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 Wissenswertes über Langeoog
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12.08.2019 22:30
#781 An der frischen Luft Antworten

09.08.2019
An der frischen Luft

Der Rohbau unserer künftigen HAMBURG hat erstmals die Werfthalle verlassen. Bald wird der neue Seenotrettungskreuzer für die Station Borkum das erste Mal in seinem Element schwimmen, um mit Schlepperhilfe in eine größere Schiffbauhalle einige hundert Meter stromabwärts umzuziehen. Bevor es soweit ist, haben sich künftige Besatzungsmitglieder an Bord umgesehen. Und wir haben die Gelegenheit genutzt und ein paar eindrucksvolle Bilder gemacht.

Die HAMBURG ist das vierte Schiff der völlig neu konstruierten 28-Meter-Klasse, die nach und nach die bewährte 27,5-Meter-Klasse ersetzt. Das Typschiff hatten die Seenotretter zu ihrem 150-jährigen Bestehen Ende Mai 2015 auf den Namen ERNST MEIER-HEDDE getauft und auf Amrum stationiert. Der zweite Seenotrettungskreuzer dieser Klasse ist die neue BERLIN, die seit Anfang 2017 von Laboe aus die Kieler Förde sichert. Seit Sommer 2017 ist die ANNELIESE KRAMER als dritte Einheit dieser Klasse auf der Station Cuxhaven im Einsatz.

Der jüngste Neubau soll nach seiner Ablieferung im Frühjahr 2020 auf der Station Borkum die ALFRIED KRUPP nach 32 Einsatzjahren ablösen. Mit der Namengebung würdigt die DGzRS die langjährige Verbundenheit der Hamburger mit den Seenotrettern. Mit einer Spendenaktion ruft sie alle Einwohner Hamburgs, aber auch alle Freunde der Hansestadt dazu auf, sich am „Spendemanöver: HAMBURG wird Seenotretter!“ zu beteiligen. Spenden für den Neubau sind bereits jetzt möglich, am einfachsten online unter Angabe des Kennwortes HAMBURG.

https://www.seenotretter.de/aktuelles/ne...-frischen-luft/


Quelle und Foto: www.seenotretter.de


Rumpf gedreht, Deckshaus aufgesetzt: SK 40 hat erstmals die Werfthalle verlassen. (Fotos: Jörg Sarbach)

Angefügte Bilder:
csm_WTB-SK40-08-01_39f2d54431.jpg  
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12.08.2019 22:33
#782 "MAYDAY" im Hafenmuseum Hamburg Antworten

12.08.2019
"MAYDAY" im Hafenmuseum Hamburg

Möwengeschrei und Hafenkulisse live

Impressionen einer tollen Veranstaltung: Till Demtrøder ließ am 10. August 2019 im Hamburger Hafenmuseum aus "MAYDAY" Geschichten der Seenotretter aufleben, umrahmt von einem bunten maritimen Programm und begleitet vom #TeamSeenotretter aus Seenotrettern, Ehrenamtlichen, Förderern und Gästen. Thema war natürlich auch die neue HAMBURG, die 2020 in Hamburg getauft werden wird.

https://www.seenotretter.de/aktuelles/ne...museum-hamburg/


Quelle und Foto: www.seenotretter.de


Passende Kulisse für ein tolles Event: Das Hafenmuseum Hamburg. Früher fand hier der Güterumschlag statt - der Ort zwischen Veddel, Steinwerder und Wilhelmsburg hat nichts von seinem maritimen Flair verloren.

Angefügte Bilder:
csm_00Mayday-190810-va-0031DB_bb66e78a2c.jpg  
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14.08.2019 02:22
#783 RE: An der frischen Luft Antworten

13.08.2019
HAMBURG hat erstmals Wasserkontakt

Der Rumpf ist fertig verschweißt und das Deckshaus aufgesetzt: Für die weiteren Arbeiten hat der Schlepper „Greif“ den neuen Seenotrettungskreuzer HAMBURG vom Betriebsteil Bardenfleth zum rund einen Kilometer entfernten Hauptsitz der Fassmer-Werft in Berne-Motzen „verschifft“. Dabei kam der bereits schwimmfähige Kasko erstmals mit Wasser in Kontakt – wenn auch nur für eine gute Stunde. (Fotos: Jörg Sarbach; außer 1 & 2: Steven Keller)

Die HAMBURG ist das vierte Schiff der völlig neu konstruierten 28-Meter-Klasse, die nach und nach die bewährte 27,5-Meter-Klasse ersetzt. Das Typschiff hatten die Seenotretter zu ihrem 150-jährigen Bestehen Ende Mai 2015 auf den Namen ERNST MEIER-HEDDE getauft und auf Amrum stationiert. Der zweite Seenotrettungskreuzer dieser Klasse ist die neue BERLIN, die seit Anfang 2017 von Laboe aus die Kieler Förde sichert. Seit Sommer 2017 ist die ANNELIESE KRAMER als dritte Einheit dieser Klasse auf der Station Cuxhaven im Einsatz.

Der jüngste Neubau soll nach seiner Ablieferung im Frühjahr 2020 auf der Station Borkum die ALFRIED KRUPP nach 32 Einsatzjahren ablösen. Mit der Namengebung würdigt die DGzRS die langjährige Verbundenheit der Hamburger mit den Seenotrettern. Mit einer Spendenaktion ruft sie alle Einwohner Hamburgs, aber auch alle Freunde der Hansestadt dazu auf, sich am „Spendemanöver: HAMBURG wird Seenotretter!“ zu beteiligen. Spenden für den Neubau sind bereits jetzt möglich, am einfachsten online unter Angabe des Kennwortes HAMBURG.

https://www.seenotretter.de/aktuelles/ne...-wasserkontakt/


Quelle und Foto: www.seenotretter.de


Hoch und trocken: Noch steht die neue HAMBURG auf dem Hebewerk in Bardenfleth.

Angefügte Bilder:
WTB-SK40-09-01.jpg  
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16.08.2019 02:34
#784 DGzRS vergibt Auftrag zum Bau eines eigenen Trainingsschiffes Antworten

15.08.2019
DGzRS vergibt Auftrag zum Bau eines eigenen Trainingsschiffes

Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) hat den Auftrag zum Bau eines eigenen Trainingsschiffes für die Seenotretter an Nord- und Ostsee vergeben. Die etwa 22 Meter lange Einheit wird ab Herbst dieses Jahres auf der Schiffswerft Hermann Barthel in Derben an der Elbe entstehen. Die Indienststellung auf der Seenotretter-Akademie in Neustadt in Holstein ist für 2021 vorgesehen.

Das Trainingsschiff der Seenotretter wird ausdrücklich keine Rettungseinheit, sondern ein konventioneller Verdränger mit Stahlrumpf. Trainiert werden darauf künftig vorrangig Standards wie Sicherheit und Seemannschaft, Längsseitsgehen, Schleppen, Manövrieren, technische Navigation wie Radarausbildung, Kollisions-/Begegnungsfahrten, aber auch die Abbergung Verletzter aus Schiffsinnenräumen. „Wir bereiten uns damit auch darauf vor, künftig verstärkt eigenes Personal selbst auszubilden und zu trainieren, da es immer weniger deutsche Seeleute gibt“, sagt Marco Behns, Leiter des Rettungsdienstes der DGzRS.

Das voraussichtlich etwa 22 Meter lange, sechs Meter breite, 1,60 Meter tiefgehende und elf Knoten laufende Schiff wird von zwei Cummins-Motoren angetrieben. Diese Maschinen sind baugleich mit denen auf den neueren Seenotrettungsbooten der DGzRS. Das ermöglicht an Bord des Trainingsschiffes auch die technische Aus- und Fortbildung der Seenotretter.

Alle Trainings können künftig dezentral auf den Stationen der Seenotretter zwischen Borkum im Westen und Ueckermünde im Osten erfolgen, im Zusammenspiel mit den Rettungseinheiten vor Ort. Das Trainingsschiff wird von drei Besatzungsmitgliedern gefahren. Acht Trainees beziehungsweise Freiwillige können an Bord untergebracht und auch an entsprechend ausgerüsteten technischen Navigationsplätzen geschult werden.

Das Trainingsschiff der Seenotretter komplettiert die DGzRS-Trainingsflotte. Zu ihr gehören auch zwei spezielle Trainingsboote aus der 9,5-/10,1-Meter-Seenotrettungsboot-Klasse. Außerdem wird die DGzRS künftig ihren größten Seenotrettungskreuzer HERMANN MARWEDE mit seinem Raumangebot verstärkt zur Aus- und Fortbildung nutzen.

Gebaut wird das neue Trainingsschiff auf der Schiffswerft Hermann Barthel in Derben an der Elbe. Die Werft in Sachsen-Anhalt, gelegen zwischen Magdeburg und Brandenburg an der Havel, hat große Erfahrung im Bau ähnlicher Fahrzeuge.

Dem Training ihrer Besatzungen widmet sich die DGzRS seit jeher mit besonderer Aufmerksamkeit. Seit Jahresbeginn bündelt die Seenotretter-Akademie alle Maßnahmen: (erste) Ausbildung, ständige Weiterbildung, regelmäßiges Training, an Bord, an Land und virtuell, für fest angestellte wie freiwillige Besatzungsmitglieder. Zur Akademie gehören das bereits 1996 gegründete Trainingszentrum Neustadt und externe Einrichtungen, die Trainingsflotte, das Simulatorzentrum in der DGzRS-Zentrale sowie eine elektronische Lernplattform.

https://www.seenotretter.de/aktuelles/ne...iningsschiffes/


Quelle: www.seenotretter.de


Der Aus- und Fortbildung ihrer Besatzungen widmet sich die DGzRS seit jeher mit besonderer Aufmerksamkeit. Mit einem eigenen Trainingsschiff bereiten sich die Seenotretter nun auch darauf vor, künftig verstärkt eigenes Personal selbst auszubilden und zu trainieren, da es immer weniger deutsche Seeleute gibt. Foto: Peter Neumann/YPScollection

Angefügte Bilder:
csm_2019-08-15-Trainigsschiff_d1dcfc2dab.jpg  
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31.08.2019 01:00
#785 Volle Kraft voraus beim Pfahlzugtest Antworten

30.08.2019
Volle Kraft voraus beim Pfahlzugtest

Nach Monaten in der lauten und von Kunstlicht ausgefüllten Werfthalle darf SRB 75 endlich nach draußen. Noch ist es zwar die Ostsee, dennoch fühlt sich das neue Seenotrettungsboot in seinem Element sichtlich wohler als lediglich mit Luft unterm Kiel. Bevor es in wenigen Wochen durch die Wellen der Nordsee pflügen darf, stehen zwei wichtige Prüfungen auf seiner Werftliste: Pfahlzugtest und Krängungsversuch. (Fotos: Tamsen Maritim)

Wie alle Rettungseinheiten der DGzRS wird auch SRB 75 ausschließlich durch Spenden und freiwillige Zuwendungen finanziert. Das Seenotrettungsboot ist für die Freiwilligen-Station Horumersiel vorgesehen und wird dort das Seenotrettungsboot BALTRUM ersetzen, das außer Dienst gestellt wird. Die Taufe, bei der das Seenotrettungsboot seinen endgültigen Namen erhält, findet am Samstag, 12. Oktober, im Hafen Wangersiel statt.

https://www.seenotretter.de/aktuelles/ne...m-pfahlzugtest/


Quelle und Foto: www.seenotretter.de


SRB 75 hat endlich Salzwasser unterm Kiel.

Angefügte Bilder:
WTB-SRB75-05-01.jpg  
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04.09.2019 20:30
#786 Innere Werte Antworten

03.09.2019
Innere Werte

In den vergangenen Monaten haben sich die Schiffbauer auf der Werft Tamsen Maritim vor allem um die äußeren Werte des Neubaus gekümmert: Schweißnähte geschliffen, Deckshaus aufgesetzt und Seenotretter-Farben aufgetragen. Jetzt sind in erster Linie die inneren Werte dran. Die Werftarbeiter ziehen Kabel, bauen das Stevenrohr ein und bereiten den Einbau der Maschine vor. (Fotos: Tamsen Maritim)

Wie alle Rettungseinheiten der DGzRS wird auch dieser Neubau ausschließlich durch Spenden und freiwillige Zuwendungen finanziert. Das Seenotrettungsboot ist für die Station Puttgarden vorgesehen. Die bisher auf Fehmarn stationierte 9,5 Meter lange EMIL Zimmermann löst voraussichtlich in Fedderwardersiel die etwa einen Meter kürze HERMANN ONKEN ab, die außer Dienst gestellt wird. Die Taufe, bei der das Seenotrettungsboot seinen endgültigen Namen erhält, ist für 2020 vorgesehen.

https://www.seenotretter.de/aktuelles/ne...s/innere-werte/


Quelle und Foto: www.seenotretter.de


Arbeiten am Heck: Die Schiffbauer haben bereits das Stevenrohr eingesetzt. Es schließt die austretende Propellerwelle bei geringstmöglicher Reibung wasserdicht ab.

Angefügte Bilder:
WTB-SRB77-02-01.jpg  
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10.09.2019 19:00
#787 Neues Seenotrettungsboot der DGzRS in Breege auf den Namen MANFRED HESSDÖRFER getauft Antworten

08.09.2019
Neues Seenotrettungsboot der DGzRS in Breege auf den Namen MANFRED HESSDÖRFER getauft

Freiwilligenstation erhält speziell für das Revier entwickelten Bootstyp

Das neueste Seenotrettungsboot der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) hat am Sonntag, 8. September 2019, in Breege auf Rügen den Namen MANFRED HESSDÖRFER erhalten. Die Freiwilligenstation am Großen Jasmunder Bodden verfügt jetzt über einen speziell für das Revier entwickelten neuen Bootstyp: Rund neun Meter lang, 88 Zentimeter Tiefgang und 38 Knoten (ca. 70 km/h) schnell – dies sind einige der markanten technischen Daten.

Die MANFRED HESSDÖRFER entstand auf der finnischen Spezialwerft Arctic Airboats in enger Entwicklungszusammenarbeit mit den Seenotrettern. Das aus sehr robustem Polyethylen bestehende Vollkunststoffboot ist äußerst wartungsarm und verfügt über zwei 200-PS-Außenbordmotoren.

Mit den Worten „Ich taufe Dich auf den Namen MANFRED HESSDÖRFER und wünsche Dir und Deiner Besatzung allzeit gute Fahrt und stets eine sichere Heimkehr“, taufte Silvia Reinhold, die Nichte des Namengebers, das neue Seenotrettungsboot.

Lebenslang den Seenotrettern eng verbunden

Manfred Hessdörfer hatte die Seenotretter großzügig in seinem Nachlass bedacht. „Dafür sind wir ausgesprochen dankbar, denn dies versetzt uns in die Lage, unsere Freiwilligen-Station mit einem neuen, modernen Seenotrettungsboot auszurüsten und der Besatzung damit bestmögliche Aussicht auf Erfolg ihrer mitunter auch gefahrvollen Einsätze zu geben“, sagte Gerhard Harder, ehrenamtlicher Vorsitzer der DGzRS, anlässlich der Taufe.

Hessdörfer wurde in Aschaffenburg geboren und lebte in Nürnberg und Fürth. Zeit seines Lebens hatte er sich der See und in besonderem Maße den Seenotrettern eng verbunden gefühlt. „Schon als junger Mann ist er gerudert, später hat er den Bootsführerschein gemacht und viel Freizeit und Urlaub auf dem Wasser verbracht“, weiß Silvia Reinhold über ihren Onkel.

Zur traditionellen Taufzeremonie waren auch die freiwilligen Seenotretter der Nachbarstationen Vitte/Hiddensee und Freest mit den Seenotrettungsbooten NAUSIKAA und HEINZ ORTH nach Breege gekommen. Auf der Station Breege hat die MANFRED HESSDÖRFER das Seenotrettungsboot DORNBUSCH ersetzt. Es war mehr als 25 Jahre lang im Einsatz, zunächst stationiert in Vitte/Hiddensee und seit 2006 in Breege. Die DORNBUSCH wird an die estnischen Seenotretter der Halbinsel Juminda übergeben und dort weiterhin im maritimen Such- und Rettungsdienst eingesetzt.

Geschichte der Station Breege

Breege gehört zu den jüngsten Stationen der Seenotretter. Die vor 154 Jahren gegründete DGzRS richtete die Freiwilligen-Station 1997 ein. In den 22 Jahren des Bestehens der Station ist die MANFRED HESSDÖRFER nach MÖVENORT (IV), WALTHER MÜLLER und DORNBUSCH die nunmehr vierte dort stationierte Rettungseinheit. 15 freiwillige Seenotretter um Vormann Olaf Redmer engagieren sich ehrenamtlich auf der DGzRS-Station Breege.

Zwar ist die DGzRS-Station Breege noch relativ jung, doch haben die Seenotretter gerade in dieser Region eine besonders lange Geschichte. Bereits im Januar 1866, nicht einmal ein Jahr nach Gründung der DGzRS, entstand der Neuvorpommersch-Rügensche Verein zur Rettung Schiffbrüchiger als ihr dortiger Bezirksverein. Ende 1866 richtete er die erste Rettungsstation ein. Sie steht noch immer: Die Freiwillige Feuerwehr Putgarten nutzt das Gebäude heute. Vormann des seinerzeit dort stationierten Ruderrettungsbootes war – da schließt sich der Kreis – Kapitän Heinrich Leewe aus Breege.

Die Eckdaten des neuen Seenotrettungsbootes:

• Länge über Alles: 8,90 Meter

• Breite über Alles: 3,10 Meter

• Tiefgang: 0,88 Meter Tiefgang (0,65 Meter bei geklappten Motoren im Flachwasserbereich)

• Verdrängung: 3,2 Tonnen

• Geschwindigkeit: 38 Knoten (ca. 70 km/h)

• Besatzung: Freiwillige
• Antrieb: Yamaha FL200G, Yamaha F200G, je 200 PS

Das sogenannte Rigid Buoyancy Boat (RBB) erreicht seinen Auftrieb – wie der Name sagt – durch seinen starren leichten Rumpf selbst, ohne Schlauch. Die Manövrierfähigkeit, das Schleppverhalten und die Stabilität des Vollkunststoffbootes sind außerordentlich gut, Sog und Wellenschlag gering.

Über die Seenotretter

Die DGzRS ist zuständig für den maritimen Such- und Rettungsdienst in den deutschen Gebieten von Nord- und Ostsee. Zur Erfüllung ihrer Aufgaben hält sie rund 60 Seenotrettungskreuzer und -boote auf 55 Stationen zwischen Borkum im Westen und Usedom im Osten einsatzbereit – rund um die Uhr, bei jedem Wetter. 180 fest angestellte und rund 800 freiwillige Seenotretter fahren Jahr für Jahr mehr als 2.000 Einsätze. Die gesamte unabhängige und eigenverantwortliche Arbeit der Seenotretter wird ausschließlich durch freiwillige Zuwendungen finanziert, ohne Steuergelder. Seit Gründung der DGzRS 1865 haben ihre Besatzungen rund 85.000 Menschen aus Seenot gerettet oder drohenden Gefahren befreit.

Schirmherr des Rettungswerkes ist der Bundespräsident.

https://www.seenotretter.de/aktuelles/ne...oerfer-getauft/


Quelle und Fotos: www.seenotretter.de


Reges Treiben im Breeger Hafen am Sonntagvormittag

Angefügte Bilder:
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10.09.2019 19:00
#788 Seenotretter trainieren vor Rügen den Ernstfall Antworten

10.09.2019
Seenotretter trainieren vor Rügen den Ernstfall

DGzRS übt mit rund 100 Menschen verschiedene Einsatzszenarien auf See

Schiffbrüchige suchen und retten, Verletzte versorgen und Havaristen schleppen: Das sind einige der Herausforderungen für die Seenotretter bei der SAREx Lauterbach 2019 (SAREx = Search and Rescue Exercise, Such- und Rettungsübung). Sie findet am 13. und 14. September 2019 im Greifswalder Bodden statt. Ausrichter ist die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS). Während der SAREx trainieren die beteiligten Besatzungen vor der Insel Rügen vor allem die Koordinierung gemeinsamer Einsätze.

Die genauen Übungsszenarien werden den beteiligten Rettungsfrauen und -männern erst mit der jeweiligen „Alarmierung“ mitgeteilt, um eine möglichst realistische Situation zu erzeugen. Die koordinierte Suche und Rettung Schiffbrüchiger, ihre medizinische Erstversorgung und der Verletztentransport sind Bestandteile der Szenarien. Insgesamt nehmen rund 100 Menschen an der Übung teil.

DGzRS-Übungsleiter Timo Jordt hat die Szenarien konzipiert. Bereits in den vergangenen Jahren war er an vergleichbaren Übungen der Seenotretter vor Helgoland, Wilhelmshaven, Neustadt i. H., Eckernförde und Büsum beteiligt. „Unsere Besatzungen haben im Einsatz nicht viel Zeit zu überlegen, wie sie etwas machen müssen. Deshalb trainieren wir regelmäßig für den Ernstfall – auch komplexe Szenarien wie jetzt bei der Übung vor Rügen“, sagt Jordt. „Wir wollen uns bestmöglich vorbereiten, damit im Notfall jeder Handgriff zur Rettung Schiffbrüchiger sitzt.“

Mit dabei sind seitens der DGzRS die beiden Seenotrettungskreuzer HARRO KOEBKE/Station Sassnitz und BERTHOLD BEITZ/Station Greifswalder Oie sowie die fünf Seenotrettungsboote CASPER OTTEN/Station Lauterbach, HERTHA JEEP/Station Stralsund, MANFRED HESSDÖRFER/Station Breege, STRALSUND/Station Prerow/Wieck und GERHARD TEN DOORNKAAT/Station Ueckermünde. Die Seenotretter trainieren aber auch die Zusammenarbeit mit Partnern auf und über See sowie im strandnahen Bereich. Ein Hubschrauber von Northern HeliCopter, das Küstenstreifenboot „Damerow“ der Wasserschutzpolizei des Landes Mecklenburg-Vorpommern und ein Mehrzweckarbeitsboot der Freiwilligen Feuerwehr Putbus nehmen ebenfalls teil.

Echt wirkende „Schiffbrüchige“ und „Verletzte“ stellt die Gruppe RUND (Realistische Unfall- und Notfalldarstellung) der DLRG Goch. Neben ihr gilt ein besonderer Dank der Seenotretter dem Eigenbetrieb Wohnwirtschaft/Hafen der Stadt Putbus für die Bereitstellung der Liegeplätze mit entsprechender Versorgung und dem Yachthafenbetreiber „im-jaich“ für weitere Liegeplätze und Räumlichkeiten zur Szenariogestaltung. Außerdem haben die Seenotretter der Station Lauterbach um Vormann Andreas Jahn viele Stunden in die Organisation und Vorbereitung der groß angelegten Übung investiert.

https://www.seenotretter.de/aktuelles/ne...-den-ernstfall/


Quelle: www.seenotretter.de


Wie bereits bei einer großen Übung im Frühjahr dieses Jahres vor Büsum (Bild) trainieren zahlreiche Rettungseinheiten der DGzRS am Freitag und Samstag dieser Woche vor Rügen verschiedene Einsatzszenarien der Seenotretter. Foto: Peter Neumann

Angefügte Bilder:
csm_2019-09-10-Ankuend-SAREx_3a4aadd904.jpg  
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12.09.2019 23:23
#789 Neuer Seenotrettungskreuzer für DGzRS-Station Grömitz auf Kiel gelegt Antworten

12.09.2019
Neuer Seenotrettungskreuzer für DGzRS-Station Grömitz auf Kiel gelegt

Merle Davids hält ein kleines Stück Metall mit großer Bedeutung für die Seenotretter in der Hand: Es ist eine Bremer Zwei-Euro-Münze, die die 19-Jährige als Glücksbringer in den Rumpf des jüngsten Seenotrettungskreuzer-Neubaus der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) einlegt. Die traditionelle Kiellegung ist für sie etwas ganz Besonderes: Auf dem für die Station Grömitz bestimmten Spezialschiff wird ihr Vater Markus im Einsatz sein – bei jedem Wetter. Und sie selbst sammelt dafür Spenden.

„Als Papa noch Fischer gewesen ist, war er einmal auf die Hilfe der Seenotretter angewiesen. Was die DGzRS macht und wie sie es macht, unabhängig und nur mit Spenden, das finde ich richtig gut“, sagt die Auszubildende zur Industriekauffrau. Merle Davids und auch ihre Mutter Christine stärken Vater und Ehemann Markus Davids nicht nur ideell den Rücken: „Ich habe am Tag der Seenotretter geholfen, mich bei Vorführungen retten lassen und begonnen, neue Förderer zu gewinnen“, berichtet die Maasholmerin. Sie und ihre Mutter sind ehrenamtliche Mitarbeiterinnen der Seenotretter an Land.

Als Merle Davids gefragt wurde, ob sie den neuen Seenotrettungskreuzers ihres Vaters auf Kiel legt, brauchte sie nicht lange zu überlegen. Denn schließlich soll die am Kollisionsschott eingelegte Münze nicht nur den Schiffbauern, sondern auch der künftigen Besatzung um ihren Vater Glück verheißen. Das Geldstück mit Bremer Rathaus und Roland wird in den rund 30 Dienstjahren des Spezialschiffes jeden Einsatz mitfahren.

Apropos Geld: Finanziert wird der neue Seenotrettungskreuzer mit der internen Bezeichnung SK 41 überwiegend aus einer Erbschaft. „Zuwendungen aus Nachlässen sind ein ganz wesentlicher Bestandteil der Finanzierung der Seenotretter und ein sehr großer Vertrauensbeweis“, sagte DGzRS-Geschäftsführer Nicolaus Stadeler bei der Kiellegung auf der Werft Fr. Fassmer in Bardenfleth an der Unterweser. „Wer seine Hochachtung vor der Selbstlosigkeit, dem Mut und der gleichzeitigen Bescheidenheit unserer Besatzungen in seinem letzten Willen Ausdruck verleiht, dem gebührt unser ganz besonderer Dank“, sagte Stadeler.

Neubau ersetzt den Seenotrettungskreuzer HANS HACKMACK

Die inzwischen fünfte Rettungseinheit der 28-Meter-Klasse soll im Rahmen der notwendigen ständigen Modernisierung der Rettungsflotte auf der Station Grömitz die HANS HACKMACK ablösen. Diese wiederum soll künftig ohne feste Station immer dort zum Einsatz kommen, wo andere Seenotrettungskreuzer vertreten werden müssen, zum Beispiel während turnusgemäßer Generalüberholungen.

Eckdaten des neuen Seenotrettungskreuzers

Länge über Alles: 27,90 Meter
Breite über Alles: 6,20 Meter
Tiefgang: 1,95 Meter
Geschwindigkeit: 24 Knoten (ca. 45 km/h)
Besatzung: 9/4 Pers. (Stamm/Einsatz)
Antrieb: zwei Propeller je 1.440 kW/1.958 PS = 2.880 kW/3.916 PS
Verdrängung: 120 Tonnen

Die Einheiten der jüngsten und modernsten Seenotrettungskreuzer-Klasse werden an wichtigen Küstenpunkten stationiert. Ihr Einsatzgebiet wird das Küstenvorfeld ebenso wie die hohe See sein – bei jedem Wetter und auch unter extremsten Bedingungen. Die Spezialschiffe werden vollständig aus Aluminium im bewährten Netzspantensystem als Selbstaufrichter gebaut.

Besondere Merkmale sind eine umfassende Ausrüstung zur medizinischen Erstversorgung an Bord, eine Feuerlöschpumpe mit ferngelenktem Monitor zur Bekämpfung von Bränden auf See und die Fähigkeit, sich im Falle des Durchkenterns innerhalb weniger Sekunden wieder aufzurichten. In der für Seenotrettungskreuzer typischen Heckwanne führen die 28-Meter-Einheiten jeweils ein gut acht Meter langes Tochterboot mit sich, das auf See unabhängig vom Mutterschiff agieren kann.

Genauso wie das Tochterboot den Seenotrettungskreuzer unterstützt, kann sich Markus Davids auch weiterhin der Unterstützung seiner Tochter Merle an Land sicher sein. Und für die Zukunft schließt die junge Frau sogar den eigenen Sprung an Bord eines Seenotrettungskreuzers nicht aus: „Aber erst einmal hat die Ausbildung Vorrang.“

https://www.seenotretter.de/aktuelles/ne...uf-kiel-gelegt/


Quelle und Fotos: www.seenotretter.de


Unter den Augen ihres Vaters und Seenotretters Markus Davids (l.) sowie des Vormanns Guido Förster hält Merle Davids die Bremer Zwei-Euro-Münze für die Fotografen schon einmal an die richtige Stelle, bevor sie sie endgültig in die Aluminiumtasche fallen lässt.

Ein Schiffbauer der Bauwerft Fr. Fassmer aus Berne/Unterweser verschweißt die Aluminiumtasche.

Angefügte Bilder:
2019-09-12--Kiellegung-SK-41-_5_.jpg   2019-09-12--Kiellegung-SK-41-_1_.jpg  
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12.09.2019 23:23
#790 Neuer Seenotrettungskreuzer für DGzRS-Station Grömitz auf Kiel gelegt Antworten

12.09.2019
Seenotretter bringen Surfer in Sicherheit

Einen abgetriebenen Surfer haben die Seenotretter der Freiwilligen-Station Norddeich der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) gestern, Mittwoch, den 11. September 2019, vor Norddeich gerettet. Der völlig entkräftete Mann war mit seinem Surfbrett an den Leitdamm getrieben. Aus eigener Kraft konnte er nicht mehr das sichere Ufer erreichen.

Einen abgetriebenen Surfer haben die Seenotretter der Freiwilligen-Station Norddeich der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) gestern, Mittwoch, den 11. September 2019, vor Norddeich gerettet. Der völlig entkräftete Mann war mit seinem Surfbrett an den Leitdamm getrieben. Aus eigener Kraft konnte er nicht mehr das sichere Ufer erreichen.
Sowohl eine Surfschule als auch die Fähre „Frisia III“ hatten den Surfer kurz nach 12 Uhr auf dem Ende des westlichen Leitdammes entdeckt und die Seenotretter gerufen. Die Leitdämme, zwischen denen die Fahrrinne von See nach Norddeich führt, sind etwa zwei Kilometer lang und dienen dem Schutz des Fahrwassers vor Versandung. Bei Niedrigwasser ragen die Steindämme aus dem Wasser.
Nach eigenen Angaben war der Mann, der einen Neoprenanzug trug, bereits seit zehn Uhr morgens mit seinem Surfbrett auf dem Wasser. Starker ablandiger Wind und der starke Ebbstrom hatten ihn immer weiter vom Land entfernt. Zudem hatte er sich am Fuß verletzt.
Etwa eine knappe halbe Stunde nach der Alarmierung erreichte das Seenotrettungsboot WILMA SIKORSKI den Mann. Die Seenotretter näherten sich dem Leitdamm so weit wie möglich und warfen dem Surfer eine Leine zu, an der er sich zum Seenotrettungsboot WILMA SIKORSKI zog. Über die Bergepforte nahmen die Seenotretter ihn an Bord. Der Mann war leicht unterkühlt und hatte offenbar einen Schock erlitten. Vorsichtshalber wurde er im Hafen an einen Rettungswagen übergeben.
Auch das Surfbrett wurde von den Seenotrettern an Land gebracht.

https://www.seenotretter.de/aktuelles/se...-in-sicherheit/


Quelle: www.seenotretter.de


Das Seenotrettungsboot WILMA SIKORSKI der Station Norddeich war im Einsatz für einen Surfer (Archivbild: Stephan Mühr)

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csm_2019-09-12-Surfer-abgetrieb_82407dbf97.jpg  
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12.09.2019 23:23
#791 Blitzartige Sichtung zwischen Langeoog und Spiekeroog möglicherweise Meteorit - Beobachter vermuten zunächst Seenotfall Antworten

12.09.2019
Blitzartige Sichtung zwischen Langeoog und Spiekeroog möglicherweise Meteorit - Beobachter vermuten zunächst Seenotfall

Bei der Sichtung eines vermeintlichen Seenotsignals über den ostfriesischen Inseln am Donnerstag, den 12. September 2019, hat es sich vermutlich um einen Meteoriten gehandelt.

Mehrere Schiffe hatten sich in der SEENOTLEITUNG BREMEN der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) gemeldet. Sie hatten um 14.48 Uhr zwischen Langeoog und Spiekeroog einen länger anhaltenden „Blitz“ über See beobachtet, den sie für ein Notsignal hielten.

Die Seenotrettungsboote NEUHARLINGERSIEL / Station Neuharlingersiel und SECRETARIUS / Station Langeoog wurden alarmiert und suchten das Gebiet weiträumig ab. Allerdings konnte nichts gefunden werden.
„Es war ein glühendes, weißes Etwas mit einem längeren Schweif und nicht besonders groß“, sagte Kapitän Wilhelm Jacobs, der mit Gästen auf seinem Kutter „Gorch Fock“ unterwegs war, und die Sichtung gemeldet hatte. „Von uns aus sah es aus, als ob es bei Spiekeroog ins Wasser gestürzt sei.“

Nach Rücksprache mit dem Bremer Olbers-Planetarium schließen die Wachleiter der SEENOTLEITUNG nicht aus, dass die Beobachter einen verglühenden Meteoriten beobachtet haben.

https://www.seenotretter.de/aktuelles/se...chter-vermuten/


Quelle: www.seenotretter.de

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20.09.2019 01:01
#792 Seenotretter aus sieben Ländern zu Gast bei der DGzRS Antworten

18.09.2019
Seenotretter aus sieben Ländern zu Gast bei der DGzRS

Regelmäßiger Fachaustausch, gemeinsame Übungen und grenzüberschreitende Einsätze: Die Seenotretter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) arbeiten unter dem Dach der International Maritime Rescue Federation (IMRF) eng mit ihren ausländischen Schwesterorganisationen zusammen. Dazu gehört auch das internationale Austauschprogramm „Crew Exchange“, bei dem Seenotretter für eine Woche bei jeweils anderen Seenotrettungsdiensten hospitieren. In diesem Jahr findet es vom 21. bis 28. September statt.

Für gut eine Woche reisen sieben deutsche Seenotretter der DGzRS zum gemeinsamen Training nach Estland, Kroatien, Norwegen, Portugal, Schweden, ins Vereinigte Königreich und in die Niederlande. Gleichzeitig sind acht Seenotretter europäischer Schwesterorganisationen zu Gast bei der DGzRS. In den acht Tagen üben sie gemeinsam, tauschen ihr Wissen aus, lernen von- und miteinander. Immer mit dem Ziel: die Leistungsfähigkeit der Seenotrettungsdienste weiter zu verbessern.

Die Seenotretter aus Kroatien, Bulgarien, Norwegen, Schweden, Finnland, den Niederlanden und dem Vereinigten Königreich erwartet bei der DGzRS ein umfangreiches Programm. Los geht es am Sonntag, 22. September 2019, an der Nordsee: Auf der Station Cuxhaven trainieren sie gemeinsam mit den dortigen Kollegen und denen der Freiwilligen-Station Brunsbüttel. Dabei lernen sie auch das Tochterboot MATHIAS, eine Besonderheit der DGzRS, kennen. Einen Tag später besuchen die acht Gäste die DGzRS-Zentrale in Bremen. Dort soll es unter anderem einen intensiven Austausch mit den Wachleitern der SEENOTLEITUNG BREMEN (MRCC = Maritime Rescue Co-ordination Centre) und einen Einblick in das Simulatorzentrum geben.

Für den 24. und 25. September schließlich stehen verschiedene Übungen im Seenotretter-Trainingszentrum in Neustadt in Holstein auf dem Programm, darunter medizinische Evakuierung, Brand- und Leckabwehr unter anderem mit dem Seenotrettungskreuzer HANS HACKMACK/Station Grömitz. Zum Abschluss der Austauschwoche reisen die ausländischen Seenotretter nach Wilhelmshaven. Mit den Kollegen der dortigen Freiwilligen-Station, der Station Hooksiel und der Freiwilligen-Station Horumersiel trainieren sie am 26. und 27. September die Suche nach Schiffbrüchigen, das Einschleppen eines Havaristen und die Zusammenarbeit mit einem Hubschrauber.

Initiiert wurde das Austauschprogramm „Crew Exchange“ 2012 von der IMRF. Seitdem findet es jährlich statt. Bereits rund 50 Seenotretter der DGzRS nutzten die Chance, Schwestergesellschaften im Ausland kennenzulernen und von den Kenntnissen ihrer Kollegen zu profitieren. Das Fazit der bisherigen Teilnehmer fällt durchweg positiv aus: „Das Teamwork zwischen den verschiedenen Nationen klappt wirklich super. Vielleicht weil uns alle der gleiche Grundgedanke und die gleiche Einstellung verbindet“, berichtet beispielsweise Larissa Buck. Die Leiterin der Seenotretter-Akademie besuchte im vergangenen Jahr die schwedische Seenotrettungsorganisation Svenska Sällskapet för Räddning av Skeppsbrutne (SSRS).

Über die DGzRS

Schiffbrüchige aus Seenot retten, Menschen aus Gefahren befreien, Verletzte und Kranke versorgen: Die Seenotretter sind auf Nord- und Ostsee klar zum Einsatz – rund um die Uhr und bei jedem Wetter. Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) ist einer der modernsten Seenotrettungsdienste der Welt. Sie finanziert ihre Arbeit ausschließlich durch Spenden und freiwillige Zuwendungen.

Seenot kann nicht nur jeden deutschen Seemann auf den Weltmeeren und jedes Schiff treffen, das einen deutschen Hafen anläuft, sondern auch Passagiere von Fähren und Kreuzfahrtschiffen. Sie alle sind weltweit auf die reibungslose internationale Zusammenarbeit der Seenotrettungsdienste angewiesen. Allein 2018 war die SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS neben den mehr als 2.000 Einsätzen in den deutschen Gebieten von Nord- und Ostsee zusätzlich mehr als 200 Mal bei Seenotfällen international im Interesse der deutschen Schifffahrt unterstützend oder initiativ tätig.
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https://www.seenotretter.de/aktuelles/ne...-bei-der-dgzrs/


Quelle und Foto: www.seenotretter.de


Innerhalb des internationalen Austauschprogramms „Crew Exchange“ der International Maritime Rescue Federation (IMRF) besuchte Larissa Buck (vorne l.), Leiterin der Seenotretter-Akademie, 2018 gemeinsam mit Kollegen aus anderen europäischen Ländern die schwedische Seenotrettungsorganisation Svenska Sällskapet för Räddning av Skeppsbrutne (SSRS). Archiv-Foto: Die Seenotretter – DGzRS

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27.09.2019 01:00
#793 Erfolgreiches Sammelschiffchen in Sachsen Antworten

26.09.2019
Erfolgreiches Sammelschiffchen in Sachsen

Ein Junge aus Pirna setzt ein Sammelschiffchen für seine Schule ein, gibt es weiter an die väterliche Praxis und sorgt so für beachtliche Geldladungen.

„Beim Familienurlaub im Jahr 2010 interessierten mich die auffallenden Seenotrettungsboote und -kreuzer in den Ostseehäfen sofort“, erinnert sich Stijn Reinhold. Der Besuch an Bord der WILHELM KAISEN in Sassnitz machte den damals Zwölfjährigen zum Fan. 2011 lernte er im Informationszentrum in Warnemünde dessen Leiter Jörg Westphal und seine Mitarbeiterin Thekla Riemer kennen.

„Der Kontakt besteht bis heute. Dort entstand die Idee, einen Info- und Spendenstand für den Weihnachtsmarkt meiner Schule in Pirna auf die Beine zu stellen.“ Unterstützt wurde Stijn von seiner jüngeren Schwester Sirin, seinen Eltern und Mitschülern. Die Aktion lief drei Jahre infolge (Längsseits 1/2012 und 1/2013). Parallel ging ein Sammelschiffchen in der Schulcafeteria vor Anker, die zugleich die Stadthalle von Pirna ist. 2013 hielten Stijn und seine Schwester einen Vortrag über die Seenotretter im Diakonischen Altenzentrum in Graupa bei Dresden, wo er mit seiner Familie wohnt.

Doch dann schränkte der dichtere Stundenplan auf dem Weg zum Abitur den Einsatz für die Seenotretter etwas ein, bedauert der heute 20-Jährige. Seit dem Wintersemester 2018/2019 studiert er Theaterwissenschaft und Philosophie an der Universität Leipzig. „Zum Glück entschied sich mein Vater im April 2017, eine HNO-Praxis in Pirnas Zentrum nahe der Elbe zu eröffnen. Der Fluss verbindet die Stadt ja gewissermaßen mit der Nordseeküste. Dort hat nun ,unser’Sammelschiffchen einen neuen Ankerplatz gefunden.“

Stijn Reinhold ist nach wie vor für dessen Leerung zuständig. „Dem gesamten Praxisteam ist es zu verdanken, dass das Schiffchen im ersten Halbjahr 2019 mit der stolzen Fracht von rund 150 Euro beladen wurde“, freut sich der langjährige DGzRS-Unterstützer. „Alle haben begeistert für die Seenotretter geworben.“

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Das Team der HNO-Praxis Pirna sorgt für einen vollen Laderaum (v.l.): Swetlana Kostrova, Dr. Stefan Reinhold und seine Frau Solveig; es fehlt Julia Fernitz.

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27.09.2019 21:00
#794 Seenotretter aus sechs Ländern zu Gast bei der DGzRS Antworten

27.09.2019
Seenotretter aus sechs Ländern zu Gast bei der DGzRS

Regelmäßiger Fachaustausch, gemeinsame Übungen und grenzüberschreitende Einsätze: Die Seenotretter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) arbeiten unter dem Dach der International Maritime Rescue Federation (IMRF) eng mit ihren ausländischen Schwesterorganisationen zusammen. Dazu gehört auch das internationale Austauschprogramm „Crew Exchange“, bei dem Seenotretter für eine Woche bei jeweils anderen Seenotrettungsdiensten hospitieren. In diesem Jahr findet es vom 21. bis 28. September statt.

Für gut eine Woche reisen sieben deutsche Seenotretter der DGzRS zum gemeinsamen Training nach Estland, Kroatien, Norwegen, Portugal, Schweden, ins Vereinigte Königreich und in die Niederlande. Gleichzeitig sind acht Seenotretter europäischer Schwesterorganisationen zu Gast bei der DGzRS. In den acht Tagen üben sie gemeinsam, tauschen ihr Wissen aus, lernen von- und miteinander. Immer mit dem Ziel: die Leistungsfähigkeit der Seenotrettungsdienste weiter zu verbessern.

Die Seenotretter aus Kroatien, Bulgarien, Norwegen, Schweden, Finnland, den Niederlanden und dem Vereinigten Königreich erwartet bei der DGzRS ein umfangreiches Programm. Los geht es am Sonntag, 22. September 2019, an der Nordsee: Auf der Station Cuxhaven trainieren sie gemeinsam mit den dortigen Kollegen und denen der Freiwilligen-Station Brunsbüttel. Dabei lernen sie auch das Tochterboot MATHIAS, eine Besonderheit der DGzRS, kennen. Einen Tag später besuchen die acht Gäste die DGzRS-Zentrale in Bremen. Dort soll es unter anderem einen intensiven Austausch mit den Wachleitern der SEENOTLEITUNG BREMEN (MRCC = Maritime Rescue Co-ordination Centre) und einen Einblick in das Simulatorzentrum geben.

Für den 24. und 25. September schließlich stehen verschiedene Übungen im Seenotretter-Trainingszentrum in Neustadt in Holstein auf dem Programm, darunter medizinische Evakuierung, Brand- und Leckabwehr unter anderem mit dem Seenotrettungskreuzer HANS HACKMACK/Station Grömitz. Zum Abschluss der Austauschwoche reisen die ausländischen Seenotretter nach Wilhelmshaven. Mit den Kollegen der dortigen Freiwilligen-Station, der Station Hooksiel und der Freiwilligen-Station Horumersiel trainieren sie am 26. und 27. September die Suche nach Schiffbrüchigen, das Einschleppen eines Havaristen und die Zusammenarbeit mit einem Hubschrauber.

Initiiert wurde das Austauschprogramm „Crew Exchange“ 2012 von der IMRF. Seitdem findet es jährlich statt. Bereits rund 50 Seenotretter der DGzRS nutzten die Chance, Schwestergesellschaften im Ausland kennenzulernen und von den Kenntnissen ihrer Kollegen zu profitieren. Das Fazit der bisherigen Teilnehmer fällt durchweg positiv aus: „Das Teamwork zwischen den verschiedenen Nationen klappt wirklich super. Vielleicht weil uns alle der gleiche Grundgedanke und die gleiche Einstellung verbindet“, berichtet beispielsweise Larissa Buck. Die Leiterin der Seenotretter-Akademie besuchte im vergangenen Jahr die schwedische Seenotrettungsorganisation Svenska Sällskapet för Räddning av Skeppsbrutne (SSRS).

Über die DGzRS

Schiffbrüchige aus Seenot retten, Menschen aus Gefahren befreien, Verletzte und Kranke versorgen: Die Seenotretter sind auf Nord- und Ostsee klar zum Einsatz – rund um die Uhr und bei jedem Wetter. Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) ist einer der modernsten Seenotrettungsdienste der Welt. Sie finanziert ihre Arbeit ausschließlich durch Spenden und freiwillige Zuwendungen.

Seenot kann nicht nur jeden deutschen Seemann auf den Weltmeeren und jedes Schiff treffen, das einen deutschen Hafen anläuft, sondern auch Passagiere von Fähren und Kreuzfahrtschiffen. Sie alle sind weltweit auf die reibungslose internationale Zusammenarbeit der Seenotrettungsdienste angewiesen. Allein 2018 war die SEENOTLEITUNG BREMEN der DGzRS neben den mehr als 2.000 Einsätzen in den deutschen Gebieten von Nord- und Ostsee zusätzlich mehr als 200 Mal bei Seenotfällen international im Interesse der deutschen Schifffahrt unterstützend oder initiativ tätig.

Aktualisierung am 22. September 2019

Der Seenotretter aus Finnland hat aus privaten Gründen kurzfristig den Besuch bei der DGzRS abgesagt.

https://www.seenotretter.de/aktuelles/ne...-bei-der-dgzrs/


Quelle: www.seenotretter.de


Sieben Seenotretter aus sechs Ländern sind für eine Woche zu Gast bei der DGzRS. Am ersten Tag besuchen sie die Besatzung der ANNELIESE KRAMER in Cuxhaven, um gemeinsam mit ihnen zu trainieren. Im Vordergrund steht bei der Übung die Funktionsweise des Tochterbootes MATHIAS.

Innerhalb des internationalen Austauschprogramms „Crew Exchange“ der International Maritime Rescue Federation (IMRF) besucht der freiwillige Seenotretter Carsten Schleevoigt (vorne, 3. v. l.), gemeinsam mit Kollegen aus anderen europäischen Ländern die niederländische Seenotrettungsorganisation Koninklijke Nederlandse Redding Maatschappij (KNRM) Foto: Die Seenotretter – DGzRS

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01.10.2019 00:33
#795 Seenotretter statt Spielzeug Antworten

30.09.2019
Seenotretter statt Spielzeug

Der Schüler Samuel Butz aus Leingarten spendet sein Taschengeld

Was könnte sich Samuel Butz aus Leingarten bei Heilbronn alles für fünf Euro im Monat kaufen: Spielsachen, Süßigkeiten oder Schmöker. Stattdessen spendet der Zwölfjährige ein Viertel seines Taschengeldes an die Seenotretter. Insgesamt fließen sogar 20 Euro von Leingarten nach Bremen, da seine Tante zehn Euro und seine Eltern fünf Euro jeweils noch oben drauflegen.

Seit 2015 ist der Schüler auf der Jagd nach Fotos von Seenotrettungskreuzern und -booten, Infos und Andenken. Einen bleibenden Eindruck hat der 5. August 2018 bei ihm hinterlassen: Damals hat sich Samuel entschlossen, Förderer der DGzRS zu werden. In einem Bericht hat er seine Erlebnisse in Laboe festgehalten. Wir veröffentlichen im Folgenden einige Auszüge:

„Wir waren in den Sommerferien an der Nordsee auf Nordstrand im Urlaub. Nach meinem Vorschlag fuhren wir nach Laboe, weil ich den Seenotrettungskreuzer BERLIN sehen wollte. Das ist fast eine Stunde Fahrt.

Als wir im Hafen von Laboe ankamen, war ich hin und weg: Dort lagen zwei Seenotrettungskreuzer! Und auf dem Hafengelände gab es ein Informationszentrum der Seenotretter. Dort gingen wir zuerst rein. Es gab Modelle von Seenotrettungskreuzern und einen Shop mit vielen Fanartikeln wie Tassen oder Poster. Auch gab es einen Fernseher, auf dem Filme über die Arbeit der Seenotretter liefen. In einer Ecke stand ein Simulator, auf dem Besucher virtuell Menschen aus Seenot befreien können.

Anschließend schauten wir uns den anderen Seenotrettungskreuzer (VORMANN JANTZEN – Anm. der Redaktion) an, der im Hafen lag. Auf einem Schild: „Open Ship“. Ich konnte mein Glück kaum fassen. Einen Seenotrettungskreuzer zu besichtigen, der nicht in einem Museum stand! Wir gingen an Bord, und der Vormann begrüßte uns freundlich. Wir schauten uns alles ganz genau an.

Wieder an Land aßen wir Fischbrötchen und suchten uns eine Bank mit Blick auf den Seenotrettungskreuzer. Doch was war das? Auf einmal sah ich ein Seenotrettungsboot mit einer Jacht im Schlepp auf den Hafen von Laboe zukommen. Als es näher kam, wusste ich, dass es die WALTER ROSE war, die eine Jacht mit Wassereinbruch in den Hafen brachte. Ich konnte es einfach nicht fassen! Ich sah gerade die Seenotretter in Action. Die WALTER ROSE schleppte die Segeljacht zur BERLIN. Dann pumpten die Seenotretter die Jacht aus.

An diesem Tag besuchten wir das Informationszentrum genauso wie den Seenotrettungskreuzer insgesamt drei Mal. Und Fotos der BERLIN machten wir auch noch. Dieser Ausflug war sehr schön!“

Sie wollen die Seenotretter auch unterstützen? Dann spenden Sie online oder per Überweisung auf unser Spendenkonto: Sparkasse Bremen, BIC: SBREDE22, IBAN: DE36 2905 0101 0001 0720 16.


https://www.seenotretter.de/aktuelles/da...tatt-spielzeug/


Quelle und Foto: www.seenotretter.de


Ein Tag wirkt nach: Der Besuch im August 2018 in Laboe im Informationszentrum Schleswig-Holstein und auf dem Seenotrettungskreuzer VORMANN JANTZEN hat Samuel Butz so begeistert, dass er inzwischen regelmäßiger Förderer der Seenotretter ist.

Angefügte Bilder:
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