich größte Einzelspende an die DGzRS. Die Seenotretter drückten ihre große Dankbarkeit nicht zuletzt dadurch aus, dass auch bereits das Tochterboot des Seenotrettungskreuzers HARRO KOEBKE nach einer Rolle der Eiswette NOTARIUS benannt wurde; und der Seenotrettungskreuzer der Station Nordstrand heißt EISWETTE.

In diesem Jahr nahm der Seenotrettungskreuzer EUGEN mit seinem Arbeitsboot HUBERTUS an der Eiswette teil. Die üblicherweise am Dreikönigstag abgehaltene Zeremonie findet stets am Punkendeich in Höhe der Weserfähre statt. Auch in diesem Jahr begleiteten die Seenotretter die Veranstaltung an Land mit einem Infostand.

Nachtrag 20. Januar 2018:

Beim diesjährigen Stiftungsfest spendeten die Eiswettgenossen und ihre Gäste nach Medienberichten die Rekordsumme von 467.760,04 Euro für die Seenotretter. Allen Spendern sagt die DGzRS dafür ganz herzlichen Dank!

https://www.seenotretter.de/aktuelles/da...e-werser-geiht/


Quelle und Foto: www.seenotretter.de


In diesem Jahr bei der Bremer Eiswette: Seenotrettungskreuzer EUGEN mit Arbeitsboot HUBERTUS

Angefügte Bilder:
csm_Eiswette2018-19_ceaa23e8ab.jpg  
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23.01.2018 04:44
#707 Schauspieler Till Demtrøder besucht „seine“ Seenotretter auf der „boot“ Düsseldorf antworten

22.01.2018
Schauspieler Till Demtrøder besucht „seine“ Seenotretter auf der „boot“ Düsseldorf

Schauspieler Till Demtrøder hat „seine“ Seenotretter auf der weltgrößten Wassersportmesse „boot“ Düsseldorf besucht. Der neue „Bootschafter“ der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) war am Montag, 22. Januar 2018, für eine Autogrammstunde auf dem DGzRS-Messestand zu Gast, um mit Freunden und Förderern der Seenotretter ins Gespräch zu kommen.

Erst vor wenigen Tagen hatten die Seenotretter Till Demtrøder als ihren neuen ehrenamtlichen „Bootschafter“ der Öffentlichkeit vorgestellt. Bei einer Mensch-über-Bord-Übung vor Cuxhaven zogen sie den Schauspieler aus der Nordsee. „Nur wenn man weiß, wovon man spricht, kann man auch andere Menschen überzeugen“, sagte er nach seinem Sprung ins vier Grad kalte Wasser – ausgerüstet mit Überlebensanzug und professioneller Rettungsweste der Seenotretter.

Demtrøder ist ein echtes Nordlicht, das auch im Segelboot auf Nord- und Ostsee zu Hause ist. Einem breiten Publikum ist der „waschechte“ Hamburger unter anderem durch seine langjährige Rolle als Zivilfahnder Henning Schulz in der ARD-Erfolgsserie „Großstadtrevier“ bekannt geworden. Große Beliebtheit errang er zudem als Old Shatterhand in der Inszenierung „Der Schatz im Silbersee“ bei den Karl-May-Spielen Bad Segeberg.

Der Schauspieler verfolgt die Arbeit der Seenotretter seit vielen Jahren. Besonders beeindruckt ihn ihre Organisations- und Finanzierungsform: „Ich war völlig erstaunt, als ich erfahren habe, dass die Seenotretter ohne jegliche staatliche Hilfe auskommen. Das war mir lange überhaupt nicht klar. Es hat meinen Respekt noch mal vergrößert.“

2017 waren die Seenotretter mehr als 2.050 Mal im Einsatz. Dabei retteten sie rund 500 Menschen aus Seenot oder befreiten sie aus Gefahr. Mit einem umfangreichen Neubau- und Umstationierungsprogramm bereiten sich die Seenotretter auf künftige Herausforderungen vor. 2017 wurden sechs neue Rettungseinheiten in Dienst gestellt, fünf weitere folgen 2018.

https://www.seenotretter.de/aktuelles/ne...-duesseldorf-1/


Quelle und Foto: www.seenotretter.de


Prominenter Besuch am DGzRS-Messestand auf der „boot“ in Düsseldorf: Seenotretter-„Bootschafter“ Till Demtrøder ist für eine Autogrammstunde vorbeigekommen.

Angefügte Bilder:
csm_2018-01-22-Autogrammstunde-Till-Demtroeder_e66349c0dc.jpg  
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27.01.2018 01:23
#708 Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger verleiht Medaille für Rettung aus Seenot am Bande in Gold antworten

26.01.2018
Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger verleiht Medaille für Rettung aus Seenot am Bande in Gold

Amerikanische Rettungseinheit 920th Rescue Wing sind für dramatische Rettung von zwei Deutschen aus Lebensgefahr ausgezeichnet worden.

Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) hat am Freitag, den 26. Januar 2018, die amerikanische Rettungseinheit 920th Rescue Wing der U.S. Air Force mit der Medaille für Rettung aus Seenot am Bande in Gold ausgezeichnet. Commander Kurt Matthews und sechs der im Juli 2017 beteiligten Retter nahmen die seltene Auszeichnung der Seenotretter im Internationalen Maritimen Museum in Hamburg entgegen. An der Rettung waren seinerzeit über 80 Menschen beteiligt.

Etwa 800 Kilometer östlich der Küste Floridas war die Segelyacht zweier Deutscher am 7. Juli 2017 in Brand geraten. Vater und Sohn (66 und 48 Jahre alt) schafften es in letzter Sekunde, in die Rettungsinsel zu steigen. Der Sohn erlitt lebensgefährliche Brandverletzungen. In einer spektakulären Rettungsaktion gelang es der Sondereinheit 920th Rescue Wing der U.S. Air Force, die beiden zu retten.

Die Verleihungsrede hielt Gerhard Harder, ehrenamtlicher Vorsitzer der DGzRS: „Der technische Fortschritt ermöglicht es heute, Rettungen weit entfernt von der Küste durchzuführen und unter Umständen, die früher undenkbar gewesen wären. Dennoch – technische Lösungen allein retten keine Menschen aus Seenot. Genau wie vor mehr als 150 Jahren, als unsere Gesellschaft gegründet wurde, sind es auch heute erst das Können, der Mut und die Beharrlichkeit der Retter, die es ermöglichen, Menschen aus Lebensgefahr zu befreien“, betonte Harder.

Die Medaille für Rettung aus Seenot am Bande wurde zum ersten Mal seit 20 Jahren in Gold, ihrer höchsten Stufe, verliehen. Voraussetzung für eine Verleihung ist die Rettung durch oder für eine deutsche Besatzung aus Seenot, sofern sie unter besonders schwierigen Umständen und möglicherweise unter Lebensgefahr stattgefunden hat. Eingelegt in eine Urkunde übergab Gerhard Harder die Medaille an Colonel Kurt Matthews. Die anwesenden Retter erhielten eine dazugehörige sogenannte Bandschnalle, die als Brustabzeichen getragen werden kann.

Die Rettung der Besatzung der Segelyacht „Caroona“ war vor allem wegen der enormen Entfernung von der Küste und der lebensgefährlichen Verletzungen eines der Schiffbrüchigen hochkomplex. Über Satellitentelefon hatten Vater und Sohn Familienangehörige in Bremerhaven angerufen. Über diesen Umweg landete die Notmeldung bei der Feuerwehr in Bremerhaven, die kurz nach 15 Uhr (7. Juli 2017) die SEENOTLEITUNG BREMEN alarmierte. Zu diesem Zeitpunkt waren Vater und Sohn bereits in die Rettungsinsel gegangen. Die SEENOTLEITUNG setzte sich umgehend mit der amerikanischen Küstenwache in Verbindung.

Von der amerikanischen Küstenwache wurde die U.S. Air Force alarmiert. Der durch die amerikanische Küstenwache umgeleitete Tanker „Nord Nightingale“ erreichte zwar nach gut acht Stunden die treibende Rettungsinsel mit den beiden Deutschen, hatte aber vor Ort keine Möglichkeit, die beiden sicher an Bord zu nehmen. Fallschirmspringer der „Guardian Angels“ des 920th Rescue Wing wurden per Flugzeug ins Einsatzgebiet geflogen und sprangen mit medizinischer Ausrüstung und einem Rettungsboot aus dem Flugzeug in den Atlantik ab. Noch an der Rettungsinsel nahmen sie eine medizinische Erstversorgung der Schiffbrüchigen vor.

Die beiden wurden vom Rescue Team auf den Tanker gebracht. Zur Abbergung wurden zwei Hubschrauber, von einem weiteren Flugzeug begleitet, ins Einsatzgebiet geflogen. Mit Nachsichtgeräten konnte das Winsch-Manöver mit dem Tanker für Retter und Gerettete vorgenommen werden. Aufgrund der Entfernung war für beide Hubschrauber zweimaliges Nach-Tanken in der Luft sowohl während des Hin- wie auch während des Rückfluges erforderlich, was über die Flugzeuge erfolgte.

Die Hubschrauber landeten auf dem Orlando High School Football Feld, da sie aufgrund ihres Gewichts das Krankenhaus nicht direkt anfliegen konnten. Die Feuerwehr von Orlando brachte die beiden Geretteten ins Hospital.

Die beiden Hubschrauber flogen während der Mission je neuneinhalb Stunden, die Flugzeuge gut sechs Stunden bzw. gut sieben Stunden. Alle Einheiten legten je ca. 1.100 Meilen zurück. Beteiligt waren an der Rettungsmission über 80 Mitglieder der Spezialeinheit.

An der Verleihung im Internationalen Maritimen Museum, das die Veranstaltung der Seenotretter großzügig unterstützte, nahmen neben US-Generalkonsul Richard Yoneoka auch die beiden Geretteten teil. Besonders bewegend war der Moment des Wiedersehens von Rettern und Geretteten.

Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger ist in Deutschland für den maritimen Such- und Rettungsdienst zuständig, den sie mit rund 60 eigenen Seenotrettungskreuzern und -booten durchführt. Sie fördert jedoch auch den Austausch von Fachwissen auf internationaler Ebene. Ihre gesamte Arbeit wird ausschließlich durch Spenden finanziert.

Sowohl das Internationale Maritime Museum wie auch das Bläserquartett des Polizeiorchesters unterstützten die Veranstaltung und verzichteten auf ihre Aufwendungen bzw. Gage.


Die Pressemitteilung des 920th Rescue Wing der U.S. Air Force und Pressefotos zum Einsatz finden Sie hier. Die U. S. Air Force hat Teile der Rettungsaktion gefilmt und auf Youtube veröffentlicht.

Der Download von Film- und Fotomaterial ist über untenstehende Plattform möglich (eine Registrierung ist erforderlich): Video-Footage, Fotos und Teile des Materials (Public Domain) können Sie auch hier direkt downloaden.

https://www.seenotretter.de/aktuelles/ne...eenot-am-bande/


Quelle und Foto: www.seenotretter.de


Gerhard Harder (r.), Vorsitzer der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS), hat im Internationalen Maritimen Museum in Hamburg die amerikanische Rettungseinheit 920th Rescue Wing der U.S. Air Force mit der Medaille für Rettung aus Seenot am Bande in Gold ausgezeichnet. Commander Kurt Matthews (3. v. l.) und sechs der im Juli 2017 beteiligten Retter nahmen die seltene Auszeichnung der Seenotretter entgegen. Die Geretteten Karl-Heinz Meer sen. (4. v. l.) und Karl-Heinz Meer jun. (6. v l.) sowie die DGzRS-Wachleiter Uwe Boltes (2. v. l.) und Susanne Berner (4. v. r.), die den Einsatz seitens der DGzRS geleitet hatten, waren ebenfalls vor Ort. Foto: DGzRS – Die Seenotretter

Angefügte Bilder:
csm_2018-01-26-Medaille-Rettung-aus-Seenot-web_f2db96105a.jpg  
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28.05.2018 11:11
#709 RE: Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger verleiht Medaille für Rettung aus Seenot am Bande in Gold antworten
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09.06.2018 03:40
#710 Über internationale Zusammenarbeit im Seenotfall antworten

08.06.2018
Über internationale Zusammenarbeit im Seenotfall

Drei Fragen an Kapitän Dirk Hinners-Stommel, Leiter der SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS:

Seenotretter sind rund um den Globus im Einsatz. Die Arbeit der weltweit zuweilen recht unterschiedlichen Organisationen macht dabei an Grenzen nicht halt. Für eine reibungslose internationale Zusammenarbeit im Seenotfall ist vor allem der ständige Austausch der Seenotrettungsdienste untereinander wichtig.

Wie wichtig ist internationale Zusammenarbeit für die Seenotretter?
Für Seenotretter ist internationale Kooperation außerordentlich wichtig. Wasser hat ja in dem Sinne keine wirklichen Grenzen. Deutsche Schiffe havarieren auch mal im Ausland, und die dort zuständigen Kollegen brauchen Informationen, um so schnell wie möglich helfen zu können. Manchmal gibt es Seenotfälle in Grenzgebieten unseres eigenen Zuständigkeitsbereiches. Dann leitet die Organisation, die zuerst informiert wird, auch die Rettungsmaßnahmen ein. Wir haben ein sehr partnerschaftliches Verhältnis zu unseren Schwesterorganisationen weltweit und arbeiten Hand in Hand.

Fällt Ihnen ein eindrucksvolles Beispiel für diese Zusammenarbeit ein?
Im Sommer des vergangenen Jahres haben unsere Wachleiter in der SEENOTLEITUNG BREMEN wegen eines Seenotfalls im Atlantik die US-amerikanische Küstenwache alarmiert. Eine zwölf Meter lange Segelyacht war auf dem Weg von Jamaika nach Deutschland in Brand geraten. Die beiden Segler, Vater und Sohn, hatten über Satellitentelefon bei ihrer Familie in Bremerhaven angerufen. Der Notruf wurde an uns weitergeleitet. Dank der guten Zusammenarbeit mit den amerikanischen Kollegen konnten die beiden Segler gerettet werden – einer davon mit schweren Brandverletzungen. Die US-Luftwaffe hatte sogar Marine-Fallschirmspringer im Einsatz. Der Unglücksort war 800 Kilometer vom Festland entfernt.

Was ist notwendig, damit das Zusammenspiel zwischen den einzelnen Organisationen klappt?
Ganz wichtig ist der ständige Austausch untereinander: So üben wir beispielsweise regelmäßig gemeinsam mit unseren Kollegen aus benachbarten Ländern wie den Niederlanden und Dänemark. Bei solchen groß angelegten Übungen kommen schon mal bis zu 20 Rettungsschiffe zusammen. Zudem machen Kollegen aus anderen Ländern regelmäßig Dienst auf Schiffen der Schwesterorganisationen. Auf diese Weise lernen sie gegenseitig ihre Ausrüstung und die jeweiligen Besonderheiten kennen. Und: Es gibt selbstverständlich internationale Vorgaben, die genau festlegen, wie die Abläufe in einem Seenotfall sind. Es ist schon klasse, wie gut die Zusammenarbeit funktioniert, wenn man – egal, wo auf der Welt – dasselbe Ziel hat: Menschleben aus Seenot zu retten.

https://www.seenotretter.de/aktuelles/ne...-im-seenotfall/


Quelle und Foto: www.seenotretter.de


Kapitän Dirk Hinners-Stommel, Leiter der SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS

Angefügte Bilder:
csm_2018-06-08-Dirk-Hinners-Stommel_a5415677db.jpg  
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15.06.2018 01:23
#711 Damit am Ende alles passt antworten

14.06.2018
Damit am Ende alles passt

Sie biegen, schweißen, schleifen und messen – die Schiffbauer auf der Fassmer-Werft arbeiten unter Hochdruck an dem neuen Seenotrettungskreuzer für die Schleimündung. Derzeit bereiten sie unter anderem den endgültigen Einbau der Maschine vor. Dabei kommt es auf höchste Präzision an.

Die nächste Einheit der 20-Meter-Klasse mit der internen Bezeichnung SK 39 ist für die Schleimündung mit Liegeplatz in Olpenitz vorgesehen – die DGzRS teilt ihre bisherige Doppelstation Maasholm. Der mit Festangestellten besetzte Seenotrettungskreuzer liegt dann im neuen Yachthafen Olpenitz. Das ebenfalls in Maasholm stationierte Seenotrettungsboot, das von Freiwilligen gefahren wird, hat seinen Liegeplatz auch künftig im dortigen Fischereihafen.

Der neue Seenotrettungskreuzer SK 39 wird ein Schwesterschiff der bereits im Dienst befindlichen Einheiten EISWETTE/Station Nordstrand (Baujahr 2009), EUGEN/Station Norderney (2009), THEODOR STORM/Station Büsum (2011), PIDDER LÜNG/Station List (2013) und BERTHOLD BEITZ/Station Greifswalder Oie (2017). Wie alle Schiffe der DGzRS wird er als Selbstaufrichter konstruiert.

https://www.seenotretter.de/aktuelles/ne...de-alles-passt/


Quelle und Foto: www.seenotretter.de


Gut gerüstet: Damit die Werftarbeiter überall gut, schnell und sicher arbeiten können, ist SK 39 komplett eingerüstet.

Angefügte Bilder:
WTB-SK39-06-01.jpg  
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Heute 00:33
#712 Schiffbrüchigen Alleinsegler in der Biskaya gerettet antworten

18.06.2018
Schiffbrüchigen Alleinsegler in der Biskaya gerettet

Dank perfekter internationaler Zusammenarbeit ist am Montagmorgen, 18. Juni 2018, ein schiffbrüchiger deutscher Alleinsegler in der Biskaya aus Seenot gerettet worden. Der Mann musste nach starkem Wassereinbruch seine sinkende Segelyacht aufgeben und eine Rettungsinsel besteigen. Die SEENOTLEITUNG BREMEN der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) hatte den Notruf des Skippers empfangen und an die französischen Kollegen in Étel weitergeleitet. Der Skipper blieb unverletzt.

Der erfahrene Segler aus der Nähe von Saarlouis saß bereits in seiner Rettungsinsel, als er gegen 7 Uhr mit seinem Satellitentelefon die SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS anrief. Ruhig und unaufgeregt erzählte er den Wachleitern, was passiert war: Auf seinem Törn ins spanische A Coruña hatte er mitten in der Biskaya plötzlich starken Wassereinbruch aus unbekannter Ursache erlitten.

Mit Bordmitteln gelang es ihm nicht, die Situation unter Kontrolle zu bringen. Während seine 14 Meter lange Segelyacht langsam sank, stieg er in die Rettungsinsel. Mit ihr trieb er etwa 130 Seemeilen (rund 240 Kilometer) südwestlich von Brest.

Die Wachleiter der SEENOTLEITUNG BREMEN (MRCC = Maritime Rescue Co-ordination Centre) alarmierten sofort ihre französischen Kollegen des MRCC Étel, das für das Seegebiet zuständig ist. Die Franzosen schickten einen Hubschrauber der Marine zur Notfallposition.

Vor Ort winschten die Marineflieger den Schiffbrüchigen auf und flogen ihn zum Militärflugplatz Lanvéoc-Poulmic südlich von Brest. Nach einer ärztlichen Untersuchung stand fest: Der Segler hatte die lebensbedrohliche Situation sehr gut verkraftet und war unverletzt geblieben.

https://www.seenotretter.de/aktuelles/se...skaya-gerettet/


Quelle und Foto: www.seenotretter.de


Auch in der Biskaya im Einsatz: Die Wachleiter der SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS sind an der Rettung eines schiffbrüchigen Alleinseglers aus Deutschland beteiligt gewesen. Archiv-Foto: Die Seenotretter – DGzRS/Sven Junge

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