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 Wissenswertes über Langeoog
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08.08.2018 00:44
#721 DGzRS gibt vier neue Rettungseinheiten für Nord- und Ostsee in Auftrag Antworten

07.08.2018
DGzRS gibt vier neue Rettungseinheiten für Nord- und Ostsee in Auftrag

Seenotretter modernisieren ihre Flotte – Einsatz ab 2020

Im Rahmen der turnusgemäßen Modernisierung und Verjüngung ihrer Rettungsflotte hat die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) vier weitere Rettungseinheiten bei zwei norddeutschen Werften in Auftrag gegeben. Zum Einsatz auf Nord- und Ostsee ab 2020 entstehen für die Seenotretter zwei weitere Seenotrettungskreuzer mit Tochterboot und zwei neue Seenotrettungsboote für Freiwilligen-Stationen. Die vier Rettungseinheiten sollen Schiffe ersetzen, die dann seit rund 30 Jahren zwischen Borkum und Usedom im Dienst waren.

Jahr für Jahr fahren die Seenotretter mehr als 2.000 Einsätze auf Nord- und Ostsee – rund um die Uhr, bei jedem Wetter. Oft können sie durch frühzeitiges Eingreifen Schlimmeres verhindern. Andererseits sind lange, mitunter gefahrvolle und besonders fordernde Einsätze etwa für die Berufsschifffahrt, bei schwerem Sturm und unter widrigsten Bedingungen keine Seltenheit.

„Unsere Besatzungen müssen sich auf ihre Schiffe zu jeder Jahreszeit und unter allen erdenklichen Wetterumständen hundertprozentig verlassen können“, sagt Marco Behns, Leiter des Rettungsdienstes der DGzRS. Eine junge, moderne Rettungsflotte auf dem neuesten Stand der Technik ist deshalb eine wichtige Voraussetzung für den sicheren Einsatz der Seenotretter. Alle vier neuen Rettungseinheiten werden – wie bei der DGzRS üblich – im bewährten Netzspantensystem vollständig aus Aluminium gebaut und als Selbstaufrichter konstruiert.

Die Werft Fr. Fassmer in Berne/Unterweser wird zwei neue Seenotrettungskreuzer mit Tochterboot bauen. Die Spezialschiffe mit den DGzRS-internen Bezeichnungen SK 40 und SK 41 sind die vierte und fünfte Einheit der vor drei Jahren eingeführten neuen 28-Meter-Klasse. Diese besonders leistungsfähigen Seenotrettungskreuzer sind für exponierte Stationen an Nord- und Ostsee bestimmt und ersetzen die bewährten 27,5-Meter-Einheiten aus den 1980er Jahren. SK 40 wird 2020 die dann 31 Jahre im Dienst befindliche ALFRIED KRUPP auf der Station Borkum ablösen. Über die Stationierung von SK 41 wird die DGzRS zu einem späteren Zeitpunkt entscheiden.

Bei der Werft Tamsen Maritim in Rostock entstehen zwei weitere 10,1 Meter lange Seenotrettungsboote. Bei SRB 77 und SRB 78 handelt es sich um modifizierte Nachbauten äußerst seetüchtiger Einheiten für Freiwilligen-Stationen. Rund 25 Boote verschiedener Versionen dieses Typs sind bereits erfolgreich in allen Revieren des Zuständigkeitsbereiches der DGzRS auf Nord- und Ostsee im Einsatz.

Bereits im Bau und noch in diesem Jahr zur Ablieferung stehen ein 20-Meter-Seenotrettungskreuzer für die Schleimündung (SK 39) und zwei 10,1-Meter-Seenotrettungsboote für die Station Gelting (SRB 71) und die Ausbildungsstation Neustadt in Holstein (SRB 72).

Die DGzRS unterhält rund 60 Seenotrettungskreuzer und -boote in Nord- und Ostsee, die jeweils etwa 30 Jahre im harten Einsatz sind. Rein rechnerisch ergibt sich daraus der Bedarf, jährlich durchschnittlich zwei neue Rettungseinheiten in Dienst zu stellen.

Ermöglicht wird dies durch die große Gemeinschaft der Freunde und Förderer der Seenotretter. Die gesamte Arbeit der DGzRS wird nach wie vor ausschließlich durch Spenden und freiwillige Beiträge finanziert. Genauso wie der Einsatz auf See immer freiwillig erfolgt, unterstützen viele Menschen die Seenotretter freiwillig und in selbst gewählter Höhe finanziell.

Darunter sind Förderer, die die DGzRS in den vergangenen Jahren in ihrem Nachlass bedacht haben, was viele der anstehenden Neubauten überhaupt erst ermöglicht. Für alle Formen der großartigen Unterstützung sagen die Seenotretter ihren Förderern herzlichen Dank!

https://www.seenotretter.de/aktuelles/ne...see-in-auftrag/


Quelle und Fotos: www.seenotretter.de


Der dritte 28-Meter-Seenotrettungskreuzer ANNELIESE KRAMER ist seit Mitte 2017 in Cuxhaven stationiert. Zwei weitere Schwesterschiffe hat die DGzRS nun in Auftrag gegeben.

Das 10,1-Meter-Seenotrettungsboot FRITZ THIEME ist seit wenigen Monaten von Wangerooge aus im Einsatz. Von diesem bewährten Bootstyp haben die Seenotretter ebenfalls zwei weitere Rettungseinheiten bestellt.

Angefügte Bilder:
csm_2018-08-07--Neubauten28m_6ca3cc4e9b.jpg   2018-08-07--Neubauten10m.jpg  
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13.08.2018 12:21
#722 Tag der Seenotretter war am 29.Juli 2018 Antworten
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16.08.2018 16:16
#723 Weißer Kreuzer Antworten

16.08.2018
Weißer Kreuzer

Wer durch das Tor in die Werfthalle späht, erhascht einen Blick auf einen frisch lackierten Seenotrettungskreuzer – einzig das Tagesleuchtrot am Aufbau fehlt noch. Auch im Inneren haben die Schiffbauer der Fassmer-Werft noch einiges zu tun, bevor SK 39 voraussichtlich Anfang September zu Wasser gelassen werden kann.

Die nächste Einheit der 20-Meter-Klasse mit der internen Bezeichnung SK 39 ist für die Schleimündung mit Liegeplatz in Olpenitz vorgesehen – die DGzRS teilt ihre bisherige Doppelstation Maasholm. Der mit Festangestellten besetzte Seenotrettungskreuzer liegt dann im neuen Yachthafen Olpenitz. Das ebenfalls in Maasholm stationierte Seenotrettungsboot, das von Freiwilligen gefahren wird, hat seinen Liegeplatz auch künftig im dortigen Fischereihafen.

Der neue Seenotrettungskreuzer SK 39 wird ein Schwesterschiff der bereits im Dienst befindlichen Einheiten EISWETTE/Station Nordstrand (Baujahr 2009), EUGEN/Station Norderney (2009), THEODOR STORM/Station Büsum (2011), PIDDER LÜNG/Station List (2013) und BERTHOLD BEITZ/Station Greifswalder Oie (2017). Wie alle Schiffe der DGzRS wird er als Selbstaufrichter konstruiert.

https://www.seenotretter.de/aktuelles/ne...eisser-kreuzer/


Quelle und Foto: www.seenotretter.de


Ganz schön hell: Die weiße Farbe an Aufbau und Rumpf sticht ins Auge.

Angefügte Bilder:
WTB-SK39-07-01.jpg  
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17.08.2018 11:22
#724 Spendemanöver: HAMBURG wird Seenotretter! Antworten

17.08.2018
Spendemanöver: HAMBURG wird Seenotretter!

Die Seenotretter bauen eine neue HAMBURG. Nach 35 Jahren Pause wird wieder ein Seenotrettungskreuzer der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) den Namen der Hansestadt an der Elbe tragen. Damit würdigt die DGzRS die langjährige Verbundenheit der Hamburger mit den Seenotrettern. Sie hofft, dass sich viele Einwohner und Freunde der Stadt an der Finanzierung des Neubaus beteiligen. Das moderne Spezialschiff wird ab 2020 von der westlichsten DGzRS-Station Borkum aus im Einsatz sein. Zum Auftakt der Aktion „Spendemanöver: HAMBURG wird Seenotretter!“ ist bis Ende August 2018 eine Ausstellung im Hamburger Rathaus zu sehen.

Traditionell gibt die DGzRS den Namen einer neuen Rettungseinheit erst bei der Taufe bekannt. In diesem Fall machen die Seenotretter jedoch ganz bewusst eine Ausnahme: „Wir starten eine Spendenaktion in Hamburg, für die wir uns möglichst breite Unterstützung der Bevölkerung wünschen“, begründet Kapt. Ralf Krogmann, Repräsentant der Seenotretter an der Elbe, die Bekanntgabe des Namens HAMBURG noch vor Baubeginn.

Die Seenotretter rufen alle Einwohner, aber auch alle Liebhaber der Hansestadt an der Elbe dazu auf, sich an der Finanzierung zu beteiligen. Das 24 Knoten (ca. 45 km/h) schnelle und fast 4.000 PS starke Spezialschiff wird zur neuen 28-Meter-Klasse der DGzRS gehören.

Die neue HAMBURG ist für die westlichste DGzRS-Station auf Borkum bestimmt. Ihr Einsatzgebiet wird die Emsmündung und weite Teile der Deutschen Bucht umfassen. Sie wird dort die ALFRIED KRUPP ablösen, die nach dann 32 Jahren im harten Einsatz außer Dienst gestellt wird.

Ausstellung auf der Hamburger Rathausdiele

Auch das Land Hamburg zeigt für das Projekt Flagge: „Seenotretter setzen sich ein. Sie retten Menschen auf Nord- und Ostsee aus Lebensgefahr. Das ist eine ehrenvolle Aufgabe. Ich unterstütze das mit voller Überzeugung“, sagte Wirtschaftssenator Frank Horch bei einem Senatsempfang für die Seenotretter am Freitag, 17. August 2018, im Hamburger Rathaus.

Der parteilose Politiker hat die Schirmherrschaft über die Aktion „Spendemanöver: HAMBURG wird Seenotretter!“ übernommen. Horch überreichte DGzRS-Vorsitzer Gerhard Harder außerdem einen Admiralitätsportugaleser. Die Ehrenmedaille des Hamburger Senats wird bei der Kiellegung im Frühjahr 2019 in den Rumpf des Neubaus eingelegt. Einer Tradition folgend, verheißt sie den Schiffbauern, vor allem aber auch Schiffsführung und Besatzung Sicherheit, Glück und Gesundheit. Sie wird bei jedem Einsatz mitfahren.

Bis Ende August ist auf der Hamburger Rathausdiele eine Ausstellung über die Seenotretter und die geplante neue HAMBURG zu sehen. Der Eintritt ist frei. „Viele Menschen werden der neuen HAMBURG ihr Leben verdanken. Den Seenotrettern gebührt Dank für ihre schwere Aufgabe, die viel Mut und Geschick erfordert. Ich freue mich, dass Hamburg seinen Respekt vor der Arbeit und für das bürgerschaftliche Engagement zum Ausdruck bringen kann“, sagte Senator Horch.

Enge Verbundenheit der Hamburger mit den Seenotrettern

Eine Spende für den neuen Seenotrettungskreuzer ist am einfachsten online möglich auf der Website über den „Spendenlotsen“ unter Angabe des Kennwortes HAMBURG. Die Alternative ist eine herkömmliche Überweisung mit dem gleichen Kennwort auf das Spendenkonto der DGzRS bei der Sparkasse Bremen, IBAN: DE36 2905 0101 0001 0720 16. Auch die Aktion „Name an Bord“ bieten die Seenotretter erneut an: Ab 5.000 Euro Spende fährt der eigene Name, der eines Unternehmens oder eines Menschen, der besonders geehrt werden soll, auf einer Danktafel an Bord der HAMBURG bei jedem Einsatz mit.

Rund 20.000 Hamburger unterstützen die Seenotretter mit regelmäßigen Spenden, und knapp 900 Sammelschiffchen haben ihren „Liegeplatz“ in der Hansestadt an der Elbe. Zu den prominentesten Hamburger Seenotretter-Freunden gehören mehrere ehrenamtliche „Bootschafter“ der DGzRS, darunter Schauspieler Jan Fedder, Fernsehkoch Tim Mälzer, die Moderatoren Bettina Tietjen, Yared Dibaba und Heike Götz sowie aktuell Schauspieler Till Demtrøder. Mit ihm zusammen ist ein Spendenabend in Hamburg geplant.

Wettbewerb um den Namen des Tochterbootes

Die Verbundenheit der Hamburger mit den Seenotrettern ist traditionell eng. Zwar hat die DGzRS seit mehr als 150 Jahren ihren Sitz in Bremen (entschieden wurde dies übrigens auf der Tagung des Gesellschaftsausschusses 1866 in Hamburg), doch ist Hamburg mit seinem Seehafen als „Tor zur Welt“ immer von besonderer Bedeutung für die Seenotretter gewesen.

Als besonderes Zeichen des Dankes der Seenotretter an die Hamburger soll das Tochterboot der neuen HAMBURG den Namen eines Hamburger Stadtteils tragen. Dazu wird die DGzRS einen Wettbewerb veranstalten, an dem sich alle Hamburger und Hamburg-Freunde beteiligen können.

Seit jeher erfährt die DGzRS aus Hamburg wertvolle ideelle und finanzielle Unterstützung durch Reeder und Kaufleute, Schiffsmakler und Fahrensleute, Hafenarbeiter, aber auch durch viele Menschen, die selbst nichts mit der Seefahrt zu tun haben. 1861, vier Jahre vor Gründung der DGzRS, entstand in Hamburg ein regionaler Verein zur Rettung Schiffbrüchiger. Er gründete unter anderem die Station Cuxhaven.

Name HAMBURG hat Tradition in der Rettungsflotte

Die neue HAMBURG wird die vierte Rettungseinheit dieses Namens in der mehr als 150-jährigen Geschichte der Seenotretter sein. Auch alle Vorgänger waren in ihrer jeweiligen Zeit sehr moderne Einsatzmittel.

So gehörte die 1925 auf der Station Friedrichskoog in Dienst gestellte HAMBURG (I) zu den ersten Motorrettungsbooten der DGzRS mit robusten, raumsparenden Dieselmotoren. Die 1942 für Langeoog gebaute HAMBURG (II) verfügte über modernste Seefunkanlagen, damals noch eine recht neue technische Errungenschaft. Und die 1960 in Dienst gestellte HAMBURG (III), im Einsatz auf den Stationen Burgstaaken (bis 1975) und Grömitz (bis 1985), gehörte zur legendären THEODOR-HEUSS-Klasse, den ersten in Serie gebauten Seenotrettungskreuzern mit Tochterboot, die bis heute ständig weiterentwickelt und verbessert werden.

Bereits der Bau der drei bisherigen Rettungseinheiten mit Namen HAMBURG war seinerzeit nur möglich dank jeweils großzügiger Unterstützung der Menschen in der Hansestadt an der Elbe.

https://www.seenotretter.de/aktuelles/ne...d-seenotretter/


Quelle und Foto: www.seenotretter.de


HAMBURG wird Seenotretter! 2020 wird es wieder einen Seenotrettungskreuzer mit dem Namen HAMBURG geben. Hamburgs Wirtschaftssenator Frank Horch (parteilos) ist Schirmherr für das „Spendemanöver“.

Angefügte Bilder:
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25.08.2018 20:00
#725 Neues Seenotrettungsboot der DGzRS-Station Gelting heißt URSULA DETTMANN Antworten

25.08.2018
Neues Seenotrettungsboot der DGzRS-Station Gelting heißt URSULA DETTMANN

Mit einem hellen Knall ist die Sektflasche am Bug des neuen Seenotrettungsbootes der Freiwilligen-Station Gelting zerplatzt. Das war der entscheidende Moment bei der Taufe der jüngsten Rettungseinheit der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) am Samstag, 25. August 2018. Seitdem trägt sie den Namen URSULA DETTMANN. Benannt ist das Spezialschiff nach einer Spenderin, die die Seenotretter in ihrem Nachlass bedacht hatte.

„Die URSULA DETTMANN ist ein Seenotrettungsboot der neuesten Generation“, sagt der freiwillige Vormann Thilo Heinze. „Das Boot ist ausgesprochen seetüchtig und hat ganz hervorragende Fahreigenschaften – es liegt einfach sehr gut im Wasser.“ Der Neubau ist mit modernster Technik ausgestattet und mit 380 PS deutlich leistungsstärker als sein Vorgänger.

Zudem ist die Rettungseinheit rund zwei Meter länger und einen halben Meter breiter als die JENS FÜERSCHIPP: „Wir können jetzt Schiffbrüchige, Erkrankte und Verletzte viel besser transportieren und an Bord medizinisch versorgen“, betont Heinze. Seit Juni 2018 liegt die URSULA DETTMANN an ihrem Liegeplatz im Sportboothafen Gelting-Mole und hat sich – noch unter ihrer internen Bezeichnung SRB 71 – bei ihren ersten Einsätzen bereits bewährt.

Bei vielen Einsätzen hat in Gelting eine Frau das Sagen an Bord: Birgit Heinze ist freiwillige Seenotretterin – und stellvertretender Vormann. Wenn ihr Mann Thilo Heinze als fest angestellter Seenotretter zum zweiwöchigen Diensttörn auf Helgoland ist, leitet sie die Freiwilligen-Station an der Ostsee. „Die Bezeichnung ,weiblicher Vormann‘ gefällt mir. Ich finde es gut, den überlieferten Vormannsbegriff zu bewahren“, sagt Birgit Heinze.

Bei der Taufe schlüpfte die 54-Jährige in eine für sie ungewohnte Rolle: Als Taufpatin sprach sie die traditionellen Worte: „Ich taufe Dich auf den Namen URSULA DETTMANN und wünsche Dir und Deiner Besatzung allzeit gute Fahrt und stets eine glückliche Heimkehr.“ Diese Aufgabe empfand Birgit Heinze „als besondere Ehre“.

Nachlass ermöglicht Neubau

Wie alle ihre Rettungseinheiten und ihre gesamte Arbeit haben die Seenotretter auch das jüngste Mitglied ihrer Flotte vollständig aus Spenden finanziert. Ermöglicht wurde der Neubau durch den Nachlass der begeisterten Seglerin Ursula Dettmann. Mit ihrem bereits 2010 verstorbenen Mann Siegfried Dettmann segelte sie in jüngeren Jahren vor allem auf der Ostsee. Seither fühlten sich die beiden mit den Seenotrettern eng verbunden. Deshalb setzte das Ehepaar bereits 1983 in ihrem Testament die DGzRS als Alleinerbin ein. Ursula Dettmann verstarb 2016 und hatte sich eine Namengebung für eine Rettungseinheit gewünscht.

„Diesem Wunsch sind wir sehr gerne nachgekommen“, sagte der stellvertretende DGzRS-Vorsitzer Ingo Kramer bei der Taufe. „Schließlich gibt uns ein Nachlass dieser Art die Freiheit, einer Station ein neues, modernes und sehr sicheres Einsatzfahrzeug zu bieten. Denn unser Ziel ist es natürlich nicht nur, Menschen aus Seenot zu retten, sondern auch, dass unsere Besatzungen von jedem Einsatz heil und gesund zurückkehren. Wir statten sie mit der besten Rettungstechnik aus, um ihren mitunter gefahrvollen Einsätzen größtmögliche Aussicht auf Erfolg zu geben.“

Zur traditionellen Taufzeremonie waren auch die Seenotretter der Nachbarstationen Damp, Langballigau und Grömitz gekommen. Der Landrettungsdienst „Promedica“, die Freiwillige Feuerwehr Niesgrau-Koppelheck und die DLRG-Gliederung Gelting-Golsmaas-Hasselberg sind die lokalen Partner der DGzRS im Rettungsdienst und beteiligten sich am Programm rund um die Taufe. Der Shantychor Gelting rahmte die Veranstaltung musikalisch ein.

Turnusgemäße Modernisierung der Rettungsflotte

Die Freiwilligen-Station Gelting liegt an der Geltinger Bucht an der südöstlichen Küste der Flensburger Förde. Sie wurde 1981 gegründet. Bis 1999 gab es eine ständige Fährverbindung auf die nicht weit entfernte dänische Insel Fünen. Heute sind die Seenotretter der Station im Wesentlichen im Einsatz für Nebenerwerbsfischer, Angler und Wassersportler.

Bis Juni dieses Jahres haben die 24 freiwilligen Seenotretter um Vormann Thilo Heinze das Seegebiet mit der JENS FÜERSCHIPP gesichert und dabei in zahlreichen Einsätzen Menschen das Leben gerettet. Das neue Seenotrettungsboot URSULA DETTMANN ist eines von insgesamt rund einem Dutzend Neubauten des gleichen Typs – das letzte von ihnen soll 2020 seinen Dienst aufnehmen.

Die Eckdaten der neuen Seenotrettungsboote:

Länge über Alles: 10,1 Meter
Breite über Alles: 3,61 Meter
Tiefgang: 0,96 Meter
Verdrängung: 8 Tonnen
Geschwindigkeit: 18 Knoten (ca. 33 km/h)
Besatzung: Freiwillige
Antrieb: ein Propeller, 380 PS

Wie alle Einheiten der Seenotretter werden die neuen Seenotrettungsboote als Selbstaufrichter konstruiert und vollständig aus Aluminium im bewährten Netzspantensystem gebaut. Der Bootstyp zeichnet sich durch hohe Seetüchtigkeit aus. In Grundsee und Brandung besitzt er gute See-Eigenschaften, manövriert einwandfrei, übersteht heftige Grundstöße und ist in der Lage, dank des rundumlaufenden Fendersystems auch bei höheren Fahrtstufen und unter erschwerten Bedingungen bei Havaristen längsseits zu gehen.

Bei der Konstruktion wurden umfassende Sicherheitskriterien berücksichtigt. Die neuen Seenotrettungsboote werden mit modernster Navigationstechnik, leistungsstarken Schlepp- und Lenzgeschirren sowie einer umfangreichen Ausrüstung zur medizinischen Erstversorgung ausgestattet.

https://www.seenotretter.de/aktuelles/ne...rsula-dettmann/


Quelle und Foto: www.seenotretter.de


Vorbereitungen am frühen Morgen: Der Neubau wird über die Toppen geflaggt.

Angefügte Bilder:
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28.08.2018 11:44
#726 Ihre Spende hält uns auf Kurs. Antworten

Ihre Spende hält uns auf Kurs.

Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) ist einer der modernsten Seenotrettungsdienste der Welt. Wir finanzieren unsere Arbeit ausschließlich durch Spenden und freiwillige Zuwendungen. Als Seenotretter sind wir auf Nord- und Ostsee bei jedem Wetter rund um die Uhr einsatzbereit – mit einer Flotte von 60 Seenotrettungskreuzern und -booten.

Spendenkonto: Sparkasse Bremen IBAN: DE36 2905 0101 0001 0720 16 BIC: SBREDE22

Die Seenotretter in 45 Sekunden

https://www.seenotretter.de/wer-wir-sind/

Quelle: www.seenoretter.de

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04.09.2018 01:31
#727 Fetter „Spendenfisch“ am Haken Antworten

03.09.2018
Fetter „Spendenfisch“ am Haken

Sie sind Hunderte von Kilometern gefahren, haben unendlich viele Telefongespräche geführt sowie altes und neues Angelgerät für die gute Sache verpackt: Thomas Stühm aus Buxtehude und Jörg Östreich aus Hohenlockstedt. Ungezählte Stunden investierten die beiden leidenschaftlichen Angler in ihre Spendenaktion zugunsten der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS). Mit großem Erfolg: In Laboe übergaben sie am Sonntag, 2. September 2018, fast 11.000 Euro an die Seenotretter.

Das Geld – genau 10.800 Euro – verwendet die DGzRS unter anderem für den neuen Seenotrettungskreuzer HAMBURG. Das moderne Spezialschiff wird ab 2020 von der westlichsten DGzRS-Station Borkum aus im Einsatz sein und die dann 32 Jahre alte ALFRIED KRUPP ablösen. Als besonderes Zeichen der Verbundenheit wird an Bord des neuen Seenotrettungskreuzers eine Danktafel an die außergewöhnliche Benefizaktion erinnern. Eine solche Tafel bieten die Seenotretter ab einer Spende von 5.000 Euro an.

„Die Seenotretter sind eine starke Gemeinschaft. Zur DGzRS-Familie gehören nicht nur unsere freiwilligen und fest angestellten Besatzungen an Bord, sondern ebenso alle ehren- und hauptamtlichen Mitarbeiter an Land sowie unsere vielen Freunde und Förderer wie Thomas Stühm und Jörg Östreich. Sie alle setzen sich als #TeamSeenotretter für ein gemeinsames Ziel ein: Menschen aus Seenot zu retten“, sagte Jörg Ahrend, Leiter des Seenotretter-Informationszentrum in Laboe.

Thomas Stühm und Jörg Östreich sind Wiederholungsspender: Bereits 2014 und 2016 unterstützten sie die Seenotretter nach einer ähnlichen Benefizaktion mit 700 beziehungsweise 7.000 Euro. Ihr Engagement hat einen Grund: „Wenn es bei unseren Hochseeangel-Touren zu einem Notfall kommt, können wir uns auf die Seenotretter verlassen. In den vergangenen Jahren haben wir sie selbst schon mehrfach gebraucht“, betonte Thomas Stühm bei der Spendenübergabe.

Ihre Benefizaktion starteten Stühm und Östreich im September 2017: Über die Facebook-Gruppe „Kutterboard“ riefen sie ihre Anglerkollegen auf, gebrauchte Angelruten, Posen und andere Ausrüstungsgegenstände für eine Versteigerung zu spenden. Größtes „Einzelstück“ war eine von den Familien Spilker und Borhaug gestiftete Angelreise nach Norwegen – fünf Angler ersteigerten sie für 1.555 Euro. Die Aktion endete Anfang September 2018 mit dem jährlichen „Kutterboard-Wochenende“ in Laboe auf dem Angelkutter „Blauort“. Und so viel ist schon jetzt klar: Das #TeamSeenotretter kann weiter auf das Engagement von Thomas Stühm und Jörg Östreich zählen: Die beiden Angler wollen bald die nächste Spendenaktion für die DGzRS starten.

https://www.seenotretter.de/aktuelles/da...sch-am-haken-1/


Quelle und Foto: www.seenotretter.de


Vor dem Angelkutter „Blauort“ und dem Seenotrettungskreuzer BERLIN in Laboe übergeben Spender und Organisatoren des „Kutterboards“ eine Spende in Höhe von 10.800 Euro an die Seenotretter.

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04.09.2018 01:31
#728 Erstmals in seinem Element Antworten

03.09.2018
Erstmals in seinem Element

SK 39 ist erstmals in seinem endgültigen Element. Am 3. September erfolgte der Stapelhub des neuen Seenotrettungskreuzers beim Zweigbetrieb Bardenfleth/Weser der Fassmer-Werft. Ein Schlepper brachte das jüngste Spezialschiff der Seenotretter wenige hundert Meter stromabwärts nach Berne-Motzen zum Hauptsitz. Dort erfolgt in den kommenden Wochen die Endausrüstung.

Die nächste Einheit der 20-Meter-Klasse mit der internen Bezeichnung SK 39 ist für die Schleimündung mit Liegeplatz in Olpenitz vorgesehen – die DGzRS teilt ihre bisherige Doppelstation Maasholm. Der mit Festangestellten besetzte Seenotrettungskreuzer liegt dann im neuen Yachthafen Olpenitz. Das ebenfalls in Maasholm stationierte Seenotrettungsboot, das von Freiwilligen gefahren wird, hat seinen Liegeplatz auch künftig im dortigen Fischereihafen.

Der neue Seenotrettungskreuzer SK 39 wird ein Schwesterschiff der bereits im Dienst befindlichen Einheiten EISWETTE/Station Nordstrand (Baujahr 2009), EUGEN/Station Norderney (2009), THEODOR STORM/Station Büsum (2011), PIDDER LÜNG/Station List (2013) und BERTHOLD BEITZ/Station Greifswalder Oie (2017). Wie alle Schiffe der DGzRS wird er als Selbstaufrichter konstruiert.

https://www.seenotretter.de/aktuelles/ne...seinem-element/


Quelle und Foto: www.seenotretter.de


SK 39 wird aus der großen Werfthalle gezogen.

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08.09.2018 01:11
#729 Nach 29 Einsatzjahren: Letzter Liegeplatz „hoch und trocken“ am Ostseestrand Antworten

07.09.2018
Nach 29 Einsatzjahren: Letzter Liegeplatz „hoch und trocken“ am Ostseestrand

Tochterboot ADELE wird Ausstellungsstück vor dem Informationszentrum der Seenotretter in Rostock-Warnemünde


Nach fast 29 Jahren im harten Einsatz auf See hat das Tochterboot ADELE des außer Dienst gestellten Seenotrettungskreuzers VORMANN STEFFENS der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) seinen letzten Liegeplatz an Land in steinernen Wellen gefunden. Stimmungsvoll beleuchtet, wurde es am Freitagabend, 7. September 2018, als Ausstellungsstück vor dem Informationszentrum der Seenotretter in Rostock-Warnemünde der Öffentlichkeit übergeben.

Dort wirbt die ADELE nun an Land „hoch und trocken“ für die freiwillige, unabhängige und rein spendenfinanzierte Arbeit der Seenotretter. Stilecht liegt sie in gepflasterten, in bläuliches Licht getauchten Steinwellen. Funktionstüchtige Positionslaternen, Topplicht und Innenbeleuchtung ziehen bei Dunkelheit die Aufmerksamkeit der Passanten auf das Boot.

In einem kleinen Festakt wurde die ADELE am Freitagabend offiziell enthüllt – wirkungsvoll in Szene gesetzt dank Nebelmaschine und großen Stoffbahnen aus dem Volkstheater Rostock. Jörg Westphal, Leiter des Informationszentrums der Seenotretter, meldete über Funk an die SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS: „ADELE fest am letzten Liegeplatz auf Position 54 Grad und 10.90 Minuten Nord, 012 Grad und 05.19 Minuten Ost“.

Auch ehemalige freiwillige Besatzungsmitglieder aus Hooksiel an der niedersächsischen Nordseeküste, der letzten Station der ADELE, waren angereist. Der Rostocker Shantychor „Luv un Lee“ und das Danceteam des Basketball-Zweitligisten Rostock Seawolfes gestalteten das Rahmenprogramm.

Die auf den Namen einer ungenannt bleibenden Spenderin getaufte ADELE war das Tochterboot der 1989 gebauten VORMANN STEFFENS. Die DGzRS hatte diesen Seenotrettungskreuzer aus ihrer inzwischen nahezu legendären 27,5-Meter-Klasse an die Hansestadt Rostock verkauft, allerdings ohne Tochterboot. Die Berufsfeuerwehr Rostock ließ die VORMANN STEFFENS umbauen und setzt sie nun als Feuerlöschboot für die Rostocker Häfen ein.

Vor dem Informationszentrum der DGzRS hat die ADELE einen sehr passenden letzten Liegeplatz gefunden. Denn die Anfänge der Seenotretter in Warnemünde und an der mecklenburgischen Küste vor mehr als 150 Jahren sind sehr eng mit diesem Haus verbunden. Es war das Wohnhaus des Lotsenkommandeurs Stephan Jantzen, der seit 1866 maßgeblich am Aufbau der ersten Seenotrettungsstation an der mecklenburgischen Küste in Warnemünde beteiligt war. Von dort aus rettete er als Vormann der Station zwischen 1867 und 1903 mit seiner Mannschaft mehr als 80 Menschen aus Seenot – mehrfach unter Einsatz seines eigenen Lebens.

Nur wenige Meter vom Informationszentrum entfernt ist die ARKONA stationiert. Besichtigungen dieses Seenotrettungskreuzers lassen sich – nach vorheriger Absprache – gut mit einem Besuch des Informationszentrums verbinden.

Die Seenotretter danken allen Mitstreitern und nicht zuletzt Rostocks Oberbürgermeister Roland Methling (parteilos), der sich persönlich dafür eingesetzt hat, dass die ADELE einen so prominenten letzten Liegeplatz erhält.

https://www.seenotretter.de/aktuelles/ne...m-ostseestrand/


Quelle: www.seenotretter.de


Nicolaus Stadeler, Mitglied der DGzRS-Geschäftsführung, berichtet von den langjährigen Bemühungen der Seenotretter um den besonderen Standort.

Letzter Liegeplatz in blau beleuchteten steinernen Wellen: Tochterboot ADELE vor dem Informationszentrum der Seenotretter in Warnemünde

Zur abendlichen Eröffnung kamen viele Besucher zum Platz zwischen Leuchtturm und Altem Strom. Fotos: Frank Hormann

Angefügte Bilder:
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13.09.2018 23:23
#730 Groß angelegte Übung der Seenotretter vor Eckernförde Antworten

13.09.2018
Groß angelegte Übung der Seenotretter vor Eckernförde

Schiffbrüchige suchen und retten, Verletzte versorgen und Havaristen schleppen: Das sind einige der Herausforderungen für die Seenotretter bei der SAREx Eckernförde 2018 (SAREx = Search and Rescue Exercise, Such- und Rettungsübung). Sie findet am 14. und 15. September 2018 vor Eckernförde statt. Ausrichter ist die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS). Während der SAREx trainieren die beteiligten Besatzungen vor allem die Koordinierung gemeinsamer Einsätze.

Das genaue Übungsszenario wird den beteiligten Rettungsfrauen und -männern erst mit der „Alarmierung“ mitgeteilt, um eine möglichst realistische Situation zu erzeugen. Koordinierte Suche und Rettung Schiffbrüchiger, ihre medizinische Erstversorgung und der Verletztentransport sind Bestandteile der Szenarien. Insgesamt nehmen rund 100 Menschen an der Übung teil.

DGzRS-Übungsleiter Timo Jordt hat die Szenarien für die SAREx Eckernförde konzipiert. Bereits in den vergangenen Jahren war er an vergleichbaren Übungen vor Helgoland, Wilhelmshaven, Neustadt i. H. und Eckernförde beteiligt gewesen. „Bei Einsätzen haben die Kollegen nicht viel Zeit zu überlegen, wie sie etwas machen müssen. Deshalb trainieren wir regelmäßig für den Ernstfall – auch komplexe Szenarien wie jetzt bei der Übung vor Eckernförde“, sagt Jordt. „Wir wollen unsere Besatzungen bestmöglich auf ihre Aufgaben auf See vorbereitet, damit im Notfall bei der Rettung von Menschen jeder Handgriff sitzt.“

Mit dabei sind zwei Seenotrettungskreuzer (HANS HACKMACK/Station Grömitz, THEO FISCHER/Station Darßer Ort) und sechs Seenotrettungsboote (URSULA DETTMANN/Station Gelting, HELLMUT MANTHEY/Station Maasholm, ECKERNFÖRDE/Station Eckernförde, WALTER ROSE/Station Schilksee, EMIL ZIMMERMANN/Station Puttgarden und WOLFGANG WIESE/Station Timmendorf auf Poel) der DGzRS sowie das Bundespolizeiboot „Prignitz“ und ein Arbeitsboot vom Ortsverband Eckernförde des Technischen Hilfswerks (THW).

Echt wirkende „Schiffbrüchige“ und „Verletzte“ stellt die Gruppe RUND (Realistische Unfall- und Notfalldarstellung) der DLRG Goch. Neben ihr gilt ein besonderer Dank der Seenotretter den Stadtwerken Eckernförde für die Bereitstellung der Liegeplätze im Stadthafen mit entsprechender Versorgung und der Firma „Yachtsport Eckernförde“. Außerdem haben vor Ort die freiwilligen Seenotretter der Station Eckernförde um Vormann Horst Egerland viele Stunden ihrer Freizeit in die Organisation und Vorbereitung der groß angelegten Übung investiert.

https://www.seenotretter.de/aktuelles/ne...r-eckernfoerde/


Quelle und Foto: www.seenotretter.de


Wie bereits bei der diesjährigen Großübung vor Wilhelmshaven wird auch am kommenden Wochenende die medizinische Erstversorgung Verletzter ein Bestandteil der Szenarien sein. Archivfotos: DGzRS – Die Seenotretter

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20.09.2018 04:44
#731 Im Gedenken an eine besondere Frau Antworten

19.09.2018
Im Gedenken an eine besondere Frau

Auf den ersten Blick sind es nur Namen: von Firmen, Stiftungen und Privatpersonen. Sie stehen auf 62 kleinen, gebürsteten Aluminiumtafeln, die am Niedergang der ANNELIESE KRAMER befestigt sind. Doch wer sind diese Menschen? Was verbindet sie mit den Seenotrettern? Warum haben sie selbst oder andere in ihrem Namen 5.000 Euro oder mehr für den Seenotrettungskreuzer gespendet? Die Antworten auf diese Fragen lenken den Blick auf unterschiedlichste Lebensgeschichten – wie die von Dr. Hermine Ruschmann.

Einiges entnimmt man bereits dem, was auf der Gedenktafel steht. Dr. Hermine Ruschmann war Oberstudiendirektorin. Die Lehrerin lebte von 1900 bis 1965. Doch wer gedachte ihrer im Jahre 2017, als die ANNELIESE KRAMER in Dienst gestellt wurde? Die Antwort steht in der nächsten Zeile: „Sie war unsere Lehrerin bis zum Abitur 1952.“ Aus Anlass des 65. Jahrestages ihres Schulabschlusses gaben sechs Frauen, die heute zwischen 84 und 86 Jahre alt sind, die Gedenktafel in Auftrag. Für die Spenderinnen war der Seenotrettungskreuzer ein sehr guter Platz, um an ihre außergewöhnliche Lehrerin zu erinnern.

Als Hermine Ruschmann im Jahre 1900 geboren wurde, war das Frauenbild völlig anders als heute: Die Frau hatte damals einzig dem Manne und der Familie zu dienen. Hermines Schwestern kamen diesem Leitbild nach, sie selbst nicht. Sie schaffte es, sich ihr Leben gegen die damals gültigen Regeln einzurichten. Dennoch verlor sie nie den engen Kontakt zu ihrer Familie und blieb ihr in Freud und Leid verbunden.

1918, mit dem Ende des Ersten Weltkriegs, änderten sich die Lebensumstände für alle drastisch. Kaiser, Könige und Fürsten büßten ihre jahrhundertealte, angeblich von Gott verliehene Macht ein. Mutige Menschen versuchten, eine Demokratie in der Gesellschaft zu verankern. Gleichzeitig kam es zu turbulenten wirtschaftlichen Kämpfen, die sich als Spätfolgen des Ersten Weltkrieges weltweit entwickelten. Bekannt-berüchtigt wurde die Hyperinflation im Jahre 1923.

In dieser Zeit des Um- und Aufbruchs studierte Hermine Ruschmann die Fächer Mathematik, Physik, Chemie und Psychologie. 1926 und 1928 legte sie ihre wissenschaftlichen und pädagogischen Examina ab. Ins Berufsleben startete sie als Studienassessorin in Eutin. 1930 kam Dr. Hermine Ruschmann als Studienrätin nach Bremen an die Oberschule für Mädchen an der Karlstraße. Dieser Schule blieb sie 35 schicksalsschwere Jahre hindurch verbunden.

1933 begann in Deutschland die Hitler-Diktatur, 1939 der Zweite Weltkrieg, der 1945 mit vielen Millionen Toten in einem Chaos von Zerstörung und menschlichem Leid endete. Auch weite Teile Bremens und die Schule an der Karlstraße sanken in Trümmer. In der Hansestadt endeten die Kämpfe in den letzten Apriltagen 1945.

Dr. Hermine Ruschmann zögerte nicht lange und wendete sich dem Neuanfang zu: Bereits im Februar 1946 wurde sie Fachleiterin für Physik und Chemie am Bremer Studienseminar. 1949 erhielt sie die Ernennung zur Oberstudienrätin. Ab 1957 leitete sie als Oberstudiendirektorin das Gymnasium an der Karlstraße, wie die ehemalige Oberschule nun hieß. Ab 1963 wurden auch Jungen aufgenommen. Mit der ganzen Kraft ihrer Persönlichkeit setzte sie sich für ihre Schülerinnen und Schüler ebenso wie für zahlreiche angehende junge Lehrerinnen ein. Sie pflegte die gute und offene Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen.

Die sechs Spenderinnen wurden 1932 und 1933 geboren. Sie gehörten zu den vom Krieg teils schwer betroffenen Kindern. Ab 1947 erlebten sie mit, wie tatkräftig sich ihre Lehrerin für die geistige und materielle Erneuerung nach dem Zweiten Weltkrieg einsetzte. Dabei ging es Dr. Hermine Ruschmann nie um Ämter und nie um ihre eigene Person.

Im Mittelpunkt ihres Wesens und Wirkens standen immer die Werte, die Menschen befähigen, friedlich miteinander zu leben und zu arbeiten. Mit Güte und Strenge, mit Ernst und Humor, mit Geduld und ihrem zielgerichteten Einfallsreichtum verdeutlichte sie, wie sehr gemeinsames Lernen Spaß macht, auch in Mathematik, Physik und Chemie – für Mädchen genauso wie für Jungen.Dr. Hermine Ruschmann war selber immer wissbegierig und lockte die Wissbegier bei ihren Schülerinnen und Schülern ebenfalls hervor.

In ihrer etwas nüchternen, aber herzlichen Art lebte sie gleichzeitig vor, dass die menschliche Seite bei allem Tun und Streben nie außer Betracht bleiben kann und darf. Viele ihrer Schülerinnen hielten deshalb auch nach der Schulzeit gern weiterhin Kontakt zu ihr.Dr. Hermine Ruschmann ist eingegliedert in die Kette all derer, die Wissen, Können und menschenfreundliche Gesinnung weiterzureichen bestrebt sind, von Generation zu Generation. All diese Werte kennzeichnen auch die Seenotretter. Und hier schließt sich der Kreis. Die Gedenktafel auf dem Seenotrettungskreuzer ANNELIESE KRAMER wird zukünftig an Dr. Hermine Ruschmann erinnern.

Ihr Name an Bord? Auf Wunsch fährt er auf unserem neuesten Seenotrettungskreuzer mit: Kurs Leben retten. Ab 5.000 Euro nehmen wir Ihren eigenen Namen, den Ihrer Firma oder aber den eines Menschen, den Sie besonders ehren möchten, auf einer Danktafel mit in den Einsatz.

https://www.seenotretter.de/aktuelles/da...besondere-frau/


Quelle und Fotos: www.seenotretter.de


Blieb ihren Schülerinnen über den Tod hinaus in sehr guter Erinnerung: Oberstudiendirektorin Dr. Hermine Ruschmann.

Mit einer Gedenktafel auf dem Seenotrettungskreuzer ANNELIESE KRAMER erinnern Schülerinnen an ihre ehemalige Lehrerin.

Angefügte Bilder:
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24.09.2018 11:44
#732 Seenotretter aus acht Ländern zu Gast bei der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger Antworten

24.09.2018
Seenotretter aus acht Ländern zu Gast bei der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger

Seenotrettung kennt keine Grenzen: Ein internationales Austauschprogramm der Seenotretter findet derzeit in verschiedenen Ländern Europas statt. Ziel ist es, durch Erfahrungsaustausch und Training die Leistungsfähigkeit der Seenotrettungsdienste weiter zu verbessern. Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) hat für eine Woche (22. bis 29. September 2018) acht Seenotretter zu Gast, während deutsche Seenotretter zum Training in sieben europäische Länder gereist sind. Initiiert wurde das Crew-Exchange-Programm 2012 von der International Maritime Rescue Federation (IMRF), dem internationalen Zusammenschluss der Seenotrettungsdienste. Aufgrund der sehr positiven Erfahrungen findet es seitdem jährlich statt.

Seenot kann nicht nur jeden deutschen Seemann auf den Weltmeeren und jedes Schiff treffen, das einen deutschen Hafen anläuft, sondern auch Passagiere von Fähren und Kreuzfahrtschiffen. Sie alle sind weltweit auf die reibungslose internationale Zusammenarbeit der Seenotrettungsdienste angewiesen. Allein 2017 war die SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS neben den mehr als 2.000 Einsätzen in den deutschen Gebieten von Nord- und Ostsee zusätzlich 201 Mal bei Seenotfällen international im Interesse der deutschen Schifffahrt unterstützend oder initiativ tätig.

Sieben Seenotretter der DGzRS sind derzeit in Estland, Finnland, Norwegen, Schweden, Dänemark den Niederlanden und Frankreich im einwöchigen Training, während acht ausländische Seenotretter gemeinsam Rettungsübungen auf verschiedenen DGzRS-Stationen absolvieren. Am Sonntag, 23. September 2018, trainierten sie gemeinsam mit ihren deutschen Kollegen der Station Bremerhaven.

Anfang dieser Woche stehen verschiedene Übungen in der Ausbildungsstation in Neustadt in Holstein auf dem Programm. Dazu gehören Brandabwehr, Leckabwehr und medizinische Evakuierung. Anschließend geht es zur Station Laboe. Dort üben die Teilnehmer die Suche nach Schiffbrüchigen und die Zusammenarbeit mit einem SAR-Hubschrauber der Deutschen Marine.

Zum Abschluss der Austauschwoche besuchen die Seenotretter aus Estland, Kroatien, Frankreich, Schweden, Finnland, den Niederlanden und Dänemark am Freitag, 28. September 2018, die Zentrale der DGzRS in Bremen. Dort soll es unter anderem einen intensiven Austausch mit den Wachleitern der SEENOTLEITUNG BREMEN (MRCC = Maritime Rescue Co-ordination Centre) geben.

Die Trainingswoche wird von der Europäischen Union gefördert. Die IMRF hat konsultativen Status bei den Vereinten Nationen.

https://www.seenotretter.de/aktuelles/ne...ffbruechiger-1/


Quelle: www.seenotretter.de


Beim internationalen Crewaustausch der Seenotrettungsdienste besuchen Seenotretter aus acht Ländern unter anderem die DGzRS-Station in Bremerhaven (v. l.): Wilm Willms (Station Bremerhaven), Kai Hettmann (Besatzung HANNES GLOGNER), Ulrich Fader (Vormann Station Bremerhaven), Thomas Baumgärtel (Station Bremerhaven und IMRF Crew-Exchange-Programm Deutschland), Vesa Petri Yrjölä (Finnland), Asbjørn Byskov Strunk (Dänemark), Bertil Isaksen (Norwegen), Tom Veldhuis (Niederlande), Heike Pohla (Estland), Stefan Thulin (Schweden), Frédéric Romieux (Frankreich) und Branko Popara (Kroatien). Foto: Die Seenotretter – DGzRS/Horst Saade

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28.09.2018 00:00
#733 SK 39 in schräger Lage Antworten

27.09.2018
SK 39 in schräger Lage

Bevor Seewasser seinen Bug umspülen kann, muss SK 39 wie alle Rettungseinheiten der Seenotretter zunächst den Krängungstest bestehen. Das schaffte er mit Bravour. In seinem „Zeugnis“ steht: „Eins, rausfahren!“. Doch wie so oft im Leben: Ist die eine Prüfung erledigt, steht schon die nächste an. In den kommenden Wochen muss SK 39 den Schiffbauern bei Probefahrten seine Leistungsfähigkeit unter härtesten Bedingungen beweisen. Die öffentliche Taufe des neuen Seenotrettungskreuzers findet am Samstag, 17. November 2018, in Maasholm statt. (Fotos 1-10: Martin Stöver, Foto 11: Jonas Schütze)

Die nächste Einheit der 20-Meter-Klasse mit der internen Bezeichnung SK 39 ist für die Schleimündung mit Liegeplatz in Olpenitz vorgesehen – die DGzRS teilt ihre bisherige Doppelstation Maasholm. Der mit Festangestellten besetzte Seenotrettungskreuzer liegt dann im neuen Yachthafen Olpenitz. Das ebenfalls in Maasholm stationierte Seenotrettungsboot, das von Freiwilligen gefahren wird, hat seinen Liegeplatz auch künftig im dortigen Fischereihafen.

Der neue Seenotrettungskreuzer SK 39 wird ein Schwesterschiff der bereits im Dienst befindlichen Einheiten EISWETTE/Station Nordstrand (Baujahr 2009), EUGEN/Station Norderney (2009), THEODOR STORM/Station Büsum (2011), PIDDER LÜNG/Station List (2013) und BERTHOLD BEITZ/Station Greifswalder Oie (2017). Wie alle Schiffe der DGzRS wird er als Selbstaufrichter konstruiert.

https://www.seenotretter.de/aktuelles/ne...schraeger-lage/


Quelle und Foto: www.seenotretter.de


Im Hebewerk der Fassmer Werft ist alles für den Krängungstest vorbereitet: SK 39 ist an der Pier fest, und der mobile Kran steht am Rand.

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22.10.2018 11:00
#734 Seenotretter mit Spendenzertifikat ausgezeichnet Antworten

21.10.2018
Seenotretter mit Spendenzertifikat ausgezeichnet

Freiwillig, unabhängig und spendenfinanziert sind die Seenotretter. Das hat nun auch der Deutsche Spendenrat e. V. bestätigt.

https://www.seenotretter.de/aktuelles/ne...-ausgezeichnet/


Quelle: www.seenotretter.de

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27.10.2018 16:26
#735 Neues Ausbildungs- und Trainingsboot der Seenotretter auf den Namen MERVI getauft Antworten

26.10.2018
Neues Ausbildungs- und Trainingsboot der Seenotretter auf den Namen MERVI getauft

Deutsche Fernsehlotterie fördert modernes Spezialschiff der DGzRS

Gut zehn Meter lang, weniger als einen Meter Tiefgang und äußerst seetüchtig – dies sind einige markante Merkmale des neuen Ausbildungs- und Trainingsbootes der Seenotretter. Die jüngste Einheit der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) wurde am Samstag, 27. Oktober 2018, unter großer Anteilnahme der Bevölkerung im Stadthafen von Neustadt in Holstein auf den Namen MERVI getauft. Ganz in der Nähe, auf dem Wieksberg, unterhält die DGzRS seit mehr als 20 Jahren ihre eigene Ausbildungsstation.

Das neue Spezialschiff mit der internen Bezeichnung SRB 72 ist der erste Neubau für die praktische Aus- und Fortbildung der Seenotretter. „Dank einer Förderung durch die Deutsche Fernsehlotterie erhalten wir ein Boot auf dem neuesten Stand der Technik. Unsere Besatzungen können jetzt mit dem gleichen Material trainieren, das sie auch auf ihren Stationen vorfinden“, sagt der Vormann der Ausbildungsstation Wolfgang Behnk.

Der Neubau gehört zur 9,5-/10,1-Meter Klasse der Seenotretter. Bereits 26 Einheiten dieses Typs haben sich in allen deutschen Revieren von Nord- und Ostsee hervorragend bewährt. Die Deutsche Fernsehlotterie hat das Spezialschiff mit 525.000 Euro gefördert. Das entspricht etwa der Hälfte der Baukosten.

Die hohe Einsatzbereitschaft der Seenotretter begeistert Christian Kipper, Geschäftsführer der Deutschen Fernsehlotterie: „Mit der Hilfe unserer Mitspielerinnen und Mitspieler stärken wir das solidarische Miteinander in unserer Gesellschaft – an Land und jetzt auch auf See. Wir freuen uns, dass wir die wichtige Arbeit der Seenotretter mit unserer Förderung unterstützen können.“

Bereits bei der Kiellegung Anfang August 2017 war eine Gedenkmedaille der Deutschen Fernsehlotterie in eine Sektion des Rumpfes eingelegt worden. Einer Schiffbautradition folgend wird sie nun bei jeder Fahrt dabei sein. Das soll den Seenotrettern Sicherheit, Glück und Gesundheit verheißen.

Mandy Schmidt, Hörfunk-Moderatorin bei NDR 1 Welle Nord am Morgen, taufte das neue Ausbildungs- und Trainingsboot auf den Namen MERVI. Sie wünschte „allzeit gute Fahrt und der Besatzung stets eine sichere Heimkehr“. Der Name des Neubaus, ein finnischer Mädchenname, erinnert auf Wunsch der Deutschen Fernsehlotterie an eine ihr eng verbundene und sozial überaus engagierte Frau, die früh verstorben ist und drei Kinder hinterlassen hat. „Mit ihrem lebensbejahenden, geradezu stürmischen, skandinavisch-herzlichen Charakter passt sie als Namengeberin sehr gut zu diesem neuen Boot der Seenotretter“, sagt Christian Kipper.

Die MERVI ist eines von zwölf Neubauten des gleichen Typs. Allerdings wurde sie in einigen Punkten gegenüber den anderen Einheiten ihrer Klasse deutlich verändert. Unter anderem verfügt sie über zwei Radargeräte, zusätzliche Arbeitsplätze für Ausbilder unter Deck und die Möglichkeit, den Fahrstand abzudunkeln, um Nebel- und Nachfahrten zu trainieren.

Gefahren wird die MERVI wie ihre Schwesterschiffe von Freiwilligen. Auch die Ausbilder der Seenotretter sind ehrenamtlich tätig, genauso wie mehr als 800 der rund 1.000 Seenotretter an Nord- und Ostseeküste. Die Eckdaten des Neubaus:

Länge über Alles: 10,1 Meter • Breite über Alles: 3,61 Meter • Tiefgang: 0,96 Meter

Verdrängung: 8 Tonnen • Geschwindigkeit: 18 Knoten (ca. 33 km/h) • Besatzung: Freiwillige

Antrieb: ein Propeller, 380 PS

Wie alle Einheiten der Seenotretter ist die MERVI als Selbstaufrichter konstruiert und vollständig aus Aluminium im bewährten Netzspantensystem gebaut. Sie zeichnet sich durch hohe Seetüchtigkeit aus. In Grundsee und Brandung besitzt sie gute See-Eigenschaften, manövriert 0einwandfrei, übersteht heftige Grundstöße und ist in der Lage, dank des rundumlaufenden Fendersystems auch bei höheren Fahrtstufen und unter erschwerten Bedingungen bei Havaristen längsseits zu gehen.

Seit Gründung der Ausbildungsstation vor 22 Jahren hat die DGzRS in Neustadt rund 5.000 Teilnehmer in sieben verschiedenen Lernfeldern geschult. Vormann der Station ist Wolfgang Behnk, den Lehrbetrieb leitet Larissa Buck.

Über die Seenotretter

Die DGzRS ist zuständig für den maritimen Such- und Rettungsdienst in den deutschen Gebieten von Nord- und Ostsee. Zur Erfüllung ihrer Aufgaben hält sie rund 60 Seenot¬rettungskreuzer und -boote auf 55 Stationen zwischen Borkum im Westen und Usedom im Osten einsatzbereit – rund um die Uhr, bei jedem Wetter. Jahr für Jahr fahren die Seenotretter mehr als 2.000 Einsätze, koordiniert von der SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS (MRCC = Maritime Rescue Co-ordination Centre). Die gesamte unabhängige und eigenverantwortliche Arbeit der Seenotretter wird ausschließlich durch freiwillige Zu¬wendungen finanziert, ohne Steuergelder. Seit Gründung der DGzRS 1865 haben ihre Besatzungen rund 85.000 Menschen aus Seenot gerettet oder drohenden Gefahren befreit. Schirmherr der Seenotretter ist der Bundespräsident.

Über die Deutsche Fernsehlotterie

Die Deutsche Fernsehlotterie ist die traditionsreichste Soziallotterie Deutschlands. Zusammen mit ihren Mitspielern unterstützt sie das Gemeinwesen im Land. Denn: Jedes Los hilft! Von 1956 bis heute erzielte sie einen karitativen Zweckertrag von über 1,9 Milliarden Euro und konnte so durch ihre Stiftung, das Deutsche Hilfswerk, mehr als 8.500 Projekte fördern. Kindern, Jugendlichen und Familien, Senioren, Menschen mit Behinderung oder schwerer Erkrankung wird so ein besseres Leben ermöglicht. Gleichzeitig bietet die Fernsehlotterie ihren Mitspielern die Chance auf Millionengewinne, Sofortrenten und attraktive Sachgewinne. www.fernsehlotterie.de

https://www.seenotretter.de/aktuelles/ne...-mervi-getauft/


Quelle und Foto: www.seenotretter.de


MERVI ist der Name des neuen Ausbildungs- und Trainingsbootes

Angefügte Bilder:
csm_WTB_SRB72_06_000_c92cb1f8d9.jpg  
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