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 Wissenswertes über Langeoog
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20.01.2019 04:56
#751 Neues Seenotrettungsboot der DGzRS am Eröffnungstag der 50. „boot“ Düsseldorf auf den Namen GERHARD ELSNER getauft Antworten

19.01.2019
Neues Seenotrettungsboot der DGzRS am Eröffnungstag der 50. „boot“ Düsseldorf auf den Namen GERHARD ELSNER getauft

Seenotretter stationieren Neubau im Wassersportrevier Kieler Förde – Spezialschiff aus Nachlass eines passionierten Seglers finanziert

Ein neues Seenotrettungsboot der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) hat am Samstag, 19. Januar 2019, dem Eröffnungstag der 50. „boot“ in Düsseldorf, den Namen GERHARD ELSNER erhalten. Noch vor seiner Indienststellung hat das neueste Spezialschiff der Seenotretter eine ungewöhnliche Reise zur weltgrößten Wassersportausstellung angetreten. Dort ist es bis einschließlich 27. Januar zu sehen. Sein Einsatzgebiet wird die viel befahrene und bei Wassersportlern beliebte Kieler Förde.


„Wir freuen uns sehr über diese besondere Bootstaufe zu unserem Messejubiläum als Zeichen der Verbundenheit der Gemeinschaft der Wassersportler mit der starken Gemeinschaft ,ihrer‘ Retter auf Nord- und Ostsee“, sagte Petros Michelidakis, Direktor der „boot“ Düsseldorf, in seinem Grußwort zur Taufe des Neubaus auf dem Messestand der Seenotretter in Halle 14 (Stand D65). Nach wie vor wird die gesamte Arbeit der Seenotretter ausschließlich durch Spenden und freiwillige Beiträge finanziert.

Stationierung im Wassersportrevier Kieler Förde

Stationiert wird SRB 73 im Olympiahafen Kiel-Schilksee. Kieler Förde und Kieler Bucht gelten als Mekka des Wassersports. „Einhandsegler sind dort ebenso unterwegs wie Traditionsschiffe und moderne Yachten, aber auch große Fähren und viele Frachtschiffe“, beschreibt Vormann Hans-Jürgen Naumann das stark befahrene Revier seiner rund 25 freiwilligen Seenotretter.

Von der Bedeutung für Wassersportler zeugen mehrere tausend Yachtliegeplätze, die Kieler Woche als eines der größten Segelsportereignisse der Welt sowie jährlich viele weitere Regattaserien mit großen Feldern in fast allen Bootsklassen. Beliebt ist das Revier zudem bei Hochsee- und Sportanglern, Surfern und Kitesurfern. Sie alle sind auch auf der „boot“ Düsseldorf zu Hause. „Und für alle sind wir da, wenn sie in Not geraten“, sagt Naumann.

Finanziert aus dem Nachlass eines passionierten Seglers

Der Name des Neubaus erinnert an den Ende 2016 verstorbenen passionierten Segler Gerhard Elsner aus Berlin. Er hat die Seenotretter großzügig in seinem Testament bedacht. Das Seenotrettungsboot wurde aus seinem Nachlass finanziert. Zur Taufe überreichte sein Sohn Helmut eine Medaille mit dem Porträt seines Vaters an die Seenotretter. Sie soll an Bord aufgehängt werden und – in Anlehnung an eine Schiffbautradition – der Besatzung Sicherheit, Glück und Gesundheit verheißen.

Getauft wurde das neue Seenotrettungsboot durch Schwiegertochter Dr.-Ing. Gabriele Dorfstecher, die der GERHARD ELSNER und ihrer Besatzung allzeit gute Fahrt und stets eine sichere Heimkehr wünschte. Der Neubau wird auf der Freiwilligenstation Schilksee die 2003 gebaute WALTER ROSE ablösen. Sie wiederum wechselt dann zur Ausbildungsstation Neustadt beziehungsweise wird als Springer zum Einsatz kommen.

Bereits 1990 hatte das Tochterboot JAPSAND des Seenotrettungskreuzers EISWETTE auf der „boot“ seinen Namen erhalten – als Zeichen des Dankes der Seenotretter an ihre zahlreichen Freunde und Förderer in Nordrhein-Westfalen. Allein an Rhein und Ruhr spenden mehr als 60.000 Menschen regelmäßig für die Seenotretter. Und rund 2.000 der bekannten rot-weißen Sammelschiffchen haben dort ihren „Liegeplatz“. Auch die „boot“ und viele ihrer Aussteller unterstützen die Seenotretter seit Jahrzehnten.

Modifizierter Nachbau der bewährten 9,5-/10,1-Meter-Klasse

Die GERHARD ELSNER ist ein modifizierter Nachbau der 9,5-/10,1-Meter-Klasse. Die Einheiten dieses Typs haben sich in zahlreichen Einsätzen auch unter extremen Bedingungen zur Zufriedenheit der Besatzungen in allen Revieren hervorragend bewährt.

Die Eckdaten des neuen Seenotrettungsbootes:
Länge über Alles: 10,1 Meter • Breite über Alles: 3,61 Meter • Tiefgang: 0,96 Meter
Verdrängung: 8 Tonnen • Geschwindigkeit: 18 Knoten (ca. 33 km/h)
Besatzung: Freiwillige • Antrieb: ein Propeller, 380 PS

Hohe Seetüchtigkeit, umfangreiche Ausrüstung

Gebaut wurde die GERHARD ELSNER auf der Werft Tamsen Maritim in Rostock. Wie alle Einheiten der DGzRS wurde sie als Selbstaufrichter konstruiert, vollständig aus Aluminium im bewährten Netzspantensystem. Der Bootstyp zeichnet sich durch hohe Seetüchtigkeit aus. In Grundsee und Brandung besitzt er gute See-Eigenschaften, manövriert einwandfrei, übersteht heftige Grundstöße und ist in der Lage, dank des rundumlaufenden Fendersystems auch bei höheren Fahrtstufen und unter erschwerten Bedingungen bei Havaristen längsseits zu gehen.

Für Einsätze unter schwierigsten Bedingungen sind bei der Konstruktion umfassende Sicherheitskriterien berücksichtigt worden. Die Rettungseinheiten dieses Typs sind mit modernster Navigationstechnik, leistungsstarken Schlepp- und Lenzgeschirren sowie einer umfangreichen Ausrüstung zur medizinischen Erstversorgung ausgestattet.

https://www.seenotretter.de/aktuelles/ne...-namen-gerhard/


Quelle und Foto: www.seenotretter.de


Der erste Blick aufs neue Seenotrettungsboot: Die Freiwilligen-Besatzung aus Schilksee trifft vor der Taufe am Messestand ein

Angefügte Bilder:
csm_WTB_SRB73_06_01_a7b66220c5.jpg  
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31.01.2019 18:08
#752 „Der Gesellschaft etwas zurückgeben“ Antworten

29.01.2019
„Der Gesellschaft etwas zurückgeben“

„Einfach nur zugucken, ist nichts für mich“, sagt Torben Brandt aus Berlin. Als wir für dieses Porträt mit ihm telefonieren, ist der ehrenamtliche Mitarbeiter der Seenotretter gerade wegen einer Schnittwunde an der Hand auf dem Weg zum Arzt. Als andere sich in einer U-Bahn prügelten, ist er dazwischen gegangen. Ein Mann, der eingreift.

Der 25-jährige Torben Brandt ist bereits im fünften Jahr Mitglied der Land-Crew der DGzRS. „Meine ersten Erinnerungen an die Seenotretter sind die Adressaufkleber, die mein Großvater als Förderer bekam“, sagt er. Als Torben zum Studium nach Greifswald an die Ostseeküste ging, suchte er eine Möglichkeit, sich ehrenamtlich zu engagieren. Der Student begann, das Info-Zentrum in Warnemünde mitzubetreuen.

Inzwischen wohnt er in Berlin und informiert Besucher bei Festen, Messen oder zuletzt beim Tag der Seenotretter in Bremerhaven. Für solche Ereignisse nimmt er sich dann auch mal Urlaub. „Ich habe zeitlich und finanziell die Möglichkeit, etwas zu geben. Vielleicht wird das nicht immer so sein. Aber solange ich das kann, mache ich es. Für mich gehört es dazu, der Gesellschaft etwas zurückzugeben.“

An seinem Heimatort Celle in der Lüneburger Heide leistete Torben Brandt Jugendarbeit bei der Evangelischen Kirche und setzte sich als Notfallseelsorger ein. Auch heute betreut er immer noch einmal jährlich Jugendgruppenreisen. Neben dem guten Gefühl, etwas Wertvolles zu tun, macht Torben Brandt die Arbeit vor allem Spaß: „Die Ehrenamtlichen der Seenotretter sind wie eine zweite Familie. Alle sind mit Herzblut dabei.” Brandt schätzt den Kontakt zu den Menschen. „Manchmal kommen Kinder an den Stand, die ein unglaubliches Wissen über die Seenotretter haben. Es ist toll, das zu erleben.“

https://www.seenotretter.de/aktuelles/ne...s-zurueckgeben/


Quelle: www.seenotretter.de

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13.02.2019 23:23
#753 Schiffspuzzle aus 10.000 Teilen Antworten

13.02.2019
Schiffspuzzle aus 10.000 Teilen

In einer Halle der Fassmer-Werft in Bardenfleth/Unterweser liegen auf dem Boden viele tausend Aluminiumteile. Es sind die ersten rund 3.000 von etwa 10.000 Leichtmetall-Komponenten der neuen HAMBURG. Die Schiffbauer verschaffen sich mit Plänen in den Händen einen Überblick, ob alle für den ersten Bauabschnitt notwendigen Elemente vorhanden sind. Die ersten Teile heften sie bereits mit Schweißpunkten aneinander, um sie später komplett zusammenzuschweißen. Der neue Seenotrettungskreuzer für die Station Borkum wird am 30. März in Hamburg am Alsteranleger „Jungfernstieg“ feierlich auf Kiel gelegt.

Die HAMBURG ist das vierte Schiff der völlig neu konstruierten 28-Meter-Klasse, die nach und nach die bewährte 27,5-Meter-Klasse ersetzt. Das Typschiff hatten die Seenotretter zu ihrem 150-jährigen Bestehen Ende Mai 2015 auf den Namen ERNST MEIER-HEDDE getauft und auf Amrum stationiert. Der zweite Seenotrettungskreuzer dieser Klasse ist die neue BERLIN, die seit Anfang 2017 von Laboe aus die Kieler Förde sichert. Seit Sommer 2017 ist die ANNELIESE KRAMER als dritte Einheit dieser Klasse auf der Station Cuxhaven im Einsatz.

Der jüngste Neubau soll nach seiner Ablieferung im Frühjahr 2020 auf der Station Borkum die ALFRIED KRUPP nach 32 Einsatzjahren ablösen. Mit der Namengebung würdigt die DGzRS die langjährige Verbundenheit der Hamburger mit den Seenotrettern. Mit einer Spendenaktion ruft sie alle Einwohner Hamburgs, aber auch alle Freunde der Hansestadt dazu auf, sich am „Spendemanöver: HAMBURG wird Seenotretter!“ zu beteiligen. Spenden für den Neubau sind bereits jetzt möglich, am einfachsten online unter Angabe des Kennwortes HAMBURG.

https://www.seenotretter.de/aktuelles/ne...s-10000-teilen/


Quelle und Foto: www.seenotretter.de


Puzzeln in der Werft: Die Schiffbauer sortieren die ersten rund 3.000 von etwa 10.000 Aluminiumteilen der neuen HAMBURG.

Angefügte Bilder:
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15.03.2019 21:31
#754 Seenotretter am Firmenerfolg teilhaben lassen Antworten

15.03.2019
Seenotretter am Firmenerfolg teilhaben lassen

Seit Anne Horstmann von Land selbst aus einen Seenotfall beobachtet hat, stand für sie fest, dass sie sich mit ihrer eigenen Firma für die Seenotretter engagieren wird. 3.000 Euro überreichte die Geschäftsführerin der Veranstaltungsagentur „Adebar“ an die DGzRS.

Vor rund zwei Jahren feierte „Adebar“ mit Sitz in Wieck am Darß 20-jähriges Bestehen. Mit ihrem rund zehnköpfigen Team beschloss Anne Horstmann damals, andere am Erfolg des kleinen Unternehmens teilhaben zu lassen. Ein Prozent der Einnahmen des vergangenen Jahres flossen nun an die Seenotretter und drei weitere gemeinnützige Organisation aus der Region.

Die DGzRS wählte Horstmann nicht nur aufgrund ihrer eigenen Beobachtung vor einigen Jahren aus, sondern auch, weil sie immer wieder Kundenveranstaltungen auf dem Wasser ausrichtet. „Es ist einfach gut zu wissen, dass es die Seenotretter gibt!“

https://www.seenotretter.de/aktuelles/da...ilhaben-lassen/


Quelle und Foto: www.seenotretter.de


Anne Horstmann und ihr Auszubildender Niklas Ziemann übergeben symbolisch für die 3.000-Euro-Spende ein Sammelschiffchen an Jörg Westphal, Leiter des Informationszentrums Mecklenburg-Vorpommern der Seenotretter.

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20.03.2019 03:33
#755 Asia-Grünkohl für die neue HAMBURG Antworten

19.03.2019
Asia-Grünkohl für die neue HAMBURG

Für eine traditionsreiche Veranstaltung im Inselstaat Singapur gilt ein besonderer Dresscode: Zutritt erhält nur, wer im Fischerhemd kommt. Denn auf den Tellern an diesem Abend landen Grünkohl und Pinkel – zugunsten der Seenotretter.

Zum 27. „Green Cabbage Dinner“ – übrigens mit Original-Pinkel aus Bremen – trafen sich am 8. März 2019 gut 150 Norddeutsche fern der Heimat des schmackhaften Wintergemüses. Seemann Loschi aus Hamburg sorgte für beste Unterhaltung.

Längst hat die „Norddeutsche Grünkohlgemeinde“ an dem pulsierenden südostasiatischen Handels- und Schifffahrtsstandort einen guten Namen. Der gibt auch dem stets durch die Reihen schippernden Sammelschiffchen der Seenotretter reichlich Auftrieb – oder besser gesagt: Vortrieb.

Denn für ordentlich Tiefgang sorgt die Grühnkohlgemeinde stets äußerst verlässlich: 16.200 Singapur-Dollar kamen 2019 zusammen, das entspricht rund 10.500 Euro und ist eines der besten Ergebnisse der Aktion überhaupt. Die DGzRS dankt allen Mit-Essern und allen Sponsoren, die den Abend ermöglicht haben, sehr herzlich. Die diesjährige Spende fließt in den Neubau des Seenotrettungskreuzers HAMBURG.

Das vor rund 35 Jahren begründete und nicht jährlich stattfindende Grünkohlessen in Singapur wird seit 2012 zugunsten der Seenotretter ausgerichtet. Seither haben die Gäste ziemlich genau 100.000 Singapur-Dollar für die Seenotretter gespendet.

https://www.seenotretter.de/aktuelles/da...e-neue-hamburg/


Quelle und Foto: www.seenotretter.de


Der „Vorkoster“ der „Norddeutschen Grühnkohlgemeinde“, der Bremer Kaufmann Alexander Melchers (r.), mit dem deutschen Botschafter in Singapur, Ulrich Sante

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30.03.2019 10:10
#756 RE: Neues Seenotrettungsboot der DGzRS am Eröffnungstag der 50. „boot“ Düsseldorf auf den Namen GERHARD ELSNER getauft Antworten

29.03.2019
Udo Helge Fox mit Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat Kapitän Udo Helge Fox, Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) für den Bereich Rettungsdienst und Vorsitzender der International Maritime Rescue Federation (IMRF), das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen.

„Diese Auszeichnung würdigt mit großem Respekt Ihr nachhaltiges Engagement für die Verbesserung der nationalen und internationalen Seenotrettung. Über viele Jahre haben Sie an Projekten der zivilen Sicherheitsforschung mitgewirkt und Strukturen zur Selbsthilfe in aller Welt, insbesondere Afrika, aufgebaut“, hieß es im Schreiben des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, auf dessen Vorschlag hin die Auszeichnung erfolgte.
Anja Karliczek, Bundesministerin für Bildung und Forschung, übergab die Auszeichnung des Bundespräsidenten und Schirmherrn der DGzRS am 22. März 2019 in Berlin.
Kapitän Fox betonte in seiner Rede anlässlich der Verleihung, dass Seenotrettung immer Teamarbeit ist. Auch der Aufbau der internationalen Strukturen zwischen den jeweils national zuständigen Seenotrettungsdiensten, die in den vergangenen Jahren im Fokus seiner ehrenamtlichen Tätigkeit als IMRF-Vorsitzender standen, sei durch die hervorragende Zusammenarbeit und das Engagement vieler Menschen vor Ort, aber auch der Kolleginnen und Kollegen der DGzRS unterstützt worden.
Er dankte ausdrücklich allen, die ihn über die Jahre in seinen Bemühungen begleitet haben, Seenotrettung weiter zu verbessern.

https://www.seenotretter.de/aktuelles/ne...-ausgezeichnet/


Quelle: www.seenotretter.de


Kapitän Fox (li.) mit Inspektor Carl Göner und den Seenotrettern Sven Detlefsen und Ingo Hartmann. Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (r.) überreichte das vom Bundespräsidenten verliehene Bundesverdienstkreuz (alle Bilder: Martin Stöver)

Anja Karliczek, Bundesministerin für Bildung und Forschung, bei ihrer Verleihungsrede

Angefügte Bilder:
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01.04.2019 00:00
#757 Volle Kraft voraus für eine neue HAMBURG: Seenotrettungskreuzer öffentlich auf Kiel gelegt Antworten

30.03.2019
Volle Kraft voraus für eine neue HAMBURG: Seenotrettungskreuzer öffentlich auf Kiel gelegt

28-Meter-Neubau für Borkum wird 2020 an der Elbphilharmonie getauft

Ungewöhnliche Kiellegung der Seenotretter unter freiem Himmel im Herzen Hamburgs: NDR-Moderatorin Anke Harnack hat am Samstag, 30. März 2019, am Jungfernstieg offiziell den Bau eines neuen Seenotrettungskreuzers mit dem Namen der Hansestadt an der Elbe gestartet. Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) stationiert das 28 Meter lange Spezialschiff auf Borkum. Die Taufe gut zwölf Monate später ist ebenfalls in Hamburg geplant: für Sonntag, 19. April 2020, mit Benefiz-Matinee in der Elbphilharmonie.


Nach 35 Jahren Pause wird wieder ein Seenotrettungskreuzer den Namen HAMBURG tragen. Kaufleute und Reeder, Fahrensleute und Schiffsmakler, Hafenarbeiter und Skipper, aber auch viele Hamburger, die nicht direkt etwas mit der Seefahrt zu tun haben, unterstützen die Seenotretter seit jeher. „Diese breite Unterstützung aus allen Teilen der Bevölkerung wünschen wir uns auch für die neue HAMBURG“, begründet Kapt. Ralf Krogmann, DGzRS-Repräsentant an der Elbe, die ungewöhnliche Kiellegung und die untypische Bekanntgabe des Namens vor der Taufe.

Spendemanöver: HAMBURG wird Seenotretter!

Mit der Aktion „Spendemanöver: HAMBURG wird Seenotretter!“ rufen die Seenotretter alle Einwohner und Freunde Hamburgs auf, sich an der Finanzierung des Neubaus für die Station Borkum zu beteiligen. Ganz bewusst fand die Kiellegung deshalb nicht wie sonst üblich auf der Bauwerft Fr. Fassmer in Berne/Unterweser statt. Vielmehr hatte die Werft dazu eigens die erste Sektion des Rumpfes mit ersten Spanten zum Anleger der Alsterschifffahrt am Jungfernstieg gebracht.

An einem Schott in der Nähe des Kiels legte NDR-Moderatorin Anke Harnack die Ehrenmedaille des Hamburger Senats, den Admiralitätsportugaleser, ein. Er wurde in den Rumpf eingeschweißt und wird jeden Einsatz mitfahren. „Die Medaille soll Schiffbauern und Seenotrettern gleichermaßen Glück und Gesundheit verheißen. Als Kind der Küste – ich wurde auf Rügen geboren – gefällt mir diese Tradition sehr“, sagt die beliebte Moderatorin.

Hamburg zeigt nicht nur mit seiner Ehrenmedaille für das Projekt Flagge: „Viele Menschen werden der HAMBURG ihr Leben verdanken. Ich freue mich, dass Hamburg seinen Respekt vor der Arbeit der Seenotretter und seine Wertschätzung für das bürgerschaftliche Engagement zum Ausdruck bringen kann“, sagte der ehemalige Wirtschaftssenator Frank Horch. Der parteilose Politiker hat die Schirmherrschaft über das „Spendemanöver“ übernommen.

Wasserleinwand auf der Binnenalster

Unterstützung für die freiwillige, unabhängige und spendenfinanzierte Arbeit der Seenotretter kommt auch von der Freiwilligen Feuerwehr Finkenwerder: Zur Kiellegung erzeugte sie einen spektakulären Hydroschild auf der Binnenalster. Auf dieser Wasserleinwand zeigten die Seenotretter beeindruckende Bilder aus ihrer Arbeit. Die Finkwarder Speedeel gab der Zeremonie den passenden musikalischen Rahmen. Dafür ist die DGzRS sehr dankbar.

Einsatzgebiet der neuen HAMBURG werden die Emsmündung und weite Teile der Deutschen Bucht sein. „Der Neubau löst auf unserer westlichsten Station Borkum die ALFRIED KRUPP ab, die nach dann 32 Einsatzjahren außer Dienst gestellt wird“, erläutert Ralf Brinker, Vormann der künftigen HAMBURG. Mit ihm gemeinsam rief der aktuelle ehrenamtliche Seenotretter-Bo(o)tschafter, Weltklasse-Windsurfer Bernd Flessner, zu Spenden für den Neubau auf: „Schon als Junge habe ich für die DGzRS gesammelt und mit großen Augen gestaunt, wenn die Seenotrettungskreuzer vor dem Strand zeigten, was sie können“, erinnert sich Flessner. „Jetzt kann ich aktiv mithelfen, dass eine neue Rettungseinheit entsteht. Das ist eine tolle Aufgabe, an der sich Hamburger und Hamburg-Freunde sicher sehr gern beteiligen werden.“

Hamburg und die Seenotretter

Auch wenn die DGzRS seit mehr als 150 Jahren ihren Sitz in Bremen hat (was übrigens 1866 in Hamburg beschlossen wurde), ist Hamburg mit seinem Seehafen als „Tor zur Welt“ immer von besonderer Bedeutung für die Seenotretter gewesen. Heute unterstützen rund 20.000 Hamburger die Seenotretter mit regelmäßigen Spenden, und knapp 900 Sammelschiffchen haben ihren „Liegeplatz“ in der Hansestadt an der Elbe. Zum Dank soll 2020 ein Wettbewerb unter den Stadtteilen über den Namen des Tochterbootes der neuen HAMBURG entscheiden.

Zu den prominentesten Hamburger Seenotretter-Freunden gehören mehrere ehrenamtliche Bo(o)tschafter der DGzRS, darunter die Schauspieler Jan Fedder und Till Demtrøder, Fernsehkoch Tim Mälzer sowie die Moderatoren Bettina Tietjen, Yared Dibaba und Heike Götz.

Name HAMBURG hat Tradition in der Rettungsflotte

Die neue HAMBURG wird die vierte Rettungseinheit dieses Namens in der Geschichte der Seenotretter sein. Alle waren in ihrer Zeit sehr moderne Einsatzmittel.

Die 1925 in Friedrichskoog stationierte HAMBURG (I) war eines der ersten Motorrettungsboote der DGzRS mit robusten Dieselmotoren. Die 1942 für Langeoog gebaute HAMBURG (II) verfügte über modernste Seefunkanlagen, was seinerzeit in der Schifffahrt noch lange keine Selbstverständlichkeit war. Und die 1960 zunächst in Burgstaaken, später dann in Grömitz stationierte HAMBURG (III) gehörte zur legendären THEODOR-HEUSS-Klasse, den ersten in Serie gebauten Seenotrettungskreuzern mit Tochterboot.

Eine Spende für den neuen Seenotrettungskreuzer ist am einfachsten online möglich auf der Website spendemanöver.de mit Kennwort HAMBURG. Überweisungen sind mit gleichem Kennwort möglich auf das Spendenkonto der DGzRS bei der Hamburger Sparkasse, IBAN: DE24 2005 0550 1280 1967 73. Auch die Aktion „Name an Bord“ bieten die Seenotretter erneut an: Ab 5.000 Euro Spende fährt der eigene Name, der eines Unternehmens oder eines Menschen, der besonders geehrt werden soll, auf einer Danktafel an Bord der HAMBURG bei jedem Einsatz mit.

Über die Seenotretter

Die DGzRS ist zuständig für den maritimen Such- und Rettungsdienst in den deutschen Gebieten von Nord- und Ostsee. Zur Erfüllung ihrer Aufgaben hält sie rund 60 Seenotrettungskreuzer und -boote auf 55 Stationen zwischen Borkum im Westen und Usedom im Osten einsatzbereit – rund um die Uhr, bei jedem Wetter. Jahr für Jahr fahren die Seenotretter mehr als 2.000 Einsätze, koordiniert von der SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS (MRCC = Maritime Rescue Co-ordination Centre). Die gesamte unabhängige und eigenverantwortliche Arbeit der Seenotretter wird ausschließlich durch freiwillige Zuwendungen finanziert, ohne Steuergelder. Seit Gründung der DGzRS 1865 haben ihre Besatzungen rund 85.000 Menschen aus Seenot gerettet oder drohenden Gefahren befreit. Schirmherr der Seenotretter ist der Bundespräsident.

https://www.seenotretter.de/aktuelles/ne...uf-kiel-gelegt/


Ralf Brinker, Vormann der Station Borkum und der künftigen HAMBURG, steht das erste Mal vor dem Bug seines neuen Seenotrettungskreuzers.


Quelle und Fotos: www.seenotretter.de

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11.04.2019 22:22
#758 Ihre Spende hält uns auf Kurs. Antworten
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13.04.2019 01:11
#759 Filigran und fest Antworten

12.04.2019
Filigran und fest

In der Schiffbauhalle der Fassmer-Werft in Bardenfleth scheint an verschiedenen Stellen für kurze Zeit immer wieder ein grünlicher Lichtbogen auf. Gleichzeitig ist ein knisternd-zischendes Geräusch zu hören. Dazwischen mischen sich Hammerschläge. Es herrscht geschäftige Betriebsamkeit: Die Werftarbeiter schweißen das filigrane und gleichzeitig feste Netzspantengerüst des neuen Seenotrettungskreuzers HAMBURG aus ungezählten Aluminiumteilen zusammen.

Die HAMBURG ist das vierte Schiff der völlig neu konstruierten 28-Meter-Klasse, die nach und nach die bewährte 27,5-Meter-Klasse ersetzt. Das Typschiff hatten die Seenotretter zu ihrem 150-jährigen Bestehen Ende Mai 2015 auf den Namen ERNST MEIER-HEDDE getauft und auf Amrum stationiert. Der zweite Seenotrettungskreuzer dieser Klasse ist die neue BERLIN, die seit Anfang 2017 von Laboe aus die Kieler Förde sichert. Seit Sommer 2017 ist die ANNELIESE KRAMER als dritte Einheit dieser Klasse auf der Station Cuxhaven im Einsatz.

Der jüngste Neubau soll nach seiner Ablieferung im Frühjahr 2020 auf der Station Borkum die ALFRIED KRUPP nach 32 Einsatzjahren ablösen. Mit der Namengebung würdigt die DGzRS die langjährige Verbundenheit der Hamburger mit den Seenotrettern. Mit einer Spendenaktion ruft sie alle Einwohner Hamburgs, aber auch alle Freunde der Hansestadt dazu auf, sich am „Spendemanöver: HAMBURG wird Seenotretter!“ zu beteiligen. Spenden für den Neubau sind bereits jetzt möglich, am einfachsten online unter Angabe des Kennwortes HAMBURG.

https://www.seenotretter.de/aktuelles/ne...igran-und-fest/

Quelle und Foto: www.seenotretter.de


Wer beim Blick in die Werfthalle genau hinschaut, erkennt hinten rechts bei den Fenstern bereits die im Moment noch verkehrt herum liegende Heckwanne. Dort ist später der „Erholungsplatz“ des Tochterbootes.

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16.04.2019 00:33
#760 Windsurfprofi Bernd Flessner ist mit den Seenotrettern aufgewachsen Antworten

15.04.2019
Windsurfprofi Bernd Flessner ist mit den Seenotrettern aufgewachsen

Bernd Flessner war zwischen 1992 und 2011 insgesamt 16 Mal Deutscher Meister im Windsurfen in der Gesamtwertung. In den einzelnen Disziplinen Wave, Slalom, Kursrennen und Freestyle erkämpfte er 39 Titel. Die Seenotretter und ihre Reviere auf Nord- und Ostsee kennt der gebürtige Norderneyer seit Kindertagen. Im Interview verrät er mehr über seine Windsurfleidenschaft, seine Heimatinsel und seine wichtige Aufgabe als neuer und ehrenamtlicher Bo(o)tschafter der Seenotretter.

Welche drei Schlagworte fallen Ihnen zu den Seenotrettern ein?
Mut, Respekt und Demut.

Die Besatzungen der DGzRS helfen Menschen auf See in Notsituationen. Was ist für Sie der wichtigste Aspekt der Arbeit der Seenotretter?
Ich weiß, wie es ist, bei Sturm zu surfen. Aber mit einem Seenotrettungskreuzer bei jedem Wetter, bei Nacht oder im Nebel auszulaufen, um andere zu retten, ist eine ganz andere Nummer. Vor diesem freiwilligen Einsatz habe ich größten Respekt. Die Seenotretter sind letztlich wie ein Antivirenprogramm, das über mich wacht und immer da ist, wenn es brenzlig wird.

Wann sind Sie den Seenotrettern das erste Mal begegnet?
Als waschechter Norderneyer bin ich mit den Seenotrettern aufgewachsen: Sobald ich laufen konnte, stand ich am Hafen und habe mit großen Augen die Seenotrettungskreuzer und ihre Besatzungen bewundert. Schon als Junge habe ich für die DGzRS fleißig Spenden gesammelt und gestaunt, wenn die Seenotrettungskreuzer bei den Übungen vor dem Weststrand zeigten, was sie können.

Was bedeutet es für Sie, Bo(o)tschafter der Seenotretter zu sein?
Es ist für mich eine riesige Ehre. Ich freue mich sehr, dass ich es machen darf. Zumal ich mich schon mein Leben lang mit den Seenotrettern ganz eng verbunden fühle – auch emotional.

Womit können Sie Ihrer Meinung nach die DGzRS als ehrenamtlicher Bo(o)tschafter am besten unterstützen?
Bei jedem Vortrag, bei jeder Veranstaltung und bei jedem Gespräch, wo immer es möglich ist, werde ich die Seenotretter einbinden, die Menschen für das Thema sensibilisieren und vor allem um Spenden bitten. Vielleicht können wir auch gemeinsam beim diesjährigen „Windsurf World Cup“ auf Sylt einen Werbe-Tag für die DGzRS organisieren. Immerhin sind dort 200.000 Besucher vor Ort – das ist eine riesige Plattform. Hinzu kommt: Als Windsurfer kenne ich die See, ich weiß, wovon ich erzähle, ich bin absolut glaubwürdig und authentisch – das ist eine wichtige Währung.

Sie sind Windsurfprofi: Was fasziniert Sie an diesem Sport?
Sobald ich den Wind an den Händen fühle und das Wasser an den Füßen spüre, öffnet sich für mich eine ganz andere Welt. Ich bin eins mit der Natur, mit den Elementen, die sich ständig ändern. Es sind jedes Mal äußerst intensive, beseelte und auch extrem befreiende Momente, die für mich bis heute hochemotional sind.

Was sind Ihre schönsten Windsurf-Erinnerungen?
Das ist eine sehr schwierige Frage, die ich einfach nicht beantworten kann. Ich habe in den vergangenen Jahrzehnten so viele wahnsinnig schöne Momente auf dem Wasser rund um den Erdball erlebt, dass es mir schwer fällt, das eine Erlebnis zu benennen.

Wie bereiten Sie sich auf das Windsurfen vor?
Wie jeder Surfer beobachte ich im Vorfeld das Wetter – wir sind alle Wetterexperten. Aus welcher Richtung kommt der Wind, wie stark ist er, wie sind die Temperaturen, welche Meeresströmung herrscht vor? Das sind alles wichtige Parameter für meine Planung, die ich jeden Tag aufs Neue prüfen muss, weil sie sich ständig ändern. Und genau das macht auch den Reiz meines Sportes aus. Die Umgebungsbedingungen sind nie gleich. Ich muss meine Ausrüstung immer wieder an die Gegebenheiten vor Ort anpassen.

Haben Sie Verhaltenstipps für Hobby-Surfer?
Jeder Wind- und Kitesurfer sollte wissen, welche Konsequenzen ablandiger Wind haben kann, und was es bedeutet, in Wellen zu surfen. Bei solchen Bedingungen heißt es im Falle eines Materialdefekts, mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht mehr alleine an Land zurückkommen zu können und so in eine lebensgefährliche Situation zu geraten. Auch sollten Surfer immer mindestens zu zweit rausfahren, damit sie sich im Notfall gegenseitig helfen können. Falls dies nicht möglich ist, sollte jeder alleinfahrende Surfer immer ein wasserdicht verpacktes Mobiltelefon dabei haben, um gegebenenfalls Hilfe rufen zu können.

Als gebürtiger Norderneyer sind Sie ein echtes Küstenkind: Was ist für Sie das Reizvollste an der Nordsee?
Besonders reizvoll sind die ständigen Veränderungen, die sich durch Ebbe und Flut ergeben. Die Nordsee ist für uns Surfer ein schwieriges und sehr ungemütliches Revier, das auch unbarmherzig sein kann. Und genauso wie die Seenotretter habe ich großen Respekt vor der See.

Was sollten Norderney-Urlauber auf jeden Fall gesehen haben?
Auf Norderney gibt es viele schöne Ecken: Jeder Urlauber sollte einmal auf dem Leuchtturm gestanden haben, um den wunderschönen Blick über die Küste und die Nordsee zu genießen. Das Kap Norderney ist ebenso sehenswert wie der Seenotrettungskreuzer EUGEN im Hafen. Und für einen ausgedehnten Spaziergang bietet sich als Ziel das Wrack am Ostende der Insel an.

Was ist Ihr Lieblingsort auf Norderney?
Sicherlich die Kaiserwiese, weil ich dort als Kind ungezählte Stunden verbracht habe. Mit dem Ort verbinde ich einfach sehr viele schöne Erinnerungen.

Als Windsurfprofi sind Sie viel unterwegs. Was machen Sie am liebsten, wenn Sie mal einen Tag oder ein Wochenende frei haben?
Dann versuche ich so viel Zeit wie möglich mit meiner Freundin und meinen beiden Kindern zu verbringen.

https://www.seenotretter.de/aktuelles/ne...n-aufgewachsen/


Quelle und Fotos: www.seenotretter.de


Seenotretter-Bo(o)tschafter Bernd Flessner im Interview

In seinem Element: Windsurfprofi Bernd Flessner

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19.04.2019 02:22
#761 Transkriptionssystem für Einsatzkommunikation soll maritime Such- und Rettungseinsätze unterstützen Antworten

17.04.2019
Transkriptionssystem für Einsatzkommunikation soll maritime Such- und Rettungseinsätze unterstützen

Seenotretter stellen Forschungsvorhaben in Zusammenarbeit mit Fraunhofer-Gesellschaft und RHOTHETA vor

Eine verbesserte Kommunikation bei Such- und Rettungseinsätzen ist das Ziel eines Forschungsvorhabens, das die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) mit weiteren Verbundpartnern realisiert. Kern des Projektes ist die Entwicklung eines automatischen Transkriptionssystems für UKW-Funksprüche bei gleichzeitiger Absenderlokalisierung und -identifizierung.

Das System soll über UKW-Funk verbreitete Sprachmitteilungen automatisch verschriftlichen und sie Einsatzkräften bei Such- und Rettungseinsätzen auf bordeigenen Geräten anzeigen. Im Gegensatz zu bereits existierenden Systemen ist die Anforderung, dass dies sprach- und sprecherunabhängig funktioniert. Funkpeiltechnik und AIS-Datenauswertung werden zur Lokalisierung und Identifizierung von Funkspruchabsendern herangezogen. In der Entwicklung arbeiten die Seenotretter mit dem Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme (IAIS) zusammen. Verbundpartner sind das Fraunhofer-Center für Maritime Logistik und Dienstleistungen CML und die Firma RHOTHETA Elektronik GmbH. Die Auftaktveranstaltung für das Projekt fand am Dienstag, 16. April 2019, in der Zentrale der Seenotretter in Bremen statt.

Eine Herausforderung des Projektes liegt in der stark variierenden Sprach- und Signalqualität der zu verschriftlichenden Mitteilungen. Zudem soll das System lokal und ohne Internetverbindung funktionieren, um an Bord von Such- und Rettungsfahrzeugen eingesetzt werden zu können. Eine weitere Herausforderung ist die Entwicklung einer zuverlässigen Zuordnung von Absendern, wenn mehrere Schiffe auf einem Peilstrahl liegen und damit alle als Absender in Frage kommen.

Bisher ist bei Rettungseinsätzen unter erschwerten Bedingungen wie rauer See, Dunkelheit und erheblicher Geräuschkulisse eine präzise Dokumentation der Gespräche nicht möglich. Da besonders bei komplexen Einsatzlagen die Kommunikation ausschlaggebend für Erfolg oder Misserfolg einer Rettungsaktion sein kann, soll das System eine erhebliche Arbeitserleichterung für die Einsatzkräfte seegehender Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben schaffen.

Möglich wäre später auch ein Einsatz im Bereich der Verkehrslenkung sowie die Integration einzelner Funktionen in Stabs- und Leitstellensoftwaresysteme.

Das Projekt wird im Zuge der Bekanntmachung „Anwender-Innovativ: Forschung für die zivile Sicherheit“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Programms „Forschung für die zivile Sicherheit“ der Bundesregierung gefördert (www.sifo.de).

Verbundpartner ARTUS:
Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger – DGzRS (Verbundkoordination) in Kooperation mit dem Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme (IAIS)
Fraunhofer-Center für Maritime Logistik (CML)
RHOTHETA Elektronik GmbH

Assoziierte Partner:
Bayerisches Rotes Kreuz – Wasserwacht
Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie
Bundespolizei See
Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft e. V. – DLRG

Vorstellung der Verbundpartner:

Über die Seenotretter
Die DGzRS ist zuständig für den maritimen Such- und Rettungsdienst in den deutschen Gebieten von Nord- und Ostsee. Zur Erfüllung ihrer Aufgaben hält sie rund 60 Seenotrettungskreuzer und -boote auf 55 Stationen zwischen Borkum im Westen und Usedom im Osten einsatzbereit – rund um die Uhr, bei jedem Wetter. Jahr für Jahr fahren die Seenotretter mehr als 2.000 Einsätze, koordiniert von der SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS (MRCC = Maritime Rescue Co-ordination Centre). Die gesamte unabhängige und eigenverantwortliche Arbeit der Seenotretter wird ausschließlich durch freiwillige Zuwendungen finanziert, ohne Steuergelder. Seit Gründung der DGzRS 1865 haben ihre Besatzungen rund 85.000 Menschen aus Seenot gerettet oder drohenden Gefahren befreit. Schirmherr der Seenotretter ist der Bundespräsident.

Die Seenotretter
Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS)
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Werderstraße 2
28199 Bremen
Tel. 0421 53 707 – 610
www.seenotretter.de | info@seenotretter.de

Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme (IAIS)
Das Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme (IAIS) gehört zu den führenden Einrichtungen für angewandte Forschung im Bereich der intelligenten Datenanalyse und Wissenserschließung. Techniken der Künstlichen Intelligenz und des Maschinellen Lernens schaffen neue Möglichkeiten zur Wissenserschließung und Entwicklung neuer datengetriebener Geschäftsmodelle. Mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bündelt das IAIS Kompetenzen aller ingenieurwissenschaftlichen Disziplinen, insbesondere Informatik sowie Mathematik, Naturwissenschaften, Betriebswirtschaft, Geo- und Sozialwissenschaften mit profundem Branchenwissen. Die Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Data Science, Künstliche Intelligenz, Machine Learning/Deep Learning, Linked Data, Multimedia Pattern Recognition, Dialogsysteme/Question Answering sowie Systemmodellierung und -analyse.

Fraunhofer-Institut für Intelligente Analyse- und Informationssysteme (IAIS)
Schloss Birlinghoven
53757 Sankt Augustin
Tel. 02241 14-2829
www.iais.fraunhofer.de | Silke.Loh@iais.fraunhofer.de

Fraunhofer-Center für Maritime Logistik und Dienstleistungen CML
Das Fraunhofer CML entwickelt und optimiert Prozesse und Systeme entlang der maritimen Supply Chain. In praxisorientierten Forschungsprojekten unterstützt das CML private und öffentliche Auftraggeber aus den Bereichen Hafenbetrieb, Logistikdienstleistung und Schifffahrt bei der Initiierung und Realisierung von Innovationen.

Fraunhofer-Center für Maritime Logistik und Dienstleistungen (CML)
Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Am Schwarzenberg-Campus 4, Gebäude D
21073 Hamburg
Tel. 040 42878-4476
www.cml.fraunhofer.de | claudia.bosse@cml.fraunhofer.de

RHOTHETA Elektronik GmbH
Seit ihrer Gründung beschäftigt sich RHOTHETA Elektronik GmbH fast ausschließlich mit der Entwicklung und der Herstellung von Peilsystemen nach dem Doppler-Prinzip. Zielgruppen für ihre Produkte sind in erster Linie professionelle Anwender. So entwickelt und fertigt sie seit 30 Jahren Peiler für die Flugsicherung und Seestraßensicherung sowie für Search-and-Rescue-Anwendungen (SAR), vor allem für die professionelle Seenotrettung und die Rettung aus der Luft.
In den 1990er Jahren entwickelte RHOTHETA das MOB (Man Over Board)-Peilgerät RT-200 CrewFinder und schuf damit ein vollautomatisches Peilgerät für den Einsatz unter rauesten Bedingungen auf See. In den Folgejahren entwickelte RHOTHETA ein verbessertes Breitband-SAR-System RT-500-M, mit welchem die DGzRS-Flotte ausgestattet wurde.

RHOTHETA Elektronik GmbH
Kemmelpark
Dr.-Ingeborg-Haeckel-Str. 2
82418 Murnau
Tel. 08841 48790
www.rhotheta.com | email@rhotheta.de

https://www.seenotretter.de/presse/ansic...-unterstuetzen/


Quelle und Foto: www.seenotretter.de


Vlnr.: Gerd Hoschek, Thomas Kaup (beide DLRG), Tina Stefanova (VDI Technologiezentrum), Ivan Zverev (RHOTHETA), Ingrid Fröhlingsdorf (VDI Technologiezentrum), Klaus Schnell (Bundespolizei), Michaela Selzer (Bayerisches Rotes Kreuz), Thomas Lübcke, Aylin Gözalan, Udo Helge Fox (alle DGzRS), Sven Brodowski (BRK Wasserwacht), Dirk Stommel (DGzRS), Hans-Karl von Arnim (BSH), Hagen Jaeger, Christoph A. Schmidt (beide Fraunhofer IAIS), Ole John, Maximilian Reimann (beide Fraunhofer CML)

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26.04.2019 22:33
#762 Wasser, endlich Wasser! Antworten

26.04.2019
Wasser, endlich Wasser!

Jetzt ist es soweit: Erstmals hat das Seenotrettungsboot SRB 74 kühles Seewasser unter dem Kiel. Beim Stapelhub setzten die Werftarbeiter den Neubau vor den Werkshallen von Tamsen Maritim in die Warnow. In den nächsten Wochen stehen Restarbeiten und umfassende Tests auf dem Arbeitszettel. Anschließend wird SRB 74 zur Freiwilligen-Station Wilhelmshaven verholen und dort am Samstag, 18. Mai, öffentlich getauft. Fotos: Tamsen Maritim

Die zwei neuen Seenotrettungsboote mit den internen Bezeichnungen SRB 73 und SRB 74 für Freiwilligen-Stationen entstehen bei Tamsen Maritim in Rostock. Das Seenotrettungsboot SRB 73 ist seit Anfang 2019 in Schilksee an der Kieler Förde stationiert. Es wurde am 19. Januar 2019 auf der weltgrößten Wassersportausstellung „boot“ Düsseldorf auf den Namen GERHARD ELSNER getauft – zur 50. Ausgabe der Messe.

SRB 74 wird in der ersten Jahreshälfte 2019 abgeliefert und auf der Freiwilligen-Station Wilhelmshaven die OTTO BEHR ersetzen. Beide Einheiten sind modifizierte Nachbauten der bewährten 9,5-/10,1-Meter-Klasse. Im Rahmen der ständigen Modernisierung ersetzen sie Vorgänger, die mehr als 25 Jahre im Einsatz waren.

https://www.seenotretter.de/aktuelles/ne...endlich-wasser/

Quelle und Foto: www.seenotretter.de


Schützender Rand: Kaum hat SRB 74 das Lackierzelt verlassen, bekommt es schon seine umlaufenden Fender.

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30.04.2019 04:44
#763 „Ein bisschen Farbe auflegen“ Antworten

29.04.2019
„Ein bisschen Farbe auflegen“

Aufrauen, grundieren und lackieren: Diese drei Arbeitsschritte erledigen die Schiffbauer zurzeit auf der Werft Tamsen Maritim beim neuen Seenotrettungsboot für die Freiwilligen-Station Horumersiel. Am Ende wird SRB 75 in den typischen Seenotretter-Farben „leuchten“. (Fotos: Tamsen Maritim)

Wie alle Rettungseinheiten der DGzRS wird auch SRB 75 ausschließlich durch Spenden und freiwillige Zuwendungen finanziert. Das Seenotrettungsboot ist für die Freiwilligen-Station Horumersiel vorgesehen und wird dort das Seenotrettungsboot BALTRUM ersetzen, das außer Dienst gestellt wird. Die Taufe, bei der das Seenotrettungsboot seinen endgültigen Namen erhält, ist für Ende 2019 vorgesehen.

https://www.seenotretter.de/aktuelles/ne...farbe-auflegen/


Quelle: www.seenotretter.de


Bevor die Werftarbeiter die Aluminiumhaut von SRB 75 beim Sandstrahlen aufrauen, haben sie die rundumlaufende, orangefarbene Fenderleiste schon einmal zur Probe montiert.

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05.05.2019 02:22
#764 Schon jetzt an 2020 denken: Neuer Kalender über Schiffe und Arbeit der Seenotretter erschienen Antworten

03.05.2019
Schon jetzt an 2020 denken: Neuer Kalender über Schiffe und Arbeit der Seenotretter erschienen

Seenotretter kennen keine Saison. Die Rettungsflotte der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) ist an jedem Tag des Jahres rund um die Uhr und bei jedem Wetter einsatzbereit. Erneut ist es dem Hamburger Fotografen Peter Neumann (YPS/Yacht Photo Service) gelungen, die Arbeit der Seenotretter in eindrucksvollen Fotos festzuhalten. Das Ergebnis ist der großformatige Wandkalender „... wir kommen 2020“.

Für den beliebten Kalender hat Peter Neumann wie üblich aus seinem aktuellen Schaffen 13 Motive ausgewählt. Sie spiegeln die Anforderungen an Mensch und Technik im modernen Seenotrettungsdienst im Verlauf der Jahreszeiten realistisch wider und zeigen die unterschiedlichen Facetten an Bord und auf See. Die Einsätze der Seenotretter finden oft fernab der Küste statt, unter widrigen äußeren Umständen oder nachts unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

Die gesamte Arbeit der DGzRS wird nach wie vor ausschließlich durch freiwillige Zuwendungen finanziert. Im Verkaufspreis des Wandkalenders von 24,90 Euro (in Österreich 25,60 Euro; in der Schweiz 34,80 sFr.) ist eine Spende in Höhe von 3,00 Euro pro Exemplar enthalten. Der neue Kalender ist zu beziehen im Seenotretter-Shop unter www.seenotretter-shop.de, im Buchhandel oder direkt bei Koehler im Maximilian-Verlag.

https://www.seenotretter.de/aktuelles/ne...ter-erschienen/

Quelle: www.seenotretter.de


Titelblatt des Seenotretter-Wandkalenders „… wir kommen 2020“ Foto: YPScollection, Peter Neumann

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12.05.2019 05:00
#765 Eine Haut aus Aluminium Antworten

10.05.2019
Eine Haut aus Aluminium

Mittlerweile haben die Schiffbauer der Fassmer-Werft im Betriebsteil Bardenfleth das filigrane Netzspantengerüst komplett zusammengeschweißt. Zurzeit beplanken sie es mit Aluminiumplatten. Diese bilden die Außenhaut des jüngsten 28-Meter-Seenotrettungskreuzers. (Fotos: Martin Stöver)

Die HAMBURG ist das vierte Schiff der völlig neu konstruierten 28-Meter-Klasse, die nach und nach die bewährte 27,5-Meter-Klasse ersetzt. Das Typschiff hatten die Seenotretter zu ihrem 150-jährigen Bestehen Ende Mai 2015 auf den Namen ERNST MEIER-HEDDE getauft und auf Amrum stationiert. Der zweite Seenotrettungskreuzer dieser Klasse ist die neue BERLIN, die seit Anfang 2017 von Laboe aus die Kieler Förde sichert. Seit Sommer 2017 ist die ANNELIESE KRAMER als dritte Einheit dieser Klasse auf der Station Cuxhaven im Einsatz.

Der jüngste Neubau soll nach seiner Ablieferung im Frühjahr 2020 auf der Station Borkum die ALFRIED KRUPP nach 32 Einsatzjahren ablösen. Mit der Namengebung würdigt die DGzRS die langjährige Verbundenheit der Hamburger mit den Seenotrettern. Mit einer Spendenaktion ruft sie alle Einwohner Hamburgs, aber auch alle Freunde der Hansestadt dazu auf, sich am „Spendemanöver: HAMBURG wird Seenotretter!“ zu beteiligen. Spenden für den Neubau sind bereits jetzt möglich, am einfachsten online unter Angabe des Kennwortes HAMBURG.

https://www.seenotretter.de/aktuelles/ne...-aus-aluminium/


Quelle und Foto: www.seenotretter.de


Unmittelbar neben dem Rumpf entsteht parallel bereits das Deckshaus der neuen HAMBURG.

Angefügte Bilder:
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